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3:0 gegen Monaco - der FC Porto besteigt den europäischen Thron
Der FC Porto hat zum zweiten Mal den europäischen (Klub-)Fussballthron bestiegen. Der portugiesische Meister setzte sich im Final der Champions League gegen Monaco 3:0 durch. Die Tore markierten Carlos Alberto (39.), Deco (71.) und Dimitri Alenitschew (75.).
[Si] - FC Porto, in der heimischen Liga längst (Abonnements-)Champion (13 Titel in den letzten 20 Jahren), gewann in der Schalker Arena von Gelsenkirchen den dritten Kontinental-Titel. Vor einem Jahr holten die Lusitaner in nahezu gleicher Formation und ebenfalls mit Trainer José Mourinho den UEFA-Cup und 1987 hatte Porto im Meistercup-Final gegen Bayern München dank des legendären Absatz-Tor des Algeriers Rabah Madjer 2:1 gesiegt.
Wie damals vor 17 Jahren entschieden die Portugiesen die Partie mit einem Doppelschlag in der Schlussphase; diesmal allerdings führten die beiden Treffer von Deco und Alenitschew nicht zur Wende, sondern zur Konsolidierung des letztlich (zu) klaren Erfolges. Innert 250 Sekunden erhöhten der portugiesische Spielmacher und der eingewechselte Russe auf 3:0. Sehenswert war vor allem der zweite Treffer von Deco, der einen mustergültigen Konter nach einem Zuspiel Alenitschews überlegt abschloss. Das dritte Tor schoss Alenitschew kurz darauf alleine vor Monacos Torhüter Flavio Roma selbst.
Auf einen derart klaren Ausgang hatte vor der Pause nicht das Geringste hingewiesen. Der wegweisende Führungstreffer Portos fiel in der 39. Minute sogar völlig überraschend. Der 20-jährige Brasilianer Carlos Alberto wollte zunächst eine Flanke zu Sturmpartner Derlei weiterleiten, doch vom Bein von Monacos griechischem Mittelfeldspieler Akis Zikos fiel ihm der Ball nochmals vor die Füsse und er traf aus der Drehung zum 1:0. Es war das erste Champions-League-Tor des jungen Südamerikaners.
Über Monaco, das von der gesamten Fürsten-Familie moralischen Support erhielt, war das Unheil schon früh hereingebrochen. Bereits nach 23 Minuten musste Playmaker Ludovic Giuly das Feld verletzt verlassen. Der kleine Internationale und Captain der Equipe war bis anhin der Einzige gewesen, der dem Spiel Monacos eine Linie gegeben hatte. So war der Dritte der Ligue 1 immerhin in der Startphase zweimal mit Steilpässen gefährlich vor das Tor Portos gekommen. Zu einem Abschluss kamen die Spieler aus dem Fürstentum indes nicht - Vitor Baia hatte jeweils aufgepasst und die Zuspiele weit vor dem Strafraum abgefangen.
Nach dem Rückstand drängte Monaco den Kontrahenten zwar gelegentlich bedrohlich weit zurück, zu Torchancen gelangte es aber gleichwohl nicht. Dabei standen nach dem Eintritt des Kroaten Dado Prso (für Giuly), der an der Seite des Spaniers Fernando Morientes stürmte, die beiden besten Skorer der diesjährigen Königsklasse auf dem Feld. 16 Treffer hatte das Duo bisher erzielt, doch im Final konnte es kaum Akzente setzen; den beiden fehlten offenkundig die Ideen und Vorlagen von Giuly.
AS Monaco - FC Porto 0:3 (0:1)
AufSchalke, Gelsenkirchen. -- 53 040 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Nielsen (Dä). -- Tor: 39. Carlos Alberto 0:1. 71. Deco 0:2. 75. Alenitschew 0:3.
Monaco: Roma; Ibarra, Rodriguez, Givet (72. Squillaci), Evra; Zikos; Cissé (64. Nonda), Bernardi, Rothen; Giuly (23. Prso), Morientes.
Porto: Vitor Baia; Ferreira, Jorge Costa, Carvalho, Nuno Valente; Mendes, Costinha, Maniche; Deco (85. Pedro Emanuel); Derlei (79. McCarthy), Carlos Alberto (60. Alenitschew).
Bemerkungen: 23. Giuly verletzt ausgeschieden (Leiste). Verwarnungen: 29. Nuno Valente (Foul). 39. Carlos Alberto (Trikot ausgezogen beim Torjubel). 77. Jorge Costa (Foul).
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