borussia.de, 03.01.2007
Gohouris erster Tag
Steve Gohouri war heute im BORUSSIA-PARK der gefragteste Mann. Nach seinem ersten Training musste der Neuzugang von Young Boys Bern jede Menge Autogramme schreiben und Interviews geben.
Jupp Heynckes bezeichnet den 1,88 Meter großen Abwehrspieler als "Alternative für die Innenverteidigung", der den etatmäßigen Stammspielern Bo Svensson und Zé Antonio Konkurrenz machen kann oder bei Verletzungen als Ersatz zur Verfügung steht. Und dies sagte Steve Gohourio selbst nach seinem ersten Training in Gladbach:
... über seine ersten Eindrücke: "Ich bin von der Mannschaft sehr freundlich aufgenommen worden. Die Bedingungen hier sind klasse, das Stadion sehr beeindruckend."
... über die Gründe für seinen Wechsel zu Borussia: "Es stimmt, dass auch andere Klubs sich für mich interessiert haben, darunter auch Glasgow und Marseille. Aber am ernsthaftesten waren die Bemühungen von Borussia. Dass Jupp Heynckes persönlich zu mir in die Schweiz gekommen ist, um mich kennen zu lernen und mich zu überzeugen, hat mich sehr beeindruckt. Da stand meine Entscheidung fest."
... über seinen Kenntnisstand über die Bundesliga: "Ich habe mich früher nie so mit dem deutschen Fußball beschäftigt. Doch seit ich in der Schweiz spielte, habe ich die Bundesliga verfolgt, vor allem, weil Freunde von mir bei deutschen Klubs spielen: Sanogo und Demel in Hamburg, Boka in Stuttgart. Ich habe auch verfolgt, dass Borussia einen ganz guten Start hatte und danach abgerutscht ist."
... über seine Lieblingsposition: "Innenverteidiger ist meine Position, aber ich kann auch auf der rechten Abwehrseite spielen. Früher war ich Stürmer, habe zum Beispiel für Yverdon in der der ersten Schweizer Liga mal neun Tore in einem Spiel gemacht. Aber dann bekamen wir Abwehrpobleme und mein damaliger Trainer sagte: Du bist schwarz, groß und schnell, du spielst jetzt mal hinten. Und das hat dann auch recht gut geklappt."
... über die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste, in der er im Herbst seine ersten beiden Länderspiele machte: Es ist gut für mich losgegangen und ich hoffe, dass ich auch bei den nächsten Spielen dabei bin. Der nächste Termin ist im Februar, es steht aber noch kein Gegner fest."
... über seine private Situation: "Meine Freundin ist Deutsch-Serbin. Das hat natürlich auch dafür gesprochen, nach Deutschland zu gehen. Wenn wir aus dem Trainingslager zurück sind, kommt sie nach Deutschland, dann gehen wir auf Wohnungssuche."