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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 00:38 |
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15.09.2016  Zitat: Emotionen hier, Argumente dort
Mit Verspätung hat der YB-Verwaltungsrat in der Causa Bickel/Kappeler versucht, Aufklärungsarbeit zu leisten. Wer neuer Sportchef wird, bleibt aber unter Verschluss.
Der angekündigte Umbruch bei den Young Boys und vor allem die Art und Weise der Kommunikation haben am Dienstag viele Fragen aufgeworfen. So erstaunte es beispielsweise, dass der Verwaltungsrat vorerst keine Auskunft geben wollte zur Absetzung von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler, dass sich Urs Siegenthaler, der neue sportliche Taktgeber, aber nicht daran hielt und bei vereinzelten Medien trotzdem seine Meinung kundtat. Aussagen wie jene, dass YB keine Chance gegen den FC Basel habe, sorgten dabei für allerhand Unmut in Bern.
Damit nicht genug: Auch die beschlossenen Massnahmen haben viel Verärgerung ausgelöst. So will der Dachverband der YB-Fans am Donnerstag (19.00 Uhr) beim Europa-League-Startspiel gegen Piräus aus Protest auf organisierten Support verzichten, um den Frust über die «Planlosigkeit» des Clubs und die Fokussierung der Macht auf eine Person – auf Siegenthaler – zu manifestieren.
Gestern versuchten die Verwaltungsräte Hanspeter Kienberger und Peter Marthaler, das Vorgehen plausibler zu machen. Auch YB-Trainer Adi Hütter nahm dazu Stellung. Die Kernaussage: Für YB richten sich die sportlichen künftig nach den finanziellen Möglichkeiten. Eine Aufarbeitung mit fünf Stichworten:
Bickel-Nachfolge. «Christoph Spycher ist es nicht», beteuerte Kienberger. Und Andres Gerber hat selber gemeldet, dass er kein Thema ist. Peter Knäbel ist wohl zu teuer. Gestern verdichteten sich deshalb die Gerüchte, dass Siegenthaler einen seit Jahren vertrauten Kollegen holt: Paul Meier, 63, Fussballinstruktor aus der Innerschweiz und beim SFV mit einem Mandat für das «Footeco»-Nachwuchsprojekt tätig. Siegenthaler hatte Meier bereits von 2010 bis 2012 beim Hamburger SV als Nachwuchschef installiert. Er selber sollte damals HSV-Sportchef werden, was der DFB seinem Chefscout allerdings in letzter Minute untersagte. Kienberger hat nochmals versichert, dass der neue Sportchef schon bestimmt ist, dass dieser aus juristischen und anderen Gründen erst im Oktober präsentiert werden kann.
Neue Strategie. YB muss und wird sparen. Der Club will so auf die Dauer wieder schwarze Zahlen schreiben statt Millionendefizite ausweisen. Diese Botschaft wurde nochmals sehr deutlich platziert. «Wir können finanziell nicht mit dem FCB mithalten, der nun in der Champions League erneut 15 Millionen erhalten hat, bevor der erste Ball rollte», sagte Marthaler. Und Kienberger wies darauf hin, «dass sich YB längerfristig selber finanzieren muss». Sonst drohe die Gefahr, dass der Club irgendeinmal aus finanziellen Gründen die Rote Karte erhalte. Auch der Erfolg sei kein Garant. Bei YB hätten beispielsweise die Zuschauerzahlen und damit die Erlöse trotz der starken Rückrunde stagniert und seien tendenziell rückläufig.
Sportliche Ziele. Ob die neue Strategie von YB nicht eine Kapitulation vor dem FCB sei, lautete eine Frage an der Medienkonferenz. «YB», lautete Kienbergers Replik, «orientiert sich nicht an Basel, sondern geht einen eigenen Weg.» Trotzdem ist die Umstrukturierung ein klares Zeichen, dass die Jagd auf den Serienmeister nicht mehr das primäre Ziel ist. YB will vermehrt auf eigene Talente bauen und das Team «mit Mass» durch externe Spieler verstärken. Und zwar stets im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten. Trotzdem hat der Club weiterhin den Anspruch, zu den ersten Herausforderern des FCB zu zählen. Und will dafür auch ein entsprechendes Budget zur Verfügung stellen.
Verkaufsoption. Die Umstrukturierungen bei YB könnten von den Rihs-Brüdern auch darauf ausgelegt sein, den Club finanziell rasch auf gesunde Beine zu stellen, um ihn dann zu verkaufen. «Ich kann nicht versichern, dass die Rihs-Brüder Nein sagen würden, wenn ein 120-Millionen-Angebot käme», sagte Marthaler, «doch so eine Offerte ist wenig wahrscheinlich.» Ein Verkauf sei im Moment kein Thema, erklärte er, auch wenn es von den Besitzern nicht konkrete Angaben gebe, wie lange sie YB noch behalten wollen. Ausserdem wäre ein Verkauf juristisch und lizenztechnisch ein sehr langwieriger Prozess. Und so habe auch die Annäherung an den spanischen Zweitligisten Mallorca nichts mit einem schnellen Verkauf von YB zu tun, wie das zu lesen gewesen sei.
Trainerfrage. Für Adi Hütter ist der Umbruch in Bern verbunden mit einem Strategiewechsel ein Déjà-vu-Erlebnis. Schon als er 2014/15 bei Salzburg tätig war, beschloss sein Arbeitgeber einen Strategiewechsel weg von teuren Transfers und hin zur Förderung des eigenen Nachwuchses. Damals verabschiedete er sich nach einer Saison wieder vom Club, weil er «kein Ausbildungstrainer» sei. Darauf angesprochen, reagierte der YB-Trainer leicht genervt und präzisierte: «Ich habe damals gesagt, dass ich kein reiner Ausbildungstrainer bin.» Er arbeite gerne mit jungen Spielern und habe schon einige Talente «in höhere Sphären geführt». Und er habe gewusst, was ihn erwarte: «Deshalb bin ich nun nicht vor den Kopf gestossen.» Er werde versuchen, das Bestmögliche aus der neuen Situation zu machen. «Ich gehe diesen Weg mit dem Verein mit», versprach der Österreicher. http://www.derbund.ch/sport/fussball/em ... y/21404135
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 00:48 |
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15.09.2016  Zitat: Der neue Bickel bei YB
Es wird wohl Paul Meier!
Nachwuchs-Experte Paul Meier gilt als heissester Anwärter auf das Amt von Fredy Bickel.
Wer wird der neue Leiter Sport bei YB? Die Berner haben den Mann bestimmt, können ihn aus arbeitsrechtlichen Gründen aber erst im Oktober präsentieren. Der Neue soll gemäss Urs Siegenthaler, Leiter der Sportkommission, auch Nachwuchs-Experte sein. Und er untersteht dem neuen CEO Wanja Greuel. Vieles deutet darauf hin, dass es sich um Paul Meier handelt.
Der 63-Jährige ist ein enger Vertrauter von Siegenthaler. 2010, als Siegenthaler HSV-Sportchef werden sollte, lotste er Meier als Nachwuchskoordinator nach Hamburg. Siegenthalers Engagement scheiterte schliesslich, weil er vom DFB keine Freigabe bekam. Meier wechselte in den Nachwuchsbereich des SFV. Dort hat er vor wenigen Wochen gekündigt.
Zum heutigen Match gegen Olympiakos: Der gegen Luzern starke Steve von Bergen konnte am Dienstag bereits wieder mittrainieren, trotz des Schlags, der ihn zur Auswechslung gezwungen hatte. Weshalb Hütter drei Innenverteidiger hat und gar nicht erst in Versuchung geraten kann, Milan Vilotic aus der U21 ins Kader zu berufen. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 93135.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 00:58 |
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15.09.2016  Zitat: Schon jetzt ist klar, dass der Neustart nicht funktioniert und bei YB alles bleibt, wie es ist
YB gibt sich wieder einmal neue Strukturen. Das Experiment ist zum Scheitern verurteilt. In Bern wird weiterhin nur der SCB funktionieren.
Strukturen und Organigramme sind gut. Aber Strukturen und Organigramme haben alle. Erfolgreich werden Strukturen und Organigramme nur durch die Umsetzung mit den richtigen Personen. Der Schlittschuhclub Bern hat es geschafft, Schlüsselpositionen richtig zu besetzen. Deshalb ist der SCB das grösste Eishockey-Unternehmen der Schweiz geworden, gewinnt regelmässig Titel und schreibt seit 16 Jahren schwarze Zahlen.
YB hat in der gleichen Stadt die gleich guten Voraussetzungen wie der SCB. Der Klub ist eher noch populärer, hat eine ruhmreiche Geschichte und eine perfekte Infrastruktur. Da der Klub und das Stadion den gleichen Besitzer haben, wäre es möglich, schwarze Zahlen zu schreiben. Aber YB hat in den letzten zehn Jahren mindestens 50 Millionen Franken verloren – und in diesem Jahrhundert nichts gewonnen. Die letzte Meisterfeier gab es in Bern 1986 und diese «Titellosigkeit» hat inzwischen Kultcharakter.
Fans haben die Schnauze voll
Im Europa-League-Heimspiel gegen Olympiakos Piräus (heute um 19 Uhr) wird es keinen organisierten Support geben. Das gab YBs Fan-Vereinigung «Ostkurve» bekannt. Es handle sich aber explizit nicht um einen Boykott der aktiven Fanszene. Ihren Entscheid begründet sie mit der «Frustration über den neuerlichen Kurswechsel und die Planlosigkeit» des Klubs.
In ihrem Schreiben heisst es: «Die Fans werden von YB seit längerer Zeit primär als Kunden angesehen, Kunden welche aktuell wieder einmal für blöd verkauft werden. Deshalb haben wir als Kunden nun kurz gesagt einfach mal die Schnauze voll.»
Ex-SCB-Mitarbeiter soll nun die Young Boys führen
Eine kleine Episode mag zeigen, warum YB nicht erfolgreich sein kann. Die in Köniz domizilierte Vermarktungsagentur IMS steht hinter dem Marketing-Erfolg des SC Bern. Der Klub erwirtschaftet im Sponsoring inzwischen gut 15 Millionen Franken. IMS-Firmenchef und -Inhaber Erwin Gross, SCB-Manager und -Mitbesitzer Marc Lüthi und dessen Stabschef Rolf Bachmann sind die drei Persönlichkeiten, die den SCB-Erfolg ausmachen. Sie sind über die Jahre mit dem SCB gewachsen und personifizieren den Klub. Sie leben die Strukturen und Organigramme.
Die Episode ist verbürgt: Diese Woche herrschte grosse Verwunderung (andere sagen: Belustigung) in den IMS-Büros. Wanja Greuel ist soeben zum neuen YB-CEO ernannt worden und hat bereits versucht, IMS-Mitarbeiter für YB abzuwerben. Wanja Greuel ist ein ehemaliger IMS-Angestellter. Er kam aus Deutschland, diente sich in den IMS-Büros in sechs Jahren vom Praktikanten zum Verkaufsleiter des Ressorts SCB hoch, galt als tüchtiger, umtriebiger, fleissiger und ehrgeiziger Verkäufer – aber ohne Führungstalent. Die Differenz zwischen ihm und Marc Lüthi ist, wenn es um Charisma und Persönlichkeit geht, enorm.
Wanja Greuel, der Mann, der den SCB verkaufen half, aber innerhalb des Universums SC Bern keinerlei Chancen auf eine Schlüsselposition hatte, ist nun oberster YB-Chef mit dem letzten Wort im kommerziellen und sportlichen Bereich. Das erklärt eigentlich alles.
Wieso keine Zusammenarbeit?
In Bern wird immer wieder die Idee einer alles umfassenden «Bern Sport AG» diskutiert: Der SCB und YB unter einem Dach unter der Gesamtführung von Marc Lüthi. Auf den ersten Blick eine grandiose Sache. Müssten so nicht der SCB und YB rocken? Nein.
Es wäre zwar tatsächlich möglich, verschiedene Bereiche (Gastronomie, Administration, Ticketing, Fitnesszentren) zusammenzulegen und Geld zu sparen. Aber beide Unternehmen funktionieren letztlich im Markt nur eigenständig und in Konkurrenz zueinander. Sie sind auf charismatische Führungspersönlichkeiten angewiesen. Aber YB schafft es einfach nicht, eine Antwort auf Marc Lüthi zu finden. Das «Prinzip SCB» funktioniert deshalb bei YB nicht.
Es bleibt alles so, wie es ist
Die zentrale YB-Führungsschwäche kostet den Klub Erfolg und sehr viel Geld. Weil eine starke zentrale Führung fehlt, haben sich bei YB viele subalterne Funktionäre kleine Fürstentümer geschaffen. Die YB-Administration ist um Faktor zehn aufwändiger und komplizierter als jene beim SCB und Kenner wundern sich immer wieder über die hoch entwickelte Intrigenkultur. Längst sehen Beobachter YB als «Bundesamt für Fussball».
Und nun also Wanja Greuel als YB-General und Antwort auf Marc Lüthi. Weder ein Berner noch in Bern verwurzelt. Dabei ist gerade diese Verwurzelung im stolzen, traditionsbewussten Bern ein ganz entscheidender Faktor, der von Nicht-Bernern immer wieder unterschätzt wird.
So ist kein Schelm, wer sagt: Es bleibt bei YB alles so, wie es ist. Der SCB funktioniert. YB funktioniert nicht und ist weiterhin nicht dazu in der Lage, das enorme wirtschaftliche und sportliche Potenzial umzusetzen. Es ist auch völlig unerheblich, wer neuer Sportchef wird. Aber nach dem Abgang von Fredy Bickel wird die Sportabteilung wenigstens weniger Geld verschlingen. Das ist immerhin schon etwas.
Paul Meier neuer Sportchef?
Gemäss mehreren Medienberichten soll es sich beim Nachfolger Fredy Bickels als Sportchef um Paul Meier handeln. Der 63-Jährige gilt als Vertrauter von YB-Verwaltungsrat Urs Siegenthaler, der offenbar der neue starke Mann im Klub ist, wenn es um sportliche Belange geht. Meier arbeitete bislang im Nachwuchsbereich des Schweizer Verbandes. Dort kündigte er vor wenigen Wochen. http://www.watson.ch/Sport/Kommentar/24 ... wie-es-ist
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:12 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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14.09.2016  Zitat: Der Schaden ist angerichtet
Am Tag nach der Bekanntgabe der Trennung von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler ist der YB-Verwaltungsrat am Mittwoch doch noch vor die Medien getreten.
Die Antwort auf die aktuellen Ereignisse bei YB ist deutlich. Am Stade de Suisse, beim Eingang zum Sektor D, dort, wo viele Fans ihre Saisonkarten seit vielen Jahren besitzen, hängt am Mittwoch ein Spruchband. «Charakterlos und ohni Plan richtig Abgrund» steht darauf geschrieben.
Drinnen, im Medienraum des Stadions, sitzen am Mittag die YB-Verwaltungsräte Hanspeter Kienberger und Peter Marthaler. Sie haben sich entschieden, doch noch Stellung zu den Abgängen von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler zu nehmen, nachdem am Vortag die Devise veröffentlicht wurde, dass über die Medienmitteilung hinaus zurzeit keine weiteren Informationen und Interviews gegeben werden.
Marthaler, seit vierzig Jahren in der Kommunikationsbranche, einst Journalist sowie Kommunikationschef von Swiss und Mobiliar und im VR für die Kommunikation verantwortlich, sagt zu Beginn der Pressekonferenz: «Ich war erfreut, aber nicht überrascht, festzustellen, dass YB die Menschen nicht kalt lässt.»
Es ist ein eigenartiger Einstieg in die Medienkonferenz, an einem Tag, an dem viele, die für den Klub eigentlich Sympathien hegen, vor allem eines verspüren: Ärger. Die Young Boys sind gerade mal wieder dabei, einen grossen Imageschaden zu erleiden. Auch weil sie immer weniger greifbar werden.
Der Alleingang
Am Dienstagabend sitzt Urs Siegenthaler im St.-Jakob-Park. Der FC Basel empfängt zum Auftakt der Champions League den bulgarischen Spitzenklub Ludogorez Rasgrad.
Der 68-Jährige ist dem FCB nach wie vor verbunden, seinen Einfluss übt er aber seit sechs Monaten als Verwaltungsrat und Einflüsterer der Gebrüder Rihs bei den Young Boys aus. Siegenthaler ist es, der den Umsturz bei YB initiiert hat.
Wie er tickt, zeigt sich nun. Er setzt sich über die Devise des Verwaltungsrates hinweg, sich nicht zu den Vorfällen zu äussern. Zuerst spricht er mit dieser Zeitung, später im St.-Jakob-Park auch noch mit dem Schweizer Fernsehen.
Auf seine Rolle bei YB angesprochen, sagt Siegenthaler, er werde dort oben seine vier Verwaltungsratssitzungen im Jahr wahrnehmen. Mit «dort oben» meint er Bern. Das ganze Interview ist ein Desaster, ein Schlag ins Gesicht der YB-Fans.
Auf den Alleingang ihres VR-Kollegen wollen Marthaler und Kienberger am Mittwochmittag nicht näher eingehen, unfreiwillig liefern sie dabei den nächsten Beweis für den ungenügenden Austausch im Gremium.
Während Kienberger, notabene der Präsident des VR, bestätigt, der neue sportliche Leiter sei bestimmt, aus arbeitsrechtlichen Gründen könne man den Namen nicht äussern, lässt sich Siegenthaler gleichzeitig auf «Blick.ch» zitieren, man habe zwei, drei Kandidaten.
Am Dienstag sagte er dieser Zeitung noch, Bickels Nachfolger sei bekannt. Die derzeitige Kommunikation der Young Boys ist ein Anschauungsbeispiel, wie es nicht gemacht werden sollte.
Die Gratwanderung
Dabei wäre der Inhalt ja nachvollziehbar. Nach Jahren, in denen die Kosten eine untergeordnete Rolle spielten, ist bei YB die Vernunft eingekehrt. «Mit der wirtschaftlichen Entwicklung waren wir nicht zufrieden.
Darum haben wir die Änderungen beschlossen», sagt Kienberger. Die erste Priorität sei es nun, schwarze Zahlen zu schreiben. «Wir wollen aber ein Spitzenklub bleiben», fügt Marthaler an. Vernünftig wirtschaften und sportlich ambitioniert sein, es ist eine Gratwanderung, welche die Young Boys künftig zu vollziehen haben.
Wer sie dabei anführt, ist spätestens seit Dienstag bekannt. Es ist nicht der neue CEO Wanja Greuel, er führt den Klub administrativ, wie Kienberger an der Medienkonferenz sagt. Die prägende Figur ist nun Siegenthaler.
Der Mann also, der Bern «dort oben» nennt, der vorhat, viermal für die VR-Sitzungen in die Hauptstadt zu reisen, und der nebenher auch den deutschen Nationaltrainer Joachim Löw berät, eine Aufgabe, die ihn in den vergangenen vier Monaten vereinnahmt hatte, wie er selbst sagt.
Die Young Boys werden im Oktober zwar einen Leiter Sport vorstellen – wohl Paul Meier – dieser wird aber Siegenthaler, dem Leiter der Sportkommission, unterstellt sein. «Die Strukturen werden sich ändern», sagt Kienberger.
«Siegenthaler hat unseren grössten Respekt.» Und: «Mit ihm haben wir endlich sportliche Kompetenz im Verwaltungsrat.» Es ist eine Aussage, die in das sehr unglückliche Bild passt, welches YB in diesen Tagen abgibt.
Am Mittwochnachmittag hängt das Spruchband nicht mehr am Stadion. Jemand hat es entfernt. Der Ärger bleibt, der Schaden ist angerichtet. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13013519
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:35 |
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16.09.2016  Zitat: Das meint BLICK zum YB-Desaster
Siegenthaler ist untragbar geworden
Mit einem dilettantischen Communiqué beginnt die Erschütterung in den Grundfesten von YB. Es folgen: Wirre mediale Auftritte von Urs Siegenthaler. Eine Pressekonferenz von zwei Verwaltungsräten, die mehr Fragen aufwarf als erhellte. Ein angepisster Trainer, der dem Entsagen der Leistungskultur so gar nichts abgewinnen kann.
Und dann, am zweiten Tag nach dem Knall, dieser bizarre Rahmen eines Europa-League-Spiels. Einen solchen Aufstand gabs nicht einmal gegen die ungeliebten Oertig und Kaenzig. Höchstens gegen Peter Jauch.
Die Medien sind sich so einig wie noch nie in der neueren YB-Geschichte und geisseln das YB-Vorgehen. Selbst hochrangige Basler Entsandte können darüber nur noch den Kopf schütteln.
YB wird eine Kehrtwende machen müssen. Klar, Fredy Bickel holt man nicht zurück. Aber Urs Siegenthaler ist eigentlich nicht mehr tragbar. Gewisse Verwaltungsräte auch nicht.
Doch diesen noch radikaleren Entscheid als die Entlassung von Bickel und Kappeler müssten die Gebrüder Rihs fällen, die Klubbesitzer und Fussball-Laien.
Und der Mann, der Rihs sagen müsste, dass Siegenthaler untragbar geworden ist, heisst ... Siegenthaler. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 96987.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:37 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.09.2016  Zitat: Wahnsinnsshow im Wankdorf
Die jüngsten Ereignisse bestätigen: Der Sport hat mehr zu bieten als Politik und Wirtschaft. Mehr Irrationales, mehr Verrücktes.
Aus dem gelb-schwarzen Herzen tröpfelt es blutrot. Urs Siegenthaler, der neue einflussreiche Mann im Stade de Suisse, gibt sein erstes Interview als YB-Amtsträger ausgerechnet im Stadion des FC Basel, mit der legendären Muttenzer Kurve im Hintergrund. In breitem Basler Dialekt qualifiziert er die Berner Sehnsucht, den Baslern endlich den Meistertitel abzujagen, als «völlig unrealistisch». Für den YB-Fan geht die Welt unter. Verrat, Intrige, Jammertal.
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Aber eigentlich ist das jüngste YB-Drama ein herrlicher Beleg dafür, wofür der Medienkonsument unendlich dankbar sein muss: Nicht nur auf, sondern auch neben dem Spielfeld hat der Sport mehr zu bieten als die Politik und die Wirtschaft. Mehr Irrationales, mehr Emotionales, mehr Verrücktes.
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In Politik und Wirtschaft ist die Entlassung von Kaderleuten in der Regel eine durchgetaktete PR-Übung. Jeder weiss, wer wann was sagen darf und wer zu schweigen hat. Selbst die brutalste Trennung erscheint so als notwendiges Übel, im Idealfall gelingt es den Kommunikationsprofis sogar, Aufbruchstimmung herzuzaubern. YB bietet gegenwärtig statt langweilig-professionelles Theater mit bieder-versöhnlicher Botschaft ein Wahnsinnsspektakel. Am Dienstag ein Communiqué, das eine «Umstrukturierung», den Abgang des CEO und des Sportchefs sowie Stillschweigen ankündigt. Wenige Stunden später das TV-Interview von YB-Verwaltungsrat Urs Siegenthaler im Basler St.-Jakob-Park, das für Bombenstimmung sorgt: Die anderen Verwaltungsräte gehen die Wände hoch und die Fans in die Luft. Tags darauf doch noch eine Medienkonferenz, wo der Verwaltungsratspräsident beruhigen will. Doch der Auftritt kommt zu spät, die prickelnde Note von Machtkampf, Willkür und Irrwitz ist dem Schauspiel nicht mehr zu nehmen.
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Für das Publikum ist es ein Glücksfall, dass die Welt des Sports spezielle Regeln hat und viele Clubbesitzer keine normalen Unternehmer sind. Sonst wären die Vorgänge der letzten Tage rund um YB eine nüchterne Wirtschaftsnotiz gewesen: «Fussballclub muss sparen, weil die Besitzer keine Lust mehr haben, Jahr für Jahr Geld zu verlieren.» Doch ein Fussballclub ist kein Unternehmen wie jedes andere. Bis heute wird gerätselt, warum die Brüder Rihs, die mehr von Velos als von Fussball verstehen, YB überhaupt gekauft haben. Geld, Prestige oder Bubentraum? Wer nicht weiss, ob er Geld verdienen oder doch mehr will, neigt zum launischen Kurswechsel. Und ist empfänglich für den Rat von Leuten, die besonders überzeugt scheinen von dem, wozu sie raten.
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Wir müssen dankbar sein, dass der 68-jährige Urs Siegenthaler das Vertrauen der Brüder Rihs gewonnen hat. Der Mann, der auch Jogi Löw berät, hat offenbar nicht nur erreicht, dass der Strategiewechsel – vom teuren Meisterjäger zum kostengünstigeren Zweitplatzierten – auf unkonventionelle Weise abgewickelt wurde. Stoff für Aufregung rund um YB liefert er auch, indem er häufig Dinge sagt, die schwer zu verstehen sind. Siegenthaler erzählt etwa, wie er einen Obdachlosen bat, mit ihm ein schwieriges Spiel der deutschen Nationalmannschaft am TV zu verfolgen: «Das gab mir Sicherheit.» Sich selber lässt Siegenthaler von einem deutschen Pater und Manager-Berater beraten, «der so intelligent ist, dass der liebe Gott Schwierigkeiten hat, mit ihm umzugehen».
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Ein Basler, der offiziell den YB-Traum vom Meistertitel begräbt und gerne Esoterisches und Philosophisches von sich gibt, ein solcher Mann beflügelt die Fantasie. Für die einen sind die Brüder Rhis einem selbst ernannten Heilsbringer erlegen, einem Sektierer und Guru. Andere unterstellen Siegenthaler schnöde Bereicherungsabsichten. Dass er etwas von Fussball versteht – immerhin das wird ihm nicht abgesprochen.
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Schwere Zeiten für YB-Fans. Doch sie können sich trösten: Wenigstens interessieren sich in diesen bewegten Tagen auch Nicht-Fussballfans für YB. http://www.derbund.ch/sport/fussball/wa ... y/19195018
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:40 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.09.2016  Zitat: «Im Verwaltungsrat braucht es Leute mit einem Herz für YB»
Nach dem Rücktritt von Urs Siegenthaler hat der YB-Beirat eine klare Vorstellung davon, was sich beim Berner Club verändern muss.
Es war ein Drama in mehreren Akten, das am letzten Dienstag mit einem schlichten Communiqué des YB-Verwaltungsrats seinen Lauf nahm. Eines, das am Freitag vorläufig seinen Höhepunkt fand.
Am Dienstagvormittag hatte der Verwaltungsrat die Anpassung der organisatorischen Strukturen sowie die Entlassung von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler bekannt gegeben mit dem Hinweis, das «zur Zeit keine weiteren Informationen und Interviews gegeben werden».
Verwaltungsratsmitglied Urs Siegenthaler sprach im Fernsehen dann doch, schlimmer noch – er tat es im Basler St. Jakob-Park mit der Muttenzer Kurve im Hintergrund. Und er sagte Sätze wie: «Den FC Basel anzugreifen, ist für YB völlig unrealistisch.» Eine Meinung, die ein YB-Verwaltungsrat durchaus vertreten kann, die er aber nicht unbedingt auf diese ungeschickte Art im Fernsehen kundtun sollte.
Siegenthaler traf damit mitten ins Herz der Fans, seine Aussage machte einmal mehr deutlich, dass ein Fussballclub kein normales Unternehmen ist – beim Fussball sind die Emotionen ein wichtiger Faktor. Zu spüren bekamen dies Siegenthaler, aber auch die Spieler, dann am Donnerstag beim Heimspiel gegen Piräus.
Bereits nachdem YB die Entlassung des Duos Bickel/Kappeler publik gemacht hatte und noch bevor Siegenthaler im TV redete, beraumte der Beirat der Young Boys eine Sitzung mit dem Verwaltungsratspräsidenten Hanspeter Kienberger an, terminiert auf Donnerstagabend, unmittelbar nach dem Europa-Leauge-Spiel gegen Piräus.
Im Beirat, dem Bindeglied zwischen Club und YB-Umfeld, sitzen zwischen 20 und 30 Mitglieder aus den Sparten Kultur und Politik, es sind ebenso ehemalige Spieler und Fans dabei wie auch Vertreter aus der Wirtschaft und von Sponsoren.
«Für den Beirat ist der Entscheid der Restrukturierung nachvollziehbar», sagt Präsident Angelo Eggli. «Wir machen uns aber gleichzeitig Sorgen um den Club. Der Beirat ist dafür da, um die Young Boys zu unterstützen.»
Es braucht sportliche Kompetenz
Nach dem Treffen am Donnerstagabend empfahl der Beirat Kienberger «dringend» die Trennung von Urs Siegenthaler. «Spätestens nach seinem Auftritt im TV war für mich klar, dass Siegenthaler nicht mehr tragbar ist», findet Martin Weber, der einstige YB-Verteidiger, deutliche Worte. Weber sitzt im Beirat, war an der Sitzung aber nicht dabei.
Den Druck zusätzlich verstärkt hatte der Unmut der Fans zuvor im Stadion, der einzig auf die Person von Siegenthaler gerichtet war. Ebenfalls eine Rolle dürften die Wirtschafts- und Sponsorenvertreter im Beirat gespielt haben. Wer sieht seine Firma schon gerne in Verbindung mit einem Club, in dem so ein Chaos herrscht?
Am Freitag kurz vor 15 Uhr bestätigten die Young Boys schliesslich, was diese Zeitung bereits am Vormittag berichtet hatte: Urs Siegenthaler ist nicht mehr Verwaltungsrat von YB. Im Sinn des BSC Young Boys sei es besser, wenn er von seinem Amt zurücktrete, liess sich der 69-Jährige zitieren.
Wie geht es weiter mit YB? «Das Schicksal des Vereins sollte in Zukunft nicht mehr in die Hände einer einzelnen Person gelegt werden. Der Club sollte breiter abgestützt sein», sagt Angelo Eggli und spricht damit die Causa Siegenthaler an. Ähnlich war die Situation schon bei Fredy Bickel, dessen Rolle vom Verwaltungsrat lange viel zu wenig kritisch hinterfragt worden war.
YB sei eine hochkomplexe Unternehmung, deren Leitung «politisches, unternehmerisches aber auch emotionales Geschick und eine starke Verbundenheit zu Bern und den Young Boys erfordere. Im Verwaltungsrat braucht es zudem mehr Leute mit Fussball-Know-how, die zusätzlich ein YB-Herz haben», fordert Eggli weiter, «Bern hätte viel Fussballkompetenz».
Durchaus: Christoph Spycher, Stéphane Chapuisat, Walter Eichenberger oder Martin Weber sind Kandidaten, die dem Gremium gut tun würden.
Meier kommt nicht mehr infrage
Kein Kandidat mehr als Nachfolger von Fredy Bickel dürfte Paul Meier sein. Der 63-Jährige arbeitet beim Schweizer Fussballverband im Nachwuchs und wurde vom am Freitag zurückgetretenen Siegenthaler als künftiger Leiter Sport bei YB installiert. Die beiden kennen sich seit vielen Jahren. «Dass Meier sein Amt trotzdem noch antritt, das ist für mich absolut unvorstellbar», sagt Martin Weber.
Für ihn haben die Young Boys nach den turbulenten Tagen die grosse Chance auf einen richtigen Neustart. «Die Besitzer müssen sich überlegen, was sie mit dem Verein genau wollen. Es braucht ein klares Konzept, damit Kontinuität einkehrt», sagt er.
«Was jetzt geschieht, ist sehr wichtig für die Zukunft. Es braucht einen Schritt zurück zur Vernunft, eine Berner Lösung, die Vertrauen schafft. Eine Lösung mit Herzblut.» Sein Herz habe schon genug geblutet diese Tage, sagt Weber auch noch.
Ob die Forderungen von Eggli und Weber Realität werden, darüber wird am kommenden Montag etwas mehr Klarheit herrschen, wenn sich erstmals die beiden Besitzer Andy und Hans-Ueli Rihs zur Causa Siegenthaler äussern.
«Phase 3»
Die aktuellen Ereignisse bei den Young Boys lassen Erinnerungen an die Zeit zwischen 2010 und 2012 aufkommen. 2010 läutete YB mit Verwaltungsratspräsident Benno Oertig die «Phase 3» ein – mit einem ähnlich grossen Knall wie dieser Woche: Im August 2010 wurde der amtierende CEO und Stadionchef Stefan Niedermaier überraschend abgesetzt. Obwohl Niedermaier im Verein und den Fans beliebt war, waren die sportlichen Resultate für die Vereinsführung zu schwach. Für Niedermaier kam der Sportmanager und ehemalige Blick-Sportchef Ilja Kaenzig. Die Absetzung Niedermaiers sorgte für Unruhe und Kritik im Verein.
Doch auch die Einsetzung Kaenzigs brachte nicht den gewünschten Erfolg: Trotz vervielfachten Lohnkosten und Trainern wie etwa Vladimir Petkovic und Christian Gross blieb der Traum vom Meistertitel unerfüllt. 2012 schliesslich hatten die Clubbesitzer Andy und Hans-Ueli Rihs genug: Im Juli übernahmen sie die Aktienanteile von VR-Präsident Oertig, der nach zwölf Jahren gehen musste . Im Oktober musste dann auch Kaenzig den Verein verlassen, mit ihm Finanzchef Daniel Seiler. Kaenzigs Nachfolger wurde im Dezember bekannt: Fredy Bickel. Danach kehrte für vier Jahre relative Ruhe ein, bis im März 2016 Siegenthalers Einstieg das aktuelle Chaos bei YB auslöste. http://www.derbund.ch/sport/fussball/VR ... y/14423286
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.09.2016  Zitat: YB muss die Sparte Sport breiter abstützen
Der Ball liegt nun beim Verwaltungsrat und vor allem bei den Besitzern, den Rihs-Brüdern.
Eine Woche voller Aufruhr bei YB hat mit dem Abgang der neuen starken Figur ein nicht mehr überraschendes Ende gefunden. Wie dilettantisch Verwaltungsrat Urs Siegenthaler bei wichtigen Fragen kommunizierte, wie er seine Gremiumskollegen ins Abseits stellte und wie er seine Macht ausspielte, wurde weder von den Fans noch von den Sponsoren noch intern im Club goutiert.
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Das Mass an Ablehnung, das er in Bern in den letzten Tagen zu spüren bekam, wurde Siegenthaler zu viel. Die ausserordentliche Verwaltungsratssitzung am Freitag nutzte er gleich zu Beginn, um seine Demission bekannt zu geben. Wenigstens beim Abgang zeigte er jenes Format, das ihm zuvor abgesprochen worden war.
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Ist im Kommerzbereich mit dem neuen CEO Wanja Greuel die Zukunft aufgegleist, sind bei der Besetzung der sportlichen Leitungsfunktionen gleich zwei Fragen offen. Erstens: Wie wird die sportliche Kompetenz im Verwaltungsrat neu bestellt?
Nur Siegenthaler zu ersetzen, wäre die einfachste Lösung, aber nicht die beste. Sinnvoll ist, diesen Bereich durch mindestens zwei Figuren mit viel Fussballwissen zu stärken. Damit auf dieser Stufe sportliche Anträge wie Transferwünsche nicht mehr nur durchgewinkt, sondern mit Sachverstand ausdiskutiert werden.
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Und zweitens: Wird der bereits bestimmte neue Sportchef, bei dem es sich um den Innerschweizer Paul Meier handeln dürfte, sein Amt tatsächlich antreten? Dessen Engagement ist auf Vorschlag von Siegenthaler zustande gekommen. Diese Personalie will der Verwaltungsrat nun nochmals neu beurteilen – was Sinn macht.
Der Neubeginn im sportlichen Bereich sollte ohne «Altlasten» erfolgen. Und dazu zählt Meier, auch wenn er so gar keine Chance erhält, sich zu beweisen. Auch eine Rückkehr von Fredy Bickel hätte unter diesen Umständen keinen Sinn gemacht.
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Die vergangene Woche hat YB viel Imageschaden eingetragen. Sie bietet aber auch eine grosse Chance. Eine, die man in Bern jetzt nutzen muss. http://www.derbund.ch/sport/fussball/si ... y/17611230
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:43 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.09.2016  Zitat: Nächster Knall! YB krönt Chaostage mit Trennung von Verwaltungsrat Urs Siegenthaler
Urs Siegenthaler tritt bei den Berner Young Boys per sofort von seinem Amt als Verwaltungsrat zurück. Das teilt der Klub nach einer Krisensitzung am Vormittag mit. Der Rücktritt sei das Beste für YB, so Siegenthaler.
Die Meldung ruft unweigerlich den Reflex hervor, Stan Wawrinkas Geste mit dem Zeigefinger an der Schläfe zu imitieren. Einfach, dass man den Finger dann nicht am Kopf lässt, sondern ihn einige Male dorthin stupst.
YB trennt sich von Urs Siegenthaler, der als neuer starker Mann im sportlichen Bereich galt. Was der «Bund» unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise berichtete, bestätigte der Klub einige Stunden später. Heute Morgen sei der Verwaltungsrat zusammengesessen, dabei habe Siegenthaler seinen sofortigen Rücktritt angekündigt.
Rang 2 hinter Basel geht auch mit geringeren Ausgaben
Die Young Boys hatten am Dienstag umfassende Änderungen bekannt gegeben. Sportchef Fredy Bickel musste gehen, ebenso CEO Alain Kappeler. Die Trennungen angeregt hatte offenbar Urs Siegenthaler. Der langjährige Chefscout des DFB wurde vor einem halben Jahr von YB-Boss Andy Rihs in den Verwaltungsrat geholt und seine Stimme hatte dort offenbar grosses Gewicht.
Als am Abend der Bekanntgabe des Entscheids Siegenthaler ein Interview dazu gab, tat er dies im Rahmen des Champions-League-Spiels des FC Basel. In breitem Basler Dialekt legte er, im Hintergrund die Muttenzer Kurve, dar, dass YB ohnehin keine Chance habe, zum Schweizer Meister aufzuschliessen. Da könne man sich die Ausgaben für einen Sportchef auch sparen.
Wütende Fan-Proteste
In YB-Fankreisen kamen diese Aussagen sehr schlecht an. Kein Wunder: Niemand will hören, dass es sinnlos sei, einen Klub anzufeuern, der sowieso nichts auf die Reihe kriegt. Bei der 0:1-Niederlage in der Europa League gestern gegen Olympiakos Piräus protestierten die Anhänger deshalb mit Transparenten, Sprechchören und dem Abfeuern von schwarzem Rauch.
Keine 24 Stunden später ist der Verein eingeknickt und hat dem Fanwunsch entsprochen: Die kurze Episode von Urs Siegenthaler bei YB ist passé. Er begründet seinen Entscheid zum Rücktritt damit, «dass in den letzten Tagen sehr viel auf meine Person abgewälzt worden ist und ich mich nicht in dem Mass einbringen konnte, wie ich es für richtig hielt. In Anbetracht der Umstände war eine Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit nicht mehr vorhanden.» Für die Young Boys sei es besser, wenn er zurücktrete.
Verwaltungsrats-Präsident Hanspeter Kienberger sieht dies gleich. Er spricht von einem «sinnvollen Schritt zum Wohl des BSC Young Boys», der im Sinne beider Parteien sei. http://www.watson.ch/Sport/Fussball/544 ... egenthaler
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:44 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.09.2016  Zitat: Erdbeben in Bern
Siegenthaler weg! Holt YB Bickel zurück?
Die Entlassung von Fredy Bickel war erst die Vorstufe zum YB-Erdbeben. Denn bereits hat es auch den Initianten weggespült: Urs Siegenthaler!
Es wird immer irrer bei YB. Unmittelbar nach dem Europa-League- Spiel gegen Olympiakos Piräus (0:1) mit den heftigen Fan-Hasstiraden gegen Siegenthaler, Chef der Sportkommission, tagt der Beirat. Eine Ansammlung von einflussreichen Bernern aus allen Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur. Und der Beirat wird heftig. Stellt Forderungen auf. Die erste lautet: Siegenthaler ist untragbar geworden. So wie es BLICK gestern auch postuliert hat. Der Verwaltungsrat reagiert, tagt heute morgen. Und macht Nägel mit Köpfen. Siegenthaler wird abgesetzt!
Doch damit nicht genug. Die Klubbesitzer Andy und Hansueli Rihs könnten – auch unter massivem Druck der Sponsoren - durchaus auch die weiteren Verantwortlichen des YB-Gaus ihrer Ämter entheben.
Das wären vier Verwaltungsräte:
* Hanspeter Kienberger, der Präsident, der eine miserable Figur nach der Entlassung von Bickel und CEO Alain Kappeler gemacht hat. Und: Er hat viele Verträge mitunterschrieben. Wenn Bickel also der Vorwurf gemacht wird, das Geld zu freizügig ausgegeben zu haben – es ging nie ohne Genehmigung von Kienberger.
* Barbara Hayoz, die ehemalige Berner Gemeinderätin und Finanzdirektorin, welche die Finanzverantwortung trug.
* Weiter «Kommunikationsprofi» Peter Marthaler, der die dilettantischste Medienmitteilung der YB-Geschichte verfasste.
* Und Richard Gostony, der Siegenthaler in den VR gebracht hat, weil dieser ja Sportkompetenz brauchte... Gostony hat die Entlassung von Bickel massgeblich vorangetrieben.
Und ja, vielleicht kommt es tatsächlich zum irrsten aller irren Finale: Zur Wiedereinsetzung von Bickel! Bei YB darf man gar nichts ausschliessen. http://www.blick.ch/sport/der-naechste- ... 98091.html
_________________ For Ever
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