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 Beitrag Verfasst: Dienstag 14. April 2015, 13:42 
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BSC Young Boys - FC Thun

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Stadion Wankdorf
Sonntag, 19. April 2015
Zeit: 13.45 Uhr

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Webseiten FC Thun:
http://www.fcthun.ch
http://www.blocksued.ch
http://www.redwhiteboys.ch
http://www.oschtblock.ch.tc
http://www.thunfans.ch
http://fly-dragon-thun.npage.ch
http://www.transfermarkt.ch/de/fc-thun/ ... n_938.html
http://de.wikipedia.org/wiki/FC_Thun
http://www.facebook.com/fcthun?sk=wall&filter=2
http://www.gnfs.ch
http://www.stades.ch/Thun-Arena-photos.html

Forum FC Thun:
http://www.aebikurve.ch/forum

Fotos FC Thun:
http://fly-agaric.net
http://www.redwhiteboys.ch/?site=gallery&season=1011

Statistiken / Vergleiche vs. FC Thun:
http://www.sfl.ch/superleague/klubs/fc- ... son/201415
http://www.football-lineups.com/team/FC_Thun
http://de.soccerway.com/teams/switzerland/fc-thun
http://de.soccerway.com/matches/2015/04 ... un/1695381
http://www.stat-football.com/en/t/swi10.php?h2h=2011


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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. April 2015, 13:32 
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17.04.2015

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Zitat:
YB - Thun: Als der Referee schon in der Pause ging

Trotz bescheidener Tradition hat es zwischen YB und Thun schon das eine oder andere spektakuläre Spiel gegeben. Am Sonntag folgt der 44. Vergleich in der Liga seit Thuns Aufstieg 2002 – ein kleiner Rückblick.

«Meine Güte, welch ein Derby!»: So titelte diese Zeitung im November vor neun Jahren. YB hatte den FC Thun im Neufeldstadion soeben 2:1 bezwungen, und nach einer Tätlichkeit Thomas Häberlis, einer verbalen Entgleisung Stéphane Chapuisats in Richtung Selver Hodzic (notabene am Antirassismustag der Fare-Aktion) und drei Toren sorgte die Partie noch tagelang für Schlagzeilen.

Dem war nicht immer so. Berner Derbys haben ja eine verhältnismässig bescheidene Tradition, zu lang weilte der FC Thun in der NLB, zu verhalten sind die Rivalitäten zwischen den beiden Fanlagern, zu freundschaftlich die Beziehungen auf sportlicher Ebene.

Und gerade so spektakulär wie eingangs erwähnte Begegnung verlief beileibe nicht jede; die Remisquote ist seit dem Wiederaufstieg der Thuner in die höchste Spielklasse 2002 (und den zwei Saisons in der Challenge League 2009– 2010) mit 16 Unentschieden in 43 Partien relativ hoch. Insgesamt haben die Young Boys daraus 18 Spiele gewonnen, Thun siegte bislang 9-mal.

Die Auferstehung der kantonsinternen Duelle auf höchster Ebene aber, sie wurde damals mit einem grossen Spiel gewürdigt. 9500 Fans drängten sich beim ersten Berner NLA-Derby seit 1955 im Juli 2002 ins Lachenstadion, ein 47-jähriger Zuschauerrekord war gebrochen. YB führte schnell mit 3:1, dann verletzte sich Schiedsrichter Dieter Schoch, und die Pause dauerte unübliche 40 Minuten, bis Ersatzreferee Bruno Grossen im Stadion war.

Bei Wiederbeginn ging ein Platzregen über das Lachen nieder, erst gelingt Artur Petrosyan noch das 4:1 für YB, bevor die Stadtberner arg ins Schwimmen geraten. Thun kommt nämlich noch bis auf 3:4 heran – und legt nach dem Schlusspfiff Protest gegen die Wertung des Spiels ein. Der Einsatz des Ersatzschiedsrichters (mit NLB-Lizenz) sei nicht regelkonform gewesen – und so zog mit Marco Schällibaum auch der siegende Trainer mit hochrotem Kopf von dannen, auch wenn der Protest später nichts mehr am Resultat änderte.

Nur wenig Auswärtssiege

Die ganz grossen Massen vermag das Berner Derby selten zu mobilisieren, vor vollem Haus fand die Affiche noch nicht allzu oft statt. Erst bei einer Partie gegen YB war die neue Thuner Arena bislang ausverkauft (2011 sahen 10000 Zuschauer ein 1:1), und im Stade de Suisse liegt der Derbyrekord bei 26'800 Besuchern – just, als Thun in Bern 2:0 siegte. Auswärtserfolge gelangen beiden Teams verhältnismässig wenige. YB reüssierte bei Thun seit 2002 sechsmal, der FC Thun strebt am Sonntag in Bern den fünften Erfolg an.

Noch gar nicht lange her ist es, als es noch zur Pause deutlich danach aussah, als landeten die Oberländer ebendiesen fünften Sieg in Bern. Vor bald zwei Jahren, als Uli Forte bei YB eben begonnen hatte, lag er mit seinem Team zu Hause gegen Thun 0:2 hinten, auch YB-Leihgabe Josef Martinez hatte getroffen. Dann kam der grosse Auftritt von Yuya Kubo, der Japaner in Berner Diensten traf doppelt, Moreno Costanzo zum Sieg. Seither haben sich die beiden oft schwergetan, Costanzo spielt heute leihweise bei Aarau, Kubo sitzt meist auf der Bank.

«Thunerschreck» Häberli

Die besten Torschützen des letzten Jahrzehnts im Berner Derby sind sowieso längst zurückgetreten. Milaim Rama – beim erwähntem 3:4-Spektakel gelangen ihm mit dem Selbstvertrauen des NLB-Topskorers zwei Treffer – erzielte in 17 Spielen gegen die Young Boys sieben Tore; heute kickt er neben der Arbeit bei den Senioren des FC Mutschellen. Mit neun Toren und drei Assists ist Thomas Häberli der zweitgrösste «Thunerschreck« in der Super League – hinter Marco Streller. Bei dessen FCB betreut Häberli heute die U-21. YB gegen Thun, aktuell ist das Zweiter gegen Dritter. Auch diese Konstellation verspricht gute Schlagzeilen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22064799

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 Beitrag Verfasst: Freitag 17. April 2015, 14:57 
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Vorschau auf YB - Thun

BSC Young Boys - FC Thun, Sonntag, 19. April 2015, 13:45 Uhr, Stade de Suisse.

Verletzter Spieler:
Taulant Seferi

Vorverkaufsstand:
16'600 (davon 10'800 Jahreskarten)

Das Spiel YB - Thun steht unter dem Motto "Kids Day". Kinder von 6 bis 16 Jahren bezahlen nur 5 Franken Eintritt. Infos unter www.bscyb.ch/kids-day.

Der "Kids Day" wurde erstmals im März 2006 durchgeführt und wird am Sonntag zum 19. Mal stattfinden. Der Zuschauerschnitt bei den bisherigen 18 "Kids Days" liegt bei 20'370 Besuchern. Die Kids-Day-Bilanz der Young Boys: 12 Siege, 4 Unentschieden, 2 Niederlagen.

Die Matchbesucher werden gebeten, den öffentlichen Verkehr zu benutzen und frühzeitig zu erscheinen, um die Wartezeiten an den Eingängen so kurz wie möglich zu halten.

Das Spiel wird live übertragen unter www.radiogelbschwarz.ch.

Im Stadion ist der Radio-Kommentar für blinde und sehbehinderte Fans über die UKW-Frequenz 89,1 MHz zu hören.


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 Beitrag Verfasst: Samstag 18. April 2015, 10:47 
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18.04.2015

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Das atypische Derby

Im Spitzenkampf der 28.Super-League-Runde treffen am Sonntag zum letzten Mal in dieser Saison die Young Boys und der FC Thun aufeinander (13.45 Uhr, Stade de Suisse). Das Duell ist ein in mancherlei Hinsicht ungewöhnliches Derby.

Tagelange Diskussionen vor dem Spiel, Emotionen auf dem Rasen und lang währende Nachbetrachtungen. Ingredienzien, die eigentlich Grundvoraussetzungen für ein Derby sind, bei dem gemäss Definition «meistens zwei rivalisierende Sportvereine einer Region aufeinandertreffen».

Der Raum Bern erfüllt die geografische Grundvoraussetzung, allerdings sieht man den Partien zwischen YB und Thun unaufgeregter entgegen als anderswo. Spezielle Bedeutung hat das Kräftemessen vor allem für den Underdog, der Favorit definiert sich eher über andere Partien. YB-Trainer Uli Forte sieht das aber anders: «Es geht um enorm viel, nämlich um die Vormachtstellung im Kanton Bern.»

Von Zuständen wie in anderen Ländern, wo solche Duelle weit über die sportliche Komponente hinausgehen, ist man weit entfernt. Wenn beispielsweise die AS Roma ihre Vormachtstellung mit einem Triumph über die verhasste Lazio bestätigt, wird den Giallorossi auch die notorische Erfolglosigkeit auf höchstem Niveau leichter verziehen.

Wenn aber das Unvorstellbare geschehen und Francesco Totti oder Daniele De Rossi für die Laziali auflaufen würden, wäre wohl ein Flächenbrand die Folge, von dem Kaiser Nero nur hätte träumen können. Und auch in Mailand, wo sich morgen Inter und Milan in der Scala des Fussballs treffen, gibt es seit Tagen kein anderes Gesprächsthema mehr.

Judas und Cashley

Vielen Spielern wurden die so verpönten Transfers zum Erzrivalen nie verziehen. Andreas Möller war 2000 nach seinem Wechsel von Dortmund zu Schalke als Judas beschimpft und ebenso mit Drohungen eingedeckt worden wie später Ashley Cole.

Als der Arsenal-Verteidiger 2006 den Verlockungen der Chelsea-Millionen erlag, wurde er fortan Cashley gerufen, bei seiner Rückkehr ins Highbury wedelten seine früheren Anhänger mit Pfundscheinen. Transfers zwischen den protestantischen Glasgow Rangers und dem katholischen Celtic galten bis vor kurzem als undenkbar.

Die gegenseitige Abneigung bei Derbys zieht sich mehrheitlich durch alle Ebenen. Auch in Zürich, derzeit dem einzigen anderen Schweizer Super-League-Ort mit Derby, beginnt sie schon auf Juniorenstufe, wo man sich gegenseitig die Perlen abwerben will, setzt sich fort bis zu den Spielern – FCZ-Klublegende Köbi Kuhn wurde einst der Wechsel zum Rekordmeister verweigert – und in die Führungsetage.

«Kleiner Grenzverkehr»

Das Verhältnis der wichtigsten Berner Exponenten ist für Derbys fussballweit eine Ausnahme: Uli Forte und Urs Fischer teilten sich bei den Trainerkursen in Magglingen ein karges Zimmer, die Sportchefs Fredy Bickel und Andres Gerber haben über die Jahre ein Verhältnis entwickelt, das über gegenseitigen Respekt hinausgeht.

Wenn die Spieler des FC Thun morgen im Stade de Suisse ankommen, könnten viele problemlos Führungen veranstalten. 7 Spieler aus dem aktuellen Team haben schon bei YB die Schuhe geschnürt (Francesco Ruberto, Kevin Bigler, Thomas Reinmann, Andreas Wittwer, Enrico Schirinzi, Dennis Hediger, Adrien Rawyler).

Bei YB stehen mit Marco Wölfli, Sékou Sanogo und Renato Steffen drei Spieler mit Thun-Vergangenheit im Kader, Florent Hadergjonaj hat zudem in der Jugend von 2006 bis 2010 im Oberland gespielt.

Ein Blick auf die Kaderlisten der letzten vier Jahre beider Vereine verdeutlicht, dass bei vielen Blut beider Klubs durch die Adern fliesst. 21 Spieler liefen in dieser Zeit für YB oder Thun auf, die auch schon für den anderen Klub gespielt haben, eine mögliche Idealformation aus dieser Zeit würde Träume erlauben (siehe Grafik).

Leute wie Michael Frey oder Marco Schneuwly müssten in dieser virtuellen «Berner Auswahl» vorerst auf der Bank Platz nehmen. Der «kleine Grenzverkehr» existierte aber schon vorher, auch Heinz Moser, Peter Kobel, Alain Baumann, Johan Berisha, Roman Friedli, Roman Bürki, Patrick Bettoni oder Andres Gerber haben beide Klubs vertreten, der Austausch funktionierte stets rege.

Und dürfte auch weiter anhalten, denn beide Teams können von der Konstellation profitieren. «Es ist für beide Klubs positiv», sagt Gerber. Der Thun-Sportchef fügt an: «Es ist ein grosser Vorteil, dass die Hierarchie auf dem Papier klar ist und die Klubs nicht aus der gleichen Stadt kommen.»

Die Abläufe sind oft gleich: Entweder wechselt ein Spieler von sich aus nach Thun, weil er bei YB als zu leicht befunden wurde, oder YB leiht einen Spieler aus, damit dieser in der relativen Beschaulichkeit der Stockhorn-Arena Spielpraxis sammeln und auf höhere Aufgaben vorbereitet werden kann. In letzterem Fall wird dieser bei entsprechenden Fortschritten oder Bedürfnissen von YB zurückgeholt, nächstes Beispiel dürfte im Sommer Alexander Gonzalez sein.

Wenn Thun nicht in der gleichen Liga und auf Augenhöhe mit den Stadtbernern spielen würde, käme wohl sogar das Wort Farmteam auf. Ein Begriff, den Bickel nicht schätzt. «Ich würde Thun nie als Farmteam bezeichnen, ich habe viel zu viel Respekt vor dem, was es jedes Jahr leistet.»

Natürlich werden morgen auf beiden Seiten freundschaftliche Gefühle für 90 Minuten ad acta gelegt, ein Derbysieg schmeckt doppelt süss. Gerade wenn er nicht gegen einen Erzfeind, sondern den eigenen Bruder errungen wird.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19620788

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 Beitrag Verfasst: Samstag 18. April 2015, 10:51 
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Der solide Grund des YB-Abwehrchefs

Steve von Bergen empfindet es auch noch nach 15 Saisons als ein Privileg, Berufsfussballer zu sein.

Es gibt erfolgreiche Fussballer, die
laufen latent Gefahr, den Boden unter den Füssen zu verlieren. Bei Steve von Bergen, Captain des BSC YB, besteht diese Gefahr nicht. Am 10. Juni wird der Neuenburger 32 Jahre alt, seit 15 Jahren verdient er gutes Geld mit Fussball. Er sagt: «Als Fussballer lebst du nicht in der Wirklichkeit. Das heisst, für mich ist es das reelle Leben, aber für die meisten sieht der Alltag ganz anders aus.»

Es sei wichtig, sich dies stets vor
Augen zu führen. Der YB-Abwehrchef hat im Sport schon einiges gesehen. Er spielte für Xamax, Zürich, die Hertha, Cesena, Genua, Palermo und ist seit dem 1. Juli 2013 in Bern unter Vertrag. Der ehemalige Nationalcoach Ottmar Hitzfeld sagt: «Ob ein talentierter Fussballer Karriere macht oder nicht, hängt zu 80 Prozent vom Kopf ab.» Von Bergen ergänzt: «Bei mir spielten sich 90 Prozent im Kopf ab. Bei den Junioren spielte ich mit einigen Kollegen zusammen, die waren fussballerisch besser als ich.» Was er nicht erwähnt, ist die Tatsache, dass all diese Talente den Willen und die
Besessenheit nicht aufbrachten, alles in den Fussball zu investieren, so wie er.

Mit seinen 80 kg und 1,82 m ist Von Bergen in körperlicher Hinsicht kein Fels, kein Abwehrrecke. «Er ist beidfüssig, taktisch clever, das ist seine grosse Stärke», sagt Hitzfeld. Aber für ihn zählen andere Aspekte fast noch mehr. «Auf dem Spielfeld zeigt Von Bergen eine hohe Konzentration, er ist Teamplayer, ein Vorbild für die Jungen und für den Trainer ein pflegeleichter Spieler.»

Bürokrat als Alternative

Von Bergen empfindet es als ein Privileg, Berufsfussballer zu sein. Sein Vertrag bei YB läuft weitere zweieinhalb Jahre. Ob er selbst einmal als Trainer arbeiten werde, weiss er nicht. Zurzeit sei er nicht bereit, darüber nachzudenken. Sein Vater meinte einst mit Schalk in einer Sendung des Westschweizer Fernsehens, sein Sohn wäre wohl «Bürokrat» geworden, hätte es nicht zum Berufsfussballer gereicht. Die KV-Lehre machte er bei der Stadt Neuenburg, und als ihm Xamax im Jahr 2000 mit 17 Jahren den ersten Profivertrag anbot, bestand der Vater auf den Lehrabschluss. Steve hatte keine andere Wahl; da er noch nicht volljährig war, musste sein Vater den Kontrakt mit Xamax unterschreiben.

Der Name Von Bergen hat so gar nicht den Klang eines Neuenburgers, aber
genau das ist Steve von Bergen. «Ich bin mit diesem See, mit dieser Ruhe und mit der familiären Geborgenheit aufgewachsen und jetzt, da ich selbst Familie habe, zog es mich wieder dahin», sagt er. Die Heimatstadt sei beim Entscheid, im Sommer 2013 von Palermo zu den Young Boys zu wechseln, kein unwesentlicher Grund gewesen. Sein Name habe auch nichts mit
einem Adelsgeschlecht zu tun, vielmehr mit den Bergen, scherzt er. «Mein Grossvater zog einst von Meiringen an den Neuenburgersee.» Sein Club des Herzens ist Xamax, das ist die Erinnerung an seine Jugend. Von Bergen wohnt mit seiner Frau und dem dreijährigen Töchterchen Alessia unweit von der Maladière. Jeden Tag fährt er die 35 Minuten mit dem Auto mit Teamkollege Raphaël Nuzzolo nach Bern zu YB – und danach wieder zurück. Und von Bergen hofft natürlich, dass nach dem Konkurs im 2012 sein Xamax nun in die Challenge League zurückkehrt.

Als er 2005 zum FCZ wechselte, hatte der Club schon finanzielle Probleme. «Ich hatte bei Xamax einen neuen
Vierjahresvertrag unterschrieben, aber Xamax brauchte Geld.» Für 450'000 Franken stiess er zu Lucien Favres Team, mit dem er zweimal Meister wurde. Und als Favre Trainer in Berlin wurde, dauerte es zwei Monate, ehe dieser Von Bergen anrief und ihm mitteilte, er brauche ihn sofort. Drei Tage später, erinnert sich Von Bergen, war der Transfer vom FCZ zur Hertha Tatsache.

Hertha schaffte damals Platz 4 in der Bundesliga, danach lief es harzig, Favre wurde entlassen und Von Bergen auf die Ersatzbank verbannt. Als Konsequenz wechselte er im Frühling 2010 zu Cesena, zwei Jahre später zu Genua. «Als ich nach Genua kam, hatte der Verein 106 Spieler unter Vertrag. 32 davon durften danach ins Trainingslager. So sieht der Konkurrenzkampf in Italien aus.»

«Nie im Leben», sagt er, hätte er
gedacht, dass er einst eine derartige Karriere erleben würde. «Ich hatte davon geträumt, aber damit rechnen durfte ich nicht.» Mit dem Nationalteam steht er schon bei 48 Einsätzen, auch der neue Nationalcoach Vladimir Petkovic hatte in der Abwehr zwar einiges ausprobiert, kommt aber nicht an Von Bergen vorbei.

Taubheit – der Nerv ist gekappt

Wenn er mit der Hand über die linke Wange streicht, fühlt er absolut nichts. Der Nerv ist gekappt, die Wange ohne Gefühl. Das ist die Konsequenz des Bruchs des Augenhöhlenbodens, den er im vergangenen Juni an der WM im Spiel gegen Frankreich erlitten hat, nach ­einem unbeabsichtigten Tritt von ­Olivier Giroud. «Ich hatte grosses Glück, dass das Auge intakt blieb. Dafür bin ich dankbar. Ich brauchte aber mit YB eine gewisse Zeit, bis ich die Verletzung
mental verarbeitet hatte.»

Am Sonntag geht es gegen Thun nach dem 1:3 in St. Gallen und zuvor 13 Spielen ohne Niederlage für YB darum, mit einem positiven Resultat zu reagieren. «Wir machen eine gute Saison, sind deutlich stabiler», sagt er. «Aber um Meister zu werden, müsste uns eine
perfekte Saison gelingen. Basel ist eine Maschine, eine Meistermaschine.»

Markige Worte

Auf die Frage eines Journalisten, ob die Partie YB - Thun überhaupt als richtiges Derby bezeichnet werden könne – da die Tradition fehle, wie etwa bei GC -FCZ, und die beiden Berner Vereine sich ohnehin gut verstünden –, sah sich YB-Trainer Uli Forte veranlasst, verbal ein bisschen draufzuhauen. «Es stimmt, die Clubs pflegen guten Kontakt, ich verstehe mich sehr gut mit Urs Fischer», bestätigte der 40-Jährige. Er habe Fischer auch seine Stimme für die Wahl «Coach des Jahres» gegeben. Aber am Sonntag, beim Derby im Stade de Suisse (Anpfiff um 13:45 Uhr), sagte Forte mit breitem Grinsen,
«will ich Urs tüchtig in den Arsch treten».

Forte sieht eine grosse Rivalität bei diesem Spiel. Er hat mit Ausnahme des verletzten Taulant Seferi alle Spieler an Bord. Bei Thun fehlen die gesperrten Dennis Hediger und Gianluca Frontino sowie die verletzten Nicolas Schindelholz, Elvedin Causi, Lotem Zino und Enrico Schirinzi.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/22256933

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 Beitrag Verfasst: Samstag 18. April 2015, 10:53 
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 Beitrag Verfasst: Samstag 18. April 2015, 18:32 
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Der Kids Day und das Sorgenkind

YB hat zuletzt im Stade de Suisse brilliert. Am Sonntag gegen Thun will Guillaume Hoarau seine tolle Bilanz bestätigen – und Raphael Nuzzolo aus dem Formtief finden.

Der Rücktritt von Dr. Müller-Wohlfahrt als Teamarzt Bayern Münchens sorgt für mediale Eruptionen in Deutschland.

Müller-Wohlfahrt (der tatsächlich einen Vornamen hat: Hans-Wilhelm) war seit 1977 Arzt bei den Bayern, er verstand sich nicht besonders gut mit Trainer Pep Guardiola – und trat schon einmal zurück von seinem Amt, wegen Differenzen mit dem damaligen Trainer Jürgen Klinsmann.

Nach dessen Entlassung kurz darauf kehrte der heute 72-Jährige, der aussieht, als könnte er sein eigener Sohn sein, zurück. «Die Zusammenarbeit zwischen Trainerstab und medizinischer Abteilung ist sehr wichtig», sagt YB-Coach Uli Forte am Freitagmittag während des Pressegesprächs, «denn es gibt immer Verletzte, die gut betreut werden müssen.»

Natürlich wünsche sich ein Trainer immer eine möglichst schnelle Rückkehr der maladen Fussballer, aber er vertraue den Urteilen der Fachkräfte. «Und fitspritzen tun wir Spieler nur, wenn kein Risiko einer Schädigung besteht. Man kann beispielsweise einen kleinen Zehen betäuben und mit Tape schützen, dann passiert nichts.»

Viel Spektakel zu Hause

Uli Forte ist am Medientermin gut aufgelegt. Der gebürtige Süditaliener freut sich über Napolis 4:1-Sieg am Donnerstag im Hinspiel der Europa-League-Viertelfinals beim Bundesligaspitzenverein Wolfsburg («Gegen Napoli gewinnt halt nicht jeder») – YB hatte Napoli in der Gruppenphase im Stade de Suisse 2:0 bezwungen. Und Forte freut sich auf das Derby gegen Thun am Sonntag, das ja immerhin eine Art Spitzenkampf sei. «Wir wollen unsere sehr gute Form zu Hause beweisen.»

Auswärts dagegen lief es YB in der Rückrunde nicht, aus 5 Partien in der Fremde resultierten bloss 6 Punkte (4:5 Tore), während die Young Boys zu Hause nach der Winterpause grosses Spektakel ablieferten (4:2 gegen GC, 4:2 gegen Basel, 3:2 gegen Sion, 3:0 gegen Zürich). «Wir trainieren halt oft auf Kunstrasen, das macht es einfacher», sagt Forte. «Und wir waren auswärts zuletzt nicht kreativ genug und ineffizient. Aber unsere Bilanz insgesamt ist ordentlich.»

Tatsächlich holte YB in 14 Auswärtspartien beachtliche 22 Punkte, zu Hause waren es 29 Zähler in 13 Auftritten. Am Sonntag geht es gegen ein Team, das die Heimspiele ebenfalls auf Kunstrasen austrägt.

Gegen Thun ist zudem Kids Day im Stade de Suisse, und das ist für die Young Boys ein erfreuliches Zeichen. Bisher wurden 18 Begegnungen ausgetragen, in denen Kinder zwischen 6 und 16 Jahren für 5 Franken ins Stadion dürfen, dabei siegte YB zwölfmal und verlor nur zweimal. Der Zuschauerschnitt betrug dabei etwas mehr als 20'000.

Nuzzolos Baisse vor dem Tor

Vieles also ist angerichtet für ein hübsches Fussballfest morgen. Ein kleines Sorgenkind jedoch gibt es bei den Young Boys, und das ist Raphael Nuzzolo, der seit über einem halben Jahr auf seinen 6.Saisontreffer wartet und in den letzten Wochen einige Grosschancen kläglich vergab.

«Ich habe lange mit ihm geredet», sagt Uli Forte. «Und ich bin nicht enttäuscht von ihm. Es gibt solche Phasen für Offensivspieler, das geht vorbei. Wichtig ist, dass er zu Chancen kommt. Und weiter so hart arbeitet.» Und dann gibt der Zürcher in eher holprigem Berndeutsch die Devise fürs Derby bekannt: «Gring ache und seckle!»

Auch Hoarau in Bern stärker

Getreu der ehemaligen Leichtathletin Anita Weyermann also will YB morgen agieren. Die gewaltigen Unterschiede zuletzt zwischen den Leistungen in Bern und auswärts zeigten sich übrigens auch an Guillaume Hoarau.

Der überragende Torjäger schoss in den 4 Rückrundenspielen im Stade de Suisse 7 Tore (!) und kam dabei in dieser Zeitung auf einen Notenschnitt von 5,625. Auswärts gelangen ihm in 4 Partien 2 Treffer (1 Penalty) – und die Note ist um 1,5 schlechter. In Thun (0:0) fehlte Hoarau gesperrt.

Am Sonntag müssen die Young Boys einzig auf Taulant Seferi (verletzt) verzichten. Die YB-Medizinabteilung hatte in dieser Saison noch nie so wenig zu tun.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26756473

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 Beitrag Verfasst: Samstag 18. April 2015, 22:09 
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 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. April 2015, 00:12 
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 Beitrag Verfasst: Sonntag 19. April 2015, 11:33 
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19.04.2015

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Das wäre dann nach 29 Jahren!

So kommt YB 2016 in den Titel-Himmel

Nach dem 1:3 in St. Gallen ist endgültig klar: YB holt auch diese Saison keinen Titel! Was braucht es, damit es 2016 endlich klappt?

Zehn Punkte Rückstand auf Basel, neun Vorsprung auf Thun. In den restlichen Spielen geht es für YB bloss noch um die Konsolidierung des zweiten Platzes, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt. Das ist keine sonderlich verlockende Perspektive.

Die aber auch ihren Vorteil hat: Die nächste Saison kann mit Volldampf geplant werden. Die Saison, die endlich wieder einen Titel bringen soll. Das wäre dann nach 29 Jahren!

Warum soll es 2016 so weit sein? Sportchef Fredy Bickel sagte in der «NZZ am Sonntag» letztes Jahr auf die Bemerkung, dass er bei seiner Rückkehr 2013 gesagt habe, in drei Jahren wolle er einen Titel gewonnen haben: Daran könne man ihn messen.

«Stimmt. Das Ziel habe ich nach wie vor.» Und er bejahte, dass man sagen könne, er habe schlecht gearbeitet, wenn YB bis 2016 keinen Titel gewonnen habe.

April 2015. Mittlerweile bereut Bickel seine Worte, denn nun kommt es zum finalen Showdown in der nächsten Saison. Die Messlatte liegt enorm hoch.

«Die Messlatte liegt immer hoch», sagt Bickel. «Ich habe bei meinem Amtsantritt gesagt, dass ich zu YB zurückgekehrt sei, um etwas zu gewinnen. Es ist ein sehr grosser Anreiz, mit YB Geschichte zu schreiben.» Das tönt nicht mehr sehr ultimativ.

Doch was braucht YB, damit es endlich klappt? Nicht viel. Die Achse mit Mvogo, Von Bergen/Vilotic, Sanogo und Hoarau steht. Es braucht Retuschen. Punktuelle Verstärkungen. So hat sich gezeigt, dass Alex Gerndt nicht der geeignete Mann hinter Hoarau ist. Er kommt als Stossstürmer besser zur Geltung.

«Das kann man so sehen», bestätigt Bickel. «Wichtig ist, dass er sich mit Hoarau sehr gut versteht und die beiden im Spiel bei Bedarf die Positionen tauschen können.» Bickel sieht keinen Bedarf auf dieser Position. Wir sagen: Diesen Königstransfer muss er tätigen!

Zweite Problemzone: die Flügel. «Auf diesen Positionen müssen wir auf mögliche Abgänge vorbereitet sein», sagt Bickel. Und denkt dabei wohl an Renato Steffens Bundesliga-Träume.

Im gleichen Atemzug sagt der Sportchef aber auch: «Steffen ist clever genug, dass er den richtigen Zeitpunkt für einen Wechsel wählen wird. Aus meiner Sicht wäre es im Sommer noch zu früh, ins Ausland zu gehen.»

Am stärksten im Fokus dürfte bei YB Marco Schönbächler, dessen Vertrag beim FCZ ausläuft, stehen. Gonzalo Zarate, der sich stolz Neo-Besitzer des Schweizer Passes nennen darf und dessen Vertrag Ende Saison ausläuft, taugt höchstens als Back-up. Bickel sagt: «Mit ihm sprechen wir im Mai.»

Sind alle Steinchen im YB-Titel-Mosaik am richtigen Ort, sollte es klappen mit der ernsthaften Herausforderung des FC Basel.

Oder? «Das schauen wir ab Sommer», sagt Bickel. «Im Moment konzentrieren wir uns auf die letzten neun Spiele der Saison.» Sagts. Und das Phrasenschwein freut sich.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 67884.html

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