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 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. März 2005, 09:46 
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Bund, 15.3.2005

Andy Rihs entdeckt Bern

Der Phonak-Chef steigt bei der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG ein
Ein erster hochkarätiger «Transfer» ist den Verantwortlichen bereits viereinhalb Monate vor Stadioneröffnung gelungen: Der Hörgeräte-Unternehmer Andy Rihs steigt als Verwaltungsrat und Aktionär beim Stade de Suisse ein.

Andy Rihs ist in Sportkreisen durch sein Engagement im Radsport bekannt geworden: Er ist Besitzer der Profi-Radsportgruppe Phonak Cycling Team. Die Schweizer Rad-sportgruppe wirbt seit einigen Jahren trotz Doping-Nebengeräuschen mit viel Erfolg für die Phonak-Hörgeräte.

Der Einstieg des 62-jährigen Zürcher Unternehmers (heimatberechtigt im Bernischen Meinisberg) erfolgt nicht direkt via Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG (im folgenden SdS), wie das Gebilde schwerfällig heisst, sondern über die im letzten Jahr gegründete Sport und Event Holding AG, Luzern, die sämtliche SdS-Anteile hält. Luzern wurde gemäss Angaben der Contract Media AG (der neuen Medienstelle des SdS) als Sitz gewählt, weil diese Stadt eine optimale Holdinglösung anbiete, sogar eine attraktivere als Zug. Zudem habe man den Aktienmantel einer bereits bestehenden Gesellschaft in Luzern nutzen können.
In der Sport und Event Holding AG, die sich unter anderem mit dem Stadion-Catering und Aufgaben in ähnlichen Bereichen befasst, sitzen die Unternehmer Benno Oertig (Präsident), Urs Meile und Peter Jauch mit einem Aktienpaket von je 20 Prozent im Verwaltungsrat – zu ihnen stösst nun mit dem gleichen Anteil Andy Rihs. Die restlichen 20 Prozent sind im Besitz eines Aktionärskonsortiums.
Der SdS-Verwaltungsrat ist identisch mit jenem der Sport und Event Holding AG – also wird Andy Rihs künftig auch für die Belange des neuen Stadions (und damit der Betriebs-AG des BSC Young Boys) mitverantwortlich sein. Zu seinem Engagement äussert er sich wie folgt: «Ich bin begeistert von der multifunktionalen Stadionidee und den Möglichkeiten, die diese tolle Arena für Sportveranstaltungen und Kulturevents bietet.» Ein solches Stadion lebe von den Emotionen, deshalb sei er überzeugt, dass das Stade de Suisse eine grosse Symbolkraft auf den ganzen Schweizer Klubfussball ausüben werde. Und: «Stark profitieren wird sicher YB, das in dieser einzigartigen Umgebung seine Heimspiele austragen kann.»
Die Frage stellt sich, ob die SdS nach Beizug eines finanzkräftigen neuen Aktionärs künftig mehr Geld bei den Young Boys investieren wird. In dieser Beziehung ist noch kein Entscheid gefallen, wie Verwaltungsrat Peter Jauch bestätigt: «Wie viel Geld wir in den Fussball stecken werden, hängt einzig und allein vom Betriebsergebnis ab. Das heisst: Der Markt muss sprechen und entscheiden, ob investiert werden kann oder nicht.»
Der Markt: Da ist einerseits der Vorverkauf (bisher sind offiziell erst 7500 Saisonkarten abgesetzt; man rechnet bis zum offiziellen Vorverkaufsstart für die Eröffnungsfeier am 21. April vorerst nur mit 8000 Karten), anderseits die Vermarktung aller Veranstaltungen.


Nicht nur Fussball . . .

Rihs denkt ähnlich wie Jauch, denn er sei nicht als Donator, sondern als Unternehmer in Bern eingestiegen: «Man hat anderswo gesehen, wozu blinde Investitionen führen können. Das ist beim Stade de Suisse nicht der Weg, den wir gehen möchten. Wenn aber etwas Sinn macht – dann werden wir es möglich machen.»
Letzteres muss übrigens nicht zwingend mit Fussball zu tun haben: «Das Stadion», sagt Rihs, «könnten wir auch für die Tour de Suisse oder die Tour de France öffnen . . . Aber warten wir vorerst ab.» Auch an Ideen hat es Rihs noch nie gefehlt.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. März 2005, 13:53 
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Die Gelben - sie sind da

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Die ersten gelben Sitzplätze trafen im Stadion ein. Das YB Logo ist
jetzt schon im Balkon des Sektors C gut erkennbar. Schlussendlich wird
das Markenzeichen des Heimklubs BSC Young Boys auf drei Seiten im oberen
Rang nachgezeichnet sein. Die restlichen Sitzplätze bilden einen
einheitlichen, anthrazitfarbenen Hintergrund.

Am 20. Januar 2005 montierten die Arbeiter die Nummer eins unter den
Sitzplätzen, «der heisse Stuhl». 31'783 weitere werden bis zur Eröffnung
am letzten Juliwochenende folgen.


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. März 2005, 22:47 
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meine Frage:

bleibt der Schatten bzw 3D-Effekt beim Logo grau (wie es jetzt ist) oder wird dieser platz mit anthrazit-farbigen Sitze aufgefüllt?
auf jeden Fall: sieht spitze aus! 8)


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. März 2005, 11:50 
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20min.ch, 18.3.2005

Jetzt erstrahlen im Wankdorf die gelben YB-Logos

3000 Stühle pro Woche verschraubt derzeit ein Montageteam aus Deutschland im neuen Stade de Suisse Wankdorf.

«Wegen der Kälte gab es leichte Verzögerungen», sagt Beat Wenger von der Marazzi AG. Seit gestern ist auch das YB-Logo auf den gelben Stühlen zu sehen. Seit Anfang Februar werden die 31 783 Stühle etappenweise geliefert und montiert. Wenger: «Bis Ende April sind wir fertig.»

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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. März 2005, 15:06 
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Sieht eigentlich noch schön aus.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. März 2005, 21:49 
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Finde es super, dass das YB-Logo in die Sitze eingearbeitet wird und nicht wie vor langer Zeit mal geplant alles verschiedenfarbige Sitze kommen.
Sieht super aus


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. März 2005, 22:22 
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Das dürfte wohl der Gästesektor mit eingebauter Sprinkleranlage sein. :grin1:


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 20. März 2005, 10:06 
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NZZ, 20.3.2005

Alles unter einem Dach

Stade de Suisse, Andy Rihs, YB - Wie in Bern Dinge bewegt werden

Rund um das Stade de Suisse wurden unvermittelt dreierlei Neuerungen bekannt. Erstens beteiligt sich der Phonak-Chef Andy Rihs mit einem namhaften Betrag zu einem Fünftel an der Sport und Event Holding AG in Luzern. Zweitens existiert diese Holding, die alle Anteile der Vermarktungsgesellschaft des Stadions («Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG») hält, schon seit Mitte Dezember 2004, was erst jetzt offizialisiert wird. Und drittens arbeitet die Contract Media AG, das Büro des früheren Journalisten und heutigen Unternehmensberaters Sacha Wigdorovits, neuerdings für die Medienstelle des Stade de Suisse.

Aus der Optik des BSC Young Boys, der ab August im Stadion zur Party bitten darf, heisst dies: Er hat dank der Sportstätte nicht mehr nur die ihn finanzierende Muttergesellschaft, sondern auch eine Dachgesellschaft. Beiderorts sind die Verwaltungsräte - und damit die YB-Geldgeber - identisch: Benno Oertig, der Verwaltungsratspräsident der Inkasso-Firma Intrum Justitia, der frühere Charles-Vögele-Finanzchef Urs Meile sowie Peter Jauch. In der Dachgesellschaft gesellt sich Rihs dazu, der im «Blick» grossflächig gefeiert und zu (YB-)Investitionen aufgerufen wurde. «Toll sind auch die Menschen, die Leben in diese phantastische Arena bringen werden», liess sich Rihs in einer Medienmitteilung zitieren.

Der Phonak-Chef sei mit «seinen vielen Ideen» als Verstärkung gedacht, sagt Benno Oertig. Peter Jauch, der in allen Gremien sitzt und als mächtiger YB-Mann gilt, ergänzt: «Wir ändern die Strategie mit Rihs nicht gross und lassen uns die Aufstellung auch künftig nicht von Medienleuten diktieren.»

An der defensiven Strategie soll sich nichts ändern, sie wurde allen im Verein eingeimpft. Keiner muckt auf, auch der Trainer Hans-Peter Zaugg ordnet sich ohne Einschränkung unter. «Es bestätigt sich alles, was die Geldgeber in Sachen Fussball und Finanzen voraussagen», lobt der sich fügende YB-Präsident Peter Mast. Letzterer sitzt mit dem Stadion-Finanzchef Marco Steiner und Jauch im Verwaltungsrat der YB- Betriebs-AG. Die Fronten Stadion/Verein sind schon lange fliessend. Alle reden, als wären sie gleichgeschaltet.

Die Frage bleibt, weshalb es die Luzerner Holding braucht. Der Platz Luzern sei für Holdinggesellschaften steuertechnisch von Vorteil, sagt Wigdorovits, die Stadion-AG müsse hingegen weiterhin in Bern Steuern bezahlen. Laut Oertig wollen die Investoren mit Rihs, dessen «Kompetenzfeld Radsport» sowie dem Holdingdach neue Richtungen einschlagen. «Wir haben ein Zeichen gesetzt und können unsere Erfahrung auch in anderen Stadien einbringen», gibt Oertig zu verstehen. Jauch erwähnt den «neu zu gründenden Gastrobetrieb» im Stadion, der unter dem Holdingdach angesiedelt werde. Dass über die Holding erst mit Monaten Verspätung informiert wird, nennt Oertig eine «Kommunikations- Lücke».

Solchen Lücken soll das siebenköpfige, zum Teil aus früheren «Blick»- Journalisten bestehende Team um Sacha Wigdorovits Abhilfe schaffen. Wigdorovits gilt als PR-Mann für schwierige Fälle. Er veröffentlichte mit dem früheren Swiss-Chef André Dosé ein Buch, um dessen Image zu polieren. Zuvor hatte er Dosé als «Mister Euro 2008» zu lancieren versucht. Er werkelte im letzten Jahr an einem Putsch im Schweizer Fussball («Alle gegen den Verbandschef Zloczower») mit, an einem Umsturz, dem der Fehler anhaftete, dass er trotz massivstem Medien- Druck nie stattfand. Er versuchte 2001 vergeblich, mit Jean-François Kurz den heutigen Verbandsoberen Zloczower zu verhindern. Er stand Andy Rihs bei, nachdem sich in dessen Radteam die Dopingfälle gehäuft hatten. Er organisierte vor einem Jahr einen Workshop zum Schweizer Fussball, wo der Kontakt zu Jauch zustande kam. Und so ergibt die eine Verbindung die nächste.

In zirka 130 Tagen wird das Stade de Suisse eröffnet, was zwangsläufig Medienpräsenz nach sich zieht. «Wir bauen eine PR-Strategie auf», sagt Jauch dazu. Warum mit Wigdorovits? «Warum nicht?», fragt Jauch zurück. Das PR-Büro habe einen Planungsauftrag, schliesst Jauch, derweil Wigdorovits ergänzt, es gehe bei dem Mandat um die «Ausarbeitung eines integralen Kommunikationskonzeptes».

Vielleicht kommt alles gut mit dem Stade de Suisse und YB. Auf jeden Fall läuft die PR-Maschine, und die Tonalität ist entsprechend. Diese «tolle Arena» sei eine «exemplarische Meisterleistung», lässt sich Rihs zitieren.

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. März 2005, 23:20 
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Beiträge: 1036
das isch dr neu sicherheitsverantwortlech vom stade de suisse wankdorf, ä zivilbulle wo gloub in bärn nid unbekannt isch. hie ä chline usschnitt usem bund bricht vom 26.3.05 (finde leider dr ganz bund bricht vom letschte samschtig nid im netz)



Trolliet, Kurt: Einsatzort Wankdorf

konter-zivi, 26.03.2005 12:47
Ein Ausschnitt aus dem Bund von heute, wos um Nachrichtenbulle Kurt Trolliets Nebenjob geht...

Euro 08 wir kommen...

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(...) Im neuen Wankdorfstadion (Stade de Suisse), das in 128 Tagen eröffnet wird, überlässt man nichts dem Zufall. Als Leiter Sicherheit haben die Verantwortlichen einen ausgewiesenen Experten verpflichten können.

Der Sicherheitsverantwortliche im Stade de Suisse heisst Kurt Trolliet, arbeitet seit 1996 beim Informationsdienst (vormals Nachrichtendienst) der Stadtpolizei Bern und ist dort zuständig für die Beobachtung politischer Extremisten und Hooligans. Seit 1. Februar ist Trolliet nur noch zu 70 Prozent bei der Polizei angestellt, die restlichen 30 Prozent beschäftigt ihn die Stade de Suisse AG. Diese Doppelanstellung wirft Fragen auf: Darf ein Ordnungshüter einer Nebenbeschäftigung im privaten Sicherheitsbereich nachgehen? Ist die Person im Stande, ihre unterschiedlichen Aufgaben sauber auseinander zu halten? Oder ergeben sich hier Synergieeffekte, die erwünscht sind?

Bekanntes Modell

Personalrechtlich sei alles abgesegnet und kein Problem, sagt Kurt Trolliet. Trotz Segen von oben behält sich Trolliet vor, das Engagement im Stade de Suisse von sich aus zu beenden. Er betrachte das Jobmodell vorerst als eine Art Versuch.
Trolliet ist nicht der einzige Stadtpolizist, der als Sicherheitsverantwortlicher für ein privates Unternehmen arbeitet. Auch der Schlittschuhclub Bern beschäftigt in dieser Funktion einen Polizisten.

Beide Seiten profitieren

Aus Sicht der Stadionbetreiber ist Trolliet eine Traumbesetzung. Aufgrund seiner Berufserfahrung – als Beobachter ist Trolliet seit Jahren in den Fussballstadien der Schweiz anzutreffen – bringt er intime Kenntnisse der Hooligan-Szene mit. Und auch der Stadtpolizei kommt Trolliets Engagement im Solde von Stade de Suisse nicht ungelegen: Während sich die Lohnkosten aufgrund der Pensenreduktion verringern, bleibt sein komplettes Wissen erhalten, ja noch mehr: Dank seiner neuen Tätigkeit hat Trolliet privilegierten Zugang zu Informationen über den Stadionbetrieb, die ein anderer Polizist nur mit einem gewissen Aufwand beschaffen könnte. «Da gibt es durchaus Interessenkonflikte, die bislang noch nicht befriedigend gelöst sind», gesteht Trolliet ein. (...)


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 Beitrag Verfasst: Freitag 1. April 2005, 15:42 
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Information Saisonkarten 2005/2006

Alle Bestellungen von Saisonkarten für die Spielzeit 2005/2006 können
vollumfänglich berücksichtigt werden. Antragsteller, welche ihr
Abonnement bereits bezahlt haben, werden - wie im Januar 2005 bereits
angekündigt - Ende April 2005 über ihren zugeteilten Sitzplatz
orientiert. Alle Saisonkartenbesitzer und/oder YB-Vereinsmitglieder
profitieren zudem ab diesem Zeitpunkt von einem Vorkaufsrecht auf das
Eröffnungsspektakel vom 30. Juli und das Eröffnungsturnier am 31. Juli
2005.


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