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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Freitag 4. Oktober 2024, 11:29 
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Entscheidet FCB-Spiel über Rahmens YB-Zukunft?

«Mannschaft steht zueinander – und ich gehe voraus»

YB-Trainer Patrick Rahmen redet die 0:5-Klatsche schön. Sandro Lauper spricht Klartext. Barcelona-Coach Hansi Flick bleibt Diplomat. Doch was wirklich zählt, ist, was die YB-Bosse denken.

Man habe gelitten. Man habe sich in der Pause gepusht, um zurückzukommen oder mindestens das Resultat zu halten. «Und die Mannschaft hat solidarisch verteidigt, das muss man ganz klar sagen. Aus dem Spiel heraus haben wir gut gegen den Ball gearbeitet.» Wenn man einen so reden hört, denkt man an ein 1:2. Vielleicht 1:3. Aber niemals an ein 0:5. Doch Trainer Patrick Rahmen (55) sieht beim hilflosen Auftritt seiner Mannschaft im Barceloner Olympiastadion erstaunlich viel Gutes.

Auch drei Grosschancen hebt er hervor. Den vermeintlichen Ehrentreffer von Monteiro zählt er dazu, obwohl am Ende ein Offside steht. Schönrednerei. Nutzt Barça weitere seiner vielen Topmöglichkeiten, heisst es am Ende 1:8, vielleicht 2:8 aus YB-Sicht. Tönt das wirklich besser als 0:5?

Ganz anders die Ansage von Defensivmann Sandro Lauper (27) auf Blue: «Das waren mehrere Klassenunterschiede.» Punkt. Amen. Aus. Und was meint Hansi Flick (59), der gegnerische Trainer, als direkt beteiligter Fachmann in diesem ungleichen Duell auf Nachfrage von Blick? «Wir haben YB genau analysiert. Vor allem aber glaube ich schon, dass wir es ganz gut gemacht haben. Dass wir eine gute Qualität in unserem Spiel gehabt haben. Wir haben wenig zugelassen, gerade in der ersten Halbzeit, als wir sehr dominant waren. Für mich ist es erst mal wichtig, meine Mannschaft zu beurteilen und nicht den Gegner», sagt er – und lächelt freundlich dazu. Fast entschuldigend. Wie man ihn kennt, den sympathischen Württemberger.

YB ist in der Champions League Letzter

In der Tat haben die YB-Bosse zu beurteilen, ob Rahmen weiterhin die richtige Lösung als YB-Coach ist. Nach dem desaströsen Super-League-Start mit einem Sieg aus acht Spielen und Platz elf, also dem vorletzten. Schlägt Winterthur am Wochenende GC und taucht YB bei Basel, fassen die Berner gar erneut die rote Laterne. In der Champions League ist man schon Letzter der 36 Teams. Weil Slovan Bratislava ein Törchen gemacht hat, YB nicht.

Rahmen wehrt sich: «Wir haben gegen Aston Villa gespielt, das in England vorne dabei ist, und gegen Barcelona. Da muss man die Relationen schon sehen. Wir sind noch in drei Wettbewerben dabei. Im Cup, da sind nicht mehr alle drin. Auch die Champions League haben nicht viele geschafft.» Die eigene Person lässt er aussen vor. «Es geht nicht in erster Linie um mich, sondern darum, dass wir da rauskommen. Die Mannschaft steht zueinander. Das zählt für mich. Und ich gehe voraus. So wie es sich gehört als Trainer.»

FCB gegen YB ein Spitzenspiel – das war einmal

Nun folgt das Druckspiel par excellence. Der absolute Spitzenkampf der vergangenen Jahrzehnte, der heuer maximal ein Fight um die Championship Group ist. Der Gang nach Basel, zum Erzfeind. Rahmen, Ex-Coach des FCB: «Wir waren auf einem guten Weg, dann folgt dieses 0:1 gegen GC, das keine Logik hatte nach den Leistungen zuvor. So stehen wir unter Druck. Mit diesem kann ich aber leben.»

Verliert YB in Basel, wird die Situation für den Coach ungemütlich. Die sportliche YB-Führung wird die Köpfe sofort zusammenstecken, denn gleich nach dem FCB-Spiel ist Nati-Pause. Christoph Spycher, der VR-Delegierte Sport, Sportchef Steve von Bergen, Chefscout Stéphane Chapuisat sowie Ernst Graf und Gérard Castella werden dann die Grundsatzfrage beantworten müssen: Findet YB mit Rahmen da noch raus? Denn von den 14 Pflichtspielen hat der Basler Coach gerade mal fünf gewinnen können. Zwei davon gegen inferiore Cup-Gegner, eines gegen den Tabellenletzten Winterthur. Die beiden Erfolge gegen Galatasaray Istanbul in den Königsklassen-Playoffs stehen da ganz einsam in der Landschaft. Reicht das?


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 90585.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Sonntag 6. Oktober 2024, 11:05 
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Meister YB in der Krise

«Es gibt keinen Grund zu jammern»

Nach nur drei Monaten als Trainer wird Patrick Rahmen bereits infrage gestellt. Vor dem Spiel in Basel mag er nichts beschönigen – und sagt, wie er mit der Kritik umgeht.

Vor dem Stadion ist die Welt der Young Boys noch in Ordnung. Auf der grossen alten Matchuhr steht schön brav: YB 2, Gast 1.

Wenn da bloss nicht diese beiden Tabellen wären, welche die Realität abbilden: Elfter und damit Vorletzter in der Super League, auf Platz 36 und damit Letzter in der Champions League mit der jüngsten Erinnerung eines 0:5 in Barcelona. Das Bild ist düster und passt so gar nicht zum Anspruch eines Vereins, für den nur der Meistertitel genug sein kann.

«Natürlich gibt es angenehmere Momente», sagt Patrick Rahmen. Er sitzt unten im Kabinengang, an einem Holztisch, der einen stabilen Eindruck vermittelt, und mit Blick ins Stadion, in dem sich diese Saison schon so oft die grosse Leere breitgemacht hat.

Rahmen ist erst seit Sommer Trainer beim Meister, gekommen aus Winterthur, wo es ein grosser Erfolg war, nicht abzusteigen. Kaum am neuen Ort, steht er unter Druck und in der Kritik. Der «Blick» schreibt davon, dass das Spiel am Sonntag in Basel schon sein letztes bei YB sein könnte. Die NZZ stellt die Mutmassung in den Raum, dass die Verantwortlichen bei anhaltender Talfahrt bald grösser denken und sich mit Trainern wie Urs Fischer oder Lucien Favre beschäftigen könnten. Die Botschaft mag versteckt sein und ist doch deutlich genug zu erkennen: Rahmen soll für YB nicht gross genug sein.

Und der Trainer? Er sitzt also da, eine kleine Flasche stilles Wasser in der Hand, und sagt zu den Berichten: «Wenn man in der Meisterschaft nur eines von acht Spielen gewinnt, sind sie normal. Sie sind Teil des Jobs, den man akzeptieren muss.» Das sagt er im Gespräch immer wieder: dass das alles Teil des Geschäfts sei. Und weil er das so hält, betont er auch, dass all das Gerede um seine Person nichts mit ihm mache.

YB zertrampelt jede Hoffnung gleich selbst

55 ist er seit April, der Typ Bär, der in sich ruht. Als Trainer hat er viel gesehen, in Luzern, Hamburg, Aarau oder Basel, ob als Assistent oder Chef. Er verweist gleich selbst darauf, um klarzumachen, dass ihn nichts so schnell aus der Bahn wirft. Für die Kritik an den bisherigen Resultaten hat er Verständnis. «Es gibt keinen Grund, deshalb zu jammern», sagt er, «die Kritik ist berechtigt. Wir müssen jetzt einfach aus der Situation herauskommen.»

Die Situation ist verfahren seit der ersten Woche der Saison, als es drei Niederlagen absetzte, und es waren empfindliche Niederlagen: beim 1:2 daheim gegen Sion, beim 1:3 in Genf und dann vor allem beim 0:4 in St. Gallen, bei diesem Spiel, das für Rahmen «sehr ernüchternd» war, «weil wir von A bis Z keinen Zugriff fanden».

Diesem Fehlstart hecheln Trainer und Mannschaft bis heute hinterher. Sie können machen und tun, was sie wollen, es wird nicht besser. Kleine Zeichen der Hoffnung wie die beiden Siege als Aussenseiter im Champions-League-Playoff gegen Galatasaray Istanbul zertrampeln sie mit einem schwachen Auftritt gegen Lausanne gleich selbst wieder. Und als sie in der Meisterschaft endlich einmal gewonnen haben, beim 4:1 in Winterthur, stürzen sie sich in eine 0:1-Niederlage daheim gegen GC.

«Das hat keine Logik», hält Rahmen fest. Und er sagt es, weil er seine Mannschaft gerade nach dem Spiel bei seinem alten Club von der Schützenwiese zumindest einmal auf dem richtigen Weg gesehen hat – nicht gleich vom Schlimmsten befreit, weil dafür ein Sieg gegen den Abstiegskandidaten nicht reichen kann, aber eben auf dem Weg weg von der Talsohle. Und dann kommt nach vier Minuten das 0:1 gegen GC, und alles zerfleddert wieder.

In solchen Tagen und Wochen helfen die Ausflüge in die grosse Welt der Champions League auch nicht weiter. Ja, natürlich sind die Gegner übermächtig gewesen, erst Aston Villa, dann vor allem Barcelona, wo es während dieser Lehrstunde aussah, als würde der Gastgeber eine andere Sportart betreiben. Diese Niederlagen zeigen nicht nur, wie weit weg die internationale Spitze ist, sie knacksen auch die Moral an, den Glauben an sich selbst. «Einen Unterschied von mehreren Klassen» macht Mittelfeldspieler Sandro Lauper nach dem Match in Barcelona aus, der gut und gern auch mit einem 1:8 hätte enden können.

Rahmen hält es in einem solchen Moment so, wie es Trainer gern tun: Er will das Positive hervorkramen. Darum verweist er auf die erste halbe Stunde gegen Aston Villa, die für ihn gut war, und die vier Chancen in Barcelona. Was sich nun gerade in Bezug auf den Dienstag nach Schönreden anhört, soll es für ihn nicht sein, «nein, das will ich nicht machen», betont er.

«Nur blöd, dass diese Spiele kritischer gesehen werden»

Es gibt auch keinen Grund dazu. Die Young Boys stellten sich gegen Aston Villa zweimal gleich selbst das Bein und verschuldeten leichtfertig Gegentore, vor allem Mohamed Ali Camara. In Barcelona waren sie nicht nur spielerisch heillos überfordert, sondern auch viel zu unaufmerksam bei Standardsituationen – und das gegen eine Mannschaft, die in diesem Bereich nicht die grossen Stärken hat. «Ärgerlich» findet Rahmen darum die drei Tore, die daraus entstanden. Am Ende bleibt das Bild, als hätten sie keinen Plan gehabt.

Dass es YB auf diesem Niveau an vielem fehlt, vor allem an Klasse, sollte keine spezielle Überraschung sein. Das haben schon andere Schweizer Mannschaften gegen «Topshots» (Rahmen) erlebt, auch der FC Basel, der zu seinen besten Zeiten daheim gegen Barcelona 0:5 verlor oder 1:7 in München. Und selbst Girona hat, als Teilnehmer an der Champions League, jüngst gegen dieses Barcelona daheim 1:4 verloren.

Nun will Rahmen auch deshalb nichts besser machen, als es ist, weil da eben diese Krise in der nationalen Liga ist. «Nur blöd», sagt er, «dass die Spiele in der Champions League deshalb kritischer gesehen werden.» Besonders blöd ist das für ihn selbst, dass genau solche Demaskierungen wie gegen Yamal und Co. bereits die Zweifel an seiner Weiterbeschäftigung wecken.

Rahmen hat bei seinem Wechsel von Winterthur nach Bern gewusst, was an Wucht auf ihn zukommt, wenn es nicht läuft, «natürlich», sagt er. Er kennt die Erwartungshaltung bei YB, intern wie extern. Ohne dass es für ihn öffentlich ein Thema sein muss, kann er darum wissen, unter welchen Umständen Doublegewinner Raphael Wicky im März entlassen wurde. Dass er schon sechs Monate auf dem 1. Platz lag, half ihm nicht mehr. Nach drei Niederlagen innerhalb einer Woche hatten die Verantwortlichen um Christoph Spycher das letzte Vertrauen in ihn verloren. Gelegentlich ist auch bei ihnen die Zündschnur kurz, wenn sie den Erfolg gefährdet sehen.

YB rettete sich dann unter Aushilfstrainer Joël Magnin als Meister ins Ziel, mehr stolpernd als fliegend, aber es profitierte von den Schwächen Servettes und Luganos. Vielleicht vernebelte der Titel den Blick von Spycher und seinen Getreuen dafür, wie gut die Mannschaft wirklich war. Jedenfalls verzichteten sie in diesem Sommer darauf, sie richtig zu verstärken. Lieber sind sie weiter den Weg gegangen, junge frankophone Spieler zu holen, um sie eines Tages gewinnbringend verkaufen zu können.

Das Resultat sieht man jetzt: Der Mannschaft fehlt es an Führungsspielern. Dazu muss sich Rahmen die Frage gefallen lassen, ob er denn genügend Französisch könne, um seine Spieler zu erreichen.

Wenn es nicht läuft, wird gleich alles hinterfragt

Die Thematik mit den Leadern ist nicht neu, nur eben verstärkt durch die lausigen Resultate in der Meisterschaft. Camara soll einer sein, dabei ist er mit seiner Flapsigkeit alles andere als ein Spieler, der eine Mannschaft stabilisieren kann. Loris Benito taugt zweifellos dazu, diese Rolle ausfüllen zu können, aber dafür müsste er auch fit sein. Und David von Ballmoos ist noch lange kein Leader, wenn er auf dem Platz den jungen Jaouen Hadjam am Kragen packt und durchschüttelt.

Rahmen zieht es vor, dieses Thema zu umdribbeln, ganz der Stürmer, der er einst selbst war. «Es bringt nichts, darüber zu reden», sagt er, «das ist ein Thema, mit dem wir uns mit der Führung immer wieder beschäftigen. Und wenn es an Leadership fehlen sollte, müssen ich und der Staff der Mannschaft helfen.» Lieber redet er davon, dass die Mannschaft lebt, dass sie füreinander einsteht, dass die Beziehung zwischen ihm und ihr stimmt. Erst wenn das fehlen würde, könnte er irgendwann die Energie verlieren. An diesem Punkt ist er noch lange nicht.

Und was ist nun mit seinem Französisch? Es ist nicht so gut, dass es für eine Medienkonferenz reichen würde, aber gut genug, um mit den Spielern zu kommunizieren. Sollte mehr nötig sein, gibt es Mitarbeiter, die aushelfen. Die Teamsitzungen würden ohnehin immer zweisprachig abgehalten, berichtet Rahmen. Vor allem ist ihm eine Feststellung wichtig: «Zwischenmenschlich muss der Zugang zu einem Spieler stimmen.» Nur muss er eines erkennen: «Wenn es nicht läuft, wird alles hinterfragt, auch das.»

Noch eine letzte Frage, bevor es für ihn am Sonntag zum Spiel in seiner Basler Heimat geht: Wie viel Spass macht ihm derzeit die Arbeit? «Spass ist der falsche Ausdruck», antwortet er, «es ist die Herausforderung, die mich reizt, weil sie Teil des Jobs ist.» Sonst denkt er Schritt für Schritt. Er weiss, das hört sich langweilig an. Aber etwas anderes bleibt ihm auch gar nicht übrig.


https://www.bernerzeitung.ch/fcb-yb-so- ... 7411073317

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Sonntag 6. Oktober 2024, 21:20 
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Das unglückliche 0:1 beim FCB dürfte die Niederlage zu viel sein

Das wars dann wohl für YB-Coach Rahmen

Nach dem 0:1 in Basel scheint die Zeit von Trainer Patrick Rahmen bei YB abgelaufen zu sein. Die Voten von Christoph Spycher, dem VR-Delegierten Sport des Meisters, lassen kaum mehr einen anderen Schluss zu.

Letzte Nachspielminute. YB-Trainer Patrick Rahmen schnappt sich den Ball, wirft ihm einen Basler zu, um das Spiel schnell zu machen. Rahmens Aktion fruchtet jedoch nicht. YB verliert 0:1. Es ist wohl die letzte Amtshandlung auf einem Fussballplatz von Rahmen als YB-Trainer.

Das 0:5 in Barcelona war der Anfang vom Ende. Die (befürchtete) Klatsche, die die YB-Bosse ins Grübeln gebracht hat. Und sie hat zur Erkenntnis geführt, dass eine Niederlage beim derzeit auch nicht gerade überragenden Erzfeind Basel hinterher wohl diejenige zu viel werden würde. Und dann hilft Rahmens Ex-Klub Winterthur dem YB-Coach mit dem Sieg gegen GC gewiss auch nicht. Denn dadurch sind die Berner wieder Tabellenletzter. Mit sechs Punkten aus neun Spielen. Eine Schmach, sich das mindestens zwei Wochen lang anschauen zu müssen!

Rahmen mit Gedanken anderswo

Rahmen wirkt an der Medienkonferenz nach dem 0:1 dann auch irgendwie abwesend. Die Präzision in den Antworten, die ihn sonst auszeichnet, geht ihm ab. Er scheint mit seinen Gedanken anderswo zu sein. Auch, als er der Frage nach der Sinnhaftigkeit der Aktionen von Leithammel Sandro Lauper ausweicht.

Der Mittelfeldspieler spielt zuerst im Strafraum Theater. Ref Cibelli fällt darauf herein, zeigt auf den Punkt. Doch VAR Fähndrich schreitet korrigierend ein. Und dann grätscht Lauper an der Mittellinie (!) Traoré auf Knöchelhöhe um. Cibelli zückt sofort Rot. Diesmal gibts keine VAR-Rettung für YB. Stattdessen kurz nach Pause das Basler Tor.

YB, zuvor besser und mit mehr Torchancen, versucht, sich aufzulehnen. Aber mit zu wenig Schwung. Der FCB bringt den Minisieg über die Distanz.

Und nun?

Rahmen spricht in der Kabine zum Team. Dann nochmals auf der Rückfahrt. Nicht aber am Montag, weil trainingsfrei ist. Aber vielleicht auch, weil Krisengespräche statt des üblichen Austausches anstehen. Zwischen dem Coach, Sportchef Steve von Bergen und dem VR-Delegierten Sport Christoph Spycher.

Die Voten von Spycher auf Blue deuten stark darauf hin, dass das Ende der Ära Rahmen bevorsteht. «Es wird sicherlich viele Gespräche geben. Man muss die Infos zusammentragen, die man braucht, und dann mit den betroffenen Leuten über die Sachen reden. Und am Ende die besten Entscheide für YB treffen.»

Im aktuellen Drei- bis Viertagesrhythmus habe man die Zeit für Standortbestimmungen der vergangenen Monate nicht gehabt. Da sei die Nati-Pause hilfreich. Spycher: «Jetzt haben wir mehr Zeit für eine tiefgründige Analyse.»

Wer könnte auf Rahmen folgen?

Und am Ende dieser Analyse ist alles möglich – mit einer klaren Tendenz. «Im Fussball kann immer alles passieren», fährt Spycher fort. «Wir sind gut beraten, uns Gedanken zu machen, was die richtigen Schlüsse sind und wo wir den Hebel ansetzen können.»

Sehr einfach: Beim Trainer ... und dann? Eine Toplösung wie Urs Fischer wird nicht realisierbar sein. Am wahrscheinlichsten ist, Stand heute, eine Interimslösung, die YB Zeit und Luft verschafft. Zoltan Kadar, der unterschätzte Assistenzcoach? Oder ein Meistertrainer, den man auf unbestimmte Zeit von der eigenen U21 transferiert? Joël Magnin. Nur eine Name scheint als Übungsleiter für Dienstag kaum mehr wahrscheinlich: Patrick Rahmen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 03267.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Sonntag 6. Oktober 2024, 21:21 
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Kommentar zu möglichem Trainerwechsel bei YB

Wenn der Glaube der Spieler in den Coach wegbricht

Der Mechanismus mit dem schwächsten Glied in der Kette scheint ein Automatismus zu sein. Aber es ist vor allem der irgendwann fehlende Glaube der Spieler in den Coach, der zum Ziehen der Notbremse führt, sagt Fussball-Reporter Alain Kunz. Auch im Fall YB.

Prima vista scheint der Mechanismus banal und billig: Kein Erfolg bedeutet Trainer weg. Und dann heisst es oft: Musste das sein, so früh? Keine Geduld? Den Weg des geringsten Widerstandes gehen?

Die Argumente für das Ziehen der Notbremse sind meistens dieselben: Man musste was machen. Man kann nicht die gesamte Mannschaft austauschen. Der Trainer ist das schwächste Glied in der Kette. Völlig logisch.

Doch in all diesen Diskussionen wird eines vergessen: Die Spieler müssen einem Coach glauben. Sie müssen das Gefühl haben, dass das, was der da vorne erzählt, ein valabler Weg zum Erfolg ist.

Stell dir vor, dein Chef sagt dir, du musst das und das machen. Die Folge davon sind missratene Deals. Knatsch in der Belegschaft. Und am Ende des Tages rote Zahlen und Entlassungen.

Würdest du sagen, dass dies der geeignete Chef sei? Sei er ein noch so lieber Kerl und hochanständiger Mensch?

Nein, natürlich nicht.

Genauso verhält es sich im Fall von Patrick Rahmen. 15 Spiele lang konnten sich die Spieler einen Matchplan des Baslers verinnerlichen. 10 Spiele führte das nicht zum Erfolg. Zehn! Eine für YB-Ansprüche ungeheure Zahl.

Die Spieler glauben ihrem Chef nicht mehr.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Rahmens Bosse auch zu diesem Schluss kommen werden, ist sehr gross. Und dann ist der Wechsel am Kopf des Teams praktisch unausweichlich.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 03247.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Sonntag 6. Oktober 2024, 21:44 
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YB am Ende: Jetzt spricht Erfolglos-Coach über seine Zukunft

YB-Trainer Patrick Rahmen steht nach einem miserablen Saisonstart unter Druck. Nach der Niederlage gegen den FC Basel spricht er über seine Zukunft. Goalie David von Ballmoos stellt sich hinter seinen Coach.

Darum gehts

- Nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Basel steht YB-Trainer Patrick Rahmen vor dem Aus.
- Die Young Boys sind in der Champions League und der Liga in einer Krise, der amtierende Meister liegt auf dem letzten Tabellenplatz.
- Torhüter David von Ballmoos betont das Vertrauen des Teams in den Trainer, doch Rahmens Zukunft bleibt ungewiss.

Die Young Boys stecken in der Mega-Krise. Trainer Patrick Rahmen steht nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Basel vor dem Aus. Nicht nur sind da nämlich die sackschwachen Leistungen in der Champions League seiner Berner, in der Liga steht der amtierende Meister nach neun gespielten Partien am Tabellenende. War es das also für YB-Trainer Rahmen?

Er sagte nach der Partie: «Ich fühle mich sicherlich nicht gut. Die Ergebnisse und die Leistungen waren nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben.» Gegen Basel sei es aber so gewesen, dass die Mannschaft gekämpft habe und füreinander eingestanden sei. «Dieses gute Gefühl nehme ich mit. Alles andere kann ich nicht beeinflussen und auch nicht beurteilen.» Dann verriet er noch, dass er heute Abend noch mit seinen Bossen reden werde, am Montag ebenfalls.

Glaubt das Team noch an Patrick Rahmen?

Goalie David von Ballmoos war nach der Niederlage ebenfalls sichtlich geknickt. Er lobte jedoch trotz der Niederlage die Leistungen seiner Mitspieler. «Heute war auch nicht alles schlecht. Besonders in der zweiten Halbzeit haben wir uns zu zehnt sehr gut geschlagen», so der Goalie beispielsweise.

Zur Erinnerung: Kurz vor der Pause ging es verrückt zu und her im Joggeli. Zunächst liess sich YB-Star Sandro Lauper im Strafraum fallen, worauf Schiri Luca Cibelli auf den Punkt zeigte. Doch der VAR meldete sich richtigerweise, Cibelli nahm im Joggeli den Penalty zurück. Kurz nach diesem Berner VAR-Pech ging Lauper mit einem gestreckten Bein in den Zweikampf mit Bénie Traoré. Der YB-Star sah direkt Rot.

Hierzu meinte von Ballmoos: «Ich habe die Situation noch nicht gesehen, aber für mich war diese Entscheidung zu hart.» Auch auf den in der massiv in der Kritik stehenden YB-Trainer Patrick Rahmen wurde der Star der Young Boys angesprochen. Hat das Team noch Glauben an Rahmen?

Patrick Rahmen hat miserablen Punkteschnitt

Von Ballmoos antwortet in eindeutigen Worten: «Absolut. Er ist für uns kein Thema.» Nachfrage: Also soll es mit dem gleichen Staff weitergehen? «Ich bin Spieler und ich konzentriere mich darauf. Alles andere habe ich nicht zu entscheiden.»

Sollte Rahmen gefeuert werden, wäre die Geschichte des Basler Trainers ein unrühmliches Kapitel im Geschichte der Young Boys. Rahmen wurde erst im Sommer YB-Trainer und ist damit seit 97 Tagen (!) im Amt. Nach wettbewerbsübergreifend 15 Spielen hat er einen miserablen Punkteschnitt von 1,2.


https://www.20min.ch/story/super-league ... -103198302

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Montag 7. Oktober 2024, 11:03 
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Meister YB in der Krise

Schlusslicht, Nati-Pause, Mammutprogramm: War's das für Rahmen?

Nach der bitteren 0:1-Niederlage in Basel sprechen weder Resultate noch Zeitpunkt für den YB-Trainer.

Einem direkten Bekenntnis zum Trainer ging YB-Sportchef Steve von Bergen nach dem 0:1 beim FC Basel gleich mehrmals aus dem Weg. Ob Patrick Rahmen noch zu halten sei? «Wir werden sicher nicht jetzt über den Trainer sprechen. Jetzt kommt die Nati-Pause. Das gibt uns Zeit, alles mit einer gewissen Ruhe zu analysieren.» Am Mittwoch würde Rahmen ein Jubiläum feiern: 100 Tage im Amt. Unklar, ob es so weit kommt.

Die Gerüchteküche wurde weiter dadurch angeheizt, dass sich Von Bergen unmittelbar nach der Niederlage in Basel laut Beobachtern in den Katakomben zu einem ausführlichen Gespräch mit Assistenztrainer Zoltan Kadar traf. Dabei war es ein ordentlicher Auftritt der Berner gewesen. Doch wie so oft in dieser Saison fehlte in der Offensive jener Killerinstinkt, der die Young Boys in den letzten Jahren so oft zum Meistertitel geführt hatte. Und die Defensive musste sich abermals nach einem Standard bezwingen lassen.

Dass eine so unnötige wie unglückliche Situation – Sandro Lauper wurde erst nach VAR-Intervention einer Schwalbe überführt, ehe er kurze Zeit später nach einem groben Foul mit Rot des Feldes verwiesen wurde – massgeblich den Lauf des Duells veränderte, schien aus Berner Optik fast symptomatisch.

Rahmen stellte die Korrektheit der roten Karte gar nicht erst in Frage. Vielmehr setzte er auf Durchhalteparolen («Ich habe eine Mannschaft gesehen, die lebt, füreinander einsteht.»).

Kaum Punkte, viele Gegentore, mangelhafte Disziplin

Fakt ist, dass die Zahlen Coach Rahmen nicht eben den Rücken stärken:

- Der Meister steht in dieser Super-League-Saison nach 9 Runden bei 5 Niederlagen und nur einem Sieg. Dabei blieb man nie ohne Gegentor und belegt aktuell den letzten Rang.
- Rahmen kommt wettbewerbsübergreifend in 15 Matches auf einen Punkteschnitt von bescheidenen 1,2 Zählern. Die Tordifferenz beträgt 29:29 – wobei 10 der erzielten Treffer in der 1. Cup-Runde gegen Printse-Nendaz fielen.
- Auch bei der Disziplin hapert es: In 15 Pflichtspielen flog in 4 Fällen ein YB-Akteur vom Feld.

Fakt ist auch: Die Nationalteam-Pause ist jeweils ein beliebter Zeitpunkt, um personelle Veränderungen im Staff vornehmen zu lassen. Die Führung um Christoph Spycher hat knapp zwei Wochen Zeit, an den wegweisenden Stellschrauben zu drehen.

Nach der Nati-Pause alle 3 Tage ein Spiel

Danach folgt das absolute Mammutprogramm: Ab dem 19. Oktober sind die Young Boys in Liga und Champions League innert 22 Tagen 7 Mal wettkampfmässig gefordert. Alle 3 Tage ein Pflichtspiel – da bleibt für die ganz grossen Massnahmen kaum Zeit.

Ob dann in den Duellen mit Leader Luzern und Meister-Mitfavorit Lugano sowie dem «Königsklassen»-Kracher zuhause gegen Inter Mailand immer noch Patrick Rahmen an der Seitenlinie steht, ist deshalb äusserst fraglich.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... uer-rahmen

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. Oktober 2024, 11:09 
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Der YB-Trainer muss gehen

Patrick Rahmen wird zum Opfer in einer schwierigen Gemengelage

Nach 15 Spielen endet Patrick Rahmens Zeit als YB-Trainer. Joël Magnin aus dem Nachwuchs übernimmt. Doch die Probleme in Bern scheinen vielschichtiger.

In Kürze:

- Trainer Patrick Rahmen wird nach schwachen Ergebnissen entlassen.
- Rahmens Amtszeit ist die kürzeste bei YB in diesem Jahrtausend.
- Rahmens grösster Erfolg: die Qualifikation für die Champions League.

Manchmal sind die lautesten Worte die, die jemand nicht sagt. Am Sonntag, kurz nachdem die Young Boys beim FC Basel verloren hatten, standen Chefstratege Christoph Spycher und Sportchef Steve von Bergen bei den TV-Stationen und verzichteten darauf, ihrem Trainer Patrick Rahmen das Vertrauen auszusprechen.

Am Montag trafen sich alle Berner Protagonisten zu den vielen Gesprächen, die Spycher am Sonntag angekündigt hatte. Offenbar auch, um Rahmen nochmals die Chance zu geben, einen Weg aus den Tiefen der Tabelle aufzuzeigen. Es gelang dem 55-jährigen Basler nicht.

Am Dienstag kam um 10.25 Uhr die Meldung: Die Young Boys stellen Rahmen frei. Mit ihm geht auch Enrico Schirinzi, einer von Rahmens Assistenten.

Interimistisch übernimmt U-21-Trainer Joël Magnin das Team, das nach neun Runden auf dem letzten Platz der Super League steht. Magnin hat die Mannschaft bereits letzte Saison nach der Entlassung von Raphael Wicky übernommen und sie zum 17. Meistertitel geführt. In der Medienmitteilung wird Spycher so zitiert: «Wir haben die Überzeugung, dass es mit Joël Magnin gelingen wird, der Mannschaft wieder mehr Selbstvertrauen zu vermitteln und Stabilität zu verleihen.»

Magnin wird nach seinem Temporäreinsatz wieder in den Nachwuchs zurückkehren. YB sucht ab sofort also einen Trainer.

Kürzer war niemand YB-Trainer in diesem Jahrtausend

Rahmen hatte im Mai einen Vertrag bis Sommer 2026 unterschrieben. Die Meisterschaft lief zu diesem Zeitpunkt noch, Rahmen bestritt mit dem FC Winterthur gerade die Meisterrunde. Das hatte dem Zürcher Verein mit einem der kleinsten Budgets der Liga kaum jemand zugetraut.

Mit diesem Leistungsausweis trat Rahmen sein Amt in Bern an. 79 Tage nach dem Saisonauftakt ist seine Zeit abgelaufen. Er hat sieben Mal verloren, drei Mal unentschieden gespielt und fünf Mal gewonnen. In der Super League ist der Sieg gegen Winterthur sein einziger. Rahmen kommt in der Liga auf einen Durchschnitt von 0,67 Punkten pro Partie, über alle Wettbewerbe sind es 1,2 Punkte. Die 15 Spiele von Rahmen sind die kürzeste Amtszeit eines YB-Trainers in diesem Jahrtausend, Interimstrainer ausgenommen.

Für Rahmen ist es die zweite Entlassung in wenigen Jahren. im Februar 2022 musste er den FC Basel verlassen, nach 37 Spielen, in denen er 2,11 Punkte im Schnitt holte. Basels Präsident David Degen sollte später sagen, Rahmens Entlassung sei sein grösster Fehler gewesen.

Bei YB schätzen sie die Lage anders ein. Spycher spricht in der Medienmitteilung zwar davon, dass es schwergefallen sei, Rahmen freizustellen, und es sei bitter, dass es nicht geklappt habe. Die Trennung aber kommt, weil die sportliche Führung die Lage als ernst einstuft. Spycher sagt: «Wir müssen in unserer Situation nicht vom Meistertitel reden, sondern davon, Schritt für Schritt aus dem Tief zu finden.»

Fehlende Transfers und Verletzungen

Rahmen sagt: «Ich war voller Energie und der vollen Überzeugung, dass wir es zusammen schaffen würden, uns aus dieser Situation zu befreien.» Und weiter: «Ich muss den Entscheid natürlich vollumfänglich akzeptieren.»

Trainer Rahmen ist das logische Opfer dieser Resultat-Krise. Aber die Gemengelage in Bern ist vielschichtiger.

Rahmen fand bei seinem Antritt ein Kader vor, das seit Sommer 2023 Substanz verloren hat: Aurèle Amenda, Fabian Rieder, Cédric Zesiger, Christian Fassnacht, Ulisses Garcia oder Jean-Pierre Nsame haben den Verein verlassen; viele von ihnen Nationalspieler, alle Stammpersonal bei YB. Für sie haben die Berner unter anderem Darian Males geholt, Topskorer aus Basel, Lukasz Lakomy, Silvere Ganvoula oder viele junge Spieler aus Frankreich. Diese Transfers haben den Qualitätsverlust nicht eins zu eins aufgefangen.

Dazu kam Verletzungspech. Rahmen begann die Saison mit einer Innenverteidigung zweiter Wahl. Das Duo Loris Benito/Mohamed Ali Camara, auf dem Papier gesetzt, fehlte zum Auftakt verletzt. Für sie verteidigte unter anderem Mittelfeldspieler Sandro Lauper im Abwehrzentrum. Das Resultat waren drei Niederlagen in Folge zum Saisonauftakt. Sportchef von Bergen sagte damals: «Es ist nicht geplant, noch einen Innenverteidiger zu holen, weil wir sonst in ein paar Wochen ein massives Überangebot hätten.»

Im August kehrte Camara zurück, die Hoffnung auf eine funktionierende Abwehr lebte. Dann holte er sich eine Rote Karte gegen Yverdon, und Rahmen stand wieder ohne Abwehrchef da. Die sportliche Führung änderte ihre Meinung und holte doch noch einen Innenverteidiger: Patric Pfeiffer vom FC Augsburg. In seinem ersten Spiel verletzte er sich, auch er fiel aus. Das alles war grosses Pech.

In dieser Gemengelage hat es jeder Trainer schwer

Dazu kamen Aktionen von Spielern, die das Team schwächten: Jaouen Hadjam, Tanguy Zoukrou, Camara und Lauper wurden je einmal vom Platz gestellt. YB beendete also vier von 15 Partien mit neun Feldspielern. Keines dieser Spiele gewannen die Berner.

Rahmen ist in letzter Instanz verantwortlich dafür, was auf dem Fussballplatz passiert. Allerdings wäre es in dieser Lage jedem Trainer schwer gefallen, die Berner auf Kurs zu bringen.

Interimstrainer Magnin hat zwei Wochen Zeit, um Wege zu finden, eine verunsicherte Mannschaft aufzurichten. Nach der Nationalmannschaftspause stehen drei englischen Wochen an. In diesen Wochen muss Magnin siegen.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-entlaes ... 5031699197

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. Oktober 2024, 11:14 
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Krisen-Meister greift durch

YB feuert Trainer Rahmen

Die Anzeichen waren am Sonntag nach der Pleite in Basel klar: Cheftrainer Patrick Rahmen muss gehen. Am Montag schienen die vielen Gespräche eine Trendwende pro Rahmen zu bewirken. Doch am Dienstag um 10 Uhr wird das Team informiert: YB trennt sich von seinem Coach!

Was einmal schlafen so alles bewirken kann ... Nach der Trendwende am Montag, als es danach ausschaute, als ob Patrick Rahmen (55) doch noch eine letzte Chance kriegen würde, kommt es über Nacht zu einer erneuten Wende. Das Ergebnis: Rahmen ist seinen Job los. Mit ihm muss auch sein Assistent Enrico Schirinzi (39) gehen. Um 10 Uhr wurde das Team rechtzeitig vor dem Training informiert. Joël Magnin (53) übernimmt interimistisch.

Dass die Information der Mannschaft ein Problem darstellen würde an einem Tag, an welchem die Spieler freihaben wie Montag, war absehbar. Vielleicht ist das auch der einzige Grund, weshalb die offizielle Kommunikation des Entscheids erst anderntags erfolgte.

«Es ist uns sehr schwergefallen, Patrick Rahmen freizustellen», wird Christoph Spycher (46), VR-Delegierter Sport, in der Medienmitteilung zitiert. «Aber nach ausführlichen Gesprächen und Analysen sind wir zum Schluss gekommen, dass es einen Wechsel braucht.» Denn die Lage als Tabellenletzter sei höchst unerfreulich. «Es geht darum, wieder in die Spur zu finden. Es ist bitter, dass es mit Patrick Rahmen nicht geklappt hat.»

Entscheid war absehbar

So oder so: Dieser Entscheid war nach dem 0:1 in Basel absehbar. Die Bilanz des Basler Coaches bei YB ist denn auch verheerend: 15 Spiele stand er an der Linie. Nur gerade fünf davon gewann er. Darunter zwei Cupspiele gegen Unterklassige und das Duell der Schlusslichter gegen Winterthur. Nach dem Sieg des FCW gegen GC ist YB wieder Letzter. Und dies die ganze Nati-Pause über. «Die sportliche Situation in der Meisterschaft ist für uns sehr unbefriedigend», meint Patrick Rahmen. Er sei aber voller Energie und Überzeugung gewesen, dass er und die Mannschaft es schaffen würden, sich aus der Situation zu befreien. Doch daran wird er nun nicht mehr beteiligt sein. «Ich muss den Entscheid natürlich vollumfänglich akzeptieren», so Rahmen.

Als einziges Ausrufezeichen in der Ära Rahmen stehen die beiden Siege gegen den türkischen Süper-Lig-Spitzenreiter Galatasaray Istanbul in den Playoffs zur Champions League zu Buche, die YB um rund 40 Millionen Franken reicher machten.

Trainer mit der kürzesten Amtsdauer in diesem Jahrtausend

Doch im Fussball machen Punkte noch glücklicher als Geld. Zumal die Berner in den beiden ersten Königsklassen-Gruppenspielen gegen Aston Villa und Barcelona alles andere als glücklich wurden, zwei Klatschen kassierten und auch hier am Tabellenende stehen.

Unter dem Strich zu viel des Schlechten. Weshalb Rahmen nun zum YB-Coach mit der kürzesten Amtszeit in diesem Jahrtausend wird, wenn man von den Interimslösungen Bernard Challandes (2013) und Erminio Piserchia (4-mal) absieht. Rahmen erlebte knapp nicht mal die 100-Tage-Schallmauer. 99 Tage war der Basler für YB tätig. Zum Vergleich: Der ungeliebte David Wagner brachte es auf sage und schreibe 249 Tage! Und auch dessen Punkteschnitt war viel höher als derjenige von Rahmen: 1,73 gegenüber 1,2.

Das erste Spiel nach der Nati-Pause steht am Samstag, 19. Oktober an, wenn YB im Wankdorf Leader Luzern empfängt. Dann steht ein anderer Mann an der Seitenlinie. «Von Joël Magnin erhoffen wir uns frische Impulse», sagt Sportchef Steve von Bergen (41) in der Medienmitteilung über den Interimstrainer. «Er hat im Frühling bewiesen, aus einer schwierigen Situation mit dem Trainerstaff das Beste aus der Mannschaft herausholen zu können.» Ob ihm das erneut gelingt, wird sich zeigen.


Punkteschnitt der letzten zehn YB-Trainer in der Liga

Patrick Rahmen (01.07.2024 – 08.10.2024) – 9 Spiele, 0,67 Punkte pro Spiel

Joël Magnin (04.03.2024 – 30.06.2024) – 12 Spiele, 2,17 Punkte pro Spiel

Raphael Wicky (01.07.2022 – 04.03.2024) – 62 Spiele, 2,02 Punkte pro Spiel

Matteo Vanetta (08.03.2022 – 30.06.2022) – 11 Spiele, 1,45 Punkte pro Spiel

David Wagner (01.07.2021 – 17.05.2022) – 25 Spiele, 1,76 Punkte pro Spiel

Gerardo Seoane (01.07.2018 – 30.06.2021) – 108 Spiele, 2,32 Punkte pro Spiel

Adi Hütter (07.09.2015 – 30.06.2018) – 101 Spiele, 2,11 Punkte pro Spiel

Harald Gämperle (06.08.2015 – 06.09.2015) – 4 Spiele, 1,5 Punkte Pro Spiel

Uli Forte (01.07.2013 – 06.08.2015) – 75 Spiele, 1,71 Punkte pro Spiel

Bernard Challandes (08.04.2013 – 30.06.2013), 10 Spiele, 1,1 Punkte pro Spiel


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 04327.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. Oktober 2024, 11:19 
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Wie Alex Frei und Bruno Berner

Auch Patrick Rahmen fällt dem Winti-Fluch zum Opfer

Ehemalige Trainer des FC Winterthur ereilte zuletzt alle das gleiche Schicksal. Patrick Rahmens Entlassung bei YB ist das neuste Kapitel.

Der Winti-Fluch hat wieder zugeschlagen! Die Entlassung von Patrick Rahmen (55) bei YB zeigt einmal mehr: Die Trainerbank des FC Winterthur freiwillig zu verlassen, hat zuletzt kein Glück gebracht.

Zum dritten Mal innert kurzer Zeit verabschiedete sich im Sommer ein Winti-Erfolgstrainer und versuchte es anderswo. Zum dritten Mal endete diese Aufgabe in einer schnellen Entlassung.

Alex Frei – Basel

In der Sommerpause 2022 herrscht in Winterthur riesige Freude. Der FCW ist unter Trainer Alex Frei (45) zum ersten Mal seit 1985 in die höchste Schweizer Spielklasse aufgestiegen. Doch in der Super League steht der Nati-Rekordtorschütze für die Eulachstädter nie an der Seitenlinie, er wechselte zu seinem Jugendklub aus Basel. Dort übersteht Frei die erste Saison allerdings nicht: Nach 34 Pflichtspielen (20 davon in der Super League) und einem Punkteschnitt von 1,15 pro Ligaspiel musste er im Februar 2023 bereits wieder seine Koffer packen. Auch beim nächsten Arbeitgeber wurde Frei nicht glücklich. Nach acht Monaten trat der 44-Jährige im April 2024 beim FC Aarau zurück.

Bruno Berner – GC

Auch Alex Freis Nachfolger Bruno Berner (46) konnte in Winterthur überzeugen. In der Premieren-Saison im Oberhaus führte er den Klub mit diszipliniertem Fussball zum Klassenerhalt. Es folgte der Ruf seines Jugendklubs aus Zürich. Bei den Grasshoppers musste der 46-Jährige Anfang April 2024 jedoch noch vor Ende der Saison wegen akuter Abstiegsgefahr seinen Hut nehmen – nur 0,97 Punkte in 31 Ligapartien im Durchschnitt und das Cup-Out beim Challenge-Ligisten Sion standen zu Buche. Seither ist Berner ohne Job.

Patrick Rahmen – YB

Bei Winti ging es nach Berner weiter bergauf. In der zweiten Saison in der Super League erreichte man sensationell die Top 6. Das Gesicht des Erfolgs: Patrick Rahmen (55). Noch vor dem letzten Spiel wurde bekannt, dass der gebürtige Basler bei YB auf Interimstrainer Joël Magnin folgen wird, der die Berner nach der Entlassung von Raphael Wicky zum Meistertitel geführt hatte. Mit der Mission Titelverteidigung gestartet, stehen die Young Boys nach neun Spielen auf dem zwölften und letzten Tabellenplatz. Die sechs Punkte (0,67 im Schnitt) waren der sportlichen Führung um Christoph Spycher (46) trotz Champions-League-Quali zu wenig. Ausgerechnet die Niederlage bei seinem Jugendklub FC Basel war eine zu viel. Am Dienstagmorgen wird nun klar: Auch Rahmen ist dem Winti-Fluch zum Opfer gefallen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 07303.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. Oktober 2024, 11:21 
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Young Boys entlassen Erfolglos-Trainer nach miserablen Wochen

Nach nur wenigen Monaten trennt sich YB von Trainer Patrick Rahmen. Die Berner stehen am Tabellenende und auch in der Champions League läuft es alles andere als rund.

Darum gehts

- Patrick Rahmen ist nicht mehr Trainer der Young Boys.
- Rahmen übernahm YB erst im Sommer.
- Die Young Boys befinden sich in der Champions League und der Liga in einer Krise.

Jetzt ist es Tatsache. Nach miserablen Wochen setzt der amtierende Meister aus Bern Coach Patrick Rahmen vor die Tür. Er wird ersetzt durch U-21-Trainer Joël Magnin, der die Mannschaft interimistisch und bis auf Weiteres übernimmt.

Am Montag sah es kurzzeitig noch nach einer spektakulären Wende in Sachen Rahmen aus. Doch aus dieser wurde nun Nichts. Rahmen kam im Sommer von Winterthur, er sollte eine neue und vor allem erfolgreiche Ära bei den Young Boys einläuten.

Miserable Bilanz

Doch das misslang gründlich. Zwar schaffte es YB sensationell in die Champions League, nach heroischen Leistungen gegen Galatasaray. Doch insgesamt ist der Leistungsausweis Rahmens bei YB äusserst schlecht.

Nach wettbewerbsübergreifend 15 Spielen hat er einen miserablen Punkteschnitt von 1,2 Zählern. Die Young Boys befinden sich in der Champions League und der Liga in einer Krise, YB liegt in der Super League auf dem letzten Tabellenplatz.

Team stand bis zuletzt hinter Patrick Rahmen

Damit endet die Ära Rahmens, der als Erfolglos-Trainer in die Geschichte der Young Boys eingeht, bereits nach wenigen Monaten. Sicher ist aber auch: Rahmen ist nicht der Alleinschuldige an der Krise der Young Boys. Dieser Meinung ist auch YB-Legende Guillaume Hoarau.

Er sagte vor dem Basel-Spiel gegenüber blue: «Es ist natürlich einfacher, den Trainer auszutauschen, als ein ganzes Team oder die ganze Führung zu ändern.» Und weiter: «Es gibt nicht nur einen Fehler, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. Es ist eine kollektive Arbeit. Natürlich gibt es Dinge, die nicht gut sind. Aber nur einen Schuldigen auszumachen, ist für mich absolut nicht die Lösung.»


https://www.20min.ch/story/patrick-rahm ... -103198321

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