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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 11:57 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.12.2012  Zitat: YB-Frust in 3D
Wölfli klebt das Pech am Rücken
BERN - Wenn’s nicht läuft, kommt auch noch Pech hinzu. YB spielt gegen Sion nur 1:1 unentschieden. Beim Ausgleich der Walliser springt der Ball vom Pfosten via Rücken von Keeper Wölfli ins Tor.
Zwölfte Minute beim letzten Spiel auf dem Kunstrasen im Wankdorf: Nach einem Walliser Eckball kommt der Ball ausserhalb des Strafraums zu Sion-Topskorer Giovanni Sio.
Der Franzose mit der butterweichen Flanke in die Mitte. Seine Hereingabe in den Sechzehner wird länger und länger. Die Kugel klatscht an den Pfosten und hüpft via Marco Wölflis Rücken in die Maschen.
Sio über seinen 1:1-Ausgleich: «Reines Glück. Ich wollte flanken.» Pechvogel Wölfli ärgert sich nicht nur über diese Szene. «Wieder haben wir ein Tor gemacht. Wieder wird es abgepfiffen. Schon zum fünften Mal. Das ist nervend.»
Der Nati-Keeper spricht die 83. Minute an. Costanzo, der bereits für das 1:0 verantwortlich war, netzt zum zweiten Mal ein. Doch Schiri Studer gibt den Treffer nicht. Costanzo soll beim Gegner aufgestützt haben. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... ken-188805
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shalako
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Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 12:13 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.12.2012  Zitat: Die Noten zum Spiel YB gegen FC Sion (4. Dezember 2011)
Pascal Doubai zeigte gegen Sion eine gute Leistung. Alexander Farnerud wirkte für einmal blass.
Marco Wölfli: Note 4 Der YB-Goalie sah beim Gegentreffer unglücklich aus. Mit einer starken Parade gegen den alleine anstürmenden Sio in der Schlussphase rehabilitierte er sich jedoch für das Eigentor.
Elsad Zverotic: Note 4,5 Der Rechtsverteidiger leitete mit einem Pass auf Degen das 1:0 ein. Blieb auch danach sehr aktiv, wenn auch nicht ganz so erfolgreich im Spiel nach vorne. Seine präzise Flanke führte zu Costanzos annulliertem Kopftor.
Alain Nef: Note 4,5 Nef brauchte einen Moment, bis er gegen die flinken Sion-Angreifer den Rhythmus gefunden hatte. Spätestens ab der zweiten Halbzeit spielte er sicher.
Dusan Veskovac: Note 4,5 Auch Veskovac hatte die Gegenspieler nach einer gewissen Anlaufzeit weitgehend im Griff.
Christoph Spycher: Note 4,5 Der Routinier hatte hinter Costanzo auf der linken Seite viel Arbeit. Trotzdem fand er ab und zu Zeit und Raum für das Offensivspiel.
David Degen: Note 4 War engagiert bei der Sache, doch dem Flügelspieler war wie so oft in den letzten Wochen das Glück in den Aktionen nicht hold.
Alexander Farnerud: Note 3,5 Farnerud wirkte für einmal ziemlich matt. Das ist so kurz nach dem Tod und der Beerdigung seines Vaters auch verständlich.
Pascal Doubai: Note 5 Der Ivorer biss sich im zentralen Mittelfeld in die Partie. Nach dem Seitenwechsel gewann Doubai viele Zweikämpfe.
Moreno Costanzo: Note 5 Ein Tor, ein Lattenschuss, ein annullierter Treffer. Freude und Ärger lagen bei Costanzo, der gegen Sion auf der linken Seite agierte, nahe beisammen. Der 23-Jährige war einer der auffälligsten YB-Spieler.
Nassim Ben Khalifa: Note 3 Ben Khalifa spielte unauffällig und unglücklich.
Emmanuel Mayuka: Note 3,5 Auch die Leistung des zweiten YB-Stürmers war nicht überzeugend. Mayuka agierte am und im Strafraum zu umständlich und zu unpräzis.
Raphaël Nuzzolo: Note 3,5 Hatte nach seiner Einwechslung für Ben Khalifa keinen Einfluss.
Marco Schneuwly und Juhani Ojala waren zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden.
6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13306469
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shalako
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Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 12:15 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.12.2012  Zitat: YB im Pech: «Überall in Europa wird so ein Tor gegeben»
Nach Murat Yakin legt sich auch Christian Gross mit einem Schiedsrichter an. Der YB-Trainer hält das nicht gegebene Tor gegen Sion für einen Witz. Murat Yakin machte nach dem 0:1 gegen den FC Basel am Samstag seinem Ärger an der Pressekonferenz Luft. Der Luzern-Trainer ärgerte sich über einen ausgebliebenen Penalty-Pfiff von Ref Alain Bieri. Am Sonntag war die Reihe an Christian Gross, der nach dem 1:1 gegen Sion seinen Unmut kundtat. «Überall in Europa wird so ein Tor gegeben. Moreno springt hoch und erzielt ein herrliches Kopfballtor. Ich hätte ihm den Treffer gegönnt – zumal Moreno Costanzo nicht gerade als Kopfballungeheuer bekannt ist. Wenn Manchester so ein Tor erzielt, geht man ohne mit der Wimper zu zucken in die Mitte und macht den Anstoss. Da spüre ich das Fingerspitzengefühl nicht», so Gross.
So aber blieb es beim 1:1-Remis und bei den 11 Punkten Rückstand auf Leader Basel. Die Kritik, verbunden mit hohen Erwartungen, wird das Unentschieden nicht zum Verstummen bringen. Die Erwartungen will Gross aber unbedingt erfüllen und dazu wünscht er sich neue Spieler, zumindest Stürmer. Ob der Weihnachtswunsch des Trainers beim Verwaltungsrat Gehör findet, entscheidet sich nächste Woche, wenn sich die Berner Teppichetage zu einer Sitzung trifft.
Gross auf Stürmersuche in Dänemark
«Ich wünsche mir das natürlich, aber selbstverständlich können wir uns nur in einem vorgegebenen Rahmen bewegen», sagt Gross diplomatisch. Fakt ist, dass Gross nach dem Aus im Cup direkt nach Dänemark geflogen ist, um sich einen Kandidaten anzuschauen und auch der Technische Direktor Hansruedi Hasler weilte am letzten Wochenende im Ausland, um einen Stürmer zu beobachten.
Man wird abwarten müssen, ob YB-Präsident Benno Oertig und die Rihs-Brüder den Wünschen des Trainers nachkommen oder das Sparprogramm, das man nach dem Aus im Europacup startete, weiter fortsetzt. Will YB aber unbedingt den Erfolg – und dafür wurde der mehrfache Meistertrainer schliesslich geholt – wird man konsequenterweise die Mittel zur Verfügung stellen müssen. Zumal jeder CEO und Verwaltungsrat, der Christian Gross verpflichtet, weiss, dass der Zürcher nie kleckert, sondern lieber klotzt.
Das Aus für den Kunstrasen
Ein Geschenk erhält Gross schon einige Tage vor Weihnachten, genauer gesagt diese Woche. Das letzte Heimspiel in der Vorrunde 2011/12 war gleichzeitig das letzte auf Plastik. Am Mittwoch wird im Stade de Suisse ein Naturrasen verlegt – nach fünfeinhalb Jahren Plastikunterlage. «Es ist nicht so, dass ich bei meiner Anstellung die Bedingung gestellt habe, dass in Bern ein Naturrasen kommt», sagt Gross auf die Neuerung angesprochen schnell. Unglücklich ist er aber sicher nicht. Denn, dass der YB-Trainer kein Freund von Plastik ist, hat er in den letzten Jahren oft genug betont.
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shalako
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Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 12:17 |
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05.12.2011  Zitat: Ein Remis, das unglücklich macht
Nach dem 1:1 gegen Sion hadert YB wegen eines strittigen Schiedsrichterentscheids.
Es ist ein wohlbekannter Reflex bei Mannschaften, denen es nicht wunschgemäss läuft: Sie beklagen sich über Schiedsrichterentscheide und scheinbare Ungerechtigkeiten. YB gehörte in den letzten Wochen auffällig oft zum Klub der Jammerer. Die Berner ärgerten sich nach den Spielen in Neuenburg, Genf und Basel über ihrer Meinung nach reguläre Tore, die wegen einer Offsideposition nicht gegeben wurden. Gestern regten sie sich fürchterlich auf, weil Schiedsrichter Studer in der 83. Minute den vermeintlichen Siegestreffer von Costanzo aberkannte, weil er ein Foul des YB-Spielers gesehen hatte. Der Ostschweizer hatte in einem Kopfballduell mit Sauthier den Ellbogen eingesetzt. «Meiner Meinung nach war das kein Foul», war sich der einzige Berner Torschütze (9.) sicher, als er den zahlreichen Pressevertretern Red und Antwort stand. Teamcoach Heinz Schneiter war sich «fast hundertprozentig sicher, dass Moreno korrekt hochgestiegen ist». Etwas später, als Christian Gross den letzten Match auf dem Kunstrasen des Stade de Suisse Revue passieren liess, sprach er von dem «unsäglichen nicht gegebenen Tor». Wenn Manchester United ein solches Tor schiesse, annulliere es der Referee mit Bestimmtheit nicht.
Es braucht ein Fussballwunder
Der Frust bei den Gastgebern war nachvollziehbar. Sie hatten so gut wie selten in dieser Saison gespielt - und gehörten doch zu den Verlierern dieses Wochenendes. Das, weil der FC Basel am Samstag im eigenen Stadion Luzern 1:0 besiegte und nunmehr bereits 11 Punkte vor den Young Boys liegt. Diese wissen haargenau, dass sie nur noch ein kleines Fussballwunder an die Tabellenspitze bringt in der Saison 2011/12. «Machen wir uns nichts vor: Es wird sehr, sehr schwierig», sagte Costanzo. Der junge Mittelfeldspieler mochte die Situation nicht schönreden: «Wir haben alle mehr erwartet.» Christoph Spycher appellierte an den Berufsstolz: «Wenn wir weiterhin hart arbeiten, werden wir irgendwann belohnt.»
Viel Aufwand, wenig Ertrag
Beim letzten Match auf Kunstrasen wurde YB für seine Anstrengungen schlecht belohnt. Das Team erspielte sich so viele Torchancen wie seit dem ersten Heimspiel gegen Basel nie mehr. Costanzo traf das Lattenkreuz (18.), Nefs Kopfball landete an der Latte (43.), Farnerud, Costanzo und nochmals Farnerud prüften Vanins mit harten Schüssen, Degen sah seinen Schuss vom herausstürzenden Sion-Goalie blockiert. Gross gefiel, wie sich seine Mannschaft nach dem missglückten Cupmatch präsentierte: «Sie hat eine gute Reaktion gezeigt.» Er fand es angebracht, die Leistungen von Doubai und Costanzo besonders hervorzuheben. Lobende Worte fand er auch für Wölfli, obwohl dieser beim 1:1 - einem Lobball von Sio aus fast 30 Metern - schlecht ausgesehen hatte.
Nicht zufrieden war Gross einmal mehr mit dem Verhalten seines Team im Abschluss. Seinen Wunsch nach Verstärkungen in der Offensive hat er längst deponiert. Wenn der Verwaltungsrat nicht bereit wäre, zusätzliches Geld für Transfers zu sprechen, wäre er enttäuscht, sagte der Coach gestern.
Sio vergab für Sion den Matchball
YB mochte mit dem Schicksal hadern, doch auch die Gäste hatten gute Gründe, sich über das Endergebnis aufzuregen. Afonso hatte in der ersten Hälfte den Pfosten getroffen, Sio scheiterte allein am glänzend reagierenden Wölfli (81.). Eine Minute später riskierte der Nationalgoalie gegen den gleichen Spieler nochmals Kopf und Kragen. «Wir haben es verpasst, drei Punkte zu holen», bedauerte Sion-Trainer Laurent Roussey.
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shalako
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Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 12:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.12.2011  Zitat: Moreno Costanzo: «Nie und nimmer ein Foul»
Fussball YB-Offensivspieler Moreno Costanzo (23) war der herausragende Spieler beim 1:1 gegen Sion. Nach dem Spiel war er ziemlich aufgekratzt. Nach drei Niederlagen in Serie hat YB wieder nicht gewonnen.
Moreno Costanzo: Klar haben wir gewonnen.
Wie bitte?
Nein, klar haben wir nur 1:1 gespielt. Aber eigentlich hätten wir 2:1 gewinnen müssen. Aber zum fünften Mal in dieser Saison wird uns ein reguläres Tor aberkannt. Es ist zum Kotzen.
Sie sprechen die Situation an, als Schiedsrichter Studer Ihr gewonnenes Kopfballduell gegen Sauthier als Foul interpretiert hat.
Ja, aber es war nie und nimmer ein Foul. Ich gehe nur auf den Ball. So eine Aktion muss man nicht abpfeifen.
Zuvor hatten Sie nach einem Zweikampf mit Sauthier Penalty reklamiert. War es einer?
Man hätte durchaus Penalty pfeifen können. Aber es passt zu unserer Situation, dass wir vom Schiedsrichter nicht zwingend begünstigt werden.
Elf Punkte hinter Basel: Ist die Saison für YB bereits gelaufen?
Nein, die Saison ist noch lang. Ich will jetzt auch nicht zu weit nach vorne schauen. Wichtig ist jetzt einfach, dass wir das nächste Spiel in Thun gewinnen.
Trotz des verpassten Siegs hat man gegen Sion ein besseres YB gesehen als in den vorangegangenen Spielen.
Das sehe ich auch so. Es war eine gute Leistung, aber sicher kein Befreiungsschlag. Obwohl die letzten vier, fünf Wochen nicht einfach für uns waren. Im Unterschied zu vielen anderen Gegnern spielt Sion auch in Bern mit. Und das gibt automatisch mehr Möglichkeiten und Raum für unser Spiel.
Doch in der zweiten Hälfte spekulierte Sion nur noch auf Konter. Trotz aller Dominanz fehlte YB die Lösung, um diesen Beton zu knacken.
Das schon. Aber mit etwas mehr Glück gewinnen wir dieses Spiel 2:1.
Die ungenügenden Resultate bei YB werden häufig mit der fehlenden Qualität im Sturm begründet. Sehen Sie das auch so?
Jetzt wirds heikel. Nur so viel: Mit Streller und Frei ist es sicher einfacher, Tore zu erzielen. Aber es ist ja nicht nur der Sturm für die Tore verantwortlich.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 12:22 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.12.2011  Zitat: Der Ball liegt nun bei den Investoren
Fussball Im letzten Heimspiel auf Kunstrasen spielen die Young Boys gegen den FC Sion 1:1 Elf Punkte beträgt nun der Rückstand auf Leader Basel. Dabei schien es im Sommer, als könnte bei YB die Zeit des Hinterherhechelns ein Ende haben. Mit der Verpflichtung von Christian Gross wurde suggeriert, dass der erste Gewinn einer Trophäe seit 1987 im Sommer 2012 Tatsache würde. «Die Maschinerie ist auf Erfolg ausgerichtet.» Oder: «Wir haben den Nachbrenner gezündet.» Ilja Kaenzig, CEO bei den Bernern, heizte ebenso die Euphorie an wie Investor Benno Oertig, der verkündete: «Das ist jetzt die viel zitierte Phase 3. Also die Erntezeit.» Doch zu ernten gibt es in dieser Saison kaum etwas. Raus im Cup gegen Winterthur, raus in der Qualifikation zur Europa League gegen Braga, und in der Meisterschaft ist der FC Basel ausser Reichweite.
Bei YB hat man nun realisiert, dass Titelsammler Gross allein noch keine Erfolgsgarantie ist. Und, was noch viel schwerer wiegt: Die YB-Macher müssen eingestehen, dass sie das Kader falsch eingeschätzt haben. Man hat erwartet, dass bei Nassim Ben Khalifa ein Jahr ohne Spielpraxis keine Spuren hinterlässt. Man hat erwartet, dass sich der Kreuzbandriss bei Marco Schneuwly nicht nachhaltig auf sein Leistungsniveau auswirkt. Und man hat erwartet, dass Emmanuel Mayuka schon so weit ist, in die Fussstapfen von Seydou Doumbia zu treten. Man hat sich in allen drei Fällen geirrt und beklagt nun fehlende Durchschlagskraft im Sturm.
Zu Recht, wie der Auftritt gegen Sion einmal mehr bewiesen hat. YB zeigt nach zuletzt drei Niederlagen in Serie ein gutes Spiel. Die Berner sind bemüht, Dominanz und Druck zu entwickeln und das Publikum zu unterhalten. Und YB kommt zu Chancen. Aber meist sind die Stürmer Ben Khalifa und Mayuka nur in der Rolle eines unbeteiligten Statisten. Ben Khalifa hat eine, Mayuka vielleicht eine halbe Chance. Für die wirklich gefährlichen Offensivaktionen sind andere verantwortlich. Respektive hauptsächlich einer: Mittelfeldspieler Moreno Costanzo.
Nach 200 torlosen Minuten in der Super League befreit Costanzo mit dem 1:0 in der 9. Minute nicht nur YB, sondern auch sich selbst. Ausgerechnet der 23-jährige Ostschweizer, dessen Fähigkeiten und Leistungen häufig im Widerspruch stehen – zumindest in dieser Saison – spielt gegen Sion gross auf. Ausgerechnet der sensible Techniker, der in der nüchterner gewordenen YB-Welt zwischendurch verloren schien, weckt mit seinem gestrigen Auftritt wieder etwas Zuversicht im Stade de Suisse.
Costanzo ist bei fast allen Aktionen von grosser Torgefahr beteiligt. In der 19. Minute, nachdem Sio mit einem Kunstschuss via Pfosten und Wölflis Rücken ausgeglichen hatte, prallt sein Freistoss ans Lattenkreuz. In der 32. Minute kann Zverotic seine Vorarbeit nicht veredeln. In der 48. Minute bringt er Vanins mit einem Distanzschuss in gröbere Schwierigkeiten. In der 60. Minute reklamiert er Penalty nach einem Zweikampf mit Sauthier. Und als er in der 83. Minute doch noch ein zweites Mal trifft, wird ihm das Tor zu Unrecht annulliert. Schiedsrichter Stephan Studer will im Luftduell zwischen Costanzo und Sauthier ein Foul des YB-Spielers gesehen haben. «Das ist unerklärlich», so YB-Trainer Christian Gross. «Wenn ManUtd ein solches Tor erzielt, wird es ohne mit den Augen zu zwinkern gegeben. Immerhin hat man gespürt, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigen wollte.»
Aber wie steht es mit den Verstärkungen? Werden die YB-Investoren, die weder die Doumbia- noch die Bienvenu-Einnahmen in Realersatz investiert haben, in der Winterpause das Portemonnaie für Verstärkungen öffnen? Oder haken sie die Saison wegen des grossen Rückstands auf Basel ab? In der Meinung, dass die jetzige Mannschaft gut genug für Platz 2 oder 3 ist? Gross sagt: «Ich glaube, die Investoren haben das richtige Gespür. Aber bis zum jetzigen Zeitpunkt habe ich noch keine Zusage für Verstärkungen.» Dabei braucht er dringend mehr Leadership, wie er selbst sagt.
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