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 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. März 2016, 17:47 
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Schiris sorgen für dreifachen Walliser Ärger

Offside, Schwalbe, Platzverweis!

YB zittert sich zu einem knappen 3:2-Sieg gegen Sion. Für mächtig Zündstoff sorgt der YB-Ausgleich zum 2:2.

Das Spiel:
Nach anfänglichem Abtasten muss sich YB-Goalie Mvogo nach 12 Minuten ein erstes Mal strecken. Leo visiert aus etwa 20 Metern den nahen Pfosten an, Mvogo wehrt ab. In der Folge ist YB das bestimmende Team, Sion zeigt sich allerdings gnadenlos effizient – und macht aus zwei Chancen zwei Tore. Kurz vor der Pause vergeben Ravet (40.) und Hoarau (42.) zwei hochkarätige Ausgleichschancen, die Walliser bringen die knappe Führung in die Kabine. Nach der Pause drückt YB auf den Ausgleich. Die Berner stören früh und Sion kommt kaum noch zu Entlastungen. Nach dem Witz-Rot für Sion-Keeper Vanins will YB natürlich mehr. Das Gerndt-Traumtor entscheidet das Spiel.

Die Tore:
0:1, 18. Minute: Gekas erobert in der gegnerischen Platzhälfte den Ball, Edimilson übernimmt und schickt Assifuah steil, der von der Strafraumgrenze flach in die rechte untere Ecke trifft.

1:1, 20. Minute: YB gelingt der postwendende Ausgleich! Ndoye foult im Strafraum Hoarau, der eigentlich in Richtung Eckfahne unterwegs ist. Dummes Foul. Hoarau verwandelt gleich selbst.

1:2, 26. Minute: Gekas mit seinem dritten Saisontor! Der Grieche leitet eine Hereingabe von Salatic gekonnt und unhaltbar für Mvogo ab in die weite Torecke.

2:2, 72. Minute: Sulejmani dringt aus einer (knappen) Abseitsposition in den Strafraum ein, wird scheinbar von Vanins zu Fall gebracht. Nur: Es findet keine wirkliche Berührung statt, Vanins zieht sogar die Hände weg. Sulejmani mimt den sterbenden Schwan, Vanins sieht Rot. Hoarau hat beim Penalty noch Glück, dass er reingeht. Ersatz Fickentscher war noch dran.

3:2, 89. Minute: Was für eine Kiste von Joker Gerndt! Der Schwede bekommt den Ball von Hadergjonaj mustergültig serviert – und haut ihn (mit dem Schienbein) in den Winkel.

Das gab zu reden:
Der Ausgleich zum 2:2 für YB. Offside, Schwalbe, Platzverweis! Ein dreifacher Fehlentscheid.

Der Beste:
Alex Gerndt schmollt als Ersatzspieler nicht. Er kommt rein und macht ein Traumtor zum 3:2! Locker-flockig Innenrist volley ins Lattenkreuz. Das nennen wir gesunde Einstellung und Coolness.

Der Schlechteste:
Schiri Sascha Amhof. Wie schon am 8. November 2015, als er das Spiel zwischen Basel und GC (2:3) entschied. Statt zuerst Offside und danach Schwalbengelb gegen Sulejmani gibts Rot für Vanins, der nun gegen Basel fehlt, und Penalty (und das Tor zum 2:2) für YB.

So gehts weiter:
YB reist am Samstag zum Auswärtsspiel nach St. Gallen (20 Uhr). Sion empfängt am Sonntagnachmittag den FC Basel (16 Uhr).

***

YB – Sion 3:2 (1:2)

Stade de Suisse / 14'555 Fans

SR: Amhof (1)

Tore: 18. Assifuah (Fernandes) 0:1. 20. Hoarau (Foulpenalty) 1:1. 26. Gekas (Salatic) 1:2. 72. Hoarau (Foulpenalty). 89. Gerndt (Hadergjonaj).

YB: Mvogo; Hadergjonaj, Von Bergen, Rochat, Lecjaks; Ravet, Gajic, Bertone, Sulejmani; Kubo, Hoarau.

Sion: Vanins; Zverotic, Vanczak, Ndoye, Pa Modou; Assifuah, Sierro, Salatic, Fernandes; Gekas, Itaperuna.

Auswechslungen:
YB: Gerndt (65. für Kubo). Zakaria (65. für Bertone). Zulechner (75. für Sulejmani).

Sion: Fickentscher (71. für Gekas). Ruefli (86. für Zverotic).

Gelbe Karten: 39. Salatic. 55. Hadergjonaj. 83. Zakaria (alle Foul).

Rot: 68. Vanins (Notbremse).

Bemerkungen: YB ohne Benito, Wüthrich, Seferi, Kololli (alle verletzt) und Nuzzolo (nicht im Aufgebot). Sion ohne Ziegler, Kouassi, Mboyo, Carlitos, Konaté, Voser, Cmelik, Bia und Adao (alle verletzt)


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 88508.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. März 2016, 17:59 
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Young Boys - Sitten 3:2

YB mit Heimsieg

Sitten bleibt für die Young Boys der Lieblingsgegner in Meisterschafts-Heimspielen. Dank einem Tor des eingewechselten Stürmers Alexander Gerndt nach 90 Minuten siegen die Berner 3:2.

Dass Sitten auch im 14. Meisterschaftspiel in Serie ohne Sieg aus Bern abziehen (9 Niederlagen, 5 Unentschieden) muss, können die Walliser nicht als gerecht empfinden.

Die Schlüsselszene, die den umkämpften Match auf die Seite der Young Boys kippen liess, ereignete sich nach 68 Minuten. Gut 25 Minuten vor dem Ende mussten die Sittener, 2:1 in Führung liegend, in einer einzigen Sequenz dreifaches Pech beklagen. Schiedsrichter Sascha Amhof zeigte nach einem Duell zwischen Miralem Sulejmani und Andris Vanis auf den Penaltypunkt, obwohl der Sittener Goalie den Berner Offensivspieler nicht berührt hatte. Dies bewiesen auch die TV-Bilder. Überdies war Sulejmani bei der Ballannahme im Offside gestanden. Konsequenter-, aber nicht richtigerweise sah der lettische Torhüter auch noch die Rote Karte, was seine Mannschaft für den Rest des Spiels schwächte. Guillaume Hoarau verwertete mit etwas Glück auch seinen zweiten Penalty in diesem Spiel zum 2:2.

Die Berner nutzten die numerische Überlegenheit tatsächlich. Nach 82 Minuten hatte Yoric Ravet das sicher scheinende 3:2 allein vor Sittens notwendigerweise eingewechseltem Ersatztorhüter Kevin Fickentscher. Was Ravet verpasst hatte, erledigte Alex Gerndt kurz vor dem Ende mit weiter wunderbaren Direktabnahme nach einer Flanke von Verteidiger Hadergjonaj.

In der Halbzeit hätte ein 3:3 das weitgehend spektakuläre Geschehen am besten widerspiegelt, besser als das 1:2. Die Sittener zeigten eine bravouröse Leistung, mit der sie an die verschiedenen starken Auftritte vom Herbst in der Europa League erinnerten. Die Tore zur 2:1-Führung waren schön und zwingend herausgespielt. Beim 2:1 nach einer Flanke von Veroljub Salatic berührte Theofanis Gekas der Ball möglicherweise nicht mehr, das Tor wurde aber dem Griechen gutgeschrieben. Der Foulpenalty für YB zum kurzlebigen 1:1 wurde korrekt verhängt, das Foul des Sittener Verteidigers Birama Ndoye an Hoarau war indes völlig unnötig. Die Berner fanden den Tritt erst gegen Ende der ersten Hälfte. Innerhalb weniger Minuten zwang Ravet Goalie Andris Vanins zu einer erstklassigen Parade und vergab Hoarau das pfannenfertige 2:2, indem er den Ball kaum zwei Meter vor der Torlinie nicht kontrolliert ablenken konnte.


http://www.nzz.ch/sport/aktuell/yb-mit- ... 1.18711712

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. März 2016, 18:01 
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Hoarau gegen Gekas

Der Künstler trifft auf den Büezer

YB gegen Sion – das ist das Duell der beiden Goalgetter mit illustrer Vergangenheit. Dabei könnten die Gegensätze zwischen Guillaume Hoarau und Theofanis Gekas kaum grösser sein.

Da ist der Lange (1,92 m) auf der einen Seite. Aufgewachsen auf La Réunion, der französischen Nachbarinsel von Mauritius im Indischen Ozean, wo das tropische Klima eher Sun und Fun suggeriert als unerbittliche Arbeit. Hoarau (32) ist denn auch einer, der das Leben geniesst, Fan von Bob Marley und selber ein exzellenter Musiker ist und oft Freunde in sein Berner Bauernhaus einlädt.

Dort der eher gedrungene Grieche. Gekas (35) stammt aus Larisa, dem Hauptort Thessaliens. Eine Region, geprägt von Landwirtschaft und umgeben von Bergen wie dem Olymp. Eine Region mit wesentlich kontinentalerem Klima als im Resten Griechenlands. Der Temperatur-Minusrekord liegt bei minus 21,6 Grad! Das prägt. Hier sind die Menschen noch Büezer.

Dies ist auch jenes Element, das die beiden Stürmerstars verbindet. Sowohl Hoarau wie Gekas leisten enorm viel für das Team. Auch wenn Hoarau nicht der Archetyp des Pressing-Spielers ist.

Was sagt Hoarau zu Gekas? «Ich kenne ihn nur vom Namen her. Beeindruckend seine Anzahl Tore! Ich finde es super, dass eine Schweizer Mannschaft solch einen Spieler holen kann. Handkehrum darf es nicht allzusehr überraschen. Die Liga ist gut. Und wir sind mittlerweile mindestens so gut wie die Franzosen: Sion schmeisst Bordeaux raus, der FC Basel St-Etienne. Das macht Spass!»

Hoarau hält es übrigens wie sein ehemaliger PSG-Spezi Zlatan Ibrahimovic, der sich in der Form seines Lebens sieht. Auch bei ihm sei es wie mit dem Wein, so Guillaume: «Auch der wird mit zunehmendem Alter immer besser.»

Er wisse, dass die Leute nach seinem ersten Karriere-Hattrick gegen Luzern in jedem Spiel drei Tore erwarteten. Hoarau: «Ich verstehe das, kein Problem. Ich bin bereit.»

Und was denkt Christian Constantin über Hoarau? «Ich mag ihn sehr! Als er in Le Havre war, interessierte ich mich für ihn. Doch dann holte ihn der PSG. Beeindruckend seine athletische Präsenz. Trotz seiner Grösse ist er beweglich. Er setzt die ihn charakterisierenden Körpermasse perfekt ein. Sein Kopfballspiel ist aussergewöhnlich.»

Er sei eine Mischung aus den beiden Kopfball-Giganten Horst Hrubesch und Tony Cascarino. Denkt CC. Hoarau wie Hrubesch – irgendwie schräg ...


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 96399.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. März 2016, 18:03 
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BLICK-Kommmentar

«Freispruch für Sion-Goalie Vanins!»

BLICK-Fussballreporter Alain Kunz über den Schiri-Skandal von Bern beim Spiel YB - Sion (3:2). Er fordert einen Freispruch für Goalie Vanins.

Tomaten hier, Himbeeren dort. Sion gegen YB war ein Spiel mit höchstem Unterhaltungswert – in jeder Hinsicht.

Und der FC Sion läuft danach Amok. Mal wieder. Der von Christian Constantin angekündigte Gang vor ein Strafgericht wegen Betrugs ist natürlich ein Witz und Ausfluss von absurden Verschwörungstheorien gegen die armen Walliser. Und doch darf die Tomaten-Schiedsrichterei von Sascha Amhof nicht ohne Folgen bleiben.

Sein Trio – «Wiederholunsgtäter» nach dem Skandal vom November letzten Jahres bei Basel gegen GC – muss eine Denkpause kriegen. Und Liga und Verband müssen sich Gedanken machen über die grundsätzliche Super-League-Tauglichkeit von Amhof und Co.

Vor allem aber muss Andris Vanins freigesprochen werden. Nicht mal die automatische Suspension nach einer Roten Karte darf ausgesprochen werden. Vanins ist nicht Täter, sondern Opfer von Miralem Sulejmanis Schauspieleinlage.

Der Serbe hätte beste Chancen bei der Wahl zur Goldenen Himbeere für die schlechteste Leistung in einem Film abzuräumen.

Sion wird das die verlorenen Punkte zwar nicht zurückbringen. Aber dadurch, dass Vanins gegen Basel im Tor stehen darf, ist das wiedergutgemacht, was wiedergutgemacht werden kann.

Alles andere muss der FC Sion schlucken, so bitter das auch sein mag. Was der Dreifach-Bestrafungsskandal des Jahres aber deutlich aufzeigt: Die Notwendigkeit einer Challenge mittels Videobeweis. Ohne Wenn und Aber. Dafür steht mittlerweile zu viel auf dem Spiel.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 97384.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. März 2016, 21:36 
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Sion-Präsi Constantin

«Ich werde Strafklage gegen den Schiri einreichen!»

Sion-Präsident Constantin ist nach dem 2:3 gegen YB sauer. Jetzt will er Ref Amhof vor Gericht zerren.

Constantin tobt nach der Niederlage in Bern. Die Szene beim 2:2-Ausgleich (zuerst Offside, dann Schwalbe Sulejmani, Penalty und Rote Karte für Vanins) bringt sein Fass zum Überlaufen.

CC zu BLICK: «Ich werde Strafklage einreichen! Jetzt ist das Fass voll. Ich habe die Liga gewarnt. Ich habe genug geredet und geschrieben. Nun muss gehandelt werden. Wir verlieren wegen dieses Entscheids das Rennen um Platz zwei – und damit möglicherweise Millionen.»

Constantin hat sich überlegt, die Mannschaft als Protest sogar vom Feld zu nehmen.

Nun will er bei Lippenleser-Spezialisten in Martigny eine Expertise in Auftrag geben, die beweisen soll, dass selbst die YB-Spieler von einer Schwalbe sprachen. Und nicht nur sie. Zverotic erläutert: «Der Schiri hat mir und Vero Salatic gesagt, dass es sich um eine Schwalbe handle und er Sulejmani Gelb zeigen werde. Dann ändert er seine Meinung. Das ist unverständlich und extrem mühsam. Denn solche Dinge wiederholen sich gegen uns.»

Allerdings ist die Sion-Argumentation nicht schlüssig, zeigt doch Schiri Amhof sofort auf den Punkt. Ohne jegliche Diskussion mit irgendjemandem.

CC: «Der Ref ist beeinflusst worden. Garantiert! Es gibt Schiedsrichter in dieser Welt, die korrumpierbar sind. Nein, die Strafklage gegen Amhof wegen Betrugs wird eingereicht. Danach ist seine Karriere beendet. Und dann fordere ich ein Wiederholungsspiel.»


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 97576.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. März 2016, 21:40 
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Sulejmanis Schwalbe, Constantins Circus

Nach dem 3:2-Sieg von YB gegen Sion reden alle über Miralem Sulejmanis Schwalbe. Sions Präsident Christian Constantin will Schiedsrichter Sascha Amhof wegen Betrugs anzeigen.

Circus Chaos hat mal wieder geöffnet. Christian Constantin steht in der Mixed-Zone des Stade de Suisse, umringt von zahlreichen Journalisten, und lässt auf seinem Smartphone jene Szene abspielen, welche die Walliser Fussballvolksseele sehr beschäftigt – und abermals für absurde Sittener Verschwörungstheorien sorgt. Behutsam orchestriert von CC.

Constantin hat die Nase gestrichen voll, wie er sagt, aber diesmal will er nicht den Schweizerischen Fussballverband oder die Swiss Football League angreifen («da habe ich eh keine Chance»), er attackiert weder Uefa noch Fifa, nein, er zielt auf den Mann. CC will Sascha Amhof wegen Betrugs anzeigen!

Ob in Bern, Sion oder am Wohnort des Referees weiss Constantin am späten Sonntagnachmittag noch nicht so genau. Aber das spielt auch keine Rolle. Der Sion-Präsident fühlt sich gerade wohl in seiner liebsten Rolle – allein gegen die angebliche Fussballmafia. Dabei spricht der Walliser ruhig und wirkt gelassen, artikuliert aber bestimmt.

Zverotics brisante Aussage

Constantins Klage, so sie denn überhaupt eingereicht wird, ist natürlich chancenlos und ein völliger Blödsinn. Zu verstehen aber ist der riesengrosse Ärger des FC Sion. 2:1 führte er in Bern, als Miralem Sulejmani – notabene in Abseitsposition – angespielt wurde, Sions Goalie Andris Vanins umspielte und im Strafraum zu Fall kam. Es war eine klare Schwalbe, und man kann Sulejmanis Vorgehen nun clever finden, wenn man will oder unsportlich.

Unbestritten aber ist, dass die Dreifachbestrafung, die danach zur Anwendung kam, endlich abgeschafft gehört. Vanins erhielt die Rote Karte, er wird gesperrt – und Guillaume Hoarau verwandelte den Elfmeter für YB in der 72. Minute zum Ausgleich.

Und weil Alexander Gerndt kurz vor Spielende mit einer herrlichen Direktabnahme das 3:2 für die Young Boys erzielte, sehen die Sion-Vertreter im Elfmeterentscheid aus nachvollziehbaren Gründen einen schwerwiegenden Eingriff der Unparteiischen in die Spielwertung. Trainer Didier Tholot verlässt die Pressekonferenz nach zehn Sekunden und einem Satz («Es ist nicht gut, wenn sich ein Bestohlener äussert»).

Und Defensivspieler Elsad Zverotic behauptet: «Wir hätten gewonnen. Es ist unglaublich, mit was für Fehlentscheidungen wir leben müssen.» Zverotic bemüht sich, seinen Ärger nicht in allzu zünftige Voten zu fassen. Es gelingt ihm nur halbherzig. Einmal sagt er, der Schiedsrichter habe auf Schwalbe und Gelbe Karte gegen Sulejmani entschieden («das sagte er mir»), seine Meinung aber aus «unerklärlichen Gründen» geändert. Andere sagen, Sulejmani habe sich fürchterlich geärgert über die erste Entscheidung des Referees – und später geschworen, berührt worden zu sein.

Sulejmanis Meinung

Im Berner Lager geht man wenig überraschend entspannter mit der umstrittenen Situation um. Fredy Bickel sagt, so was gleiche sich im Fussball aus. «Wir erhielten in der Rückrunde auch drei Elfmeter nicht zugesprochen, die uns zugestanden hätten», sagt der Sportchef. Steve von Bergen meint, da habe YB Glück gehabt. «Sulejmani hat das nicht schlecht gemacht», sagt der Captain noch. Trainer Adi Hütter wiederum spricht ebenfalls von einem «glücklichen Penalty» und davon, dass sein Team bis zum Schluss an den Sieg geglaubt habe.

Die Schlüsselfiguren erscheinen nicht bei den Journalisten. Sascha Amhof will sich nicht äussern. Und Miralem Sulejmani geht nach Spielende in die Massage, dann benutzt er den Hinterausgang. Später lässt der Spieler über die Medienstelle verlauten, er sei berührt worden und habe sich beim Sturz an der Hüfte verletzt. Und er habe sich nach der Penaltyszene derart aufgeregt, weil ihn die Sion-Akteure attackierten und ihm Unsportlichkeit vorwarfen. «Ich war auf dem Feld hundertprozentig sicher, dass es Elfmeter ist», lässt Sulejmani ausrichten. «Nachdem ich die TV-Bilder gesehen habe, muss ich sagen, dass es keiner war.»

Dem FC Sion bringt diese Aussage nichts mehr. Er reiste verärgert zurück ins Wallis, zumal Abwehrspieler Pa Modou mit schwerer Kopfverletzung nach Zusammenprall mit Florent Hadergjonaj ins Spital eingeliefert werden musste. Laut unbestätigten Gerüchten überlegt sich Christian Constantin, Super-League-Spiele in Bern in Zukunft zu boykottieren – und nur noch Cupfinals in der Hauptstadt zu bestreiten. Letztmals siegte Sion in der Liga bei YB am 27. August 1996. Das ist 7139 Tage her.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18580260

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. März 2016, 21:42 
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YB - Sitten 3:2

Walliser Überreaktion

Der FC Sion verliert gegen die Young Boys 2:3. Die Walliser wollen aber einen Fehlentscheid des Schiedsrichters nicht akzeptieren – Christian Constantin erwägt eine Strafanzeige.

Nach dem Spiel war richtig Feuer im Dach. Wenn man Sittens Präsident Christian Constantin allerdings kennt, war man nicht allzu sehr überrascht, dass das Sichwehren gegen eine Ungerechtigkeit scharfe und teilweise inszenierte Formen annahm.

Was war passiert? Der Schiedsrichter Amhof schickte den Walliser Torhüter Vanins nach 68 Minuten mit einer roten Karte vom Platz, nachdem Sulejmani von YB erst aus einer Offside-Position gestartet war und dann im Duell mit Vanins mit einer Schwalbe einen Penalty ergaunert hatte. Nach den Regeln hat eine Mannschaft in einer solchen Situation eine Mehrfach-Bestrafung zu erdulden: Strafstoss, dann 2:2 statt 2:1-Vorsprung, Unterzahl für den Rest der Partie sowie eine Sperre für den Ausgeschlossenen. Und es kam eben hinzu, dass Sulejmani aus einer Abseitsposition in die Szene gestartet war. Das kann das Blut in Wallung bringen.

Solche Entscheide gibt es im Fussball immer wieder – jedes Wochenende in irgendeiner bedeutenden oder weniger bedeutenden Liga dieser Welt. Der YB-Trainer Adi Hütter reagierte besonnen darauf, dass sein Antipode Didier Tholot die Pressekonferenz vorzeitig verliess, nachdem er gesagt hatte, dass er «als Bestohlener» keine Lust habe, die Partie zu analysieren. Hütter sagte, dass er die Enttäuschung verstehe und man bei Gelegenheit «gründlich über diese Regel sprechen» könne. Kann man, wird übrigens vom Fifa-Regelboard auch gemacht. Dass diese Bestrafungs-Kaskade eintritt, ist aber keine Verfehlung des Schiedsrichters.

Christian Constantin will sich damit nicht zufriedengeben. Er hat angekündigt, gegen den Schiedsrichter eine Strafanzeige wegen Betrugs einzureichen – und will damit eine Wiederholung des Spiels erzwingen. Der Entscheid sprenge das Mass des Erträglichen sagt Constantin, er wolle in diesem Fall nicht an die Liga gelangen, dort töne es immer gleich: Tatsachen-Entscheid. Ob ein Strafgericht dies anderes beurteilt, ist mehr als fraglich, aber Constantin hat in seiner bekannten Art eine Drohkulisse aufgebaut. Dazu gehört der vorzeitige Abgang des Trainers an der Pressekonferenz, dazu gehört, dass die Sittener Spieler sagten, der Schiedsrichter habe ihnen zuerst mitgeteilt, der Flug von Sulejmani sei «eine Schwalbe» gewesen. Dann habe der Schiedsrichter aber plötzlich auf Penalty entschieden.

Dass Constantin in Rücklage die zivilen Gerichte bemüht, ist keine Neuigkeit. Der Vorfall ist auch vor dem Hintergrund der schwindenden sportlichen Perspektiven der Walliser zu sehen: kein Sieg im Cup-Final nach der Halbfinal-Niederlage gegen den FCZ, vielleicht keine Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb. Das alles bedeutet einen Wertverlust, und es bedeutet vor allem, dass Constantin für den finanziellen Schaden in Millionenhöhe aufkommen muss. Das kann die Temperatur in die Höhe treiben. Umso mehr, wenn das Spiel noch verloren geht.

Der Schwede Gerndt verwertete eine Flanke kurz vor dem Ende volley zum 3:2 für die Berner. Zu allem Walliser Elend verletzte sich der Sittener Verteidiger Pa Modou noch am Kopf. Fast reglos lag er auf der Bahre im Kabineneingang und musste mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Spital übergeführt werden.


http://www.nzz.ch/sport/fussball/wallis ... 1.18711826

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. März 2016, 21:46 
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13.03.2016

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Constantin zeigt Schiri wegen Betrug an

von Peter Berger - Sion fühlt sich nach der 2:3-Niederlage in Bern betrogen. Boss Christian Constantin will deshalb Schiri Sascha Amhof vor Gericht zerren.

Die Gemüter der Walliser sind überhitzt nach dem Spiel gegen YB. Trainer Didier Tholot verlässt die obligatorische Medienkonferenz mit dem einzigen Satz: «Es ist nicht gut, wenn sich ein Bestohlener äussert.» Schon vorher hat Präsident Christian Constantin in den Katakomben Klartext gesprochen: «Ich akzeptiere das nicht, ich werde nicht beim Verband oder der Liga intervenieren, sondern bei einem Gericht den Schiedsrichter wegen Betrugs anzeigen.» Dieses Vorgehen wäre ein Novum.

Die entscheidende Szene hatte sich in der 68. Minute erreignet: YB-Spieler Miralem Sulejmani wird aus einer Offsideposition lanciert, Sions Goalie Andris Vanins wirft sich ihm entgegen, berührt ihn aber nicht. Schiedsrichter Sascha Amhof zeigt dem Keeper trotzdem die Rote Karte.

Den fälligen Penalty verwertet YB-Goalgetter Guillaume Hoarau mit seinem zweiten Elfmeter-Treffer an diesem Nachmittag zum 2:2. «Das war die Schlüsselszene der Partie», gibt YB-Trainer Adi Hütter zu und verschweigt nicht, dass sie «sehr, sehr glücklich für uns ist.» Die Walliser reklamieren zudem, dass Amhof in einer ersten Reaktion Sulejmani wegen Schwalbe habe verwarnen wollen. Wie auch immer. «Hätte er das Offside abgepfiffen, wäre es nicht zu dieser Situation gekommen», ergänzt Hütter. So aber kam Alexander Gerndt in der 90. Minute noch zum YB-Siegestor.

Auch Captain Steve von Bergen gestand, dass der Penaltypfiff ein Geschenk war. «Aber aus YB-Sicht sagen wir: Sulejmani hat da gut gespielt.» Obwohl die Berner Protagonisten einräumten, dass der Sieg glücklich war, so betonten sie aber auch unisono, dass der Erfolg verdient gewesen sei. In der Tat hatten die Berner ein Chancenplus und verdienten sich die reine Weste. Sie sind im 2016 mit zwei Unentschieden und drei Siegen weiterhin ungeschlagen.

Sions Pa Modou muss ins Spital

Die emotionale Begegnung zwischen YB und Sion (3:2) endete mit einem unschönen Zusammenstoss. YB-Verteidiger Florent Hadergjonaj und Sions Pa Modou stiessen beim Luftduell mit den Köpfen zusammen. Während Hader­gjonaj mit einem dicken Verband um den Kopf davonkam, erwischte es Pa Modou schlimmer. Der 26-Jährige aus Gambia wurde nach einer ärztlichen Erstversorgung im Stadion ins Spital in Bern eingeliefert.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... n-12156235

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. März 2016, 21:54 
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jetzt dreht er wieder durch, der constantin. :roll:
solche umstrittene entscheidungen hat es schon immer gegeben und wird wird es ohne den videobeweis immer geben!


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 Beitrag Verfasst: Montag 14. März 2016, 17:58 
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Hoaraus Torquote

Die YB-Noten: Bei den Young Boys brilliert gegen Sion (3:2) kein Akteur. Richtig schwach ist aber auch keiner.

Yvon Mvogo Note 4
Bei den zwei Gegentoren machtlos. Ansonsten kaum geprüft, agierte sachlich und souverän.

Florent Hadergjonaj Note 4,5
Wie seine Teamkollegen mit ungewöhnlich vielen Auf und Abs. Mal mit starken Vorstössen, mal mit läppischen Ballverlusten. So schlug er in der 90. Minute die tolle Flanke zum Siegtor Gerndts –und verlor in der Nachspielzeit in personeller Überzahl anfängerhaft den Ball. Sion durfte noch einmal angreifen – und Hadergjonaj schlug bei der letzten Flanke heftig den Kopf mit Pa Modou zusammen. Er lief mit Brummschädel (und Turban auf dem Kopf) in die Kabine, sein Gegenspieler musste sogar zur Untersuchung ins Spital.

Steve von Bergen Note 4,5
Kampfstark, robust, ein Leader in der Abwehr. Aber beim zweiten Gegentor kommt er gegen Schlitzohr Theofanis Gekas eine Schuhspitze zu spät.

Alain Rochat Note 4
Fiel nicht auf und nicht ab – und erledigte seinen Part an der Seite des dominanten von Bergen unaufgeregt, aber ohne Brillanz.

Jan Lecjaks Note 3,5
Oft am Ball, selten mit einer richtig starken Flanke. Defensiv nicht immer stilsicher gegen den wirbligen Ebenezer Assifuah.

Yoric Ravet Note 4,5
War wie immer fleissig, bestritt viele Zweikämpfe, kurbelte das Spiel an. Aber der Franzose war für einmal nicht besonders gefährlich – und vergab kurz vor Spielende alleine vor dem Sion-Tor fast schon kläglich das 3:2.

Milan Gajic Note 4
Ein smarter Ballverteiler – aber mit dem Ballverlust vor dem 0:1.

Leonardo Bertone Note 3,5
Stand wieder einmal in der Startformation – und ersetzte Supertalent Denis Zakaria, das eine Pause erhielt. Bertone gelang es selten, Einfluss zu nehmen.

Miralem Sulejmani Note 3,5
Dem Serben glückte wenig. Aber er holte mit einer Schwalbe den zweiten Elfmeter für YB heraus.

Guillaume Hoarau Note 4,5
Verwandelte zwei Elfmeter (den zweiten mit Glück) und hat nun in sechs Rückrundenspielen achtmal getroffen! Es müssten sogar mehr Tore sein: Hoarau vergab gegen Sion zweimal kläglich. Zudem mit einigen Fehlern.

Yuya Kubo Note 3,5
Emsig, aber ohne Fortune. Der Japaner probierte einiges, blieb aber fast immer hängen.

Denis Zakaria Note 4,5
65. Minute für Bertone. Fand sofort ins Spiel, gute Aktionen.

Alexander Gerndt Note 5
65. Minute für Kubo. Engagiert – und mit Traumtor zum 3:2.

Philipp Zulechner Note 3
74. Minute für Sulejmani. Der Österreicher vertändelte in der Schlussphase oft den Ball, traf selten die richtige Entscheidung und agierte glücklos.

Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/hocke ... y/31401776

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