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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 8. Mai 2011, 12:55 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Christian Gross Funktion: Trainer Nationalität: Schweiz Geburtsdatum: 14. August 1954 Hobbies: Kino, Reisen, Küche bei YB seit: 2011 Spielerlaufbahn: GC, Lausanne, Xamax, Bochum (Bundesliga), St. Gallen, Lugano und Yverdon Trainerlaufbahn: FC Wil, GC, Tottenham Hotspur, FC Basel, VfB Stuttgart. Statistiken: http://www.transfermarkt.ch/de/christian-gross/aufeinenblick/trainer_532.htmlhttp://www.football-lineups.com/coach/107/Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Gross
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Bierflasche
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Verfasst: Montag 9. Mai 2011, 15:21 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Christian Gross neuer YB-Trainer ab Sommer 2011
YB trennt sich von Trainer Vladimir Petkovic, Erminio Piserchia übernimmt für die letzten vier Saisonspiele, danach kommt Christian Gross.
Der BSC Young Boys hat sich entschieden, die Zusammenarbeit mit Trainer Vladimir Petkovic per sofort zu beenden. Der Entscheid steht vor dem Hintergrund, im Hinblick auf die neue Saison einen Neuanfang zu lancieren. Die Trennung erfolgt mit dem heutigen Tag, um einen Impuls für die letzten vier Saisonspiele zu setzen und zudem die Vorbereitung auf die nächste Spielzeit mit dem neuen Trainer planen zu können.
YB ist Vladimir Petkovic zu grossem Dank verpflichtet. Der kroatisch-schweizerische Doppelbürger führte die Mannschaft zwei Mal auf den zweiten Rang und sorgte dafür, dass YB attraktiven Fussball zeigte. Insbesondere auf internationalem Parkett gelang es, für Aufsehen zu sorgen. In dieser Saison dauerte das europäische Gastspiel höchst beachtliche 212 Tage, in denen es zu Ausrufezeichen wie den Siegen gegen Fenerbahçe, Tottenham, Stuttgart, Odense, Getafe und St. Petersburg kam.
Der BSC Young Boys bedankt sich bei Vladimir Petkovic für die geleistete Arbeit und wünscht ihm für die private und berufliche Zukunft alles Gute.
Für die letzten vier Spiele der Saison wird der bisherige Assistenztrainer Erminio Piserchia die Verantwortung für die Mannschaft tragen. Der 47-Jährige ist seit Oktober 2003 bei YB tätig. Er wird in den restlichen drei Heimspielen gegen GC (am Dienstag), Sion (am nächsten Sonntag) sowie gegen St. Gallen (25. Mai 2011) und dem Auswärtsspiel in Neuenburg (22. Mai 2011) vom ehemaligen Spieler Thomas Häberli als Assistent unterstützt. Häberli führt bei YB die U18-Mannschaft.
Im Hinblick auf die neue Saison ist es YB gelungen, den erfolgreichsten Schweizer Klubtrainer der Neuzeit zu verpflichten: Christian Gross hat den Bernern seine Zusage für die nächsten zwei Jahre mit Option für eine weitere Spielzeit gegeben. Gross soll dank seiner grossen Erfahrung dazu beitragen, dass die Young Boys im sportlichen Bereich den nächsten Schritt machen können. Er wird ab sofort die Planung der Zukunft im Hintergrund mitgestalten. Der BSC Young Boys freut sich sehr, dass ein solch renommierter Trainer verpflichtet werden konnte.
Christian Gross
Geboren am 14. August 1954
Karriere als Trainer: - 1988 bis 1993 FC Wil (Aufstieg von der 2. Liga in die Nationalliga B), 1988 bis 1992 Spielertrainer - Juli 1993 bis November 1997 Grasshopper Club Zürich - November 1997 bis September 1998 Tottenham Hotspurs - Juli 1999 bis Juni 2009 FC Basel - Dezember 2009 bis Oktober 2010 VfB Stuttgart
Erfolge als Trainer: - 6 Mal Schweizer Meister (4 Mal mit Basel, 2 Mal mit GC) - 5 Mal Cupsieger (1 Mal mit GC, 4 Mal mit Basel) - 4 Mal in der Champions League (je 2 Mal mit Basel und GC) - 1993/94, Cupsieger und Vize-Meister - 1994/95, Meister, Cupfinalist, Champions-League-Teilnehmer - 1995/96 Meister, Champions-League-Teilnehmer - 1996/97 Trainer des Jahres in der Schweiz - 2001/02 Meister und Cupsieger, Trainer des Jahres und Champions-League-Teilnehmer - 2002/03 Cupsieger und Vize-Meister, Trainer des Jahres, Zwischenrunde Champions League - 2003/04 Meister, Trainer des Jahres - 2004/05 Meister, Trainer des Jahres, Sechzehntelfinals Uefa-Cup - 2005/06 Vize-Meister, Viertelfinal Uefa-Cup - 2006/07 Vize-Meister, Cupsieger, Sechzehntelfinals, Uefa-Cup - 2007/08 Meister, Cupsieger, Trainer des Jahres, - 2008/09 Champions-League-Teilnehmer - 2009/10 Europa-League-Teilnehmer
Karriere als Spieler: - GC, Lausanne, Xamax, Bochum (Bundesliga), St. Gallen, Lugano und Yverdon - 1 A-Länderspiel - 5 B-Länderspiele - Nationalliga A: 1972 bis 1985 - Nationalliga B: 1986 bis 1988
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shalako
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Verfasst: Montag 9. Mai 2011, 15:43 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BAZ, 09.05.2011 Zitat: Gross: «In Bern kann man einiges bewegen»
Die Young Boys entlassen Trainer Vladimir Petkovic nach dem 1:1 in Luzern. In der kommenden Saison steht der langjährige FCB-Trainer Christian Gross bei den Bernern am Spielfeldrand.
Gross unterzeichnete bei den Young Boys gestern Vormittag einen Zweijahresvertrag mit Option für eine weitere Saison. Er wird seine Arbeit ab sofort im Hintergrund antreten und die Planung der neuen Saison vorantreiben. Dazu gehört die Zusammenstellung seines neuen technischen Stabes und die Suche nach mindestens zwei Verstärkungen für das Fanionteam.
Die Entlassung von Petkovic hatte sich abgezeichnet, denn YB gewann in den letzten vier Spielen nur einen Punkt und muss sogar um die Teilnahme an der Europa League bangen. Damit sind die drittklassierten Berner weit von den eigenen Ansprüchen entfernt - der Rückstand auf Leader FC Zürich beträgt 15 Punkte. Petkovic hatte das Amt bei den Young Boys im August 2008 übernommen und in den letzten beiden Saisons auf Rang 2 sowie 2009 in den Cupfinal geführt.
Das Fazit von Kaenzig
«Der Entscheid hat nichts mit den beiden letzten Spielen gegen Thun und Luzern zu tun. Er steht vor dem Hintergrund, im Hinblick auf die neue Saison einen Neuanfang zu lancieren», begründet YB-CEO Ilja Kaenzig den Wechsel kurz vor Saisonende. «Drei Jahre am gleichen Ort zu arbeiten, ist auch in der Schweiz lang und eine gute Leistung. Es waren drei sehr gute Jahre mit vielen Höhepunkten, auch wenn wir keine Titel gewonnen haben. In unseren Augen ist nun jedoch ein Zyklus zu Ende gegangen. Diesen Zyklus hätten wir am ehesten mit einem Titelgewinn verlängern können.»
Nach den Niederlagen gegen die beiden Spitzenteams Zürich und Basel sei eventuell etwas kaputt gegangen, sagt Kaenzig. «Vladimir Petkovic hat uns so weit gebracht, wie er konnte. Nun wollen wir aber einen weiteren Schritt vorwärts machen und brauchen dazu neue Visionen und Anreize.»
«Dritte grosse Herausforderung»
Wer zweimal Zweiter wurde, will endlich Erster werden. Dafür hat sich YB für «die bestmögliche Variante» entschieden. Christian Gross war auf dem Markt und er traf in Bern jene Möglichkeiten und Entscheidungsträger an, die ihn bewogen, «innert relativ kurzer Zeit zuzusagen.» «Ich freue mich, zurück im Schweizer Fussball zu sein und meine dritte grosse Herausforderung nach GC und dem FCB anzutreten. Es ist eine hohe Motivation bei allen Beteiligten vorhanden. Hier in Bern mit diesem Stadion und den fantastischen Fans kann man einiges bewegen. Wer mich kennt, weiss, dass ich immer in allen Wettbewerben das Optimun herausholen will.»
Das Optimum herausholen muss in Zukunft aber auch die Vereinsführung. Die Abfindung für Petkovic, der einen Vertrag bis Juni 2013 besitzt, soll rund 1,5 Millionen Franken betragen. Hinzu kommt der neue Lohn für Gross und dessen Stab. In Basel soll der mehrfache Meistertrainer und Champions-League-Teilnehmer inklusive Erfolgsprämien an die zwei Millionen verdient haben. Hat es da überhaupt noch Platz für neue Spieler? «Ohne die Unterstützung unserer Hauptaktionäre wäre dieser Kraftakt nicht realisierbar gewesen», sagt Kaenzig, «aber es ist eine Investition in die Zukunft. Wenn Gross gleich erfolgreich ist wie an seinen bisherigen Stationen, dann zahlt sich diese Investition aus.»
Piserchia und Häberli
Gross hatte zuletzt den Bundesligisten VfB Stuttgart trainiert - von den Schwaben wurde er Mitte Oktober 2010 entlassen. In der Schweiz war er beim FC Wil (1998 bis 1993), bei den Grasshoppers (1993 bis 1997) und beim FC Basel (1999 bis 2009) tätig. Mit GC wurde er zweimal Meister und einmal Cupsieger, mit Basel gewann er je viermal den Meistertitel und den Cup. Mit beiden Vereinen erreichte er auch je zweimal die lukrative Champions League. Trophäen soll er auch nach Bern bringen, denn die Young Boys warten seit 1987 (Cupsieg) sehnsüchtig auf einen Titel. YB soll endgültig zum grossen Herausforderer von Basel und Zürich werden.
Der 47-jährige Piserchia, der seit Oktober 2003 für YB arbeitet, wird in den letzten vier Partien - der nächste Gegner ist am Dienstag im Stade de Suisse GC - vom ehemaligen Spieler Thomas Häberli assistiert. Häberli trainierte bei den Bernern bis anhin die U18-Mannschaft. Dem Duo obliegt die Aufgabe, YB in den letzten vier Runden auf Europacup-Kurs zu halten. Das müsste eigentlich gelingen, drei der vier verbleibenden Spiele kann YB zu Hause austragen. Platz 3 und 4 garantieren für eine Europa-League-Teilnahme. Wenn Sion den Cup gewinnt und Dritter oder Vierter bleibt in der Axpo Super League, dann würde gar Platz 5 in die Europa League führen. http://bazonline.ch/sport/fussball/Gros ... y/19840046
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shalako
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Verfasst: Montag 9. Mai 2011, 15:52 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Der Bund, 09.05.2011 Zitat: Mit Gross auf Titeljagd
Mit Christian Gross als Coach wollen die Young Boys den Sprung an die nationale Spitze schaffen. «Ich komme nach Bern, um Erfolg zu haben», sagt der erfolgreichste Schweizer Trainer der Neuzeit.
Das Unheil für Vladimir Petkovic hatte sich bereits am Samstagabend angekündigt. Eine vierköpfige YB-Delegation um Ilja Kaenzig, den Delegierten des Verwaltungsrates, verfolgte mit versteinerter Miene, wie sich YB gegen den FC Luzern abmühte. Als die zähe Begegnung vorüber war, verzog sich Kaenzig, ohne eine klare Aussage zur Zukunft des Trainers gemacht zu haben. Klartext sprach er erst gestern. Zuerst mit Petkovic, dem er vor dem morgendlichen Training eröffnete, seine Zeit bei den Berner Young Boys sei per sofort abgelaufen. Der entlassene Trainer verabschiedete sich hernach von der Mannschaft und dem Betreuerstab. Er habe ein sehr sachliches und korrektes Gespräch geführt mit dem entlassenen Trainer, sagte Kaenzig wenige Stunden später an einer eiligst einberufenen Pressekonferenz. Der Klub habe sich nach reiflicher Überlegung von Petkovic getrennt, weil das Ende eines Zyklus erreicht worden sei. «Er ist nicht der Mann für unsere Visionen.»
Die Visionen haben die Geldgeber des Vereins im letzten August definiert, als sie Stadionchef Stefan Niedermaier durch Kaenzig ersetzten: YB, so die unbescheidene Formulierung, soll in absehbarer Zeit in der Schweiz eine ähnlich dominierende Rolle spielen wie in Deutschland Bayern München. Irgendwann fiel in diesem Zusammenhang das Stichwort «Wachstumsphase 3», das in Bern längst zu einem geflügelten Wort geworden ist.
Der Mann, der YB in höhere Sphären führen soll, heisst Christian Gross. Dieser präsentierte sich gestern mit braunem Anzug und gesundem braunem Teint den Medien. «Ich komme nach Bern, um Erfolg zu haben», erklärte er selbstbewusst. Eine andere Aussage hätte auch nicht zum Selbstverständnis des 56-jährigen Zürchers gepasst. Wer sechsmal Schweizer Meister geworden ist und fünfmal im Cupfinal reüssierte, der begnügt sich nicht mit Ehrenplätzen – auch wenn er zuletzt im Oktober 2010 beim VfB Stuttgart entlassen wurde.
Mit Gross als Chef an der Linie will der BSC Young Boys endlich den Ruf des ewigen Zweiten abstreifen. «Gross ist ein Titelversprechen», sagt Kaenzig. Auf einen Titel warten die YB-Fans seit mittlerweile 24 Jahren, als ihre Mannschaft letztmals Cupsieger wurde. Gar ein Vierteljahrhundert ist es her, als YB-Spieler letztmals den Meisterpokal in die Höhe stemmen konnten.
Bern als Durchfahrtsort
Vor rund zehn Tagen sassen Ilja Kaenzig und YBs Technischer Direktor Hansruedi Hasler erstmals mit Gross zusammen. Ihre klaren Vorstellungen bezüglich der Zukunft von YB imponierten Gross: «Es hat mir den Entscheid, zu YB zu kommen, erleichtert.» Von seinem zukünftigen Arbeitsort weiss er noch herzlich wenig. «Bern ist eine Stadt, an der ich meist nur vorbeigefahren bin.» Nicht verborgen geblieben ist ihm, dass Bern eine sportbegeisterte Stadt ist. Zu Ohren gekommen ist ihm auch die Existenz des YB-Radios Gelb-Schwarz. «Ihr sollt Kultstatus haben», sagte er zu den beiden Gelb-Schwarz-Moderatoren, als ihn diese zum Interview baten.
Kaenzig betonte, es sei «keine Selbstverständlichkeit», einen Trainer mit einem derartigen Palmarès nach Bern zu holen. Die Hauptaktionäre hätten einen Effort geleistet. Die Verpflichtung von Gross dürfte die Gebrüder Andy und Hans-Ueli Rihs mehrere Millionen kosten. Bei Basel betrug Gross’ Jahressalär am Schluss fast zwei Millionen. Die Investoren werden schon bald wieder gefordert sein. In der Sommerpause sollen weitere Spieler gekauft werden. Gross hielt sich bezüglich Spielermaterial bedeckt. «Ich bin zu kurz in der Schweiz, um mir schon ein genaues Bild machen zu können.» Die vergangenen Monate verbrachte der Höngger vorwiegend in Spanien und England.
Keine Freude am Kunstrasen
Gross ist bekannt für seine Abneigung gegen Kunstrasen. Zumindest für ein paar Monate wird sich der zukünftige YB-Trainer wohl oder übel mit der ungeliebten Unterlage arrangieren müssen. Der Plastikboden im Stade de Suisse kann frühestens im nächsten Winter durch einen Naturrasen ersetzt werden, weil YB immer noch keine Trainingsplätze für die erste Mannschaft gefunden hat. Derzeit laufen Gespräche mit den Gemeinden Bolligen und Ostermundigen. Gross sagt, er brauche zwei Trainingsfelder für seine Equipe. «Eines davon am liebsten mit Rasenheizung.» http://www.derbund.ch/sport/fussball/Mi ... y/12202785
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shalako
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Verfasst: Montag 9. Mai 2011, 16:17 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 09.05.2011 Zitat: YB bläst zum Grossangriff
Die Berner engagieren Christian Gross als neuen Trainer
Zum Schluss der Pressekonferenz sprach Ilja Kaenzig noch den Satz, der eigentlich keine Fragen offenlässt. Der CEO der YB-Fussballer sagte: «Christian Gross ist ein Titel-Versprechen.» Auf den Hinweis, diese Formulierung klinge etwas absolut, präzisierte Kaenzig: «Es gibt keinen, der eine höhere Garantie abgibt.»
Es ist unübersehbar: Die Berner, seit 1986 ohne Meistertitel, wollen endlich ganz nach oben. Nach vier zweiten Plätzen im letzten Jahrzehnt unter den Trainern Zaugg, Andermatt und Petkovic engagieren sie für die neue Saison den Coach, der in derselben Phase mit dem FC Basel viermal Meister wurde. Gross hatte als Titel-Macher schlechthin gegolten, ehe er Zürich zwischen 2006 und 2009 dreimal den Vortritt lassen und den FCB schliesslich verlassen musste.
Anzeige:YB will mit viel Aufwand den Erfolg einkaufen. Ein klareres Signal könnten die Berner kaum senden dafür, dass ihnen ernst ist mit der «dritten Phase», die der Verwaltungsrat letzten Sommer ausrief, als er den CEO Stefan Niedermaier entliess. Kaenzig spricht etwas weniger grossspurig, aber ebenso unmissverständlich: «Wir wollen unsere Visionen konsequent weiterverfolgen. Nun müssen wir den nächsten Schritt machen.» Die Verpflichtung Gross' ist ein weiterer prominenter Transfer auf Führungsebene, nachdem YB für den langjährigen Verbandsdirektor Hansruedi Hasler eigens die Stelle eines Technischen Direktors geschaffen hatte.
Hasler trüge für alle Equipen des Klubs Verantwortung, doch kostete ihn das Super-League-Team bisher über Erwarten viel Zeit. Hasler erklärt: «Bei allem Respekt vor der Arbeit von Vladimir Petkovic muss man trotzdem sagen, dass die Mannschaft in dieser Saison nicht die Entwicklung gemacht hat, die wir uns hätten vorstellen können. Wir kamen weit, aber nicht weit genug. Es braucht neue Impulse, vor allem im technisch-taktischen Bereich.»
Also tauschte sich YB vor «knapp zehn Tagen» erstmals mit Gross aus, wie der 56-Jährige am Sonntag sagte. Zwischen erstem Abtasten und Verhandlungen bestehe ein Unterschied, sagt Kaenzig. Er will dem Eindruck entgegentreten, YB habe allzu lang hinter dem Rücken Petkovics mit einem potenziellen Nachfolger gesprochen. Doch vor dem Hintergrund, dass Gross schon vor dem vorletzten Wochenende vom YB-Interesse wusste, erscheint erklärbarer, welch grossen Druck Kaenzig auf Petkovic legte, nachdem YB am 30. April dem FC Thun 0:1 unterlegen war. So sagte Kaenzig, es herrsche Alarmstufe «Feuerrot». Vor dem samstäglichen 1:1 in Luzern hatte YB dreimal in Serie verloren – die neue Chefetage besass immer mehr Argumente gegen den Trainer, den sie von der alten Führung geerbt hatte. Zudem wussten Kaenzig und Hasler, die Gross seit vielen Jahren kennen, ganz genau, was und wen sie wollten. «Mir imponierte, wie zielgerichtet sie auf mich zukamen», sagt Gross, der seit der Entlassung in Stuttgart im Oktober 2010 ohne Job war. Zuletzt lehnte er Angebote aus Grosny, Posen, Saloniki und Saudiarabien (Nationaltrainer) ab. In Bern wiederum sagte er zu, obwohl YB auf Kunstrasen spielt. Das Engagement des Naturrasen-Freundes Gross treibt YB weiter an, in der Region nach Trainingsplätzen zu suchen, damit allenfalls im nächsten Winter im Stade de Suisse der Kunstrasen entfernt werden kann.
Petkovic, der keine Stellung nimmt, muss YB sofort verlassen. Interimscoach wird der Assistent Erminio Piserchia, der nach den Entlassungen seiner früheren Chefs Zaugg, Rohr und Andermatt zum vierten Mal seine Haut rettet. Rettet sich Piserchia auch zu Gross? Personalfragen liess Gross noch unbeantwortet. Doch von den früheren Schweizer Stationen GC (1993–1997) und FCB (1999–2009) ist bekannt, dass Gross Personal ebenso bewusst rekrutiert, wie er von YB ausgewählt wurde. Nach den Zuzügen der Nationalspieler Zverotic (Montenegro) und Silberbauer (Dänemark) sucht YB einen Verteidiger und einen Stürmer. Seitdem Gross den Zweijahresvertrag unterschrieben hat, weiss YB, dass der neue Angreifer ganz sicher grossgewachsen sein muss. http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fus ... 15108.html
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shalako
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Verfasst: Montag 9. Mai 2011, 16:22 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Der Bund, 09.05.2011 Zitat: Christian Gross soll den schlafenden Riesen YB wecken
Vladimir Petkovic ist nach knapp drei Jahren als YB-Coach entlassen worden. Christian Gross übernimmt das Team am Saisonende. Mit der Verpflichtung des Erfolgstrainers ist YB ein Coup gelungen.
Es ist kurz vor 14 Uhr am Sonntagnachmittag, als zwei Männer den Presseraum des Stade de Suisse betreten. Welcher von ihnen ist jetzt bloss der neue YB-Trainer?, fragt sich die grosse Reporterschar. Beide tragen einen Anzug, und beide haben einen blank polierten Schädel. Der im schwarzen Anzug ist Werner Müller, Präsident der YB-Betriebs-AG. Der im hellbraunen Anzug ist es, auf den alle gewartet haben. Christian Gross, der erfolgreichste Schweizer Fussballcoach der Neuzeit, wird als Nachfolger des eben entlassenen Vladimir Petkovic vorgestellt. Ab Sommer soll Gross YB zu den lang ersehnten Titeln führen.
Blitzlichtgewitter. Der 56-Jährige setzt sich aufs Podium zu Klubchef Ilja Kaenzig und dem Technischen Direktor Hansruedi Hasler. Sie haben das erste Wort und erklären, wieso sie sich für den Neuanfang entschieden haben: «Die drei Jahre mit Petkovic waren erfolgreich, aber jetzt soll Gross uns neuen Schwung bringen», sagt Kaenzig. «Die Mannschaft entwickelte sich in dieser Saison nicht wie erwartet. Deshalb braucht es einen neuen Impuls», sagt Hasler.
Gross hört den Ausführungen seiner neuen Vorgesetzten aufmerksam zu. Gleichzeitig fliegt sein Blick unruhig im Raum umher. Von Zeit zu Zeit zuckt er mit den Mundwinkeln. Als er dann an der Reihe ist, sagt er als Erstes: «Ich freue mich, bin ich zurück in der Schweiz. Vor allem freue ich mich, in Bern zu sein.» Freimütig gibt er zu, die Stadt nicht gut zu kennen. «Der hohe Zuschauerschnitt von YB und auch des SC Bern zeigt mir aber, dass Bern eine Sportstadt ist.» Seit er im Oktober 2010 in Stuttgart entlassen worden war, hielt er sich vor allem in England und in Spanien zur Weiterbildung auf. Die Freistellung in Stuttgart hat sein Selbstvertrauen nicht erschüttert. «Ich habe dort im ersten halben Jahr das Maximum herausgeholt. Hätten mich die Stuttgarter früher verpflichtet, wäre noch mehr möglich gewesen», ist er überzeugt. Die Entlassung führt er auf fehlende Geduld bei den Verantwortlichen zurück. «Ich schliesse es nicht aus, wieder im Ausland zu arbeiten. Bei YB erwartet mich nun aber die dritte grosse Herausforderung meiner Karriere», sagt Gross. Mit GC und Basel feierte er total sechs Meistertitel und fünf Cupsiege. Beide Klubs führte er in die Champions League. In Bern soll er nun einen schlafenden Riesen wecken, so wie ihm das ab 1999 in Basel gelungen ist. Dazu wird er in den verbleibenden Partien die Spieler beobachten (erstmals morgen gegen GC) und die Erkenntnisse dann in die Planung der neuen Saison einfliessen lassen.
Zehn Tage ist es her, da wurde Gross von Ilja Kaenzig kontaktiert. «YB ist sehr direkt an mich herangetreten. Das machte mir Eindruck», sagt Gross. Mit Kaenzig verbindet ihn eine gemeinsame Vergangenheit bei den Grasshoppers. Hasler kennt er, seit er 1982 in Magglingen einen Trainerkurs besuchte, der von Hasler geleitet wurde. Der Kontakt blieb bestehen und hat womöglich dazu beigetragen, dass Gross in Bern zusagte, «obwohl es zuletzt auch andere Angebote gegeben hat», wie der neue YB-Coach betont. Klubs aus Griechenland und der Türkei wollten Gross, den Höngger Polizistensohn, verpflichten. Auch ein polnischer Spitzenklub habe ihn kontaktiert und die Auswahl Saudiarabiens.
Am weitesten gediehen die Verhandlungen aber mit einem exotischen Klub. Terek Grosny lockte Gross mit einer unglaublichen Offerte: Zweieinhalb Millionen Euro soll ihm der Klub aus Tschetschenien, der in der russischen Liga spielt, geboten haben. Netto. Und pro Jahr. Dies schrieb kürzlich das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» in einem Artikel über den Klub. «Aus persönlichen Gründen habe ich abgelehnt», sagt Gross. Den Job in Grosny übernahm die holländische Fussballikone Ruud Gullit.
Christian Gross aber ist der neue YB-Trainer, und als solcher muss er ab Sommer über seinen Schatten springen. Er, der als FCB-Coach keinen guten Halm am Kunstrasen im Stade de Suisse liess, muss das Team nun auf dem gleichen Plastik zum Erfolg führen. Trotzdem ist er überzeugt: «Nichts geht über Naturrasen.» Ilja Kaenzig wird daher seine Bemühungen intensivieren, um ein YB-Trainingsgelände zu erstellen. Ohne den Kunstrasen im Stade de Suisse fehlen dem Klub nämlich die Trainingsmöglichkeiten. So schnell wie möglich soll der Rasentausch vollzogen werden. «Schön wäre, wenn es im Winter klappt», sagt Kaenzig. Von der Verpflichtung Christian Gross’ erhofft er sich diesbezüglich bei Verhandlungen mit der Politik mehr Gewicht. In erster Linie wünscht sich Kaenzig von Gross aber den Meistertitel. Egal, ob auf Kunst- oder Naturrasen. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Christian-Gross-soll-den-schlafenden-Riesen-YB-wecken/story/11546901
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Hauptstadt
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Verfasst: Dienstag 10. Mai 2011, 05:37 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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shalako
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Verfasst: Dienstag 10. Mai 2011, 10:35 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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20min.ch, 10.05.2011 Zitat: YB kann Trainer Gross nicht alle Wünsche erfüllen
BERN. Der neue Trainer Christian Gross (56) weiss, wie man Erfolg hat. Seine Wünsche zu erfüllen, wird YB aber nicht möglich sein – zumindest nicht sofort.
«Mir schweben für die erste Mannschaft zwei Trainingsplätze vor, einer möglichst mit Heizung.» Und weil Christian Gross kein Freund der Plastikunterlage ist, meinte er natürlich zwei Felder mit Naturrasen. Das sei heute bei Spitzenteams Standard, ergänzte der neue Trainer am Sonntag bei seiner Präsentation in Bern.
CEO Ilja Kaenzig weiss, dass der Erfolgstrainer seine Wünsche gerne erfüllt sieht und deshalb der Kunstrasen im Stade de Suisse möglichst schnell durch einen Naturrasen ersetzt werden muss: «Diesen Sommer dürfte es nicht mehr reichen, das nächste Ziel ist nun im Winter.» Doch bei Kaenzigs Worten runzelte nebenan Hansruedi Hasler die Stirn. Der technische Direktor erklärt, warum: «Das wird nie reichen.» Das Problem ist aber nicht der Wechsel im Stadion. «Den Kunstrasen können wir nächste Woche ersetzen.» Das Problem sind die zwei von Gross geforderten Trainingsfelder. Die Stadt Bern tritt dem Klub keine Plätze ab. Deshalb sucht dieser Standorte für ein Camp. Gestern verhandelte YB mit den Nachbargemeinden Bolligen und Ostermundigen. Hasler sagt, dass frühestens im Sommer 2012 zwei Plätze in Bolligen bezugsbereit wären.
Nicht gelöst wären dann noch die Trainingsorte der U21- und U18-Teams, die derzeit ebenfalls im Stadion trainieren. Deshalb dürfte der Kunstrasen mindestens noch ein Jahr bleiben, was wiederum Gross nicht erfreuen wird.
Zufrieden dürfte den neuen Coach dafür stimmen, dass bei YB nicht nur in Trainingsfelder, sondern auch in neue Spieler investiert wird. «Wir suchen noch einen Stürmer und einen Abwehrspieler», verrät Kaenzig. Die Notwendigkeit, «fertige» Spieler zu holen, sieht auch Nachwuchs-Experte Hasler ein. «Wir haben derzeit keine Rohdiamanten, die wir schleifen könnten.» Auch deshalb wird ab Juli der frühere Spieler und derzeitige U15-Trainer André Niederhäuser zusätzlicher Chefscout für die Erfassung der talentiertesten 12- bis 14-Jährigen.
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shalako
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Verfasst: Dienstag 10. Mai 2011, 10:39 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Blick, 10.05.2011 Zitat: Das ist sein neues YB
YB unter Christian Gross. Wird nun alles neu? Im Team sicher nicht. Kommen könnte Renato Kelic.
Der eine oder andere Spieler wird sicher gezittert haben, als die Entlassung von Vladimir Petkovic und die Verpflichtung von Christian Gross bekannt wurde. Fliege ich nun raus? Habe ich noch einen Platz unter dem neuen Trainer?
Doch das Zittern ist unnötig. Die YB-Bosse glauben fest an das Talent im YB-Stammkader. «Die Mannschaft hat nicht die Entwicklung gemacht, die wir uns erhofft haben», sagt Hansruedi Hasler, der Technische Direktor, zur Ära Vladimir Petkovic. Was bedeutet: Sie hat grundsätzlich das Zeug dazu. Gross soll das Talent nun wecken.
Gross selbst verliert kein Wort über die Arbeit seines Vorgängers und über die aktuelle Mannschaft. Er sagt bloss: «Unsere Ziele werden zu einem anderen Zeitpunkt definiert.» Heute sitzt er im Stade de Suisse. Er wird sich die vier restlichen YB-Spiele anschauen, die meisten vor Ort. Gespannt wird er beobachten, welche Bewerbungsschreiben die YB-Spieler abgeben. Kommentare zu ihren Leistungen wird es von Gross nicht geben.
Auch seinen Wunschzettel legt er nicht offen: «Dazu ist es zu früh. Ich habe aber grösstes Vertrauen in Hasler und CEO Ilja Kaenzig.» Gross unterstützt die bisherige Planung des YB-Scouting-Teams und des Duos Kaenzig/ Hasler vollumfänglich.
Mit dem dänischen Nationalspieler Michael Silberbauer, dem Captain von Utrecht, ist ein Top-Transfer im Trockenen. Dazu soll ein Stossstürmer kommen, der für Gross am liebsten 2,23 Meter gross wäre. Und ein Viererkette-erfahrener Innenverteidiger. Sicher ist: Gross lässt entweder ein 4-4-2 oder ein 4-1-4-1 spielen. Petkovics Dreierkette gibts dann nur noch im YB-Museum.
Die Verstärkung für die neue Viererabwehr könnte aus Tschechien kommen: Der Name Renato Kelic von Slovan Liberec steht auf dem YB-Poschti-Zettel. Der kroatische U21-Nationalspieler ist ein Defensiv-Allrounder, der an der U19-EM 2010 Captain seines Landes war.
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shalako
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Verfasst: Sonntag 15. Mai 2011, 09:46 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NZZ, 15.05.2011 Zitat: Noch nicht Trainer und doch schon da
Christian Gross' Stil hatte sich in Basel abgenutzt – bei YB ist er willkommen
Christian Gross war in den letzten Monaten wieder, was er immer ist, wenn er kein Fussballteam trainiert: verschwunden. Gut, seit Sonntag ist bekannt, dass er keinen Mondflug machte, sondern Wohnsitz in Stuttgart hatte und mehrheitlich in Spanien und England weilte.
Aber für die Öffentlichkeit ist Gross wie vom Erdboden verschluckt, wenn er keinen Job hat. Absagen für Interview-Anfragen erteilt er in der Regel nett, schriftlich oder mündlich – so wie damals, Ende Dezember 2009, als er gerade erst Coach im VfB Stuttgart geworden war. Gross zog einen Gesprächstermin zurück, denn der Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga beanspruche ihn zu sehr, auch über Weihnachten. Und danach wünschte er in freundlichem Ton ein gutes neues Jahr. Klar, aber herzlich.
Anzeige:Auch dieser Tage liess es Gross vorerst bei dem einen öffentlichen Auftritt bewenden – bei der Ankündigung vom 8. Mai, dass er per Saisonstart auf die Bühne zurückkehre, als Trainer der Young Boys. Die offizielle Präsentation reichte, um festzustellen, dass Gross der Alte geblieben ist – denn der 56-Jährige betont ungebrochen gern, wie jung er noch sei.
Auch das Flair für bewusste Botschaften ist ihm geblieben: Er sandte eine Grussadresse an die Lokalmedien, von denen er eine «aufbauende, begleitende Berichterstattung» wünscht; er erbat Unterstützung aus Politik und Kultur; und er rühmte die Stadion-Investoren, die das letzte Wort haben, wie viel Geld zu YB und in Gross' Equipe fliesse.
Verdrängte Erinnerungen
Der Trainer beschwört nicht mehr das Basler, sondern das Berner Umfeld, doch das Ziel ist dasselbe: ein Titel nach langer Durststrecke. In Basel arbeitete der Zürcher derart durchschlagend erfolgreich, dass er zwischen 1999 und 2009 je viermal Meister und Cup-Sieger wurde. Mit Blick auf Gross' Vita erscheint die Lage ähnlich wie vor dem Engagement in Basel: 1998 wurde Gross von Tottenham bald nach Meisterschaftsstart entlassen, obwohl er in der Vorsaison den Ligaerhalt geschafft hatte – in Stuttgart ist ihm im Oktober 2010 dasselbe widerfahren. Der erfolgreichste Schweizer Coach der letzten zwei Jahrzehnte ist im Ausland ein ganz normaler Trainer, auswechselbar wie die meisten seiner Gilde.
In der Schweiz galt Gross lange als unantastbar, was ihm in Basel einen Lohn von fast 2 Millionen Franken brachte. Im Mai 2009 aber war es dem FCB plötzlich mehr wert, Gross aus einem laufenden Vertrag zu entlassen. «Die Beurteilung der Perspektiven» habe dem FCB keine andere Wahl gelassen, hiess es.
Als die Basler am Nachfolger Thorsten Fink immer mehr Gefallen fanden, drohten Diskussionen über Gross' Führungsstil die Erinnerungen an die Erfolge zu verdrängen. Es hiess, Gross habe Spieler zu Leadern ernannt, sie aber nicht entsprechend behandelt. Immer mehr verfestigte sich das Bild eines gestrengen, misstrauischen Trainers, unter dem Team und Klub vergessen hatten, was Freude ist.
Warum kommen die Young Boys denn auf Gross? Weil sie noch nicht ans Ende denken, sondern erst an den Anfang. Denn es erstaunt nicht, dass Scherben bleiben, wenn einflussreiche Figuren ihr Reich verlassen. Der YB-CEO Ilja Kaenzig und Hansruedi Hasler wissen genau, was sie mit Gross bekommen. Auf die Frage, wie die Vertragsgespräche verlaufen seien, sagt Kaenzig: «Gross verhandelt, wie er arbeitet: professionell, sachlich, zielgerichtet, mit Überzeugung.»
Kaenzig traf ihn in den neunziger Jahren bei GC; Hasler lernte den jungen Gross 1982 an einem Instruktorenkurs kennen. Spitze Zungen sagen, seinen früheren Ausbildner Hasler werde der machtbewusste Gross respektieren – doch was im Extremfall wohl mit Kaenzig geschehe? Der CEO sagt gelassen, er sei zwar Gross' Vorgesetzter, «aber der Trainer ist ohnehin stets die wichtigste Person im Klub». Das Motto scheint einfach: «Macht Gross YB glücklich, sind alle glücklich.»
Wachsam, fordernd, ernsthaft
Um YB glücklich zu machen, ist Gross wiederum auf Kaenzig angewiesen. Der frühere Bundesliga-Manager ist gut vernetzt, Gross hingegen kann sein Team nicht mehr nach dem Basler Muster verstärken: 2002/03 figurierten mit Zuberbühler, Murat und Hakan Yakin, Boris Smiljanic, Bernt Haas und Antonio Esposito sechs Spieler im FCB-Kader, die Gross aus gemeinsamen GC-Zeiten kannte. Die wichtigsten FCB-Stützen indes dürften seiner so überdrüssig geworden sein, dass sie dem Trainer kaum nach Bern folgen.
Kaenzig meint, Gross verharre nicht im Alten. Der CEO sagt: «Er hat seinen Stil, den er auffrischt – wie ein Software-Update.» Derzeit lässt Gross sein Herz gelb-schwarz färben. Am Dienstag sah man ihn im Gespräch mit Alexander Tschäppät, dem Stadtpräsidenten. Gross ist schon da, obwohl er offiziell noch gar nicht YB-Trainer ist. Den Baslern wurden seine Wachsamkeit, sein Fordern, seine Ernsthaftigkeit einmal zu viel. Aber daran denkt ein Klub noch nicht, der seit 1987 ohne Titel ist. http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/akt ... 80128.html
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