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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 20. November 2011, 23:06 |
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20.11.2011  Zitat: YB-Fans stehen noch hinter Gross
YB befindet sich im Tiefflug, der Meistertitel ist in weite Ferne gerückt. Bei den Fans macht sich nun Katerstimmung breit.
«Die Grundstimmung ist negativ», sagt Adrian Werren von Gäubschwarzsüchtig, dem Dachverband der YB-Fanklubs. Denn nach dem verlorenen Spiel im Basler Joggeli vom Samstag ist der Abstand zu Tabellenleader FCB auf neun Punkte angewachsen. «Die Hoffnung auf den Meistertitel ist nun weg», so Werren. Dabei glaubte ganz Bern Anfang Saison an den Erfolg. «Dass Christian Gross immer wieder als Titelgarant geführt wurde, hat die Hoffnungen noch verstärkt.»
Mit mehr gerechnet hat auch YB-Fan David Schläppi. «Ich habe mir einen schwarz-gelben Meistertitel erhofft», sagt er. Für Brian Ruchti und Simon Klopfenstein vom YB-Radio Gelbschwarz stellt sich die Trainerfrage aber nicht. «Wir stehen hinter Christian Gross», sagen die beiden Radiomacher. «Klar, bin ich enttäuscht, aber die Erwartungen waren einfach zu hoch», so Klopfenstein. «Wir sind YB-Fans, wir leben von der Hoffnung. Jetzt liegt unser Fokus auf dem Cup», ergänzt Ruchti.
Auch für Werren ist klar, dass es nun Geduld braucht: «In Basel hat Gross auch drei Jahre bis zum ersten Titel gebraucht.» http://www.20min.ch/news/bern/story/YB- ... s-26123637
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shalako
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Verfasst: Sonntag 20. November 2011, 23:07 |
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20.11.2011  Zitat: FCB-Ösi Dragovic
«YB ist eine kaputte Mannschaft»
Die Young Boys schiessen einfach keine Tore mehr. Was bleibt, sind Berner Durchhalte-Parolen. Basel-Verteidiger Aleksandar Dragovic geht mit YB hart ins Gericht. Hat er Recht?
Vielleicht ist es die treffendste Analyse über YB. Sie kommt von Basels Verteidiger Aleksandar Dragovic: «YB ist eine kaputte Mannschaft.»
Auf Nachfrage, was er meine, sagt er: «In der zweiten Halbzeit kam von denen gar nichts. Und das in einem solch kapitalen Spiel! Aber das ist ja nicht mein Problem …»
Kaputt ist bei YB eines ganz gewiss: Die Offensive! Null Tore in Genf. Null Tore in Basel. Gebetsmühlenartig wiederholen die Spieler den Lieblingssatz von Trainer Christian Gross: «Auf den letzten dreissig Metern müssen wir entschlossener werden.»
Die Basler sind das. Für deren Sturm mit Frei und Streller hat YB-Verteidiger Scott Sutter nur Komplimente übrig: «Die sind halt schon extrem gefährlich!» Und der eigene Sturm? Sutter gerät in Verlegenheit. «In der Offensive haben wir teils bessere, teils schlechtere Spiele. In Basel waren wir weniger gefährlich …»
Was bleibt, sind Durchhalteparolen. «Weiter hart arbeiten. Und den Abschluss trainieren», lauten sie bei Sutter.
Fakt ist: Gross hat es nicht verstanden, talentierte Spieler wie Ben Khalifa, Mayuka und Costanzo, aber auch Routiniers wie Degen, Nuzzolo und Schneuwly wirklich gefährlich zu machen.
Die Standards sind miserabel. Neuzuzüge gibts erst im Winter. Dumm nur, dass der Meisterzug für YB wohl schon abgefahren ist. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... aft-187515
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shalako
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Verfasst: Sonntag 20. November 2011, 23:44 |
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20.11.2011  Zitat: Basel siegt, YB grübelt
Dank dem Tor Strellers gewinnt der Meister den Spitzenkampf gegen YB 1:0 Drei Tage vor dem nächsten Spiel in der Champions League vergrössert der FCB den Vorsprung auf YB auf 9 Punkte.
Da waren die Momente in der zweiten Halbzeit, da dachte man: YB kann ein gutes Team, aber bestimmt noch kein Kandidat für den Meistertitel sein. Der Schwede Farnerud gilt als eine Art YB-Fiebermesser. Er hätte in der 17. Minute das Tor treffen müssen. Aber er traf es in zwei Anläufen nicht. Und wie er es schaffte, im zweiten Teil perfekt eingeleiteten Konterstössen trotz numerischer Berner Überlegenheit die Vollendung zu nehmen, war allerhand. Farnerud scheint zwischendurch am «Inler-Syndrom» zu leiden. Wie der neue Captain des Nationalteams sollte der YB-Chef alles tun: Bälle holen, absichern, ankurbeln, vollenden, hinten, vorne, überall. Das kann schnell zu viel werden. Überhaupt hinterliess YB am Samstag in Basel nicht erstmals in dieser Saison den Eindruck, dass alles etwas (zu) viel ist.
Am Ende stand das Resultat für sich, vor allem stand der Torschütze für sich. Der FC Basel gewann dank dem Tor Strellers, der sich in der 27. Minute in ihm eigener, den Ball abdeckender und ausgebuffter Manier gegen die YB-Verteidiger Nef und Veskovac durchgesetzt hatte. Die eine Hochrechnung ist einfach: Treffen Alex Frei und Streller weiterhin regelmässig und in entscheidenden Momenten (16 Meisterschaftstore), wird's für die Konkurrenz schwer, können sich die Berner den Titel abschminken.
In der Tabelle liegen jetzt 9 Punkte zwischen dem FCB und YB. Das ist viel und muss die Berner ins Grübeln bringen, auch wenn ihr Goalie Wölfli sagte, dass die 9 Einheiten «nicht viel» seien: «Das haben wir 2010 am eigenen Leib erfahren.» Er sprach auf jene maximal 13 Punkte Vorsprung an, die YB 2009/2010 gegen Basel verspielt hatte. Der YB-Trainer Christian Gross wand sich in seiner Antwort auf die Frage, ob der eingehandelte Rückstand nicht zu gross geworden ist: «Das wird schwierig, wir müssen die Rückrunde optimal vorbereiten, nur dann ist es machbar.» Sagte es – und schob noch ein «eventuell» hinterher.
Der FCB vermochte drei Tage vor dem Champions-League-Spiel in Rumänien gegen Otelul Galati seine blühenden Wochen mit einer weiteren Duftmarke aufzufrischen, wenngleich einiges zu kritisieren war. Der FCB-Trainer Heiko Vogel hatte sich im ersten Teil eher an ein Tennis- als ein Fussballspiel (hin und her, ohne Verzahnung) erinnert gesehen und soll in der Pause recht laut geworden sein. Am Ende erstaunte, wie ungefährdet und letztlich unbeschadet der Meister das Spitzenspiel überstand. Vogel fasste den YB-Hoffnungsschimmer in nette Worte: «In der Tabelle liegen 9 Punkte dazwischen, im Spiel hiess es 1:0, und mit Geschick und Glück retteten wir den Vorsprung über die Runden.» So redet jemand, der sich seiner Sache nicht ganz so sicher ist.
Dem über weite Strecken offen geführten, intensiven und nicht unattraktiven Spiel hätte der FCB in der zweiten Halbzeit die Luft entzogen, wenn er das 2:0 erzielt hätte. Doch der YB-Verteidiger Spycher rettete einmal vor der Linie, ein anderes Mal scheiterte Frei allein vor Wölfli, was dem Stürmer selten genug passiert, und ein drittes Mal schoss Shaqiri daneben. YB klammerte sich an Ansätzen fest – und an einer Strafraumszene (Ben Khalifa fiel in der 88. Minute im Zweikampf gegen Abraham hin), die auf den ersten Blick den Penalty-Gedanken aufkommen liess. Aber das ist schlicht zu wenig, wenn man den Meister in seinem Haus wirklich herausfordern will.
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shalako
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Verfasst: Sonntag 20. November 2011, 23:45 |
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20.11.2011  Zitat: Vogel zeigt Gross den Meister
Der FCB vergrössert den Vorsprung auf YB auf neun Punkte. Dafür wird Heiko Vogel gefeiert. Die Rückkehr von Christian Gross verläuft emotions- und punktelos.
Matchwinner Marco Streller macht einmal mehr Werbung für den Cheftrainer a.i.: «Die Argumente, die Heiko Vogel liefert, sprechen für sich. Ich rede im Namen der Mannschaft, und wir sind zu hundert Prozent dafür, mit ihm langfristig zu arbeiten.»
Gegen YB zeigt Vogel ausgerechnet Gross den Meister. Dem Mann, der zehn Jahre in Basel regierte, acht Titel holte und erstmals in sein Wohnzimmer St. Jakob-Park zurückkehrte. «Es war so, wie ich es erwartet habe», beschreibt Gross nüchtern seine Gefühlslage. «Ich muss meine Emotionen nicht immer nach aussen zeigen.» Man merkt ihm an: Diese 0:1-Pleite schmerzt besonders.
Logisch, nun hat der Titelanwärter aus Bern neun Zähler Rückstand auf den Titelverteidiger. Die Meisterschaft ist Ende November so gut wie gelaufen. Wars das, Herr Gross? Der YB-Coach gibt zu: «Diesen Rückstand aufzuholen wird sehr schwierig. Nur wenn wir die letzten beiden Spiele (Sion, Thun, d. Red.) erfolgreich bestreiten, ist es möglich.» Nach einer kurzen Pause fügt er an: «Eventuell.» YB kann seine Meisterträume wohl beerdigen.
Ausgerechnet Streller schlägt den ersten Sargnagel ein. Ganz bitter für Gross! Unter seiner Regie verhungerte Pipi als einzige Spitze, jetzt blüht er auf. Stark, wie er sich gegen Nef und Veskovac durchsetzt und den Ball überlegt einschiebt. «Ich hätte mich auch fallen lassen können, dann wärs Penalty gewesen», grinst Streller. «Aber ich wollte mal wieder selbst ein Tor machen.» Dass es das einzige bleibt, liegt auf FCB-Seite daran, dass Marco Wölfli mehrfach in extremis pariert und Shaqiri und Co. die Chancen leichtfertig vergeben. «Da waren wir teilweise überheblich», kritisiert Streller.
YB hat Pech, dass Nef bei seinem Treffer wohl um Millimeter im Offside steht und Ref Kever beim Einschreiten von Park gegen Degen nicht auf den Punkt zeigt. Enttäuschend aber ist, dass nach der Pause offensiv gar nichts mehr kommt.
«Wir haben ein Ausrufezeichen für die Konkurrenz gesetzt», jubelt Markus Steinhöfer. «Wir haben gezeigt, dass wir die beste Mannschaft der Schweiz sind.» Der Unterschied zwischen Vogel und Gross könnte momentan gravierender nicht sein. Für den erfolgreichsten FCB-Coach aller Zeiten gibt es bei seiner Rückkehr weder Plakate noch Sprechchöre.
Sein Nach-Nachfolger wird dagegen von den Fans frenetisch gefeiert. Seine Ära beginnt erst. Diejenige von Gross in Bern könnte kürzer sein, als man denkt …
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shalako
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Verfasst: Sonntag 20. November 2011, 23:46 |
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20.11.2011  Zitat: Meisterzug hält kaum in Bern
Nach der Niederlage in Basel liegt YB bereits neun Punkte hinter dem Leader
Basel Seit seiner Trennung vom FCB war Christian Gross nicht mehr im St.-Jakob-Park. Gestern kehrte er in das Stadion zurück, in dem er zwischen 2001 und 2009 viele unvergessliche Augenblicke erlebt hatte. Am Schluss der Partie allerdings marschierte er wie bei seinem Abschiedsspiel als Verlierer vom Platz.
Gross zum Kampf um den Titel: «Es wird sehr schwierig»
Auf dem direkten Weg in den Kabinengang machte er einen Zwischenstopp bei der Basler Bank und gratulierte Heiko Vogel. Es war ein ganz bitterer Abend für Gross, an dessen Ende sein Team nicht nur den Match, sondern vielleicht schon den Meistertitel verloren hatte.
«Es wird sehr schwierig», sagte der erfolgreichste Schweizer Trainer der Neuzeit (11 Titel mit GC und Basel), als er hinterher gefragt wurde, ob die neun Punkte auf den FCB noch aufzuholen seien. Vom Kampfgeist, den Gross sonst auszeichnet, war in diesem Augenblick nichts zu spüren. Es schien, als gebe ein Trainer Auskunft, der die Eroberung des Meisterpokals bereits abgehakt hat nach 16 Runden.
Ihm ist nicht verborgen geblieben, dass seine Mannschaft in dieser Zusammensetzung mit der Nummer 1 der Schweiz nicht konkurrenzieren kann. YB ist im Angriff mit Mayuka, Ben Khalifa und Schneuwly zu schmalbrüstig besetzt. Und im Spiel nach vorne ist das Team viel zu stark von den Ideen und der Dynamik Alexander Farneruds abhängig. Dessen Partner im zentralen Mittelfeld, der Däne Michael Silberbauer, zeigte sich auch gestern als Meister des Alibipasses. Nicht minder enttäuschend waren die Leistungen von Raphael Nuzzolo, der auf der linken Aussenbahn deutlich schwächer ist als sein Vorgänger Senad Lulic.
Das grosse Defizit: YB findet den Weg zum Tor nicht
«Uns fehlt die Entschlossenheit auf den letzten 30 Metern», hatte Gross zuletzt immer wieder kritisiert. Auch gestern beklagte er die mangelnde Zielstrebigkeit seines Teams im Basler Strafraum. Die Young Boys hatten den FC Basel vor allem in der ersten Halbzeit mit einem aggressiven Pressing zwar immer wieder in Verlegenheit gebracht. Das grosse Manko der Spieler aber war, dass sie auf den entscheidenden Metern den Weg zum Tor nicht fanden. Entweder verdribbelten sie sich, hatten Probleme mit der Ballkontrolle (Schneuwly, Nuzzolo) oder trafen mit ihren Schüssen einen gegnerischen Verteidiger oder gar einen Teamkollegen – wie Farnerud, der in der 17. Minute eine doppelte Abschlussmöglichkeit nicht zum Führungstor nutzen konnte.
Gross reagierte nach der Pause und ersetzte den ungenügenden Nuzzolo durch den Tschechen Lecjaks. Kurze Zeit später musste der überraschend von Beginn weg stürmende Schneuwly Platz machen für Mayuka. An der Harmlosigkeit im Abschluss änderte dies allerdings nichts: Ben Khalifa schoss einmal aus günstiger Position weit über das Ziel; Mayuka schlug den Ball nach einem schönen Steilpass ins Niemandsland. Sein Missgeschick in der Nachspielzeit passte zum ungenügenden Auftritt von YB in der zweiten Halbzeit.
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shalako
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Verfasst: Sonntag 20. November 2011, 23:47 |
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20.11.2011  Zitat: Streller vermiest Gross’ Rückkehr
Der FC Basel besiegt vor 32000 Zuschauern im St. Jakob-Park die Young Boys verdient 1:0 Ein Tor von Marco Streller nach 27 Minuten beschert dem FCB den sechsten Sieg in Folge und neun Punkte Vorsprung auf YB. Für Christian Gross brachte die Rückkehr in den St. Jakob-Park eine herbe Enttäuschung.
Die Rückkehr von Christian Gross an die Stätte seiner grossen Triumphe als Fussballtrainer ist missglückt. Knapp zweieinhalb Jahre, nachdem er sich mit einer 0:3-Heimniederlage gegen YB aus Basel verabschiedet hatte, brachte ihm das erstmalige Betreten des St. Jakob-Parks seit jenem Tag eine grosse Enttäuschung ein. Seine Mannschaft, als Tabellenvierte angereist, zeigte sich bei Meister und Leader Basel nicht in der Lage, den Sechspunkterückstand zu reduzieren und ihre Ambitionen auf den erstmaligen Titelgewinn seit 25 Jahren anzumelden.
Mehr noch: Mit der 0:1-Niederlage vergrösserte sich die Distanz zum FCB auf neun Punkte, und Gross musste am Ende des Abends gar ein neues Wort kreieren, um auszudrücken, wie schwierig nun die Aufgabe für seine Young Boys in der Super League geworden ist. «Wir müssen im neuen Jahr «optimalstens» vorbereitet sein», sagte Gross, «und natürlich die beiden Spiele gegen Basel gewinnen. Nur dann ist sie lösbar – eventuell.»
Seine Mannschaft hatte in der zweiten Halbzeit stark enttäuscht, als sie, 0:1 im Rückstand liegend, zu keiner einzigen zwingenden Ausgleichschance kam. Einzig eine strittige Aktion von David Abraham im Basler Strafraum gegen Nassim Ben Khalifa kurz vor dem Ende hatte ein bisschen für Aufregung gesorgt. «Wir waren nach der Pause zu verkrampft und im Angriff zu unentschlossen», sagte Gross. Sein Sturmduo – mit Marco Schneuwly für Emmanuel Mayuka in der Startformation – hatte alle Wünsche offen gelassen. Ben Khalifa war schwach, Schneuwly ebenso, und später auch der eingewechselte Mayuka.
Die Basler indes hatten mit Marco Streller und Alex Frei zwei bestandene Angreifer, von denen der Captain schliesslich für die Differenz sorgte. Von Xherdan Shaqiri war der Ball nach 27 Minuten zu Streller gekommen, dieser hatte sich brillant gegen Alain Nef und Dusan Veskovac durchgesetzt und sein fünftes Saisontor erzielt. «Dieser Treffer wäre mit mehr Entschlossenheit zu vermeiden gewesen», sagte Gross.
Zu jenem Zeitpunkt hatte die Führung der Gastgeber nicht in der Luft gelegen. Die Basler hatten offensiv noch keine Stricke zerrissen, die Berner durch Christoph Spycher, Alexander Farnerud und David Degen aber das 1:0 verpasst und Schiedsrichter Sascha Kever ein Tor von Nef wegen Offside annulliert.
«In der ersten Halbzeit bin ich nur mit dem Resultat zufrieden gewesen», sagte der Basler Trainer Heiko Vogel, der im fünften Spiel seinen fünften Erfolg in der Meisterschaft feierte, seit er die Nachfolge von Thorsten Fink angetreten hat. Seine Mannschaft präsentierte den 32 000 Zuschauern in diesem unterhaltsamen Spiel nach längeren Anlaufschwierigkeiten in den zweiten 45 Minuten eine gute Leistung. Allerdings versäumte sie es, ihre vorhandenen Chancen zu nützen. Benjamin Huggel, Alex Frei und Shaqiri hatten gute Gelegenheiten, das 2:0 zu markieren. «So mussten wir bis zum Schluss zittern und brauchten Glück, den Sieg zu retten», sagte Vogel.
Glück? Nein, das 1:0 war zwar ein knapper, keineswegs aber glückhafter Erfolg. Nach zehn Ligapartien ohne Niederlage und sechs Siegen in Folge reist der FCB morgen voller Zuversicht nach Bukarest zum wichtigen Champions-League-Spiel gegen Otelul Galati. Bei einem Sieg winkt ein «Final» gegen ManUnited.
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shalako
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Verfasst: Montag 21. November 2011, 08:21 |
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21.11.2011  Zitat: Die Sommer-Euphorie ist weg
Den Meistertraum kann YB nach dem 0:1 in Basel vorzeitig begraben. YB-CEO Ilja Kaenzig mahnt jedoch zur Geduld.
Christian Gross ist nach Bern gelotst worden, um nach 1987 endlich wieder Titel in die Hauptstadt zu holen – nicht mehr und nicht weniger. «Wir haben davon gesprochen, um den Titel zu spielen, wir haben nichts von holen gesagt», präzisiert Ilja Kaenzig. Der YB-CEO gibt indes zu: «Wir waren im Sommer zu euphorisch. Unsere Vorstellungen waren nicht realistisch. Die Kulturveränderung benötigt länger als erwartet.» Denn zumindest der Meisterzug dürfte mit neun Punkten Rückstand schon im November abgefahren sein.
Dessen ist sich auch Gross bewusst: «Nur wenn wir für die Rückrunde optimal vorbereitet sind, nur dann ist es noch machbar – eventuell.» Auch Marco Streller bestätigt, dass eine Vorentscheidung gefallen ist. «Neun Punkte auf Basel aufzuholen ist relativ schwierig», sagt der FCB-Captain und Torschütze vom Samstag und liefert die Begründung nach: «Wir haben ein gutes Selbstverständnis im Team. Und wenn ich daran denke, dass Philipp Degen irgendwann fit wird, dazu Valentin Stocker und Gilles Yapi von ihren Verletzungen zurückkommen, dann haben wir schon sehr viel Potenzial. Das stimmt mich positiv.» Bei YB versucht man derweil, die Geduld nicht zu verlieren. «Zaubern kann niemand. Wir geben Gross Zeit», sagt Kaenzig. «Intern besteht keine Unruhe. Auch der Verwaltungsrat lobt die Arbeit des Trainers.» Nun versucht Kaenzig, Neuzuzüge in der Winterpause zu finanzieren – Gross will mindestens zwei Stürmer.
«Wir versuchen, Geld freizuschaufeln, um Gross jeden Wunsch zu erfüllen. Denn wir wollen das Angefangene jetzt weiterziehen.» Aber auch Kaenzig weiss, dass Geld und Geduld beschränkt sind. http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... g-13943274
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shalako
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Verfasst: Montag 21. November 2011, 08:23 |
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21.11.2011  Zitat: Meisterträume ade – Trainer angeschlagen – Team zerstritten
Wie kaputt ist YB?
BERN - Der Meister-Titel ist in weiter Ferne, die Fans sind richtig sauer und YB-Boss Kaenzig spielt auf Zeit, hofft auf zwei neue Heilsbringer in der Offensive.
Basels Verteidiger Aleksandar Dragovic sagt es nach dem Spiel: «YB ist eine kaputte Mannschaft.» Hat er Recht? Lässt man zwei Zahlen sprechen, so muss man dem Österreicher zustimmen. YB hat neun Punkte Rückstand auf Basel. Die Meisterschaft ist nach menschlichem (YB-)Ermessen gelaufen.
Zweite Zahl: Letzte Saison betrug der Rückstand auf Basel zum selben Zeitpunkt fünf Punkte. YB ist also noch schlechter als in der verkorksten letzten Spielzeit unter Petkovic.
Was sagen die Beteiligten? Captain Marco Wölfli setzt aufs Prinzip Hoffnung. Man habe am eigenen Leib erfahren, was es heisst, einen grossen Vorsprung zu verspielen. 13 Zähler waren es vorletzte Saison. Doch verspielt hat ihn YB – nicht der FCB. Das Basler Synonym zu «ver-youngboysen» gibts noch nicht.
Auch in der YB-Führungsetage ist man bemüht, den Ball flach zu halten. Man will den mit Gross eingeschlagenen Kurs unbeirrt fortfahren. «Ob es nun 10 oder 15 Punkte Rückstand sind, spielt im Endeffekt keine Rolle», sagt CEO Ilja Kaenzig. «Hätten wir gegen Basel gewonnen und wären jetzt wieder im Meisterrennen, wäre das ein Trugschluss gewesen. Dieses Rennen hätten wir dennoch verloren.» Aber Kaenzig verspricht: «Was wir machen, wird zum Erfolg führen!»
Geirrt habe man sich lediglich in der Zeitdauer. Kaenzig: «Die Entwicklung braucht Zeit.» Notfalls auch drei Jahre. So lange dauerte es in Basel, bis Christian Gross den ersten Meisterpokal stemmen durfte. Auch die Investoren teilen diese Meinung. Was Benno Oertig und Andy Rihs am Samstag sahen, soll ihnen gefallen haben.
Den Unmut der Fans, auch gegenüber Gross, versteht Kaenzig. «Sie wollen kurzfristigen Erfolg.» Und zu den Gerüchten, dass das Team zerstritten sei, sagt der CEO: «Grüppli gibts in jedem Team. Wir haben die Fraktion der Schweizer, der Afrikaner, der Welschen. Das muss man halt so weit unter Kontrolle haben, so dass niemand beginnt, Politik zu machen.»
Im Winter sollen zwei offensive Heilsbringer her. Xamax-Star Kalu Uche ist wohl zu teuer. Er soll über zwei Millionen Franken verdienen. Gross war gestern bei Frankfurt gegen Aachen. Um Eintracht-Tribünenhocker Theofanis Gekas (31) zu beobachten? Kaenzig: «Gekas war im Sommer ein Thema, damals wollte er nicht weg.» Und heute? «Er kommt eher nicht.» So wie der kurzfristige Erfolg bei YB. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... -yb-187565
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shalako
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Verfasst: Montag 21. November 2011, 08:25 |
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21.11.2011  Zitat: Diese Offensive reicht nicht
Die Young Boys nach der knappen Niederlage in Basel
Neun Punkte Rückstand, wie sie YB nach dem 0:1 auf den FCB hat, sind 20 Runden vor Saisonschluss noch nicht ausreichender Anlass, die Titelchancen der Berner nahe null abzuschreiben.
Aber zu sagen ist doch: Spielen sie im Frühjahr im Durchschnitt so wie in diesem Herbst, im ersten halben Jahr unter Christian Gross, müssen sie die erste Meisterfeier seit 1986 nochmals hinausschieben. Sie müssten wohl, sagt Gross, den FCB in der Rückrunde «zweimal schlagen», um wieder ernsthafter Rivale zu werden.
Wahrscheinlich müssen wir ihn gar dreimal besiegen, fügt Gross bei; das dritte Mal stünde für einen Sieg im Cup. Denn auch im Cup, der nun die realistischere Titelchance der Young Boys ist, ist der FCB L'équipe à battre.
Gewichtigster Fakt zurzeit ist, dass YB offensiv zu wenig Qualitäten hat für einen Titelanwärter. Das ist offensichtlich, wenn eine Mannschaft eine überlegene und so gute Halbzeit hinlegt wie die Berner zu St. Jakob und dennoch 0:1 zurückliegt. «Wir müssen für jedes Tor unglaublichen Aufwand leisten», sagt Spycher, ihr routiniertester und konstantester Spieler. «Wir machen nie aus nur wenigen Chancen ein Tor oder schon gar nie eines aus keiner.»
Dem zu Beginn dominierten FCB reichte eine starke Aktion Strellers, um den Match zu entscheiden. Dabei hätte es nicht bleiben müssen, aber Alex Frei vergab nach der Pause seine Chancen, ausnahmsweise.
YB hat noch nie nach einem Rückstand gewonnen, nur im Hinspiel gegen den FCB nach einem 0:1 gepunktet. Dabei wären doch, fügt Spycher bei, «für uns 80 Prozent der Spiele gewonnen, in denen wir in Führung gehen». Nach einer Führung verloren hat YB erst einmal, gegen den FCZ. Bedenklich ist aber, dass YB in fünf der letzten sechs Matches nicht getroffen hat.
Dem FCB aber reichte, ebenso aufschlussreich, auf dem Weg zu den Siegen in den ersten fünf Meisterschaftsspielen unter Heiko Vogel dreimal ein Tor. Vogels nationale Bilanz ist also weiterhin makellos. Also erstaunte, wie übertrieben impulsiv er sich mit Schiedsrichterentscheiden befasste – bis er ermahnt wurde.
Gross fuhr am Sonntag nicht nach Winterthur, um den nächsten Cup-Gegner nochmals zu sehen. Er dachte schon weiter: Er flog nach Dänemark und beobachtete dort einen Kandidaten für seine darbende Offensive. http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/akt ... 73017.html
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shalako
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Verfasst: Montag 21. November 2011, 08:26 |
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21.11.2011  Zitat: YB ohne Frust ist wie Bern ohne Aare
Die Young Boys hinken mal wieder den Erwartungen hinterher. Die 0:1-Niederlage im Spitzenkampf in Basel offenbarte das grösste Problem der Berner – sie sind in der Offensive zu harmlos.
Christian Gross hat YB besser gemacht. Das verrät der Blick auf die Tabelle. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Young Boys, erneut im enttäuschenden vierten Rang klassiert, nach 16 Spieltagen einen Punkt mehr, sie haben zwei Tore mehr geschossen und sechs weniger erhalten.
Christian Gross hat YB nicht besser gemacht. Das verrät der Blick auf den Rasen. Der ambitionierte Berner Fussballverein hat nicht einmal die Hälfte aller Ligapartien in dieser Saison gewonnen, er hat aber fast jede dritte Begegnung verloren – und grösstenteils sehr unterhaltungsarme Vorträge angeboten. Spielfreude gibts bei YB selten zu sehen.
Man kann die Ausgangslage bei den Young Boys zynisch oder nüchtern betrachten, eines aber lässt sich nicht wegdiskutieren: Nach der 0:1-Niederlage im Spitzenkampf in Basel am Samstagabend beträgt der Rückstand auf den Rivalen FCB schon neun Punkte. «Eventuell» sei dieses Handicap aufzuholen, sagte ein enttäuschter und ernüchterter Gross nach der Niederlage. «Aber nur, wenn alles optimal läuft.»
Kein Glück, keine Klasse
Die Young Boys hinken auch in dieser Saison den Erwartungen weit hinterher. Es hätte, und das ist die schönfärberische Sicht, zumindest resultatmässig auch anders kommen können. Wie bei den Gastspielen zuletzt in Neuenburg gegen Xamax (0:0) und in Genf gegen Servette (0:1) wurde den Bernern auch in Basel ein Treffer wegen Abseits aberkannt – Alain Nef hatte einen Freistoss Alexander Farneruds beim Stand von 0:0 ins Tor befördert. «Das ist bitter, selbst wenn es diesmal wohl tatsächlich um wenige Zentimeter Offside war», sagte Gross.
Das Glück fehlt YB derzeit, und gepaart mit fehlender Klasse im Sturm ergibt das eine fatale Mischung. Null Tore aus den drei letzten Partien in der Fremde sind eine katastrophale Bilanz. Titelgewinne aber sind der Anspruch des Vereins, sie sind die Erwartungen an Christian Gross, sie sind die Hoffnungen der Fangemeinde. Vermutlich ist das ein komplett unrealistisches Denken, denn gerade in der Offensive ist das Berner Kader deutlich schwächer (und preiswerter) besetzt als jenes des FC Basel. Das war auch am Samstag im Direktduell wieder offensichtlich. Mit vertauschten Stürmern hätte die Partie möglicherweise einen anderen Sieger gesehen.
Defensiv zumindest wirken die Young Boys sehr solid, aber man hat ja von Ergebnistrainer Christian Gross erwarten dürfen, dass er die Verteidigung stabilisiert. Erschreckend jedoch war in Basel wieder die Harmlosigkeit im Abschluss. Und so blieb Gross am Samstag – wie zuletzt oft – nach miserabler zweiter Halbzeit nur wieder die Forderung nach mehr «Zielstrebigkeit» und «Entschlossenheit» auf den «letzten 20, 30 Metern». Und wo war das Aufbäumen nach der Pause?
Kulturveränderung
Rund um YB herrscht nun wie so oft Unruhe, der Trainer wird in weiten Teilen des Anhangs infrage gestellt, die Stimmung im Team könnte besser sein, es gibt unzufriedene Reservisten und unglückliche Leistungsträger. Christian Gross ist unter Druck. Aber glaubt man den Worten seines Chefs, ist es «völlig unerheblich», ob YB drei, sieben, zwölf oder eben neun Punkte hinter Basel liege. «Wir waren im Sommer alle zu euphorisch», sagt CEO Ilja Kaenzig. Das Modewort bei den Young Boys heisst nun «Kulturveränderung», und es dauere halt länger, sagt Kaenzig, bis diese umgesetzt sei. «Der Trainer erhält alle Zeit, die er braucht», sagt Kaenzig. «Die Aktionäre und alle Leute bei YB stehen hinter Christian Gross.»
Das ist bestimmt übertrieben, aber ein erneuter Trainerwechsel kann in der Tat kaum des Problems Lösung sein. «Ich würde mich schämen, wenn ich einem derart erfolgreichen und anerkannten Coach wie Gross, der neunmal Trainer des Jahres in der Schweiz wurde, ein Ultimatum stellen würde», sagt Kaenzig, als er gefragt wird, was bei einer Niederlage am nächsten Sonntag im Cupachtelfinal beim Challenge-League-Klub Winterthur passiere. «Wir streben weiter Schritt für Schritt die Kulturveränderung an», erklärt Kaenzig.
Vorerst aber stecken die Young Boys mal wieder in einer tiefen Identitätskrise. Daran hat man sich beinahe schon gewöhnt. Um es mit den Worten der neuesten YB-Imagekampagne auszudrücken: YB ohne Frust ist fast wie Bern ohne Aare. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23595174
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