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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Samstag 23. Januar 2016, 17:49 
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Schönes Erlebnis für mitgereiste Fans

Am Donnerstag machte der heftige Regen einen Strich durch die Rechnung - am Freitag konnte dann bei prächtigem Wetter eine beliebte Tradition hochgelebt werden lassen: Der YB-Staff traf sich nach dem Nachmittagstraining mit den 25 mitgereisten YB-Fans zum Freundschaftskick. Scott Sutter, Raphaël Nuzzolo und Steve von Bergen gesellten sich unter die Zuschauer.

Die Fans starteten schlecht ins Spiel und konnten vor allem die zentrale Achse rund um Adi Hütter, Christian Peintinger, Harald Gämperle und Martin Fryand nicht kontrollieren. So stand es bereits zur Pause 5:0, wobei Assistenztrainer Peintinger doppelt traf. In der zweiten Halbzeit drehten die Fans nach dem 0:6 auf und konnten bis auf 4:6 aufschliessen. In der Schlussphase übernahm der Staff erneut das Zepter und der Fanverantwortliche Sandro Reinhard stellte mit seinen Toren zwei und drei auf das Schlussresultat von 9:5. Zuvor reihten sich auch Adi Hütter und Fredy Bickel in die Torschützenliste ein.

Und auch wenn das Spiel einen Sieger hervorbrachte: Verlierer gab es an diesem Tag keine, sondern viele strahlende Gesichter - mit Ausnahme des YB-Osteopathen, der sich ohne Fremdeinwirkung das Knie verdrehte. Ihm wünschen wir an dieser Stelle rasche Genesung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Montag 25. Januar 2016, 11:26 
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Hütter-Zauber an der türkischen Riviera

Hütters und Peintingers Tanz mit dem Ball, Ärger mit Paderborn, kalte Ohren, Gewinner und Verlierer: Streiflichter vom YB-Trainingslager in Belek.

Die Neuen: Yoric Ravet, Philipp Zulechner und Benjamin Kololli sind nach der Winterpause zu YB gestossen. Wunderdinge haben sie bei ihrem neuen Club noch nicht vollbracht. Der Stärkste des Trios ist wenig überraschend Ravet, der eher noch eine Spur schneller und nicht minder trickreich ist als sein Vorgänger Renato Steffen.

Im Vergleich zum Franzosen ist der vom SC Freiburg ausgeliehene Österreicher Zulechner bisher nur ein laues Lüftchen. Und auch der aus der Challenge League gekommene Kololli dürfte vorerst nicht über den Status eines Ergänzungsspielers hinauskommen.

Die Rückkehrer: Guillaume Hoarau und Steve von Bergen waren im Herbst monatelang verletzt ausgefallen. Rechtzeitig auf die Rückrundenvorbereitung haben sich die beiden Routiniers zum regulären Dienst zurückgemeldet.

In der Südtürkei machten sie das ganze Programm mit – und blieben schmerzfrei, wie sie mehrmals versicherten. Für die Young Boys sind das «good news», denn echte Führungsfiguren hat der Club nicht viele.

Die Gewinner: Ende Hinrunde hatte es so ausgesehen, als hätten es sich Raphaël Nuzzolo und Milan Vilotic mit Trainer Adi Hütter verspielt.

Nach drei Wochen Vorbereitung präsentiert sich die Situation für die beiden schon wieder weit freundlicher: Mit guten Trainingsleistungen haben sie bei Hütter Punkte gesammelt und gehörten zu jenen elf Spielern, die beim letzten Test gegen Graz (1:4-Niederlage) begannen.

Die Überzähligen: Im Gegensatz zu Alexander Gonzalez durfte Samuel Afum ins Trainingslager mitkommen, weil mehrere türkische Erstligisten in den letzten Wochen ein gewisses Interesse am Ghanaer gezeigt hatten und ihn in Belek beobachten wollten.

«Hätte Samy gegen Steaua Bukarest eine seiner zwei Topchancen genutzt, hätte er jetzt möglicherweise schon einen Vertrag im Sack», sagt YB-Sportchef Fredy Bickel. Doch nun reiste er gestern mit seinem Noch-Arbeitgeber in die Schweiz zurück.

«Für seine Karriereentwicklung wäre es enorm wichtig, dass sich in den nächsten Tagen etwas konkretisiert», hofft Bickel. Mit Gonzalez, der sich bis auf weiteres mit der U-21-Auswahl fit zu halten versucht, unterhält sich der Sportchef diese Woche über die Zukunft.

Das Österreicher-Quartett: Die Gruppe Austria hat sich im neuen Jahr verdoppelt. Zu Adi Hütter und seinem Assistenten Christian Peintinger sind neu Andreas Biritz (Physiotherapeut) und Philipp Zulechner gestossen.

Dass sie gemeinsam Gesellschaftsspiele machen oder essen gehen, scheint eher unwahrscheinlich, da Zulechner vom Status und vom Alter her nicht zu den drei anderen passt. Dass sich Hütter und Peintinger fast blind verstehen, wenn es um Fussball geht, zeigte sich in einem lockeren Trainingsspiel, in dem die beiden einstigen Profikicker Doppelpass an Doppelpass reihten.

Die YB-Fans: Über 20 YB-Supporter zwischen 21 und 71 Jahren reisten mit dem Team in die Südtürkei, um Trainings und Testspiele hautnah mitzuerleben. Als kleine Belohnung gibts jeweils im Teamhotel einen Apéro mit Spielern, Trainern und sportlicher Führung.

Und was eine nicht minder schöne Tradition geworden ist: einen Plauschmatsch zwischen dem YB-Staff und den Fans. In Belek waren die Kräfteverhältnisse klar verteilt: Der Staff unter Führung der Mittelfeldstrategen Hütter und Peintinger gewann 9:5.

Der Pechvogel: Kein Trainingslager ohne zumindest kleinere Blessuren und «Bobos». Bei YB traf es Sulejmani (schmerzhafte Prellung), Zulechner (Oberschenkel) und Benito (Hüfte). Keiner der drei habe «etwas Ernsthaftes abgekriegt», sagte Bickel wenige Stunden vor der Abreise.

Und Denis Zakaria, der die ganze Zeit mit einer Kniestütze trainierte? Er habe schon vor dem Trainingslager Schmerzen im Knie verspürt, «möglicherweise ein Problem der Überbelastung», vermutet Bickel.

Weitaus am ärgsten traf es Physio-therapeut Fred Stalens, der sich im Plauschmatch gegen die YB-Fans ohne gegnerische Einwirkung das Kreuzband riss.

Mütze und Handschuhe: Obwohl es an zwei, drei Tagen ordentlich Niederschläge gab, herrschten in Belek optimale Trainingsbedingungen. Die Naturrasenplätze präsentierten sich in tadellosem Gewand: topfeben wie englische Anlagen, sattestes Grün, ein Drainagesystem, welches auch nach stundenlangem Starkregen noch einwandfrei funktionierte.

«Was willst du mehr», rühmte Hütter. Wenn es denn ein Haar in der Suppe gab, dann war es der eiskalte Wind, der bei den abendlichen Testspielen gegen Steaua Bukarest und Sturm Graz durchs offene Stadion Gloria-Center wehte. Wer nicht Mütze, Handschuhe und dicke Winterjacke trug, der kam ins Schlottern – inklusive Trainerstaff an der Linie, welcher sich gemäss Bickel schier Ohren und Hände abfror.

Ärger mit Paderborn: Die YB-Delegation fühlte sich im 5-Stern-Hotel Regnum Carya sehr wohl und liess für das nächste Wintertrainingslager bereits wieder Zimmer reserviert.

Nicht richtig warm wurden die Berner mit den Berufskollegen des SC Paderborn (2. Bundesliga), die sich zum Teil wie Halbgötter aufführten in der Nobelherberge und sich auch schon mal ohne zu fragen Velos ausliehen, die für YB reserviert waren. Ob das Verhalten mit der Persönlichkeit von Trainer Stefan Effenberg zu tun hat, der nicht gerade für Anstand und Respekt bekannt ist?


http://www.derbund.ch/sport/fussball/hu ... y/21733628

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 27. Januar 2016, 15:03 
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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 28. Januar 2016, 11:15 
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Ruhige Tage bei YB

Ende Januar schliesst das internationale Transferfenster. Die Young Boys werden keinen Spieler mehr verpflichten. Möglich aber, dass ein Verteidiger die Berner noch verlässt.

Im Dezember meinte Georg Heitz, es werde eine ruhige Transferperiode für den FC Basel. Der Sportchef sollte sich ­täuschen, im Januar sorgte der Ligakrösus fast täglich für Schlagzeilen. Mit Mohamed Elneny, Albian Ajeti, Yoichiro Kakitani und Zdravko Kuzmanovic verliessen gleich vier Akteure den Tabellenführer. Dafür kamen Renato Steffen, Andraz Sporar und Alexander Fransson. Zudem stiftete die Personalie Breel Embolo Unruhe, am Dienstag wurde bekannt, dass der FCB ein Angebot von Wolfsburg über 30 Millionen Franken abgelehnt hatte.

Bei den Young Boys ist es derweil nach dem Transfertheater um Steffen vergleichsweise ruhig. Napoli zeigte in den vergangenen Tagen zwar Interesse an einer Verpflichtung Florent Hadergjonajs, YB teilte den Italienern aber mit, den Rechtsverteidiger nicht verkaufen zu wollen. «Er ist ein cleverer Junge», sagt Sportchef Fredy Bickel über den 21-Jährigen. Und: «Er hat genaue Vorstellungen von seiner Zukunft. Er weiss, dass ein Wechsel ins Ausland noch zu früh kommen würde.»

Interessenten willkommen

Auch über einen Abgang von Sékou Sanogo wurde zuletzt spekuliert, den defensiven Mittelfeldspieler sollen einige deutsche Klub auf ihrer Liste haben. «Bei mir hat sich kein Verein gemeldet», sagt Bickel. Zudem habe Sanogo auch nicht den Wunsch geäussert, YB zu verlassen, meint der Sportchef weiter.

Anders sieht es im Falle von Jan Lecjaks aus. Der Linksverteidiger sondiert den Markt, weil er das Gefühl hat, unter Trainer Adi Hütter nur noch eine untergeordnete Rolle zu spielen. «Wir sind gesprächsbereit», sagt Bickel. Am Tschechen bekundet ein grösserer ausländischer Klub Interesse. Möglich, dass der 25-Jährige in den nächsten Tagen einen neuen Arbeitgeber findet.

Abnehmer gesucht

Derweil ziehen sich die Abgänge der in Bern nicht mehr erwünschten Samuel Afum und Alexander Gonzalez hin. Zumindest bis Ende Januar dürften sich keine Lösungen mehr finden lassen, meint Bickel. Weil aber Transfers in gewisse Länder – etwa die Vereinigten Arabischen Emirate ­– auch noch später möglich sind, bleibt der Sportchef optimistisch.

Klar ist, die Young Boys werden keinen neuen Spieler mehr verpflichten. Es dürften ruhige Tage bleiben in Bern.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10652343

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. Februar 2016, 17:06 
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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Dienstag 2. Februar 2016, 19:31 
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«Es tut uns leid für Sanogo»

Am Dienstag lud YB zur Medienkonferenz vor dem Rückrundenstart. YB-Trainer Adi Hütter äussert sich im Videointerview zur Rückrunden-Vorbereitung und zum geplatzten Sanogo-Transfer.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20546660

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Februar 2016, 09:34 
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Mehr als 18 Pflichtaufgaben

Für YB geht es in der Rückrunde noch um einiges – auch wenn dies auf den ersten Blick wenig plausibel scheint.

Wer in der Liga praktisch jedes zweite Spiel verliert, wer im Cup von einem stark verunsicherten Gegner auf heimischem Kunstrasen ausgebootet wird und wer während der Qualifikationsphase des Europacups weit von seiner Bestform entfernt ist, darf sich nicht wundern, wenn er schon bei Halbzeit der Saison alle Trümpfe verspielt hat.

So bleibt dem BSC YB als Ziel für die zweite Saisonhälfte einzig noch das Erreichen der Champions-League-Qualifikation – was ein Muss ist mit Blick auf die Qualität des Kaders.

Es geht für die Young Boys in diesem Frühjahr also nur noch um die Pflicht, so der Grundtenor. Diese Einschätzung mag mit Blick auf das letzte verbliebene Ziel stimmen. Doch YB richtet den Fokus schon jetzt auf den Sommer, auf die kommende Saison. Unter diesem Aspekt können die Berner in den verbleibenden 18 Spielen noch mehr gewinnen oder bewirken.

Goodwill beim zahlenden Publikum beispielsweise. YB muss versuchen, die Anhänger trotz limitierten sportlichen Perspektiven als zahlende Matchbesucher bei der Stange zu halten. Das bedingt attraktiven und erfolgreichen Fussball. Es muss und kann nicht jedes Spiel so begeisternd sein wie das 4:3 gegen Basel oder das 3:1 gegen GC.

Bedingung sind aber Auftritte, bei denen man der Mannschaft nicht fehlendes Engagement vorwerfen kann. Das war in der Hinrunde längst nicht immer der Fall. Erinnert sei nur an das letzte Spiel 2015 in Luzern, an den lust- und ambitionslosen Auftritt während der ersten Stunde.

Seine Position in Bern noch weiter stärken kann der Trainer, der frische Impulse eingebracht hat und neue Hoffnungen schürt. Seine mehrwöchige Anlauf- und Sichtungszeit in Bern ist abgelaufen, jetzt muss auch er sich an Resultaten messen lassen.

Die Young Boys haben in der Hinrunde nicht versagt, weil im Vorfeld ambitionierte Ziele formuliert wurden.

Was von ihm erwartet wird, ist ein Plan B, falls das favorisierte Pressing-Spiel nicht funktioniert. Und er muss die Mannschaft so weit bringen, dass sie nicht nur auf dem Kunstrasen erfolgreich agiert. Zur Erinnerung: In den ersten 18 Runden konnte YB nur ein Spiel (beim 3:1 in Sion) auf einer natürlichen Unterlage gewinnen.

Nicht unbedeutend ist die Performance in diesem Frühjahr letztlich für die Mannschaft. Siege geben Selbstvertrauen, fördern die Stabilität, erleichtern die Integration neuer Spieler und bestärken darin, auf dem richtigen Kurs zu sein. Der FC Basel ist dafür der beste Beweis.

Nicht gerüstet für die Titeljagd

Die Young Boys haben in der Hinrunde nicht versagt, weil im Vorfeld ambitionierte Ziele formuliert wurden. Eine bescheidenere Vorgabe wäre gar nicht mehr glaubwürdig gewesen. Der Vorwurf ist ein anderer: YB war im letzten Sommer schlicht und einfach nicht gerüstet für die angestrebte Titeljagd.

Wenn der Sportchef und ein Teil der Mannschaft bereits vor den ersten Spiel am Trainer zweifeln, wenn mehrere Akteure bereits angeschlagen in die Saison starten, wenn die Neuverpflichtungen beim Saisonstart erst bei 70 bis 80 Prozent ihres Leistungsvermögens stehen und wenn der Trainer nicht die passende Strategie hat, um mit dem Team den entscheidenden Schritt nach vorne zu machen, dann folgt im Fussball unweigerlich ein Absturz, wie ihn die Young Boys in der ersten Saisonhälfte erlebt haben.

Die Rückrunde bietet YB nun die Gelegenheit, sich so aufzustellen und zu entwickeln, dass die Mannschaft diesmal bereit ist für grössere Taten, wenn es am 23./24. Juli mit der Super League 2016/17 losgeht.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Me ... y/10052389

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Februar 2016, 09:38 
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«Wir waren alle kaputt»

Der lange verschollene Film über die einmonatige Reise durch Asien der YB-Delegation 1961 wird wiederaufgeführt.

Heinz Schneiter und Félix Ansermet erscheinen zum Treffen im Stade de Suisse Wankdorf in feinem Tuch und Krawatte. In Schale geworfen haben sie sich nicht wegen des Interview- und Fototermins mit dem «Bund», sondern wegen der gleichentags stattfindenden Football Awards im Luzerner KKL, zu denen sie von der YB-Führung eingeladen wurden.

Massgeschneiderte Anzüge trugen die beiden Männer auch, als YB vor fast genau 55 Jahren, am 28. Januar 1961, zu einer einmonatigen Fernostreise aufbrach. Die vierfachen Meister um ihren deutschen Trainer Albert Sing sollten an Empfängen und anderen gesellschaftlichen Anlässen, die auf dem reich befrachteten Programm standen, eine gute Figur abgeben.

«Wir wurden vor der Abreise komplett eingekleidet – zwei verschiedene Anzüge, Hemden, Mantel, Schuhe, Hut», erinnert sich Schneiter. «Sogar einen Pyjama erhielt jeder», ergänzt Ansermet grinsend.

Offizielle Termine gab es etliche auf der ausgedehnten Reise, die in die Grossstädte Bangkok, Colombo, Karachi, Saigon, Hongkong, Singapur, Kuala Lumpur und Kairo führte. Dort mussten die Fussballer nicht nur Hände schütteln und smalltalken, sondern jeweils auch ein kurzes Ständchen zum Besten geben.

«Die Gesangsidee hatte Sing, der fand, ein Team mit einem Coach namens Sing müsse doch in der Fremde ein paar Lieder vortragen können», erzählt Schneiter. Die Clubleitung fand Gefallen an dem Vorschlag, worauf Sing die Spieler nach dem Training in ein Innenstadt-Café beorderte, wo gemeinsam an den Gesangskünsten geübt wurde.

Welche Lieder sie probten, ist den beiden rüstigen Senioren nicht mehr präsent. Oder doch? «Ein Seemannslied von Freddy Quinn war darunter», mutmasst Ansermet. «Erinnerst du dich nicht mehr an den Empfang in der Schweizer Botschaft in Hongkong, als Sing den Gastgebern ankündigte: ‹Nun präsentieren wir Ihnen ein Lied aus der Heimat.›» Schneiter lacht herzhaft. «Wie könnte ich das vergessen?»

Fernostreise als Köder

Sing, die grosse Führungs- und Respektsperson bei YB in den 50er- und frühen 60er-Jahren, war auch auf dem Asien-Trip ein zuweilen sehr gestrenger Chef. Als sein Team in einem Freundschaftsspiel gegen die Bangkok Royal Air Force ziemlich neben den Schuhen stand, tobte er hinterher in der Kabine und strich kurzerhand den versprochenen Ausgang.

Nur einen traf den Bannstrahl nicht – den jungen Goalie Ansermet: «Félix, du hast als Einziger gut gespielt und darfst mich in die Stadt begleiten», verkündete Sing mit lauter Stimme. Der Welschfreiburger verstand sich von Anfang an gut mit der Trainerlegende, welche ihn im Sommer 1959 hatte überzeugen können, zu YB zu wechseln.

«Sing sagte mir, er wolle das Team allmählich verjüngen und mich als Nachfolger des alternden Meistergoalies Walter Eich aufbauen.» Ein nicht unwichtiges Argument, den Schritt von Freiburg nach Bern zu machen, sei auch die geplante Fernostreise gewesen.

«Ich war damals ein 21-jähriger Volkswirtschaftsstudent, der von der Welt noch kaum etwas gesehen hatte und überhaupt noch nie geflogen war. Deshalb war die Vorstellung, für mehrere Wochen nach Asien zu verreisen, etwas Gewaltiges.»

Der drei Jahre ältere Teamkollege Schneiter brachte da schon einiges mehr an Reiseerfahrung mit, weil er mit der Nationalmannschaft schon in etlichen Ländern Halt gemacht hatte. Doch auch er kam auf der mehrwöchigen Reise in insgesamt zehn Länder nicht aus dem Staunen heraus.

«Die buddhistischen Tempelanlagen, die Armut in den Strassen von Saigon, die amerikanischen Soldaten in den Strassen der vietnamesischen Metropole, der schwimmende Markt in Bangkok, die Kühe und Fuhrwerke überall: Das war eine mir weitestgehend unbekannte Welt.» Ansermet sagt, die Reise habe ihn stark geprägt. «Ich habe realisiert, in welchem Wohlstand wir in der Schweiz leben.»

Das Ende einer Ära

Für die Spieler war die Exhibition Tour durch zehn Länder kein Zuckerschlecken. «Zwölf Freundschaftspartien, die enormen Klimaunterschiede, stundenlange Reisen, Transfers zwischen Hotel und Stadien – das ging an die Substanz», sagt Schneiter.

«Mon Dieu, es war zum Teil wirklich sehr anstrengend», bestätigt Ansermet. «Je länger die Reise dauerte, desto ausgelaugter waren wir.» Gegen Ende waren von den 17 mitgereisten Fussballern so viele angeschlagen, dass der 44-jährige Sing unfreiwillig in die Rolle des Spielertrainers schlüpfen musste.

Der sportliche Preis für das Winterabenteuer in Fernost war hoch. Nach der strapaziösen Reise fielen wichtige Spieler verletzt oder krank aus. Schneiter: «Wir waren alle kaputt.»

Die erfolgsverwöhnten Berner beendeten die Saison auf dem für sie ungewohnten Ehrenplatz. «So komisch es vielleicht tönen mag: Der Asien-Trip war uns wichtiger als der fünfte Titel in Serie», gibt Schneiter unumwunden zu. Läutete die legendenumwobene «Reise der Sonne entgegen» etwa gar das Ende der grossen YB-Ära ein? Schneiter: «Das kann man so sehen.»

An das filmische Werk mit dem klingenden Namen «Der Sonne entgegen», welches Reisemitglied Peter Saas realisierte, haben die beiden YB-Altstars keine klaren Erinnerungen mehr. Ansermet: «Ich denke, ich habe den Dokufilm nach der Rückkehr in die Schweiz gesehen, doch ich kann mich an keine einzige Sequenz mehr erinnern.»

Nach der heutigen «zweiten Premiere» im Lichtspiel, bei der er wie Schneiter und andere noch lebende Delegationsmitglieder anwesend ist, wird er einiges mehr wissen.

Sämtliche Vorstellungen des YB-Films «Der Sonne entgegen» von 1961 in der Kinemathek Lichtspiel sind ausgebucht. Wegen der grossen Nachfrage sind im Frühling weitere Vorführungen geplant. Informationen: www.lichtspiel.ch


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Wi ... y/20056444

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Freitag 5. Februar 2016, 20:24 
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YB-Merchandise kommt künftig von Ochsner

Die Young Boys haben einen neuen Lieferanten für Merchandise-Artikel.

Ab der Saison 2016/17 kommen die YB-Fanartikel von Ochsner Merchandise, eine Tochter der Ochsner Hockey AG. Der Vertrag gilt für drei Jahre, wie der Club in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.

Bisher arbeitete YB mit Adcom Switzerland zusammen, hat aber seine Merchandising-Strategie neu ausgerichtet. Dazu gehört auch, dass der Fanshop in der Genfergasse auf Ende Saison aufgegeben wird.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/yb ... y/11224176

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. Februar 2016, 10:27 
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Als YB 1961 auf Asien-Tournee ging

Die Berner Young Boys sind 1961 die dominierende Mannschaft der Schweiz. Nach dem 4. Meistertitel in Serie dürfen sie als Belohnung zu einer Reise nach Südostasien aufbrechen. Ein echtes Abenteuer.

Einen Monat lang sind die Young Boys unterwegs, spielen in Städten wie Hongkong, Colombo oder Bangkok, entdecken Land und Leute. Alles ist festgehalten in einem Dokumentarfilm, der kurz darauf in den Berner Kinos zum Kassenschlager wird.

Doch dieser Film geht verloren, gilt über 50 Jahre als verschollen. Vor Kurzem ist das eindrückliche Zeitdokument wieder aufgetaucht. Die «sportlounge» zeigt Filmausschnitte daraus.


http://www.srf.ch/sport/fussball/fussba ... urnee-ging

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