 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 27. August 2015, 07:22 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2015  Zitat: Drei Wochen nach Forte-Entlassung: YB hat noch immer keinen Nachfolger
Eine Analyse des «az Nordwestschweiz» Sportchefs François Schmid-Bechtel über die andauernde Trainersuche bei den Berner Young Boys.
Harald Gämperle: «Komm, wir gehen!» Fredy Bickel: «Wir können nicht.» Gämperle: «Warum nicht?» Bickel: «Wir warten auf Godot.» Gämperle: «Ah!» Es sind die beiden Landstreicher Estragon und Wladimir, die diesen Dialog im Theaterstück «Warten auf Godot» zelebrieren.
Aber man kann sich YB-Sportchef Bickel wunderbar als Wladimir und seinen Interims-Trainer Gämperle als Estragon vorstellen. Schliesslich ist Bickel schon seit drei Wochen auf der Suche nach einem Nachfolger für den entlassenen Trainer Uli Forte. Und: Wie die Figuren in Samuel Becketts Stück verkörpert tout Berne das menschliche Bedürfnis, trotz unbestimmter und unerfüllter Illusionen auf die Ankunft eines Heil bringenden Fussball-Propheten zu hoffen.
Bickel erst recht. Denn er weiss, dass er nur noch eine Patrone hat. Trifft er bei der Wahl des neuen Trainers nicht ins Schwarze, wird es sehr eng für den Sportchef.
Steckt Kalkül dahinter?
Vor drei Wochen hat sich Bickel einen Plattfuss eingefangen. Pech für ihn, das er ohne Reserverad unterwegs war. Oder steckt gar Kalkül dahinter? Schliesslich muss ihm klar sein, dass es äusserst dilettantisch wirkt, wenn ein Sportchef in drei Wochen keinen neuen Trainer gefunden hat. Umso mehr, wenn die Trainerentlassung wie im neusten YB-Stück nicht unerwartet erfolgte.
Bickel hätte sich auf diesen Moment vorbereiten können. Quasi Reserverad ins Auto laden. Denn Bickel hatte die Entlassung Fortes unter anderem damit begründet, dass man sich schon vor einigen Monaten auseinandergelebt habe. Aber an jenem 6. August stand er da, als hätte er in der Nacht zuvor eine Erleuchtung gehabt. Und jetzt steht er immer noch an einen kahlen Baum gelehnt an irgendeiner Landstrasse und wartet auf… Godot.
Bickel setzt lieber auf Freunde, als Bekannte
Ob Godot jemals kommt? Murat Yakin wäre beispielsweise verfügbar. Und nebenbei erfüllt der frühere BaselTrainer Kriterien wie Taktikfuchs, weiss-wie-man-Meister-wird, Stabilisator und Talententwickler. Doch zwischen YB und Yakin gab es seit Fortes Entlassung keinen Kontakt. Warum? Vielleicht, weil Bickel bewusst ist, wie kompliziert eine Verpflichtung Yakins für ihn werden könnte.
Yakin wäre prädestiniert für den Trainerjob bei YB, keine Frage. Aber Yakin kommt nicht nach Bern und gliedert sich in die Reihe von Bickels Gesellen ein. Klar, die Schweiz ist ein kleines Land. Und die Fussball-Gesellschaft ein beinahe intimer Zirkel. Da läuft man sich zwangsläufig immer wieder mal über den Weg.
Doch Bickel setzt bei YB nicht auf Bekannte, sondern auf Freunde. Fast ausschliesslich. Das ist nicht per se schlecht. Nur besteht die Gefahr, dass Anhängigkeiten bestehen und Freundschaften dem Leistungsgedanken den Sauerstoff entziehen. Wer vergrault schon gerne seine Freunde?
Bickel steckt vor einem Dilemma
Yakin ist einerseits finanziell unabhängig. Andererseits hat er unterdessen ein Standing erreicht, dass es ihm erlaubt, ein Engagement an Bedingungen zu knüpfen. Gut möglich, dass sich Bickel genau davor fürchtet. Denn Yakins Bedingungen könnten wohl zur Folgehaben, dass sich Bickel vom einen oder anderen Freund trennen müsste.
Dabei stünde wohl auch Harald Gämperle zur Diskussion. Der gemäss Bickel beste Assistenz-Trainer überhaupt. Den Bickel einst engagiert hatte, bevor er sich überhaupt auf einen Cheftrainer festgelegt hatte. Quasi verkehrte Welt.
Eine andere Überlegung: Wenn nicht Yakin, könnte Bickel einen international renommierten Trainer verpflichten, um sich in dessen Schatten zu werfen. Ob ihn dieser Schatten aber aus der Schusslinie nimmt, ist fraglich. Respektive unwahrscheinlich, dass sich ein solch grosser Schatten YB überhaupt antut.
Vielleicht unterschätzen wir Bickel. Vielleicht erkennt er schon seit Monaten in Estragon den lang ersehnten Godot. Nur: Will er seinen Freund Gämperle zum Cheftrainer machen, muss YB heute in Baku gegen Karabach Agdam den Einzug in die Gruppenphase der Europa League realisieren. Ansonsten fehlen die Argumente für Gämperle. Verabschiedet sich YB aber von der europäischen Bühne, fehlt bei der Suche nach Godot ein wichtiger Lockstoff. Ein Dilemma, das sich Bickel selbst eingebrockt hat. http://www.aargauerzeitung.ch/sport/sol ... -129483097
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 28. August 2015, 09:04 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
28.08.2015  Zitat: Ein externer Coach muss her
Die Young Boys haben das erste Saisonziel kläglich verpasst. Oberste Priorität hat nun die Verpflichtung eines neuen Trainers.
Die Europa-League-Gruppenphase findet ohne die Young Boys statt. Die Berner konnten gegen Karabach Agdam den unvorteilhaften Eindruck der letzten Wochen nicht korrigieren und verabschiedeten sich mit einer schwachen Leistung von der europäischen Bühne. Einverstanden: Der frühe Platzverweis gegen Steve von Bergen war hart, doch er entschuldigt längst nicht alles, was in Baku misslang. YB fehlte das Herz, die Überzeugung, das Selbstbewusstsein, um den aserbaidschanischen Meister auch nur halbwegs in Bedrängnis zu bringen.
Die Young Boys, die sich vor der Saison 2015/16 zu Höherem berufen fühlten, geben in diesen Tagen generell ein schlechtes Bild ab. Es ist, als habe ihnen jemand die Stromversorgung gekappt. Von aussen ist nicht klar ersichtlich, wo das Problem ist. Liegt es am Trainer? Eher nicht. Können die Spieler nicht mit dem Druck umgehen, den sie sich selber auferlegt haben mit der verwegenen Ankündigung, einen Titel zu holen? Kann sein, auch wenn sie nicht müde werden, dies zu verneinen. Liegt es an der Clubführung, in der es lauter Typen hat, die einander nicht gerne wehtun, geschweige denn auf den Tisch hauen, wenn es an der Zeit ist? Möglicherweise. Nun, da das erste Saisonziel kläglich verpasst wurde, kommen sie nicht mehr darum herum, Tacheles zu reden und wenn nötig auch unbequeme Schritte in die Wege zu leiten.
Oberste Priorität hat die Verpflichtung eines neuen Trainers. Harald Gämperle kann es jedenfalls nicht sein. Der korrekte Ostschweizer hat in den paar Wochen, in denen er das Team interimistisch coachte, so gut wie nichts bewegen können. Zudem ist er enger Vertrauter von Sportchef Fredy Bickel, dem er in Vasallentreue folgt. Das ist eine denkbar schlechte Voraussetzung, um bei YB die Weichen neu?zu stellen. Der wieder einmal arg kriselnde Club braucht einen Mann an der Linie, der dem einflussreichen Bickel die Stange halten kann. Viele Kandidaten gibt es nicht. Die beste Lösung wäre Murat Yakin, der bei Luzern und Basel unbeirrt seinen Weg ging und sich nicht scheute, Alphatieren den Kopf zu waschen, wenn er es für nötig hielt. Zudem ist er ein ausgezeichneter Taktiker. Zu hoffen ist, dass der arg unter Druck geratene Bickel über seinen Schatten springen kann und dem unbequemen Basler eine Chance gibt. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ei ... y/17403880
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 29. August 2015, 09:17 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
29.08.2015  Zitat: YB-Krise
«Ja, wir brauchen jetzt eine Persönlichkeit»
Der YB-Sportchef Fredy Bickel kündigt nach dem deutlichen Europacup-Aus gegen Karabach einen neuen Trainer und dazu Sparmassnahmen an.
Fredy Bickel, YB hat die Europa League und damit ein ausformuliertes Saisonziel verpasst. Wie tief ist YB gefallen?
Wir sind in Baku gegen Karabach nicht gefallen. Das teilte ich der Mannschaft nach der Partie am Donnerstag so mit, auch wenn die Enttäuschung natürlich riesengross ist. Aber es ist nicht so, dass nach der 0:3-Niederlage alles in Trümmern liegt.
Aber jetzt fehlt das internationale Schaufenster. Und vor allem fehlen ein paar Millionen Franken.
Das lässt sich nicht leugnen. Wir haben ein Ziel sang- und klanglos verpasst und werden das analysieren. Es gibt Gründe für das Scheitern.
Nennen Sie einen.
Uns fehlen über längere Zeit vier bis sechs Stammspieler wegen Verletzungen und Spielsperren. Das steckt kaum ein Schweizer Verein weg.
In Baku wurde früh der Captain Steve von Bergen des Feldes verwiesen. Das war die 5. rote Karte gegen YB im 11 Pflichtspiel. Vorher hatte es Loris Benito, Guillaume Hoarau, Miralem Sulejmani und Denis Zakaria getroffen. Das kann kein Zufall sein.
Nicht jeder Platzverweis war berechtigt. Aber ich will keine Ausreden suchen. Die Karten zeugen von Unsicherheit und fehlendem Selbstvertrauen in der Mannschaft.
Der Effekt des Trainerwechsels ist gleich null. Warum eigentlich?
Wir wussten, dass es mit Uli Forte nicht mehr weitergehen kann, und stoppten die Entwicklung – zu Beginn des wichtigen Monats August. Es wäre so oder so schwierig geworden.
Aber die Tendenz geht doch eher noch mehr in die negative Richtung.
Das sehe ich nicht so. Wir kommen im Moment nicht vorwärts, ja, aber es geht nicht in die andere Richtung.
Aber das, was nach Forte kam, ist doch alles andere als eine Befreiung.
Ich will unsere Leistungen nicht überbewerten. Aber ich habe trotz allem auch Gutes gesehen. Beim 3:1-Heimsieg gegen Thun mit einem Spieler weniger, im Cup in Kriens, zuletzt beim 3:1-Erfolg in Sitten. Auch das Hinspiel gegen Karabach wird teilweise falsch eingeschätzt.
Die 0:1-Niederlage im Heimspiel?
Ja, so weit weg vom Erfolg waren wir nicht. Ich wehre mich dagegen, dass keine Trendwende erfolgt sein soll.
Die Brüder Andy und Hansueli Rihs führen den Klub als Aktionäre und Geldgeber und übernehmen auch allfällige Defizite. Wie äussern sie sich?
Interna gebe ich nicht bekannt. Wir sind in ständigem Kontakt mit ihnen. Auch sie sind derzeit natürlich nicht zufrieden.
Die ökonomischen Folgen des Scheiterns im Europacup sind erheblich.
Ja, unser Kader ist mit 26 Spielern europäisch ausgerichtet. Für die Meisterschaft brauchen wir nicht mehr als deren 23. Wir müssten jetzt handeln, können aber nicht drauflosschiessen. Wir müssen zum Beispiel abwarten, wie es mit dem verletzten Hoarau weitergeht.
Die Meinung im YB-Umfeld ist gemacht: YB braucht einen starken und womöglich teuren Trainer.
Das wird jetzt vor allem von Leuten gefordert, die sich nicht tagtäglich im Klub aufhalten. Ja, wir brauchen eine Persönlichkeit.
Trifft die Annahme zu, dass dies nicht der Interimstrainer Harald Gämperle sein wird?
Wir haben von Beginn an gesagt, dass Gämperle eines Tages Cheftrainer werden will. Aber es war immer klar: Er bleibt bis Ende August, und wir suchen gleichzeitig einen Trainer. Natürlich muss man die Resultate beachten.
Es wird immer offensichtlicher, dass YB bald einen Trainer präsentierten muss.
Man kann davon ausgehen, dass die Trainerfrage in der Länderspielpause geklärt wird.
Mit wie vielen Probables haben Sie schon gesprochen?
Mit einer zweistelligen Anzahl Kandidaten.
Nach einem Trainerwechsel fällt naturgemäss mehr auf den Sportchef zurück. Was werfen Sie sich vor?
Keine Angst, wir analysieren die Fehler intern und offen. Im Nachhinein weiss ich, dass ich auf der Position des Trainers schon im Frühsommer hätte eingreifen müssen. http://www.nzz.ch/sport/fussball/wir-br ... 1.18603858
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Sonntag 30. August 2015, 12:20 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
30.08.2015  Zitat: Yakin, Slomka und Mister X
YB gibt nächste Woche seinen neuen Trainer bekannt – offenbar könnte ein Aussenseiter den Zuschlag bekommen.
Null Siege in fünf Spielen bei drei Niederlagen waren es bei Uli Forte. Am 6. August büsste der Coach für den Fehlstart mit der schnellen Entlassung, gerade einmal 17 Tage alt war die neue Saison. Drei Siege und drei Niederlagen in sechs Partien sind es nun bei Harald Gämperle. Diese Bilanz genügt nicht, um bei YB vom Interimschef zur Dauerlösung aufzusteigen. Wenn die Berner heute bei den Grasshoppers antreten, steht Gämperle zum letzten Mal an der Seitenlinie. Vorgesehen ist, dass er danach wieder die Rolle des Assistenten übernimmt.
YB sucht einen neuen Trainer. Und eng mit der Personalwahl verknüpft ist wohl auch das berufliche Schicksal von Fredy Bickel im Verein. Der Sportchef war vor bald drei Jahren mit der Ambition angetreten, aus dem Verliererclub einen Titelgewinner zu machen. Davon sind die Young Boys gerade wieder weit entfernt. Vor wenigen Wochen hatten sie noch die Parole ausgegeben, «wie die Feuerwehr starten» zu wollen, und einen nationalen Pokalgewinn sowie die Europacup-Qualifikation zum Ziel ausgerufen. Jetzt liegen sie in der Liga bereits neun Punkte hinter Leader Basel – nach lediglich sechs Runden. Sie blieben zuerst in der Champions-League-Qualifikation gegen die AS Monaco chancenlos. Und auf dem Weg in die Gruppenphase der Europa League leisteten sie sich gegen die Aserbeidschaner von Karabach zwei blamable Auftritte. So etwas kommt in Bern nicht gut an. Und setzt eben auch Bickel unter Druck, der noch geschützt wird von den Clubbesitzern, also: den Gebrüdern Rihs.
Eher geringe Chancen für Mirko Slomka
Die Liste der Trainerkandidaten umfasste zu Spitzenzeiten 80 Namen. Bickel hat sie auf 15 reduziert und nun offenbar auf drei, maximal vier Optionen schrumpfen lassen. Murat Yakin, erfolgreich in Thun, erfolgreich in Luzern, zumindest zu Beginn, erfolgreich in Basel, gehört dazu. Und die Wahl des 40-Jährigen, der nach einjährigem Engagement bei Spartak Moskau gegenwärtig ohne Job ist und Anfragen von anderen Interessenten bereits ablehnte, hätte durchaus Logik. Aber es gibt von YB-Exponenten Vorbehalte gegen ihn, weil er als nicht immer einfach zu führender Trainer gilt und über eine stattliche Entourage verfügt. Der Deutsche Mirko Slomka ist eine Option, mit ihm wurden Gespräche geführt. Er brächte Bundesligaerfahrung nach Stationen bei Schalke, Hannover und dem HSV mit. Nur: Wären die Young Boys von ihm tatsächlich überzeugt, hätten sie ihn bereits zum neuen Chef ernannt.
Und der Dritte? Der Vierte? Einen Mister X gibt es noch. Aber selbst wenn dieser Mister X der Favorit wäre, auf den sich die Sportkommission und Sportchef Fredy Bickel festgelegt haben: Der Verwaltungsrat muss seine Zustimmung geben. Das Auswahlverfahren steht vor der entscheidenden Phase und soll in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Seinen Einstand gibt der Neue am 12. September beim Heimspiel gegen Vaduz. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23939148
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 31. August 2015, 06:38 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
31.08.2015  Zitat: YB-Trainersuche: Hütter ist ein ernsthafter Kandidat
YB beschäftigt sich mit einigen Trainern. Am Sonntag fanden in Zürich Gespräche mit dem Österreicher Adolf «Adi» Hütter statt.
Man tut sich schwer, für das Ausmass der YB-Krise Worte zu finden. Vor 44 Tagen stiegen die Young Boys in eine Saison, in der sie einen Titel gewinnen und eine Europacup-Gruppenphase erreichen wollten. Etwas mehr als sechs Wochen später ist YB europäisch kläglich gescheitert – und liegt in der Meisterschaft nach sieben Runden 12 Punkte hinter Basel!
Sportlich und wirtschaftlich läuft es schlecht, der Verein reagiert pikiert auf negative Berichterstattung – aber was, bitte schön, soll man denn schreiben, wenn Anspruch und Realität derart auseinanderklaffen?
Dem selbst ernannten Titelfavoriten bleibt vermutlich nur noch der Cup dafür, einen Titel zu gewinnen. Mittlerweile gibt auch Sportchef Fredy Bickel zu, dass der Rauswurf von Trainer Uli Forte zur Unzeit erfolgte. Er hätte im Sommer reagieren müssen, meint Bickel, weil er schon da gespürt habe, dass es mit Forte wohl schwierig werden würde. Damals wäre auch Thuns Urs Fischer, mittlerweile bei Basel erfolgreich, erhältlich gewesen.
Bewegung in der Trainersuche
Vor 25 Tagen wurde Forte entlassen, zu Beginn des wichtigen Monats August – und erstaunlicherweise hat es YB bis jetzt nicht geschafft, einen Nachfolger zu präsentieren. Der Markt sei ausgedünnt, erklärte Bickel mehrmals. Der Plan, Interimscoach Harald Gämperle zu befördern, ging schief, die Bilanz des früheren Assistenten ist negativ (3 Siege, 4 Niederlagen). «Andere entscheiden, wie es weitergeht», sagte Gämperle am Sonntag nach der 2:3-Niederlage bei GC erneut.
In den letzten Tagen immerhin ist Bewegung in die Trainersuche gekommen. Näher befasst sich YB unter anderem mit Giorgio Contini (Vaduz) sowie den arbeitslosen Carlos Bernegger (bis letzten Herbst Luzern), Murat Yakin (zuletzt Spartak Moskau) und Mirko Slomka (zuletzt Hamburg), wobei Yakin und Slomka teure Lösungen wären – und wohl eigene Assistenten mitbringen möchten. YB muss bis Ende Saison ja auch noch den Lohn von Forte bezahlen, und es droht ohnehin erneut ein hohes Millionendefizit im Geschäftsjahr 2015.
Aufbauer Blerim Dzemaili jedenfalls, lange als Zuzug gehandelt, kommt dieses Jahr nicht nach Bern, der Galatasaray-Spieler (Vertrag bis 2017) unterschrieb gestern leihweise ein Jahr beim Serie-A-Klub Genua.
Bei den Young Boys ist oft zu hören, dass Yakin, für viele der beste Kandidat, nicht zu YB passe. Eine Kontaktaufnahme zum ehemaligen Basler Meistertrainer fand statt, zu einem Treffen aber ist es noch nicht gekommen.
Rihs-Brüder waren am Spiel
Es war immer die Idee Bickel gewesen, in der Länderspielpause den neuen Trainer zu präsentieren. Ein ernsthafter Kandidat kommt aus Österreich. Adolf Hütter, von allen Adi genannt, arbeitete bis im Sommer bei Red Bull Salzburg. Letzte Saison gewann er das Double, ehe er sich im Einvernehmen vom Verein trennte, weil es unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft gab. Hütter, 45 Jahre alt, gilt als Systemtrainer, als einer also, der eine Mannschaft formen kann.
Am Sonntag sass Hütter im Letzigrund, als die Young Boys gegen die Grasshoppers verloren. Beinahe der gesamte Verwaltungsrat der Young Boys, der selten fast geschlossen an den Spielen ist, weilte auch in Zürich – unter anderem die YB-Besitzer Andy und Hans-Ueli Rihs. Die Brüder wurden nach der Begegnung zusammen mit den Verwaltungsräten Werner Müller (Präsident), Richard Gostony sowie Sportchef Bickel und Chefscout Stéphane Chapuisat gesehen, wie sie ein Gebäude in der Nähe des Stadions betraten – kurz zuvor war auch Adi Hütter zusammen mit seinem Berater dort verschwunden.
In diesen Tagen sollen weitere Gespräche mit Kandidaten stattfinden. Ein Engagement Hütters würde auf jeden Fall auch eine pikante Note besitzen: Im Sommer war noch Uli Forte bei Red Bull Salzburg als Nachfolger des Österreichers gehandelt worden. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20161636
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 31. August 2015, 06:39 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
31.08.2015  Zitat: Nach der Pleite gegen GC gings an den Verhandlungstisch
Adi Hütter ist wohl der neue YB-Trainer
Er sass im Sektor B 2. Und gleich nach Spielschluss ging der Österreicher Adi Hütter mit den YB-Bossen an den Verhandlungstisch.
Zuerst verlässt YB-Besitzer Andy Rihs mit Gattin den Letzigrund. Sichtlich sauer. Enttäuscht über die erneute Pleite seiner Millionen-Truppe. Phasenweise werden die Berner von der GC-Torfabrik vorgeführt. Die Zürcher liegen dank Toren von Ravet, Tarashaj und Caio nach 59 Minuten 3:0 in Front. Zwar kommt YB zum Schluss nochmals ran, kann auf 2:3 verkürzen.
Doch was bleibt: Rihs’ YB ist nach 7 Runden bereits 12 (!) Punkte hinter Leader Basel. Und 7 Zähler hinter dem gestrigen Gegner GC.
Die Meisterschaft ist weg! In Europa ist YB nach dem Debakel von Baku auch nicht mehr dabei. Der letzte Strohhalm ist der Cup.
Zum letzten Mal stand gestern Assistenzcoach Harry Gämperle an der Linie. Und der Neue sass wohl schon im Letzigrund. Der Österreicher Adolf «Adi» Hütter (45) nimmt mit seinem Berater im Sektor B2 auf der Haupttribüne Platz.
Kurz nach Spielschluss verschwinden die beiden gleich neben dem Stadion an der Basler Strasse 30 im Media-Campus. Wenig später gehen YB-Präsident Werner Müller und Sportchef Fredy Bickel durch die gleiche Türe. Gefolgt von YB-Chef-Scout Stéphane Chapuisat. Und der schwarze Ferrari von Andy Rhis, mit Zürcher Kennzeichen und YB-Logo am Heck, steht vor der Tür.
Anzunehmen, dass die Berner gestern Abend Nägel mit Köpfen gemacht haben, und – wie von SonntagsBlick vor einer Woche exklusiv angekündigt – Adi Hütter als Nachfolger von Uli Forte vorstellen werden.
Der 14-fache Internationale Hütter war zuletzt Trainer von Red Bull Salzburg, trennte sich diesen Sommer wegen unterschiedlichen Auffassungen vom Klub. Den neuen Trainer wird YB-Abwehrchef Steve von Bergen wohl erst in zehn Tagen sehen. Er rückt heute mit der Nati in Feusisberg SZ ein.
Zur gestrigen 2:3-Pleite sagt von Bergen: «60 Minuten spielten wir schlecht, ohne Biss. Danach haben wir eine Reaktion gezeigt. Unsere Situation ist ganz schwierig. Nur alle zusammen kommen wir da wieder raus.» Mit Hilfe von Hütter, dem Neuen?
Zurück zu GC. Mittelstürmer Munas Dabbur (5 Treffer) geht für einmal leer aus. Wechselt er heute doch noch zur US Palermo? Dabbur gestern: «Das Transferfenster ist noch 24 Stunden offen. Aber ich habe Vertrag hier und bin bei GC sehr glücklich.» http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 18901.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 31. August 2015, 21:06 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
31.08.2015  Zitat: Wird Hütter am Mittwoch YB-Trainer?
Der YB-Verwaltungsrat entscheidet am Mittwoch, wer der Nachfolger von Uli Forte wird. Ein Top-Kandidat ist Adi Hütter.
Am Sonntag haben sich die YB-Bosse mit Adi Hütter getroffen. Der 45-jährige Österreicher gilt als Top-Kandiat. Hütter hatte vergangene Saison als Nachfolger von Roger Schmidt (zu Bayer Leverkusen) Red Bull Salzburg trainiert und zum Double geführt. Die Wege trennten sich aber im Sommer nach unterschiedlicher Auffassung, weil er sich bei den Salzburgern nicht als Ausbildungstrainer sah.
Ob Hütter Nachfolger des Anfang August entlassenen Uli Forte wird, entscheidet der YB-Verwaltungsrat am Mittwoch. «Bis Ende Woche wird der Name kommuniziert», teilen die Berner mit. Zuvor werden noch weitere Gespräche geführt. Als Schweizer Kandidaten haben wohl nur noch Murat Yakin und Carlos Bernegger Chancen auf das schwierige Amt als YB-Trainer. Interimscoach Harald Gämperle ist kein Kandidat mehr.
Die Berner liegen in der Meisterschaft nach dem desaströsen Saisonstart als Fünfte schon zwölf Punkte hinter Leader Basel. Das kommunizierte Saisonziel – einen Titel zu gewinnen – dürfte demnach nur noch im Cup möglich sein. Mit dem Verpassen der Europa League haben die Young Boys schon ihr «europäisches Saisonziel» nicht erreicht. http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/20999212
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 31. August 2015, 21:09 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
31.08.2015  Zitat: Wer wird neuer YB-Trainer?
Die Young Boys wollen noch in dieser Woche den neuen Trainer präsentieren. Was für und gegen die möglichen Kandidaten spricht.
Die Young Boys kündigen Klarheit an. Wie der Club auf seiner Homepage schreibt, tagt am Mittwoch der Verwaltungsrat – und bis Ende Woche soll der neue Trainer präsentiert werden.
Inzwischen geistern einige Namen von möglichen Cheftrainern herum. DerBund.ch/Newsnet hat sie zusammengestellt:
Murat Yakin
Zur Person: Yakin hat es in seiner noch kurzen Trainerkarriere schon weit gebracht. Er führte den FC Thun zurück in die Super League, wurde mit dem FC Luzern Vizemeister, holte mit dem FC Basel zweimal in Folge den Meistertitel und wechselte danach zu Spartak Moskau. Das klingt eindrücklich, trotzdem ist Yakin als Trainer umstritten. In Luzern wurde er nach dem verpatzten Start in die Saison 2012/13 rausgeworfen. Auch in Basel trennte man sich nach zwei Jahren von Yakin. Es gab Differenzen über seinen Führungsstil.
Pro: Yakin hat in der Anfangsphase seiner Trainerkarriere bewiesen, dass er mit Mannschaften, die unter ihrem Niveau spielen, bemerkenswerte Resultate erreichen kann.
Contra: Die Verpflichtung von Yakin dürfte YB einiges kosten. Dazu kommt, dass Yakins Spielprinzip nicht gerade Spektakel verspricht.
Mirko Slomka
Zur Person: Slomka bringt wohl das schillerndste Bewerbungsdossier mit. Bundesliga, UEFA-Pokal, Champions League - überall war er dabei. Von 2004 bis 2006 trainierte Slomka Schalke 04 und lieferte ansehnliche Resultate. Zuletzt blieben diese aber aus und er wurde freigestellt. Danach hauchte er dem abstiegsgefährdeten Hannover 96 neues Leben ein und führte die Mannschaft in die obere Tabellenhälfte bis auf die Europa-League-Plätze. Doch auch in Hannover blieben nach zwei Saisons die Punkte aus. Es folgte ein relativ kurzes Gastspiel beim Hamburger SV, den er äusserst knapp vor dem Abstieg rettete, in der nächsten Saison aber nicht auf den richtigen Weg bringen konnte.
Pro: Slomka bringt Praxiserfahrung auf höchstem Niveau mit.
Contra: Auch Slomka dürfte nicht ganz billig sein. Will sich YB tatsächlich eine Luxuslösung leisten?
Adi Hütter
Zur Person: Ein Engagement bei YB bedeutete für Hütter die erste Auslandserfahrung. Er war als Spieler wie auch als Trainer stets in Österreich tätig. Hütters Start in der Trainerwelt verlief harzig. Er versuchte dreimal vergebens den SCR Altach in die höchste österreichische Spielklasse zu führen. Es wollte nicht klappen. Erst mit dem SV Grödig packte Hütter den Aufstieg und schaffte es sogleich auf Platz 3. Dennoch verliess er darauf die Mannschaft, um im Mai 2014 bei Red Bull Salzburg anzuheuern. Die Zusammenarbeit dauerte knapp ein Jahr. Hütter und die Vereinsleitung verstanden sich nicht und entschieden im Juni 2015, getrennte Wege zu gehen. Das, obwohl Hütter den Meistertitel geholt hatte.
Pro: Hütter ist als ehrgeiziger und hartnäckiger Trainer bekannt. Seine Leistungskurve zeigt momentan klar nach oben.
Contra: In Salzburg endete sein Engagement, weil er zu hohe Wünsche in der Kaderbildung hatte. Wenn er in Bern mit der Mannschaft nicht zufrieden ist, dann könnte das zum Problem werden. Neue Investitionen wird es hier wohl eher nicht geben.
Giorgio Contini
Zur Person: Continis Trainererfahrungen sind überschaubar. 2011 durfte er als Zwischenlösung den FC St. Gallen für ein Spiel übernehmen. Danach stand er für eine Saison als Murat Yakins Assistent beim FC Luzern an der Seitenlinie. 2012 schaffte er beim FC Vaduz den Sprung zum Cheftrainer. Seither hält er den Verein hartnäckig in der Super League.
Pro: Contini wäre eine bodenständige und bescheidene Lösung. Sie wäre wohl die billigste Variante.
Contra: Contini hat in seiner Trainerkarriere bisher zwar solide Arbeit geleistet, doch ist es fraglich, ob die Young Boys nicht noch eine Nummer zu gross für ihn sind.
Carlos Bernegger
Zur Person: Bernegger hat den grössten Teil seiner Trainerkarriere abseits des Rampenlichts verbracht. Meist war er mit der Nachwuchsförderung beschäftigt, zuerst bei GC dann beim FC Basel. Erst 2013 wurde Bernergger als Cheftrainer zum FC Luzern berufen. Nach einer wechselhaften Saison musste er wieder gehen. Seither ist Bernegger auf der Suche nach einem neuen Verein.
Pro: Bernegger ist ein Motivator, der in einer schwächelnden Mannschaft neues Feuer entfachen kann.
Contra: Er hat noch kaum Erfahrung in der Super League. YB zurück auf die Siegerstrasse zu führen, dürfte somit schwierig werden. http://www.derbund.ch/sport/fussball/We ... y/20315642
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
chato
|
Verfasst: Montag 31. August 2015, 21:48 |
|
Registriert: Samstag 6. August 2005, 11:17 Beiträge: 367
|
|
vermutlich wird adi hütter der neue trainer von yb, aus dem einfachen grund weil er keinen assi mitbringt und gämperles job wieder einmal gerettet ist, .....natürlich höchstpersönlich durch freund fredy.
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 1. September 2015, 08:30 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
01.09.2015  Zitat: YB-Trainer bis Ende Woche
Wird es langsam konkreter mit der Trainerfrage bei YB? Am Mittwochabend tagt der Verwaltungsrat und bis am Freitag will der Club einen Coach präsentieren.
Der FC Basel schwebt auch nach dem erneuten personellen Umbruch im Sommer weit über der Konkurrenz – trotz unglücklich verpasster Champions-League-Teilnahme. Nicht einmal ein Viertel der Saison ist in der Super League absolviert, und jene drei Vereine, die den FCB attackieren wollten, liegen weit hinter den mit sieben Siegen in die Super League gestarteten Baslern: Sion hat einen Rückstand von 10 Punkten, YB von 12, Zürich als Tabellenletzter sogar von 16!
«Wir sind im Zeitplan»
Spannung sieht anders aus. Noch sind 29 Spieltage zu absolvieren und 87 Punkte zu erobern, was vor allem in Bern die Zuversicht nährt, dass sich YB am Ende doch wieder als erster Verfolger des Serienmeisters etablieren wird. Was angesichts der Kaderstärke logisch wäre.
«Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Mannschaft Erfolg haben können», sagt Steve von Bergen. «Wir hatten viele Verletzte, spielten schlecht, aber wir werden nach der Länderspielpause alles daransetzen, zu zeigen, wie stark wir sind.» Er habe vor der Saison auch erklärt, dass er mit YB einen Titel gewinnen wolle, meint der Captain. «Und daran glaube ich immer noch.» Als erfahrener Fussballer könne er das Potenzial eines Teams gut einschätzen.
Handvoll Trainer im Rennen
Vorerst sucht YB aber noch einen Trainer. «Wir sind in unserem Zeitplan», sagt Fredy Bickel am Montagabend. «Wir erklärten von Anfang an, dass wir in der Länderspielpause einen neuen Trainer bekannt geben werden.» Am Mittwochabend tagt der Verwaltungsrat, Ende Woche wird der Nachfolger Uli Fortes präsentiert, im Rennen sind noch rund eine Handvoll Trainer.
Als aussichtsreiche Anwärter gelten der Österreicher Adi Hütter und Murat Yakin, der aber im Verwaltungsrat auf Skepsis stösst. Carlos Bernegger und Mirko Slomka sind wohl Aussenseiter. Und vielleicht gibt es ja noch einen unbekannten Kandidaten. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27475913
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 29 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |