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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Dienstag 16. Februar 2016, 01:32 
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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. März 2016, 17:12 
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YB in Unterzahl: Niederlage gegen Schüler

BernVier YB-Spieler besuchten letzte Woche überraschend die Turnstunde einer 7. Klasse des Wankdorf-Schulhauses. Das «Testspiel» verloren Bertone und Co. mit 1:2.

Leonardo Bertone, wird Mitte März 22. Florent Hadergjonaj, 21. Gregory Wüthrich, ebenfalls 21. Und Denis Zakaria, erst 19. Für eine PR-Aktion im Vorfeld des «Kids Day», wenn unter 16-Jährige nur fünf Franken Eintritt fürs Spiel YB gegen den FC Luzern bezahlen, hat der BSC Young Boys vier gestandene Jungspunde ins Wankdorf-Schulhaus geschickt. Die Vier überraschten eine siebte Klasse in der Turnstunde.

Eine Überraschung, die sichtlich gelang, wie das dazugehörende Video zeigt, das der Verein am Dienstag veröffentlicht hat. «Was?», «Oh mein Gott?», «Nein, oder?» und – vor allem von Seiten der Schülerinnen – Gekreische, das waren die Reaktionen auf den Auftritt ihrer Fussball-Idole. Ob die Kinder schon einen Verdacht hegten, als sie in der Turnhalle von Kameras erwartet wurden, ist allerdings nicht überliefert.

4 gegen 17

In einem Spiel 4 gegen 17 – die Profis nahmen es gleich mit der gesamten Klasse auf – wurde vor allem eines: viel gelacht. Daneben zeigte Florent Hadergjonaj einige Kostproben seiner Dribbelkünste, und Denis Zakaria stellte unter Beweis, dass er durchaus für Yvon Mvogo einspringen könnte (zumindest in dem kleinen Tor). Am Ende konnten die noch jüngeren Young Boys (and Girls) die Partie aber doch 2:1 für sich entscheiden.

In einem Spiel 4 gegen 17 – die Profis nahmen es gleich mit der gesamten Klasse auf – wurde vor allem eines: viel gelacht. Daneben zeigte Florent Hadergjonaj einige Kostproben seiner Dribbelkünste, und Denis Zakaria stellte unter Beweis, dass er durchaus für Yvon Mvogo einspringen könnte (zumindest in dem kleinen Tor). Am Ende konnten die noch jüngeren Young Boys (and Girls) die Partie aber doch 2:1 für sich entscheiden.

Als «Trophäe» kritzelten Bertone und Co. fleissig Autogramme. Und die Schulkinder haben natürlich Karten erhalten fürs Luzern-Spiel. Ob sie alle hingehen, ist unklar. Bis auf Prince: Der Junge im Trikot der Nationalmannschaft Ghanas, der den Siegtreffer für seine Klasse erzielt hat, grinst schon ganz vorfreudig in die Kamera.

Ein kleiner Trost

In der Medienmitteilung erklärt der BSC Young Boys, dass der Videoclip zugleich ein kleiner Aufsteller für Gregory Wüthrich sein soll. Der Verteidiger hat sich im Spiel beim FC Zürich, wenige Tage nach dem Videodreh, am Knie verletzt. Er wird am Dienstag operiert und fällt danach wohl für den Rest der Saison aus.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/19047993

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Sonntag 20. März 2016, 00:48 
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Vier YB-Spieler mit Kultstatus

Sie heissen Lars Lunde, Thomas Häberli, Seydou Doumbia – und Guillaume Hoarau. Vier Spieler, die YB wesentlich geprägt haben.

Lars Lunde

Lars Lunde ist in Bern eine Kultfigur geworden. Das hat einerseits mit den 21 Toren zu tun, die er zum Titel von 1986 beisteuerte, andrerseits mit der Tatsache, dass YB seitdem nie mehr eine Meisterschaft für sich entscheiden konnte. Lunde war ein unberechenbarer Dribbler, der mit Vorlagen des Schweden Robert Prytz und des Wallisers Georges Bregy häufig etwas Kluges anzufangen wusste. Im Entscheidungsspiel gegen Xamax erzielte der damals 22-jährige Däne zwei Treffer zum 4:1-Sieg. Die ganz grosse Karriere blieb Lunde versagt. Nach einem wenig berauschenden Gastspiel bei den Bayern verunfallte er kurz nach seiner Rückkehr in die Schweiz schwer und musste seine Karriere frühzeitig beenden.

Geboren: 1964
Bei YB: 1984 bis 1986
Meisterschaftseinsätze für YB: 56
Tore für YB 31 (Schnitt: 0,55 pro Spiel)


Thomas Häberli

Wenn man bedenkt, dass Thomas Häberli gar kein gelernter Stürmer war und die ersten fünf Saisons vorwiegend als Mittelfeldspieler agierte, so darf sich sein Erfolgsausweis sehen lassen. Fast in jedem dritten Spiel, das er für YB bestritt, traf er ins gegnerische Tor. Der bodenständige Innerschweizer war in der letzten Dekade eine wichtige Identifikationsfigur. Bei seiner Ankunft spielte YB in den Niederungen der NLB. Als er 2009 seine Karriere beendete, hatte sich der Club in der nationalen Spitzengruppe etabliert. Nach seiner besten Saison (2007/08) schaffte es «Häbi» zum zweiten Mal kurzfristig in die Nationalmannschaft, wurde aber schliesslich nicht für die EM im eigenen Land aufgeboten.

Geboren: 1974
Bei YB: 2000 bis 2009
Meisterschaftseinsätze für YB: 267
Tore für YB: 74 (Schnitt: 0,28 pro Spiel)


Seydou Doumbia

Keiner hat sich in der jüngeren Vergangenheit stärker in die Herzen der YB-Fans gespielt als Seydou Doumbia. «Doumbia, my Lord, Doumbia» sangen sie auf den Tribünen, wenn der lebenslustige Ivorer wieder mal zu schnell gewesen war für die gegnerische Verteidigung und spektakulär getroffen hatte. Als Doumbia im Sommer 2010 nach Moskau weiterzog, hinterliess er eine beeindruckende Visitenkarte: 64 Meisterschaftsspiele und 50 Tore. In Russland festigte der Stürmer seinen Ruf als exzellenter Skorer (95 Tore). In der Serie A und in der Premier League hingegen konnte er seinen Zauber noch nicht entfalten. Bei der AS Roma und aktuell bei Newcastle United kam er nicht über den Status des Ergänzungsspielers hinaus.

Geboren: 1987
Bei YB: 2008 bis 2010
Meisterschaftseinsätze für YB: 64
Tore für YB: 50 (Schnitt: 0,78 pro Spiel)


Guillaume Hoarau

Guillaume Hoarau ist ein «Last-Minute-Transfer». Ende August 2014, nachdem klar war, dass YB in der Gruppenphase der Europa League vertreten ist, lotste Sportchef Fredy Bickel den Stürmer, der in Frankreich wegen zu hoher Lohnforderungen zwischen Stuhl und Bank zu fallen drohte, nach Bern. Es war eine kostspielige Investition, die sich aber lohnen sollte. Hoarau übernahm sofort eine Leaderfunktion und setzte um, was man sich von einem renommierten Stürmer mit Län­der­spielerfahrung wünscht: dass er viele Tore schiesst. Eine gute Figur macht der 32-Jährige auch als Musiker und Sänger. Jüngst vertonte er zusammen mit dem Berner Chansonnier Oli Kehrli den Georges-Brassens-Klassiker «Les passantes».

Geboren: 1984
Bei YB seit: 2015
Meisterschaftseinsätze für YB: 38
Tore für YB: 26 (Schnitt: 0,68 pro Spiel)


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Vi ... y/24803035

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. März 2016, 14:00 
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YB-Spieler versüssen kranken Kindern die Ostern

Am Mittwoch haben einige YB-Spieler und Coach Adi Hütter kranke Kinder im Inselspital besucht – und ihnen mit Autogrammen eine verfrühte Osterüberraschung beschert.

Grosse Freude bei den kleinsten Patienten: Am Mittwochnachmittag besuchte eine Handvoll YB-Spieler die Kinderklinik des Berner Inselspitals. Fast zwei Stunden lang nahmen sich die Fussball-Cracks Zeit, um die jungen Patienten mit Autogrammen, Fotos und sogar dem einen oder anderen YB-Matchticket zu beschenken.

Organisiert hat die Aktion der BSC Young Boys zusammen mit der Organisation Batzebär. Der Anlass hat Tradition: Schon seit mehreren Jahren gehört der Spitalbesuch der Young Boys kurz vor Ostern zum festen Programm.

Gefragter Adi Hütter

Heuer hatten es die kleinen Autogrammjäger besonders auf YB-Trainer Adi Hütter abgesehen. Dieser zeigte sich ob der Begeisterung der kranken Kinder sichtlich erfreut.

Als Vater einer 17-jährigen Tochter wisse er, wie wertvoll es sei, eine gesunde Familie zu haben. «Wenn man die kranken Kinder hier im Spital sieht, dann wird man wieder mit der Realität konfrontiert», so Hütter. Wenn er mit seinem Autogramm jemandem eine Freude machen könne, dann mache das auch ihn glücklich.


http://www.thunertagblatt.ch/region/ber ... y/14577344

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. März 2016, 14:02 
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YB holt Basler Fussballdoktor

Ein Basler entdeckt erneut sein YB-Herz.

Der Verwaltungsrat der Sport und Event Holding AG, die Muttergesellschaft der YB-Betriebs-AG und der Stade de Suisse AG, wird durch einen Fussballfachmann aus dem Raum Basel ergänzt. Sein Name: Urs Siegenthaler. Seine beruflichen Tätigkeiten: Berater und Chefscout beim Deutschen Fussball-Bund (DFB).

Der Job des Scouts, welchen er seit 2004 versieht, hat ihm viel Aufmerksamkeit verschafft in der Schweiz. Kaum ein grösseres Medienhaus, welches den gelernten Architekten nicht interviewt hat vor oder während der WM 2014. Von seinem Erfahrungsschatz wollen nun auch die Berner Young Boys profitieren. ­Siegen­thaler werde den Verwaltungsrat als Berater ergänzen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Auf Nachfrage verweist Mediensprecher Albert ­Staudenmann auf die Sprachregelung des VR, der beschlossen habe, sich vorerst nicht zu seinem neuen Mitglied zu äussern. Siegenthaler selber werde erst zu seinem Job Auskunft geben, wenn er sich ein umfassendes Bild des BSC YB gemacht habe.

Das ist sein gutes Recht, lässt aber auch viel Raum für Fragen. Waren es die Gebrüder Rihs, die den welt­männisch auftretenden Experten ins Stade de Suisse gelockt haben? Was treibt den redegewandten Siegenthaler, der die Juniorenabteilung des FC Basel durchlief und mit dem Verein fünfmal Meister und zweimal Cupsieger wurde, an, sein Fussballwissen ausgerechnet dem Konkurrenten aus Bern anzubieten?

Hat sich beim 58-Jährigen plötzlich das YB-Herz bemerkbar gemacht, welches ihm in den Siebzigerjahren eingesetzt wurde, als er für drei Jahre für Gelb-Schwarz verteidigte? Oder hat er dem VR schlüssig darlegen können, dass er die Titel­formel kennt?

Wenn ja, wäre es das zweite ­Wunder von Bern.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/18222849

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Samstag 9. April 2016, 09:12 
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YB-Stars heiss begehrt

Denis Zakaria & Co. im Schaufenster

Für Denis Zakaria werden bereits Millionenbeträge gehandelt. Geht er? Und was tun Guillaume Hoarau und Milan Vilotic? BLICK klärt auf.

Mit 17 Punkten Rückstand auf Basel sieht YB vom Meisterzug nicht mal mehr die Rücklichter. Doch die Differenz auf Platz fünf ist auch bedeutsam: 12 Punkte. YB wird also sein Saison-Minimalziel erreichen und nächste Saison europäisch sein. Zeit also zu planen.

Ein wichtiges Puzzleteil sind da die Juwelen Denis Zakaria, Yvon Mvogo und Florent Hadergjonaj. «Wir müssen da auf alles ­vorbereitet sein», sagt Bickel. Doch er schränkt ein: «Im Moment geben die Jungen keine Anzeichen, im Sommer schon weg zu wollen. Auch wenn immer wieder Interessenten auftauchen – im Moment vor allem für Zakaria.»

YB habe verschiedene Anfragen für Denis erhalten. «Aber sowohl er als auch wir sind der Meinung, dass der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen ist, um zu wechseln.»

Im Fall Zakaria werden seitens ausländischer Medien bereits Millionenbeträge herumgereicht. Teils gar zweistellige.

Nicht nur die Jungen sind begehrt. Auch für Miralem Sulejmani und Guillaume Hoarau gabs Interessenten. Im Fall des Serben seien die ersten bereits in der ersten halben YB-Saison aufgetaucht.

Mühsamer ist die Abgabe von Spielern, auf die YB nicht mehr zählt. Bickel: «Dazu sage ich nichts. Es ist nicht der Zeitpunkt, um über mögliche ­Abgänge zu spekulieren. Wir haben noch zehn wichtige ­Spiele vor uns.» Und was ist mit den Unzufriedenen? Mit ­Milan Vilotic und Sékou Sanogo? Bickel: «Auch da gilt: Zum jetzigen Zeitpunkt ist alles reine Spekulation.»

Dann spekuliert BLICK eben: Vilotic, ein Top-Profi, sagt, er wolle in Bern bleiben, ihm gefalle es sehr gut hier. Doch sein Umfeld soll auf einen Transfer drängen, da er kaum noch Einsatzzeit habe. Und im Fall Sanogo lief so viel schief – Verletzung zum Zeitpunkt des Trainerwechsels von Forte über Gämperle zu Hütter und geplatzter HSV-Deal –, dass auch für den Spieler eine Luftveränderung das Beste sein kann.

Im bestehenden Kader ist eine einzige Stammspieler-Personalie offen: Der Vertrag von Alain Rochat läuft aus. Bickel: «Wir sind im Gespräch.»

YB hat Handlungsbedarf auf den Flügeln

Und wo sieht Bickel Handlungsbedarf, um dem Giganten Basel endlich ein bisschen seriöser auf die Pelle rücken zu können? «Wichtiger als Positionen und Personalien ist für mich, dass wir uns weiterentwickeln und konstanter werden.»

Fraglos herrscht auf den ­Flügeln Handlungsbedarf. Da ist YB zu wenig breit abgestützt. Könnte da Zakarias ehemaliger Servette-Copain Kevin Bua bei YB Anlass zu einem Gedankenspiel sein? Bickel bejaht das nicht, sagt bloss: «Es gibt viele interessante Spieler. Bua gehört dazu.» Allerdings dürfte FCZ-Präsident Ancillo Canepa eine Diskussion über einen Abgang des Flügels kaum zulassen, sollte der FCZ den Cup gewinnen.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 99029.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. April 2016, 23:31 
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17.04.2016

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Young Boys gedeihen als Schattengewächs prächtig

Die Young Boys stehen im Schatten von Serienmeister FC Basel und Eishockeychampion SC Bern. Das ist fast ein wenig ungerecht. Denn auch YB tritt derzeit sehr erfolgreich auf.

Eishockeybern erlebt Frühlingsgefühle – und feiert am Samstagnachmittag den 14. Meistertitel des SCB mit einem Umzug durch die Stadt. Fussballbern erlebt Frühlingsgefühle – und guckt morgen trotzdem eher nicht euphorisch zu, wie YB zu Hause gegen Vaduz seinen Siegeszug fortsetzen will.

Es gibt gerade einige Parallelen zwischen dem SCB und YB, aber sie enden irgendwann auch beim Modus. Im Fussball gibt es keine Playoffs. «Das ist gut so», sagt Adi Hütter, Trainer der Young Boys, obwohl sein Team sehr bereit ­wäre, würden nun gegen Ende Saison Playoffs ausgetragen. «Im Fussball haben die Playoffs nun mal keine Tradition.»

YB fehlen Playoffs

Der SCB triumphiert, YB gratuliert und schaut zu – so war das in den letzten 30 Jahren seit dem letzten Meistertitel der Young Boys achtmal. Und während der SC Bern in der Schweiz als Siegerorganisation gilt, sagt man über YB landesweit, der Verein würde es im entscheidenden Moment doch immer veryoungboysen.

Das ist alles ein bisschen ungerecht für die Young Boys. Sie überzeugen derzeit ebenfalls und stehen doch mal wieder im Schatten der Eishockeyaner gegenüber der Papiermühlestrasse. Vor einigen Monaten beschwerten sich YB-Exponenten, ihr Verein käme in dieser Zeitung deutlich schlechter weg als der kriselnde, klägliche SCB.

Die Replik, der SC Bern könne seine Saison halt in den Playoffs noch retten, sorgte für Irritationen – hat sich aber als Realität erwiesen. YB dagegen hatte halt all seine Ziele (Liga oder Pokal gewinnen, europäische Gruppenphase erreichen) bereits nach einem Viertel der Saison kolossal verspielt.

Wenig Zuschauer

Mittlerweile haben die Young Boys unter dem energischen Coach Hütter längst den bemerkenswerten Turnaround realisiert und bewiesen, warum sie vor der Saison auch in der Berner Zeitung als Titelkandidat Nummer 1 galten. «Seit der Winterpause haben wir nur drei Punkte weniger als Basel geholt», sagt Hütter, «das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.»

Auch weil Serienmeister Basel 18 Zähler voraus ist, hält sich das Interesse des Berner Publikums an den äusserst spektakulären Auftritten von YB (zuletzt vier Heimsiege mit 17 Toren) aber in überschaubaren Grenzen. Für die Partien gegen Thun (2:1), Luzern (5:2), Sion (3:2) sowie Lugano (7:0) wurden im Schnitt bloss etwas mehr als 14'000 Tickets verkauft – effektiv anwesend waren noch weniger Leute. «Wir müssen die Menschen weiter von uns überzeugen», fordert Hütter.

Pflichtbewusster Trainer

Und eines ist ja auch klar: Sobald YB wieder realistische Chancen auf den Titel hat (also ab Sommer), wird der Zuschauerschnitt auch wieder signifikant steigen. «Wir bauen etwas auf», sagt Hütter, «und mir gefällt, wie sich die Mentalität verändert hat. Im Herbst kritisierte ich sie ja auch.»

Nun spiele sein Team wie letzte Woche gegen Lugano nach einem 4:0-Pausenvorsprung munter weiter nach vorne, das gefalle ihm. «Ich glaube, die Selbstzufriedenheit des letzten Herbsts ist nun weg», lobt der Trainer.

Streng genommen geht es ja in den letzten neun Saisonspielen sportlich gesehen für YB um nicht mehr viel. Der Trainer sagt natürlich pflichtbewusst, der Sechspunktevorsprung auf GC könne schnell weg sein, aber Formkurven und Klasse sprechen im Duell um Rang 2 ganz klar für die Young Boys. «Zudem legen wir bereits jetzt die Basis für nächste Saison», sagt Hütter.

Bald sollen wieder zarte Meisterträume spriessen bei den Young Boys, die hinter den zwei auch wirtschaftlich prosperierenden Giganten FCB und SCB ganz ordentlich gedeihen. Als Schattengewächs zwar, aber mit erfreulicher Perspektive.

Rosige Aussichten

Gelingt es YB im Sommer, das starke Kader zusammenzuhalten, könnte es nächste Saison mit einem Titelgewinn klappen. Und nach sechs Jahren mit heftigen Millionenverlusten könnte sich in zwölf Monaten auch die finanzielle Seite endlich rentabel präsentieren.

Denn der Meister wird sich 2017 erneut direkt für die lukrative Champions League qualifizieren – und im YB-Kader stehen mehrere Toptalente (beispielsweise Yvon Mvogo, Denis Zakaria, Florent Hadergjonaj), die irgendwann zusammen für weit über 20 Millionen Franken verkauft werden dürften.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16607646

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. April 2016, 00:06 
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«Ich weiss nicht, ob ich Freude hätte, wenn YB sieben Mal in Serie Meister würde»

Schriftsteller Pedro Lenz über die Liebe zu YB, das Leben als Fussball-Romantiker und die Pein über die Steuerbetrügereien der Stars.

Wie ist Ihr aktueller Gemütszustand als YB-Fan?

Im Moment bin ich recht zuversichtlich. Wichtiger als einen schnellen Titel erachte ich die Kontinuität. Die sehe ich jetzt. Ich sehe eine Mannschaft, welche die Handschrift von Trainer Adi Hütter trägt. Zuletzt erlebte ich ein paar Spiele von YB, die mir Freude bereiteten. Und ab Sommer folgt die erste Saison, bei der Hütter von Anfang an dabei ist.

Sie sitzen im 21-köpfigen YB-Beirat. Hat dieses Gremium irgendeinen Einfluss? Oder erfahren die Mitglieder von Entscheiden, bevor YB eine Pressemeldung verschickt?

Es ist so: Wir erhalten die Pressemitteilungen, bevor sie in den Zeitungen stehen. Aber es ist nicht so, dass wir gefragt werden, welchen Spieler YB kaufen oder verkaufen soll. Unsere Funktion ist die von Botschaftern. Wir stehen mit unserem Namen in einer positiven Art zu YB – sowohl in guten wie in schlechten Zeiten. Es ist auch ein Netzwerk, in dem diverse Kontakte geknüpft werden können und wir auch den zwischenmenschlichen Kontakt pflegen. Aber für die Strategie des Vereins sind wir nicht zuständig, und auch bei Transfers haben wir nichts zu sagen.

Sind sie den Gebrüdern Rihs, den YB-Besitzern, auch schon begegnet?

Ja, es kommt vor, dass wir uns begegnen. Aber wenn ich Andy Rihs sehe, entwickelt sich das Gespräch oft in eine Richtung. Das bedeutet, wir reden über den Velosport. Wir sind beide Radsportfans, er ist es ja ganz besonders. Und so erzählt er mir oft von Grenchen und dem Velodrome, den er dort gebaut hat. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, dann sage ich ihm schon meine Meinung über YB. Aber das bleibt zwischen Andy Rihs und mir.

Sie werden im YB-Beirat unter dem Ressort Kultur aufgeführt. Sind Sie sozusagen der Nachfolger von Kuno Lauener, der den Beirat verlassen hat?

Ja, das kann man so sagen. Kuno ist auch ein grosser YB-Fan. Bevor ich zusagte, habe ich ihn angerufen und gefragt, was überhaupt die Aufgaben eines Beirats sind.

Wie wurden Sie YB-Fan?

Das war 1973, als ich acht Jahre alt war. In Langenthal waren die Fussballfans damals für den FC Zürich oder den FC Basel, für Köbi Kuhn oder für Karli Odermatt. Ich hatte einen Onkel in Bern, der ging an die YB-Spiele. Und es kam der Tag, an dem ich mit an ein Spiel durfte. Das war mein Schlüsselerlebnis. Ich kam also in das Stadion, die gelben Leibchen fielen mir sofort auf. Der Star von YB war damals ein Spieler namens Schild, der spielte auch für die Nationalmannschaft. Wir haben Servette 4:1 «abetätscht». Das Wankdorf kam mir riesig vor, monumental, das Leuchten der gelben Leibchen, der englische Name Young Boys – das alles hat mich als kleinen Buben vollkommen fasziniert. Da wusste ich: Das ist mein YB. Und das hat sich nie mehr geändert.

Seit einigen Jahren schreiben Sie Porträts von YB-Spielern für das vereinseigene Magazin «YB Mag». Gibt es einen YB-Spieler, den Sie noch nicht porträtiert haben?

Wenn nicht immer wieder ein Transfer getätigt würde, wäre ich tatsächlich etwas in der Klemme. Mir fallen spontan nur Guillaume Hoarau und Denis Zakaria ein, über die ich noch nicht geschrieben habe. Hoarau war zuletzt derart präsent in den Medien, dass ich zuwartete. Aber diese beiden stehen natürlich auf meiner Liste. Denn bald erscheint die nächste Ausgabe des Magazins.

Haben Sie Präferenzen bei der Auswahl der Spieler, über die Sie schreiben?

Nein. Ich bin erstaunt, welch interessante Aspekte sich jeweils bei diesen Gesprächen ergeben. Als Beispiel nenne ich Miralem Suljemani. Mit ihm wollte ich eigentlich über Ajax Amsterdam sprechen, bei dem er einst gespielt hatte. Doch das Gespräch nahm eine andere Wendung und am Schluss redeten wir über Partizan Belgrad und den Krieg in Serbien.

Ist das Schreiben für das YB-Magazin Passion oder Broterwerb?

Nein, das ist kein Broterwerb. Als Mitglied des Beirats habe ich gewisse Privilegien. Ich kann gratis an die YB-Spiele. Der Club gibt mir etwas, und ich gebe etwas zurück. Nicht, dass ich nicht genug zu tun hätte. Aber das ist ein Ehrenamt, das ich sehr gerne ausübe.

Kennen Sie sich mit der YB-Geschichte aus?

Einigermassen. Je länger desto mehr. Ich rede gerne mit ehemaligen YB-Spielern wie Heinz Schneiter. Kürzlich sah ich auch den Film über die Asien-Reise von YB 1961. Und ich kannte Richard Dürr gut, der einst bei YB spielte und danach bei Lausanne, das damals die «Könige der Nacht» genannt wurde. Richard Dürr ist leider vor zwei Jahren verstorben. Er erzählte mir viele Geschichten vom Fussball von damals und natürlich auch über YB.

Machen wir einen kleinen Test. 1929 war ein markantes Jahr für YB. Weshalb?

Hm, ähh, muss überlegen. Spielte YB damals erstmals im Wankdorf?

Falsch. 1929 erreichte YB erstmals in seiner Geschichte den Cupfinal. Wissen Sie, gegen wen die Berner gespielt haben?

Nein.

Gegen Urania Genf, und YB verlor den Final 0:1.

Wie soll ich das wissen? Das ist viel zu lange her.

Und was passierte 1930?

Keine Ahnung.

YB erreichte wieder den Cupfinal und gewann 1:0 gegen den FC Aarau. Laut FCA-Chronik durch einen ungerechtfertigten Penalty.

Ich vermute, in der YB-Chronik steht nichts von einem ungerechtfertigten Penalty.

Wo haben Sie sich am 24. Mai 1986 aufgehalten?

Damals wohnte ich dummerweise in Zürich. Aber ich weiss natürlich, dass YB an diesem Tag das grosse Xamax 4:1 geschlagen hat und Meister wurde. Das Spiel habe ich leider nicht gesehen.

Wir sitzen im Restaurant «Flügelrad» in Olten, das sie zusammen mit dem Schriftsteller Alex Capus und dem Journalisten Werner De Schepper besitzen. Reden die beiden auch über Fussball?

Hm, weniger. Nun gut, Werner De Schepper versucht es manchmal. Aber ohne meinen beiden Freunden nahe treten zu wollen: Mit ihnen kann ich mich vortrefflich und leidenschaftlich über viele Dinge unterhalten, Politik, Kunst, Religion, was auch immer. Aber vom Fussball haben beide keine Ahnung, auch beim besten Willen kann ich da nichts finden.

Sie sagen, die Menschen werden immer einsamer, obwohl die Mittel der Kommunikation immer moderner werden.

Es ist pervers, aber leider ist es so. Da sitzen drei an einem Tisch, aber sie reden nicht miteinander. Sie tippen auf ihren iPhones herum und kommunizieren mit einem anderen. Der Moment wird immer weniger wichtig. Ich muss selber auch dagegen ankämpfen. Wenn ich mit jemanden zusammen am Mittagessen sitze, muss ich schauen, dass ich präsent bin. In dieser Zeit werde ich aber mindestens von drei Telefonanrufen behelligt. Früher, als es noch keine Handys gab, war ich einfach in dieser Zeit nicht erreichbar. Nun muss ich das Handy abstellen, sonst geht es mir wie vielen anderen.

Und früher war das wirklich besser? Die Jungen fragen mich jeweils bei diesem Thema: Was habt ihr früher in der Beiz gemacht? Ich antworte jeweils: Wir haben miteinander geredet. Dann schauen sie mich ganz lange an. Und ich ergänze: Das ist dasselbe, das ihr macht mit dem Chat, aber einfach ohne Strom.

Sie ärgern sich über Anglizismen in unserer Sprache. Sind sie im Gesichtsbuch?

Nein, ich bin nicht im Gesichtsbuch. Anglizismen in der Umgangssprache ärgern mich auch nicht besonders. Wenn einer «Sorry» oder «Shit» sagt, ist das für mich okay. Aber wenn man einem Direktor CEO sagen muss, damit er sich wichtiger vorkommt, finde ich das lächerlich. Oder wenn das Grossraumbüro einer Zeitung Newsroom genannt wird, um das Ganze aufzuwerten, erachte ich das als heuchlerisch.

Sie schreiben für diverse Zeitungen über Fussballer aus aller Welt. Mit sanfter Feder geben Sie dem Leser sachte zu verstehen, dass Sie auf der Seite der Fussballer sind.

In diesem Bereich bin ich mehr Fan und Literat. Das heisst, ich könnte nicht Sportjournalist sein. Als Sportjournalist müsste ich an den Stellen der Stars kratzen, bei denen man dunkle Stellen findet. Ich habe vor einigen Tagen einen Artikel über die Schattenseiten von Johan Cruyff gelesen. Ich konnte den Bericht fast nicht lesen, es war kaum auszuhalten.

Messi, Maradona, Beckenbauer, Neymar, Buffon, Benzema. Sie sind durch den Fussball Millionäre geworden und Weltstars. Und alle Genannten – und es gibt noch viele mehr – haben Probleme mit den Steuerbehörden oder sind in andere lusche Geschäfte verwickelt. Wieso blenden Sie das aus?

Für mich ist Steuerhinterziehung total verwerflich. Aber bei Fussballern will ich es nicht wissen. Das ist nicht konsequent. Ich gebe es zu. Schreibe ich als Beispiel über Maradona, dann befasse ich mich mit seinen fussballerischen Fähigkeiten, die genial waren. Das andere verdränge ich.

Wie gehen Sie als Fussball-Romantiker mit Realo-Fans um, die ihre Mannschaft gewinnen sehen wollen und sonst nichts?

Mit diesen Fans kann ich gar nichts anfangen. Die Leidenschaft für den Fussball deckt viele Dinge ab. Ein Aspekt ist der Umgang mit der Niederlage. Ich weiss nicht, ob ich Freude hätte, wenn YB sieben Mal in Serie Meister würde. Das Fiebern, das Hoffen ist etwas vom Schönsten für mich. Das Zurückschauen, die literarische Seite des Fussballs, die Tendenz, dass Spiele aus früheren Zeiten immer besser werden, je mehr man darüber diskutiert, das fasziniert mich. Ja, ich bin ein Fussball-Romantiker.

Stichwort Romantik. Das Stade de Suisse bietet für die Zuschauer und Journalisten ideale Bedingungen. Aber das Stadion besteht aus Beton, Plastik und Glas. Es wächst nichts, nicht einmal der Rasen. Im Stade de Suisse spriessen höchsten die Topfpflanzen der Sekretärinnen in den Büros.

Das Stade de Suisse ist ein pragmatischer Ansatz. In der heutigen Zeit braucht man ein solches, modernes Stadion um alles abzudecken, was der Fussball verlangt. Natürlich, als Romantiker fühle ich mich im Brügglifeld des FC Aarau wohler. Aber wir können nicht das Stade de Suisse abreissen und das Brügglifeld hinstellen. Das geht nicht mehr. Ich kann aber meine Gefühle ausleben, in dem ich hie und da ins Brügglifeld gehe – solange es noch steht.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ic ... y/12425922

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 20. April 2016, 15:36 
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Young Boys machen ihrem Namen alle Ehre

Von allen Super-League-Teams bringen die Young Boys klar am meisten U21-Spieler zum Einsatz. Der Erfolg gibt ihnen Recht.

Yvon Mvogo weiss auf Anhieb, welcher Super-Ligist das jüngste Team stellt: «Ganz klar YB». Und die Statistik bestätigt den 21-jährigen Goalie: Seine Alterklasse kommt in Bern in der Saison 2015/16 auf fast doppelt so viele Einsatzminuten wie bei GC, der zweitjüngsten Mannschaft der Liga.

« Wir machen nicht nur Lippenbekenntnisse. »
YB-Trainer Adi Hütter

Woher nimmt Trainer das Vertrauen in die junge Garde? «Sie besitzen einfach die entsprechende Qualität», erklärt Adi Hütter. Wichtig sind dem Österreicher dabei zwei Aspekte: «Wir haben eine gute Mischung mit zahlreichen Routiniers. Und wir holen Junge nicht mit Lippenbekenntnissen, sondern lassen sie wirklich spielen.»

Traditionelle Rollenverteilung

Mit 7 Siegen aus den letzten 8 Spielen erntet YB momentan die Früchte seiner Philosophie. Wobei auch Mittelfeldspieler Leonardo Bertone (21) die Wichtigkeit der gestandenen Spieler betont: «Ich schaue schon immer mal wieder eine Reihe nach hinten, um zu sehen, wie es unser Kapitän Steve von Bergen so macht.»

Dass Bälle und sonstiges Trainingsmaterial jeweils von den Jungen transportiert wird, ist für Verteidiger Florent Hadergjonaj klar. Doch er schaut mit einem Schmunzeln voraus: «Die Zeit kommt bestimmt, wo auch ich nach dem Training jeweils direkt in die Kabine gehen kann.»

Junges Blut auch gegen Luzern

Während Hadergjonaj am Mittwoch im Spiel gegen Luzern (20:00 Uhr auf SRF zwei) wegen einer Gelbsperre nicht auflaufen wird, dürften Mvogo und Bertone zur Startelf zählen. Fehlen wird wegen den Nachwehen einer Grippe jedoch Denis Zakaria (19), laut Hütter «vielleicht das grösste Versprechen von allen». Dafür nimmt der YB-Coach die Talente Linus Obexer (18) und Elia Alessandrini (19) nach Luzern mit.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... -alle-ehre

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Dienstag 26. April 2016, 08:13 
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YB spielt begeisternd – doch Fans schauen weg

von Peter Berger - Neun der letzten zehn Partien gewonnen. Zu Hause fast fünf Tore im Schnitt. Trotzdem bleiben YB die Zuschauer weg.

Die Situation ist paradox. Da spielt YB endlich nach den Vorstellungen von Trainer Adi Hütter: «Ich will einen begeisternden Fussball spielen lassen.» Vor allem an den Heimspielen setzen das Guillaume Hoarau, Miralem Sulejmani und Co. perfekt um. 3:0, 5:4, 7:0, 3:2, 5:2 lauten die letzten Resultate im Stade de Suisse. «Wir spielen momentan fantastisch», fasst Captain Steve von Bergen die Auftritte zusammen

Für Unterhaltung ist also gesorgt. Doch ausgerechnet jetzt hat YB im Schnitt nur 16'840 Zuschauer (die gut 10'000 Saisonabos eingerechnet). Nur in den beiden Anfangsjahren des Stade de Suisse, das im Sommer 2005 eröffnet worden ist, kamen noch weniger (vgl. Box). Bloss zweimal erschienen diese Saison mehr als 20'000 Fans und füllten das Stadion mehr als zwei Drittel – im August gegen Thun (27'340) und im Oktober gegen GC (22'521).

Sutter zeigt sich selbstkritisch

Hauptgrund ist sicher der Alleingang des FC Basel an der Tabellenspitze. YB liegt 16 Punkte zurück und hat deren elf Vorsprung auf das drittplatzierte GC. Vielleicht zahlt YB auch für seine Ansage vor der Saison: Man wollte unbedingt einen Titel gewinnen, geht aber wieder leer aus. Zudem ist das Wetter in diesem Frühjahr wie zuletzt am Sonntag gegen den FCZ garstig. Wer da kein VIP-Ticket besitzt, hat im Stadion nirgends die Möglichkeit, sich in einem Raum aufzuwärmen (Toiletten ausgenommen).

ie ausbleibenden Fans beschäftigen die Akteure. Für Verteidiger Scott Sutter liegt der Zuschauerschwund «auch an uns. Wenn wir um Platz 1 spielen würden, kämen mehr Leute ins Stadion. Daran arbeiten wir.» Auch Adi Hütter verspricht: «Wir kämpfen um unsere Zuschauer.» Der Österreicher hat zuletzt mit YB neun von zehn Spielen gewonnen. «Das ist eine tolle Bilanz, aber wenn man in Bern etwas bewegen will, braucht man auch eine solche Bilanz», weiss der im September gekommene Coach mittlerweile.

YB-Bickel: «Das ist ein Frust»

Die sinkenden Zuschauerzahlen beschäftigen die Young Boys. Sportchef Fredy Bickel sagt, dass die fehlenden Fans sogar in der Mannschaft Diskussions-Thema sind.
Fredy Bickel, YB bietet Kids-Days und Ladies-Nights an. Trotzdem kommen immer weniger Fans ins Stade de Suisse. Haben Sie eine Erklärung?
Eben nicht. Ich vermute, dass es wahrscheinlich viele, kleine Gründe wie die fehlende Spannung in der Rangliste oder das nicht optimale Wetter sind.
Dabei spielt die Mannschaft begeisternden Fussball, besser geht doch fast gar nicht?
Doch, sportlich kann man sich natürlich immer verbessern. Aber noch mehr Unterhaltung bieten geht fast nicht. Das 5:4 etwa gegen Vaduz ärgert mich zwar wegen der Gegentreffer, ist für den Zuschauer aber doch perfekt. Neun Tore in einem Spiel ist ja ein Eishockey-Resultat. Deshalb ist der Rückgang eigentlich ein Frust. Er ist auch innerhalb der Mannschaft ein Thema.
Mit wie vielen Fans im Stadion wären sie glücklich?
Wenn immer mehr als 20'000 Zuschauer kämen.

Zuschauerzahlen im Stade de Suisse

Saison 2015/16: 16'840
Saison 2014/15: 16'931
Saison 2013/14: 17'553
Saison 2012/13: 17'238
Saison 2011/12: 21'104
Saison 2010/11: 21'500
Saison 2009/10: 22'653
Saison 2008/09: 17'985
Saison 2007/08: 18'368
Saison 2006/07: 14'951
Saison 2005/06: 14'139


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