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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Christoph Spycher
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. Mai 2010, 09:25 
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Der Bund, 18.05.2010

Spycher muss wohl für die WM absagen

Der Berner wird mit grosser Wahrscheinlichkeit wegen seiner Verletzung nicht mit der Schweiz an die WM-Endrunde nach Südafrika reisen.

Alles deutet darauf hin, dass der 32-jährige Linksverteidiger heute absagen muss, wenn sich die im Ausland beschäftigten Nationalspieler in Magglingen besammeln. Sein linkes Knie kann Spycher nach dem Innenbandanriss, den er sich am 10. April zuzog, noch nicht voll belasten.

Als möglicher Ersatz stünde eigentlich Valentin Stocker ganz oben auf der Liste. Aber der 21-jährige Basler erlitt im Final am Sonntag gegen YB einen Teilanriss des Seitenbandes am Sprunggelenk und muss drei Wochen pausieren. Profiteur könnte nun FCZ-Verteidiger Ludovic Magnin werden.

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Spycher-muss-wohl-fuer-die-WM-absagen/story/28778089

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Christoph Spycher
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. Mai 2010, 16:44 
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NZZ, 18.05.2010

Spycher erklärt Rücktritt aus Nationalteam

Der Verteidiger gibt wegen seiner Knieverletzung für die Fussball-WM Forfait

Der YB-Aussenverteidiger Christoph Spycher hat dem Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld für die WM 2010 in Südafrika absagen müssen. Der 32-Jährige erklärte auch seinen Rückritt aus der Nationalmannschaft. Für Spycher wurde Ludovic Magnin nachnominiert.

(si) Christoph Spycher, der zur neuen Saison im Kader der Young Boys figurieren wird, hätte sich nicht rechtzeitig zur WM vom Innenbandriss im linken Knie erholen können. Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft muss an der WM-Endrunde in Südafrika somit auf Spycher verzichten.

Der 47-fache Internationale hatte sich mit seinem Klub Eintracht Frankfurt am 10. April 2010 im Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach einen Teilriss des Innenbands im linken Knie zugezogen und musste trotz intensiver Therapie Nationalcoach Ottmar Hitzfeld mitteilen, dass er sein Ziel, zu Beginn des Trainingslagers in Crans-Montana (ab 25. Mai) für die Vorbereitung mit dem Team bereit zu sein, nicht erreichen könne.

«Das wäre nur bei einem weit über der Normalität verlaufenden Heilungsprozess möglich gewesen», sagte Spycher und ergänzte: «Aber zurzeit ist es sehr unklar, ab und wann ich voll mittrainieren kann. Darum hatte ich nach Absprache mit den Ärzten und Physios keine andere Wahl als dem Trainer mitzuteilen, dass er ohne mich planen müsse.»

Ausfall und Rücktritt

Das muss Hitzfeld auch nach dieser Weltmeisterschaft, denn für Spycher, der auf die kommende Saison für drei Jahre zu den Berner Young Boys wechselt, wäre die Weltmeisterschaft in Südafrika der Abschluss seiner Nationalmannschaftskarriere gewesen.

«Diesen Entscheid hatte ich nach reiflicher Überlegung gefällt, daran ändert sich nichts, durch die Verletzung tritt er nun leider früher als geplant in Kraft», sagte Spycher in sachlichem Ton und ohne Bitternis, Ärger oder Trotz. «Ich hatte eine super Zeit in und mit der Nationalmannschaft, aber sie ist jetzt vorbei.»

Es sei denn, Ottmar Hitzfeld hätte dereinst einen akuten Notstand auf der linken Abwehrseite. «Dann», verriet Spycher, «würde ich das Nationalteam sicher nicht im Stich lassen und für ein Spiel zurückkehren. Ansonsten aber konzentriere ich mich voll auf YB und die Arbeit in meinem neuen Umfeld.»

Hitzfeld nominiert Magnin

Der Nationalcoach, der auch für die Euro-2012-Qualifikationsphase mit Spycher gerechnet hatte, nominierte den 61-maligen Nationalspieler Ludovic Magnin für sein 23-Mann-Kader und die Weltmeisterschaft. Der 31-Jährige, der im August 2000 im Nationalteam debütierte, kann nach der Euro 2004, der WM 2006 sowie der Euro 08 sein viertes grosses Turnier in Folge absolvieren, obwohl er sich am 9. Mai im Training mit dem FC Zürich den linken Mittelhandknochen brach und operiert werden musste. Dank einer Spezialschiene kann Magnin sowohl trainieren als auch spielen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/christoph_spycher_1.5745912.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Christoph Spycher
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 19. Mai 2010, 11:01 
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Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 19.05.2010

Christoph Spycher: «Das Knie ist nicht voll belastbar»

Der Berner Christoph Spycher muss für die WM absagen. Der 32-Jährige spricht über seine Knieverletzung und die WM, seine Höhepunkte und Enttäuschungen sowie seinen Rücktritt im Nationalteam – und über seine Zukunft bei YB.

Warum müssen Sie für die WM absagen?
Christoph Spycher: Ich habe letzte Woche in Magglingen gearbeitet, um nach der Knieverletzung rechtzeitig fit zu werden. Aber letztlich war es chancenlos, das Knie ist nicht voll belastbar.

Hätte es nicht eine Chance gegeben, dass Sie doch an die WM mitgereist wären, um dann vielleicht erst kurz vor Turnierbeginn wieder einsetzbar zu sein?
Nein, es ist unmöglich, abzuschätzen, wie lange der Heilungsverlauf noch dauert. Ich bin mit Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld immer in Kontakt gestanden, und es war von Anfang an klar, dass ich an der WM nur dabei bin, wenn ich am 18.Mai körperlich voll da bin. Ich benötige ja auch Zeit, um fit zu werden und in Form zu kommen.

Wie geht es Ihnen jetzt?
Es tut weh, und ich bin enttäuscht und traurig. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Die Verletzung war sehr unglücklich, nach einem Zweikampf im Spiel gegen Gladbach Anfang April fiel ein Gegenspieler auf mein Knie. Aber es ist ja nicht so, dass mein WM-Aus überraschend kommt, ich musste zuletzt davon ausgehen, weil es medizinisch selten Wunder gibt.

Und warum treten Sie jetzt auch aus dem Nationalteam zurück?
Für mich war immer klar, dass die WM 2010 ein schöner Abschluss meiner Karriere im Nationalteam wäre. Jetzt kommt es leider nicht dazu. Aber ich bin nun 32 Jahre alt, ich freue mich auf die Rückkehr nach Bern und die neue Aufgabe bei YB. Darauf möchte ich mich konzentrieren.

Welches waren denn Ihre Höhepunkte im Nationalteam?
Es gab viele schöne Erlebnisse in den letzten Jahren, ich durfte zahlreiche tolle Menschen kennen lernen. Am besten waren die emotionalen Momente und die Spiele, in denen es um etwas ging. Spontan kommen mir vier Partien in den Sinn: in Irland, als wir uns für die Euro 2004 qualifizierten; in der Türkei, als wir nach der Barrage an der WM 2006 dabei waren; dann an der WM in Deutschland der 2:0-Sieg gegen Südkorea, als wir den Achtelfinal erreichten; und zuletzt das 0:0 gegen Israel, als uns der Sprung nach Südafrika gelang.

Es gab aber auch Tiefschläge wie die Euro 2008...
...ja, das war hart, weil ich an der EM im eigenen Land nicht eingesetzt wurde und Ersatzspieler war. Aber das gehört dazu. Mal spielte Ludovic Magnin links hinten, mal ich, doch wir hatten nie Probleme miteinander. Und jetzt rückt Magnin nach, mit seiner Erfahrung wird er an einem so langen Turnier wie der WM ein wichtiger Faktor sein.

Was machen Sie jetzt?
Ich werde meine Reha ab Mittwoch in Frankfurt fortsetzen. Irgendwann gehe ich mit der Familie eine Woche in die Ferien ans Meer, ich muss den Kopf auslüften und freue mich auf ein paar ruhige Tage. Und am 10.Juni geht schon die Vorbereitung mit YB los. Ich hoffe, dass ich dann bereits dabei sein kann.

Haben Sie die Finalissima zwischen YB und Basel gesehen?
Ja, am TV. Die Partie lief unglücklich für YB mit dem Kontergegentor kurz vor der Pause. In solchen Spielen entscheiden Details über Sieg und Niederlage. Aber soweit ich das beurteilen kann, hat YB wie Basel eine ausgezeichnete Saison gespielt.

Was haben Sie für Ziele mit YB in den nächsten Jahren?
Es ist noch zu früh, um das konkret zu definieren. Ich stosse am 10.Juni zur Mannschaft, und natürlich wollen wir möglichst viel Erfolg haben. Bereits Ende Juli spielen wir ja auch in der Champions-League-Qualifikation. Unsere Gegner werden stärker sein als jene von Basel, doch wir sind nicht chancenlos. Ich freue mich sehr auf die Zeit in Bern, wir haben eine Wohnung in Stadtnähe gefunden. Ich bin zuversichtlich, dass ich mit YB einen Karrierehöhepunkt erleben werde.

47 Länderspiele seit 2003

Mit 25 Jahren bestritt Christoph Spycher sein erstes Länderspiel, als er am 30.April 2003 im Testspiel in Genf gegen Italien (1:2) für Ludovic Magnin eingewechselt wurde. Fortan duellierten sich Magnin und Spycher jahrelang (freundschaftlich) um die Position des Linksverteidigers in der Schweizer Auswahl.

Spycher war an der Euro 2004 in Portugal Stammspieler und in den drei Gruppenspielen der beste Schweizer. An der WM 2006 in Deutschland erhielt der Berner in der letzten Vorrundenpartie gegen Südkorea (2:0) das Vertrauen von Trainer Köbi Kuhn. An der Euro vor zwei Jahren aber setzte Kuhn in allen drei Spielen nicht auf Spycher. Insgesamt bestritt der zukünftige YB-Führungsspieler in sieben Jahren 47 Länderspiele. Der 32-Jährige spielte als Profi für Luzern, GC und zuletzt fünf Jahre in der Bundesliga für Frankfurt, wo er Captain war.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Christoph-Spycher-Das-Knie-ist-nicht-voll-belastbar/story/30778232?dossier_id=449

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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Christoph Spycher
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 20. Mai 2010, 16:48 
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rächt het dr, dr wuschu, söu sech gschider uf yb konzerntriere.


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 Betreff des Beitrags: Re: (?) Christoph Spycher
 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Juni 2010, 08:56 
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Blick, 11.06.2010

«Es tut weh, nicht in Südafrika zu sein!»

Training mit YB statt WM in Südafrika: Christoph Spycher sagt, warum es keinen Sinn hatte, mit der Nati mitzufahren.

Herr Spycher, wie geht es ihrem Knie?
Christoph Spycher: Es geht gut. Ich konnte beim ersten Training schon ziemlich viel mitmachen. Jetzt wird die Belastung von Tag zu Tag gesteigert. Ich will nächste Woche im Trainingslager voll mit der Mannschaft mittrainieren.

Hätte es theoretisch nicht doch gereicht, für die WM. Drogba will sogar mit gebrochenem Ellbogen spielen?
Es hätte einfach keinen Sinn gemacht. Ich war acht Wochen lang verletzt. Das Innenband des linken Knies war angerissen. Ich konnte vier Wochen praktisch nicht belasten. Dadurch habe ich viel an Fitness eingebüsst.

Sie sagen das ganz gelassen. Ist die Enttäuschung schon verflogen?
Nein, überhaupt nicht. Ich denke oft daran, dass ich bei der WM hätte dabei sein können. Es tut weh, nicht in Südafrika zu sein. Ich habe den Jungs und dem Staff SMS geschrieben und ihnen viel Glück gewünscht. Jetzt will ich meine ganze Energie darauf verwenden, gesund und fit zu werden.

Beim Trainingsauftakt von YB gab es viele neue Gesichter. Kennen Sie eigentlich schon alle?
Einige kenne ich natürlich: Collaviti, Raimondi, Scott Sutter, David Degen. Andere habe ich auch zum ersten Mal gesehen. Es ist wichtig, dass wir uns jetzt schnell als Mannschaft finden, Teamgeist entwickeln.

Als Sie Ende April in Bern unterschrieben haben, waren sie auf Wohnungssuche: Haben Sie inzwischen etwas Passendes gefunden?
Ja, in Muri. Aber wir können dort erst im Juli einziehen. Bis dahin wohnen wir bei meinen Eltern in Oberscherli.

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/es-tut-weh-nicht-in-suedafrika-zu-sein-148751

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 Betreff des Beitrags: Re: (17) Christoph Spycher
 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. Juni 2010, 19:16 
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bluewin.ch, 22.06.2010

Christoph Spycher zwei Wochen out

Die Young Boys müssen rund zwei Wochen auf Neuzugang Christoph Spycher verzichten.

Der Aussenverteidiger hat sich im Trainingslager in Cervia einen Innenband-Anriss im rechten Knie zugezogen. Für die WM hatte "Wuschu" absagen müssen, weil er sich Ende letzter Saison in der Bundesliga am linken Knie verletzt hatte.

http://www.bluewin.ch/de/index.php/1341,289270/Christoph_Spycher_zwei_Wochen_out/de/sport/fussball/superleague/sda/

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 Betreff des Beitrags: Re: (17) Christoph Spycher
 Beitrag Verfasst: Samstag 17. Juli 2010, 08:22 
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a-z.ch, 16.07.2010

Wegen Spycher steht ganz Oberscherli Kopf

Haben Sie gewusst, dass die Gemeinde Köniz aus 23 kleinen Dörfern besteht? Mit dabei sind Waberen Ost, Waberen West, Spiegel, Gasel, Niederwangen, Oberwangen und Oberscherli. Oberscherli hat 521 Einwohner, bildet zusammen mit Niederscherli einen Postkreis und ist mit der Postautolinie 631 in den öffentlichen Verkehr eingebunden. Die Fahrt ins Zentrum von Köniz dauert exakt acht Minuten. In Oberscherli aufgewachsen ist Christoph Spycher, der Sohn von Werner Spycher, der im Bundesamt für Landwirtschaft arbeitet und im April nächsten Jahres pensioniert wird.

Noch nicht pensioniert wird Christoph Spycher. Im Gegenteil. Der 32-jährige Linksverteidiger ist motiviert und voll im Saft. Nach fünf Jahren erfolgreichem Wirken bei Eintracht Frankfurt versüsst ihm YB mit einem gut dotierten Vierjahresvertrag die Karriere. Nach drei Saisons wird Spycher seine aktive Laufbahn aller Voraussicht nach beenden, bei den Bernern aber mindestens ein weiteres Jahr in einer noch zu bestimmenden Funktion tätig sein.

Spycher plagen Sorgen

Mit dem Transfer zu den Young Boys schliesst sich für Spycher der Kreis. Er sagt: «Dass ich bei YB meine Laufbahn beenden darf, ist wunderschön. Für mich geht ein Bubentraum in Erfüllung. Schliesslich bin und bleibe ich ein Berner Giel.» Was als Kicker in Sternenberg, Bümpliz und Münsingen begonnen hat, als Profi in Luzern, bei den Grasshoppers und Frankfurt die Fortsetzung fand, endet nun mit dem Heimspiel bei seinem Lieblingsverein.

Einige Tage vor dem Saisonstart mit dem Derby in Thun sitzt Spycher im Restaurant Eleven im Stade de Suisse. Der 47-fache Internationale lächelt zwar, aber es ist weder ein herzhaftes noch ein befreiendes Lächeln. Verständlich. Spycher ist noch nicht fit. Erst spricht er von einer Innenbandverletzung im rechten Knie, die er sich Mitte Juni zugezogen hat. Auf Nachfrage präzisiert er den Grad der Verletzung. Und plötzlich steht fest: Der Anriss des vorderen Innenbandes bereitet ihm Sorgen. Grosse Sorgen?

Spychers Einsatz in Thun ist jedenfalls gefährdet. «Die Meisterschaft rückt immer näher», so Spycher. «Langsam, aber sicher wird das Ganze zu einem Kampf mit der Zeit. Die Hoffnung aber stirbt wie immer zuletzt.» Sollte er im Spiel gegen den Aufsteiger pausieren müssen, könnte der Kampf um einen Stammplatz trotz seines Leistungsausweises zu einer Geduldsprobe werden. Nervös wird der Neue allerdings nicht. «Es braucht sehr viel», sagt Spycher, «um mich aus der Fassung zu bringen.» YBs neuer Patron bleibt cool. Er weiss genau, dass seine Stunde bei YB früher oder später schlagen wird. Als Allrounder kann er sowohl auf der Position des Linksverteidigers als auch im zentralen, defensiven Mittelfeld eingesetzt werden.

Was das Titelrennen betrifft, spricht Spycher von einer «never ending story». Von einer Geschichte also, die nie zu Ende geht. 1986 gabs in Bern zuletzt eine Meisterfeier. 2011 sollen die Champagnerkorken endlich wieder knallen. Wie schwer aber wiegt der Verlust von Goalgetter Seydou Doumbia? Der Abgang des antrittsschnellen Dribbelkünstlers hat nach Ansicht Spychers nicht nur Nachteile. «Der Star ist zwar weg», sagt er, «das aber bietet andern Spielern die Möglichkeit, aus dem Schatten Doumbias zu treten und aufzublühen.»

Spycher selbst kann wegen der Knieverletzung noch nicht voll durchstarten. Sportlich sind ihm die Hände gebunden. Privat läufts rund. So wird er zusammen mit Frau Barbara und Söhnchen Dominic (2) schon bald in ein schmuckes Häuschen in Muri einziehen. Und sich dort im Kreis der Familie vom Stress auf der Fussballbühne erholen.

http://www.a-z.ch/news/sport/wegen-spycher-steht-ganz-oberscherli-kopf-10268010

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 Betreff des Beitrags: Re: (17) Christoph Spycher
 Beitrag Verfasst: Montag 26. Juli 2010, 13:26 
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Der Bund, 26.07.2010

«Wir müssen schauen, dass wir uns gegen Fenerbahçe steigern können»

Gegen den FC Luzern gab Christoph Spycher nach seinem Wechsel von Frankfurt nach Bern seinen Einstand bei den Young Boys.

Christoph Spycher, wie sind Sie mit dem Debüt bei YB zufrieden?

Es ist schade, hat es nicht zum Sieg gereicht. Ich war nervöser als sonst. Es war nach meiner Verletzung das erste Meisterschaftsspiel seit dem April (Anmerk. der Red.: 9. April mit Frankfurt gegen Mönchengladbach).

Was fehlte YB zum Sieg?

Die erste Halbzeit war in defensiver Hinsicht in Ordnung. Wir hatten auch Pech, dass uns in der Anfangsphase das Tor aberkannt wurde. Die Führung hätte uns Sicherheit gegeben. Nach der Pause sind wir dann ganz schlecht ins Spiel gekommen, in dieser Phase hätten wir die Partie verlieren können. Deshalb müssen wir mit dem 1:1 zufrieden sein.

Was war da los?

Wir bekamen die Luzerner nicht in den Griff. Wir liessen eine Chance nach der anderen zu. Positiv ist jedoch, dass wir nach dem 0:1 reagieren konnten und noch den Ausgleich schafften. Aber wir sind noch nicht da, wo wir hin wollen. Wir müssen schauen, dass wir bereits für das Spiel am Mittwoch gegen Fenerbahçe einen Schritt nach vorne machen können, wir müssen uns steigern.»

Haben Sie gemerkt, dass Sie nicht mehr in der Bundesliga spielen – sondern in der Super League. Was ist der Unterschied?

Die Bundesliga ist in athletischer Hinsicht eine Topliga. Das merkt man schon. Aber es ist nicht so, dass jedes Bundesligaspiel auf einem viel höheren Niveau ist als in der Schweiz. Es gibt auch in der Super League spielerisch sehr gute Partien.

Und der Kunstrasen? Spielten Sie schon oft auf dieser Unterlage?

Das war mein erster Ernstkampf auf Kunstrasen überhaupt. Aber das ist für mich kein Problem. Ich habe mit YB jetzt oft auf Kunstrasen trainiert und fühle mich gut.

http://www.derbund.ch/bern/Wir-muessen-schauen-dass-wir-uns-gegen-Fenerbahe-steigern-koennen/story/26186363

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 Betreff des Beitrags: Re: (17) Christoph Spycher
 Beitrag Verfasst: Montag 26. Juli 2010, 13:28 
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Berner Zeitung, 26.07.2010

Spycher, der neue YB-Dirigent

Mit 32 Jahren ist der Berner Christoph Spycher bei YB angekommen. Der Zugang ist bereits die grosse Identifikationsfigur.

Rund eine Stunde nach Spielende steht Christoph Spycher am Samstagabend in den Katakomben des Stade de Suisse. Er sagt: «Das war eine spezielle Partie für mich. Ich war heute nervöser als sonst.» Spycher, 32 Jahre alt, EM-Teilnehmer 2004 und 2008 und WM-Spieler 2006, 47-facher Schweizer Nationalspieler und langjähriger Bundesliga-Fussballer bei Frankfurt, hat soeben seine erste Begegnung für YB in der Super League absolviert. 16 Kilometer entfernt, in Oberscherli, ist er aufgewachsen, bei Sternenberg und Bümpliz hat er als Junior gespielt, aber bis vor wenigen Tagen nie für YB.

Spezielle Umstände

Und es war ja eine ungewöhnliche Premiere für Spycher: Noch nie hatte er zuvor – nach der Juniorenzeit – einen Ernstkampf auf Kunstrasen bestritten («Diese Unterlage stört mich nicht»); nach vielen Jahren als zuverlässiger Linksverteidiger bei Frankfurt und im Nationalteam agierte er im zentralen Mittelfeld, auch weil YB nicht mit einer Viererkette in der Abwehr spielt («Im Mittelfeld kann ich Einfluss aufs Spiel nehmen»); nach drei Monaten Verletzungspause war es Spychers erstes Ligaspiel seit dem 9.April bei Gladbach («Am Ende fehlte mir ein wenig die Kraft»); und es ging ausgerechnet gegen jenen Verein, bei dem Spycher vor 12 Jahren seine erfolgreiche Profikarriere begann.

Der damalige Luzern-Trainer Andy Egli hatte den Münsingen-Spieler Spycher im Sommer 1998 direkt aus der Rekrutenschule verpflichtet. Als Junior sowie bei Münsingen, Luzern und später GC, wo er 2003 Meister wurde, hatte Spycher bereits als zentraler Aufbauer agiert, und jetzt steht er nach dem 1:1 gegen Luzern im Kabinengang, hinter ihm hängen Bilder der letzten YB-Titelfeierlichkeiten (Meister 1986, Cupsieger 1987). Spychers Ziel ist es ja, mit den Young Boys Pokale zu gewinnen, aber der Saisonstart ist harzig verlaufen. «Wir haben gegen Luzern gut begonnen und in der ersten Halbzeit wenig Chancen zugelassen», sagt Spycher. Aber: «Nach der Pause waren wir nicht mehr so stabil, daran müssen wir arbeiten. Doch immerhin haben wir noch einen Punkt erkämpft.»

Captain ohne Captainbinde

Erst am letzten Dienstag hatte Spycher, der sich zu Beginn der Vorbereitung erneut verletzt hatte, am Uhrencup gegen La Coruña (1:0) ein viel versprechendes Debüt für YB gegeben, und am Samstag gegen Luzern stellte er bereits jene Figur dar, als die der Frankfurt-Captain verpflichtet worden war: Der Könizer gab den YB-Chef, er war umsichtig, fordernd, laufstark, fleissig. Spycher gestikulierte viel und dirigierte seine Mitspieler, er ordnete den Aufbau, und auch wenn ihm der eine oder andere Fehlpass unterlief, so war seine Premiere im zentralen Mittelfeld derart auffällig, dass ihm der Luzerner Regisseur Hakan Yakin im Kabinengang schmunzelnd sagte: «Ich wusste gar nicht, dass du Spielmacherqualitäten hast.» Spycher antwortete lachend: «Ich bin halt eine verkappte Nummer 10.» Mit Yakin, seinem langjährigen Teamkollegen im Nationalteam, hatte sich Spycher auf dem Kunstrasen oft duelliert, kurz vor der Pause wurde er von Yakin getunnelt, aber insgesamt war Spychers Debüt nach langer Verletzungspause einer der erfreulichen Aspekte eines eher durchzogenen YB-Auftritts. Gegen Spielende baute Spycher leicht ab, er konnte den oftmals irgendwo umherschwirrenden Thierry Doubai nicht mehr so gut führen wir zuvor, aber er blieb mit seiner Routine ein Gewinn fürs Team.

Christoph Spycher, der Captain ohne Captainbinde bei YB, ist neben Spielführer Marco Wölfli bereits die grosse Identifikationsfigur, am Samstag trugen viele Zuschauer im Stade de Suisse das gelb-schwarze Leibchen mit der Nummer 17. Zahlreiche Freunde und Familienmitglieder waren im Stadion, und jetzt, kurz vor 21 Uhr am Samstag, will er endlich zu seiner Frau und dem kleinen Sohn hoch oben im Logenbereich.

Am Sonntag wurden die letzten Zügelkisten ins neue Heim der Familie Spycher transportiert. Endlich, mit 32 Jahren, ist der Berner bei YB angekommen.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Spycher-der-neue-YBDirigent/story/20398337

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 Betreff des Beitrags: Re: (17) Christoph Spycher
 Beitrag Verfasst: Sonntag 8. August 2010, 12:33 
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Tagesanzeiger, 07.08.2010

Spychers Rückkehr nach der Rückkehr

Mit GC gewann Christoph Spycher 2003 seinen einzigen Meistertitel. Mit YB und Emotionen spielt er morgen Sonntag im Letzigrund.

Für YB applaudierten in Istanbul am Mittwochabend die türkischen Zuschauer. YB spielt im Playoff um die Champions-League-Qualifikation. Aber für YB zählt das alles nichts, wenn das Team morgen Sonntag bei GC antritt. Die Super League ist das Basisgeschäft, und nach drei Runden liegen die Young Boys, im vergangenen Jahr Zweiter, ohne Sieg mit zwei Punkten auf Platz 8. Das Spiel gegen GC, im Vorjahr Dritter, ist ein Duell auf Augenhöhe. Die Zürcher sind gleich schwach gestartet. «So schön es gegen Fenerbahçe war», sagt Christoph Spycher, «so klar ist es, dass wir gegen GC gewinnen müssen, damit wir nicht mit dem Rücken zur Wand stehen.» Es wird ein besonderer Anlass sein für Spycher morgen im Letzigrund. Vier Jahre lang stand er bei den Grasshoppers unter Vertrag, bevor er 2005 nach Frankfurt in die Bundesliga wechselte. Mit ihnen verbindet ihn die Erinnerung an seinen grössten Erfolg auf Klubebene, als die Mannschaft den dramatischen Zweikampf gegen den FCB im Frühling 2003 mit dem Meistertitel abschloss. Und mit ihnen verbinden ihn noch gelegentliche Kontakte mit Ricardo Cabanas und Goalietrainer Patrick Foletti.

In diesem Sommer hat Spycher Eintracht Frankfurt ohne Not verlassen und eine Lücke hinterlassen. Er war Captain und erlebte, wie sehr Trainer Michael Skibbe auf eine Vertragsverlängerung drängte. Er entschied sich zur Rückkehr in die Schweiz, weil die Erfüllung eines Bubentraums auf ihn wartete: ein Vertrag bei YB. Für ihn, der in Oberscherli in der Gemeinde Köniz aufgewachsen ist. Für ihn, der für Sternenberg, Bümpliz und Münsingen spielte. Für ihn, der seine Verwandtschaft und einen grossen Teil seiner Freunde in Bern hat. Und vor allem: für ihn, der sich in Bern zu Hause fühlt und hier die Zukunft seiner Familie sieht.

YB-Wechsel: Eine Imagefrage

Nach fünf Bundesliga-Saisons und im Alter von 32 Jahren fand es Spycher Zeit für diesen Entschluss. Er mochte nicht 35 sein bei der Rückkehr. Er wollte nicht «die Visitenkarte eines alternden Fussballers abgeben, der die Karriere ausklingen lässt», das war für ihn eine «Imagefrage und eine Frage des Stolzes». Der Wechselentscheid fiel ihm trotzdem nicht leicht, weil er die Wertschätzung bei der Eintracht spürte, weil er die Entwicklung der Mannschaft in der vergangenen Saison sah, weil er lieb gewonnene Freunde zurückliess. Er sagt: «Ich wäre noch sehr, sehr gerne weiter in Frankfurt dabei gewesen.» Und auch: «Am liebsten hätte ich zwei Dinge gleichzeitig getan.»

Frankfurt war für Spycher im Rückblick «der absolut notwendige Schritt, um weiterzukommen». Er fühlt sich jetzt als Fussballer und Persönlichkeit gereift. Er hat erlebt, wie sich deutsche Spieler ungeachtet ihrer fussballerischen Fähigkeiten mit grossem Selbstbewusstsein vorstellen. Er hat gelernt, sich durchzusetzen, und findet es «nicht schlecht, wenn du dir eine Scheibe vom Selbstbewusstsein des Bundesliga-Fussballers abschneidest». Und er ist froh, dass er in Frankfurt nicht den Abgang verpasst hat wie andere, die lange im Klub waren und plötzlich nur noch auf der Bank sassen. Er sagt: «Es ist gescheiter, zu gehen und bei den Leuten in guter Erinnerung zu sein.» Er findet: «Ich bekam den Abschied, den ich mir wünschte.»

YB kann ihm nicht das Frankfurter Geld und auch nicht die Reize der Bundesliga geben. Aber YB bietet ihm die Perspektive eines Schweizer Grossklubs mit Anstellung über das (vorläufig) auf 2013 festgelegte Ende als Fussballprofi hinaus. Ein Jahr hat Matura-Absolvent Spycher danach die Möglichkeit, bei den Young Boys und der vereinstragenden Stade de Suisse Nationalstadion Wankdorf AG alle Zukunftsmöglichkeiten zwischen Trainerjob und Management zu prüfen.

Christoph Spycher ist einer, der sich Fragen stellt und eine Meinung macht. Aber er ist keiner, der sich überall produziert. Er würde später dem Geschäft gut tun, wie er jetzt seinen Mannschaften gut tut mit seiner Arbeitsweise, geprägt von Leidenschaft und Engagement. Bei YB ist Spycher vom Linksverteidiger ins Mittelfeld aufgerückt. Er hat keine Zeit benötigt, um die vorgesehene Rolle als Führungsspieler zu übernehmen, er war sofort akzeptiert. Er glaubt, dass gerade viele der jüngeren Spieler darauf gewartet hätten, dass einer wie er komme.

«Eine gewisse Basisqualität»

Gegen Fenerbahçe war YB ein starkes YB, das Gegenprogramm zum Meisterschafts-YB mit zwei Unentschieden gegen Thun und Luzern und einem 1:2 in Bellinzona. Für Spycher ist es «beruhigend», dass sein Team europäisch spielt in diesem Herbst, in der Champions oder wenigstens in der Europa League. Für Spycher ist es klar, dass YB nicht 36 Runden lang so stark sein kann wie nun in Hin- und Rückspiel der ChampionsLeague-Qualifikation. Für Spycher ist aber auch klar, dass Auftritte wie am vergangenen Wochenende in Bellinzona nicht zulässig sind, die Mannschaft habe zwar nach dem Fenerbahçe-Hinspiel etwas schwere Beine gehabt, sei aber im Kopf nicht bereit gewesen. Er erwartet eine «gewisse Basisqualität», damit sich schwächere Auftritte auch einmal mit einer Standardsituation oder Einzelleistung aufpolieren lassen. Spycher sagt, die Abgänge von Doumbia und Yapi mit 35 Toren seien zwar nicht einfach zu kompensieren, er sieht trotzdem genügend Qualität, um in der Liga vorne mitspielen zu können. Nur findet er: «Es wäre im Moment einfacher für uns, wenn wir ein paar Punkte mehr hätten.»

http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/Spychers-Rueckkehr-nach-der-Rueckkehr/story/28038627

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