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 Betreff des Beitrags: Re: (5) Emiliano Ariel Dudar
 Beitrag Verfasst: Freitag 4. Februar 2011, 15:23 
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Blick, 04.02.2011

Emiliano Dudar

Comeback nach 146 Tagen

Tag X für Emiliano Dudar. Morgen gilts für den YB-Abwehrchef ernst – genau 146 Tage nach seinem Unfall beim 2:2 gegen Basel mit anschlies­sendem künstlichen Koma.

Und dies ausgerechnet in Bellinzona. Dort, wo Dudar sich in der Schweiz einen Namen gemacht hat, der ihm den Transfer zu YB ermöglichte. Dort, wo YB das schlimmste Vorrundenspiel ablieferte und in eine Krise schlitterte, aus der die Berner bisher nie richtig herausfanden. Dudars Beitrag zum 1:2: ein Eigentor.

Angst hat er keine. «Auch vor Kopfbällen nicht. Zudem bin ich geschützt», sagt Dudar und zeigt auf seinen «Helm», den «Full90», der das Gehirnerschütterungs-Risiko um 50% mindern soll. «Physisch bin ich top. Einzig der Rhythmus fehlt noch.» Doch der geht im ersten Spiel der Rückrunde den meisten Spielern ab.

Trainer Vladimir Petkovic ist jedenfalls überzeugt: «Emi kann mit allen anderen mithalten.» Auch Zuzug Alexander Farnerud kommt im Tessiner Frühling zum Einsatz. Offen ist bloss noch, wie lange.

http://www.blick.ch/sport/fussball/comeback-nach-146-tagen-165997

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 Betreff des Beitrags: Re: (5) Emiliano Ariel Dudar
 Beitrag Verfasst: Montag 7. Februar 2011, 18:15 
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Blick, 07.02.2011

Furchtloser YB-Dudar

Emiliano Dudar (Bild) spielt wieder. Und YB startet beim 5:1-Kantersieg in Bellinzona durch. Das ist kein Zufall. Das Comeback des Abwehrchefs nach 149 Tagen gab Trainer Petkovic die Möglichkeit, mit einer Dreierkette zu spielen. Noch im Hotel war Dudar von Sorgen geplagt: «Ich malte mir aus, was alles passieren könnte. Als ich in die Kabine kam, war die Angst aber wie weggeblasen.» Furchtlos stieg der Argentinier in die Kopfball-Duelle. «Ich bin überrascht, wie gut es ging.» Und der Kopfschutz? «Den trage ich nur, um meine Familie zu beruhigen», schloss er grinsend.

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 Betreff des Beitrags: Re: (5) Emiliano Ariel Dudar
 Beitrag Verfasst: Samstag 28. Mai 2011, 06:30 
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spox.ch, 27.05.2011

Zitat:
Dudar: "Den Fussball hatte ich überall dabei"

YB-Abwehrchef Emiliano Dudar spricht im grossen Interview mit SPOX über seine Karriere und den Stellenwert des Fussballs in seiner Heimat Argentinien. Zudem erzählt der 29-jährige, was für Erfahrungen er bereits mit der Schweizer Kultur gemacht hat und wie es war, mit Legenden wie José Luis Chilavert oder Romario im selben Team zu spielen.

SPOX: Emiliano Dudar, nachdem Sie gegen GC und Sion unter Interims-Coach Erminio Piserchia nicht zum Einsatz kamen, ging bereits das Gerücht um, Sie würden den Klub auf nächste Saison verlassen.

Dudar: Ich habe hier noch einen Vertrag bis 2013 und möchte diesen gerne erfüllen. Wie jeder andere Fussballer, war natürlich auch ich enttäuscht als ich zwei Spiele auf der Bank Platz nehmen musste. Aber das war die Entscheidung des Trainers, die ich zu akzeptieren habe.

SPOX: Und wenn sich Ihre Situation in der nächsten Saison nicht ändert?

Dudar: Falls mir klar kommuniziert wird, dass man in Zukunft lieber auf andere Spieler setzten will, habe ich kein Problem damit. Dann müsste ich mir Gedanken machen, was für meine Karriere das Beste ist. Aber es ist sowieso noch zu früh, um an solche Sachen zu denken.

SPOX: Vom Spielertyp her würden Sie ja eigentlich gut zum neuen Trainer Christian Gross passen. Konnten Sie mit ihm oder jemandem von der Führung bereits über die nächste Saison sprechen?

Dudar: Nein, ich habe noch mit niemandem gesprochen. Wie gesagt, es ist noch zu früh für solche Sachen. Wichtig war, dass wir diese verkorkste Saison anständig zu Ende brachten. Alles andere wird sich später herausstellen.

SPOX: Der vorherige Trainer Vladimir Petkovic hielt grosse Stücke von Ihnen. Waren Sie betrübt, als er gehen musste?

Dudar: Wenn der Trainer entlassen wird, ist es für alle Beteiligten immer schwierig. Ich gehörte unter Petkovic zu den Stammkräften und erhielt sehr viel Verantwortung – dafür bin ich ihm sehr dankbar.

SPOX: Auffallend war, dass er von Ihnen immer wieder forderte, eine Leaderposition zu übernehmen. Sie wurden sofort zum „jefe“ ernannt, sprechen aber nur Spanisch und Italienisch – das erschwerte doch diese Aufgabe beträchtlich?

Dudar: Das ist nur halb so tragisch. Es stimmt, dass mir Petkovic immer wieder nahe legte, auf dem Platz Verantwortung zu übernehmen. Aber die „Sprachbarriere“ ist nicht so ein Problem. Auf dem Platz verstehen mich fast alle.

SPOX: Auf dem Feld sind Sie jeweils sehr emotional und teilen Ihre Meinung lautstark mit. Von aussen könnte man schnell das Gefühl erhalten, neben dem Platz seien Sie ebenfalls so laut. Wenn ich Sie aber bei diesem Gespräch analysiere, sind Sie das pure Gegenteil vom Emiliano Dudar auf dem Platz.

Dudar: (schmunzelt) Ja das stimmt. Neben dem Platz bin ich ein sehr ruhiger Typ, der das Leben geniesst und auch Rücksicht auf andere Menschen nimmt. Auf dem Platz ist es aber meine Aufgabe, meinen Mitspielern zu helfen und sie zu dirigieren. Vor allem auch in meiner Position als Innenverteidiger, wenn du das ganze Spiel vor dir hast – da musst du halt auch mal laut werden.

SPOX: Hier in Bern war die in Europa etwas ungewöhnliche 3er-Kette von Vladimir Petkovic ein grosses Thema. Wie war es eigentlich für Sie als zentrale Figur?

Dudar: Für mich spielt es überhaupt keine Rolle, ob ich in einer 3er- oder 4er-Kette zum Einsatz komme. Ich habe in meiner Karriere beides etwa gleich viel gespielt.

SPOX: Sie kommen aus der Millionenmetropole Buenos Aires (17 Mio. Einwohner, Anm.d.Red.) und sind nun seit zwei Jahren im beschaulichen Bern. Wie gefällt Ihnen die Stadt?

Dudar: Super! Es ist wirklich eine sehr schöne Stadt. Ich schätze hier die Ruhe, die Sicherheit, die Freundlichkeit der Menschen und vor allem die Lebensqualität. In Buenos Aires ist es auf den Strassen gefährlich und die Distanzen viel zu gross. Um vom einen Ende zum anderen Ende der Stadt zu gelangen, brauche ich etwa gleich lang, wie von Bern nach Genf.

SPOX: Sie wohnen als einziger YB-Spieler in der Altstadt. Wieso eigentlich und was haben Sie bereits alles von der Stadt gesehen?

Dudar: Es war ein ausdrücklicher Wunsch von mir, eine Wohnung in der Innenstadt zu beziehen. Dies aus dem ganz einfachen Grund, weil ich auch in Buenos Aires immer im Zentrum der Stadt gewohnt habe. Ich wohne mit meiner Familie gleich neben dem Bärengraben. Das ist natürlich fantastisch für meinen Sohn Santi! Auch der Rosengarten gefällt mir sehr gut…

SPOX: Und die Aare? Haben Sie schon einmal einen so sauberen Fluss gesehen?

Dudar: Garantiert nicht! Von so einem Fluss können wir in Argentinien nur träumen. Dort kann man in den meisten Flüssen gar nicht baden, weil sie zu dreckig sind. Als mich einige Verwandte hier besuchten, waren sie von der Aare total begeistert, sie konnten es kaum glauben. Sie ist tatsächlich wunderschön…

SPOX: …aber auch saukalt…

Dudar: Oh ja…(verzieht das Gesicht) Mit dem Team machten wir einmal einen Bootsausflug von Thun bis Bern. Da sprang ich auch ins Wasser – es war aber unglaublich kalt! Vor allem als ich wieder raus kam, dachte ich, ich werde erfrieren (lacht).

SPOX: Was haben Sie sonst noch von der Schweiz gesehen?

Dudar: Ich war schon in Luzern, Zürich, Basel, Genf und Interlaken - alles schöne Städte. Im Sommer besuchten wir auch einmal St. Moritz.

SPOX: Konnten Sie in den zwei Jahren in Bern auch einige neue Freundschaften knüpfen?

Dudar: Ja, sehr viele sogar. Hier in Bern gibt es ja viele Latinos aus Costa Rica, Ekuador, Kolumbien oder Argentinien. Da knüpft man schnell Kontakte. Aber auch mit einigen Schweizern sind wir befreundet.

SPOX: Kulinarisch weist die Schweiz auch einige Unterschiede zu Argentinien auf. Schmecken Ihnen die Schweizer Spezialitäten?

Dudar: Raclette ist überragend! Hier gibt es wirklich den besten Käse auf der Welt. Auch Fondue mag ich sehr. Wenn wir Besuch aus meiner Heimat haben, gibt es immer Raclette und bis jetzt waren alle vom Schweizer-Käse verzückt. Einzig im Fleisch sind wir Argentinier von der Qualität und dem Preis her, den Schweizern voraus.

SPOX: Das glaube ich. Aber die YB-Wurst kann schon noch mithalten, oder?

Dudar: Si Señor, die ist wirklich spitze!

SPOX: Und wie sieht es eigentlich mit Ihrem Deutsch aus?

Dudar: Uuhh…(kneift die Lippen zusammen und holt einmal tief Luft) Ich muss zugeben, dass ich mit dieser Sprache meine liebe Mühe habe. Inzwischen verstehe ich zwar einige Sachen, sprechen kann ich jedoch nicht sehr gut.

SPOX: Die Deutschlektionen besuchen Sie aber immer noch?

Dudar: Jaja, einmal in der Woche gehen wir in den Deutschkurs. Das ist jeweils sehr lustig mit Thierry Doubaï, Ammar Jemal, Emanuel Mayuka und Henri Bienvenu. Ich muss jedoch eingestehen, dass bei mir die letzte Entschlossenheit ein bisschen fehlt, um diese Sprache richtig zu erlernen. Für uns Latinos ist Deutsch einfach zu schwer...

SPOX: Wie schon erwähnt sprechen Sie nur spanisch und italienisch. Fühlen Sie sich da nicht manchmal als Aussenseiter, wenn sich fast niemand mit Ihnen unterhalten kann?

Dudar: Nein, nein. So ist es ja nicht. Ich spreche zwar nicht Deutsch, aber Marco Wölfli, Moreno Costanzo, Christian Schneuwly, Senad Lulic, Alain Nef und Francois Affolter können Italienisch und Ersatzgoalie Ivan Benito gar Spanisch. Aber auch mit den anderen kann ich mich irgendwie verständigen – wenn auch nicht so tiefgründig. Auch mit der Africa-Connection verstehe ich mich übrigens sehr gut.

SPOX: Und wie machen Sie es, wenn der Trainer vor der ganzen Mannschaft eine Ansprache hält? Die macht er ja meistens nur auf Deutsch.

Dudar: Korrekt. Bei den Teamsitzungen oder Analysen setze ich mich einfach neben einen, der für mich den Dolmetscher spielt – vorzugsweise Ivan Benito (lacht).

SPOX: Werfen wir mal einen Blick auf die Anfänge Ihrer Karriere zurück. Träumte „Klein-Emi“ schon immer davon, eines Tages Fussball-Profi zu werden?

Dudar: Eigentlich schon. Ich spielte zwar auch mal für kurze Zeit Tennis, aber der Fussball war schon immer mein bester Freund, verstehen Sie? Überall wo ich war, hatte ich einen Ball dabei und spielte mit meinen Freunden auf der Strasse oder in der Schule Tag und Nacht. Mit acht Jahren trat ich zum ersten Mal einem Fussballclub bei. Ich spielte bei den Junioren von Vélez Sarsfield, dem Klub meines Herzens...

SPOX: …und dem Klub vom legendären paraguayanischen Spektakel-Torwart José Luis Chilavert!

Dudar: (erstaunt) So ist es. Wieso wissen Sie das? Als ich mit 17 Jahren in die erste Mannschaft kam, habe ich sogar noch mit ihm zusammengespielt!

SPOX: Tatsächlich? Der war ja bei Vélez eine absolute Legende. Ich glaube jetzt ist er aber ein bisschen aufgegangen…

Dudar: (lacht) Das kann man wohl so sagen. Als ich kürzlich von ihm ein Bild in der Zeitung erblickte (siehe Bild unten), musste ich zweimal hinschauen, um mir sicher zu sein, dass er es wirklich ist.

SPOX: In Buenos Aires gibt es doch tausende von Vereinen. Wieso entschieden Sie sich ausgerechnet für Sarsfield?

Dudar: Weil ich schon als kleiner Junge ein grosser Fan von diesem Klub war. Ich kann auch nicht erklären, wieso genau. Ich pilgerte schon früh an die Spiele von Vélez Sarsfield und feuerte die Mannschaft in der Fankurve an.

SPOX: Bei Ihrem Stammklub verbrachten Sie vier Spielzeiten (63 Spiele, 5 Tore, Anm.d.Red.). Wie ging es danach weiter?

Dudar: Bei Vélez hatte ich eine super Zeit und kam viel zum Einsatz. In der letzten Saison verletze ich mich allerdings und wurde danach zu Independiente (Buenos Aires, Anm.d.Red.) ausgeliehen. Auch dort lief es mir eigentlich gut, doch Vélez plante nicht mehr mit mir und lieh mich für ein weiteres Jahr zu Banfield (aus Buenos Aires, Anm.d.Red.) aus. Dort lief es mir aber gar nicht und ich kam nur sehr wenig zum Einsatz. Also zögerte ich nicht lange, als mich ein Angebot von CA Tigre (aus Buenos Aires, Anm.d.Red.) erreichte – auch wenn der Klub dazumal nur in der zweiten Division spielte. Für mich war dies der richtige Schritt, weil ich dort viel spielen und Verantwortung übernehmen konnte.

SPOX: Dann kam plötzlich ein Angebot aus Rio de Janeiro…

Dudar: Ja, das hat mich auch überrascht, dass die auf mich aufmerksam wurden. Bei Tigre lief es mir ziemlich gut, ich gehörte zu den Stammspielern. Plötzlich flatterte ein Angebot von Vasco da Gama ins Haus. Das ist im brasilianischen Fussball eine Topadresse und ich brauchte wieder nicht lange, um mich zu entscheiden.

SPOX: Stimmt es, dass Sie dort auch mit der brasilianischen Legende Romario zusammenspielten?

Dudar: Und wie, ich war sogar dabei als er sein 1000. Tor seiner Karriere erzielte! Sie können sich gar nicht vorstellen was sich danach im Stadion alles abspielt. Die Fans stürmten das Feld, es wurde ein grosses Feuerwerk gezündet und Romario nur wenige Sekunden nach seinem Tor von einer Journalistenschaar umzingelt. Ich glaube, wir haben nachher gar nicht mehr weitergespielt...

SPOX: Damit spielten Sie mit einer weiteren Legende des Weltfussballs im gleichen Team, unglaublich. Wie war er denn so drauf?

Dudar: (kommt ins Schwärmen) Sie werden es mir vielleicht nicht abnehmen, aber bei ihm waren keinerlei Starallüren auszumachen. Er ist ein ganz ruhiger und angenehmer Typ – völlig normal. Und das alles trotz seinem riesigen Druck und Hype, der um seine Person herrschte. In Brasilien war es für Ihn unmöglich, sich auf der Strasse frei zu bewegen, weil er in seiner Heimat regelrecht verehrt und wie ein Gott behandelt wird. Trotz allem ist er völlig auf dem Boden geblieben. Ja, Romario hat mich sehr beeindruckt.

SPOX: Bei Vasco da Gama hatten Sie sportlich eine gute Zeit. Wie war sonst das Leben an der Copacabana?

Dudar: Sportlich gesehen, habe ich bei Vasco tatsächlich unvergessene Momente erlebt. Ich durfte in der Copa Libertadores und in der Copa Sudamericana spielen und in den grössten Stadien der Welt einlaufen. Zum Beispiel im legendären Azteca-Stadion in Mexico-City, als wir ein Copa Sudamerica Spiel gegen CF America bestritten. Das Stadion (Fassungsvermögen ca. 110‘000 Zuschauer, Anm.d.Red.) war zwar nicht ganz voll, aber es war trotzdem beeindruckend. Auch die Derbys gegen Flamengo (dem momentanen Verein von Ronaldinho, Anm.d.Red.) im Maracana-Stadion vor mehr als 100‘000 Zuschauern werden mir immer in bester Erinnerung bleiben. Aber auch sonst hat mir das Leben in Rio de Janeiro sehr gefallen. Es ist eine tolle Stadt mit wunderschönen Stränden.

SPOX: Ihre nächste Station hiess nicht etwa River Plate oder ein europäischer Topklub, sondern Chiasso. Jetzt müssen Sie mir aber erklären, wie es dazu kam, dass Sie von einem brasilianischen Topklub in die zweithöchste Schweizer Liga wechselten?

Dudar: Nun, im letzten halben Jahr bei Vasco zog ich mir leider eine Verletzung zu und ich konnte fast keine Spiele mehr bestreiten. Mein Vertrag lief nur bis Ende 2007, also musste ich mich nach einer Alternative umsehen. Eines Tages kam mein Manager mit einer Offerte vom FC Chiasso zu mir. Nach einiger Bedenkzeit nahm ich das Angebot an.

SPOX: Der Wechsel von der brasilianischen Serie A in die Challenge League muss für Sie nicht nur kulturell ein Schock gewesen sein?

Dudar: Im Tessin lebte ich mich ziemlich schnell ein. Aber sportlich gesehen, war es schon ein drastischer Unterschied zu Brasilien. Die Mannschaft steckte im Abstiegskampf und die Trainingsqualität war nicht besonders hoch, da die meisten nur Halb-Profis waren.

SPOX: Nach nur fünf Monaten kehrten Sie wieder in ihre Heimat zu Olimpo de Bahìa Blanca (wie könnte es anders sein, aus Buenos Aires, Anm.d.Red.) zurück.

Dudar: Ja, weil ich bei Chiasso nur einen Vertrag bis Ende der Saison 2007/2008 unterschrieben habe. Es war für mich eher eine Übergangszeit, um wieder zu Spielpraxis zu kommen und in Europa meine Visitenkarte abzugeben.

SPOX: Das gelang Ihnen. Nachdem Sie in Ihre Heimat zurückkehrten, flatterten gleich mehrere Angebote aus der Schweiz in Ihr Haus.

Dudar: Ich erhielt unter anderem auch ein Angebot vom FC Sion. Aber nachdem ich mit Verantwortlichen Gespräche geführt hatte, war ich nicht besonders begeistert. Da zog ich schon eher das Angebot der AC Bellinzona vor, weil ich mit dem Tessin schon gute Erfahrungen gemacht habe.

SPOX: Auch in Bellinzona blieben Sie nur ein halbes Jahr…

Dudar: …weil mich im Sommer YB verpflichten wollte. In Bellinzona gefiel es mir sehr gut. Wir spielten zwar nicht oben mit, konnten uns jedoch in der Super League halten. Für mich war aber immer klar, dass ich einmal zu einem ambitionierteren Verein wechseln möchte.

SPOX: Wenn Sie den Fussball in der Schweiz mit dem in Südamerika vergleichen, wo finden Sie die grössten Unterschiede?

Dudar: Es ist schwierig zu vergleichen. In Südamerika sind die meisten Spieler technisch auf einem sehr hohen Niveau. Dafür ist hier die taktische Schulung um einiges ausgeprägter und auch das Tempo etwas höher. Die Stürmer geniessen in Südamerika viel mehr Freiheiten, das habe ich vor allem in meiner Zeit in Brasilien festgestellt. Da spielten wir meistens mit einer 3er-Kette. Ich fand mich jedoch in etlichen Situationen alleine vor unserem Tor wieder…(schmunzelt) Die Verteidiger musste ich dort mehr führen als hier bei YB.

SPOX: Denken Sie, ein Klub wie YB wäre etwa auf dem gleichen Niveau wie ein argentinischer Durchschnittsklub?

Dudar: Auf jeden Fall. Ich denke sogar, dass die Schweizer Spitzenvereine wie Basel, Zürich oder YB in der argentinischen Liga vorne mitspielen könnten! Hier in Bern haben wir sehr gute Spieler mit grossem Potential. Ich wage zu behaupten, dass die meisten auch bei einer Mannschaft wie Boca Juniors oder River Plate mithalten könnten.

SPOX: Ein grosser Unterschied zwischen den beiden Kontinenten ist auch die verschieden Fankultur. In Südamerika ist alles nochmal eine Stufe fanatischer. Welche Fan-Kultur gefällt Ihnen persönlich besser?

Dudar: Früher war ich auch einer, der gerne in die Fankurve stand und mein Lieblingsteam mit Schlachtrufen anfeuerte. Wenn man in Argentinien in ein Stadion einläuft, bekommt man schnell Gänsehaut. Die Fans schmeissen Papierrollen aufs Feld und brennen Fakeln ab…

SPOX: …da muss ich kurz einschreiten. Wenn im Wankdorf jemand eine Fakel anzündet, ist das wochenlang ein riesiges Thema in der Schweiz…

Dudar: …jaja, ich weiss. In Argentinien ist dies jedoch alltäglich und gar nicht mehr wegzudenken. Aber zurück zur vorherigen Frage: die Stimmung in den südamerikanischen Stadien ist immer imponierend, allerdings auch aggressiv. Das ist ein grosses Problem. Wenn man schlecht spielt, sind die Fans sauer. Da erlebt man zum Teil als Spieler sehr unschöne Dinge, die oftmals auch ins private Leben eingreifen. Hier sind die Fans zwar auch sauer, wenn wir schlecht spielen, aber man respektiert den Spieler auch als Menschen. Wenn die Fans im Stadion ihren Unmut kundtun, ist das ok – damit hat man als Fussballer umzugehen. Sobald es aber in die Privatsphäre geht, ist fertig lustig! Deshalb schätze ich hier die Ruhe sehr. Man respektiert mich als Menschen und es ist nicht wie in Argentinien gefährlich, wenn man auf die Strasse geht. Und die Stimmung ist übrigens auch bei uns in jedem Heimspiel hervorragend!

SPOX: Halten Sie sich noch auf dem Laufenden, was sich in der argentinischen Liga tut?

Dudar: Über Internet gehe ich sicher jeweils die Resultate und die Zusammenfassungen des Spieltags schauen. Manchmal – wenn es nicht gerade mitten in der Nacht ist – schaue ich mir auch ein ganzes Spiel an. Kürzlich sah ich den Classico zwischen Boca und River.

SPOX: Und für wen schlägt Ihr Herz?

Dudar: River! Aber sie gingen leider 2:0 unter…(winkt ab)

SPOX: Ach, kein Grund zur Sorge. Sie sind ja immer noch vor den Boca Juniors klassiert. Eiferten Sie in jungen Jahren einem Idol nach?

Dudar: Natürlich bewunderte auch ich als kleiner Junge den grossen Diego Armando Maradona. Was er alles mit dem Ball anzustellen wusste, faszinierte mich. In gewisser Hinsicht war er schon ein Vorbild für mich – aber nur auf dem Feld! Wie sich Diego neben dem Platz verhielt, ist eine Schande... Da bevorzuge ich schon eher Lionel Messi – er ist ein wahrer Musterprofi.

SPOX: Was hielten Sie davon, als Maradona als neuer National-Coach vorgestellt wurde?

Dudar: Ehrlich gesagt, nicht viel. Die meisten Leute wussten, dass dies nicht gut gehen kann – nur wagte sich keiner, dies auszusprechen. Es hätte sicher bessere Lösungen für den Trainerposten gegeben. Auch wenn es zu Beginn der WM ja eigentlich gar nicht so schlecht aussah. Im Achtelfinale putzten wir Mexico mit 3:0 weg, doch danach kamen ja die Deutschen… An diesem Tag trugen wir übrigens mit YB ein Freundschaftsspiel gegen Zürich aus. Mit einem Ohr konnte ich beim TV, der in der Stadion-Beiz aufgestellt wurde, das Spiel mit verfolgen. 0:1, 0:2, 0:3, 0:4… Ich konnte es kaum glauben.

SPOX: Zum Schluss noch eine letzte Frage zu ihrer Zukunft: Sehen Ihre Pläne vor, dass Sie eines Tages wieder als Fussballer in Ihrer Heimat tätig sein werden oder möchten Sie in Europa Ihre Karriere beenden?

Dudar: So weit denke ich noch gar nicht. Ich glaube, dass wird sich alles von selbst ergeben. Ich geniesse die Lebensqualität in der Schweiz. Man weiss aber nie, was kommt. Deshalb schliesse ich es sicher nicht aus, einmal wieder in meiner Heimat zu spielen.

SPOX: Emiliano Dudar, ich danke Ihnen vielmals für dieses ausführliche Gespräch!


http://www.spox.ch/spx-news-detail.aspx ... &navi=1186

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 Betreff des Beitrags: Re: (5) Emiliano Ariel Dudar
 Beitrag Verfasst: Freitag 8. Juli 2011, 10:47 
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dudar bitte nicht graz!

:emiliano_dudar:


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 Betreff des Beitrags: Re: (5) Emiliano Ariel Dudar
 Beitrag Verfasst: Freitag 8. Juli 2011, 13:47 
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lasst ihm noch ein wenig zeit, er wird bestimmt wieder zu alter stärke zurückfinden.


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 Betreff des Beitrags: Re: (5) Emiliano Ariel Dudar
 Beitrag Verfasst: Freitag 22. Juli 2011, 07:24 
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YB-Publikumsliebling

Das traurige Ende von DudarNach der Verpflichtung von Verteidiger Ojala sucht YB aktiv einen neuen Klub für Publikumsliebling Dudar.

Am 12. August feiert Emiliano Dudar seinen 30. Geburtstag. Exakt an diesem Datum trifft sein Nachfolger in Bern ein. Nach dem Champions-League-Quali-Spiel gegen Dinamo Zagreb verabschiedet sich Juhani Ojala (22) von seinem Klub HJK Hesinki und beginnt seinen Job bei YB. Ob Dudar dann überhaupt noch da ist?

«Ich gehe davon aus, dass Dudar uns bis zum Ende der Transferfrist am 31. August verlassen wird», sagt YB-Boss Ilja Kaenzig. Und schiebt hinterher: «Wir suchen aktiv einen neuen Klub für ihn.» Dudar, der keinen Berater hat, muss trotz Vertrags bis 2013 gehen. Angebote gibt es bisher keine.

Das traurige Ende des Gauchos ist endgültig beschlossen. Seit seinem schlimmen Unfall im September 2010, nach dem er im künstlichen Koma lag, kam er nicht mehr richtig auf die Beine. Medizinische Gründe gibt es dafür aber keine. «Er ist topfit», betont Kaenzig. Vielmehr fehlen Dudar nach dem schlimmen Crash mit Kollege Affolter die letzten paar Prozente, um wieder zu alter Leistungsstärke zu finden.

Dazu kommt, dass der neue YB-Coach Christian Gross kein «Dudar-Fan» ist. Vom ersten Tag an war zu spüren, dass der Trainer mit anderen Innenverteidigern plant. Wohl auch deshalb, weil Dudar als verlängerter Arm von Gross-Vorgänger Vladimir Petkovic galt.

Der Argentinier selbst ist in seinem Stolz getroffen, will sich im Moment nicht äussern. Vor einigen Wochen sagte er zu BLICK: «Wenn ich spiele, spiele ich. Wenn ich gehen muss, gehe ich.» Jetzt muss er Platz machen für Ojala.

Der Finne blieb am Mittwoch zum Nachtessen in Bern, erhielt währenddessen eine Glückwunsch-SMS von Liverpool-Legende Sami Hyypiä. Ausgerechnet Ex-FCZ-Abwehrboss Hannu Tihinen riet Ojala übrigens zum YB-Wechsel. Der Youngster hatte auch Angebote von Djugarden Stockholm, Vitesse Arnheim und Crystal Palace.

Kommentar von Micha Zbinden, Ressortleiter

Noch vor zehn Monaten dirigierte Emiliano Dudar die YB-Abwehr mit gros­ser Klasse. Für viele Experten und Fans war klar, dass die Zukunft des Argentiniers mittelfristig im Ausland liegen würde.

Jetzt ist alles anders. YB-Trainer Gross setzt nicht mehr auf Dudar, sein Ersatz ist schon da.

Was ist passiert? Nach dem tragischen Unfall im Spiel gegen Basel musste Dudar tagelang ins künstliche Koma versetzt werden. Einen ganzen Monat lang weilte er mit einer Hirnerschütterung im Spital.

Mit grossem Eifer lernte er die einfachsten Dinge neu, kämpfte sich beharrlich zurück ins Leben, sogar in den Profisport.

Mittlerweile mag Dudar zwar körperlich fit sein, seine Defizite sind aber offensichtlich. Dudar kommt oft den berühmten Schritt zu spät, verschätzt sich, schnelle Spielzüge überfordern ihn. Seine Kopfbälle schmerzen den Betrachter schon beim blossen Zusehen. Man leidet mit ihm mit. Spätestens seit dem Auftritt in St. Petersburg ist klar, dass Dudar zurzeit sein Niveau nicht mehr erreicht.

Es fehlen ihm zwar nur wenige Prozente, doch die sind entscheidend, wenn es um Titel und Ruhm geht. In Bern sind die Ansprüche in dieser Saison gewaltig, Sentimentalitäten bleiben auf der Strecke. Logische Folge: Publikumsliebling Dudar muss gehen. Leider.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... dar-177256

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 Betreff des Beitrags: Re: (5) Emiliano Ariel Dudar
 Beitrag Verfasst: Freitag 22. Juli 2011, 16:40 
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Emiliano Dudar: «Mir gefällt alles hier»

Der YB-Verteidiger kommt im Moment nicht an der Konkurrenz vorbei. Den Abgang plant er aber noch nicht: «Ich habe noch nie einen so guten Verein wie YB angetroffen».

In der Saisonvorbereitung haben Sie unter Christian Gross keine Hauptrolle gespielt. Wie sehen Sie Ihre Chancen, wieder zu mehr Spielzeit zu kommen?
Emiliano Dudar: Die Situation gefällt mir nicht, ich denke das versteht man. Man muss realistisch sein. Im Fussball wechseln sich gute und schlechte Zeiten schnell ab – momentan befinde ich mich in einer eher schlechten Situation.

Kämpfen Sie weiter um einen Platz oder sehen Sie sich nach einem neuen Verein um?
Ich denke, momentan stehen vier Verteidiger vor mir. Der Trainer hat mir im Einzelgespräch gesagt, ich sei Innenverteidiger Nummer 4. Nun ist wieder ein junger, guter Spieler auf dieser Position verpflichtet worden

...weswegen Sie hier keine Zukunft mehr sehen?
Bei jedem anderen Klub würde ich das sagen, ja. Aber in meiner Karriere habe ich nie einen so guten Verein wie YB angetroffen. Mir gefällt alles hier:die Umgebung, das Stadion, die Leute, einfach alles. Ich denke auch, dass die Fans mich mögen, so, wie ich sie mag. Obwohl mein Weg hier zu Ende scheint, will ich diesen Klub auf keinen Fall voreilig verlassen, zudem habe ich noch einen Vertrag (bis 2013, die Red.) hier.

Welche Vereine, welche Länder, welche Ligen kämen denn in Frage, sollte es doch zum Wechsel kommen?
Ich kann mit gut vorstellen, weiterhin in Europa zu spielen. Wie gesagt, hier finde ich die Voraussetzungen ideal, um Fussball zu spielen. Aber vielleicht treffe ich das so auch anderswo in Europa an. Richtung Osten allerdings dürfte es mich nicht ziehen.

Sie haben einst gesagt, sie seien dankbar, mit Ihrer Familie in der Schweiz leben zu dürfen. Zieht es Sie nicht nach Hause, nach Argentinien?
Ich denke immer noch ähnlich. Ich fühle mich sehr wohl in der Schweiz, mir und meiner Familie geht es gut hier. Ich habe ja auch noch den italienischen Pass, vielleicht wäre Italien eine Option. Aber mit den Angeboten habe ich mich noch gar nicht beschäftigt. Das würde ich erst tun, wenn meine Abgang konkret würde.

Sähe es ohne Ihren schweren Unfall, der Sie vor bald einem Jahr mehrere Monate ausser Gefecht setzte, heute anders aus?
Nein, das denke ich nicht. Was geschah, ist zwar nicht vergessen, beeinflusst meine Leistung aber nicht mehr. Es hat schon viele Spieler gegeben, die mit dieser Situation gut fertig wurden.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19321911

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 Betreff des Beitrags: Re: (5) Emiliano Ariel Dudar
 Beitrag Verfasst: Samstag 23. Juli 2011, 08:45 
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YB plant ohne Dudar

Es sind keine schönen Tage für Emiliano Dudar. Unter dem neuen Trainer Christian Gross wurde der Innenverteidiger in der internen Hierarchie nach hinten durchgereicht. Am letzten Sonntag brach sich der Argentinier im Training zu allem Überfluss noch den kleinen Zehen. Und Mitte Woche gab sein Arbeitgeber die Verpflichtung des finnischen Abwehrhünen Juhani Ojala bekannt.

Spätestens in diesem Moment war klar, dass Dudars Zeit bei den Young Boys abgelaufen ist. Das bestätigte gestern auch Gross: «Er ist im Ranking so positioniert, dass er kaum Chancen auf einen Einsatz hat.» Der Südamerikaner ist ihm zuwenig aggressiv im Zweikampf und zuwenig variabel im Spielaufbau. YB hofft, für den 30-jährigen bis spätestens Ende August einen Abnehmer zu finden.

YB verlängert mit Bienvenu

Ganz anders sind die Perspektiven für einen anderen YB-Ausländer. Der Verein gab gestern bekannt, dass er den Vertrag mit Henri Bienvenu vorzeitig um zwei Jahre verlängert hat. Der 23-jährige Stürmer steht nunmehr bis 2015 bei den Bernern unter Vertrag. Der Kameruner war letzte Saison mit 16 Meisterschaftstoren der treffsicherste Berner gewesen.


http://www.derbund.ch/sport/axpo_super_ ... y/11782118

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 Betreff des Beitrags: Re: (5) Emiliano Ariel Dudar
 Beitrag Verfasst: Samstag 23. Juli 2011, 12:03 
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Sähe es ohne Ihren schweren Unfall, der Sie vor bald einem Jahr mehrere Monate ausser Gefecht setzte, heute anders aus?
Nein, das denke ich nicht. Was geschah, ist zwar nicht vergessen, beeinflusst meine Leistung aber nicht mehr. Es hat schon viele Spieler gegeben, die mit dieser Situation gut fertig wurden.

ich denke hier liegt der springende punkt, dudar ist überzeugt von seiner leistung, doch in tat und wahrheit fehlen ihm leider die letzten paar prozente um an die leistung vor dem unfall anzuknüpfen, was durchaus verständlich ist. ich glaube dudar hat eher ein mentales als ein sportliches defizit.


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 Betreff des Beitrags: Re: (5) Emiliano Ariel Dudar
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 24. August 2011, 08:56 
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Abnehmer für Dudar erwünscht

YB sucht immer noch einen neuen Klub für den Argentinier Emiliano Dudar.

Das Fernsehen hat registriert, dass Schweizer Teams in der Europa-League-Qualifikation mitspielen – und steigt nun doch vor der Gruppenphase mit der Berichterstattung ein. Der Donnerstagabend gerät auf SF2 sogar zum fünfstündigen Fussballfest. Um 18 Uhr wird die Gruppenauslosung der Champions League (mit Meister Basel) aus Monaco übertragen, danach die Partie YB - Braga (19.30 Uhr) und später die zweite Hälfte von Sion - Celtic Glasgow (Hinspiel 0:0), ehe auch noch eine längere Zusammenfassung des Thuner Auftritts bei Stoke City zu sehen sein wird.

Bisher 12'000 Tickets verkauft

Für das YB-Spiel gegen Braga wurden bis gestern rund 12'000 Tickets verkauft – Saisonkarten haben keine Gültigkeit. Bei YB hofft man weiter, Alexander Farnerud einsetzen zu können, während es beim ebenfalls angeschlagenen David Degen eng wird. Die Verteidiger Alain Nef (gesperrt) und Juhani Ojala (nicht spielberechtigt) sowie der verletzte Regisseur Moreno Costanzo fehlen.

Und auch Emiliano Dudar wird nicht im Kader stehen. Der Argentinier, Liebling des früheren Trainers Vladimir Petkovic, spielt ja in den Planungen von Coach Christian Gross keine Rolle. Mit seinem geschätzten Fixlohn von rund 25'000 Franken im Monat ist Dudar einer der YB-Topverdiener bezüglich Grundgehalt (Prämien erhält der 30-Jährige derzeit keine). YB sucht einen neuen Verein für Dudar, dem es und seiner Familie aber in Bern gefällt. Das interessierte Lausanne will nur einen Bruchteil des Lohnes übernehmen, was kaum im Sinn von YB ist. «Wir suchen einen Abnehmer für Dudar. Aber wir respektieren natürlich seinen Vertrag bis 2013», sagt YB-CEO Ilja Kaenzig.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/axpo_ ... y/29714926

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