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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Dienstag 23. Februar 2010, 12:23 
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Berner Zeitung, 23.02.2010

Petkovic und die klare Ansage

Im spannenden Meisterduell mit dem FC Basel konzentriert sich YB-Trainer Vladimir Petkovic nur auf das eigene Team.

Der Titelkampf hat sich längst auch zu einem Psychospielchen zwischen YB und dem FC Basel entwickelt, und das letzte Wochenende könnte sich als wegweisend herausstellen – sollten die Young Boys endlich und erstmals seit 1986 Meister werden. Auch am Montag betonte Vladimir Petkovic den Wert des 2:1-Erfolges in St.Gallen: «Uns haben viele Stammspieler gefehlt, und wir waren unter Druck. Dieser Sieg gibt uns viel Selbstvertrauen.» Der YB-Trainer erklärte, dass ihn der Spielplan «ein wenig störe». Man habe sein Team zu Beginn der Rückrunde vor besonders schwierige Aufgaben gestellt, mit den Partien beim Zweiten Basel, gegen den Dritten Luzern und zuletzt in St.Gallen.

Freis Ausfall als Faktor

Nach den zwei 2:1-Siegen gegen Luzern und in St.Gallen ist YB zumindest punktemässig wieder in Fahrt, «und im Fussball geht es darum, Punkte zu holen», sagte Petkovic. Die Zeit der spielerischen YB-Leichtigkeit liegt einige Monate zurück, doch auch Arbeitssiege sind entscheidend auf dem Weg zur angestrebten Meisterschaft. Und die Aussichten haben sich für die Young Boys durch die Verletzung Alex Freis bestimmt nicht verschlechtert. Der wichtigste Einzelspieler des FC Basel fällt möglicherweise sogar bis Ende Saison aus, denn er hat einen doppelten Armbruch erlitten. Die Basler überlegen sich nun offenbar, denn bei Xamax in Ungnade gefallenen Argentinier Julio Hernan Rossi, vor Jahren ein Publikumsliebling beim FCB, zu verpflichten. «Kein Kommentar», sagte Petkovic gestern zum für den Konkurrenten sehr bitteren Ausfall Alex Freis. Dass aus Basler Kreisen zuletzt immer mal wieder verbale Giftpfeile Richtung Bern abgegeben wurden, hat der Trainer zwar registriert. Aber er sagt: «Ich bin in den letzten Jahren sehr gut damit gefahren, mich nur auf mein Team zu konzentrieren. Es bringt mir absolut nichts, mich über den FCB zu äussern.»

Viel lieber spricht er über «die gute Moral» seines Teams und «den tollen Teamgeist». Und er freut sich über das gelungene Debüt Mauro Lustrinellis bei YB. «Man hat bereits im ersten Spiel gesehen, wie wertvoll er für uns als erfahrener Stürmer sein kann», sagte Petkovic, der hofft, dass die Personalsorgen nicht weiter zunehmen. Der neue Verteidiger Hassan Lingani jedenfalls erlitt in St.Gallen eine Adduktorenzerrung und dürfte vorerst ausfallen.

Keine Halbheiten geduldet

Wie Basel mit Alex Frei besitzen auch die Young Boys mit Seydou Doumbia einen Akteur, den sie über mehrere Wochen kaum ersetzen können. Petkovic geht davon aus, dass der Torschützenkönig wie sein Landsmann Gilles Yapi nach Magen-Darm-Problemen am Samstag im Heimspiel gegen Meister Zürich wieder dabei sein wird. Wie es seine Art ist, mag der Coach den Stellenwert des Ivorers aber nicht überbewerten: «Jeder Spieler bei uns ist wichtig.» Und weil er im Titelrennen mit Basel keine Halbheiten duldet, antwortet Petkovic auch sehr dezidiert auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, dass Doumbia und Yapi möglicherweise mit ihren Gedanken nicht mehr vollständig in Bern seien, sondern bereits an die fetten Verträge ab Sommer in Moskau (Doumbia) und Basel (Yapi) denken könnten: «Nein, dieses Gefühl habe ich überhaupt nicht. Sollte aber ein Spieler nicht vollen Einsatz zeigen, landet er sofort auf der Tribüne.»

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Petkovic-und-die-klare-Ansage/story/30337413

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Dienstag 16. März 2010, 10:19 
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Der Bund, 16.03.2010

«Wenn Yapi seine Leistung bringt, spielt er»

Young-Boys-Trainer Vladimir Petkovic beantwortet im «Bund»-Interview die Fragen zur Einstellung und den jüngsten Leistungen des Ivorers in den Reihen der Gelb-Schwarzen.

Der Wechsel von Gilles Yapi zum FC Basel unmittelbar vor dem Rückrundenstart hat bei YB für etwelche Unruhe gesorgt, auch wenn es die Beteiligten in Abrede stellen. Der Zufall wollte es, dass sich Yapi einen Tag vor dem Match gegen den FCB am Knöchel verletzte. Als er wieder genesen war, fand er sich auf der Ersatzbank wieder. Nur einmal kehrte er in die Anfangsformation zurück: Das war beim missglückten Spiel in Xamax am vorletzten Sonntag. Der Ivorer, der noch vor kurzem als «heimlicher Chef der Mannschaft» bezeichnet wurde, wollte gestern zu seiner Zurückstufung zum Ergänzungsspieler nicht Stellung beziehen. Dafür stand sein Trainer Vladimir Petkovic Rede und Antwort.

Herr Petkovic, in der Vorrunde, als YB unbeschwerten und schönen Fussball spielte, war Gilles Yapi die zentrale Figur Ihrer Mannschaft. Kaum hatte er beim FCB unterschrieben, setzten Sie ihm seinen Landsmann Thierry Doubai vor die Nase. Haben Sie kein Vertrauen mehr in Yapi?

Das hat nichts mit Vertrauen zu tun, sondern mit Leistung. Wenn Yapi seine Leistung bringt, spielt er.

Scott Sutter sagt, Yapi gehöre im Training immer noch zu den Besten (siehe «Bund» von gestern).

Das ist seine Einschätzung. Letztlich sind es meine Eindrücke, die zählen. Nochmals: Bei mir gilt das Leistungsprinzip, nichts anderes.

Gegen Xamax kehrte Yapi in die Stammformation zurück. Nach einer Stunde musste er seinen Platz bereits wieder räumen. Hat Sie seine Leistung enttäuscht?

Das können Sie aufgrund meiner Reaktion annehmen.

Kehrt er überhaupt noch einmal in die Mannschaft zurück?

Wieso sollte er nicht. Ich behandle ihn genau gleich wie alle anderen.

Wenn er sich während der Woche aufdrängt und zu den elf besten Akteuren gehört, kommt er am Wochenende zum Einsatz.

Was ist, wenn sich Yapi und sein direkter Konkurrent Thierry Doubai auf Augenhöhe befinden? Wenn ein junger und ein älterer Spieler gleich stark sind, dann setze ich auf den jungen.

Wieso das?

Weil ich in die Zukunft schaue. Und die sieht bei uns so aus, dass Yapi den Verein verlässt und Doubai bleibt.

http://www.derbund.ch/bern/Wenn-Yapi-seine-Leistung-bringt-spielt-er/story/21755270

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Samstag 20. März 2010, 10:06 
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NZZ, 20.03.2010

Auf den Schultern eine Stadt

Wie Vladimir Petkovic der Erwartung standhält, YB zum Meistertitel zu führen

Benjamin Steffen, Bern ⋅ Auf einer grossen Mauer voll bunt bemalter Backsteine im Stade de Suisse steht klein unten links: «YB ist die einzige Möglichkeit». Ja, so schien's einmal im Meisterrennen. Zum Beispiel Ende Oktober 2009, als YB der Konkurrenz mit Offensivfussball weit entrückt und dem Zweiten neun Punkte voraus war.

Knapp fünf Monate später ist die Dominanz entwichen und die Reserve auf vier Punkte zerflossen. Von sechs Partien 2010 gewann YB vier mit einem Tor Differenz und verlor zweimal. Bern sorgt sich; Bern sagt sich, auf diese Art rette sich YB nie und nimmer ins Ziel.

Tempo, Teufel, Tore

Vladimir Petkovic sitzt im Büro unweit der Backsteinmauer und nimmt die Sorgen zur Kenntnis. Er ist der Trainer, er steht im Brennpunkt des Wandels. Petkovic sagt, seit seinem Amtsantritt habe YB nie zweimal in Folge verloren; in 55 Super-League-Partien gewann die Equipe im Schnitt 2,22 Punkte. Petkovic hat die Statistik auf seiner Seite. Aber derzeit nicht die Schönheit. Und vielleicht liegt darin die Crux. Petkovic verwöhnte die Berner so lange mit Tempo, Teufel, Toren, dass sie schon die Stirn runzeln, wenn YB nur knapp gewinnt.

Petkovic ist nicht mehr der unbekannte Challenge-League-Coach aus Bellinzona, der YB von heute auf morgen ein 3:4:3-System implantiert hat. Anders als beim ersten Treffen im September 2008 lehnt er sich während seiner Antworten manchmal zurück im Bürostuhl – als sei er entspannter, weil nicht mehr bloss das Tessin weiss, was er kann. Nun sucht er einen Umgang mit dem Fussballgesetz, wonach nicht nur der Trainer des Schlusslichts Rechenschaft schuldet, sondern auch der Coach des Leaders, sobald Schwächen auftreten.

Petkovic gibt zu: «Wir haben reale Probleme.» Im Vergleich zu 2009 fehlten zuletzt der in die Wüste verwehte Ghezal, der verletzte Marco Schneuwly, der erkrankte Degen; und Doumbia und Yapi schienen oft mental bereits in Moskau und Basel, obwohl sie erst ab Sommer dort spielen. Angesichts dessen sei positiv, dass YB viermal gesiegt habe, sagt Petkovic. «Kein Team der Welt kann ein Jahr lang konstant punkten und sensationell spielen.» Und er sagt: «Wenn jemand – ob Spieler oder Trainer – eine Weile nicht fähig ist, Fortschritte zu machen, ist das natürlich.»

«Nicht alle so blind»

Am Samstag erwartet YB mit dem Besuch von GC eine weitere Bewährungsprobe. Petkovic argumentiert so, dass nie der Eindruck entsteht, er gaukle die Gelassenheit vor – man kann noch so eindringlich fragen, ob er und YB nicht in einer wegweisenden Phase steckten, ob er und YB nicht einen Knick erlitten, wenn der einst grosse Vorsprung verspielt würde. Und man erzählt die Episode mit einem Agenten, der sich vor dem Cup-Final 2009 über die Fähigkeiten Petkovics erkundigte – und nach der YB-Niederlage sagte, nun sei der Coach fürs Ausland nicht mehr interessant, ohne Titel. Petkovic entgegnet: «Ich glaube nicht, dass alle Personen so blind sind. Viele Leute sehen auch ohne Titel, ob jemand Qualität hat.»

Ob der 46-Jährige schlicht so reden, so denken muss, um den Druck zu ertragen? Denn auf seinen Schultern lastet eine Stadt, die den ersten Meistertitel seit 1986 will. Daher kommt möglicherweise auch, dass er an Pressekonferenzen manchmal rüd, anklagend, provokativ wirkt; dass er differenziertes Denken vermissen lässt, wenn er ohne Details den Vorwurf erhebt, der Schiedsrichter habe einen YB-Spieler provoziert. In solchen Momenten fragt man sich, wo das Fingerspitzengefühl des ausgebildeten Sozialarbeiters Petkovic bleibt – sosehr die Frage dem Klischee folgen mag, ein Sozialarbeiter sei per se ein Gutmensch. Doch im kleinen Kreis sagt Petkovic, der Fall mit dem Schiedsrichter gehe doch genau in diese Richtung; er habe nicht gesagt, YB habe wegen des Schiedsrichters verloren, «ich wollte auf das Verhalten eines Menschen hinweisen». Und übrigens: Wenn eine provokative Frage gestellt werde, antworte er auch provokativ.

Integration und Titel

So entspinnen sich Dialoge, an deren Ende Petkovic sagen kann: «Es gefällt mir zu sehen, wie ich wahrgenommen werde.» Und der Titelkampf ist weit weg, wenn Petkovic sagt, es tue weh, werde ihm die falsche Nationalität zugeschrieben. Nein, er habe mit niemandem aus dem früheren Jugoslawien ein Problem, «ich habe 24 Jahre lang mit verschiedensten Leuten zusammengelebt. Aber in der Zeitung die richtige Nationalität zu schreiben, ist eine Frage des Respekts.» Petkovic wuchs in Sarajevo auf, kam 1987 in die Schweiz, ist schweizerisch-kroatischer Doppelbürger.

Vielleicht bedeutet dem Menschen Petkovic gelungene Integration ebenso viel wie dem Trainer Petkovic ein gewonnener Titel. Weshalb das Interview zwischen Fussball-Floskeln («Nur das nächste Spiel zählt») und einem Fetzen Lebenslehre pendeln kann. Bis Petkovic sagt, ob das Gespräch nicht neben dem Trainingsplatz zu Ende geführt werden könne. Denn wenn er nicht pünktlich draussen sei, bekomme er eine Busse.

Er steht auf, geht hinaus, vorbei am Backstein mit den Worten «YB ist die einzige Möglichkeit». Dieser Backstein hilft ein Stadion tragen. Doch auf den Schultern Petkovics lastet eine Stadt.

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/auf_den_schultern_eine_stadt_1.5254013.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Samstag 20. März 2010, 10:08 
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Berner Zeitung, 20.03.2010

Vladimir Petkovic glaubt an den Titel

Vor dem YB-Heimspiel heute gegen GC (17.45 Uhr) verteidigt Vladimir Petkovic die Ivorer Seydou Doumbia und Gilles Yapi. Der YB-Trainer spricht über den Leistungsabfall der Berner, den Titelkampf und die Zukunft des Klubs.

Vladimir Petkovic, warum wird YB Schweizer Meister?
Vladimir Petkovic: Weil wir auch im Moment viele Punkte holen und gestärkt aus dieser schwierigen Phase herausgehen werden. Selbst wenn die Qualität unserer Leistungen derzeit nicht überragend ist, so sind wir doch weiter auf einem guten Weg.

Auch der FC Basel überzeugt...
...nicht, ja, das stimmt. Niemand ist derzeit in einer herausragenden Form. Auch GC nicht, obwohl das Team zuletzt viermal in Folge gewonnen hat. Ich habe den 2:0-Sieg von GC gegen Sion am Mittwoch am TV gesehen, das war keine ausserordentliche Vorstellung. Wir werden sicher nicht nervös.

Warum spielt YB nicht mehr so stark wie in der Vorrunde?
Das hat viele Gründe. Einerseits sind wichtige Spieler nicht in Topform, andererseits haben wir viele verletzte oder kranke Spieler. Und nicht zuletzt agieren die Gegner gegen uns sehr defensiv. Xamax und Sion wollten in den letzten beiden Partien ja gar nicht spielen, beide haben nur zerstört. Da ist es nicht einfach für uns.

Wäre Gilles Yapi in der Verfassung des letzten Herbsts, würde wohl vieles leichter fallen.
Yapi ist ein sehr guter Fussballer. Aber auch er ist derzeit nicht in bester Form. Zudem war er auch noch verletzt und fiel einmal mit Magen-Darm-Grippe aus.

Ist Yapis Wechsel Ende Saison zu Basel eine Belastung für YB?
Nein, das ist bloss in der Öffentlichkeit ein Thema. Intern wird das überhaupt nicht diskutiert. Ich gehe streng nach dem Leistungsprinzip vor. Und wenn es bessere Spieler als Yapi hat, dann sitzt er eben auf der Bank.

Dennoch: Die Konstellation ist unglücklich. Würde Yapi in der nächsten Saison mit Basel in der Champions League spielen, wäre das für ihn sehr reizvoll.
Solche Gedanken führen zu weit und sind auch menschlich nicht in Ordnung. Natürlich wäre es besser, wenn Yapi zu Liverpool wechseln würde. Und sobald ich merke, dass einer nicht voll mitzieht, dann landet der Spieler auf der Tribüne. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass Yapi gegen uns arbeiten würde.

Warum erreicht Seydou Doumbia seine Bestform nicht?
Der Junge hat schwierige Wochen hinter sich. Er hat einen wunderbaren Vertrag bei ZSKA Moskau abgeschlossen, das muss man zuerst einmal verarbeiten. Ich bin überzeugt, dass Doumbia für uns bald schon wieder Tore erzielen wird. Er lässt sich bestimmt nicht hängen. Und an die WM will er mit der Elfenbeinküste auch. Der neue Nationaltrainer wird sicher einige Partien von uns im Frühling anschauen. Um Doumbia mache ich mir keine Sorgen.

Sind Sie enttäuscht, weil YB in den letzten Wochen kritisiert wurde und die Ansprüche an Ihr Team sehr hoch geworden sind?
Ja, ich bin enttäuscht und finde das ein bisschen ungerecht. Wir haben nach 24 Partien 53 Punkte, das ist eine sensationelle Ausbeute. Wir haben von den letzten fünf Spielen vier gewonnen, auch das ist gut. Ich verstehe, dass man schreibt oder sagt, YB spiele nicht mehr so attraktiv wie in der Vorrunde. Aber ich verstehe nicht, warum immer wieder versucht wird, Unruhe bei uns zu verbreiten.

Wie meinen Sie das?
Es gibt Medien, die versuchen seit Monaten, uns zu provozieren. Wahrscheinlich will man keinen Alleingang von uns, das wäre ja langweilig. Aber solche Störmanöver machen uns nur noch stärker, die Spieler rücken näher zusammen.

Mit Yapi und Doumbia verlassen YB Ende Saison die zwei besten Einzelspieler. Wie weit sind die eigenen Transferplanungen?
Wir sind regelmässig am Diskutieren und verhandeln auch mit Spielern. Wir haben Profile erstellt und wissen, welche Akteure wir verpflichten wollen. Auf unserer Liste stehen mindestens 50 Spieler. Aber es ist erst Mitte März, wir haben noch Zeit.

Kann man sagen, dass Sie einen Abwehrspieler auf dem Niveau Emiliano Dudars, einen Nachfolger für Yapi als Regisseur und einen neuen Stürmer als Ersatz für Doumbia verlangen?
Fussball ist nicht immer ein Wunschkonzert. Aber klar, ich möchte in jeder Reihe eine Verstärkung, wir haben mit YB viel vor und möchten den Verein international etablieren.

Ist der Berner Christoph Spycher von Frankfurt ein Thema für YB?
Spycher ist ein sehr erfahrener Spieler mit Leaderqualitäten. Er hat viele Länderspiele bestritten und kann zentral oder auch auf der linken Seite eingesetzt werden. Er ist sicher ein sehr interessanter Fussballer für uns.

Rechnen Sie damit, dass der starke Torhüter Marco Wölfli bleibt, wenn YB Meister wird und damit die Aussichten auf die Champions League gut sind?
Das ist schwierig zu sagen. Im Fussball kann in kurzer Zeit viel passieren. Wenn ein Spieler uns ins Ausland verlassen will, dann tut er das auch. Wir müssen bereit sein und auf jeder Position Alternativen im Hinterkopf haben. Dafür haben wir ja eine Scoutingabteilung. Wölfli spielt wirklich eine sehr gute Saison, und es wäre sehr schön, wenn er auf unserem Weg weiter dabei wäre. Doch jetzt zählen nur die zwölf Spiele bis Ende Saison.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Vladimir-Petkovic-glaubt-an-den-Titel/story/26055730

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 15. April 2010, 13:40 
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Heute gibts also keine markigen Sprüche?

Nein. Ich muss nicht provozieren, um meine Gelassenheit zu demonstrieren. Auch wenn ich weiss, das die Medien das dankbar aufnehmen würden.


bravo vladi für diese aussage!


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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Montag 19. April 2010, 18:09 
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Blick, 19.04.2010

«Wir haben gut gespielt»

YB hat unter Vladimir Petkovic erstmals zweimal in Folge verloren. Dennoch glaubt der Trainer noch immer ganz fest an den Titel.

Was war los mit YB in der Woche der Entscheidung?
Vladimir Petkovic: Gegen GC haben wir schlecht gespielt und verloren. Gegen Sion haben wir gut gespielt und auch verloren. Die haben aus vier Chancen vier Tore gemacht. Wir hatten sieben, acht Hundertprozentige. Das war eines dieser Spiele, das man nicht gewinnen kann.

Jetzt ist YB plötzlich der Jäger.
Wir sind auf der Zielgeraden, Kopf an Kopf mit Basel. Wenn wir beide so weiterspielen, kommt irgendwann das letzte Spiel. Unser Heimspiel gegen Basel. Das werden wir gewinnen. Und den Titel holen.

Was ist mit Ihrer Abwehr los?
Den Ausfall von Dudar spüren wir natürlich. Aber die beiden Jungen waren mit die Besten.

Sie sprechen wirklich von Affolter und De Pierro?
Ja. Sie haben mich positiv überrascht.

War das Ihre Entscheidung, die Mannschaft in der Pause nach nur gut fünf Minuten wieder aufs Feld zu schicken?
Das haben wir gemeinsam beschlossen.

Was haben Sie denn in der Pause gesagt?
Dass wir dieses Spiel noch
kehren können.

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/wir-haben-gut-gespielt-144990

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Samstag 1. Mai 2010, 06:33 
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20min.ch, 30.04.2010

FCB-Fink gegen YB-Petkovic

FCB oder YB? Rot-Blau oder Gelb-Schwarz? Fink oder Petkovic? Noch vier Spieltage stehen in der Super League auf dem Programm.

Die Young Boys starten mit drei Punkten Vorsprung in diese finale Meisterschaftsphase. Aber die Basler haben auf dem Papier das einfachere Restprogramm. Die Trainer Thorsten Fink (FC Basel) und Vladimir Petkovic (BSC Young Boys) stellten sich zwei Wochen vor Ende der Saison exklusiv den Fragen von 20 Minuten.

Thorsten Fink

Thorsten Fink, warum wird Ihr Team Meister?
Ich weiss nicht, ob wir Meister werden, aber ich rechne damit, dass wir alles gewinnen müssen, damit es zu einer Finalissima kommt.

Verfügen Sie noch über einen Joker im Meisterrennen?
Vielleicht die Rückkehr von Alex Frei. Er kann der Mannschaft Selbstvertrauen vermitteln, wenn er definitiv fit ist. Er hat gute Nerven und das kann im letzten Spiel entscheidend sein. Im Moment lässt sein Kopf keinen Einsatz zu. Er geht noch nicht in Zweikämpfe. Er wird mir signalisieren, wann er bereit ist. Vielleicht reicht es zum Cupfinal. Das wäre schön.

Welche Sorgen plagen Sie im Endkampf?
Sorgen? Vielleicht die Spieler, die gelbgefährdet sind. Aber wir haben die ganze Saison bewiesen, dass die Mannschaft Ausfälle kompensieren kann.

Wie und wo laden Sie Ihre Batterien auf?
Ich bin nicht gestresst. Im Gegenteil – ich könnte noch länger weitermachen. Ich freue mich auf die tägliche Arbeit mit meiner Mannschaft. Und sonst erhole ich mich gut, wenn ich mit meinen Kindern etwas unternehme oder bei den Spaziergängen mit meinem Hund Anton.

Durchbrechen Sie den Meisterschafts-Rhythmus noch mit Team­events?
Ich nicht, aber wenn die Mannschaft etwas gemeinsam unternehmen will, ist das ihre ­Sache. Ich führe viele Einzelgespräche und mache mit Spielern Videoanalysen. Etwas anderes braucht es derzeit nicht.

Werden Sie auf der Strasse angesprochen und bekommen Sie Tipps?
Klar werde ich oft angesprochen, aber es sind keine Tipps dabei. Ich glaube, die wissen, dass ich gut genug bin, um zu wissen, was ich machen muss. Es sind eher Zusprüche, Aufmunterungen und Glückwünsche, die ich bekomme.

Was unterscheidet Sie von Vladimir Petkovic?
Das kann ich nicht sagen, denn ich kenne ihn ja nicht. Ich habe meine Art und mein System, und er hat seines. Aber bitte, eines will ich festhalten: Ich habe niemals gegen ihn gestichelt oder etwas Schlechtes über YB gesagt.


Vladimir Petkovic

Vladimir Petkovic, warum wird Ihr Team Meister?
Weil wir hungrig und überzeugt sind. Zudem haben wir den Titel nach einem derart guten Jahr auch verdient.

Verfügen Sie noch über einen Joker im Meisterrennen?
Nein, es gibt keinen Joker. Meine Mannschaft zeigt weiterhin denselben Willen und die gleiche Leidenschaft wie bisher.

Welche Sorgen plagen Sie im Endkampf?
Die grösste Sorge bilden die Absenzen. Wir haben zu ­viele verletzte und gesperrte Spieler. Vor allem die Sperren von Doumbia und Dudar bereiteten mir Sorge. Bei weiteren Verwarnungen drohen mehreren Spielern Sperren. Das gehört zwar zu diesem Zyklus der Saison, und wir nehmen die Karten, wie sie kommen. Aber wir müssen auch intelligent sein und keine Dummheiten begehen.

Wie und wo laden Sie Ihre Batterien auf?
Vor zwei, drei Wochen, im Zusammenhang mit den Sperren gegen Doumbia und Dudar war alles hektischer. Jetzt herrscht wieder Ruhe, zudem bin ich von der mentalen Stärke meiner Mannschaft und von mir überzeugt. Bei meiner Familie und im Tessin, wo ich zwei Tage pro Woche verbringe, kann ich zudem gut abschalten.

Durchbrechen Sie den Meisterschafts-Rhythmus noch mit Teamevents?
Teamevents sind keine geplant. Wir essen gemeinsam und schauen, dass auch im Training während der Arbeit die Fröhlichkeit Platz hat.

Werden Sie auf der Strasse angesprochen und bekommen Sie Tipps?
Ich gehe nicht viel auf die Strasse. Ich versuche, meine Ruhe zu haben oder eben bei der Familie die Batterien aufzuladen. Posi­tive, negative oder neutrale Tipps gibt es immer, aber die interessieren mich im Moment nicht.

Was unterscheidet Sie von Thorsten Fink?
Ich will nicht andere beurteilen. Ich habe gezeigt, dass ich einen ganz anderen Stil habe, den Fussball zu sehen und darüber zu kommunizieren.

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/FCB-Fink-gegen-YB-Petkovic-16475846

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 5. Mai 2010, 08:22 
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Berner Zeitung, 05.05.2010

Petkovic: «Wir haben uns wieder gefunden»

Der Trainer der Young Boys zeigt sich nach den beiden letzten Siegen seines Teams vor dem Schlussspurt sehr zuversichtlich.

Vladimir Petkovic, in der entscheidenden Phase kommt YB wieder in Schwung. 4:1 gegen Xamax, 2:0 beim FCZ. Das muss doch auch den Trainer beruhigen?
Wir hatten einige Probleme in der Vergangenheit, beim 1:2 gegen GC und 1:4 gegen Sion. Uns fehlten Spieler wegen Verletzungen, andere wegen Sperren. Wir fielen auch in ein kleines, mentales Loch. Doch bereits gegen Sion zeigten wir kein schlechtes Spiel, trotz der Wklaren Niederlage. Und jetzt haben wir uns wieder gefunden - ich habe ein sehr gutes Gefühl für die alles entscheidenden Spiele, die nun anstehen.

Einigen Spieler droht bei der nächsten Verwarnung wieder eine Sperre, so Abwehrchef Dudar, der bereits sieben Gelbe Karten gezeigt bekam, auch Bienvenu ist gefährdet. Trichtern sie der Mannschaft nun ein, besonders besonnen aufzutreten?
Nein, das mache ich nicht. Wenn man über solche Dinge spricht, den Spielern sagt, ja keine Verwarnungen zu kassieren, tritt gerade das ein. Wir müssen mit dem Kopf spielen, das wissen die Spieler.

Ausgerechnet im Schlussspurt ist Seydou Doumbia angeschlagen - bereitet Ihnen das keine Sorgen?
Doumbia ist sehr wichtig für uns. Mit ihm hat man als Trainer immer einen Joker in der Hand. Aber die Mannschaft hat schon mehrmals bewiesen, dass sie auch ohne Doumbia gewinnen kann. Und gegen St. Gallen müssen wir gewinnen, ob Doumbia spielen kann - oder nicht.

Doumbia ist fraglich, Scott Sutter weiterhin verletzt. Rechnen Sie mit Sutter noch in dieser Saison?
Ich hoffe sehr, dass ich noch auf ihn zählen kann. Nach dem St.-Gallen-Spiel haben wir eine Woche Pause, diese Woche ist vielleicht entscheidend für Sutters Rückkehr. Wir brauchen jeden Spieler - bei uns ist jeder Kaderspieler in dieser Saison zum Einsatz gekommen.

Was wird diesen Titelkampf entscheiden? Trainer sprechen oft über Details, die den Ausschlag geben.
Wir müssen das Glück provozieren. Ich hoffe, wir können die Meisterschaft schon vor der Direktbegegnung gegen den FC Basel für uns entscheiden. Wir haben drei Punkte Vorsprung, Basel darf sich gar nichts mehr erlauben.

In einer Woche muss YB zum FC Luzern auf die holprige Gersag. Dieser Platz hat nichts mit dem Kunstrasen im Stade de Suisse zu tun. Das könnte für YB noch ein ganz heikles Spiel werden.
Daran denke ich jetzt überhaupt nicht. Wir spielen nun gegen St. Gallen und wir werden alles daran setzen, dieses Spiel zu gewinnen.

Am Sonntag spielt Basel im St.-Jakob-Park den Cupfinal gegen Lausanne. Schauen Sie sich den Final im Stadion an?
Das weiss ich noch nicht. Es ist möglich. Aber ich habe mich noch nicht entschieden.

Basel muss mit diesem Cupfinal in der entscheidenden Phase ein Spiel mehr bestreiten. Ist das ein Vorteil für YB?
Nein, das sehe ich nicht so. Wenn Basel den Cupfinal gewinnt, hat es bereits einen Titel. Das kann die Mannschaft beflügeln und nimmt ihr auch ein bisschen vom Druck. Solche Siege, mit all den positiven Emotionen, können einer Mannschaft nochmals neue Kräfte verleihen. Cupsieg hin oder her, für uns spielt das keine Rolle.

Sie sagen seit Wochen: Sollte es zu dieser Finalissima am 16. Mai gegen Basel kommen, werden wir gewinnen. Was gibt Ihnen diese Zuversicht?
Ich spüre das. Wenn man viel leistet, dann wird man irgendwann belohnt. Und jetzt ist der Zeitpunkt für diese Belohnung gekommen.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Petkovic-Wir-haben-uns-wieder-gefunden/story/14587071?dossier_id=449

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Vladimir Petkovic
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 5. Mai 2010, 08:46 
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Berner Zeitung, 05.05.2010

Petkovics entspanntes Lächeln

YB-Trainer Vladimir Petkovic sagt vor dem heutigen Heimspiel gegen St.Gallen, er verspüre weniger Druck als vor ein paar Wochen.

Es ist eine kleine, aber feine YB-Abordnung, die sich am Dienstag vor dem Nachmittagstraining im Kabinengang des Stade de Suisse versammelt. Trainer Vladimir Petkovic, Torhüter Marco Wölfli und die Stürmer Seydou Doumbia und Alberto Regazzoni sind aufgeboten, um vor dem Heimspiel heute gegen St.Gallen Red und Antwort zu stehen. Drei Runden vor Saisonende ist der Rummel gross. Die Kommunikationsabteilung der Young Boys versucht, die Anfragen zu kanalisieren. Vor jedem der drei letzten Spieltage der Saison nehmen deshalb der Trainer und einige Spieler Stellung. Er habe vor zwei, drei Wochen mehr Druck verspürt, sagt Vladimir Petkovic. Die Frage, weshalb dem so sei, kann er nicht schlüssig beantworten, «vielleicht, weil vorletztes Wochenende auch Basel Nerven gezeigt hat», sagt er schliesslich und lächelt entspannt.

Ähnlich wie vor zwei Jahren

«Der Trainer hat nach den zwei Niederlagen gegen GC und Sion die richtigen Worte gefunden», sagt Alberto Regazzoni, «und gegen Xamax und Zürich gelang uns die Reaktion.» Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf den FCB. Regazzoni weiss, wie es ist, mit YB die Tabelle drei Spieltage vor Schluss anzuführen. Vor zwei Jahren lagen die Berner punktgleich mit Basel an der Spitze. Beim Heimspiel gegen Xamax am 2.Mai 2008 war das Stade de Suisse ausverkauft. Doch YB verlor (stark ersatzgeschwächt) 1:3 und konnte den Rückstand auf den FCB, der Zürich 4:0 besiegte, bis Saisonschluss nicht mehr aufholen. Regazzoni stand damals bis zur 68.Minute auf dem Platz, kurz nach dem dritten Tor der Neuenburger wurde er ausgewechselt. Der Tessiner beschäftigt sich nicht lange mit den bösen Erinnerungen. «Das Team hat sich stark verändert und weiterentwickelt. Seit zwei Jahren sind wir nahe dran, jetzt wollen wir alle den Titel», sagt er entschlossen.

Doumbia und die WM

Ob Seydou Doumbia heute zum Erfolg beitragen kann, ist höchst unsicher. Der Stürmer leidet unter Adduktorenproblemen und nimmt nicht am Mannschaftstraining teil. «Fällt er aus, steht eine Alternative bereit. Das war noch immer so in dieser Saison», sagt Trainer Petkovic. Doumbia selber, so hat es den Anschein, macht sich nicht zu viele Gedanken über seine Verletzung. Schon eher denkt er daran, dass seine Zeit bei den Young Boys in weniger als zwei Wochen zu Ende geht. «Das beschäftigt mich sehr. Ich werde alles tun, um mich mit dem Meistertitel zu verabschieden.» Bevor er im Juli zu seinem neuen Klub ZSKA Moskau reist, möchte Doumbia mit der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste an der WM in Südafrika teilnehmen. Den Sprung ins 30-Mann-Kader habe er geschafft, erzählt er. «Nun hoffe ich, auch die Reduktion auf 23 Spieler zu überstehen.»

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Petkovics-entspanntes-Laecheln/story/20450002

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 Beitrag Verfasst: Freitag 14. Mai 2010, 09:42 
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Blick, 14.05.2010

«Ich habe den Poker verloren»

Vladimir Petkovic setzte bei der 1:5-Pleite gegen Luzern Abwehrchef Emiliano Dudar und Stürmer Bienvenu nicht ein, weil sie gelbgefährdet waren. Der Poker ging nicht auf. Doch auch Basel-Trainer Thorsten Fink ging ein hohes Risiko ein - und gewann.

Die YB-Verteidigung stand im Gersag-Stadion in Emmenbrücke von der ersten Minute an unter Druck. Bereits nach zwei Minuten kassierte YB-Goalie Marco Wölfli nach einem schön herauskombinierten Tor durch Ferreira das erste von fünf Toren. Auch in der Folge war die Berner Defensive um Schneider, Mardassi und Affolter gegen die Geniestreiche von Yakin, Chiumiento und Co. überfordert.

Schneider und Co. überfordert

YB-Abwehrpatron Emiliano Dudar fehlte an allen Ecken und Enden. Dabei hätte der Argentinier sogar spielen können. Doch Coach Petkovic wollte einen seiner wichtigsten Männer für die Finalissima reservieren. Denn Dudar war vorbelastet und hätte bei einer allfälligen Verwarnung die Finalissima verpasst. Auch den formstarken Henri Bienvenu «schonte» Petkovic, der YB-Sturm war lange wirkungslos. Gerade Ersatzmann Christian Schneuwly blieb blass.

Petkovic gestand Fehler ein

Es ist fraglich, ob Petkovic nach der 1:5-Pleite wieder so entschieden hätte. Der YB-Coach sagte nach dem Spiel: «Ich habe gepokert und den Poker verloren.» Damit sprach er die Entscheidung an, den gelbgefährdeten Abwehrchef Emiliano Dudar nicht einzusetzen und Marc Schneider aufzustellen. Am Sonntag wird der Argentinier aber wieder mittun. Denn noch ist für die Berner nichts verloren.

Weil der FCB gegen Xamax 3:0 gewann, muss YB aber die Finalissima am Sonntag in Bern gewinnen, will es noch Meister werden. (ds)

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/petkovic-ich-habe-den-poker-verloren-146756

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