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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. März 2007, 00:51 
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Zurück aus Wil, ich bin einfach nur noch sprachlos und könnte tagelang kotzen ! Damisiechnomau !


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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. März 2007, 07:52 
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Verdammt! Da macht man sich den stress an einem Donnerstag-Abend eine Reise durch die halbe Schweiz zu ungernehmen und sieht das... :evil:

Das was Arbeitsverweigerung. Verdammter Diven-Fussball. D'r Chines verstolpert jeden Ball, Hakan wirft sich mehr in Pose als in einen Zweikampf, die Verteidigung ist praktisch inexistent,... usw.
Ich hoffe heute hat die ganze Mannschaft ein Straff-Training. Und irgendjemand soll mal Andermatt die grundlagen der taktischen Einwechslungen bein einer 0:1 Führung und einen Mann mehr in einem Cup-Spiel erklähren. Wieso 2 Stürmer und ein Mittelfeldspieler??? Im Cup ist in solchen Sytuationen Resultatsicherung wichtig und nicht das Torverhältniss. Und unser Problem mit der Verteidigung ist ja allgemein bekannt.

Und ach ja, unser Support was ja auch nicht gerade toll. Wen nur ein paar wenige beim Capo unten, leicht rechts davon und links (inkl. mir) praktisch ununterbrochen singen und der rest wie Ölgötzen herumstehen, kann ich das auch nicht verstehen. Und wen man dann noch untereinander stürmereien hat, das sogar Blut fliesst.... (die, welche es betrifft wissen was ich meine)
Ganz ehrlich, das war ein beschissener ausflug nach Wil. Punkt und Schluss.
Ich verlange eine Reaktion in St. Gallen!!!

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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. März 2007, 10:09 
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Bund, 16.03.2007

Arrogantes YB zu Recht bestraft

Der Cupfinal am Pfingstmontag im Wankdorf findet ohne YB statt. Die Berner leisteten sich gestern in Wil eine grosse Peinlichkeit – trotz Vorsprung und personeller Überzahl verloren die miserablen Young Boys 1:2.

Hunderte Jugendliche rennen nach Spielschluss auf den Rasen, die Wil-Spieler reissen die Hände in die Höhe, sinken bald ermattet zu Boden und werden sogleich erdrückt von den Anhängern. Mit dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Rogalla ist die Cup-Sensation perfekt, der Aussenseiter aus der Challenge League siegt dank einer kämpferisch überragenden Leistung und zwei Toren in personeller Unterzahl (!) 2:1 gegen ein sehr, sehr schwaches YB. Die Akteure der Gäste schleichen bedrückt in die Kabine, wahrscheinlich können sie es selber nicht glauben, was soeben passiert ist. Der Cup hat auch in der Schweiz seine eigenen Gesetze, diese alte Fussballweisheit bewahrheitete sich gestern in Wil auf spektakuläre Weise. Obwohl die Young Boys – 1:0 in Führung liegend – beinahe während einer Stunde Spielzeit und nach einer roten Karte gegen Agim Nushi mit einem Spieler mehr agieren durften, stellten sie den Betrieb nach der Pause ein. Es waren die Gastgeber, die zu ausgezeichneten Chancen kamen. Die überragenden Mittelfeldspieler der Wiler, Salifou und Taljevic, betrieben einen enormen läuferischen Aufwand, die Berner dagegen waren in der Abwehr unsicher, im Mittelfeld zaghaft und im Angriff harmlos. Kein YB-Feldspieler erreichte in der fürchterlichen zweiten Hälfte ein genügendes Rendement, die Wiler hätten noch weitaus höher gewinnen können. Taljevic vergab nach Fehlern des ungelenken Kallio zweimal alleine vor dem Tor, doch der Spielmacher erzielte in der 55. Minute den Ausgleich. Die Berner vermochten, wie am Sonntag in Luzern (1:1), aus der langen personellen Überzahl kein Kapital zu schlagen. «Wir haben nichts gelernt», sagte ein enttäuschter YB-Trainer Martin Andermatt. «Wir haben miserabel gespielt, diese Niederlage ist für uns eine mittlere Katastrophe.»

Viel zu überheblich

Ein arrogantes und verspieltes YB wurde vier Minuten vor Schluss von den leidenschaftlichen Wilern zu Recht bestraft, der eingewechselte Sabanovic schoss die Ostschweizer ins Glück und die Berner in die tiefe Krise. Sinnbild für die Überheblichkeit der Gäste war Chiumiento, der auch kurz vor Schluss noch tänzelte und trickste. Den wackeren Gegner haben aber auch seine Teamkollegen nicht Ernst genommen. «Uns hat der Wille gefehlt», sagte Andermatt. Wils Trainer Uli Forte, der den passenden Namen für die starke Leistung seines Teams trägt, sagte: «Das war ein fantastischer Abend. Unsere Spieler sind über sich hinausgewachsen.»

Start nach Mass für YB

Begonnen hatte der Abend mit einigen organisatorischen Pannen. Lautsprecher und Anzeigetafel funktionierten das ganze Spiel nur eingeschränkt, ohne den ukrainischen Einfluss scheinen in Wil die finanziellen Ausgaben auf ein Minimum beschränkt zu werden. Der Bratwurstgrill war bereits in der Pause kalt, und zu diesem Zeitpunkt hätte auch keiner der 3500 Zuschauer geahnt, dass sich dieser Viertelfinal zu einem derartigen Krimi entwickeln würde. YB hatte das Geschehen in der Startphase kontrolliert, Chiumiento erzielte in der 24. Minute nach schöner Zusammenarbeit mit Shi Jun das 1:0 für YB, und als sich Wils Captain Agim Nushi in der 43. Minute eine Dummheit leistete und wegen Ballwegschlagens die zweite gelbe Karte erhielt, schien der Favorit einem lockeren Erfolg entgegen zu gehen und Kräfte für das schwierige Auswärtsspiel am Sonntag in St. Gallen schonen zu können. Es sollte ganz anders kommen.

Fabian Ruch



Berner Stimmen

Yakins klare Worte

Nach der 1:2-Niederlage beim FC Wil spricht Captain Hakan Yakin Klartext: «Wir agierten überheblich und ohne Leidenschaft.»

Die Tür zur Gästegarderobe im Stadion Bergholz blieb lange geschlossen: Während YB-Trainer Martin Andermatt die Leistung seiner Equipe analysierte, dabei die Fehlerquellen schonungslos aufdeckte und «nicht nur personelle Konsequenzen» ankündigte, schlugen Verwaltungsratspräsident Benno E. Oertig und Wankdorf-CEO Stefan Niedermaier ruhigere Töne an. Sie liessen aber die Spieler mit deutlichen Worten die Unzufriedenheit der Berner Führungsspitze spüren. «Uns hat es an allen Ecken und Enden gefehlt», sagte derweil Captain Hakan Yakin. «Einigen Spielern bei uns mangelt es nicht nur an Selbstvertrauen, sondern auch am Siegeswillen.» Was mit Selbstvertrauen, Leidenschaft und Laufbereitschaft möglich ist, bewies der unterklassige FC Wil, Cupsieger 2004 (3:2 gegen die Grasshoppers), in der zweiten Halbzeit, als YB «zu überheblich gespielt, und dafür am Schluss die Quittung erhalten hat», wie es Yakin formulierte.

Nur Wölfli wehrte sich

Einzig YB-Goalie Marco Wölfli schien über die komplette Spieldauer gewillt, das Wiler Volksfest verhindern zu wollen – mehrmals bügelte Wölfli die stümperhaften Fehler seiner Vorderleute aus. «Hätten wir so gekämpft wie unser Gegner, stünden wir jetzt im Halbfinal», so Wölfli. Wie am Sonntag beim Gastspiel in Luzern verpasste es YB, eine personelle Überzahl (Agim Nushi wurde in der 43. Minute des Feldes verwiesen) in Zählbares umzumünzen. «Uns fehlen jene Spielertypen, die in solchen Partien gegen einen aufopfernd kämpfenden Gegner den Unterschied ausmachen können», so Hakan Yakin.

In St. Gallen gefordert

So wird die Berner Reise durch die Ostschweiz bereits vor dem Meisterschaftsspiel in St. Gallen am Sonntag in negativer Erinnerung bleiben. Für YB-Captain Hakan Yakin ist klar: «In St. Gallen müssen jetzt drei Punkte her.» Goalie Marco Wölfli kennt das Erfolgsrezept: «Die Zeit der Ausreden ist vorbei: Jetzt müssen sich am Sonntag alle den Arsch aufreissen.» Und fast möchte man hoffen, dass die St. Galler Akteure am Sonntag die Partie ohne Platzverweis beenden werden.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. März 2007, 10:10 
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Tages-Anzeiger, 16.03.2007

YB unterliegt zehn Wilern

Wil qualifizierte sich mit einem verdienten 2:1-Heimsieg gegen YB für die Cup-Halbfinals.

Von Emil Bischofberger, Wil

Nach 42 Minuten hätte wohl kaum einer mehr auf den FC Wil gewettet. Der Captain des Challenge-League-Klubs, Agim Nushi, hatte soeben die gelb-rote Karte gesehen. Zudem lag die von Anfang aufopfernd kämpfende Heimmannschaft mit 0:1 im Rückstand. David Chiumiento hatte im Bergholz eine Kunstrasenkombination über Yakin und Shi Jun vollendet (24.).

Es sei noch nichts verloren, sagte Wil-Trainer Uli Forte, der vormalige Red-Star-Trainer, seinem Team dann in der Pause, «schon ganz andere Mannschaften haben zu zehnt ein Spiel gedreht». Die Wiler verstanden die Botschaft, steckten nicht auf und kamen nach einer knappen Stunde durch Regisseur Ifet-Dzamal Taljevic zum Ausgleich. Dieser war bereits zuvor mehrfach an YB-Goalie Wölfli gescheitert.

Bedenkliche Leistung

Dank der klar besseren Einstellung boten die 10 Wiler den Bernern auch nach dem 1:1 Paroli. Nicht nur das, sie verzeichneten auch die deutlich besseren Torchancen. So hatten Taljevic nach 69, Maliqi nach 73 und wieder Taljevic nach 77 Minuten den Führungstreffer auf dem Fuss. Das Tor zum 2:1 und zum Einzug in den Cup-Halbfinal gelang schliesslich Sabanovic, nach 88 Minuten.

«Die Leistung meiner Mannschaft stimmt mich bedenklich», sagte YB-Trainer Martin Andermatt nach der Niederlage. Damit verspielte sein Team wohl auch die letzte Chance, sich direkt für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren. In der Meisterschaft ist YB nur im 5. Rang klassiert, 11 Punkte hinter Leader Zürich. «Vielleicht waren meine Spieler dem Druck nicht gewachsen», werweisste Andermatt konsterniert und kündigte neue Gesichter an, welche Leidenschaft und Herzblut zurück ins Team bringen sollen.

Wil - Young Boys 2:1 (0:1) Bergholz. - 3500 Zuschauer. - SR: Rogalla. - Tore: 24. Chiumiento 0:1. 55. Taljevic 1:1. 88. Sabanovic 2:1. - Wil: Taini; Schenkel, Longo, Matic, De Donno; Agim Nushi, Salifou, Gsell (58. Haziri), Kristian Nushi (76. Sabanovic); Taljevic, Maliqi (86. Zverotic). - YB: Wölfli; Schwegler, Tiago, Kallio, Hodel (72. Madou); Varela (86. Mario Raimondi), Yapi, Yakin, Chiumiento; Häberli (86. Marcos), Shi Jun. - Bemerkungen: Wil ohne Fabio Raimondi (krank), Dimita (verletzt), Mica (gesperrt), 29. Flanke Varelas auf die Lattenoberkante. 42. Gelb-Rot gegen Agim Nushi (Unsportlichkeit). Verwarnungen: 18. Varela (Reklamieren), 19. Agim Nushi (Foul), 80. Yapi (Unsportlichkeit).

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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. März 2007, 10:10 
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Blick, 16.03.2007

Big YB ganz klein Wil ein Freudenhaus

Ein Hammer aus 20 m machte Märchen wahr

Von Ueli Zoss

WIL. Der Cup hat seine Sensation: Wil warf YB mit 2:1 hochkant aus dem Wettbewerb. Wil are the Champions.

In Zahlen ausgedrückt: 1,6 Millionen Franken waren besser als rund 15 Millionen (Budget von «Big YB»).

«Big YB» war gestern ganz klein.

Es genügten zehn Wiler, um YB zu blamieren. Kurz vor Halbzeit sah Agim Nushi Gelb-Rot.

Ab der 56. Minute war das Bergholz ein Freudenhaus: Taljevic (ex St. Pauli) glich zum 1:1 aus.

Zwei Minuten vor Schluss machte Sabanovic das neue Wiler Cup-Märchen wahr: Gegen seinen Hammer aus knapp 20 Metern war kein Kraut gewachsen.

Am Schluss war der Wiler Jubel grenzenlos. Wie schon nach dem 3:2 im Cupfinal 2004 gegen GC. Trainer Uli Forte: «Ich rechnete mit einer Verlängerung, jetzt glaube ich zu träumen.»

Wil-Präsident Roger Bigger frohlockte: «Ich habe eine Nase für den Cup. Mein Tipp war genau 2:1.»

«Wir waren dem Druck nicht gewachsen», fasste YB- Trainer Martin Andermatt nach seiner schlimmsten Niederlage, seit er in Bern ist, lapidar zusammen. YB fehlte es aber nicht nur im Kopf, sondern auch in den Füssen. Was die gut bezahlten YB-Stars boten, war unterste Schublade.

Sackstark spielten dafür einige Wiler wie Togos WM-Teilnehmer Salifou, Taljevic, Kristian Nushi, Ex-FCZ-Hüter Taini oder Maliqi (ex Luzern).

Mit dem ersten Titel seit 1987 wird es bei YB auch in dieser Saison nichts. Vielleicht klappt es ja noch mit dem Uefa-Cup.

Nach der Blamage kehrten die geschlagenen Berner ins Trainingslager nach Weinfelden zurück. Zwecks Vorbereitung auf den Match gegen St. Gallen am Sonntag.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. März 2007, 10:11 
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Der Landbote, 16.03.2007

Für die Young Boys reichen zehn Wiler

hjs
Der letzte Halbfinalist im Cup kommt aus der Challenge League und ist, nach einem verdienten 2:1 gegen die Young Boys, der FC Wil.

WIL – Zuerst am Mittwoch der FC Luzern und der FCB, eine halbe Stunde später auch der Meister FCZ – und nun, am Donnerstagabend, auch noch die Young Boys in den Halbfinals des Schweizer Cups. So dachten die meisten, ehe die Berner auf dem Wiler Bergholz antraten, gegen den letzten «Kleinen» im Wettbewerb. Vor allem aber schienen es die Young Boys zu denken, als sie nach 24 Minuten durch Davide Chiumiento in Führung gegangen waren und kurz vor Halbzeit auch noch den Platzverweis für den Wiler Agim Nushi registrieren durften.

Eine Halbzeit gegen zehn Unterklassige einen Vorsprung verteidigen, das sollte sich doch mühelos richten lassen. Jedenfalls spielten die Berner in der zweiten Halbzeit, als dächten sie, es könne so ausnehmend guten Fussballern wie ihnen doch nichts mehr passieren. Als sie dann nach gut 90 Minuten vom Feld trotteten, war aber doch einiges passiert – und gar von der Art, wie es ihnen keinesfalls hätte widerfahren dürfen. Weshalb es ihr Trainer Martin Andermatt so auf den Punkt brachte: «Das war für uns eine mittlere Katastrophe.»

Als das nämlich empfand er, wie seine Fussballer, die als Minimalziel in dieser Saison einen Europacupplatz zur Vorgabe haben, in Überzahl zuerst einen Vorsprung eingebüsst hatten, durch einen Treffer des Deutschen Ifet Taljevic in der 55. Minute; die danach eben diesen Taljevic noch einmal ganz alleine auf ihren Torhüter Marco Wölfli losziehen liessen und froh sein mussten, dass der daneben schoss; die es nicht mehr fertig brachten, gegen zehn Wiler nennenswerte Chancen zu erzwingen; und die dann, in der 89. Minute, durch einen Diagonalschuss Samel Sabanovics auch noch das niederschmetternde 1:2, den K. o., hinnehmen mussten.

Sabanovic, ein 23-jähriger Serbe, der vor einem Jahr vom Erstligisten Kreuzlingen aufs Bergholz kam und seither in 32 Challenge-League-Spielen sieben Tore erzielte, war erst in der Endphase eingewechselt worden, als sein Trainer Uli Forte den zunehmenden Glauben an eine Überraschung damit dokumentierte, dass er einen zusätzlichen Stürmer aufs Feld schickte. Forte musste da längst gespürt haben, dass die Berner allmählich eingeschlafen waren und den Raum für einen Coup boten. Dem stand auch überhaupt nicht entgegen, dass Agim Nushi – zurückhaltend formuliert: sehr streng – vom Platz gestellt worden war.

Zur Pause, liess Forte hinterher wissen, hätten seine Spieler darob schon etwas den Kopf hängen lassen, «aber ich sagte ihnen, es hätten schon andere Teams mit zehn Mann nicht verloren.» Und je länger das Spiel dann dauerte, desto mehr «wuchs meine Mannschaft über sich hinaus.» Am Ende sei die Leistung «sensationell» gewesen. Diese Wortwahl Fortes mag auch der begreiflichen Begeisterung der Wiler geschuldet sein. Aber auf jeden Fall war ihr Sieg absolut verdient, was auch YB-Coach Andermatt nicht im entferntesten anzweifeln mochte.

Er ging, und dies absolut zu Recht, mit seinen Spielern hart ins Gericht. Es habe, sagte er, jene «Mannschaft gewonnen, die mit sehr viel Herzblut spielte, die auch mit zehn Mann den Sieg wollte.» Seine Super-League-Cracks aber hätten die «Leidenschaft vermissen lassen», dies sei ein «miserabler Auftritt von uns» gewesen. Bedenklich stimme ihn der «Mangel an Entschlossenheit» in einem so wichtigen Spiel, aber auch das Unvermögen, aus jüngsten Erfahrungen gelernt zu haben. Worauf Andermatt anspielte: Am Sonntag waren seine Young Boys in Luzern in 70 Minuten Spiel in Überzahl in Rückstand geraten und am Ende froh gewesen um den Ausgleich. Diesmal spielten sie nicht gescheiter, im Gegenteil.

Als Beispiel für die Mentalität dieser Berner Mannschaft, die offenbar nur auf dem heimischen Kunstrasen brillieren kann, darf einer wie Chiumiento herangezogen werden. Er mag nach einem schönen Durchspiel das 1:0 geschossen haben, fortan aber war er in diesem Kampfspiel nicht mehr präsent; lieber streichelte er unnütz den Ball, als ihn präzis über drei oder vier Meter einem Kollegen zuzuspielen.

Da beeindruckten auf der andern Seite welche wie Taljevic und der togolesische WM-Teilnehmer Mustapha Salifou ganz anders – kämpferisch, aber auch spielerisch. So dürfen sich die Wiler jetzt, drei Jahre nach ihrem Cupsieg, auf ein Halbfinal-Los freuen, «das in jedem Fall gut ist», wie Sportchef Thomas sagt. Forte aber relativiert: «Ich als Trainer hätte lieber ein Heimspiel, der Verein siehts vielleicht etwas anders.» (hjs)

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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. März 2007, 10:12 
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St. Galler Tagblatt, 16.03.2007

Ein grosser Abend für den FC Wil

Der Challenge-League-Verein qualifiziert sich mit einem 2:1-Sieg gegen YB für den Cup-Halbfinal

fussball. Wil schafft die grosse Überraschung. 0:1 im Rückstand und während 60 Minuten nur zu zehnt werfen die St. Galler dank einer herausragenden Leistung nach der Pause die Young Boys aus dem Cup.

Jürg Ackermann
Wil-Präsident Roger Bigger tanzte auf dem Feld. Die Stimme von Stadionspeaker Simon Dudle überschlug sich. Die Spieler liessen sich nach dem Abpfiff minutenlang von ihren Fans feiern. Sie konnten ihr Glück kaum fassen. Ein Glück, das nach 40 Minuten noch so weit weg schien. Als Agim Nushi nach einem fragwürdigen Entscheid von Schiedsrichter René Rogalla die zweite gelbe Karte sah, hätten nur noch die wenigsten auf einen Erfolg des Unterklassigen gewettet. Denn der FC Wil war bereits nach 24 Minuten in Rückstand geraten. Für kurze Zeit hatten die Young Boys ihre Klasse aufblitzen lassen. Hakan Yakin spielte zu David Chiumiento. Der Appenzeller kombinierte sich mit Jun Shi durch den Wiler Strafraum und erzielte das 1:0. Alles schien seinen Lauf zu nehmen. Der Favorit liess den Ball gefällig in seinen Reihen laufen. Er wähnte sich seiner Sache sicher. Zu sicher, wie sich nach der Pause zeigen sollte.

3500 Zuschauer

Denn die Wiler wuchsen über sich hinaus. Schon lange hatten sie sich auf diese Partie gefreut. Endlich wieder einmal vor mehr als 1000 Zuschauern spielen, endlich wieder einmal ein paar Fernseh-Kameras auf dem Bergholz. Irritierend wirkte die grosse Kulisse (3500 Zuschauer) aber weniger auf die Spieler als auf die technischen Anlagen im Bergholz. Erst stieg das Mikrophon des Platzspeakers aus, dann streikte die Match-Uhr. Die Wiler Fussballer dagegen spielten von Beginn weg keck mit. Sie kamen durch Ifet Taljevic und Sokol Maliqi bereits in den ersten Minuten zu Chancen und sie hätten spätestens bis zur 40. Minute ausgleichen müssen. Doch Torhüter Marco Wölfli parierte den Schuss von Salifou.

Fortes Pausen-Worte

Die Wiler schienen nach dem Platzverweis gegen Agim Nushi für kurze Zeit die Köpfe hängen zu lassen. Er habe seiner Mannschaft in der Pause erklären müssen, dass sie gegen diese Young Boys auch zu zehnt eine Chance hätten, sagte Uli Forte hinterher. Die Pausen-Worte des Wiler Trainers hatten eine beflügelnde Wirkung. Die Spieler, die schon in der ersten Halbzeit aufopfernd kämpften, scheuten keine Wege, sie rannten als wären sie Mittelstrecken-Läufer. Kristian Nushi, der im linken Mittelfeld viele Fäden zog, musste sich in der 78. Minute mit Krämpfen auswechseln lassen.

Doch die Wiler wurden für ihren leidenschaftlichen Auftritt belohnt. Mit einem Energieanfall tankte sich Innenverteidiger Dominique Longo in der 56. Minute auf der rechten Seite durch. Er spielte zu Taljevic, der den viel umjubelten Ausgleich erzielte. Spätestens als der Wiler Regisseur kurz darauf erneut allein vor Torhüter Wölfli auftauchte, realisierten die Ostschweizer, dass an diesem Abend eine Überraschung in der Luft lag. Sie sollten recht bekommen. Samel Sabanovic erzielte mit einem plazierten Schuss aus 18 Metern in der 88. Minute das 2:1 für den Aussenseiter. Sabanovic war noch am Sonntag im Meisterschaftsspiel gegen Lausanne drei Mal allein auf das gegnerische Tor gelaufen, ohne zu reüssieren. Gestern war alles anders. Es schien, als hätten sich die Wiler die grossen Momente für diesen Abend aufgespart. Denn nicht nur im Angriff, auch in der Verteidigung passte fast alles zusammen. Die Wiler Defensive, die hervorragend organisiert und aufeinander abgestimmt war, wankte auch in den letzten Minuten des Spiels nicht mehr.

«Jeder ist heute über sich hinausgewachsen», sagte Forte. Enttäuscht war Martin Andermatt. Er sprach von einem leidenschaftslosen Auftritt seiner Mannschaft. «Das Ausscheiden ist eine mittlere Katastrophe», sagte der YB-Trainer. Die Verantwortlichen des FC Wils dagegen freuten sich auch über die finanziellen Aspekte des Erfolgs. Die Halbfinal-Qualifikation hilft, Engpässe in der Klubkasse zu überwinden.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. März 2007, 17:22 
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Zitat:
Nach der 1:2-Niederlage beim FC Wil spricht Captain Hakan Yakin Klartext: «Wir agierten überheblich und ohne Leidenschaft.»


mann o mann ohne leidenschaft spielen und dies noch im cup!!! diese leidenschaft muss doch da sein wenn für den verein alles geben will und dafür auch noch gut bezahlt wird.


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 Betreff des Beitrags: CUP-Schande
 Beitrag Verfasst: Freitag 16. März 2007, 19:09 
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In der Mannschaft fehlen Führungspersönlichkeiten, das hat man gesehen.
Aber man muss sich auch gedanken machen ob es Sinn macht drei Mittelfeldspieler (Chiumiento, Varela, Yakin) zudem zwei Stürmer aufzustellen, die offensive Freiheiten benötigen und nichts gegen hinten leisten. Es kann nicht sein, dass nur die vier Verteidiger plus Yapi(eigentlich auch Spielmacher) verteidigen.
Wenn wir gegen Wil die zweite Mannschaft plus ein paar gestandene Profis hätten spielen lassen, wäre das Ergebnis ganz sicher nicht schlechter gewesen. Denn Magnin, Hodel, Schwegeler plus ein paar Junge hätten sich den Arsch aufgerissen!

Und von wegen Kunstrasenproblematik: Red Bull Salzburg ist souveräner österreichischer Leader und das trotz Kunstrasen. Sonst halt den Chiumiento nur noch bei Heimspielen einsetzen!

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...habe fertig!


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 Beitrag Verfasst: Freitag 16. März 2007, 19:30 
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Naja Chiumiento hat ja das Tor geschossen. Von den her kann man in auch gut Auswärts bringen.

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