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 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2011, 09:13 
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YB an neuem Tiefpunkt

Mit dem Cup-Out gegen Winterthur sind die Berner Young Boys an einem neuen Tiefpunkt angekommen. Die einzige Hoffnung sind neue Stürmer – doch diese ist trügerisch.

So hatte man Christian Gross noch nie gesehen, seit er Trainer der Young Boys ist. Im engen Presseraum unter der Tribüne der Schützenwiese rang er sichtlich um seine Fassung. Gross sprach von einer grossen Enttäuschung und bemängelte erneut die Harmlosigkeit seiner Mannschaft in der Offensive.

Doch diesmal war es nicht schlicht eine Niederlage, auf der Schützenwiese endete für YB auch die Hoffnung, die Saison mit einem Cup-Erfolg retten zu können. Wenn die Leistung in der Meisterschaft nicht stimmt – weshalb sollte sich der Erfolg im Cup einstellen?

Im Strafraum nicht präsent

Ob vor einer Woche in Basel gegen den Meister oder gestern Sonntag in Winterthur gegen den Zehnten der Challenge League: Die Darbietungen der Young Boys gleichen sich. Die Mannschaft erarbeitet sich Chancen, lässt im Schnitt nicht mehr als ein Gegentor zu, doch im Strafraum, in der entscheidenden Zone, sind die Young Boys seit Wochen nicht mehr präsent.

Gegen Winterthur liess Gross als sogenannte Nummer 6 im Zentrum Spycher für den gesperrten und zuletzt gescholtenen Silberbauer spielen, Doubai blieb auf der Bank. Nach einer Stunde beorderte er den kopfballstarken finnischen Verteidiger Ojala für den enttäuschenden Schneuwly als Sturmspitze – aber auch mit der Brechstange liess sich der Erfolg nicht erzwingen. Und in der Schlussphase kamen Nuzzolo für Costanzo und mit Hinblick auf das sich abzeichnende Penaltyschiessen Raimondi für Lecjaks.

Doch was Gross auch anordnet – es bringt zurzeit keinen Erfolg. Raimondi und Nuzzolo, die sich beide einen Ruf als Penaltyschützen erworben hatten, versagten beim Elfmeterschiessen, ebenso Farnerud. Der Schwede, der in der 66. Minute den Pfosten traf, erlebt zurzeit keine leichte Zeit.

Weit hinter den eigenen Ansprüchen

Nach jeder Niederlage sehen sich die YB-Verantwortlichen gezwungen, zurückzurudern und für Geduld zu plädieren. YB-CEO Ilja Kaenzig betonte auf entsprechende Fragen erneut, dass der Trainer kein Thema sei. Nach neun Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze und dem Aus im Schweizer Cup fällt es indes immer schwerer, überhaupt noch Ziele für diese Saison zu formulieren. Die Berner hinken weit hinter den selbst formulierten Ansprüchen zurück.

Die Hoffnungen ruhen nun auf den in der Winterpause angekündigten Verstärkungen für die Offensive. Doch zu glauben, mit zwei neuen Stürmern würden die Probleme auf einen Schlag behoben sein, ist trügerisch. Das weiss auch Christian Gross. Vielleicht deshalb wirkte er gestern so nachdenklich.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/11426987

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2011, 09:15 
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Ausscheiden zum dümmsten Zeitpunkt

Nach dem Cupaus in Winterthur verbirgt Coach Christian Gross seine Enttäuschung nicht. CEO Ilja Kaenzig weiss, dass YB mit dem 2:3 viel Kredit aufgebraucht hat, gegen eine Trainerdiskussion wehrt er sich aber entschieden.

Die Konsternation war riesig beim BSC Young Boys, am Sonntagabend nach 17 Uhr in Winterthur. Nassim Ben Khalifa und Pascal Doubai, beide nicht eingesetzt, wetteiferten nach dem 2:3 nach Penaltyschiessen im Cupachtelfinal im Kabinengang darum, wer das längere Gesicht macht. Ihre Teamkollegen verdrückten sich mehr oder weniger wortlos in die Garderobe. Es wäre ja auch eine schwierige Aufgabe gewesen, zu erklären, wie es möglich ist, gegen den Tabellenelften der Challenge League vier Penaltys zu verschiessen.

Christian Gross aber nahm Stellung. Mehr, weil das so von ihm erwartet wird, weniger, weil er grosse Lust dazu hatte. Das war ihm anzusehen. Wie er da im kleinen Hinterzimmer des Restaurants im Stadion Schützenwiese sass, der dem FC Winterthur als Presseraum dient, wirkte der YB-Trainer äusserst niedergeschlagen. Als Erstes sagte er: «Es ist eine riesige Enttäuschung. Wir haben es während 120 Minuten nicht geschafft, zwei Tore zu schiessen.» Und er versicherte: «Auch die Spieler sind sehr enttäuscht.» Ein Teil des Teams hatte nach dem verschossenen Penalty Raphaël Nuzzolos, der das Cupaus besiegelte, eine Extraschicht als Stadionordner einlegen müssen. Den Routiniers Christoph Spycher, David Degen und Alain Nef gelang es schliesslich, die aufgebrachten YB-Fans daran zu hindern, das Spielfeld zu stürmen.

Das nächste verpasste Ziel

Mit dem Aus im Cup haben die Young Boys, die im Sommer mit der Verpflichtung Gross’ durchstarten wollten, nach dem Verpassen der Europa League ein weiteres Saisonziel verfehlt. Vom Gewinn des Meistertitels wagt bei YB aktuell, mit einem Rückstand von neun Punkten auf den souveränen Leader Basel, auch niemand zu sprechen. «Ich stelle mich der Kritik», sagte Gross in Winterthur, nach der dritten Niederlage in Folge. «Selbstverständlich.» Dann zog sich der Coach zurück. In einer leeren Kabine warteten Assistent Laurent Hagist und Goalietrainer Pascal Zuberbühler auf die gemeinsame Lagebesprechung. Auch sie machten lange Gesichter, das war für einen kurzen Moment zu sehen, dann zog Gross schnell die Tür hinter sich zu.

Draussen, in der Dunkelheit und Abendkälte, versuchte CEO Ilja Kaenzig, so gelassen zu wirken, wie angesichts der Situation nur möglich. Spekulationen um Christian Gross wollte er nicht aufkommen lassen, die Partie in Winterthur sei nicht als Massstab zu nehmen («der Cup ist halt etwas Eigenes»). Er sagte: «Der Trainer steht jetzt nicht unter stärkerem Druck als zuvor. Ausserdem ist er nicht der Einzige, der Druck spürt. Das tun bei YB alle. Das ist so, bei einem ambitionierten Verein, wie wir es sind.» Fest stehe aber: «Wir müssen jetzt aus der Negativspirale rauskommen und endlich auf die Erfolgsstrasse zurückkehren.»

Kaenzig bläst zur Offensive

Zunächst aber müssten «alle mal ein wenig runterkommen» und die Enttäuschung von Winterthur verdauen, sagte Kaenzig. Ihm war aber ebenfalls klar: «Das war ein Ausscheiden zum dümmsten Zeitpunkt.» Nach den letzten Niederlagen geniesst YB, ausgerechnet jetzt, zum Zeitpunkt, während dem die Jahreskarten erneuert werden sollten, wenig Wohlwollen. Kaenzig blies deshalb in Winterthur, in der Stunde der Niederlage, gleich wieder zur Offensive.

In den verbleibenden zwei Spielen bis zur Winterpause müsse das Team Kredit zurückgewinnen. «Die Matches gegen Sion und Thun bieten gute Gelegenheiten, um uns mit dem Publikum zu versöhnen.» Für Gross, der wieder zur Spielerbeobachtung ins Ausland aufgebrochen ist, hätte das zur Folge, dass er die Vorbereitung auf die Rückrunde etwas ruhiger angehen könnte.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15525115

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2011, 09:16 
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Die Young Boys scheitern im Penaltyschiessen

Der BSC YB ist in den Cup-Achtelfinals in Winterthur ausgeschieden. Erst im Penaltyschiessen verloren die Berner mit 3:2, zuvor war mit dem Spielstand von 1:1 noch alles offen.

Winterthurs Goalie Christian Leite war der Matchwinner beim Penaltysieg seines Teams über die Young Boys. Der Schweizer mit brasilianischen Wurzeln meisterte im Penaltyschiessen vier Elfmeter der Gäste, wenn man den wiederholten Versuch von Alexander Farnerud mitzählt. Ansonsten parierte Leite noch gegen Nuzzolo und Raimondi.

Verdienter Sieg

Der Sieg von Winterthur war verdient. Die Zürcher waren jederzeit ein ebenbürtiger Gegner. Mit Patrick Bengondo zeichnete ausgerechnet der Sturm-Rückkehrer für den Führungstreffer (46.) verantwortlich. Vor sechs Jahren hatte der Stürmer aus Kamerun für Winterthur seine erste Cup-Sternstunde in der Schweiz erlebt, als er in der zweiten Hauptrunde dreifacher Torschütze beim 4:2-Sieg über die Grasshoppers war. «Wir reissen hier etwas», hatte Trainer Christian Gross im Vorfeld der Partie in der Winterthur Zeitung «Landbote» noch angekündigt, gleichzeitig aber auch von «zwingenden Korrekturen» für die Winterpause gesprochen.

Seit 1987 ohne Titel

YB ist nun schon seit 1987 ohne Cuptitel, der letzte Gewinn der Meistertrophäe liegt gar noch ein Jahr weiter zurück.

Winterthur - Young Boys 1:1 (1:1, 0:0) n.V., Winterthur 3:2-Sieger im Penaltyschiessen

Schützenwiese. - 6000 Zuschauer. - SR Wermelinger. - Tore: 46. Bengondo 1:0. 64. David Degen 1:1. - Penaltyschiessen: Farnerud -, Lüscher 1:0; Spycher 1:1, Iten 2:1; Raimondi -, Llumnica 3:1; David Degen 3:2, Lenjani; Nuzzolo -.

Young Boys: Wölfli; Zverotic, Nef, Veskovac, Lecjaks (115. Raimondi); David Degen, Farnerud, Spycher, Costanzo (84. Nuzzolo); Mayuka, Marco Schneuwly (61. Ojala).

Bemerkungen: YB ohne Ben Khalifa, Mveng und Lingani (nicht im Aufgebot) sowie Silberbauer (verletzt). - Latte: 60. Bengondo. - Pfosten: 66. Farnerud. - 120. Boro Kuzmanovic auf Tribüne verwiesen (Reklamieren).

http://www.bernerzeitung.ch/sport/hocke ... y/20716720

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Winti-Goalie parierte vier Penaltys

YB-Pleite gegen Leite

Advent, Advent, der YB-Baum brennt. Cup-Aus im Penaltyschiessen gegen Winterthur.

Der Brandstifter ist eruiert: Christian Leite, 26-jährig, Brasilianer, seit 2006 im Tor des FCW. Vier Elfer pariert der Winti-Goalie. Zuerst blockt er gleich zwei Versuche von YB-Star Farnerud ab, dann scheitern Raimondi und Nuzzolo am Mann, den die FCW-Fans «The Wall», die Mauer, nennen.

Nach seinen Heldentaten verdrückt Leite ein paar Tränchen: «Das ist der grösste Erfolg in meiner Karriere.» Penaltys hat der FCW nicht trainiert. Und Leite die möglichen YB-Schützen nicht studiert: «Ich habe aus dem Bauchgefühl heraus reagiert.»

YB verliert gegen ein Team, das in der Meisterschaft noch keinen Heimsieg landen konnte. Unglaublich – aber symptomatisch für die Verfassung der Berner. Vor allem im Angriff hat YB derzeit nicht mal Challenge-League-Niveau. «Harmlos», nennt es Trainer Christian Gross. So niedergeschlagen wie gestern hat man den Höngger selten gesehen. Fotowünsche von Fans lehnt er auf der Schützi ab. Der Hammerschlag ist für YB umso schmerzhafter, weil der Cupfinal 2012 wohl im Stade de Suisse steigen wird.

Die Gross-Zwischenbilanz ist desaströs: die Europa League verpasst, Out im Cup, die Meisterschaft nach menschlichem Ermessen verspielt. Und der Fussball, den das Team spielt, schwankt irgendwo zwischen langweilig und unansehnlich.

Diskussionen über den Trainer sind nach wie vor tabu. «Der Cup ist eine schwierige Aufgabe geworden. Wir können doch nicht nach jedem Out gegen einen Unterklassigen den Trainer in Frage stellen», sagt CEO Kaenzig. Sein Kurzfazit: «Jetzt haben wir halt die Narrenkappe an.»

Jubel, Trubel, Heiterkeit in Winterthur. Nur Vizepräsident Heini Schifferle, der neue Liga-Boss, ärgert sich: «Ich schäme mich für unsere Trainerbank.» Der umstrittene Coach Boro Kuzmanovic rennt nach der Verlängerung wie ein Irrer zu Ref Wermelinger, entledigt sich seiner Brille und seines Schals und reklamiert derart heftig, dass ihn der Ref auf die Tribüne verbannt. Seine Spieler hatten bessere Nerven.

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2011, 09:18 
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Goalie Leite liess YB verzweifeln

Der Winterthurer war der Matchwinner im Penaltyschiessen. Der nächste Cup-Gegner ist St. Gallen.

6000 Zuschauer kamen auf die Schützenwiese, und hinterher war die Mehrzahl in Freudenstimmung. Sie liessen ihren FCW hochleben, der mit einer kämpferisch und taktisch einwandfreien Leistung und ein bisschen Glück die Young Boys aus dem Schweizer Cup warf. Im Zentrum des Jubels standen Torhüter Christian Leite und Stürmer Patrick Bengondo. Der Kameruner hatte wenige Sekunden nach der Pause YB überrascht, als er eine Flanke von Lüscher zur 1:0-Führung verwertete. Und Leite rettete mit starken Paraden gegen Mayuka (116.) und gegen den Kopfball von Ojala (118.) seine Mannschaft in die Penaltylotterie - und da wurde er zum Cuphelden.

Als es um alles ging, war YB dem Druck nicht gewachsen. Leite wehrte die Elfmeter von Farnerud, Raimondi und Nuzzolo ab, nur Spycher und Degen trafen. Die Winterthurer aber nutzten ihre Möglichkeiten, Lüscher, Iten und Llumnica liessen Wölfli keine Chance, ehe Lenjani am YB-Goalie scheiterte.Leite hatte gegen Farnerud ein regelrechtes Nervenspiel gewonnen. Der Schwede war der erste Penaltyschütze von YB. Er wählte die vom Goalie aus gesehen linke Ecke, und Leite wehrte ab; Schiedsrichter Wermelinger liess den Elfmeter wiederholen, da sich der Goalie zu früh bewegt hatte. Farnerud wechselte beim zweiten Versuch die Torecke, und wieder tauchte Leite auf die richtige Seite.«Die Penaltys waren alle nicht gut geschossen. Auch den Schuss von Degen hätte ich abwehren müssen», sagte Leite. In der Stunde des Triumphs fallen solche Worte leicht, und auch mit der Viertelfinalauslosung sind die Winterthurer zufrieden. Der FC St. Gallen kommt auf die Schützenwiese - das ist ein Derby.

Bengondo ist wieder zu Hause

Der Cup lässt die Winterthurer zumindest vorübergehend auch die Mühen in der Challenge League vergessen. In der Meisterschaft ist der FCW noch ohne Heimsieg, doch ausgerechnet gegen den Superligisten schaffte er nun den grössten Cuperfolg seit 2005, als er im Sechzehntelfinal GC 4:2 schlug und erst im Halbfinal von Sion gestoppt wurde.

Damals gegen GC war Patrick Bengondo mit drei Toren zum Publikumsliebling auf der Schützenwiese geworden. Es folgten Abstecher zu Aarau und Servette. Zu Beginn dieser Saison war er ohne Vertrag und ohne Verein, ehe er wieder beim FCW unterkam. Die Spielbewilligung erhielten die Winterthurer dank einem Härtefallgesuch ausserhalb der Transferperiode. Nach zwei Teileinsätzen gegen Locarno und Delémont war er gegen YB erstmals wieder in der Startformation und ackerte als einzige Sturmspitze im 4-1-4-1-System gegen die YB-Verteidiger Nef und Veskovac. Mit einem Kopfball an die Latte hatte er zudem Pech, doch hinterher durfte Bengondo jubeln: «Das war mein Spiel.» Und Trainer Boro Kuzmanovic frohlockte: «YB ist für mich aufgrund der letzten Jahre ein Gigant. Es ist eine Sensation, ein Genuss.» Mit vier Millionen Franken hat der FCW das zehnmal kleinere Budget als die Young Boys.

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2011, 09:19 
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YB raus! Winti-Goalie Leite überragend

WINTERTHUR. Winterthur schlägt YB im Elfer-Drama mit 3:2 – GC und Luzern kommen nur mit viel Mühe weiter.

Wenig deutete gestern auf der Schützenwiese vor 6000 Fans darauf hin, dass es eine Sensation geben würde. YB war überlegen, aber gegen den Elften der Challenge League im Abschluss zu ungenau. Diese Harmlosigkeit bestrafte Winti mit dem schönen Kopfballtor von Patrick Bengondo (46.). Doch die Berner reagierten heftig und kamen durch David Degen zum Ausgleich (64.). Das wars dann aber schon – mehr hatte der grosse Favorit nicht mehr zu bieten! Und da auch in der Verlängerung keine Tore fielen, musste das Penaltyschiessen entscheiden. In diesem avancierte Winterthur-Goalie Christian Leite zum grossen Helden: Der Schweizer mit brasilianischen Wurzeln hielt erst den Schuss von Alexander Farnerud, doch der Versuch wurde wiederholt – und wieder scheiterte der YB-Regisseur an Leite. Darauf parierte der Teufelskerl auch die Versuche von Mario Raimondi sowie Raphaël Nuzzolo und ebnete dem FCW, der in dieser Saison noch kein Heimspiel in der Challenge League gewonnen hat, erstmals seit sechs Jahren wieder den Weg in die Viertelfinals. «Das ist der schönste Tag in meiner Karriere. Ein wunderbares Gefühl», strahlte Leite.

Für YB hingegen stehen schwere Zeiten an und Christian Gross («Ich bin sehr enttäuscht.») wird sich einiges einfallen lassen müssen, um diese Schlappe bei seinen Bossen zu rechtfertigen. Noch darf er weiter wursteln, weil CEO Ilja Känzig gestern im «Sportpanorama» auf SF zwei betonte: «Gross bleibt unser Trainer.»

Knapp an einer Blamage schrammte GC vorbei, das Kriens erst im Elfmeterschiessen bezwingen konnte. «Das ist schon traurig. Wir waren so nahe dran», klagte Kriens-Trainer Jochen Dries. Ebenfalls mit einem blauen Auge davon kam der FC Luzern gegen Wohlen. Erst eine Viertelstunde vor Schluss erlöste Adrian Winter die Innerschweizer mit seinem Treffer zum 2:1.

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2011, 09:20 
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Wie Blätter im Spätherbst

YB unterliegt Winterthur im Penaltyschiessen und verabschiedet sich aus dem Cup
brb. Winterthur · Die Gesichter der Spieler der Young Boys schienen von einem unsichtbaren Trauerschleier umgeben. Out im Cup-Achtelfinal gegen den unterklassigen FC Winterthur – was die YB-Spieler umso mehr schmerzte, weil sie davon ausgehen, dass der Final 2012 auf dem neuen Naturrasen des Berner Stade de Suisse stattfinden wird (die offizielle Verbandsmitteilung steht noch aus). YB hatte im Penaltyschiessen verloren, der Trainer Christian Gross sprach von einer «grossen Enttäuschung». Man habe es verpasst, beim Stand von 1:1 das zweite oder dritte Tor in 90 oder 120 Minuten zu erzielen, und man habe die wichtigen Räume im Strafraum des Gegners gescheut, «wo die Spiele entschieden werden».

Am Elfmeterpunkt zeigten die YB-Spieler Nerven, die wie Blätter im Spätherbst flatterten. Winterthurs Torhüter Christian Leite hielt gleich drei, eigentlich vier Versuche – denn der Schwede Alexander Farnerud traf nach einem ersten missglückten Versuch (der Torhüter schickte sich zu früh auf die Jagd nach dem Ball) auch im zweiten Anlauf nicht. Mario Raimondi und Raphael Nuzzolo, zwei Mittelfeldspielern, die seit Wochen verunsichert wirken, zitterten ebenfalls die Knie.

Hannes W. Keller, der seit Jahren freigiebige Präsident des FC Winterthur, freute sich in stiller Art und mochte es dem vielkritisierten Trainer Boro Kuzmanovic «extrem gönnen», dass es «endlich etwas zu feiern gibt». Der Coach hatte sich vor dem Penaltyschiessen noch über Gebühr aufgeregt, dass vom Schiedsrichter ein letzter Winterthurer Konterangriff in der Verlängerung durch den Schlusspfiff unterbunden worden war. Sogar noch nach dem Triumph befand der Trainer, dass man «so etwas einfach nicht macht».

Penaltys hatte Kuzmanovic im Vorfeld der Partie nicht üben lassen, wohl ganz im Gegensatz zu den professionellen Bernern. Nicht immer macht Übung den Meister. Für YB gilt diese Maxime sowieso nicht, denn gemäss vielen Eindrücken lässt es der Trainer Gross nicht an Detailpflege fehlen. Der Coach lässt vieles üben – und dennoch oder vielleicht gerade deshalb spielen die Ambitionierten oft wie von einem Computer gesteuert ohne Fleisch und Blut, mit einer diffusen Angst vor dem Konkreten. Den ambitionierten Bernern schwimmt Fell für Fell davon, obwohl der dekorierte Gross seit Sommer ihr Trainer ist. In der Europa League verpasste YB die Gruppenspiele, in der Super League beträgt der Rückstand auf den Leader Basel neun Punkte

Was YB im jüngsten Fall ärgern dürfte: Durch Heimstärke zeichnete sich der FC Winterthur zuletzt nicht aus, in der laufenden Challenge-League-Saison hat er auf der Schützenwiese noch nie gewonnen (Torverhältnis 4:11). Nach dem Sieg gegen YB sagte Kuzmanovic, dass die Mannschaft genug Qualität habe, sich aber schwertue mit der Spielgestaltung. Und der Torhüter Leite will frühzeitig gespürt haben, dass der Coup gelingen könnte, schon vor den Penaltys habe er Augenwasser gehabt vor lauter (Vor-)Freude. Ein Verantwortlicher der Young Boys wollte nach der Bitternis noch wissen, ob das 1:0 der Winterthurer aus einer Offsideposition gefallen sei – was irgendwie die falsche Frage schien zum Geschehen, weil YB nicht einfach wegen eines mutmasslichen Abseitstors gescheitert war.

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2011, 09:21 
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Stadtrat und FCW-Fan Galladé jubiliert

Der FC Winterthur warf gestern die Berner Young Boys aus dem Cup, und die Adlergarten-Abstimmung erreichte 86,6 Prozent Ja-Stimmen. Der Sonntag von FCW-Fan und Sozialvorsteher Nicolas Galladé (SP) war perfekt.

Bis zur Halbzeitpause stand Stadtrat Nicolas Galladé auf der Schützenwiese und der Cupmatch FCW gegen YB noch null zu null. Dann eilte der Sozialvorsteher ins Stadthaus für eine kurze Medienkonferenz zur Adlergarten-Abstimmung, und Bengondo schoss den FCW auf der Schützi in Führung. Just als Galladé die Journalisten begrüsste, glichen die Young Boys zum 1:1 aus.

Galladé kommentierte im Stadthaus das Abstimmungsergebnis – sein erstes als Stadtrat. Er freue sich über die 86,6 Prozent Ja-Stimmen zur Gesamtsanierung des Alterszentrums Adlergarten, sagte er. Eine so deutliche Zustimmung sei keine Selbstverständlichkeit bei einem 56-Millionen-Kredit. Und er interpretiere das Ergebnis als «Zeichen für den funktionierenden Zusammenhalt der Generationen in der Stadt». Alle sieben Stadtkreise haben sehr deutlich zugestimmt, das «tiefste» Ergebnis mit 83,9 Prozent Ja resultierte in Wülflingen, das höchste mit 89 Prozent Ja gabs in Veltheim.

Auf der Schützenwiese lief mittlerweile die Verlängerung. Und Galladé erklärte im Stadthaus, wie die nächsten Schritte aussehen. Im Oktober 2012 soll das Provisorium im Adlergarten-Park stehen, worin die Betagten während des Umbaus wohnen werden. Dieser dauert knapp zwei Jahre.

Parallel dazu wird die Umbauplanung fürs Alterszentrum Oberi konkretisiert: Ob ebenfalls eine Totalsanierung richtig ist, ein Neubau oder einzelne Teilsanierungen, will der Stadtrat im nächsten Sommer entscheiden. Das Adlergarten-Provisorium stünde für alle Varianten bereit, um die Pensionäre aus Oberi aufzunehmen. Bereits seien auch Anfragen privater Heime eingegangen, die das Provisorium nützen wollen, während umgebaut wird. Es werde kein Providurium werden, aber möglicherweise gleichwohl zehn Jahre stehen bleiben, so Galladé.

Perfekter Sonntag: Doppelsieg

Auf der Schützi hat FCW-Goalie Leite sein Tor dicht gehalten: Penaltyschiessen! Und Leite hält weiter, gleich drei Penaltys: Tollhaus im Stadion Schützenwiese! Galladé ist auch wieder dort und erlebt den Sieg seines FCW. Der perfekte Sonntag mit Doppelsieg!

Der letzte grosse Cup-Coup des FCW liegt sechs Jahre zurück: Im Oktober 2005 schlugen die Winterthurer GC 4:2. Fünf Jahre ist es her, seit bei einer Abstimmung mehr als 86,6 Prozent Ja resultierten. 2006 stimmten 89,3 Prozent der Erweiterung der Maurerschule zu. Welchen Sieg, FCW oder Adlergarten, wertet Galladé höher? «Ich habe weder einen Penalty gehalten noch den Adlergarten allein durchgebracht; für beide Leistungen brauchte es gute Teams.»

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 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2011, 12:11 
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Herr Gross - bitte nehmen Sie den Hut...und tschüss!!

Und für alle unsere Diven eine Gehaltskürzung von mindestens 50%!

Eine bodenlose Frechheit was sich diese Herren erlauben.

Für Känzig die :redcard:! Verdient viel, redet viel, erreicht NICHTS

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STOLZ YB-FAN ZU SEIN!!!


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Herr Gross - bitte nehmen Sie den Hut...und tschüss!!


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