 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 21. Februar 2016, 12:14 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
20.02.2016  Zitat: YB-Wüthrich lobt seinen Goalie
«Yvon hat uns heute mit zwei Paraden gerettet!»
YB besiegt den FC Thun mit 2:1. BLICK ist nach dem Spiel auf Stimmenjagd gegangen. Was Wüthrich, Buess und Mvogo zu erzählen haben, sehen Sie im Video. http://www.blick.ch/sport/fussball/yb-w ... 10994.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 21. Februar 2016, 20:40 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
21.02.2016  Zitat: YB-Noten: Mvogo und Hoarau stark
Beim 2:1-Sieg im Derby gegen Thun brilliert YB-Torhüter Yvon Mvogo in der Schlussphase mit starken Paraden. Die Offensivspieler Guillaume Hoarau und Yuya Kubo agierten ebenfalls überzeugend - und kein Akteur der Young Boys enttäuschte.
Yvon Mvogo Note 5,5 Erneut, wie eine Woche zuvor in Vaduz (1:1) mit einer überragenden Leistung. Nachdem Mvogo 73 Minuten nahezu beschäftigungslos gewesen war, rettete der Goalie in der Schlussphase mit vier starken Paraden den YB-Sieg.
Florent Hadergjonaj Note 4,5 Lange Zeit auffällige Leistung, druckvoll und schwungvoll. Der Flankenspezialist flankte aber für einmal wenig überzeugend.
Steve von Bergen Note 5 Robust, zweikampfstark, aufmerksam. Der Routinier war meistens auf der Höhe und hielt die YB-Defensive zusammen.
Grégory Wüthrich Note 5 Auch der Youngster gefiel im Abwehrzentrum mit aufsässiger Leistung. Ab und zu recht hart im Zweikampf, mit einigen Fouls.
Jan Lecjaks Note 4 Deutlich besser als in Vaduz, aber auch mit schwächeren Aktionen. Schaltete sich immerhin regelmässig ins Vorwärtsspiel ein.
Yoric Ravet Note 5 Der Franzose war ein Aktivposten, mit vielen Ballkontakten und guten Ideen. Leitete einige gefährliche YB-Angriffe ein.
Denis Zakaria Note 4 Mit einer ordentlichen Vorstellung, dominierte das Zentrum, einige Balleroberungen. Eine bessere Note zerstörte sich der Aufbauer mit seiner ungestümen Aktion in der Schlussphase, als er einen Elfmeter verschuldete.
Milan Gajic Note 5 Stand mal wieder in der Startformation – und agierte wie meistens ballsicher, umsichtig, ruhig. Gefiel als Stratege, traf meistens die richtige Entscheidung.
Miralem Sulejmani Note 4 Der Serbe ist ein Ballkünstler, sein linker Fuss vermag Aussergewöhnliches zu leisten. Vor der Pause oft am Ball, nicht immer zielstrebig. Und: Baute stark ab.
Yuya Kubo Note 5 Licht und Schatten wechselten sich beim Japaner ab. Auf Kunstrasen ist Kubo ein Gewinn für YB, weil er technisch stark ist. Kombinierte hübsch mit Ravet und Sulejmani. Holte den Penalty zum 1:0 heraus, schoss das 2:0. Aber auch mit rätselhaften Fehlpässen – und mit kläglichem Abschluss, als er aus wenigen Metern völlig freistehend das 3:0 verpasste und weit übers Tor schoss.
Guillaume Hoarau Note 5,5 Es war nicht einfach für ihn, weil er oft mit dem Rücken zum Tor angespielt wurde. Letztlich aber mit Treffer und Assist ein Matchwinner. Zudem legte er die Bälle immer wieder klug ab.
Alexander Gerndt Note 4 64. Minute für Sulejmani. Umtriebig, ohne aufzufallen. Wurde mehrmals nicht ideal angespielt, als er sich gut freigelaufen hatte.
Raphael Nuzzolo ohne Note 74. Minute für Ravet. Solid, hielt den Ball, ohne viel Einfluss.
Leonardo Bertone ohne Note 85. Minute für Gajic. Spät eingewechselt, während Sékou Sanogo auf der Bank blieb. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10802918
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 21. Februar 2016, 20:43 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
21.02.2016  Zitat: YB hat den FC Thun im Griff
Die Young Boys sind die Derbykönige im Kanton Bern. Sie gewinnen auch das dritte Duell in dieser Saison gegen den FC Thun. Beim 2:1-Heimsieg ist YB das deutlich bessere Team – kommt am Ende aber noch ins Zittern.
Wer sucht, der findet. Es gibt tatsächlich eine meisterliche YB-Bilanz – in den Derbys gegen den FC Thun halten sich die Young Boys in dieser Saison makellos. Im letzten August hatte sich YB nach drei Unentschieden zum Start und der Entlassung von Trainer Uli Forte 3:1 durchgesetzt, im Herbst folgte der 1:0-Sieg im Oberland. Und am Samstagabend siegten die grösstenteils klar überlegenen Young Boys mit 2:1. «Das ist ein wertvoller Sieg für uns in einer wichtigen Phase», sagt Adi Hütter. «Wir gewannen verdient, kamen aber am Ende noch einmal ins Zittern, weil wir zuvor unsere Chancen nicht verwertet hatten.»
Der YB-Trainer dankt noch seinem Torhüter Yvon Mvogo für dessen starke Paraden in der Schlussphase. Es ist kein gutes Zeichen für die Stabilität seiner Mannschaft, gelang es YB nicht, gegen das schwache Thun souverän zu reüssieren.
Thun zu leichtgewichtig
Mvogos Interventionen ersparten den Young Boys jedenfalls unliebsame Debatten. Mit dem Erfolg distanziert YB den kleinen Kantonsrivalen in der Rangliste wieder um sieben Punkte – aber weil GC am Sonntag gegen Sion 3:0 siegte, beträgt der Rückstand auf den Zweiten weiter vier Punkte. Und: Ohne die drei Derbys würde Thun zwei Punkte mehr auf dem Konto haben!
Im Stade de Suisse war am Samstag lange Zeit jener Klassenunterschied zwischen YB und Thun offensichtlich, den man angesichts der zwei Kader erwarten darf. Die Young Boys kombinierten gefällig, sie waren aggressiver, spielstärker, besser und erspielten sich gegen erstaunlich passive Gäste ein deutliches Chancenplus.
Sie benötigten allerdings eine ungeschickte Aktion von Thuns Keeper Guillaume Faivre, der Yuya Kubo im Strafraum zu Fall brachte, um in Führung zu gehen. Hoarau bezwang Faivre im Penaltyduell der Guillaumes in der 19. Minute. An der Spielrichtung änderte das wenig, die Thuner liefen hinterher, sie waren artige Gäste und viel zu leichtgewichtig. Vor allem im Mittelfeld, wo Vorkämpfer Dennis Hediger gesperrt fehlte, offenbarten die Oberländer massive Probleme.
YB erst zweimal Zu-Null
Erst in der 73. Minute tauchte der FC Thun erstmals gefährlich vor dem YB-Tor auf. Da lag er bereits 0:2 zurück, nachdem Sandro Lauper in der 63. Minute einen fürchterlichen Fehlpass gespielt hatte – und gleich fünf Thuner Spalier gestanden und damit Hoarau die Vorarbeit von Kubos Treffer ermöglicht hatten. Erst in der Schlussphase wehrte sich Thun, es war nun – endlich – eine packende Begegnung, in der die lange Zeit stilsicheren Young Boys ins Wanken kamen. Der Favorit fiel aber nicht, obwohl er sich im Umgang mit Grosschancen erneut seltsam grosszügig erwies.
Ähnlich unbeholfen wie Faivre und beinahe an gleicher Stelle verschuldete YB-Youngster Dennis Zakaria in der 88. Minute einen Elfmeter, den Roman Buess zum Anschlusstor verwandelte. Am Sieger der Veranstaltung änderte das nichts, aber das Gegentor passte zu dieser in vielerlei Hinsicht mageren Saison der Young Boys. Sie haben nach 21 Spieltagen erst zwei Zu-Null-Partien auf dem Konto (4:0 gegen Vaduz, 1:0 in Thun)! Auf der anderen Seite haben sie erst dreimal mehr als ein Gegentor erhalten.
Das Berner Derby vom 20. Februar 2016 wird nicht lange in Erinnerung bleiben. Beide Teams hätten noch je einen Handselfmeter zugesprochen erhalten müssen. Und vielleicht hat Adi Hütter am Samstag die richtige Besetzung fürs zentrale Mittelfeld gefunden. Alle vier Kandidaten sind ja eher defensiv orientiert, und vermutlich passt der ballsichere, routinierte Stratege Milan Gajic besser zum hoch begabten Denis Zakaria als Sékou Sanogo und Leonardo Bertone.
«Es sind vier starke Spieler», sagt Hütter, «das erlaubt mir, je nach Gegner und Ausrichtung auszuwählen.» Für Milan Vilotic hatte der YB-Coach am Samstag nicht einmal mehr Platz auf der Ersatzbank gefunden. Der Serbe dürfte der teuerste, prominenteste Tribünengast der Super League sein.
Wenig Zuschauer
Die personellen Möglichkeiten des FC Thun sind naturgemäss etwas bescheidener. Nach zwei glückhaften Last-Minute-Erfolgen zu Beginn der Rückrunde erlitt er in Bern einen kleinen Rückschlag. Besonders viele Menschen wurden jedoch nicht Zeuge von einer weiteren Niederlage gegen YB. Wohlwollend gezählte rund 13 500 Zuschauer weilten bei nasskalter Bedingung im Stadion. Vor einem halben Jahr waren es beim Derby im Jubiläumsspiel «10 Jahre Stade de Suisse» mit verbilligten Eintrittspreisen noch über 27 000 gewesen.
Ein kleiner Schritt, um beim Publikum verlor gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen, immerhin ist YB am Samstag gelungen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31901998
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 21. Februar 2016, 20:56 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
21.02.2016  Zitat: Berner Befreiung, Thuner Trotz
Die Akteure der Young Boys reagieren erleichtert über den ersten Sieg 2016. Und im Thuner Lager legt man den Fokus nach der Niederlage sofort auf das Heimspiel gegen Basel.
Seit der Winterpause wird YB-Torhüter-Supertalent Yvon Mvogo nicht mehr von Paolo Collaviti, sondern von Stefan Knutti trainiert. Und wie bereits eine Woche zuvor in Vaduz brillierte der 21-jährige Goalie auch im Derby gegen Thun. «Es war nicht einfach, weil ich lange wenig zu tun hatte», sagt Mvogo, «aber ich blieb konzentriert und freue mich, konnte ich dem Team gegen Ende des Spiels helfen.»
Auch seine Mitspieler sind nach dem Erfolg gegen den FC Thun gut gelaunt. Florent Hadergjonaj erklärt, man habe stark auf die ungenügende Leistung in Vaduz reagiert. «Wir dominierten klar und siegten souverän», sagt Hadergjonaj, «auch in der Schlussphase hatten wir das Geschehen im Griff.» Grégory Wüthrich schliesslich meint, dass diese drei Punkte wichtig seien, weil man nun in Ruhe weiterarbeiten könne. «Wir wurden durch die vielen Unentschieden ein wenig zurückgebunden. Aber gegen Thun ist uns eine gute Leistung gelungen.»
Hadergjonajs Erinnerung
Nachdem YB in den neun Partien zuvor nur einmal gewonnen (2:1 gegen St. Gallen), aber gleich sechsmal 1:1 gespielt hat, reagieren die Akteure der Young Boys erleichtert auf den Derbysieg. «Leider haben wir viele Chancen vergeben», sagt Wüthrich, «wir hätten ja 3:0 oder 4:0 führen müssen, bevor Thun erstmals gefährlich wurde.» Hadergjonaj fühlt sich ans Spiel gegen St. Gallen Ende November erinnert. «Damals hatten wir 15 Topmöglichkeiten und siegten doch nur knapp.»
Im Thuner Lager ist die Stimmung nach der Niederlage derweil deutlich schlechter. «Wir hatten uns viel mehr vorgenommen», sagt Roman Buess. «Doch wir liefen lange nur hinterher und kamen nicht ins Spiel.» Am Ende habe sein Team aber Moral bewiesen. «In der Schlussphase waren wir das bessere Team und kamen zu einigen Gelegenheiten.» Über sein neuntes Saisontor könne er sich nicht richtig freuen. «Ich hätte lieber gewonnen und kein Tor erzielt.» Es sei nun wichtig, den Schwung aus den letzten Minuten mitzunehmen und im Heimspiel gegen Basel von Anfang an bereit zu sein.
Schindelholz mit Premiere
Auch Nicolas Schindelholz, wie Buess ein Basler, denkt bereits wenige Minuten nach der Partie im Stade de Suisse an den FCB. «Gegen Basel müssen wir es besser machen und das zeigen, was uns stark macht.» Es habe gegen YB ab und zu an der Kompaktheit gefehlt, deshalb sei man nicht in die Zweikämpfe gekommen. Schindelholz agierte in Abwesenheit des gesperrten Dennis Hediger erstmals in der Super League als Thuner Captain. «Das ist eine Ehre», sagt Schindelholz, «spielt aber letztlich keine grosse Rolle.»
Eine Chance erhalten die Thuner in dieser Saison noch, zumindest einen Punkt gegen YB zu ergattern. Für Yvon Mvogo ist es aber ohnehin keine Frage, wer die Nummer 1 im Kanton Bern ist. «Es gibt hier im Kanton doch sowieso nur einen Fussballklub», sagt er schmunzelnd. Noch mehr als der Goalie wurde von den Fans nach dem Derbysieg nur einer besungen – sein ehemaliger Goalietrainer.
Paolo Collaviti war vom Verein offiziell für seine Verdienste geehrt worden, die Anhänger hatten eine prächtige Choreografie zu Ehren des langjährigen YB-Torhüters und Klubangestellten erstellt und feierten ihn immer wieder mit Sprechchören. Collaviti lehnte das Angebot des Vereins ab, im Nachwuchs weiterzuarbeiten. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31189093
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 21. Februar 2016, 20:58 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
21.02.2016  Zitat: Jeff Saibene: «Wir bezahlten Lehrgeld»
Thun-Trainer Jeff Saibene macht nach der Niederlage seines Teams einen gefassten Eindruck und spricht der jungen YB-Leihgabe Sven Joss ein Kompliment aus.
Jeff Saibene, mit der Leistung Ihres Teams gegen YB können Sie nicht zufrieden sein. Jeff Saibene: Na ja, wir bezahlten halt etwas Lehrgeld. YB ist ein Topteam und vermochte unsere Fehler auszunützen. Aber im Grossen und Ganzen bin ich mit der Leistung schon zufrieden.
Sie schickten eine junge Mannschaft auf den Platz, da ist das zu bezahlende Lehrgeld doch fast programmiert... Das ist eben unsere Philosophie, wir setzen auf junge Kräfte. Wir sind ja fast dazu gezwungen, aber das ist auch kein Problem. Nehmen Sie Sven Joss als Beispiel. Ihm gelang eine ausgezeichnete, fast fehlerlose Partie.
Ist diese erste Rückrundenniederlage gegen YB als Rückschlag für den FC Thun zu werten? Das würde ich nicht so sagen. Wir haben nun mal verloren, das kann passieren. Wie bereits gesagt: Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Einige meiner Spieler konnten ihr Potenzial nicht ausschöpfen, das würde ich nicht überbewerten.
Dennis Hediger, Ihr Captain, fehlte im Mittelfeld spürbar. Klar, er ist ein wichtiger Spieler für uns. Vor allem kämpferisch und kommunikativ. Doch Sandro Wieser oder auch der junge Sandro Lauper machten ein gutes Spiel im zentralen Mittelfeld.
In einigen Szenen schienen Sie mit den Entscheiden des Schiedsrichters nicht zufrieden zu sein. Stimmt dieser Eindruck? Ach, dazu möchte ich mich eigentlich nicht äussern. Aber das Spiel war aus meiner Sicht in keiner Phase gehässig. Wenn man dann nach dem ersten Foul direkt die Gelbe Karte zieht, finde ich das etwas übertrieben. Und es zeugt von mangelndem Feingefühl.
Am nächsten Wochenende wartet nun der FC Basel. Da werden wohl keine Punkte budgetiert sein. Das sehe ich nicht so. Mir müssen aus unseren Fehlern lernen, dann ist vieles möglich. Ausserdem kehren einige wichtige Spieler zurück ins Team. Dennis Hediger wird nach seiner Gelbsperre wieder mitwirken können, Michael Siegfried ist ebenfalls auf gutem Weg nach seiner Verletzung. Und nicht zu vergessen Nelson Ferreira. Einen wie ihn kannst du als Trainer immer einsetzen. Er kann gegen Ende eines Spiels nochmals richtig Schwung hineinbringen.
An Alternativen scheint es auch in der Abwehr und im Sturm nicht zu mangeln. Das ist für einen Trainer aber auch eine herausfordernde Aufgabe. Absolut. Ich habe viele Spieler im Kader, die über grosse Qualitäten verfügen. Aber ich finde derzeit teilweise keinen Weg, sie einzusetzen. Norman Peyretti ist so ein Beispiel. Ich habe selten einen Akteur gesehen, der aus 18 Metern mit links wie mit rechts präziser aufs Tor schiessen kann. Unter der Woche überzeugte er im Freundschaftsspiel gegen Kriens einmal mehr. Ich halte von ihm sehr viel.
Der Rückrundenstart kann trotz der Niederlage gegen YB als geglückt bezeichnet werden. Wird nun eigentlich die Europa League angestrebt? Ach, wissen Sie, es ist alles sehr eng beisammen, und es sind noch einige Spiele. Es kann alles passieren. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31422558
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 22. Februar 2016, 12:24 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
22.02.2016  Zitat: Wie ein rumpelnder Vorortszug
Die Young Boys feiern im Derby gegen den FC Thun den ersten Rückrundensieg, offenbaren aber im Offensivspiel erschreckend viele Mängel.
Im Sport verblassen Erinnerungen an gute Momente nicht so schnell, wenn die Gegenwart wenig Erbauliches zu bieten hat. Im Falle der Young Boys mag das ein bisschen gar schwarzseherisch tönen, sind sie doch in der Rückrunde immer noch ungeschlagen. Nach zwei schmeichelhaften Unentschieden gegen GC und Vaduz feierten sie am Samstag gegen den Kantonsrivalen Thun den ersten Sieg in einem Wettbewerbsspiel. Hoarau mittels Strafstoss und Kubo nach einem Katastrophenpass des jungen FCT-Spielers Lauper erzielten die beide Berner Tore. Doch richtig glücklich machte das, was das Heimteam dem spärlich erschienenen Anhang – offiziell wurden 13'457 Zuschauer gemeldet – bot, kaum jemanden.
Viel Sisyphusarbeit
Wohl erhielten die Sieger am Ende einer lange Zeit schwachen und konfusen Partie vom Fanblock im Sektor D die übliche gesangliche Huldigung. Und wohl gab es für Goalie Yvon Mvogo einen Sonderapplaus für mehrere Grosstaten in der kurzen Sturm-und-Drang-Phase der Thuner. Doch wenn die YB-Supporter das eben Geschehene mit einer gewissen Nüchternheit betrachteten, so konnten sie nicht zufrieden sein. Ja: YB war dem Gegner spielerisch überlegen gewesen.
Und ja: YB verpasste es nach der 2:0-Führung, «den Sack zuzumachen», wie es Trainer Adi Hütter auf den Punkt brachte. Ansonsten war von dem, was der Österreicher von seiner Mannschaft sehen will, vieles nur in Bruchstücken erkennbar. Es fehlte nicht an Versuchen, den Gegner früh unter Druck zu setzen und ihm den Ball abzuluchsen. Weil aber das Spielgerät häufig schon in den nächsten Sekunden wieder verloren ging, kam einem unweigerlich Sisyphus in den Sinn.
Vom Hütter-Express, von dem der Boulevard und Teile des Publikums nach den zum Teil fulminanten Siegen im ersten Monat schwärmte, ist schön länger nicht mehr viel zu sehen. Um bei der Eisenbahner-Sprache zu bleiben: Seit der Nationalmannschaftspause im Oktober ist YB ein rumpelnder Vorortszug, der immer wieder mal kurzzeitig durch einen technischen Defekt gestoppt wird. Von den letzten 10 Meisterschaftsspielen konnten die Berner nur noch deren zwei gewinnen, sechsmal teilten sie die Punkte, im Cup-Viertelfinal scheiterten sie am kriselnden FCZ – für einen Titelaspiranten ist das kein gutes Zeugnis.
Hütter dreht an vielen Schrauben
Das weiss auch Hütter, der jeglichen Schlendrian im Keime zu ersticken versucht, seit er in Bern ist. Fleissig dreht der Perfektionist an den Schrauben herum, die ihm zur Verfügung stehen. Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten und Meriten für den Club nimmt er nicht. Wenn ein Spieler die geforderte Leistung nicht bringt, so landet er wie der vor zwei Jahren für viel Geld erworbene Milan Vilotic auf der Ersatzbank oder gar auf der Tribüne.
Was nicht zwingend heisst, dass er keine zweite Chance mehr kriegt: Milan Gajic und Raphaël Nuzzolo, die beide von Hütter auch schon aus dem Aufgebot gestrichen wurden, haben sich mit guten Trainingsleistungen in die Mannschaft zurückgekämpft. Gegen Thun besetzte Gajic an der Seite von Denis Zakaria das zentrale Mittelfeld, Nuzzolo kam knapp 20 Minuten vor Schluss für Ravet ins Spiel.
Ein 19-Jähriger als Lastesel
Die erneute Rochade im Zentrum zeigt auch, wie unzufrieden Hütter mit Sékou Sanogos Leistung in Vaduz war. Er will Spieler sehen, die einerseits Präsenz markieren, andererseits aber auch mal schnellen Schrittes Richtung gegnerisches Tor vorpreschen. Zakaria ist so ein Typ, doch der ist kürzlich erst 19 geworden und stand vor 12 Monaten noch bei der U-21-Auswahl von Servette im Einsatz. Diesen Umstand gilt es zu berücksichtigen, wenn man das ungestüme Einsteigen gegen Rojas im eigenen Strafraum beurteilt, welches zum späten Thuner Anschlusstor führte.
Man wird generell den Eindruck nicht los, dass insgesamt zu viel auf den schmalen Schultern des jungen Genfers lastet. Akteure wie Gerndt und Sulejmani, die aufgrund von Renommee und Erfahrung beim Tragen der Offensivlast helfen sollten, sind derzeit vorwiegend mit eigenen Problemen beschäftigt. Bei Ravet und Kubo wechseln gute und schlechte Aktionen in bunter Folge. Der einzige konstante Faktor im Angriffsspiel ist eigentlich Rückkehrer Hoarau, der auch im Hütter-System eine unverzichtbare Grösse ist. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Wi ... y/14330276
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 82 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |