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 Beitrag Verfasst: Dienstag 29. November 2011, 00:47 
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Der grosse Coup

WINTERTHUR. Der FCW ist erstmals seit 2005/06, seit dem 4:2 gegen GC, wieder Viertelfinalist im Schweizer Cup. Diesmal dank einem 3:2 im Elfmeterschiessen gegen die Young Boys – nach einem 1:1 in 120 Minuten.

Die Young Boys kamen, wie vor sechs Jahren GC, als Spitzenteam der Super League auf die «Schützi» – als Gast eines FCW, der in der Challenge League viel Mühe hat(te). Die Erinnerung an den Match gegen GC, an die drei Tore Patrick Bengondos, hielt sich in der FCW-Gemeinde über all die Jahre. Gestern wurde sie aufgefrischt, durften sich die FCW-Fans wieder mal ausgiebig freuen; sie, die in dieser Saison in acht Spielen noch keinen Heimsieg in der Meisterschaft miterleben durften, in 15 Ligamatches im Kalenderjahr 2011 nur einen (in Zahlen: 1).

Vor 6000 Zuschauern fand sich der FCW zu einer taktisch und kämpferisch ausgezeichneten Leistung. Ergänzt mit einer Portion Spielglück, reichte sie, einen Gegner zu eliminieren, für den der Cup grösste Bedeutung hatte, weil er in der Meisterschaft deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt und seine Titelchancen praktisch schon ad acta legen muss. Und wie einst spielte Bengondo wieder eine wichtige Rolle: In seinem ersten Einsatz von Beginn weg für den FCW seit dem Mai 2008 schoss er Sekunden nach der Pause das Tor, das den Aussenseiter erst so richtig an seine Chance glauben liess. Es war nach perfekter Flanke Sven Lüschers ein Kopfball, dem Torhüter Marco Wölfli nichts anhaben konnte.

Leites vier Paraden

Held des Tages wie vor sechs Jahren war «Bengo» allerdings nicht. Dieses Lob verdiente sich Christian Leite, der Torhüter. Er zeigte nach den regulären 90 Minuten, zu denen der Ausgleich David Degens mit einem Aufsetzer aus 20 Metern in der 63. Minute gehörte, vor allem in der Verlängerung noch die eine oder andere erstklassige Parade; gegen den alleine vor ihm aufgetauchten Emmanuel Mayuka in der 116. oder gegen einen Kopfball Alain Nefs aus fünf Metern in der 118. Minute.

Doch seine grosse Stunde schlug dann im Elfmeterschiessen: Als Erster lief Alexander Farnerud, einer der Berner Routiniers, gegen ihn an. Leite holte den Ball aus der linken Ecke. Schiedsrichter Wermelinger monierte aber (und dies zu Recht), Leite habe sich zu früh nach vorne bewegt. Also durfte sich Farnerud nochmals versuchen, nun schoss er in die andere Ecke – wieder war Leite da.

2:1 für den FCW stand die Kurzentscheidung nach Toren Lüschers, Christoph Spychers und Stefan Itens. Als Nächster scheiterte Mario Raimondi an Leite; Isuf Llumnica traf zum 3:1, Degen zum 3:2. Danach hatte Ermir Lenjani den ersten «Matchball», Wölfli wehrte ihn ab. Doch dann erlöste Leite Kollegen und Fans, denn es konnte ihn auch Raphael Nuzzolo nicht überwinden. Der letzte FCW-Schütze, es wäre Verteidiger Daniel Sereinig gewesen, brauchte nicht mehr anzutreten.

Es jubelten die Winterthurer. Es sanken die Berner in die Knie, die in ihrer Lage nichts weniger brauchen konnten als eine Cupniederlage gegen einen Unterklassigen. Die Young Boys verloren, was sich bisher auch unter Christian Gross nicht geändert hat, wieder mal ein bedeutsames Spiel. Sie verloren es, obwohl sie es feldmässig meist beherrscht und sich insgesamt auch mehr Torchancen herausgespielt hatten. Aber sie konnten ein weiteres Mal nicht verbergen, dass ihr Offensivspiel einfach zu wenig zwingend ist, dass sie einfach keine Angreifer von Klasse haben, um einen gut kämpfenden und kompakt stehenden Gegner wie diesen FCW zu bezwingen.

Natürlich wäre es kein Skandal gewesen, die Berner hätten knapp gewonnen. Es fehlte ihnen auch etwas Glück, beispielsweise in jener Szene nach einer halben Stunde, als Dusan Veskovac wohl kaum im Abseits stand, als er das 1:0 erzielt zu haben schien. Aber es war insgesamt zu wenig Durchschlagskraft im Berner Angriff, zu wenig Kreativität auch. Es wurde zu wenig an individueller Qualität, aber auch an Tagesform geboten.

Ideale Voraussetzungen genutzt

Für den FCW waren die Voraussetzungen allerdings auch ideal, so ganz anders, viel besser eben auszusehen als in Meisterschafts-Heimspielen mit ihrem offenbar so unerträglichen Erfolgsdruck. Diesmal konnte er auf Abwarten spielen, war jeder schon mal zufrieden, wenn nur der Gegner am Torschuss gehindert wurde. Die Konterchance, so liess sich absehen, würde schon irgendwann kommen. Sie kam beim 1:0; sie wäre später nochmals vorhanden gewesen, als Bengondo nach Vorarbeit Lüschers und Altin Osmanis alleine vor dem leeren Tor das Lattenkreuz traf. Und sollte der Linienrichter in dieser Szene Abseits angezeigt haben, hätte er völlig danebengelegen ...

Aber der grosse Coup war nur möglich, weil der FCW – als Kollektiv – stark verteidigte. Dieses Lob ist uneingeschränkt, auch wenn die stolze Serie von sieben Spielen ohne Gegentor seit dem 0:2 in Bellinzona am 3. Oktober zu Ende ging. Leite war Klasse; Iten, Sereinig, Savvas Exouzidis und – besonders erwähnenswert – auch Lenjani, immerhin gegen Degen, spielten sehr gut; dazu Patrik Schuler, der für die letzte Viertelstunde Exouzidis vertrat. Defensiv gut waren aber auch Nick von Niederhäusern als «Sechser» und das Quartett im (allerdings nur etwas) offensiveren Mittelfeld vor ihm.

Es fehlte dem FCW an diesem Tag, da Bengondo sein Comeback als einzige Spitze gab, eigentlich nur die Schnelligkeit in vorderster Reihe, die das Konterspiel für YB noch unangenehmer gemacht hätte. «Bengo» setzte den Bernern immerhin – im wahrsten Sinn des Wortes – hart zu und wurde vom Schiedsrichter auch noch benachteiligt. Aber weil YB das Angreifen nun wirklich nicht erfunden hat, weil der Match auch etwas für den FCW lief, reichte es doch zum Sieg, den gewiss keiner erwartet hatte, der eine Woche vorher das 0:0 gegen die SR Delémont über sich hatte ergehen lassen.


http://www.landbote.ch/detail/article/d ... /99171653/

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 29. November 2011, 00:57 
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28.11.2011

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YB-Pleite gegen Leite: Winti-Goalie parierte vier Penaltys

Boss Kaenzig: «Die Glücksfee ist schuld»

Advent, Advent, der YB-Baum brennt. Cup-Aus im Penaltyschiessen gegen Winterthur. Gleich viermal versagen die Berner vom Punkt - noch schlechter als die Nati an der WM 2006 gegen die Ukraine.

Gleich viermal scheitern die Berner an Christian Leite, dem 26-jährigen Brasilianer im Tor des FCW. Zuerst blockt der Winti-Goalie gleich zwei Versuche von YB-Star Farnerud ab (der Schwede kann von der Wiederholung nicht profitieren), dann scheitern Raimondi und Nuzzolo am Mann, den die FCW-Fans «The Wall», die Mauer, nennen.

«Harmlos» sei sein Team im Angriff gewesen, sagt YB-Trainer Christian Gross. So niedergeschlagen wie gestern hat man den Höngger selten gesehen.

Auch YB-CEO Ilja Kaenzig nimmt nach der bitteren Cup-Pleite Stellung. Im Interview mit Blick.ch zeigt er sich enttäuscht, findet aber auch keine Erklärung für das Desaster. Kaenzig: «Die Glücksfee ist schuld.»


http://www.blick.ch/sport/fussball/cup/ ... ite-188168

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 29. November 2011, 10:46 
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dä känzig isch doch eifach ä blöde laferi. :angry:


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