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 Beitrag Verfasst: Montag 4. April 2016, 18:10 
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Steffens Schlusspunkt im Spitzenkampf

Starke erste Hälfte, schwacher Auftritt nach der Pause: YB reist aus Basel mal wieder mit leeren Händen ab. Der überragende Breel Embolo sowie der eingewechselte Renato Steffen erzielen die Tore zum 2:0-Sieg des FCB.

Es ist im Prinzip zu kitschig, um wahr zu sein. Aber es passt zu Renato Steffen. Basels Flügelflitzer setzt am Sonntag um kurz vor 18 Uhr den Schlusspunkt unter einen insgesamt eher enttäuschenden Spitzenkampf – und erzielt weit in der Nachspielzeit aus wenigen Metern das 2:0 gegen die Young Boys. Gegen seinen früheren Verein, den er erst im Januar verlassen hatte. Und damit auch gegen jene Fans, die ihn gestern nach seiner Einwechslung Mitte der zweiten Halbzeit wie erwartet heftig auspfiffen.

Renato Steffen ist ein Spieler für besondere Momente, für grosse Bühnen, für Drama, Unterhaltung, Spektakel. «Ich bin erleichtert, gelang mir ein Tor», sagt der 24-Jährige, «und ich freue mich, konnte ich das Spiel entscheiden.» Das ist, streng genommen, natürlich eine ziemliche Übertreibung, weil das Spiel wenige Sekunden nach seinem Tor ohnehin zu Ende war – aber Steffen hat sich noch selten an Konventionen gehalten. Sein Treffer beschert einer über weite Strecken langweiligen, erstaunlich fehlerhaften Begegnung aus Basler Sicht immerhin einen erinnerungswürdigen Augenblick. Der FCB hat nun 20 Verlustpunkte Vorsprung auf YB. Anfang April!

YB verlängerte Pause

Die Young Boys dagegen verlassen Basel mal wieder mit dem unangenehmen Gefühl, ganz gut mitgehalten und eine Chance verpasst zu haben, den Giganten zu bezwingen. Diesmal allerdings dürfen sie sich nicht einmal über umstrittene Entscheidungen der Spielleiter ärgern. Sie brachen nach ansprechender erster Halbzeit schlicht eklatant ein, während sich der FCB steigerte.

Dabei hatte die Partie für die Gäste erfreulich begonnen. Hoch wollten sie stehen, früh pressen, den FCB überraschen. Und genau das taten sie. Offensiv aufgestellt, frech eingestellt, mutig agierend, so stellten sie Basel vor gewisse Probleme. Der Meister kam nicht ins Spiel, er leistete sich (nicht zum ersten Mal in dieser Saison) vor der Pause einen uninspirierten Vortrag. YB war spielfreudiger, spritziger, stärker, liess aber im Strafraum die Zielstrebigkeit vermissen. Ausser ein paar Halbchancen resultierte jedenfalls zu wenig aus dem flotten, kräfte­raubenden Auftritt.

Vor der zweiten Halbzeit erschienen die Akteure des FC Basel sehr früh wieder auf dem Rasen. Sie und die knapp 32 000 Zuschauer warteten rund zwei Minuten auf den Gast aus Bern. Und die Young Boys verlängerten die Pause gleich noch ein wenig. Jan Lecjaks liess schliesslich die Flanke Birkir Bjarnasons zu, in der Mitte verlor Florent Hader­gjonaj das Kopfballduell gegen Breel Embolo klar – und der FCB führte nach seinem ersten anständigen Angriff des Spiels in der 47. Minute mit 1:0.

Das Gegentor versetzte die Young Boys in eine Art Schockstarre, aus der sie sich kaum noch lösen konnten. Die Gäste erspielten sich zwar bald noch eine Grosschance durch Miralem Sulejmani, der aus wenigen Metern den Pfosten traf, hatten aber vor allem Glück, nicht höher in Rückstand zu ge­raten. Marc Janko scheiterte für den FCB am Pfosten, Bjarnason tauchte allein vor dem Tor auf – wie Steffen wenige Sekunden nach seiner Einwechslung. Der überragende Embolo, der erstmals nach 147 Tagen getroffen hatte, drehte gewaltig auf und besass in der 94. Minute Kraft und Klasse, um Steffen mit einem feinen Absatztrick zu bedienen und eine würdige Abrundung des Anlasses zu ermöglichen.

Hütter gratuliert FCB zum Titel

Letztlich genügte dem FC Basel eine grundsolide Urs-Fischer-Darbietung, um das Gipfeltreffen für sich zu entscheiden. Basels Trainer Urs Fischer meint, sein Team habe in einer sehr guten Super-League-Partie verdient gewonnen. «Aber wir hätten den Sack früher zumachen müssen.» Die Young Boys verpassten es unterdessen, ein Ausrufezeichen zu setzen.

Ihr Trainer Adi Hütter gratuliert dem FCB zum Meistertitel. «Ich bin teilweise zufrieden mit unserer Leistung», sagt Hütter, «das 0:1 aber war der Knackpunkt.» Nach Sulejmanis Pfostenschuss in der 56. Minute fiel seinem Team fast nichts mehr ein, einzig Raphael Nuzzolo kam in der Schlussphase noch zu einer Gelegenheit. Es war am Ende viel zu wenig, um den Favoriten in Gefahr zu bringen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16317498

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 Beitrag Verfasst: Montag 4. April 2016, 18:12 
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YB-Noten: Gerndts bescheidene Leistung

Die Akteure der Young Boys bauen in Basel nach der Pause kräftig ab.

Yvon Mvogo: Note 4,5
Hatte erstaunlich wenig zu tun. Bei beiden Gegentoren chancenlos, sonst sicher und souverän.

Florent Hadergjonaj: Note 4
In der ersten Halbzeit mit einer sehr starken, sehr aufsässigen Leistung gegen Breel Embolo. Nach der Pause aber war er deutlicher schwächer – und leistete sich vor dem 1:0 durch Embolo einen Stellungsfehler.

Milan Vilotic: Note 5
Ersetzte den gesperrten Steve von Bergen. Und tat das über weite Strecken überzeugend. Griffig im Zweikampf, aufmerksam im Spiel, ohne grobe Fehler.

Alain Rochat: Note 4
Solid, weniger präsent als Vilotic, einmal liess er sich vom insgesamt unauffälligen Marc Janko vor dessen Pfostenschuss zu einfach ausspielen.

Jan Lecjaks: Note 3
Der schwächste Spieler auf dem Platz. Mit einigen Ballverlusten. Schaltete sich oft nach vorne ein und wurde mehrmals gut freigespielt – doch die Flanken des Linksverteidigers waren kläglich.

Yoric Ravet: Note 4
Begann enorm engagiert, war viel unterwegs, traute sich etwas zu. Aber dem Franzosen fehlte es vor dem gegnerischen Tor an Entschlossenheit. Wie die meisten Mitspieler baute er stark ab.

Milan Gajic: Note 5
Er war während rund 60 Minuten der beste zentrale Mittelfeldspieler auf dem Rasen, weil er ball­sicher war, gute Pässe gab und eine tolle Übersicht bewies. Aber auch Gajic verlor an Einfluss.

Denis Zakaria: Note 4
Der Youngster gefiel im St.-Jakob-Park mit forscher, frecher Leistung. Setzte seine Körper gut ein, war ein Aktivposten und eigentlich auch als einer der wenigen bei YB in der Schlussphase noch ziemlich parat. Aber: Zakaria verlor den Ball vor dem zweiten Gegentor im Zweikampf der Grosstalente ziemlich leichtfertig an Embolo.

Miralem Sulejmani: Note 4,5
Er ist, diese Erkenntnis ist nicht neu, ein fantastischer Fussballspieler. Sulejmanis linker Fuss ist grandios, auch in Basel führte der Serbe einige tolle Sachen damit auf. Er kam auch zu zwei guten Chancen, einmal schoss er zu hoch, einmal traf er den Pfosten. Danach fehlte die Kraft.

Guillaume Hoarau: Note 3,5
Rieb sich in intensiven Duellen mit Altmeister Walter Samuel auf. Setzte sich kaum durch, half hinten bei Standards gut mit.

Alexander Gerndt: Note 3,5
Emsig wie gewohnt, ein guter Pass auf Sulejmani, aber letztlich eine bescheidene Leistung.

Yuya Kubo: Note 3,5
71. Minute für Sulejmani. YB trat in der Endphase offensiv kaum in Erscheinung. Ein guter Schuss.

Leonardo Bertone: ohne Note
78. Minute für Gajic.

Raphael Nuzzolo: ohne Note
82. Minute für Gerndt.

Noten:6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15555697

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 Beitrag Verfasst: Montag 4. April 2016, 18:14 
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Nichts Neues für die YB-Spieler in Basel

Die YB-Spieler müssen mal wieder eine Niederlage in Basel erklären. Und beim FCB ist Renato Steffen die gefragteste Figur.

Die YB-Spieler lassen sich am frühen Sonntagabend Zeit, bis sie bei den Journalisten auftauchen. Über eine halbe Stunde nach Spielende erscheinen schliesslich doch noch Milan Vilotic und Yvon Mvogo im Medienraum im Bauch des St.-Jakob-Parks. Wieder mal müssen Akteure der Young Boys eine Niederlage beim FC Basel erklären.

Und Vilotic und Mvogo reden, wie es ihre Mitspieler in den letzten Jahren oft taten. «Es ist nicht einfach, in Basel zu gewinnen», sagt Vilotic einmal. Später meint er: «Wir begannen gut, waren das bessere Team, konnten unser Niveau aber leider nicht halten.» Und irgendwann analysiert er das Geschehen knapp, aber treffend: «Dann schlug Basel zu, fertig!»

Mvogos Lob und Kritik

Milan Vilotic, die vielleicht teuerste Ersatzkraft der Super League, gehörte zwar gestern in Basel zu den Verlierern, gab aber eine überzeugende Bewerbung seiner Qualitäten ab. Der serbische Innenverteidiger zeigte in Abwesenheit von Captain Steve von Bergen (gesperrt) sowie Grégory Wüthrich (verletzt) eine tadellose Vorstellung. «Ich kam gut ins Spiel», sagt Vilotic, «aber wir verloren, und nur das zählt.»

Teamkollege Yvon Mvogo erzählt derweil, wie wenig er zu tun gehabt habe. «Ich schaute während der ersten Halbzeit zu, wie wir ein starkes Spiel zeigten», sagt der YB-Goalie, «aber wir verbrauchten zu viel Kraft und waren nach der Pause nicht mehr so überzeugend.» Gar als «verschlafen» bezeichnet Mvogo den Auftakt seines Teams in die zweite Halbzeit. «Das war zudem ein herrliches Tor», sagt er, «immer wird Embolo den Ball mit dem Kopf nicht so perfekt treffen.»

Auf die Frage, wann denn YB in Basel gewinnen wolle (wenn nicht an so einem Tag, wenn der FCB lange schwach sei), wissen Vilotic und Mvogo keine Antwort. «Wir müssen hart weiterarbeiten», sagt Vilotic. Und Mvogo meint: «Die nächste Chance in Basel kommt. Dann müssen wir über die gesamte Spielzeit so agieren wie heute vor der Pause.»

Basler Luxus: Steffen auf Bank

Im Basler Lager ist verständlicherweise Renato Steffen die gefragteste Auskunftsperson. Er spricht zuerst euphorisch zu den Basler Journalisten, wobei er meint, es sei schön gewesen, es den ihn auspfeifenden YB-Fans gezeigt zu haben. Dann gibt er freundlich den Berner Medienvertretern Auskunft, lobt das Potenzial der Young Boys und sagt, es sei doch normal, dass ihn die YB-Anhänger ausgepfiffen hätten. Und in einem so stark besetzten Team wie dem FCB könne es halt sein, dass er ab und zu zuerst auf der Bank sitzen müsse.

Vielleicht zeigt auch das die Sonderstellung des FCB in der Super League: Er kann einen aufstrebenden Nationalspieler wie Renato Steffen einwechseln. Und er besitzt mit Breel Embolo eines der grössten Talente des Weltfussballs. Der in der zweiten Hälfte brillante Youngster sagt, er sei wegen seiner langen Torflaute (147 Tage) nicht nervös gewesen: «Aber ich bin froh, traf ich im Spitzenkampf wieder.» Der 19-Jährige hatte bereits in der Vorrunde das Heimspiel gegen YB (1:0) mit seinem Tor entschieden.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26965633

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 Beitrag Verfasst: Montag 4. April 2016, 18:18 
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Renato Steffen trifft mitten ins YB-Herz

30'000 Basler Fans feiern im St.-Jakob-Park das 2:0 im Spitzenspiel – und einen früheren Berner Spieler.

«Oh, es send scho 17 Pöngt», sangen die Basler Fans und stimmten sich schon mal auf den 7. Meistertitel in Serie ein.Entschieden war die Schweizer Meisterschaft natürlich schon lange vor ­diesem Duell zwischen dem Ersten und dem Zweiten.

Dennoch kamen 31?642 Zuschauer in den St.-Jakob-Park, so viele wie nie mehr in der Liga, seit YB letztmals in Basel aufkreuzte. Die meisten waren gekommen, um die Basler gegen die Young Boys siegen zu sehen. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Nach 72 Minuten und beim Stand von 1:0 für den FCB fand Basels Trainer Urs Fischer, es sei nun Zeit für Renato Steffen, und schickte ihn für Matias ­Delgado ins Spiel.

Der Aargauer hatte in der Winterpause von YB zu Basel gewechselt, was nicht nur bei den YB-Fans für Unmut sorgte, sondern auch bei den FCB-Fans kontrovers diskutierte wurde. Bei seinem ersten Auftritt in Rot-Blau am 7. Februar gegen Luzern schallten ihm von der Muttenzer Kurve gellende Pfiffe entgegen.

Nun wurde sein Erscheinen umjubelt. So schnell wechseln Fans die Meinung. Dafür pfiffen die YB-Anhänger.

Vom Buhmann zum Gefeierten

Es passt zu diesem Spiel und irgendwie auch zu YB, dass ausgerechnet Steffen in der Nachspielzeit bei einem Konter das 2:0 für den FCB erzielte, mustergültig serviert von Embolo.

Nach dem Spiel tauschte Steffen mit seinem früheren YB-Kumpel Florent ­Hadergjonaj das Leibchen, liess sich mit seinen Mannschaftskameraden von der Muttener Kurve feiern und verschwand danach im Schlund des Stadions für den Interview-Marathon vor den Journalisten.

«Das Tor war für mich eine ­Erleichterung», strahlte Steffen. «Nicht weil ich es gegen meinem ehemaligen Verein erzielt habe, sondern weil es die Entscheidung in diesem Spiel war.»

Er sei sehr motiviert gewesen für ­diese Partie. «Es ist bei mir manchmal ein schmaler Grat zwischen übermotiviertem und untermotiviertem Auftreten», sinnierte er. «Aber heute habe ich das gut hingekriegt.»

Nicht nur auf dem Fussballplatz, auch vor Journalisten muss man mit allem rechnen: «Wie würden Sie das Tor beschreiben, wie einen Orgasmus?», fragte ein «Blick»-Reporter. Steffen gab sich gelassen und antwortete: «Vielleicht nicht so intensiv, aber es ist auch mit Kribbeln verbunden.» Nun denn, dann hätten wir auch das geklärt.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Re ... y/11655566

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 Beitrag Verfasst: Montag 4. April 2016, 18:22 
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Ganz weit entrückt

Nach der 0:2-Niederlage liegen die Young Boys bereits 17 Punkte hinter dem FC Basel, der schon bald den 7. Meistertitel in Serie feiern wird.

25. Oktober 2015, St.-Jakob-Park: Die Young Boys begegnen dem FC Basel auf Augenhöhe, haben Chancen, in Führung zu gehen, treffen aber nicht. Die Differenz besorgt Breel Embolo, das knapp volljährige Jahrzehnttalent aus der FCB-Nachwuchsabteilung. Nach Doppelpass mit Zuffi und energischem Vorpreschen schiesst er das einzige Tor der Partie. YB liegt nach der 0:1-Niederlage 12 Punkte hinter Leader Basel zurück, der Traum vom ersten Meistertitel nach 30 Jahren rückt bereits früh in weite Ferne.

3. April 2016, St.-Jakob-Park: Beim dritten Aufeinandertreffen in der laufenden Saison schlagen sich die Young Boys achtbar. 45 Minuten lang sind sie die eher bessere Mannschaft. Die zweite Halbzeit ist noch keine Minute alt, da demonstrieren die Basler zum x-ten Mal ihre Effizienz: Embolo, der zuvor monatelang nicht mehr getroffen hat, profitiert von Hadergjonajs Fehleinschätzung bei einer Bjarnason-Flanke. Die Platzherren übernehmen in einem Match, den sie zuvor im Verwaltermodus abgespult haben, das Kommando. Angriff für Angriff rollt Richtung Muttenzer-Kurve. YB wankt, fällt aber nicht. Sulejmani hat nach einem der raren Entlastungsangriffe der Gäste die grosse Chance, den Ausgleich zu erzielen. Der Serbe trifft statt ins Netz an den Pfosten (56.). Es bleibt die einzige reelle Berner Chance, bis Nuzzolo kurz vor Schluss nach einem Vaclik-Patzer zum Schuss kommt.

Den Schlusspunkt setzt sinnigerweise Renato Steffen, welcher über 70 Minuten auf der Ersatzbank sass. Tief in der Nachspielzeit veredelt der frühere YB-Spieler die feine Vorarbeit von Embolo mit dem 2:0. Nach dem 20. Sieg im 25. Meisterschaftsspiel liest sich die Tabelle folgendermassen: 1. Basel 62 Punkte 2. YB 45 Punkte. Nach Verlustpunkten sind es sogar 20 Punkte, da der Leader einen Match weniger ausgetragen hat. Womit auch gleich die Frage geklärt ist, wer im Mai den Meisterpokal in die Höhe stemmen wird: Es wird zum siebten Mal in Folge der YB-Bezwinger sein.

Fischer und das M-Wort

«Ich denke, man kann dem FC Basel gratulieren. Er lässt sich diesen Titel nicht mehr nehmen», sagte YB-Coach Adi Hütter nach der ersten Niederlage seines Teams in der Rückrunde. Es wäre einem Tabubruch gleichgekommen, hätte Urs Fischer die verbale Vorlage aufgenommen und geantwortet, jetzt könne seinem Team nichts mehr passieren. Also umkurvte er das M-Wort mit der Formulierung: «Heute sind wir unserem grossen Ziel einen grossen Schritt nähergekommen.» Der FCB-Trainer hatte «einen sehr guten Match gesehen», bei dem sich zwei Mannschaft fast auf Augenhöhe bewegten. Das stimmte, was das Geschehen bis zur Basler Führung betraf. Sie wollten ein Zeichen setzen, hatte Hütter letzte Woche verkündet. Eine Halbzeit lang schaffte es das Team, die Vorgaben des Österreichers sehr ordentlich umzusetzen. Es hatte mehr Ballbesitz, es störte die Gastgeber früh und schaltete nach Balleroberungen blitzschnell um. Zwischenzeitlich wirkte es ganz gefällig, was die Young Boys zu bieten hatten. Doch kaufen konnten sie sich damit nichts, weil sie im Strafraum des Gegners kaum je richtige Gefahr heraufbeschwören konnten. Ein Abschluss von Hoarau aus der Drehung knapp am Tor vorbei (16.), ein Versuch von Sulejmani weit übers Tor (19.) und von Ravet aus grosser Distanz ohne Erfolg (39.) – das wars schon.

«Wir müssen noch entschlossener zur Sache gehen», befand Assistenztrainer Christian Peintinger, welcher die ersten 45 Minuten oben auf der Pressetribüne verfolgt hatte. Es blieb bei den guten Vorsätzen und endete mit der aus YB-Sicht ernüchternden Feststellung, dass der FC Basel weiter entrückt ist denn je.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ga ... y/13557636

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Hütter will die Lücke zum FCB schliessen

Die Idee ist nicht neu. Trotzdem: Das Ziel von YB-Trainer Adi Hütter in der nächsten Saison ist klar.

«Mit 17 Punkten Vorsprung, einem Spiel weniger und dieser Qualität wäre es ein Unsinn zu denken, dass der FC Basel diesen Titel noch aus der Hand geben wird. Und darum gratuliere ich ihnen zum nächsten Titel», sagte YB-Trainer Adi Hütter nach der 0:2-Niederlage am Sonntag in Basel.

Sein Ziel, die Lücke auf den FC Basel zu schliessen, gibt er indes nicht auf, sondern vertagt es nur. «Wir haben wie im Herbst in Basel 0:1 verloren und wieder eine gute Leistung gebracht. Aber wir müssen beginnen, hier zu punkten, wenn wir den Abstand zu Basel verringern wollen», fährt der Österreicher fort. Das muss das Ziel in der nächsten Saison sein.

Von der Konstanz der Basler beeindruckt

Die Meisterschaft entscheidet sich aber nicht in den direkten Duellen, sondern über eine komplette Meisterschaft. Wir verlieren derzeit noch zu viele Punkte gegen Mannschaften, die in der Tabelle weiter unten stehen – das macht Basel nicht», sagt Hütter, der von der Konstanz der Bebbi beeindruckt ist. «Da müssen wir uns steigern, um die Lücke auf diesen Verein zu schliessen.»

«Wir müssen von Anfang an dranbleiben und möglichst in jedem Spiel Punkte holen», so Hütter. In den Direktduellen sei man jeweils auf Augenhöhe gewesen und habe die beiden Auswärtsspiele nur knapp verloren. «Aber auch die Effizienz sei eben eine Qualität der Basler» und an der müsse man in Bern weiter arbeiten.

Basel ist die beste Mannschaft

«Basel ist die beste Mannschaft in der Schweiz, aber auch wir haben unsere Ansprüche und Erwartungen», sagt der Österreicher. Um über die Zielsetzung für die Saison 2016/17 zu sprechen, sei es noch zu früh. Klar ist aber, dass Hütter nicht nach Bern gekommen sei, um Zweiter zu werden.

Ein Spiel oder 36 – der Gradmesser ist und bleibt der FCB. Will YB nach 1986 endlich wieder einen Titel holen, muss es sich am Krösus orientieren. Im Hinblick auf die nächste Saison war das 0:2 in Basel ein klares Zeichen. Die Berner werden noch eine rechte Schippe drauflegen müssen.

YB hat nach Christian Gross, Martin Rueda und Uli Forte in Hütter endlich den Trainer, der zu den Hauptstädtern zu passen scheint. Er ist als Aussenstehender von der Vergangenheit unbeeinflusst und deshalb auf gutem Weg, die Mentalität in der Mannschaft zu ändern. Dennoch kommen YB und Sportchef Fredy Bickel nicht drum herum, weiter am Kader zu bauen. Die Verpflichtungen von Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani können bloss der Anfang gewesen sein, um die Qualität zu verbessern.

Geht es darum, noch einmal von der Bank aus zulegen zu müssen, kann FCB-Trainer Urs Fischer auf Nationalspieler wie Renato Steffen zurückgreifen; Hütter auf Raphael Nuzzolo.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/23852381

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