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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. August 2006, 10:57 
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er spielt wohl nicht:

http://www.442.ch/haupttribuene/news-de ... fafeb26f92


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. August 2006, 11:09 
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"Laut der "Bild"-Zeitung" ... :roll:

noch schlimmer als der BLICK :shock:

jawoll, das geht tatsächlich ...

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medén ágan


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. August 2006, 13:20 
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ist doch wirklich egal ob ribéry spielt oder nicht. ich denke nicht das er den unterschied auf 2 spiele ausmachen würde.


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. August 2006, 13:31 
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Bund, 09.08.2006

Ein Verein, der selten zur Ruhe kommt

Zum zweiten Mal innert Jahresfrist ist morgen um 19.30 Uhr Olympique Marseille in Bern zu Gast. Beim französischen Traditionsklub kehrte in den letzten Monaten kaum Ruhe ein. Zurzeit sorgt Franck Ribéry für Ärger.

Das UI-Cup-Spiel gegen Marseille sorgte im letzten Juli bei den Verantwortlichen des Stade de Suisse für Aktionismus. Obwohl die Infrastruktur noch nicht ganz fertig gestellt war, wurde alles getan, um die Partie im neuen Stadion auszutragen. Marseille gewann das inoffizielle Eröffnungsspiel im Wankdorf mit 3:2 und warf die Berner nach dem 2:1-Erfolg im Rückspiel aus dem Wettbewerb.

13 Monate später ist Marseille wieder in Bern zu Gast. Die letzte Saison verlief für die Südfranzosen mit Rang 5 enttäuschend, die direkte Uefa-Cup-Qualifikation wurde im letzten Saisonspiel verpasst.
Am Mittelmeer trauert man den vergangenen Zeiten nach. Zwischen 1989 und 1992 wurde Marseille vier Mal in Folge französischer Meister. 1993 gewann «OM» als bislang einzige Mannschaft Frankreichs die Champions League. Kurz darauf wurde aber auch bekannt, dass Präsident Bernard Tapie vor einem Ligaspiel gegen Valenciennes Bestechungsgelder gezahlt hatte. Der Klub wurde zwangsrelegiert und stand finanziell vor dem Ruin. Um die Jahrtausendwende zeigte sich Olympique wieder erholt, das Bild des Skandalklubs blieb jedoch haften. Pape Diouf, seit 2005 Präsident, tut wenig, um das Image seines Klubs zu verbessern. Der gebürtige Senegalese ist eine ähnlich kontroverse Figur wie Tapie. Diouf war zunächst Sportjournalist, danach Spielervermittler und stieg 2003 bei Marseille als Sportchef ein. Anfang 2006 sorgte er für einen Eklat, als er zum Spiel gegen Erzrivale Paris St-Germain «aus Sicherheitsgründen» nur die zweite und dritte Spielergarnitur antreten liess.


Ärger um Franck Ribéry

Ähnlich forsch geht der Präsident im Fall von Franck Ribéry vor. Der Nationalspieler verärgerte die Olympique-Verantwortlichen mit der Forderung, den Klub per sofort verlassen zu wollen. «Er hat im März einen besser dotierten Vertrag unterschrieben, der ihn an uns bindet», sagt Diouf und fügt an, mit Ribérys Vorpreschen überhaupt nicht einverstanden zu sein. Der neue «OM»-Trainer Albert Emon sagte, er wolle Ribéry am Donnerstag gegen YB einsetzen. In diesem Fall könnte der Offensivspieler, der gemäss seinem Agenten Angebote von Lyon, Arsenal und Real Madrid besitzt, in dieser Saison von seinem neuen Arbeitgeber nicht mehr in einem europäischen Wettbewerb eingesetzt werden.Alexander Wäfler

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. August 2006, 13:56 
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Ribery a bien pris l'avion pour Berne ce matin et pourrait jouer 1/2 h demain.


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. August 2006, 17:06 
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Wohnort: Bern
Allez Young Boys 8)

:arrow: Ribéry :wayne: Alleine wegen Ihm werden wir sicher nicht verlieren

Mein Typ 22'000 Fans

2-1 YB

:yb_fans: :ybfahne1: :megaphon: :ybfahne2: :yb_fans:


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2006, 09:20 
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NZZ, 10.08.2006

Dunstschleier über Olympique Marseille

Der Uefa-Cup-Gegner von YB wird die Skandale, Affären und Justizverfahren nicht los

Olympique Marseille findet nie zur Ruhe. Der Klub wird durch Justizverfahren unterminiert. Jetzt ist er auch noch einem internen Konflikt ausgesetzt. Mit der WM hat der talentierte OM- Spieler Franck Ribéry seinen Marktwert in die Höhe geschraubt. Im Gang ist ein Zerren zwischen dem Agenten des umworbenen Spielers und der OM-Führung. Arsenal soll Interesse angemeldet haben. Ribéry will Marseille verlassen, obschon er im letzten April den Vertrag um vier Jahre verlängert hat. Der neue OM-Trainer Albert Emon hat den Umworbenen in die Liste der Spieler für das Uefa-Cup-Qualifikationsspiel in Bern gegen YB aufgenommen. Doch sein Einsatz bleibt hypothetisch. Was in solchen Momenten in dieser Stadt immer passiert, erfährt nun auch Ribéry: Er gerät ins Visier des heissblütigen Marseille-Anhangs.

Das Milieu im Nacken

Die Affäre Ribéry ist nur eine in einer Serie von OM-Affären. Die Polemiken und Druckversuche im skandalumwitterten Verein hören nicht auf. Im Mai wurde eine Untersuchung eröffnet. Der Verdacht besteht, dass das Marseiller Milieu auf OM Einfluss ausübt. Die Polizei wollte den Bedrohungen auf die Spur kommen, denen der frühere Trainer Jean Fernandez ausgesetzt war. Niemand begreift, warum Fernandez, der einen guten Leistungsausweis vorgelegt hatte, Südfrankreich in Richtung Auxerre verliess. Ein Zeuge sagte aus, dass Fernandez und seine Frau zu Hause mit einer Waffe bedroht worden seien. Der finstere Gast habe für seinen Sohn einen Profivertrag erzwingen wollen. Von der Polizei befragt, stritt Fernandez dies jedoch ab. Doch die Episoden um Einbrüche und Autodiebstähle hören nicht auf. Betroffen waren OM-Spieler wie Barthez, Méïté und Delfim, der inzwischen für YB spielt. Die OM-Stars werden zu Zielscheiben in der Stadt, in der 23 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Das Klubbudget wird mit 76 Millionen Euro angegeben. Jeweils 50 000 Personen verfolgen die Heimspiele im Stade Vélodrome.

In diesem drückenden und emotionalisierten Klima ereignete sich am 6. Mai ein denkwürdiger Vorfall. Nach einem Spiel wurde der OM-Sportchef José Anigo vor Zeugen gegen den Klubarzt Charles Lankar tätlich. Anigo warf dem Arzt vor, die Spieler gegen ihn aufzuhetzen. Der inzwischen entlassene Arzt sagt: «Anigo terrorisiert im Klub alle.» Anigo werden schon lange Verbindungen zu düsteren Gestalten nachgesagt. Gemäss dem «L'Equipe Magazine» soll der YB- Spieler Delfim hinausgeekelt worden sein, weil ein dubioser Anigo-Freund seinen Sohn an Delfims Stelle implantieren wollte. Von Delfim weiss man, dass er gegen Marseille prozessiert. Mehr sagt der Portugiese dazu nicht.

Verschleierte Transfer-Transaktionen

Nebst solchen Dingen richtet sich der Generalverdacht immer wieder auf die OM-Transfers - zum Beispiel auf jenen des Argentiniers Tuzzio. Da wurden verschleierte Transaktionen getätigt. Ursprünglich sollte Tuzzio von OM für 2,2 Millionen Euro verpflichtet werden. Doch im Juli 2001 übernahm ihn zuerst der Servette FC. Die Genfer verkauften Tuzzio ein paar Tage später für 6,4 Millionen Euro an OM. Das an den Servette FC überwiesene Geld wurde schnell in obskure Richtungen verschoben. Frühere Servette-Angestellte sagen, dass Tuzzio zwar kurz in Genf gewesen sei, den Flughafen aber nie verlassen habe. Der in der Schweiz wohnhafte Spieleragent Gilbert Sau wird juristisch belangt, weil er unrechtmässig 587 787 Euro abgezweigt haben soll. Sau wurde übrigens im Juni in der Affäre «OM-Bilanzen» zu 18 Monaten Haft verurteilt. Jene Affäre dreht sich um Transfers in der OM-Zeit des (ebenfalls verurteilten) Trainers Rolland Courbis. Im Fall Tuzzio steht Sau im Verdacht, dem früheren OM- und Nationalverteidiger Frank Leboeuf 457 000 Euro zugeschanzt zu haben. Tuzzio selbst und ein anderer Agent sollen 2,6 Millionen Dollar kassiert haben. Gegen Christian Hervé und Patrick Trotignon, die von Canal Plus installierten Servette-Chefs jener Zeit, wird ebenfalls ermittelt. Der Prozess ist im Oktober zu erwarten.

Verurteilung von Louis-Dreyfus

Das Dossier «OM-Bilanzen» ist im Berufungsverfahren, betroffen ist nicht zuletzt der langjährige OM-Patron und Geldgeber Robert Louis-Dreyfus, den OM seit 1991 gegen 200 Millionen Euro gekostet hat. Im Juni wurde er zu drei Jahren Gefängnis auf Bewährung und zu einer Busse von 375 000 Euro verurteilt, weil er als «Schirmherr» die dunklen Transfers gedeckt hatte. Gemäss dem «L'Equipe Magazine» hat Dreyfus über die Jahre auf falsche Leute gesetzt und «vor allem durch Naivität gesündigt». Der OM-Präsident heisst heute Pape Diouf. Als früherer Spielervermittler (Drogba, Desailly) geniesst auch der Senegalese nicht den Ruf der Integrität.

Ein anderes Verfahren bezieht sich auf die Periode 2002-2004. Auf der Anklagebank liegt das Dossier des Ivoirien Didier Drogba, der im Juli 2004 von Olympique Marseille nach London zu Chelsea transferiert wurde. Zuerst ging es um 37 Millionen Euro, und plötzlich nur noch um 33. Vier Millionen verschwanden. Das Strickmuster wiederholt sich: überzahlte Transfers, versickernde Gelder. Meist geschah dies auf der Geraden zwischen dem damals von Canal Plus kontrollierten Verein von Paris St-Germain und Marseille, zwischendurch wurde sie mit der Canal-Plus-Filiale Servette zu einem Dreieck erweitert.

Der neuste Fall der schwarzen Serie betrifft den Mittelfeldspieler Lorik Cana, der 2005 von PSG zu OM übersiedelte. Auch hier verschwand Geld. Generell ist aus dem Fakt Verdacht zu schöpfen, dass Marseille jedes Jahr 30 bis 40 Transfers tätigt. Auch jetzt sind es wieder 30 Bewegungen. Da geht es kaum «nur» um die Erneuerung des Team. Dreyfus ist auch in die Fänge der belgischen Justiz geraten. Wie immer geht es um überzahlte Transfers - diesmal nicht zwischen Paris und Marseille, sondern zwischen Lüttich und Marseille. Die Deliktsumme soll 25 Millionen Franken betragen. Wer war zum Zeitpunkt der Transfers an der Schaltstelle bei Olympique Marseille und bei Standard Lüttich? Robert Louis-Dreyfus.

Jean-Michel Verne (Marseille), Peter B. Birrer


Ein Freund für Rohr

Was ist mit Ribéry? Die Frage beantwortete der Marseille-Trainer Albert Emon in knappen Worten und mit dem offenen Zusatz «on verra». Der in Transfergeschichten verwickelte Franck Ribéry (vgl. Haupttext) hat die Reise nach Bern mitgemacht und am Mittwochabend im Stade de Suisse trainiert. Sollte er für Marseille am Donnerstag in Bern in der Uefa-Cup-Qualifikation gegen YB spielen, wäre er für einen anderen Klub international vorderhand nicht qualifiziert. Zudem würde in diesem Fall auch Ribérys Marktwert sinken. Doch Emon äusserte sich bedeckt: «Ribéry ist der Spieler der Zukunft - sowohl für Marseille wie auch für die Nationalmannschaft.» Wer weiss schon, welche Kräfte im Fall Ribéry einwirken? Der YB-Trainer Gernot Rohr hat keine Sorgen in dieser Kategorie. Er hielt vor den französischen Medienvertretern einen kleinen Vortrag über die Vorteile des Kunstrasens, führte ihnen diesen vorgängig eigenhändig vor und bezifferte an der von beiden Trainern gehaltenen Medienkonferenz die ökonomische Differenz zwischen YB und Marseille mit «1:10». Rohrs Position im Klub ist dieser Tage gestärkt worden. Nach dem schnellen Abgang des Assistenztrainers René Lobello nach Algerien setzte der Deutsch- Franzose die Verpflichtung eines Freundes durch. Am Mittwoch leitete der 44-jährige Franzose Bernard Gines als neuer Rohr-Assistent sein zweites YB-Training (mit). Rohr und Gines kennen sich aus früheren Tagen. Das verbindet.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2006, 09:22 
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BUnd, 10.08.2006

In der Rolle des David

Offensiv will YB heute im Hinspiel der letzten Uefa-Cup-Qualifikationsrunde gegen Marseille auftreten (Wankdorf, 19.30 Uhr).

Wie schon vor dem Cupfinal gegen Sion bereitet sich YB in Spiez auf einen grossen Auftritt vor. Im Hotel Belvedere, der Herberge von Sepp Herbergers deutschen Weltmeistern 1954, soll während des 20-stündigen Aufenthalts ein Geist entstehen, der YB heute
zur Sensation gegen Olympique Marseille führt. «Wir sind klarer Aussenseiter», sagt Gernot Rohr, dem Understatement selten abgeneigt. Nicht 50 zu 50 seien die Chancen, sondern «1 zu 10. So viel kleiner ist unser Budget.» Auf rund 120 Millionen Schweizer Franken wird der Jahresetat des südfranzösischen Skandalvereins geschätzt. «Wir sind in der Rolle des David», sagt Rohr. «Aber wir glauben natürlich an unsere Chance.» Und wer hat heute Abend also bei den Seinen die Steinschleuder dabei, um den Goliath aus Frankreich zu bezwingen? «Wir alle natürlich», sagt Rohr und lacht. «Jeder Spieler und alle im Betreuerstab.»

Ausgezeichnet sei die Stimmung, berichtet Rohr, jeder freue sich auf dieses «ausserordentlich interessante Treffen» mit Marseille. «Das ist ein renommiertes Spitzenteam in Europa. Und wie ich gehört habe, wird Franck Ribéry, einer der WM-Stars, am Donnerstag mitspielen.»


Ein grosser Leckerbissen

YB hat keinen Ribéry. Aber YB will sich heute Abend dennoch offensiv und mit einer attraktiven Spielweise präsentieren. «Wir werden unser Glück in der Vorwärtsbewegung suchen», sagt Rohr. Neben Varela wird einer der beiden Brasilianer stürmen. «João Paulo ist nach seiner Verletzung noch nicht auf seinem höchsten Niveau», sagt Rohr, «deshalb wird vielleicht Marcos beginnen.» Dahinter soll Yakin, gewissermassen als YB-Ribéry, die Fäden ziehen, wie zuletzt abgeschirmt von Delfim, Tiago und Raimondi. Auch in der Abwehr werden die gleichen Akteure (Schwegler, Gohouri, Milicevic, Hodel und im Tor Wölfli) agieren, die sich zuletzt beim FCZ (1:3-Niederlage) sehr schwach präsentiert haben. «Wir können es viel, viel besser», betont Rohr. Und: «Man wird am Donnerstagabend ein aggressives, spielfreudiges YB am Werk sehen.»
Es ist ohne Frage ein fussballerischer Leckerbissen, der heute Abend auf dem Wankdorf-Kunstrasen zelebriert wird. Und weil Marseille im ersten Ligaspiel am Sonntag beim Aufsteiger Sedan (0:0) wenig überzeugt hat, dürften die Chancen der Young Boys bei mehr als 10 Prozent liegen. Es geht auch darum, das Verliererimage in wichtigen Partien abzustreifen, welches den Bernern seit den Europacup-Verlustgängen zuletzt gegen MyPa, Roter Stern Belgrad und letzte Saison im UI-Cup gegen Olympique Marseille (2:3; 1:2) sowie seit dem Cupfinal gegen Sion anhaftet. (fdr)

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2006, 09:22 
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Bund, 10.08.2006

Franck Ribéry soll eingesetzt werden

Gestern trainierte Marseille im Wankdorf. Franck Ribéry war dabei. Kommt der umworbene Nationalspieler heute zum Einsatz?

Für die französischen Journalisten begann der Mittwochabend mit einer Überraschung. Marseille-Trainer Albert Emon und YB-Coach Gernot Rohr erschienen gemeinsam zur Pressekonferenz – ein in Frankreich höchst unübliches Prozedere. «Wir wollten die Gelegenheit zu einem deutsch-französischen Medientermin nutzen. Schliesslich ist man in Bern nur eine halbe Stunde von der Sprachgrenze entfernt», sagte Rohr.

Albert Emon kam letztes Jahr, als Marseille im UI-Cup auf YB traf, bereits nach Bern. Damals als Assistent von Trainer Jean Fernandez. Als dieser am Ende der letzten Saison überraschend nach Auxerre gewechselt hatte, rutschte der ehemalige Marseille-Spieler Emon nach.
Für die heutige Partie liess sich der 53-Jährige nicht in die Karten blicken. Marseille wolle auf dem Kunstrasen schnell den Rhythmus finden und seine Technik ausspielen, sagte er. Gefragt nach einem möglichen Auftritt von Franck Ribéry, antwortete Emon: «Es ist gut möglich, dass er spielt.» Allerdings dürfte Ribéry, der nach der Weltmeisterschaft noch Trainingsrückstand aufweist, nur zu einem Teileinsatz kommen.
Ob der Nationalspieler, der gestern mit der Mannschaft trainierte, weiterhin für Marseille spielt, ist unklar. Lyon hat inzwischen 22 Millionen Euro für Ribéry geboten. Als «Störmanöver des Ligakonkurrenten» bezeichnete dies gestern Pape Diouf. Ständig rauchend, diktierte Marseilles Präsident den französischen Journalisten, die ihn am Spielfeldrand umringten, dass Ribéry in Marseille bleibe. Allerdings sind 22 Millionen auch für einen Grossklub wie «OM» viel Geld. Zum Vergleich: Der Wert des gesamten YB-Kaders wird auf rund 16 Millionen Euro geschätzt.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2006, 09:33 
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sf.ch, 10.08.2006

YB erneut in der Rolle des Aussenseiters

Die Young Boys haben von den vier verbliebenen Schweizer Vereinen im Uefa-Cup mit Olypmique Marseille wohl den schwersten Gegner zugelost bekommen. Dieselbe Paarung hatte es schon vor einem Jahr gegeben, damals mit dem besseren Ausgang für die Franzosen.

Bild
YB-Trainer Gernot Rohr (links) an der Pressekonferenz mit Marseille-Coach Albert Emon. (keystone)

Für YB-Trainer Gernot Rohr ist das Duell mit dem zweimaligen UEFA-Cup-Finalisten eine spezielle Sache. Fast 30 Jahre lang spielte und trainierte der gebürtige Mannheimer in Frankreich. Er erreichte in Bordeaux und Nizza bemerkenswerte Resultate und geniesst in der französischen Ligue 1 weiterhin einen hervorragenden Ruf. Als Marseille im Juni einen neuen Coach suchte, war auch Rohr ein Thema. «Es stand wahrscheinlich geschrieben, dass ich dieses Jahr nach Marseille gehe», meint der YB-Coach mit einem breiten Lachen.

Duell David gegen Goliath

Rohr, der auf alle seine Spieler zählen kann, freut sich sichtlich auf die Partie gegen einen der populärsten Vereine Frankreichs. Die Aufgabe sei zwar schwer, aber auch reizvoll: «Wir wollen das Heimspiel gewinnen, um in zwei Wochen noch eine Chance aufs Weiterkommen zu haben. Es ist ein Duell David gegen Goliath, aber manchmal gibt es im Fussball Wunder.»

Ähnliche Ausgangslage wie vor einem Jahr

Rohr beobachtete Marseille, das ein Budget von 75 Millionen Euro aufweist, zum Saisonauftakt bei Aufsteiger Sedan (0:0): «Vor allem im Sturm verfügt die Mannschaft über ein beeindruckendes Potential. Und weil sie sich im Vergleich zur letzten Saison kaum verändert hat, ist sie bereits eingespielt.» Vor einem Jahr verloren die Young Boys im UI-Cup gegen OM zweimal knapp (2:3 in Bern, 1:2 in Marseille).

Delfim mit Marseille-Vergangenheit

An Informationen über den Gegner mangelt es den Bernern nicht. Kein Vergleich zum letzten Europacup-Auftritt gegen die Armenier von MIKA Aschtarak, als der Cupfinalist sich auf unbekanntes Terrain vorwagte. Der neuverpflichtete Portugiese José Delfim stand fünf Jahre in Marseille unter Vertrag und hat einiges zu erzählen über die Sonnen- und Schattenseite des südfranzösischen Vereins. Wegen einer vom Ärztestab falsch diagnostizierten Verletzung konnte der Mittelfeldspieler für OM nur 38 Partien bestreiten und lag monatelang im Clinch mit der Klubführung.

Ribéry reiste mit

Skandale und Skandälchen gehören zu Olympique Marseille. Zurzeit steht Spielmacher Franck Ribéry im Mittelpunkt einer Streiterei. Der französische Internationale, Herz und Hirn der Mannschaft, möchte nach der erfolgreichen WM zu einem grösseren Klub wechseln und liefert sich mit Präsident Pape Diouf seit Monaten ein Wortgefecht, das ganz Frankreich über die Presse mitverfolgen kann. Die Reise nach Bern hat Ribéry mitgemacht. Trotz Trainingsrückstand könnte er gegen YB in der Startformation stehen, so OM-Trainer Albert Emon, der die Young Boys vor anderthalb Wochen gegen Luzern beobachtete und sich von Mario Raimondi, Hakan Yakin und dem Kunstrasen beeindruckt zeigte. (si)

Young Boys - Marseille
Donnerstag, 19.30 Uhr.
Voraussichtliche Aufstellungen: Young Boys: Wölfli; Schwegler, Milicevic, Gohouri, Hodel; Delfim, Tiago; Varela, Yakin, Raimondi; João Paulo. - Marseille: Carrasso; Beye, Zubar, Cesar, Taiwo; Lamouchi, Cana, Nasri; Maoulida, Pagis, Niang.

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