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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 3. November 2011, 11:46 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.11.2011  Zitat: YB-Stürmer Mayuka wird umworben
Den Young Boys droht mal wieder der Verlust des besten Torschützen – dafür winkt erneut eine hübsche Einnahme. Emmanuel Mayuka, 20 Jahre, ist sehr begehrt.
Es ist ja schon zur Tradition geworden, dass die Young Boys in viertklassigen Ligen junge afrikanische Fussballer ausgraben – und die Spieler später über die international drittklassige Super League den Sprung in eine grössere Liga realisieren. Mit diesem Geschäftsmodell hat YB in den letzten fünf Jahren über 30 Millionen Franken Ablösesumme verdient. Erinnert sei – zum Beispiel – an die Stürmer Seydou Doumbia (zu ZSKA Moskau) und Henri Bienvenu (zu Fenerbahce Istanbul). «Es ist das Los unserer Liga», sagt YB-CEO Ilja Kaenzig, «dass die besten und talentiertesten Spieler nicht lange bleiben.»
Dynamo Kiew ist finanzstark
Und jetzt droht der nächste Abgang des stärksten Angreifers der Young Boys. Emmanuel Mayuka stiess im Sommer 2010 vom israelischen Verein Maccabi Tel Aviv mit 19 Jahren zu YB, er sollte als Nachfolger Doumbias aufgebaut werden – was vorzüglich zu klappen scheint. In dieser Spielzeit hat der sambische Nationalspieler in 16 Pflichtspielen bereits elf Tore erzielt, in der Super League ist Mayuka mit sieben Treffern zweitbester Schütze hinter Basels Alex Frei (neun Treffer). Vereine aus allen grossen Ligen Europas beobachten Mayuka (der am 21.November seinen 21.Geburtstag feiert) seit langem intensiv, bekannt ist das Interesse von Klubs wie Newcastle, Bordeaux – und vor allem Dynamo Kiew. «Wir wissen, dass Mayuka beobachtet wird», sagt Kaenzig, «und wenn ein Spieler weg will, dann geht er irgendwann auch. Aber wir haben noch kein Angebot erhalten und wollen unser Kader zusammenhalten.» Und es spreche ja für einen Spieler, meint der YB-Chef, wenn dieser das Interesse anderer Klubs auf sich gezogen habe.
Auch Mayuka, für den YB vor eineinhalb Jahren rund 1,5 Millionen Franken Ablösesumme bezahlte, wird für die Berner garantiert zu einer gelungenen Investition – sein Vertrag läuft zwar noch bis 2015, Mayuka dürfte jedoch deutlich vorher für weit über 5 Millionen Franken verkauft werden. Der ukrainische Spitzenklub Dynamo Kiew, einer der Interessenten, zumindest schmeisst mit Geld nur so um sich und verpflichtete in diesem Sommer den früheren Xamax-Stürmer Ideye Brown für rund 13 Millionen Franken von Sochaux – YB hätte Brown einst übrigens für weniger als 2 Millionen von Xamax übernehmen können.
YB-CEO Ilja Kaenzig kennt das Geschäft gut. Er sagt: «Natürlich wird uns Mayuka vor 2015 verlassen. Aber in dieser Saison soll er helfen, unsere Ziele zu erreichen. Wir können es uns kaum leisten, den besten Skorer zu verlieren.» Trainer Christian Gross möchte im Winter sowieso keinen Fussballer abgeben, obwohl zum Beispiel die Defensivkräfte und Ersatzspieler François Affolter und Scott Sutter, vor einem Jahr noch Nationalspieler, mit ihrem Reservistendasein kaum zufrieden sind. Und der begabte Regisseur Moreno Costanzo wird ja heftig vom FC Luzern als Nachfolger Hakan Yakins umgarnt.
YB sucht mehrere Stürmer
Besonders die Stürmersituation aber ist bei YB delikat. Neben Mayuka stehen nur noch Marco Schneuwly und Nassim Ben Khalifa im Kader. Schneuwlys Vertrag läuft Ende Saison aus, er dürfte mangels Spielpraxis spätestens im nächsten Sommer, vielleicht aber schon im Winter eine neue Herausforderung suchen – möglicherweise beim FC Thun. Und Ben Khalifa ist nur bis Ende dieser Spielzeit vom Bundesligisten VfL Wolfsburg ausgeliehen. «Vielleicht aber wäre es für alle gut, wenn Ben Khalifa noch ein Jahr länger bei uns bleiben würde», sagt Ilja Kaenzig.
Die YB-Scoutingabteilung sucht derweil «auf allen Kontinenten» neue Angreifer. «Sie sollen sofort eine Verstärkung oder aber jung und talentiert sein», sagt Kaenzig. Und: «Derzeit stehen noch fast zehn Stürmer im Fokus.» YB dürfte in der Winterpause und vor der nächsten Saison Angreifer verpflichten – und darauf setzen, bei der Auswahl wieder ein glückliches Händchen zu haben.
http://www.bernerzeitung.ch/sport/axpo_ ... y/31125664
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shalako
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Verfasst: Dienstag 8. November 2011, 10:16 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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08.11.2011  Zitat: Viel Arbeit auf einigen Baustellen
Die spielerische Armut bei YB ist offensichtlich. Und: Das Team ist nicht ideal zusammengestellt. Trainer Christian Gross geht knallhart seinen Weg – und strebt personelle Wechsel im Kader an.
«YB wieder mit meisterlichen Ansätzen», titelte «Der Bund» gestern. Und die Berner Zeitung meinte am Montag gar euphorisch: «Der YB-Express rollt auf der Überholspur weiter.» Da passt es ja ganz gut, liegt den über 15'000 Dauerkartenbesitzern der Young Boys in diesen Tagen die Jahresrechnung für 2012 in den Briefkästen. Blöderweise für YB betreffen die erwähnten Schlagzeilen einerseits die NLA-Frauen, die als Meisterinnen zwar derzeit im Mittelfeld der Tabelle rangiert sind, beim 3:3 gegen Basel aber reichlich Unterhaltung und Spektakel boten – und andererseits das U-21-Team, das in der 1.Liga von Sieg zu Sieg eilt.
Die Forderung von Gross
Das Aushängeschild der Organisation wird derweil mit Begriffen wie «schwach» oder «Mittelmass» oder «ideenlos» in Verbindung gebracht – und ist von der selbst grossspurig ausgerufenen Phase 3 derzeit ungefähr so weit entfernt wie ein YB-Anhänger davon, die Saisonkarte mit Begeisterung zu erneuern. Bei der 0:1-Niederlage am Sonntag in Genf gegen den limitierten, aber kämpferischen Aufsteiger Servette offenbarte sich erneut die spielerische Armut der Young Boys. Die Berner können punktemässig einigermassen mithalten, brillierten in dieser Saison aber selten und blieben oft blass. «Wir müssen uns in allen Bereichen steigern», sagt Christian Gross.
Titeltrainer Gross hat im Sommer sein Amt mit dem klaren Auftrag und Ziel angetreten, YB in spätestens zwei Jahren zur ersten Meisterschaft seit 1986 zu führen. Die Vereinsführung, die eigentlich nicht noch mehr investieren möchte, wird nicht darum herumkommen, trotz Verlust in diesem Jahr noch einmal massiv Geld in die Hände zu nehmen. «Wir arbeiten intensiv weiter», sagt CEO Ilja Kaenzig. Trainer Gross wünscht sich ja Verstärkungen für die Offensive, und er hat in den ersten Monaten in Bern bewiesen, wie knallhart er seinen Weg geht. Nicht nur der aussortierte argentinische Verteidiger Emiliano Dudar hat das schmerzhaft erfahren. Das YB-Kader wird sein Gesicht in den nächsten Monaten radikal verändern. «Ich will keinen Fussballer abgeben», sagt Gross zwar. Aber es dürfte längst klar sein, auf welche Spieler er setzt – und vor allem: auf welche nicht.
Prominente Ersatzspieler
Marco Schneuwly und Mario Raimondi beispielsweise stehen in der Trainergunst derzeit ganz hinten. Wenn sie eingesetzt wurden, agierten beide selten überzeugend, in der Hierarchie sind sie weit abgerutscht: Schneuwly wird kaum noch eingewechselt, Raimondi stand am Sonntag nicht einmal mehr im Kader. Regisseur Moreno Costanzo muss unterdessen seine Rolle im von Gross geschätzten Kraftfussball noch finden. Wie Costanzo standen Scott Sutter und François Affolter vor 12 Monaten noch im Aufgebot des Schweizer Nationalteams – bei YB kommen sie in dieser Saison kaum zum Einsatz.
Sutter, in den letzten Jahren einer der besten YB-Spieler, ist hinten rechts hinter dem soliden, offensiv zögerlichen Elsad Zverotic nur zweite Wahl – und die 20-jährige Verteidigerbegabung Affolter, im Moment in der Sportler-RS, musste in Genf wie Raimondi auf der Tribüne Platz nehmen. Laut Gross kämpft Affolter, Captain der Schweizer U-21-Auswahl, im Innenverteidigerranking hinter den gesetzten Alain Nef und Dusan Veskovac mit Juhani Ojala um Position 3. Das sind unerfreuliche Aussichten – zudem sitzt mit Affolter viel Kapital auf der (Ersatz-)Bank.
Kostspielige Korrekturen
Es würde kaum überraschen, strebten einige der unzufriedenen, prominenten YB-Reservisten bald einen Transfer an.
Das Kader der Young Boys ist zwar äusserst breit und mit vielen Nationalspielern besetzt, wirkt aber nicht ideal zusammengestellt. Es ist Zeit für (kostspielige) Korrekturen, um den personellen Wünschen von Christian Gross gerecht zu werden. Der Trainer geniesst bei der Fangemeinde nach zahlreichen uninspirierten Vorstellungen der Young Boys keinen grossen Kredit, aber im Verein ist man von ihm überzeugt. Gross hat ja auf früheren Stationen bewiesen, mit Resultatfussball erfolgreich zu sein. Er will auch YB mit meisterlichen Ansätzen im Express auf die Überholspur lenken. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24296841
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shalako
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Verfasst: Dienstag 8. November 2011, 10:18 |
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08.11.2011  Zitat: YB-Nef nimmt Stellung
Fan-Aufstand gegen Christian Gross
Noch ist nicht mal Halbzeit - und schon haben die YB-Fans die Schnauze voll. YB-CEO Ilja Kaenzig hat Verständnis dafür.
Sie sprechen im YB-Forum von einem «Gurkemätsch», schreiben schon «Fleischkappe raus», weil es Trainer Christian Gross geschafft habe, innert weniger Monate jegliches Leben aus dem Team rauszusaugen. So weit die Fans.
Die Fakten: Vier Punkte in den vier Spielen gegen GC, Xamax, Lausanne und Servette. Das ist für YB völlig inakzeptabel.
«Die Fans wollen Erfolg. Da ist es unbedeutend, wer Trainer ist. Die Voten richten sich nicht gegen Gross, sondern die Ergebnisse», denkt Kaenzig. Und fügt an: «Die Fans sind zu Recht enttäuscht. Wir sind es auch.»
Doch was machen? Kaenzig: «In der Nati-Pause sind uns die Hände gebunden. Da fehlt der grösste Teil der Mannschaft.»
In der Winterpause sollen frische Offensivkräfte her. Doch wie wärs damit, einmal den unverbrauchten Ersatzspielern wie Lecjaks, Sutter, Schneuwly, Ojala oder Affolter eine echte Chance zu geben? http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... oss-186463
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 9. November 2011, 17:18 |
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09.11.2011  Zitat: Angelt sich Luzern YB-Affolter?
François Affolter will weg von YB. In der Innenverteidiger-Hierarchie ist er nur noch die Nummer 4.
Noch im Sommer stand Affolter an der U21-EM im Rampenlicht, schaffte den Sprung in die A-Nati. Jetzt stehen ihm Nef, Veskovac und Ojala bei YB vor der Sonne. Sein Berater Jean-Bernard Beytrison sagt: «François muss spielen. Ob bei YB oder anderswo.»
Also anderswo. Zum Beispiel in Luzern. Trainer Murat Yakin hat sich in Genf intensiv mit Beytrison unterhalten. Allerdings sagte YB-Coach Christian Gross, niemand werde YB im Winter verlassen. Die Investoren werden einer solchen Kapitalvernichtung indes kaum tatenlos zuschauen.
«Es kommt auf die Planung des Cheftrainers an», sagt CEO Ilja Kaenzig. «Aber wenn François in der Rückrunde die Nummer vier bleibt, muss man das sicher anschauen.» Im Klartext: Er wird wohl ausgeliehen. Ob der FCL da infrage kommt? Kaenzig: «Es würde uns nicht nur eine Option fehlen, wir würden auch einen Konkurrenten stärken.»
Und im Sturm? Emmanuel Mayuka darf trotz Interesse von Klubs wie Kiew, Bordeaux und Newcastle nicht weg. Und nach einem Bienvenu-Nachfolger schauen sich die Berner bei Roter Stern Belgrad um. Im Fokus: Die Brasilianer Bruno Mezenga, Evandro, Cadù und Vinicius Pacheco sowie der Serbe Andrija Kaludjerovic.
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 17. November 2011, 15:01 |
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17.11.2011  Zitat: Ojalas erstes Länderspiel
Fussball · Am Samstag spielt YB in Basel. Nicht alle Berner Nationalspieler feierten zuletzt Erfolgserlebnisse.
Am Samstag kehrt YB-Coach Christian Gross erstmals als Trainer in den St.-Jakob-Park zurück. In Basel war Gross während zehn Jahren sehr erfolgreich und wurde je viermal Meister und Cupsieger. Und erst heute sind alle YB-Spieler nach Länderspieleinsätzen wieder im Training in Bern. Die vier für die Schweiz aufgebotenen YB-Akteure sind bei Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld keine Stammspieler. Goalie Marco Wölfli ist der verlässliche Ersatz Diego Benaglios, erhielt aber in Holland (0:0) und Luxemburg (1:0) keine Spielpraxis. David Degen spielte vorgestern 63 Minuten unauffällig in Luxemburg, Moreno Costanzo rund eine halbe Stunde und Alain Nef wenige Minuten. Nassim Ben Khalifa wäre ein ernsthaftes Thema bei Hitzfeld, wenn er sein hohes Potenzial bei YB abrufen würde. Er ist in der U-21 gesetzt, traf beim 5:0 gegen Georgien letzte Woche, vermochte aber die 0:3-Niederlage in Spanien am Montag nicht zu verhindern. Und François Affolter, bei YB Reservist, ist in der U-21 Leistungsträger, fehlte jedoch zuletzt wegen einer Angina.
Enttäuschung für Zverotic
Auch Juhani Ojala ist ein talentierter Innenverteidiger, der bei YB kaum zum Einsatz kommt. Vorgestern gab der kopfballstarke 22-Jährige sein Debüt für Finnland bei der 1:2-Niederlage in Dänemark – Ojala wurde eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt. Beim Sieger spielte Michael Silberbauer durch, nachdem er am Freitag beim 2:0-Sieg gegen Schweden nicht eingesetzt worden war. Aber Silberbauer, bei YB bisher äusserst dezent, ist bei den Dänen eine Stammkraft. Falls Alexander Farnerud nicht noch den Sprung ins schwedische EM-Kader realisiert, wird Silberbauer der einzige YB-Teilnehmer (und wohl der ganzen Super League) an der Euro 2012 sein. Montenegros Elsad Zverotic spielte beim 0:1 gegen Tschechien im Barragerückspiel am Dienstag durch, war aber in Tschechien (0:2) erst kurz vor Spielende eingewechselt worden. Für Zverotic war das sehr enttäuschend, hatte er doch zuvor jedes Länderspiel bestritten.
Emmanuel Mayuka schliesslich spielte für Sambia bei der 0:2-Niederlage in Nigeria. Er absolviert stets anstrengende Trips, um im Nationalteam dabei zu sein, was man bei YB mit Besorgnis registriert. Mayuka wird im Januar auch am Afrika-Cup engagiert sein. Vorerst ist YB auf seine Tore angewiesen, um am Samstag bei Leader Basel, der sechs Punkte enteilt ist, zu bestehen.
http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12026036
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shalako
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Verfasst: Dienstag 22. November 2011, 11:06 |
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22.11.2011  Zitat: Das grosse Dilemma der Young Boys
YB ist mal wieder in der Identitätskrise. Weil der Verein seine Vorwärtsstrategie nicht konsequent umsetzt, fehlt es an Geld, um das Kader so zu verstärken, dass YB auf Augenhöhe mit Basel ist.
Es ist eine interessante und spektakuläre rhetorische Kehrtwende um 180 Grad. Auf einmal heisst es bei YB, Titel seien nicht das Wichtigste in dieser Saison. Plötzlich sagt CEO Ilja Kaenzig, im Verein sei eine umfassende «Kulturveränderung» im Gang, und das sei ein Prozess, «der länger dauert, als wir dachten». Es brauche Zeit, bis sich das Denken des neuen Trainers Christian Gross in den Köpfen aller Spieler und Angestellten verankert habe. Gross wurde im Sommer unter Getöse als neuer Cheftrainer inthronisiert, endlich sollte die titellose Phase zu Ende gehen.
Die Erwartungen sind ja spätestens seit der Anstellung von Kaenzig im August 2010 gewaltig. Damals wurden die «Phase 3» und die «Bayern-Hochphase» erstmals von den Vereinsbesitzern um Verwaltungsratspräsident Benno Oertig erwähnt. Und Ende Juli 2011 wiederholte Oertig in einem Interview mit dieser Zeitung diese Pläne. «Wir haben im Fussballbereich die Voraussetzungen geschaffen, um langfristig Erfolg zu haben. Das ist jetzt die viel zitierte Phase 3. Nun geht es bei YB und im Stadion vor allem um den sportlichen Ertrag. Es ist unser Ziel, nachhaltig so erfolgreich zu sein wie Bayern München», sagte Oertig.
Keine finanziellen Risiken
Und damit sind wir beim grossen Dilemma der Young Boys in der Ausgabe 2011/2012 angelangt. Denn wer Ja sagt zu prominenten, teuren oder kompetenten Arbeitskräften wie Kaenzig, Gross und dem Technischen Direktor Hansruedi Hasler, wer grossspurig Ja schreit zu Titelambitionen, der sollte eigentlich auch Ja sagen zu erheblichen Investitionen ins Team. Allerdings sind Oertig sowie die Gebrüder Andy und Hans-Ueli Rihs als Besitzer des Stade de Suisse und der Young Boys keineswegs bereit, als Hausbank zu fungieren und wirtschaftliche Risiken einzugehen. Das ist unternehmerisch vorbildlich, widerspricht aber diametral den Ankündigungen, sich langfristig mit dem FC Basel messen zu wollen. Der FCB und auch der FCZ, die Meister der letzten Jahre, schrieben zuletzt regelmässig Millionenverluste. Nur ganz wenige Vereine wirtschaften weltweit solid und mit positiver Bilanz, ausgerechnet der FC Bayern gilt als globaler Vorzeigeklub. Das wiederum passt ja zu Oertigs Worten. Zumindest im Ansatz.
YB kann bei der Spielersuche also nur darauf setzen, preiswerte Trouvaillen zu sichten. Christian Gross aber möchte erfahrene Kräfte verpflichten, um das im Vergleich zu Basel schwächer besetzte Kader zu veredeln. «Wir können nur ausgeben, was wir einnehmen», sagt CEO Ilja Kaenzig. Und: «In Basel wurde Gross im dritten Jahr Meister. Vielleicht wird das hier auch so sein.»
Kaum ein Spieler unantastbar
Des Trainers Position steht nicht zur Debatte. Allerdings sorgen die uninspirierten, schwachen YB-Vorstellungen für Ärger bei der Kundschaft. Ob erneut über 15000 Leute eine Jahreskarte beziehen, weist sich in den nächsten Wochen. Nicht alle treuen Fans sind offenbar bereit, dem zuweilen grausigen Treiben weiter zuzusehen. Erfolg aber ist sexy, und wenn YB jede Begegnung bis Saisonende 1:0 durch einen Elfmetertreffer gewinnen würde, wäre das Stade de Suisse bald wieder gefüllt. «Wir werden mit der Kulturveränderung Erfolg haben», verspricht Kaenzig. Um jetzt zu Einnahmen zu gelangen, ist beinahe kein Fussballer unantastbar. Verkäufe von kostspieligen Angestellten wie David Degen, der immer mal wieder in Basel ein Thema ist, oder Talenten wie François Affolter sind ebenso wenig ausgeschlossen wie Abgänge von bei Gross nicht hoch im Kurs stehenden Reservisten wie Mario Raimondi und Marco Schneuwly.
Noch sagt Trainer Gross, er wolle keine Spieler abgeben. Seine harte Linie sorgt für Missmut bei YB-Spielern, und wenn die positiven Ergebnisse ausbleiben, schwächt das seine Position. Die Stimmung im Team wie im Betrieb soll schon besser gewesen sein. So gibt es mal wieder zahlreiche Baustellen rund ums Stade de Suisse. Gross hat seit seinem Amtsantritt nie davon gesprochen, bereits diese Saison Meister werden zu wollen. Er hat längst erkannt, dass das Kader in der Offensive zu schwach besetzt ist, um solche Ziele zu formulieren. Und mittlerweile dürfte Gross auch realisiert haben, in Bern vor der vielleicht schwierigsten Aufgabe seiner Trainerkarriere zu stehen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18793079
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. November 2011, 00:27 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.11.2011  Zitat: Phase 3 bei YB geht nicht los
Es ist erst Ende November und YB kann seine Titelambitionen begraben. Die Phase 3 mit den sportlichen Erfolgen muss weiter warten.
Den Einzug in die Europa League verpasst, den Anschluss in der Meisterschaft an den souveränen Leader Basel verloren und nun im Cup noch am unterklassigen Winterthur gescheitert. Die Zwischenbilanz verläuft diametral zu den Ambitionen, mit denen die Young Boys im Sommer unter dem «Titelgaranten» Christian Gross in die Saison gestartet sind. Nur fünf Monate später muss sogar YB-CEO Ilja Kaenzig zugeben: «Das wird keine erfolgreiche Saison werden, wenn man die Erwartungen vom Sommer nimmt.»
Denn da wollte YB endlich die 3. Phase zünden, die Verwaltungsratspräsident Benno Oertig im August 2010 bei der Vorstellung von Kaenzig erstmals genannt hatte. Aber die Zündschnur zum Startschuss für den angekündigten sportlichen Erfolg scheint nicht bloss feucht, sondern pflotschnass zu sein. Kaenzig versteht den zunehmenden Frust im Umfeld: «Natürlich ist die Enttäuschung und Verärgerung verständlich, aber uns hilft das nicht weiter.» Kaenzig wehrt sich gegen eine Trainerdiskussion, auch ist er nicht bereit, die Saison wie letztes Jahr unter Vladimir Petkovic vorzeitig als «Übergangssaison» zu bezeichnen: «Jetzt Bezeichnungen abzugeben oder neue Ziele zu formulieren wäre unpassend und nicht hilfreich.»
Heute weilte Kaenzig an einer Scouting-Konferenz, Gross beobachtete derweil in Osteuropa Spieler. Der Coach fordert nach wie vor Verstärkungen. Das bringt Kaenzig ins Dilemma. «Denn Misserfolg bedeutet ausbleibende Einnahmen. Aber Verstärkungen kosten Geld.» Nur wenn Kaenzig «dieser Spagat irgendwie» gelingt, wird 2012 die Hoffnung bei YB zurückkehren – zumindest bis zum nächsten Fehltritt. http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... s-22374879
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. November 2011, 10:39 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.11.2011  Zitat: Das YB-Rätsel
Das Cup-Out wirft die Frage auf, ob den Bernern nur bessere Stürmer fehlen – oder ob die Probleme tiefer liegen
Die Young Boys haben einige Rückschläge in den letzten Wochen hinnehmen müssen. Derzeit liegen sie in der Super League neun Punkte hinter dem Leader FC Basel. Nun ereilte sie das Out im Cup. Die Frage lautet, ob bei YB Team und Umfeld bereit sind für Christian Gross' Führungsstil.
Eigentlich hätte sich Christian Leite einfach freuen können. Aber es gab einen Makel. Leite ist der Goalie, der den FC Winterthur am Sonntag zum überraschenden Achtelfinal-Sieg gegen YB führte. Er hielt zweimal gegen Alexander Farnerud, einmal gegen Mario Raimondi, einmal gegen Raphael Nuzzolo. Doch Leite hielt nicht gegen David Degen – was ihn ärgerte. Degens Penalty, sagte Leite nach dem Triumph, sei so schlecht geschossen gewesen, dass er auch diesen Ball hätte parieren müssen.
Vier Berner schossen schwach – ein einziger verwertete souverän, der Routinier Christoph Spycher. Die pitoyable Penaltybilanz spiegelt die Verunsicherung, die das YB-Team erfasst hat. Die Young Boys erlitten einige Rückschläge in den letzten Wochen: Zweimal verpassten sie zu Hause gegen schwächere Gegner den Sprung an die Spitze; derzeit liegen sie neun Punkte hinter dem Leader FC Basel. Christian Gross, der Trainer, zeigte die Enttäuschung in Winterthur unverhohlen, einmal mehr. Er bedauerte die mangelnde Chancenverwertung, einmal mehr. Seit längerem verlangt er von den Spielern mehr Entschlossenheit, mehr Durchschlagskraft – als könnten Entschlossenheit und Durchschlagskraft einem Menschen implantiert werden. Aber es scheint, mit den immer lauteren Rufen nach Entschlossenheit und Durchschlagskraft gingen immer mehr Entschlossenheit und Durchschlagskraft verloren.
Links, rechts, oben, unten
Alles sähe besser aus, wenn YB ein Angriffsduo wie der FCB mit Frei/Streller hätte oder der Wirbelwind Doumbia noch immer durch Bern stürmte – von dieser Interpretation ist überzeugt, wer von Gross überzeugt ist. Doch diese Auslegung der YB-Lage birgt die entscheidenden Fragen: Fehlt YB wirklich nur ein herausragender Stürmer? Oder gründen die Probleme tiefer?
Vielleicht ist es kein Zufall, dass in Winterthur mit Spycher einzig ein Spieler kühlen Kopf bewies, der sich einst jahrelang in der Bundesliga behauptet hatte. Mit dem Amtsantritt von Gross im Juni 2011 hielt in Bern eine Arbeitsweise Einzug, die den Spielern mehr psychische Solidität abverlangt. Gross setzt Druck auf, links und rechts, oben und unten. Dieses Vorgehen ist für ihn Abbild von Professionalität. Aber Spielern, die sich daran nicht gewöhnt sind, droht die mentale Überforderung.
Von der Arbeitsweise kann man halten, was man will. Fakt ist, dass Gross schon Titel en masse gewann; dass Gross viermal die Champions League erreichte. Fakt ist aber auch, dass einige Spieler aufatmeten, als sich der FCB 2009 nach zehn erfolgreichen Jahren zur Entlassung Gross' durchrang; dass im FCB nach Gross' Abgang auf vielen Ebenen eine Entkrampfung stattfand.
Die Frage ist nicht, ob Gross ein guter Trainer ist. Denn der Palmarès macht ihn zu einem erfolgreichen Trainer. Die Frage lautet, ob bei YB Team und Umfeld bereit sind für Gross' Führungsstil. Falls Gross meint, gewisse Spieler entsprächen nicht seinen Vorstellungen von psychischer und physischer Robustheit, müssten die Chefs konsequenterweise die finanziellen Mittel bereitstellen, um dem Coach bessere Lösungen zu ermöglichen. Denn wer die Branche kennt, konnte nicht allen Ernstes meinen, die Verpflichtung von Gross zöge nicht wiederkehrende finanzielle Forderungen nach sich. In Basel heisst es, eine wesentliche Stärke Gross' habe darin bestanden, Geld zu akquirieren – oder anders: die langjährige Mäzenin und bald abtretende Präsidentin Gigi Oeri von ausserordentlichen Investitionen zu überzeugen.
So gesehen benötigt eine typische Mannschaft von Gross eine Anschubfinanzierung, die nicht nur im Engagement der gewünschten Assistenztrainer besteht. Kenner werfen ein, Gross habe schon auf die heutige Equipe grossen Einfluss genommen. So soll er beim eingefädelten Transfer des japanischen Nationalspielers Daisuke Matsui das Veto eingelegt haben; der 800 000 Franken teure Zuzug des Teenagers Freddy Mveng und die kostspielige Ausleihe des U-17-Weltmeisters Nassim Ben Khalifa gelten indes als ausdrückliche Wünsche Gross'. Gegen die Interessen des Trainers dürfte der späte Verlust des nominell besten Stürmers, Henri Bienvenu, gewesen sein. Die Vorgesetzten bezeichneten den Verkauf als Kompensation für das Verpassen der Europa-League-Gruppenspiele, was nahelegte, dass der Verwaltungsrat nicht grenzenlos spendierfreudig ist. Zudem tätigten die Verantwortlichen den Bienvenu-Verkauf im anscheinend falschen Glauben, mit den Stürmern Ben Khalifa, Marco Schneuwly und Emmanuel Mayuka könne YB Basel herausfordern.
Die nächsten Wochen zeigen, ob sich Oertig und die reichen Rihs-Brüder nach der herbstlichen Sparbremse zum grossen Wintereinkauf überreden lassen. Ein Journalist schilderte Gross jüngst, er habe sich bei dem CEO Ilja Kaenzig erkundigt, ob der Xamax-Stürmer Kalu Uche bei YB zum Thema werden könnte – worauf Kaenzig die Hände verworfen habe. Uche kostet Xamax laut «Sonntag» monatlich 66 000 Franken, was weniger ist, als Führungsspieler im FCB verdienen.
Machtbewusster Gross
Bleibt die Frage, wie entscheidend es für Gross ist, wenn der CEO die Hände verwirft. Insider behaupten, Gross und Kaenzig seien sich öfter nicht einig – was ins Bild des machtbewussten Gross passt, der sich in Basel immer mehr Einfluss sicherte und etwa den Sportchef Erich Vogel und den CEO Roger Hegi «überlebte». Anderswo heisst es, Kaenzig befinde sich in einer ungemütlichen Sandwichposition – denn sowohl Gross als auch der Verwaltungsrat setzten ihn unablässig unter Druck.
Aktenzeichen YB ungelöst. Aber vermutlich fehlt YB mehr als bloss ein herausragender Stürmer. http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/akt ... 49602.html
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. November 2011, 10:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.11.2011  Zitat: Die Young Boys sind dort, wo sie nicht hinwollten
Die Aufarbeitung des Ausscheidens im Cup fällt den Young Boys schwer. Die Enttäuschung nach dem 2:3 in Winterthur sitzt nach wie vor tief. Nun werde die Verpflichtung von neuen Spielern in der Winterpause zum Spagat, sagt CEO Ilja Kaenzig.
Der Tenor in den Zeitungen ist negativ, die Onlinekommentare sind in den meisten Fällen gnadenlos, die Presseagenturen verfassen Spezialtexte zur Lage des Klubs, und ehemalige Funktionäre bieten ihre Dienste an – die Young Boys sind nach dem Ausscheiden im Cupachtelfinal in Winterthur dort, wo sie in dieser Saison auf keinen Fall hinwollten. Oder wie es CEO Ilja Kaenzig ausdrückt: «Wir haben die Narrenkappe auf.» Es muss unter diesen Umständen ein relativ ungemütliches Nachtessen gewesen sein, zu dem sich Mannschaft und Staff nach dem 2:3 am Sonntagabend in Effretikon mit den Mitgliedern der exklusiven Gönnervereinigung Presidents Club einfanden. Immerhin: «Mit der Zeit wurde es beim Essen etwas lauter. Die Spieler fanden die Sprache wieder», sagt Kaenzig.
Spychers schlaflose Nacht
Den Misserfolg wegzudiskutieren, das gelang aber niemandem. Erstmals seit der Saison 2003/2004 und dem 1:2 bei Malcantone Agno ist YB im Cup bereits im Achtelfinal gescheitert. Ausgerechnet unter Christian Gross, jenem Trainer, der dem Team nach langen Jahren ohne Titel die Siegermentalität zurückgeben sollte. Ausgerechnet in der Saison, in welcher die Chancen gut stehen, dass der Cupfinal nach zwei Jahren Unterbruch nach Bern zurückkehrt.
Das Aus im Cup macht den grossen Unterschied aus bei einem Vergleich der aktuellen mit der vergangenen Spielzeit. Vor einem Jahr stand YB nach 16 Meisterschaftsspielen auch nur auf Platz 4 (wenn auch der Rückstand auf die Spitze geringer war). Im November 2010 geriet YB im Achtelfinal in Kriens ebenfalls gegen ein Challenge-League-Team in Bedrängnis, Verteidiger Ammar Jemal, unterdessen in Köln, gelang aber kurz vor Schluss doch noch der 2:1-Siegestreffer. Am Sonntag waren es Juhani Ojala und Emmanuel Mayuka, welche in der Verlängerung zu guten Chancen kamen. Im Unterschied zu Jemal liessen sie die Kaltblütigkeit aber vermissen; genauso wie später die Teamkollegen Alexander Farnerud, Mario Raimondi und Raphaël Nuzzolo, die im Penaltyschiessen scheiterten. «Wir haben ein schwarzes Wochenende hinter uns», sagte Christoph Spycher am Montag nach dem Auslaufen. Entsprechend gedrückt war die Stimmung im Training. Spycher hatte nach eigenen Angaben eine schlaflose Nacht hinter sich. «Es hat rotiert in meinem Kopf. Die Enttäuschung ist gewaltig.» Moral zu tanken, sei im Moment schwierig. Auf die Unterstützung des Trainers konnte die Mannschaft bei diesem Vorhaben gestern nicht zählen, Christian Gross war nach Osteuropa gereist, um ein Spiel und Spieler zu beobachten. Er hatte aber direkt nach dem Spiel in Winterthur einige Worte an das Team gerichtet. Im Zusammenhang mit möglichen Zugängen sagt Kaenzig: «In dieser Situation Verstärkungen zu holen, ohne die Finanzen ausser Acht zu lassen, wird zum Spagat.» Fast klingt es, als seien die Worte an den Trainer gerichtet, der dem Kader im Winter nur zu gerne seinen Wünschen entsprechend ergänzen würde.
«Alle Kräfte mobilisieren»
Routinier Spycher will nichts auf Gross kommen lassen, er sagte: «Der Trainer ist halt exponiert. Aber in erster Linie muss sich jeder von uns fragen, ob er alles gibt.» Im Übrigen habe sich in Winterthur nur bewahrheitet, welche Probleme den Young Boys zurzeit zu schaffen machten. «Wir spielen nicht den besten Fussball, wir kommen nicht oft zu Torchancen, und wenn, dann schaffen wir es nicht, den Ball über die Linie zu drücken.» YB brauche jetzt einfach Siege aus den Spielen gegen Sion und in Thun, um in der Winterpause die Zeit zur Analyse zu erhalten. «Dafür müssen wir alle Kräfte mobilisieren.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14890879
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. November 2011, 10:43 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.11.2011  Zitat: YB-Führungsetage auf Beobachtungstour
Nach der Cup-Blamage in Winterthur reiste YB-Trainer Christian Gross nach Dänemark, um einen Spieler zu beobachten. Derweil lecken die YB-Fans nach dem schwarzen November die Wunden.
Die Köpfe durchlüften: Das war am Tag nach der Cup-Blamage in Winterthur bei YB angesagt. Der Grossteil der Spieler begab sich vormittags auf einen Waldlauf. Nicht dabei war Christian Gross. Der Chefcoach hatte sich frühmorgens auf eine Dienstreise ins Ausland begeben. Wie eine Woche zuvor bei der Partie Midtjylland - Aalborg BK (Dänemark) wollte er mindestens einen Offensivspieler beobachten, der von der YB-Scoutingabteilung als mögliche Verstärkung angesehen wird.
In welcher Liga sich Gross gestern einen Meisterschaftsmatch anschauen ging, verriet YB-CEO Ilja Kaenzig auf Anfrage nicht. Nicht äussern mochte er sich auch zur Frage, wieso einige Spieler seit etlichen Wochen weit unter ihren Möglichkeiten bleiben. «Das müssen Sie unsere Techniker Christian Gross oder Hansruedi Hasler fragen. Ich sitze auf der Tribüne, und meine Meinung ist in dieser Frage nicht entscheidend.»
Hasler, der übers Wochenende im Ausland weilte, um einen Stürmer zu beobachten, mochte gestern aus der Ferne keine Schnelldiagnose abgeben. Die Enttäuschung beim Technischen Direktor ist nicht minder gross als bei Kaenzig, der in einem Online-Interview mit dem «Blick» die Glücksfee für das Versagen im Penaltyschiessen verantwortlich machte. Was natürlich Humbug ist. Denn wie hatte Winterthur-Goalie Christian Leite unmittelbar nach dem unerwarteten Triumph gesagt: «Die Penaltys waren alle nicht gut geschossen.»
Es lebe der Sarkasmus
Die YB-Fans lecken nach dem schwarzen November (3 Spiele/0 Punkte) die Wunden. Und sie üben sich in Sarkasmus wie die Autoren des «Runden Leders». «Depression ist nach dieser ärgerlichen Niederlage aber völlig fehl am Platz, denn für die nächste Saison ist die Ausgangslage hervorragend: Nie zuvor konnten die Young Boys mehr Vorbereitungsspiele bestreiten. Bis zum Saisonstart Mitte Juli stehen für das Team von Christian Gross insgesamt 20 Testspiele auf dem Programm – das erste schon am kommenden Sonntag gegen Sion. Super!», schreibt «Rrr» im «Bund»-Fussballblog «Zum Runden Leder». http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/12733146
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