Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 23 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3  Nächste
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. Oktober 2011, 09:36 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12
Beiträge: 3258
Wohnort: Bern
FC Winterthur - BSC Young Boys (CH-Cup 1/8)


Bild vs. Bild

Stadion Schützenwiese, Winterthur
Sonntag, 27. November 2011
Zeit: 14:30 Uhr


Bild


Webseiten FC Winterthur:
http://www.fcwinterthur.ch
http://www.bierkurve-winterthur.ch
http://www.transfermarkt.ch/de/fc-winte ... n_242.html
http://de-de.facebook.com/pages/FC-Wint ... 5578194688
http://www.stades.ch/Schutzenwiese-photos.html

Forum FC Winterthur:
http://www.bierkurve-winterthur.ch/forum


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2011, 12:45 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
25.11.2011

Bild

Zitat:
YB-Meisterschütze arbeitet an Winterthurs Zukunft

Dem FC Winterthur, am Sonntag Cupgegner von YB, läuft es nicht wie gewünscht. «Trotzdem bleiben wir ambitioniert», sagt Assistenzcoach Dario Zuffi, der YB 1986 zum Meistertitel schoss.

Das Stadion Schützenwiese in Winterthur, wo die Spieler der Young Boys am Sonntag zum Cupachtelfinal antreten, hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Anlage inmitten eines Wohnquartiers wurde 1957 errichtet und musste kürzlich notdürftig renoviert werden, um die Minimalstandards der Liga zu erfüllen. Auch dem FC Winterthur läuft es derzeit mit Platz 11 in der Challenge League nicht rund. Zu Beginn der Schweizer Fussballrechnung spielte der 1896 gegründete Klub aber eine grosse Rolle. 1906, 1908 und 1917 gewannen die Zürcher den Meistertitel.

In seiner letzten Blütezeit stiess der Verein 1968 und 1975 in den Cupfinal vor, verlor aber jeweils mit 1:2 gegen Lugano und den FC Basel. 1977 stiegen die Winterthurer aus der Nationalliga A ab, mit Ausnahme der Saisons 1982/83 und 1984/85 kehrten sie nicht mehr in die höchste Spielklasse zurück. 2010 verpasste Winterthur als Dritter den Aufstieg nur knapp. Aktuell aber würde das Team von Trainer Boro Kuzmanovic als Tabellenelfter die Reduktion von derzeit 16 auf künftig 10 Challenge-League-Teams am Ende der Saison nicht überstehen. Gerade mal 4 von 13 Partien hat Winterthur gewonnen. Alle auswärts. Die eklatante Heimschwäche setzt Coach Kuzmanovic unter Druck.

Seit Oktober fordern Teile der Anhänger und auch des Vorstands die Freistellung des 48-Jährigen, der das Team seit zweieinhalb Jahren betreut. Entscheidend dafür, was beim FC Winterthur geschieht, ist aber die Haltung von Präsident Hannes W.Keller, und der ist nach wie vor von Kuzmanovics Qualitäten überzeugt. Der 72-jährige Keller ist als Gründer und Geschäftsführer einer Firma für Druckmesstechnik reich geworden und unterstützt den FCW seit 10 Jahren mit rund 1,5 Millionen Franken pro Saison.

«Er zahlt fast alles. Daher ist es nichts als normal, dass er es so macht, wie er es für richtig hält», sagt Winterthurs Assistenztrainer Dario Zuffi. Der 46-Jährige geniesst in Bern auch 20 Jahre nach seinem Abschied von YB einen guten Ruf. Zuffi schoss die Young Boys im Mai 1986 mit zwei Toren in Neuenburg zum bislang letzten Meistertitel der Klubgeschichte. Im Jahr darauf traf der Stürmer auch beim 4:2 im Cupfinal gegen Servette. «Manchmal kann ich kaum glauben, dass ich nach wie vor zu jenen Spielern gehöre, welche die letzten Titel für YB gewannen», sagt Zuffi, der Bern 1991 verliess und nach Lugano wechselte.

Mit Zuffis Sohn gegen YB

Er habe vor der Auslosung der Achtelfinals auf ein Duell mit YB oder Basel gehofft, sagt Zuffi, der zwischen 1993 und 1998 auch für den FCB spielte, bevor er zu seinem Stammklub Winterthur zurückkehrte. Der 19-fache Nationalspieler, der für Winterthur auch als Nachwuchskoordinator und Stürmertrainer arbeitet, würde dem Favoriten YB am Sonntag mit seinem Team nur zu gerne ein Bein stellen und versichert, Winterthur bleibe auch in der aktuell schwierigen Phase ambitioniert.

«Die Abgänge von talentierten Spielern wie Amir Abrashi und Innocent Emeghara nach dem knapp verpassten Aufstieg 2010 wogen schwer. Nun sind wir daran, wieder ein erfolgreiches Team aufzubauen.» Teil der Equipe ist auch Zuffis zweitältester Sohn Luca. Der 21-Jährige dürfte übermorgen im Winterthurer Mittelfeld gegen den Ex-Klub seines Vaters auflaufen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15223489

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2011, 12:49 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
25.11.2011

Bild

Zitat:
«Meister des Anti-Fussballs»

Der Achtelfinal FCW – YB am Sonntag ist in der 86-jährigen Cupgeschichte erst das dritte Duell der beiden Klubs. Im Halbfinal von 1975 erreichten die Winterthurer ihren zweiten (und letzten) Final.

Martin Trümpler sitzt auf der – liebevoll ausgedrückt – altehrwürdigen Tribüne des Berner Neufeldstadions. Er begleitet Studenten ans Training der Young Boys. Im Hauptberuf ist er Verbandstrainer, zurzeit zuständig für die U 20. Im März 1975 war er, wie er sagt, «mit 27 Jahren im besten Fussballeralter» und Innenverteidiger der Young Boys, die ein grosses Ziel vor Augen hatten: Den Halbfinal gegen den FC Winterthur gewinnen und erstmals seit 1958 Jahren wieder Cupfinalist werden.

Viertel- und Halbfinals wurden in jenen 70er-Jahren in Hin- und Rückspielen entschieden. FCW und YB trafen sich zuerst auf der Schützenwiese, und die Winterthurer galten – man mag es heute kaum glauben – als Favoriten. Denn sie waren – in der Endphase ihrer letzten guten Jahre – drei Punkte hinter dem FCZ Zweiter der Nationalliga A, die Berner folgten erst auf Platz 7.

Sommers Ärger über Risi Peter

Das Hinspiel verloren die Young Boys zwar 1:2. «Aber wir fuhren im Bus heim in der Stimmung: Die Ausgangslage ist völlig offen, wir haben das Rückspiel und auch den Final im eigenen Stadion vor Augen.» Und Trümp­ler erinnert sich vor allem daran: «Unser Tor habe ich geschossen, eines der raren in meiner Karriere.» Typisch war, dass es ein Kopfball nach einem Corner war – das 1:2 in der 72. Minute. Danach sah alles anders aus, als mit einem 0:2, wie es nach Toren Peter Risis in der 6. und Kurt Grünigs in der 67. Minute gedroht hatte – aus Winterthurer Sicht wäre gar noch mehr möglich gewesen.

FCW-Trainer Willi Sommer klagte nämlich: «Der Risi Peter hätte uns heute in den Cupfinal schiessen können.» Und: «So viele Torchancen, wie wir hatten; eigentlich lief alles nach Plan, wir hätten 3:0 oder 4:0 gewinnen können.» Aber es blieb bei jenen zwei Treffern, die Risi nach einem groben Fehler des Berner Torhüters Walter Eichenberger und Grünig nach einem Missverständnis zwischen Eichenberger und seinem Abwehrchef Rolf Vögeli geschossen hatten. Die Berner Zuversicht wiederum nährte, weiss Trümpler noch heute, «dass beide Gegentore nach Fehlern von uns fielen». Ohne derlei Patzer, das war die Schlussfolgerung, musste es doch möglich sein, im heimischen Wankdorf jenes 1:0 zu erreichen, das gereicht hätte.

Beim FCW waren sie vor allem enttäuscht, dass nur 7000 Zuschauer erschienen waren – zum Halbfinal einer Mannschaft, die doch der Herausforderer Nummer 1 des Meisters FCZ war und als stärkste der neueren Vereinsgeschichte galt. Nur zwei Tage später fuhren die Winterthurer nach Bern, wo 10 000 im Wankdorf auch keine imposante Kulisse waren. Die sahen an diesem kalten Abend kein Tor, was für den FCW der grosse Erfolg war, zum zweiten Mal nach 1968 ins Endspiel vorgestossen zu sein.

Erfolgreicher «Morgartenstil»

Das Resultat also war gut, der Stil allerdings weniger. Vom «Meister des Anti-Fussballs» war über den FCW in Bern zu lesen, der «Landbote» beschrieb den Auftritt so: «90 Minuten im Morgartenstil.» Fakt war, dass sich die Winterthurer ganz aufs Halten des knappen Vorsprungs verlegten. Nur einmal kamen sie halbwegs vielversprechend über die Mittellinie; aber Fritz Künzli schoss nach einer halben Stunde aus 15 Metern knapp daneben.

Aber es war eben auch die offensive Darbietung der Berner nicht zwingend: Auf einen Pfostenschuss Serge Muhmenthalers vor der Pause folgte nicht mehr viel – nur noch ein Anrennen mit der Brechstange in der Hand. «Ich weiss noch», sagt Trümpler, «dass wir drückend überlegen waren, aber kaum klare Chancen hatten und zunehmend verzweifelt angriffen.» Es sei «extrem frustrierend» gewesen, so eine Karrierenchance» verpasst zu haben. Aber es sei eben auch so gewesen, dass sie «im Sturm nicht so gut besetzt waren.» Die Namen dazu. Urs Siegenthaler, Jost Leuzinger, Jean-Claude Bruttin oder Muhmenthaler. Die Abwehr dagegen, mit den Aussenverteidigern Köbi Brechbühl und Heinz Rebmann, war ein Bollwerk: «Die 748 Minuten, also über acht Spiele, die wir in jener Zeit ohne Gegentor blieben, sind heute noch Rekord.»

Von den Bernern ausgepfiffen und den Medien teilweise gegeisselt fuhr der FCW triumphierend heim. Drei Wochen später verlor er im – noch immer kalten – Wankdorf gegen den FCB 1:2, wie sechs Jahre zuvor gegen den FC Lugano, diesmal aber erst nach Verlängerung. Eine weitere Woche später gewann er auf der «Schützi» in der Meisterschaft die Revanche gegen die Basler 2:0. Doch dann war es mit der Herrlichkeit vorbei: In den letzten zehn Meisterschaftsrunden gewann der FCW nur noch fünf Pünktchen. Er rutschte vom 2. auf den 8. Platz ab, YB aber rückte auf Rang 2 vor. So wirkten sich die internen Probleme aus, denn zum Saisonende sollten Torhüter Hans Küng (zu Xamax), Linksverteidiger Pius Fischbach, Topxxxskorer Risi (beide zum FCZ) und Erfolgstrainer Sommer (nach St. Gallen) gehen. Es war der Anfang vom Ende der «goldenen Jahre», 1976 rettete sich der FCW noch in letzter Sekunde vor dem Abstieg, ein Jahr später wars so weit.

FCW – YB hat es seither im Cup nicht mehr gegeben und – da staunt man – auch in all den Jahren vorher seit 1925 nur einmal: 1961/62 gewannen die Berner einen Viertelfinal zu Hause gegen den FCW, der als B-Klub anreiste, gleich 6:1. Eine wichtige Rolle in der Geschichte von Fussball-Winterthur spielten die Young Boys allerdings in jener Urzeit, als der FCW dreimal Meister wurde. In den Finalspielen der Gruppensieger der damaligen Serie A waren die Berner stets Gegner: 1906 gewann der FCW in Zürich 5:2, 1908 in Basel 4:1 und 1917 wieder in Basel 2:0!

Dario Zuffis Berner Rolle

Umgekehrt spielte ein Winterthurer eine Rolle, an die sich die YB-Gemeinde noch heute erinnert, als die Berner ihre beiden bisher letzten Titel gewannen: 1986 bildete Newcomer Dario Zuffi (damals 22) mit dem Dänen Lars Lunde den Sturm, der unter der Führung des schwedischen Strategen Robert Prytz, die Tore zum Meistertitel schoss. Zweimal Zuffi, zweimal Lunde hiessen die Torschützen beim entscheidenden 4:2 in der zweitletzten Runde in Neuenburg. Ein Jahr später stürmte Lunde für Bayern München, Zuffis Sturmpartner hiess nun Björn Nils­son und kam aus Schweden. Diesmal gewannen die Berner den Cup, dank eines 4:2 nach Verlängerung gegen Servette. Zuffi schoss das 1:1.

Fiele am Sonntag ein Zuffi-Tor, wär es zur Freude der Winterthurer: Denn es würde erzielt durch Luca Zuffi, mit seinen 21 Jahren knapp so alt wie sein Vater in seinen ersten zwei (von sechs) YB-Jahren, die auch gleich seine erfolgreichsten waren.


http://www.landbote.ch/detail/article/m ... /99171255/

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2011, 14:37 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 24. April 2004, 02:01
Beiträge: 489
---------------benito----------------

sutter-----nef-----ojala-----spycher

degen--farnerud--doubai--lecjaks

--------mayuka-------nbk----------


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Freitag 25. November 2011, 17:49 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21
Beiträge: 3440
Wohnort: In der Brauerei
Vorschau Winterthur - YB

Schweizer Cup, 1/8-Final, FC Winterthur - BSC Young Boys, Sonntag, 27. November 2011, 14:30 Uhr, Stadion Schützenwiese, Winterthur.

Die Situation beim BSC Young Boys:

Einsatz fraglich:
Michael Silberbauer (Oberschenkelprobleme), Nassim Ben Khalifa (Knöchelprellung).

Extrazug:
Der Extrazug für YB-Fans verlässt Bern um 10:25 Uhr.

Radio:
Radio Gelb-Schwarz (RGS) überträgt das Spiel live unter www.radiogelbschwarz.ch.

U21:
Die U21 hat die Vorrunde am letzten Sonntag mit einem 9:1-Heimsieg gegen Düdingen abgeschlossen.
www.bscyb.ch/u21

YB-Frauen:
Die YB-Frauen spielen am Samstag um 16:00 Uhr auswärts beim FC Staad.
www.bscyb.ch/frauen


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. November 2011, 11:49 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
26.11.2011

Bild

Zitat:
YB bleibt als Hoffnung der Schweizer Cup

Gegen den FC Winterthur aus der Challenge League treffen die Berner Young Boys am Sonntag auf einen Gegner, der diese Saison noch kein Heimspiel gewonnen hat.

Das Achtelfinalspiel im Schweizer Cup am Sonntag gegen den FC Winterthur wird für die Young Boys zum Bewährungstest. «Da wir in der Meisterschaft 9 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze aufweisen, hat dieses Spiel ganz hohe Bedeutung», betont Christian Gross. Gegen den Tabellenelften der Challenge League ist für die Young Boys ein Sieg Pflicht, alles andere würde die Spieler und Verantwortlichen in arge Argumentationsnot stürzen.

Der Cup bleibt zurzeit für YB die Hoffnung, in dieser Saison doch endlich wieder einen Titel gewinnen zu können. Und die Aussicht, dass der Cupfinal 2012 wahrscheinlich im heimischen Stade de Suisse stattfindet, muss ein weiterer Ansporn sein. Der Entscheid des Zentralkomitees des Fussballverbandes wird in den nächsten Tagen erwartet.

Tatsache ist aber, dass die Young Boys in den vergangenen fünf Spielen der Super League viermal kein Tor zustande gebracht haben. Das trägt nicht zur Beruhigung von Gross bei. «Ich erwarte von unseren Leuten eine Leistungssteigerung, höhere Präzision. Und ich erwarte auch von den Seitenpositionen mehr.»

Forderungen, die alles andere als neu sind. Diese Worte hat man während dieser Saison aus dem Munde des Trainers schon oft gehört, und sie dokumentieren das YB-Dilemma. Für Gross bietet der Cupmatch so auch keinen Anlass, irgendwelche Experimente einzugehen und Spieler laufen zu lassen, die bisher vorwiegend auf der Ersatzbank sassen. Auch der zweite Goalie Ivan Benito, der in den Cupspielen gegen Domdidier und Freienbach zu Einsatz kam, und der bei YB bei seinen vier Einsätzen in Meisterschaft, Europa League und Schweizer Cup noch ohne Gegentor ist, muss diesmal wohl wieder auf der Ersatzbank sitzen. «Ich tendiere zu Marco Wölfli, er ist in sehr guter Form», deutet Gross an. Der 35-jährige Aargauer sagt dazu: «Jedes Mal, wenn ich nicht spiele, bin ich enttäuscht. Doch es geht hier nicht um mich, sondern nur um die Mannschaft.»

FCW: Seit 5 Spielen ohne Gegentor

Auch der FC Winterthur gehört diese Saison zu den Klubs mit grossem Frustpotenzial. In sieben Heimspielen hat der FCW auf der Schützenwiese gerade mal vier Tore zustande gebracht, fünfmal verloren und lediglich zwei Unentschieden ergattert. Das trieb sogar den neuen Präsidenten der Swiss Football League (SFL), Heinrich Schifferle, beim Heimspiel gegen den FC Wil vorzeitig nach Hause. «Die Mannschaft spielte derart desolat, dass ich zur Pause die Schützenwiese verliess», erzählt Schifferle. Der Vizepräsident des FC Winterthur ersparte sich so, die 1:4-Niederlage bis zum bitteren Ende miterleben zu müssen. Lediglich 4 von 13 Spielen hat der FCW diese Saison gewonnen – die Mannschaft steckt im Kampf gegen den Abstieg. Kein Wunder, steht Trainer Boro Kuzmanovic unter Druck. Mit einem Budget, das laut Schifferle vier Millionen Franken beträgt, hegt der FC Winterthur andere Ambitionen.

Zuletzt aber blieb Winterthur in fünf Spielen ohne Niederlage, spielte dreimal 0:0 und gewann gegen Brühl 5:0 und in Nyon 2:0. Gegen YB rechnet der 58-jährige Schifferle, der schon als kleiner Bub für den FCW mitfieberte, mit 5000 Zuschauern auf der Schützenwiese.

Ob er nach der Wahl zum SFL-Präsidenten im Präsidium des FC Winterthur bleiben wird, lässt er vorerst offen. Er vertrete den FCW bei Stadt und Behörden in erster Linie bei der Stadionfrage. Auch in Winterthur wird an einem neuen Stadionprojekt gearbeitet, das auf der Schützenwiese einst die 1957 errichtete Anlage ersetzen soll.

Ins FCW-Tagesgeschäft sei er kaum involviert. «Wir haben einen dominanten Alleinaktionär», sagt er zu Präsident Hannes. W. Keller. «Unser Präsident zeigt viel Herzblut für den FCW und deckt seit Jahren das Defizit von 1,2 bis 1,5 Millionen Franken. Da hat er das Recht, alles zu bestimmen.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/19640913

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. November 2011, 11:54 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
27.11.2011

Bild

Zitat:
YB aufgepasst

Winterthur hat heute zwei Zuffis!

Stolpert YB über einen seiner letzten Cup-Helden und dessen Sohn? Dario (46) und Luca (21) Zuffi bitten in Winterthur zum Tanz.

Dario Zuffi glich für YB im Cupfinal vor 24 Jahren zum 1:1 aus. Am Schluss besiegten die Berner Servette mit 4:2. Seither konnte YB keinen Titel mehr feiern. Der heute 46-Jährige blickt auf ein eindrückliches Palmares zurück: ein Mal Meister, zwei Mal Cupsieger, ein Mal Torschützenkönig, 400 Spiele in der NLA und 19 für die Schweizer Nati.

Heute ist er Assistenzcoach und Stürmertrainer in Winterthur und damit nicht mehr auf der grossen Bühne unterwegs. Er findet, das passt besser zu ihm: «In der Woche vor dem Spiel gegen YB habe ich mehr Interviews gegeben als sonst in einem ganzen Jahr. Ich bin nicht so der Typ mit der grossen Klappe.»

Auf dem Platz sorgt heute sein Sohn Luca für Wirbel. Der Mittelfeldspieler kommt nach überstandenem Kreuzbandriss immer besser in Fahrt. Natürlich wird er oft auf seinen Vater angesprochen, sieht das aber ganz pragmatisch: «Ich befasse mich nicht mit Vergleichen zwischen ihm und mir. Ich respektiere sehr, was er erreicht hat, bin stolz auf ihn. Aber ich muss meine eigene Karriere machen.»

Mittelfristig will Luca in die Super League. Vater Dario ist überzeugt, dass er es schaffen kann: «Er braucht dafür nur Konstanz in seinen Leistungen und etwas mehr Selbstvertrauen.»

Dass es auch beim Junior mit dem Fussball klappt, war nicht immer klar. Dario erzählt schmunzelnd eine Anekdote aus Lucas Kindertagen: «Ich habe ihn zu einem Turnier seines Bruders mitgenommen. Die Junioren hatten zu wenig Spieler. Luca sprang ein. Er war völlig verloren auf dem Feld und ist nur hilflos seinem Bruder nachgerannt. Damals habe ich gedacht, bei ihm wird das wohl nichts.»

Wie für YB ist der Cup für Winti die Chance, eine verkorkste Saison zu retten. In der Challenge League gab es bisher keinen Heimsieg. Nur knapp steht man auf einem Nichtabstiegsplatz. Die Fans sind unzufrieden. Dario Zuffi nimmt es mit Humor: «Die Heimschwäche müssen wir ausblenden. Aber im Cup haben wir ja schon einmal gewonnen. Da sind wir zu Hause eine Macht.»

Wenn diese Mini-Serie gegen YB hält, könnte es für Christian Gross ungemütlich werden. Dario Zuffi: «Wir wollen unbedingt gewinnen, aber ich hoffe nicht, dass wir den YB-Trainer damit abschiessen.»

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 27. November 2011, 12:00 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
26.11.2011

Bild

Zitat:
«Wir reissen hier etwas»

BERN. In der Super League blieben die Young Boys in den ersten Monaten unter Christian Gross hinter den Hoffnungen zurück. In den Cup-Achtelfinal gegen den FCW morgen Sonntag auf der Schützenwiese gehen sie aber als klarer Favorit.

Die Euphorie war in Bern gross, als die Young Boys am 8. Mai ankündigten, Startrainer Christian (57) mit einem Vertrag für zwei Jahre (und einer Option auf ein drittes) verpflichtet zu haben. Das taten sie in der Endphase einer Saison, in der sie ein weiteres Mal vergeblich einen Titel angestrebt hatten – den ersten in der Meisterschaft seit 1986, im Cup seit 1987. Ein anderer, bezeichnender Blick auf die Berner Lage ist dieser: Seit 1960, seit dem Ende der im Schweizer Fussball noch immer einmaligen Serie von vier Meistertiteln in Folge, hat YB nur eben jene Meisterschaft von 1986 gewonnen. Mit andern Worten: In 51 Jahren, einem halben Jahrhundert, steht nur ein Meistertitel auf der Visitenkarte dieses Grossklubs.

Jetzt hat Gross die ersten Monate in Bern hinter sich – mit Resultaten, die (noch) nicht den hohen Erwartungen der YB-Gemeinde entsprechen, die eher deutlich machen, wie schwer es selbst ihm fallen wird, den letzten Schritt von einem Tabellenzweiten (wie es YB 2008, 2009 und 2010 war) oder -dritten (wie 2011) ganz an die Spitze zu machen. Vor allem dann, wenn dort ein höchst stabiler FCB thront.

Mehr Zeit als gedacht

In der Europa League scheiterten die Berner knapp und mit einigem Pech am portugiesischen Spitzenklub Braga. In der Meisterschaft taten sie sich vor allem in den vergangenen Wochen offensiv sehr schwer. Von den letzten fünf Spielen gewannen sie nur eines, und nur in diesem schossen sie – zum 4:1 gegen den Tabellenletzten Lausanne– Tore. Nach dem 0:1 in Basel wird es für sie sehr schwierig, neun Punkte auf den Meister und Leader wettzumachen.

Es ist also der Schluss zu ziehen, es brauche YB auch mit Gross zumindest mehr Zeit, einen Meister zu formen, als in der ersten Euphorie wohl gedacht wurde. Ein Trainer, mag er auch noch so anerkannt gut sein, allein reicht nicht, den Schalter zu drehen. Es kamen auch schon kritische Stimmen auf, zumal wegen der fünf Punktverluste in acht Heimspielen. Aber Gross ist weiterhin davon «überzeugt, dass wir hier etwas reissen können».

Allerdings wird es dafür schon im Winter Korrekturen brauchen. «Die Bestrebungen laufen dahin», sagt Gross, «uns offensiv konkret und mit sofortiger Wirkung zu verstärken.» Mit zwei Neuen, wie beizufügen ist. Deshalb reiste der Trainer am vergangenen Sonntag nach Dänemark. Der Nigerianer, den er dort beobachtete, scheint ihn allerdings nicht auf den ersten Blick überzeugt zu haben. Umso wichtiger ist nun, zumindest als Cup-Viertelfinalist zu überwintern und sich so wenigstens die zweite Titelchance zu erhalten. Das macht aus Berner Sicht die Bedeutung des Gastspiels seit zehn Jahren auf der «Schützi» aus.

Und so sieht Gross die Lage vor der Reise nach Winterthur:

Christian Gross, Platz 4 und neun Punkte Rückstand auf den FCB – das ist nicht, was die YB-Gemeinde vom ersten halben Jahr unter Ihnen erwartete. Wie weit liegt YB hinter Ihren Vorstellungen zurück?

Christian Gross: Natürlich liegen wir nicht im Punktebudget. Und das vor allem aufgrund nicht erfolgreicher Heimauftritte. Der Rückstand ist gross, aber (noch) nicht von finalem Charakter.

Vor der Saison erhielt man den Eindruck, mancher in Bern glaube, jetzt sei der Meistertrainer da, also klappe es mit dem Titel automatisch – wurde die Si­tua­tion nicht falsch eingeschätzt?

Erfolgreich ist man nur, wenn man kontinuierlich und konsequent an den formulierten Zielen arbeitet. Und unsere formulierten Ziele waren: Den Rückstand verringern auf den FCB und den FCZ, die beiden Dominatoren der vergangenen Jahre. Wenn man die Spiele gegen den FCB (1:1 und 0:1. Die Red.) nimmt, dann fehlt dazu wenig, aber doch Entscheidendes: Entschlossenheit, Technik, Kaltblütigkeit im Abschluss. Dazu kommt, dass im Moment zu viel auf Einzelnen lastet, dass wir zu unausgewogen, zu inkonstant sind.

Manche Fans sind unzufrieden. Welche Reaktionen spüren Sie von der Vereinsleitung?

Unterstützend kritisch, aufbauend, zielgerichtet – und mit gleichem Enthusiasmus wie zu Beginn.

Korrekturen «sind zwingend»

Wie sieht Ihre Analyse aus, haben Sie das Kader realistisch genug eingeschätzt?

In der Offensive hat noch jeder grosses Steigerungspotenzial, von den Stürmern Emmanuel Mayuka und Moreno Costanzo bis zu den Aussenspielern David Degen und Raphael Nuzzolo. Das Mittelfeld ist eigentlich erfahren genug, aber von dort kommt im Moment zu wenig Druck, um konkret und effizient zu sein.

Also wird es auf diesen Positionen in der Winterpause Korrekturen geben?

Die sind zwingend – sicher soll einer für die Seiten, sicher einer zentral hinzukommen.

Was hat denn die Mannschaft überhaupt schon von einem potenziellen Meister?

Sie ist sehr leistungswillig. Die Defensivarbeit ist zwar noch nicht optimal, aber zufriedenstellend.

Es war in den vergangenen Jahren oft von der Winner-Mentalität die Rede, die den Young Boys fehle. Sie, ausgestattet mit dem «Winner-Gen», sollen da Abhilfe schaffen. Aber ist es nun in Bern tatsächlich schwieriger als anderswo, der Mannschaft diese Mentalität einzuimpfen?

Es war überall eine andere Ausgangslage, bei GC und dann in Basel, jetzt in Bern ...

... wo Sie ja wissen mussten, dass es eher schwieriger werden würde, mit YB den letzten Schritt nach oben zu tun. In Zürich hatten Sie eine Spitzenmannschaft, die vorher unter Wert spielte, die Sie gleich an die Spitze führten. In Basel waren Sie, von Platz 5 aus gestartet, nach dem ersten halben Jahr doch schon Zweiter. YB aber war in den vergangenen vier Jahren schon dreimal Zweiter und einmal Dritter.

Ja, und es wurden neue Spieler eingebaut. Das braucht Zeit. In Basel beispielsweise hatte ich in meinem ersten Vertrag noch eine Prämie drin fürs Erreichen nur schon der Finalrunde ... Aber zurück zum Moment: Es stehen uns jetzt, zuerst in Winterthur und dann noch in der Super League gegen Sion und Thun, sehr wichtige Spiele bevor. Genau analysieren müssen wir das Ganze dann in der Winterpause.

Berner «zu zurückhaltend»

Aber was sind – mit nun einem halben Jahr persönlicher Erfahrung – die Erkenntnisse von der Mentalität der Berner? Stellen Sie da in der Tat Unterschiede fest zu Zürich und Basel?

Ich sagte schon ganz am Anfang: Die Leute hier sind herzlich. Aber man darf im Spitzensport auch nicht zu zurückhaltend bleiben ...

... wie das die Berner also offenbar sind. Wie aber ist das tägliche Leben hier?

Ich habe mich gut eingelebt; ich habe nun eine schöne Wohnung in Muri; ich arbeite gern hier – und ich bin überzeugt, wir reissen hier etwas.

Zurück zum Fussball, zum letzten Spiel, dem Spitzenkampf in Basel, der 0:1 verloren ging und den Rückstand eben auf neun Punkte anwachsen liess. War das für Sie eine besondere Enttäuschung oder eher eine Bestätigung dessen, was Sie erwartet oder befürchtet hatten?

Wenn man die erste Halbzeit nimmt, war das die Basis für weitere Fortschritte. Das war okay. Aber resultatmässig war das Spiel eine Enttäuschung. Man muss aber auch sagen, dass wir zurzeit von den Schiedsrichterentscheiden nicht begünstigt werden. Man hätte in der ersten Halbzeit bei jener Aktion gegen David Degen nun wirklich einen Penalty für uns geben können, wenn nicht müssen.

Erinnerungen an Dimmeler

Immerhin, nach jener Niederlage wird der Cup nun die noch grössere Bedeutung haben für die Young Boys und Sie als sonst schon ...

Aufgrund der Tabellenlage in der Super League ganz klar. Und den FC Winterthur erkannten wir bei unseren Beobachtungen als Mannschaft, die sich in der Defensive schnell hinter den Ball begibt, sich gut verschiebt und kompakt ist. Und die in ihrem 4-3-3 auch ein klares Konzept hat, mit der klaren Absicht, mit konstruktivem Spiel nach vorne zu kommen.

Was sind persönliche Erinnerungen an den FCW und Winterthur?

Die Herzlichkeit, mit der mich der Winterthurer Herbert Dimmeler einst Anfang der 70er-Jahre als jungen, neuen Spieler im Kader der Grasshoppers empfing. Dimmeler war damals immerhin als Top­sko­rer der Nationalliga A vom FC Winterthur auf den Hardturm gekommen. (hjs)

«Bengo» und die Erinnerungen an GC

Am 22. Oktober 2005 schlug der FCW, damals auch nur Zwölfter der Challenge League, die als Zweiter der Super League angereisten Grasshoppers in den Sechzehntelfinals 4:2. Gestoppt wurde er dann erst im März im Halbfinal vom FC Sion, der schliesslich als Challenge-League-Klub das Endspiel gegen die ... Young Boys im Elfmeterschiessen gewann.

Seit jenem grossen Sieg gegen GC hat der FCW im Cup nicht mehr viel bewegt, mal gar gegen den FC Seefeld aus der 2. Liga interregional verloren. Er hat auch nie mehr einen Verein aus der Super League besiegt. Das aber müsste er morgen, wenn er nach sechs Jahren wenigstens wieder mal in die Viertelfinals vorstossen möchte. Diesmal ist der Gegner, YB, immerhin Vierter der Elite, ein Spitzenteam also wie damals GC.

Eigentlich scheint ein Coup ausgeschlossen für eine Mannschaft, die in dieser Meisterschaft noch kein Heimspiel gewann, die ihre letzten drei Auftritte jeweils mit einem 0:0 beendete. Aber da lässt sich einfügen: Gegen YB wird es ein ganz anderer Match, kann der FCW eher auftreten wie auswärts. Und dort hat er aus sechs Spielen doch schon 13 Punkte geholt. Vor allem aber könnte man sagen: Patrick Bengondo (Bild), mit seinen drei Toren der grosse Held gegen die Grasshoppers, steht erstmals wieder in der Startelf. Er wird es mit seinem physischen Stil also aufnehmen gegen Alain Nef und Dusan Veskovac.

«Bengo», erst vor wenigen Wochen als Hoffnungsträger für den darbenden Angriff verpflichtet, spielt, weil Goran Antic sich zwar in schon fast wundersamer Weise vom Muskelfaserriss in der Wade erholte, von dem in ersten «Diagnosen» nach seinem Ausfall am Sonntag gegen Delémont berichtet wurde. Aber Antic gilt noch nicht wieder als fit für die erste Wahl.

Es könnte auch sein, dass Boro Kuzmanovic seine Offensive mit Altin Osmani ergänzt, der seit Ende August (und dem 2:0 in Carouge) nie mehr in der Startelf stand. Bei YB ist sehr fraglich, ob Michael Silberbauer im zentralen Mittelfeld spielen kann; er würde an der Seite Alexander Farneruds durch Pascal Doubai ersetzt. Und offen ist, ob Moreno Costanzo oder Nassim Ben Khalifa neben Emmanuel Mayuka angreift. Sonst ist nur noch ein Platzabtausch der beiden Flügelmänner im Mittelfeld möglich, von Raphael Nuzzolo (nach rechts) und David Degen (nach links).

Die Berner kommen schon heute nach Winterthur. Gerechnet wird mit rund 5000 Zuschauern. Bis gestern wurden im Vorverkauf 2800 Tickets abgesetzt.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2011, 07:36 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Freitag 21. Mai 2004, 10:37
Beiträge: 3822
Wohnort: Bern
Gross hat versagt! Ich hoffe er wird in der Winterpause den Klub verlassen!

_________________
Bild


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 28. November 2011, 09:11 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.11.2011

Bild

Zitat:
Ratlosigkeit bei YB – Cup-Hoffnung ist dahin

Gegen Winterthur schaffte YB nur ein 1:1 und versagte im Penaltyschiessen. Die Berner agierten harmlos und unbeholfen.

Der Winter naht, und YB bleibt nicht einmal mehr die Cup-Hoffnung. Auf der Winterthurer Schützenwiese brachten die Berner gegen den Zehnten der Challenge League in über 120 Spielminuten nur einen einzigen Treffer zustande, den David Degen in der 63. Minute mit einem Holperball erzielte. Damit glichen die Berner das Führungstor des Unterklassigen aus. 19 Sekunden nach der Pause hatte Bengondo die Young Boys erwischt, als er die Flanke von Lüscher zur 1:0-Führung verwertete. Mehr als das 1:1 schafften die Berner nicht. Mit starken Paraden gegen Mayuka (116.) und gegen den Kopfball von Ojala (118.) hatte Winterthurs Torhüter Christian Leite seine Mannschaft in die Penaltylotterie gerettet – und da wurde er zum Cup-Helden.

Als es um alles ging, waren die Young Boys dem Druck nicht gewachsen, und das ist bezeichnend für die Verfassung der Mannschaft. Leite wehrte die Elfmeter von Farnerud, Raimondi und Nuzzolo ab, nur Spycher und Degen trafen, während bei den Winterthurern Lüscher, Iten und Lluminca Wölfi keine Chance liessen, ehe Lenjani am YB-Goalie scheiterte.

Und Leite gewann auch das Nervenspiel gegen Alexander Farnerud. Der Schwede spielte in Winterthur mit Trauerflor, sein Vater ist nach langer Krankheit vergangene Woche verstorben. Farnerud war der erste Penaltyschütze von YB, er wählte die vom Goalie aus gesehen linke Ecke, und Leite wehrte ab. Schiedsrichter Wermelinger liess den Elfmeter wiederholen, da sich der Torhüter zu früh bewegt hatte. Farnerud wechselte beim zweiten Versuch die Torecke, und wieder tauchte Leite auf die richtige Seite.

Bezeichnend die Worte des Torhüters: «Die Penaltys waren alle nicht gut geschossen. Auch den Schuss von Degen hätte ich abwehren müssen.» Doch das kümmerte die Winterthurer hinterher wenig. Sie feierten mit den Fans den Triumph über die Young Boys ausgelassen, denn zuletzt gab es für die FCW-Fans auf der Schützenwiese wenig Grund zu jubeln. Und auch mit der Viertelfinal-Auslosung sind sie zufrieden. Der FC St. Gallen kommt auf die Schützenwiese – das ist ein Derby.

YB harmlos und unbeholfen

Der Cup lässt die Winterthurer zumindest vorübergehend auch die Mühen in der Challenge League vergessen. In der Meisterschaft ist der FCW noch ohne Heimsieg, mit vier Millionen Franken haben die Zürcher das zehnmal kleinere Budget als YB, und aus dieser Perspektive sind auch die Worte von Boro Kuzmanovic zu werten: «YB ist für mich aufgrund der letzten Jahre ein Gigant. Es ist eine Sensation, ein Genuss», frohlockte der Trainer des FC Winterthur. Kuzmanovic hatte seine Mannschaft mit einem 4-1-4-1 gegen die Young Boys spielen lassen, das zeitweise einem 9-0-1 glich, den phasenweise verteidigten die Winterthurer mit Mann und Maus. Doch sie schafften es immer wieder, die Ordnung auf dem Spielfeld wiederherzustellen, und sie waren immer in der Lage, Kräfte für überraschende Konter zu bündeln.

Bei YB spielte Spycher für den verletzten Silberbauer im Zentrum, Lecjaks kam auf der linken Abwehrseite zum Zuge. Trotz deutlich mehr Ballbesitz, trotz guter Möglichkeiten, erneut zeigten sich die Young Boys im Abschluss als erschreckend unbeholfen. «Jetzt tragen wir die Narrenkappe», meinte YB-CEO Ilja Kaenzig. Die allgemeine Verunsicherung ist greifbar, und glaubhafte Argumente zu finden, wird für die YB-Verantwortlichen immer schwieriger.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ra ... y/29421718

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 23 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 34 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de