Haki gegen Muri: Mami zittert auf der Tribüne
Die Idylle bei den Yakins ist leicht gestört. Im Stade de Suisse bahnt sich heute im Nostalgie-Knaller zwischen YB und GC ein kleines Familien-Drama an. Denn YB-Regisseur Hakan Yakin ist sich absolut sicher: «Seit Muri Assistenztrainer bei GC ist, sprechen wir nicht mehr über Taktik. Aber ich bin überzeugt, dass er sich bei Chefcoach Latour vehement für eine Manndeckung gegen mich stark machen wird.»
Weshalb kommt Haki bloss auf diese Idee? Haki: «Als Muri noch Trainer bei Concordia Basel in der Challenge League war, haben wir sehr viel über Taktik philosophiert. Und er hat mir damals immer wieder erklärt, wie er YB als gegnerischer Trainer knacken würde.» Und diese Knacknuss wäre? Haki: «Man müsse bloss den Yakin aus dem Spiel nehmen. Das wäre schon die halbe Miete.»
Muri und Haki. In der Jugend war Murat so etwas wie Hakis Ersatzvater und assistierte dabei die alleinerziehende Mutter Emine. Muri gab dem Kleinen sogar noch die Flasche und führte ihn dann lange und behutsam auch an der Hand durchs Leben.
Zurzeit herrscht in der Bruder-Liebe jedoch Funkstille. Haki lächelt: «Vor einer Woche habe ich Muri noch zum 2:0-Sieg über St.Gallen gratuliert. Doch seither geht er einfach nicht mehr ans Handy, wenn ich ihn suche. Komisch...»
Er habe das Rezept gegen Haki, sagt Muri. «Aber ich verrate es natürlich nicht in der Zeitung.»
Tatsächlich: Muri hat seinen Bruder am Video vor versammelter Mannschaft analysiert. Er wollte nur so viel preisgeben: «Ich habe unsere Spieler davor gewarnt, dass Haki auch am Hinterkopf Augen hat. Und das ihn genau diese totale Übersicht auch total unberechenbar macht.»
Und wie geht man gegen das YB-Gehirn Haki vor? Muri: «Mit Intelligenz und Cleverness.