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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 18. November 2011, 10:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.11.2011  Zitat: Trainer Gross lässt vor Rückkehr ins Joggeli Dampf ab
«YB kämpft um jeden Fan»
Am 27. Mai 2009 wurde Christian Gross in Basel entlassen. Als YB- Coach kehrt er erstmals in den St.-Jakob-Park zurück. Ein Stadion, das für ihn Tabuzone war.
Nach dem emotionalen Abschied vor zweieinhalb Jahren betreten Sie erstmals wieder die Senftube im Joggeli. Welche Emotionen kommen da hoch?
Christian Gross: Dieser Abschied nach zehn Jahren, was in unserem Business eine enorm lange Zeit ist, da gabs schon Emotionen, klar. Aber mein Fokus liegt nun voll und ganz bei YB.
Wie, denken Sie, wird Sie die Muttenzer Kurve empfangen?
Ich hoffe gut! Ich habe damals in Basel versucht, diesen Virus wieder zu entfachen, den es schon unter Helmut Benthaus gab. Wir haben uns auch international ins Rampenlicht gebracht. Das war eine tolle und entscheidende Zeit.
Wie sehen Sie den FCB Ausgabe 2011?
Die Entwicklung ging weiter. Basel blieb erfolgreich. Es war wie bei jedem Verein, den ich verlassen habe: Der Klub lag nicht am Boden, sondern besass ein gutes Fundament.
Waren Sie je wieder im Joggeli?
Nein, nie. Ich habe den FCB nur am Fernseher gesehen.
Eine bewusste Entscheidung?
Nein. Es hat sich nie ergeben.
Haben Sie noch Kontakt mit den Leuten aus dem Basler Vorstand, die Sie entlassen haben?
Der Kontakt hat sich auf zwei, drei SMS beschränkt.
Aber Sie werden FCB-Präsident Bernhard Heusler die Hand schütteln?
Problemlos. Entlassungen gehören zu unserem Job. Ich habe mit niemandem Probleme.
Haben Sie noch Kontakt zu Ihrem langjährigen Adjutanten Fritz Schmid, der nun Assistent von Marcel Koller in Österreich ist, oder zu FCB-Chefscout Ruedi Zbinden?
Nein. Es ist eine andere Zeit.
Verliert YB in Basel, beträgt der Rückstand auf den FCB 9 Punkte. Die Meisterschaft wäre gelaufen.
Der Fussball schreibt jedes Wochenende neue Dramaturgien. Wir trafen in Genf beim 0:1 zwei Mal den Pfosten. Basel hätte gegen Lausanne durchaus zwei Punkte abgeben können. Da ist immer viel möglich.
Was gibt Ihnen die Zuversicht, den Rückstand aufholen zu können?
Die Qualität der Spieler. Ihr Entwicklungspotenzial.
Was wird am Samstag entscheidend sein?
Dass wir selbstbewusst auftreten.
Wie selbstbewusst ist denn Ihre Mannschaft zurzeit?
Sie ist stark genug, um in Basel zu gewinnen. Das Selbstvertrauen ist auf jeden Fall da
Was ist der Hauptunterschied in Sachen Fussball zwischen Basel und Bern?
Bern hat wie Basel ein grosses Einzugsgebiet, nur kämpft YB um jeden Fan wegen der Konkurrenzsituation mit dem SCB. Die gibts in Basel nicht. Der FCB nützt das sehr gut aus. Basel hat sich selbst zur Fussball-Hauptstadt ernannt. Das werden wir früher oder später konkurrenzieren.
Apropos SCB: CEO Marc Lüthi hat Trainer Larry Huras mangels Unterhaltung gefeuert. Wie wichtig ist der Unterhaltungsfaktor bei YB? Ist CEO Ilja Kaenzig nie zu Ihnen gekommen und hat moniert, es gebe zu wenig Spektakel?
Das ist nur im Eishockey so. Wir haben doch ganz tolle Spiele geliefert. Gegen Xamax, gegen Lausanne. Uns fehlen halt ein paar Tore. In der Offensive verlange ich mehr Durchschlagskraft. Da brauchen wir im Winter zwei neue Spieler.
Da hat Basel Frei und Streller.
Die beiden haben die letzten Jahre geprägt. Das sind doch zehn Jahre Erfahrungsunterschied zu Mayuka und Ben Khalifa. Und dahinter entwickeln sich mit Shaqiri und Xhaka die nächsten Stars des Schweizer Fussballs.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 1. Dezember 2011, 10:12 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.12.2011  Zitat: Gross: «Vorwärtsschauen, etwas anderes gibt es nicht»
YB-Coach Christian Gross hat nach dem Aus im Cup im Ausland Spieler beobachtet. Nun bereitet er das Team auf das Spiel gegen Sion vor. Die Niederlage in Winterthur sei ein Schock gewesen, gibt Gross zu, bis am Sonntag müsse sie aber abgehakt sein.
Christian Gross sitzt am Mittwochmittag im Restaurant Eleven im Stade Suisse und bestellt einen Espresso. Zuvor hat er mit Heinz Schneiter zu Mittag gegessen. Der YB-Trainer und der 76-jährige Ex-YB-Spieler, der seit dieser Saison auf Gross’ Wunsch als Teamcoach tätig ist, tauschen sich regelmässig aus. Das Gesprächsthema lag diesmal auf der Hand. Das verlorene Cupspiel vom Sonntag in Winterthur erhitzt die Gemüter in Bern nach wie vor, auch wenn der erste Sturm der Kritik mittlerweile überstanden ist. Erstmals spricht Gross direkt mit seinen Vertrauten im Klub über das 2:3 nach Penaltyschiessen. Er hatte am Montag eine Reise nach Polen angetreten, um Spieler zu beobachten, und war am Dienstagabend zurückgekehrt. Den Gegenwind, der ihm nach dem 2:3 in Winterthur entgegenbläst, hat er trotz Abwesenheit registriert:
«Die Leute sind zu Recht enttäuscht. Wir sind daran, die Partie aufzuarbeiten, bis zum Heimspiel gegen Sion am Sonntag muss das Cup-Aus abgehakt sein. Wir müssen vorwärtsschauen. Etwas anderes gibt es gar nicht in unserer Sportart.»
Gross selber wirkte am Sonntag nach Spielschluss enorm niedergeschlagen. Diese Niederlage sei für ihn ein Schock gewesen, gibt er zu. Zum ersten Mal in seiner Karriere als Cheftrainer war er im Cup an einem unterklassigen Gegner gescheitert. Er habe sich hinterfragt, ob die Young Boys in der Vorbereitung auf das Spiel alles getan hätten, ob er die richtige Aufstellung bestimmt habe und noch viel mehr. Winterthur habe zwar gut verteidigt. Dennoch hätten die Young Boys bereits zur Pause 2:0 führen müssen:
«Ein frühes Tor haben wir ja erzielt, doch leider wurde der Treffer von Dusan Veskovac annulliert. Zu Unrecht, wie ich meine. Wie schon beim 0:1 in Basel am Wochenende zuvor wurde uns ein korrekter Treffer aberkannt. Aber es gibt keine Ausreden. Wir hätten Winterthur ausschalten müssen, das war eine ganz heftige Niederlage.»
Drei von fünf YB-Schützen scheiterten im Penaltyschiessen. Auch unter Gross ist es den Young Boys damit noch nicht gelungen, das Bild zu korrigieren, wonach die Mannschaft in wichtigen Momenten stets versagt. YB habe auch schon entscheidende Penaltyschiessen gewonnen, hält Gross dem entgegen. Gegen Basel zum Beispiel, 2009 im Cup-halbfinal. Neue Saisonziele formuliert der Coach des Tabellenvierten nicht. Fürs Erste gehe es nur darum, die beiden letzten Vorrundenspiele gegen Sion und gegen Thun zu gewinnen.
Den Besuch eines Spiels der polnischen Ekstraklasa hatte Gross vor dem Cupachtelfinal geplant. Er hielt auch nach der Niederlage an der Reise fest und sah am Montagabend in Danzig den 1:0-Heimsieg des Tabellenelften Lechia Gdansk gegen den Dritten Ruch Chorzow. Wen er bei seiner Stürmersuche näher unter die Lupe nahm, will Gross nicht ausführen. Bei beiden Mannschaften stünden interessante Spieler im Kader:
«Wir versuchen, uns in der Winterpause optimal zu verstärken. Deshalb bin ich auch in dieser Situation nach Polen geflogen. Es bringt viel mehr, einen Spieler von der Tribüne aus zu studieren als auf einer DVD.»
Einen klingenden Namen trägt keiner der Angreifer, die Gross am Montag gesehen hat. Ilja Kaenzig, CEO der Young Boys, sagte nach dem Cup-Ausscheiden, der finanzielle Spielraum für Verpflichtungen sei knapp. Der Trainer, der sich in seiner Zeit in Basel gewohnt war, dass ihm viele und auch teure Wünsche erfüllt wurden, sagt, er stehe hinter der Transferpolitik des Vereins. Überhaupt seien die Gerüchte, wonach er und Kaenzig das Heu nicht immer auf der gleichen Bühne hätten, haltlos.
«Zwischen uns gibt es keine Missverständnisse. Wer anderes behauptet, hat unrecht.»
Dann wirft Gross einen Blick auf seine Sportuhr und bricht auf. Das Nachmittagstraining wartet. Seinen Espresso hat er nicht ausgetrunken. Die Tasse lässt er halb leer zurück – er würde sagen, halb voll. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/25518940
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shalako
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Verfasst: Dienstag 13. Dezember 2011, 09:31 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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13.12.2011  Zitat: Gross räumt auch Fehler ein
Die Young Boys liegen zur Winterpause bereits 11 Punkte hinter Leader Basel. YB-Trainer Christian Gross spricht über die ungenügende Vorrunde seines Teams und über seine Arbeit, über die Zugänge in der Winterpause und die unzufriedenen Spieler im breiten Berner Kader.
Christian Gross, mit Ihrem ersten Halbjahr in Bern dürften Sie kaum zufrieden sein? Christian Gross: Als ich den Job bei den Young Boys antrat, wusste ich, dass es die grösste Herausforderung meiner Trainerkarriere werden würde. Und uns fehlen im Moment zehn Punkte.
Hätten Sie gedacht, dass es gleich so schwierig wird? Man kann im Fussball nicht in wenigen Wochen ein Meisterteam aufbauen. Der FC Basel ist in einer beneidenswerten Verfassung, aber es dauerte ein Jahrzehnt, um den FCB dahin zu bringen, wo er heute ist. Zudem profitiert er von der Konstellation, dass er in Basel keine Konkurrenz besitzt und dass er in der Bevölkerung wie in allen Kreisen der Stadt sowie politisch und wirtschaftlich fantastisch verankert ist. Wir wollen YB auf diese Stufe hieven.
Derzeit ist YB in vielen Bereichen aber weit vom FCB entfernt. Das ist korrekt, und deshalb ist die Aufgabe in Bern ja auch so spannend. Wir sind nicht zufrieden mit der Punkteausbeute, wir wollten in der Europa League und im Cup weiterkommen. Die Leistungen waren teilweise enttäuschend, aber man darf nicht vergessen, dass wir problemlos in allen Bewerben mehr Erfolg hätten haben müssen, wenn wir vor dem Tor effizienter agiert hätten.
Zudem musste YB in allen Wettbewerben und zuletzt fast in jeder Partie mit falschen Schiedsrichterentscheiden leben... ...dazu habe ich alles gesagt, was es in der Öffentlichkeit zu sagen gibt. Die Schiedsrichter müssen in jeder Beziehung fitter werden und mutiger auftreten. Fehlentscheidungen sind ärgerlich, aber ich konzentriere mich auf jene Bereiche, die ich beeinflussen kann.
Sie könnten Druck auf die Spielleiter ausüben, wie das in der Bundesliga und in Basel passiert. Wir müssen uns überlegen, wie wir den Respekt gegenüber YB erhöhen können. Unser Captain Marco Wölfli spielt im Tor, für ihn ist es nicht einfach, ständig mit dem Schiedsrichter zu kommunizieren. Doch wir haben andere Führungsspieler wie Alexander Farnerud, Michael Silberbauer, David Degen oder Christoph Spycher, die mehr im Zentrum des Geschehens sind. Meine Teams spielten immer fair, das wird so bleiben. Die Spielleiter sind nicht schuldig, wenn wir zu wenig dominant auftreten.
Um den FC Basel herauszufordern, braucht YB auch bessere Stürmer. Ist das Kader des FCB nicht deutlich besser besetzt? Natürlich ist der FCB weiter. Dessen Stürmer Alex Frei und Marco Streller sind zurzeit überragend, unsere Angreifer sind noch jung und auf dem Weg dazu, einmal vielleicht das Niveau der Basler zu erreichen. Aber wir wollen in der Rückrunde selbstverständlich den Abstand verkürzen und die Weichen stellen, um ab Sommer anzugreifen.
Ihre strenge Leistungskultur mögen nicht alle YB-Spieler. Man hat mich geholt, damit die Young Boys besser werden. Ich beobachte die Spieler jeden Tag, und jeder hat bei mir seine Chance erhalten, sich zu beweisen.
Die YB-Leistungen waren in der Vorrunde teilweise harmlos. Gibt es dennoch Aspekte, die Ihnen gefallen haben? Ja, sicher, wir gestalteten die grosse Mehrzahl der Partien dominant, ohne viele Gegentore zu erhalten. Die Balance ist gut.
Die Zugänge überzeugten nicht. Ich erwarte von allen Spielern eine Steigerung in der zweiten Saisonhälfte. Eine Einzelkritik gibt es aber von mir in den Medien nicht. Was sicher ist: In der Offensive müssen wir entschlossener werden, jeder muss mehr Tore, mehr Assists und mehr Druck machen. Und der Integrationsprozess der neuen Spieler ist jetzt abgeschlossen.
Insbesondere Michael Silberbauer, als erfahrener Schlüsselspieler fürs zentrale Mittelfeld geholt, enttäuschte bisher. Das sehe ich nicht so. Dank ihm standen wir in der Defensive gut. Bei ihm war manchmal die Mehrfachbelastung mit dem dänischen Nationalteam spürbar. Seine Verletzung gegen Ende der Vorrunde war deshalb kein Zufall. Wir werden im nächsten Jahr wieder einen Michael Silberbauer mit vollem Akku sehen. Ich wehre mich dagegen, alles schlechtzureden. Wir haben Fortschritte gemacht, unsere Leistungen zuletzt bei den 1:1-Unentschieden gegen Sion und in Thun waren in Ordnung, mit mehr Wettkampfglück hätten wir zweimal gewonnen.
Und wer war denn Ihr persönlicher YB-Spieler der Vorrunde? David Degen gefiel mir zu Saisonbeginn, die Abwehrspieler agierten solid bis gut. Alexander Farnerud war insgesamt unser bester Spieler in der Vorrunde, er ist enorm wichtig, er arbeitet hart nach vorne und nach hinten.
Gibt es Dinge, die Sie falsch gemacht oder eingeschätzt haben? Ich überprüfe meine Arbeit ständig. Ich will, dass mein Team in jeder Begegnung Vollgas gibt, ich bin ein offensiv und aktiv denkender Mensch, und es gab Partien, in denen das Team zu offensiv eingestellt war.
Zum Beispiel? Im Heimspiel gegen Thun, drei Tage nach dem Europa-League-Hinspiel in Braga, wollte ich zu viel. Es war sehr heiss, die Spieler waren müde, da hätte ich pragmatischer vorgehen sollen. Das war ein Fehler, wir verloren 0:2.
Glauben Sie nicht, dass Sie unter den Äusserungen der YB-Besitzer leiden, die von der 3. Phase und vielen Titeln sprachen, die man nun gewinne? Die Erwartungen sind heute viel zu hoch. Mit so einer Frage will man doch nur Gräben aufreissen. Die Stimmung ist okay, es gibt keine Probleme untereinander. Und es muss nicht nur für mich, sondern für jeden Mitarbeiter bei YB ein Anreiz sein, die Ambitionen der Besitzer zu teilen und alles dafür zu tun, die Ziele zu erreichen. Sollen die Vereinsverantwortlichen denn sagen, dass sie nach so vielen zweiten Plätzen und Cupfinalniederlagen einfach weiter immer die anderen siegen sehen wollen? Ich mag Leute mit mutigen Visionen.
Man hat bei YB zuletzt vor allem in den Staff investiert. Fordern Sie, wie einst in Basel bei Präsidentin Gigi Oeri, nun ständig neue, teure Fussballer? Jeder Trainer verlangt immer neue Spieler, das ist normal. Aber ich habe zum Beispiel auch beim FC Basel junge Spieler gefördert, und ich werde dies auch bei YB tun. Es benötigt viele Diskussionen, und das macht die Sache ja auch spannend. Als ich bei YB unterschrieb, wusste ich, dass es kein Mäzenatentum gibt. Wir sind auf der intensiven Suche nach Verstärkungen für die Offensive, die wir uns leisten können.
Ein Stürmer und ein linker Mittelfeldspieler sollen auf Ihrer Wunschliste für diese Winterpause stehen... ...Sie werden von mir keine Namen hören. Unsere Liste ist noch sehr lang, wir werden sie jetzt abarbeiten, ich werde nun Spiele in Europa anschauen gehen. Wir können die Transferperioden im Winter und im Sommer nutzen, um das Kader qualitativ zu ergänzen. Zudem beobachte ich auch weiter jeden Spieler bei YB.
Es gibt YB-Akteure wie Mario Raimondi, Scott Sutter, Marco Schneuwly oder François Affolter, die bei Ihnen wenig Kredit geniessen, dazu kommen die überzähligen Verteidiger Emiliano Dudar und Hassan Lingani. Wollen Sie diese Spieler loswerden? Lingani wird uns verlassen, Dudar wohl auch. Sonst muss man schauen, wie sich die Situation entwickelt. Derzeit will ich keinen Kaderspieler abgeben, zudem sind es ja verdienstvolle YB-Spieler, von denen wir hier sprechen. Affolter schätze ich sehr hoch ein, ihn werden wir bestimmt nicht verkaufen. Er hat das Gespräch mit mir gesucht und will natürlich mehr spielen, auch wegen der Olympischen Spiele im nächsten Sommer.
Warum spielt er nicht mehr? Affolter ist nahe dran, aber Alain Nef und Dusan Veskovac waren in der zentralen Abwehr gut. Affolter ist mit 20 Jahren sehr jung, gerade für einen Innenverteidiger. Er sollte diese Saison auch als Lehrjahr betrachten. Das ist schwierig für ihn, weil er in den letzten Jahren Stammspieler war. Doch man muss im Fussball hart arbeiten, dann wird man belohnt. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21969457
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 1. Februar 2012, 11:12 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.02.2012  Zitat: Christian Gross: «Talent steht im Vordergrund, nicht Herkunft»
YB-Trainer Christian Gross zeigt sich überzeugt, dass der neue Stürmer Raùl Bobadilla rasch Fuss fassen wird. Und er spricht über die Transferphilosophie des Vereins.
Sind mit der Verpflichtung von Raùl Bobadilla die Offensivprobleme, welche die Young Boys in der Vorrunde bekundeten, gelöst? Christian Gross: Allein mit dem Zuzug von Bobadilla sind die Probleme nicht gelöst. Wir müssen in der Offensive allgemein als Team gefährlicher werden; jeder ist gefordert. Bobadilla wird mit seiner Körpersprache und seinem Torriecher unseren Angriff anführen und seine Teamkollegen mitreissen.
Wie viele Tore erwarten Sie von ihm in der Rückrunde? Ich will mich nicht auf eine Zahl festlegen. Aber ich bin sicher, dass Bobadilla in der Schweiz sehr schnell wieder Fuss fassen und Tore schiessen wird.
Von Bobadilla heisst es, er überschreite die Grenzen auf und neben dem Platz hin und wieder. Gleichzeitig braucht er viel Zuwendung. Wie wollen Sie mit ihm umgehen? Geniesst er Privilegien? Alles muss im Dienst der Mannschaft ablaufen. Wir haben interne Richtlinien, die für jeden zählen. Eine Sonderstellung muss sich ein Spieler zuerst erarbeiten und erspielen.
François Affolter wechselte aus dem YB-Trainingslager nach Bremen, weil er keine Perspektiven sah, öfter zum Einsatz zu kommen. Wie stehen Sie dem Transfer gegenüber? Affolter ist ein sehr talentierter Spieler. Wenn er in der Bundesliga die Spielpraxis erhält, die er sich wünscht, hat er den richtigen Schritt getan. Ich bin immer sehr offen mit ihm umgegangen und habe ihm stets mitgeteilt, was ich von ihm verlange. Zuletzt befürchtete Affolter aber, seinen Platz in der U-21-Nationalmannschaft zu verlieren.
Und somit im Sommer das olympische Fussballturnier von der Ersatzbank aus zu erleben. Ich möchte festhalten: Nicht ich war daran schuld, dass er an der U-21-EM letztes Jahr seinen Platz in der Startformation verlor. Ich war damals noch nicht YB-Trainer. Affolter wurde einfach von Timm Klose verdrängt.
Sind Sie überrascht, wie schnell der Affolter-Transfer über die Bühne ging? Wenn gewisse Konditionen auf Anhieb erfüllt sind, kann es schnell gehen. Ich freue mich für ihn und hoffe, dass er in Bremen regelmässig zum Einsatz kommt.
Ist es der richtige Weg, wenn YB – wie im Fall von Affolter – einen 20-Jährigen aus der Region ziehen lässt und gleichzeitig Fussballer in einem ähnlichen Alter aus Südamerika verpflichtet? Die Transfers, die wir tätigen, sind immer positionsspezifisch. Das Talent eines Spielers steht im Vordergrund und nicht die Herkunft. Entscheidend ist, ob sich ein Spieler in das Team einbringt und den Weg, den ein Klub eingeschlagen hat, mitgeht. Affolter wurde vor drei Jahren ins kalte Wasser geworfen. Danach wurde individuell zu wenig mit ihm weitergearbeitet. Letzten Sommer entschieden wir, die Konkurrenz in der Abwehr zu verstärken. Wir werden Affolter nun in der Bundesliga genauestens verfolgen, und seine Rückkehr zu YB ist keineswegs ausgeschlossen (Affolter ist für vorerst ein Jahr an Werder Bremen ausgeliehen, die Red.).
Affolter hatte seine Unzufriedenheit über seine Situation als Bankdrücker auch öffentlich geäussert. Wie ist das bei Ihnen angekommen? Das ist legitim. Aber eigentlich ist zum leihweisen Transfer von Affolter alles gesagt. Er war nicht das Hauptthema in der Vorbereitung. Ich bin für die jungen Spieler immer eine Stütze, aber wenn ich sehe, dass sie Defizite haben, müssen sie daran arbeiten, bevor sie in die erste Mannschaft kommen werden. Vielleicht wurde Affolter zu früh in die erste Mannschaft geholt. In meiner Karriere als Trainer habe ich immer mit jungen Spielern gearbeitet, und ich kann Ihnen x Spieler nennen, die auch international ihren Weg gemacht haben.
Welches waren denn für Sie die Hauptthemen in der Vorbereitung? Die neuen Spieler zu integrieren und an der Mentalität des Teams zu arbeiten. Wir wollen in der Rückrunde erfolgreicher sein und seltener unentschieden spielen. Dazu müssen wir uns in gewissen Momenten resultatorientierter verhalten und spielerisch Fortschritte erzielen.
Wie gut kommt denn die Integration der fünf Neuen voran? Sie klappt gut. So, wie auch die ganze Vorbereitung hervorragend verlief. Wir hatten in Bern gute Bedingungen, in Spanien fanden wir beste Verhältnisse vor. Wir trafen eine gute Wahl mit der Trainingsanlage und dem Hotel. Und in den Testpartien konnten sich die Spieler aufdrängen.
Der Klub hat in Spanien auch ein Treffen mit den mitgereisten Anhängern organisiert. Wie gern absolvieren Sie solche Termine? Ein Trainingslager bietet sich für ein solches Treffen an. Der Resultatstress fällt für beide Seiten weg. Ich glaube, die Fans haben sich sehr über den Anlass gefreut. Es ist aussergewöhnlich und toll, dass so viele Anhänger einen Klub zu dieser Jahreszeit begleiten. Das hatte ich zuvor in dieser Anzahl in der Schweiz noch nie erlebt. YB pflegt das Verhältnis zu seinen Fans aber auch sehr gut.
Wie ist Ihr Verhältnis zu den Supportern? Es ist eine gute, offene Beziehung. Aber es ist natürlich nicht möglich, jeder Einladung Folge zu leisten.
Sie haben die Fans auch schon kritisiert und in der Debatte um die Pyrotechnik im Stadion harte Strafen gefordert. Ja, und ich erhielt danach Reaktionen, wonach meine Forderung für ein lebenslanges Stadionverbot für Pyrowerfer zu hart sei. Aber meine Haltung ist klar, Pyrotechnik hat im Stadion keinen Platz. Sie gefährdet Mitmenschen und hat mit Fussball nichts zu tun. Wir haben in Spanien das Heimspiel von Malaga gegen den FC Barcelona besucht. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich im Stadion nur eine einzige Fackel gesehen hätte.
Wie stark kümmern Sie sich als Trainer um die Aspekte, die einen Fussballklub neben dem Platz beschäftigen? Ich bin Angestellter des Vereins, und meine Aufgabe ist es, möglichst erfolgreich zu sein mit der Mannschaft. Die anderen Probleme betreffen mich natürlich auch, aber mir sind in gewissen Belangen die Hände gebunden.
Sie sind aber der mächtigste Angestellte des Klubs. In keiner Art und Weise! Ich wurde schon oft als Machtmensch dargestellt. Aber sehen Sie, meine Berufung ist Fussballtrainer. Ich habe eine hohe innere Motivation und Freude am Fussballspiel. Meine Hauptaufgabe sehe ich darin, alle Spieler vom Spiel zu begeistern und vor allem dazu zu bringen, dass sie das Spiel gewinnen wollen. Für mich war eine Partie immer schon dafür da, sie zu gewinnen. Niemand geht nach einem Unentschieden zufrieden nach Hause.
Was verlangen Sie von der Mannschaft in der Rückrunde? Ich will, dass das Team Leistung abliefert, und ich will bei den Spielern Freude und Emotionen sehen. Unsere Ambitionen sind da, und am Schluss gibt es dann eine Tabelle.
Dieser ist zu entnehmen, dass YB in der Vorrunde so wenig Tore zugelassen hat wie seit Jahren nicht mehr. Ist die Defensive der Schlüssel zum Erfolg? Eine gute Abwehr hilft uns, besser anzugreifen. Mein Ansatz bei YB war es von Anfang an, weniger Tore zu erhalten. Nun müssen wir in der Offensive unbedingt zulegen. Weniger Unentschieden, weniger Heimniederlagen sind das Ziel.
Gibt es Spieler, die besonders in der Pflicht stehen? Ich erwarte mehr von den Offensivspielern. Raphaël Nuzzolo muss grössere und regelmässigere Akzente setzen; auch David Degen muss konstanter auftreten. Mit den Verpflichtungen von Josh Simpson und Matias Vitkieviez ist auf den Flügelpositionen eine neue Konkurrenzsituation entstanden.
Sind die Voraussetzungen für mehr YB-Tore also gegeben? Die sind gegeben, ja.
Wie stark beeinflusst der Ausschluss von Xamax den Spielbetrieb in der Rückrunde? Es gibt jetzt halt zwei Partien weniger, die wir hätten gewinnen und in denen die Konkurrenten hätten Punkte verlieren können. Immerhin ist jedes Team gleich stark vom Ausschluss betroffen, weil der Entscheid in der Winterpause getroffen wurde. Ich hoffe nun, dass künftig im Schweizer Fussball ausschliesslich der Meisterschaftsbetrieb für Schlagzeilen sorgt. Im letzten halben Jahr herrschte so grosse Unruhe, wie ich das noch nie erlebt hatte.
Erlauben Sie sich ein Urteil zum Fall Xamax? Im kleinen Schweizer Fussballmarkt muss man alle Optionen prüfen, wenn sich jemand engagieren will. Grundsätzlich finde ich es immer positiv, wenn jemand im Fussball einsteigt. Als ich vor einiger Zeit erfuhr, dass Bulat Tschagajew in der Schweiz kein Konto besitzt, wurde ich aber hellhörig.
Wo stehen Sie mit YB Anfang Februar 2013? Bis dann wollen wir die Mannschaft und damit den Klub nach vorne gebracht haben. Ich spüre die grossen Ambitionen der Investoren und all jener, die sich um das Team kümmern. Ich bin überzeugt: Wir werden in einem Jahr einen grossen Schritt weiter sein. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16584648
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Hauptstadt
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Verfasst: Mittwoch 1. Februar 2012, 18:17 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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YB-Trainer Gross zählt voll auf die Neuzugänge Simpson und...
Der YB-Trainer Christian Gross präsentiert seine neusten Zugänge: Der kanadische Flügelflitzer Josh Simpson und der Stürmer Raul Bobadilla sollen für frischen Wind im Team sorgen.
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Hauptstadt
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Verfasst: Freitag 3. Februar 2012, 16:26 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 16. Februar 2012, 10:32 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.02.2012  Zitat: «Auch die Basler wollen gefordert werden»
Fussball · YB-Trainer Christian Gross kann heute mit einem Sieg über seinen einstigen Verein die Liga wieder spannend machen Christian Gross, sind Sie auch heute schon um 6 Uhr aufgestanden?
Christian Gross: Ja. Ein Trainer muss wach sein. Man kann schon um 7.30 Uhr einen Anruf eines Entscheidungsträgers des Vereins erhalten, und dieser kann sehr wichtig werden. Da muss man einfach bereit sein.
Muss ein guter Trainer also früher als die Konkurrenz aufstehen?
Die Aufgaben sind sehr komplex. Wie gehen wir mit der Tatsache um, dass Mayuka Afrika-Cup-Sieger geworden ist? Wie verhalten wir uns gut und richtig? Wie profitieren wir am meisten von Mayuka, wenn er zurück ist? Das beschäftigt mich.
Was hat Sie zum Erfolg gebracht?
Mir geht es immer um die Sache, um den Fussball. Ich bin aus Leidenschaft Profifussballer und später Trainer geworden. Den Ehrgeiz und auch die Emotionen dazu hatte ich schon früh. Auf dem Pausenplatz wollte ich immer gewinnen. Grundsätzlich darf man sich als Trainer nur dann mit einem negativen Resultat zufriedengeben, wenn der Gegner wirklich besser ist – sonst nicht.
Spricht man von Ihnen, fällt immer das Wort «Akribie».
Grundsätzlich hat sie jeder Trainer. Er setzt sich mit der eigenen Mannschaft sehr genau auseinander, und das macht Freude. Es dreht sich aber alles um die Energie, die man aufbringen kann.
Energie stecken Sie auch in Details: In Basel wollten Sie auf der Schützenmatte noch keine Bilder des sich im Bau befindenden St.-Jakob-Parks.
Der Publikumsauflauf war anders als im alten «Joggeli». Es machte keinen Sinn, zu früh über ein neues Stadion zu sprechen, wenn die Realität eine andere war. Ich bin sehr realitätsbezogen. Ich bin kein Träumer. Aber ich habe mich immer mit allen Eventualitäten und ihren Wirkungen auseinandergesetzt. Wenn man etwas im positiven Sinn antizipieren kann, dann muss man das tun.
Auch Details aus den Leben Ihrer Spieler interessieren Sie. Fühlen sich die Fussballer dadurch eher aufgehoben oder bedrängt?
Das ist sehr individuell. Bei den eher lateinisch orientierten, lebensfreudigen Menschen hat es ein Trainer einfacher, wenn er sie ins Herz schliesst und sie lobt. Sie hatten zum Teil keine allzu gute Jugend, mussten sich ständig durchsetzen. Hat ein Trainer mit Spielern zu tun, die ohne grössere Probleme aufgewachsen sind, stösst er mit Lob an, wenn sie nicht damit umgehen können. Lob hat nicht immer die gleiche Wirkung, das ist eine meiner ersten Erkenntnisse als Trainer.
Sie gelten als hart, sind aber auch warmherzig. In Basel haben Sie mit südamerikanischen Spielern Konzerte besucht.
Auch mit den Afrikanern war ich an einer Avo Session mit afrikanischer Musik. Sie spürten, dass es der Trainer ernst meint mit ihnen, dass er sie weiterbringen will. Ich habe grundsätzlich Freude am Umgang mit Menschen.
Musik ist auch für Sie wichtig. Sie sind im Vorstand des Basler Lokals «Gare du Nord».
Da spielt man eine spezielle, zeitgenössische und moderne Musik, die allerdings nicht unbedingt meine «Favourite Music» ist. Sie ist zu wenig melodiös, mir fehlt der eigentliche Rhythmus, der mich beflügelt. Aber ich schätze die Innovation.
Salsa mögen Sie aber. Wann haben Sie das letzte Mal getanzt?
(Überlegt) Im vergangenen Sommer war ich im Hotel National in Bern, dort gibt es einen wunderbaren Saal, in dem gute Salsa-Konzerte stattfinden. Aber getanzt habe ich da nicht.
Das sind Seiten von Ihnen, die man in der Öffentlichkeit nicht kennt. Ist das Ihnen lieber so?
Das ist mir absolut recht so. Ich drücke mich genug aus, werde über meinen Beruf genug beobachtet und bewertet.
Bleibt so der Beruf vom Privaten getrennt und kann Sie nach Entlassungen wie bei Tottenham oder Stuttgart nicht belasten?
Ich rate allen Eltern an, ihre Kinder relativ früh in einen Mannschaftssport zu schicken. Das hilft, sich sozial zu verhalten, gemeinsam zu gewinnen, aber auch gemeinsam zu verlieren. Man kann nicht immer gewinnen.
Man verliert gemeinsam, aber der Trainer steht meistens alleine da. Finden Sie das unfair?
Jeder junge Trainer sollte sich während der Vertragsverhandlungen bereits mit dem Ende auseinandersetzen. Erfahrung hilft in diesem Business.
GC übernahmen Sie als Neuling, Basel stand vor dem Neubeginn. Nun sind sowohl Sie wie auch YB bereit für Titel. Ist Bern trotzdem Ihre schwierigste Station?
YB ist eine ganz grosse Herausforderung. Der Verein hat schon an Titeln geschnuppert, die Fans lechzen danach. Die Erwartungen sind hoch.
In Bern spürten Sie zu Beginn eine gewisse Genügsamkeit?
Man muss die Berner so nehmen, wie sie sind. Gerade dieses Areal des Stade de Suisse ist extrem innovativ und dynamisch. So könnte es überall sein, auch in der Altstadt. Ab und zu wünsche ich mir, dass man auch in Bern innovative neue Wege geht. Deshalb wäre es doch gut, gäbe es ein Projekt mit einem Hochhaus in der Altstadt. Ich weiss nicht, wie das vom Erscheinungsbild her wirken würde. Es wäre aber mal ein Zeichen: Wir wollen expandieren.
Sie wollen mit YB hoch hinaus. Wie nah sind Sie schon an die Spitze herangekommen?
Das wird die Rückrunde zeigen. Wir dürfen uns nichts vormachen. Basel hat eine hervorragende Mannschaft. Sie ist gewachsen, die Jungen haben sich sehr gut integriert und weiterentwickelt. Sie profitieren von der Erfahrung der gestandenen Spieler. Es ist absolut ihr Verdienst, dass sie im Achtelfinal der Champions League stehen. Der Erfolg kann nur über den FC Basel führen. Wir wollen einfach punktemässig den Rückstand nicht anwachsen lassen, sondern versuchen, ihn zu reduzieren. Wie weit uns das gelingt, werden wir sehen.
Heute haben Sie im Direktduell eine grosse Chance dazu.
Dieses Spiel freut auch die Basler. Auch sie wollen gefordert werden. Selbstverständlich wäre es toll, wenn wir gewinnen.
Basel ist in den kommenden Wochen stark mit Bayern beschäftigt. Kann das für YB eine Chance sein?
Der Spielplaner hat das elegant gelöst und hat den Baslern einen zusätzlichen Tag für die Vorbereitung auf die Champions League zugestanden – das finde ich grundsätzlich richtig. Schade ist aber, dass der Afrika-Cup untergegangen ist. Hätten wir am Sonntag gespielt, dann hätten wir sicher die Option wahrgenommen, Mayuka wieder im Kader zu haben.
Wurde Mayuka bisher unterschätzt?
Er hatte in der vergangenen Saison als Ersatzspieler eine gute Quote. Diese Saison hat er fulminant begonnen. Man konnte nicht davon ausgehen, dass Sambia den Afrika-Cup gewinnen würde – auch wenn Mayuka das in seiner jugendlichen Lebensfreude immer behauptet hat. Er war beim Jubeln zuvorderst, das tut er auch bei YB.
Sehen Sie vor Ihrem geistigen Auge bereits, wie er gemeinsam mit Bobadilla jubelt?
Ich kann mir das gut vorstellen.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 16. Februar 2012, 10:39 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.02.2012  Zitat: «Mit Vergangenem muss man abschliessen»
YB-Trainer Christian Gross empfängt den FC Basel heute ohne sentimentale Gefühle (20.15 Uhr, Stade de Suisse)
Wer das Restaurant Eleven im Stade de Suisse betritt, der kommt am den BSC Young Boys nicht vorbei: Gelb-Schwarz die Fanartikel in der Vitrine, gelb-schwarz das Matchplakat auf der Rückseite des Eingangs. Daneben ein Poster, das zum Termin mit Christian Gross passt: Bruce Springsteen kommt am 9. Juli ins Zürcher Letzigrund.
«Tougher Than the Rest» hiess der Springsteen-Song, der am 29. Mai 2009 nach einem 0:3 gegen YB aus den Lautsprechern des St.-Jakob-Parks schallte. Gross hatte ihn sich zum Abschied gewünscht, nachdem bekannt geworden war, dass er den FC Basel zum Saisonende verlassen muss. Seit Sommer steht er beim damaligen Gegner unter Vertrag. Mit den Young Boys soll er schaffen, was er mit Basel geschafft hat: an die grosse Vergangenheit anzuknüpfen.
BaZ: Christian Gross, die Young Boys haben seit November 2009 nicht mehr gegen den FC Basel gewonnen. Warum ändert sich das nun?
Christian Gross: Ob es sich ändert, wird sich zeigen. Aber wir versuchen natürlich, das Spiel zu gewinnen. Zu Beginn der Meisterschaft, im Sommer, waren wir nahe dran. Im Rückspiel in Basel gewann der FCB verdient. Es war ein enges Spiel, Basel hat eine sehr gute Mannschaft und wir müssen eine Extraleistung bieten.
YB geht mit zwei Siegen aus zwei Partien und Rückenwind in die Begegnung, während Basel zu Beginn der Rückrunde einen Punkt gegen Sion und eine nutzlose Reise nach Lausanne verzeichnet. Ist das nicht ein grosser Vorteil für YB?
Es ist immer gut, wenn man wie wir über Wettkampfpraxis verfügt. Aber ich denke, Basel hat sich ein gutes Fundament geschaffen. Die sind fokussiert – auf die Meisterschaft und auf die Spiele gegen die Bayern. Meine Erfahrung sagt mir, dass dies zu einer hohen Trainingsintensität führt. Und ich glaube, dass die Basler es schätzen, dass vor dem Bayern-Spiel keine Pflichtaufgabe, sondern eine besondere Super-League-Affiche auf sie wartet. Der FCB wird bereit sein.
Gewinnt YB, stehen Sie in der Tabelle nur noch drei Punkte hinter Basel, die Meisterschaft wäre wieder offen …
Nein, nein. Solange nicht gleich viele Partien absolviert sind, täuscht die Tabelle. Basel hat ein sehr starkes Team. Die Jungen haben sich sehr gut entwickelt und werden von den erfahrenen Spielern getragen. Der FCB kann sich auf ein effizientes Angriffsduo verlassen. Der FCB verfügt über eine ausgeprägte Siegermentalität … Machen wir uns nichts vor: Diese Meisterschaft ist grundsätzlich für den FC Basel bestimmt.
Was fehlt denn den Young Boys noch, das den FCB auszeichnet?
Anders als YB ist es sich der FCB gewohnt, auf konstant hohem Niveau um Titel zu spielen. Dann kann er auf eine grosse, tolle Anhängerschaft zählen, die man sich hart erarbeitet hat. Das trägt und motiviert die Mannschaft. Doch da braucht es auch viel Pflege. Ein einziger Transfer kann vieles in die richtige oder falsche Richtung bringen. In Basel sind in der Vergangenheit sicher sehr viele richtige Entscheidungen getroffen worden. Und ich glaube, dass der FCB mit dem Aufbau einer sehr guten Nachwuchsabteilung im neuen Jahrtausend das Fundament gelegt hat, um diejenige Mannschaft zu stellen, die den Fussball in der Schweiz bestimmt. Aber als ich nach Basel kam, spielten die Grasshoppers diese Rolle und es gelang uns mit dem FCB auch, GC den Rang abzulaufen. YB hat Ambitionen. Wo sie hinführen, werden wir sehen.
Was hat denn YB, was Basel fehlt?
Die YB-Wurst. Nein, im Ernst: In Bern spüre ich eine generelle Sportbegeisterung, im Fussball und im Eishockey. Auch Bern hat ein tolles Fussballstadion, jetzt mit richtigem Rasen, was ihm gut ansteht. Und Bern hat bestimmt viele schlummernde YB-Anhänger, die man noch aus der Reserve locken kann und muss. Es braucht einen Titel, das ist klar.
Man war schon nahe dran.
Ja. Aber es ist ein Unterschied, ob man Meister werden kann oder ob man Meister werden muss. Damals in Basel haben wir uns den Druck selbst auferlegt, indem wir mit dem Einzug in den St.-Jakob-Park sagten, wir wollen pro Saison im Minimum einen Titel holen. Diesen Druck muss sich auch YB aufsetzen lassen und lernen, damit umzugehen.
Sie waren zehn Jahre in Basel Trainer. Mit was für Gefühlen gehen Sie in eine Partie gegen den FCB?
Grundsätzlich mit positiven Gefühlen. Ich war zehn Jahre in Basel, hatte dort eine tolle Zeit. Aber mir geht es um die Sache, um den Fussball, um die Gegenwart. Und in dieser Gegenwart will ich YB weiterbringen.
Sentimentale Gefühle gibt es keine?
Ich war ja schon Trainer, bevor ich zum FCB kam – und ich stand schon vorher mit einem Schweizer Team in der Champions League. Als Trainer lernt man früh, sich damit auseinanderzusetzen, was sein wird, wenn man bei einem Club nicht mehr erwünscht ist und entlassen wird. Je besser man darauf vorbereitet ist, desto besser kann man damit umgehen. Ich hatte eine super Zeit, erst in Zürich, dann in Basel. Aber mit Vergangenem muss man als Fussballtrainer abschliessen können.
Gibt es denn nach zehn Jahren keinen besonderen Bezug zur Region oder noch Kontakte, die Sie pflegen?
Zum grössten Teil ist es ein Lebensabschnitt, der beendet ist. Aber natürlich bestehen noch Kontakte. Wenn ich in Basel bin, geniesse ich ein Abendessen oder gehe ins Museum. Aber als Trainer ist man am aktuellen Arbeitsplatz so stark involviert, dass daneben nicht viel Zeit bleibt.
Gibt es etwas, das der Mensch Christian Gross an Basel vermisst?
Basel zeichnet sich nicht nur durch Fussball aus, sondern verfügt zum Beispiel auch über eine hervorragende Confiserie-Kultur, die noch heute sehr hoch in meiner Gunst steht …
Auch die Basler Läckerli?
Natürlich esse ich gerne Läckerli. Wissen Sie: Als ich bei GC begann, schenkte ich jedem Spieler ein Quadrat, bei dem man neun Zahlen in die richtige Reihenfolge schieben musste. Das sollte das Verschieben in Mittelfeld und Abwehr symbolisieren. Zu Beginn in Basel überlegte ich, ob ich den Spielern Läckerli schenke. Weil ich wusste, dass wir vor einem schwierigen Beginn stehen, durch den man sich wie bei einem Läckerli durchbeissen muss, um zum Honig, also zum Erfolg zu gelangen. Allerdings habe ich die Idee dann nicht realisiert.
Haben Sie bei Ihrem Antritt in Bern eine Geschenkidee realisiert?
Nein. Aber ich habe von der alten Anzeigetafel gesprochen, die vor dem neuen Stadion steht. Es ist mein Wunsch, dieses 1:1 darauf wegzubringen. Die Fans hängen an diesem letzten Spiel im Wankdorf, aber es ist Vergangenheit. Wir sind daran, diese Vergangenheit beiseitezuschieben.
Ein Spieler Ihres Teams scheint Vergangenem nachzuhängen: David Degen soll Sehnsucht nach Zwillingsbruder Philipp und somit auch nach Basel verspüren. Dort wird mit Shaqiris Abgang im Sommer ein Platz auf der Aussenbahn frei. Wie sehr würden Sie sich wehren, wenn der FCB David Degen im Sommer trotz Vertrag verpflichten möchte?
Aus Berner Sicht ist so ein Wechsel nicht vorstellbar. Dass David und Philipp eines Tages wieder zusammenspielen wollen, ist legitim. Aber ich glaube, Philipp gefällt es in Basel, und David gefällt es in Bern.
Macht es Sinn, einen Spieler, der wechseln will, zum Bleiben zu zwingen?
Wenn ein Spieler unbedingt gehen will, er felsenfest überzeugt ist, dass ein Wechsel das Beste ist, dann muss man sich schon fragen, ob eine Zusammenarbeit noch Sinn macht. Aber nochmals: Bei David Degen ist das kein Thema.
Da sprechen Sie mit ihm auch darüber?
Ja, absolut … Wobei: David Degen hat sich eine wunderbare Klausel in seinem Vertrag ausbedungen, die besagt, dass er in Basel wohnen darf. Das war noch vor der Zeit des aktuellen Managements. Würde er heute engagiert, wäre dies nicht machbar. Mir ist es lieber, er isst mit YB-Spielern zu Mittag als mit Baslern.
Shaqiri wechselt zu den Bayern. In einem Interview beantwortete er die Frage, ob er als kleingewachsener Spieler unter Christian Gross genauso gefördert worden wäre, mit den Worten «Nein, eher nicht.» Was sagen Sie dazu?
Das ist eine kluge Antwort. «Eher nicht» schliesst ja nichts aus. Nur: Es ist eine bodenlose Unterstellung, wenn man mit dieser Frage an Shaqiri andeuten will, ich sei nicht bereit, mit kleineren Spielern zu arbeiten. Bei GC spielten im Mittelfeld Marcel Koller und Massimo Lombardo, mit beiden war ich in der Champions League. Wenn ich heute den FCB anschaue, dann ist Shaqiri praktisch der einzige kleine Spieler. Betrachte ich internationale Teams, dann sind es – Barcelona ausgeklammert – meistens Equipen, die auch durch Masse und Athletik auffallen. Das ist einfach so. Aber das heisst doch nicht, dass ich mit diesem hochtalentierten Spieler nicht hätte Erfolg haben können. Ich finde die Fragestellung des Journalisten in keiner Art und Weise richtig.
Wie hätte er Shaqiri denn fragen sollen?
Es ist doch überhaupt kein Thema! Ich brauche mehr als zwei Hände, um Spieler aufzuzählen, denen ich geholfen habe, im Ausland Karriere zu machen. Das hat doch nichts mit der Körpergrösse zu tun.
Und doch: Die Körpergrösse ist gemäss Ihren Ausführungen wichtig. Warum?
Da ist die Problematik bei den stehenden Bällen, da ist die Entwicklung des Fussballs. Was immer gilt: Man muss eine gute Balance haben zwischen konstruktivem Fussball und dem schnellen Spiel in die Spitze. Allein nur mit Ballbesitz stosst man irgendwann auch an. Es sei denn, man verfügt individuell über so überragende Einzelkönner wie etwa Lionel Messi. Ich habe mit meinen Teams während Jahren konstruktiv hervorragenden Fussball gespielt. Nur habe ich stets betont, dass auch ein langer Ball ein positiver Ball sein kann. Weil der Zeitfaktor eben oft der limitierende Faktor ist, wenn es darum geht, ein Tor zu erzielen. Wenn Sie heute Tore des FC Basel analysieren, sind das auch nicht nur solche, bei denen die angreifende Equipe stundenlang am Ball war.
Nervt Sie das Loblied auf junge Trainer und deren einstudierte Angriffe?
Nein, das nervt mich nicht. Aber auch der FCB lebt im Angriff doch letztlich von der individuellen Klasse eines Alex Frei oder Marco Streller. Oder eben eines Shaqiri.
Im August werden Sie 58. Ein Alter, in dem andere allmählich über den Ruhestand nachdenken. Haben Sie sich darüber jemals Gedanken gemacht?
Nein, das ist weit weg. Entscheidend ist doch die Energie, die man hat, und die Leidenschaft für den Beruf. Wenn ich die mal nicht mehr haben sollte oder keine Lust mehr darauf habe, mit jungen Menschen zu arbeiten, dann höre ich auf. Das kann dann vielleicht ganz schnell passieren. Aber im Moment ganz sicher nicht. Ich bin mit unverändert viel Eifer und unverändert viel Freude bei der Sache.
Ist das einfach zwei Jahrzehnte lang so oder gibt es schon Momente, da der Beruf keinen Spass mehr macht?
Ich habe mich in meiner Karriere oder in meinen zehn Jahren in Basel zu keinem Moment ausgebrannt gefühlt. Da war von Abnützungserscheinungen die Rede – ich habe das nie so empfunden, in keiner Art und Weise.
Was mussten Sie im Verlauf Ihrer Trainerkarriere lernen?
Zu Beginn verstand ich ein Lob immer als Motivation. Ich musste lernen, dass dies nicht immer so wirkt, dass man bei einigen Spielern dosiert mit Lob umgehen muss. Und ich musste feststellen, dass die Ambitionen nicht bei jedem Spieler gleich gross sind.
Muss man mit Lob sparsam umgehen?
Nicht sparsam, dosiert! Es gibt auch Spieler, die man extrem viel loben muss, die das brauchen. Ich lobe generell mehr, als dass ich kritisiere. Doch glauben Sie mir: Jene Spieler, zu denen ich früher hart war, denen ich Fehler aufgezeigt habe, die schauen mir heute in die Augen, wenn ich sie sehe. Und sie sagen mir, es habe damals zwar wehgetan, aber es habe ihnen extrem viel gebracht.
_________________ For Ever
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Rino
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Verfasst: Dienstag 20. März 2012, 18:25 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 11. April 2012, 09:39 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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11.04.2012  Zitat: Endspiel gegen GC?
Monument Gross wackelt
Würde YB-Trainer Christian Gross auch gegen GC ein Debakel wie das 1:3 gegen Lausanne überleben? Die YB-Bosse sagen Ja. Doch der Fussball tickt anders.
Wie immer nach einem Debakel jagen sich die Gerüchte. Aus dem fernen Südfrankreich soll Mehrheitsaktionär und Investor Andy Rihs zwischen zwei Velotouren gesagt haben, Ende Saison werde ein Schnitt gemacht. Gross selbst soll schon GC angeboten worden oder bei Hertha Berlin im Gespräch sein.
Wo Rauch ist, ist zumindest ein Feuerlein. Selbst wenn sich das eine oder andere Gerücht als haltlos erweisen sollte. Zumindest jenes von Rihs. «Das habe ich nie gesagt», dementiert ein gut gelaunter Rihs gegenüber BLICK. Trotz allen Widerwärtigkeiten mit YB bleibt der Zürcher Optimist: «Wir haben gute Leute. Diese werden schon dafür sorgen, dass wir diesen zweiten Platz holen.»
Rihs weicht auch zum Thema Mehrinvestitionen aus. Diese hat der Unternehmer durchgewunken, als es darum ging, Raul Bobadilla zu finanzieren. «Investitionen haben das so an sich, dass es Zeit braucht, bis sie sich auszahlen.» Zeit ja – aber wie lange?
Gross bastelt nun seit 27 Runden an seiner Mannschaft herum. Gefunden hat er sie nach wie vor nicht. Und ein klares Konzept ist auch nicht erkennbar. Die Erkenntnis könnte durchaus sein: Das YB-Projekt mit Gross ist gescheitert!
«Dieses Resultat Ihrer Analyse kommt zu früh», wehrt Hansruedi Hasler ab, der Technische Direktor und direkte Vorgesetzte von Gross. Gestern hätten sie eine interne Analyse erstellt und die Frage beantwortet, ob gewisse Dinge in Frage zu stellen seien. Auch der Trainer? Hasler kategorisch: «Nein!» Die Erkenntnisse bleiben geheim. Doch auch Hasler spricht von «Ernüchterung».
Diese ging bei den Bossen sogar so weit, dass sie nach dem Lausanne-Debakel keinen Bock hatten, zum Team zu sprechen. So wie sie das nach dem 0:2 bei GC noch gemacht hatten. Stattdessen sprach Hasler zum Team. Zwei Dinge habe er den Spielern klargemacht: «Erstens habe ich meiner immensen Enttäuschung Ausdruck verliehen und ihnen gesagt, dass es so nicht weitergehen kann. Zweitens verpflichtete ich sie dazu, gemeinsam die Garderobe zu verlassen.» Zumindest das gelang.
Schmeisst Gross hin?
Und Gross, der für die mieseste YB-Saison seit sieben Jahren steht und fast schon teilnahmslos an der Linie steht? Er dementiert heftig, kein Feuer mehr in sich zu haben: «Ich versuche, mich an der Linie auf das Spiel zu konzentrieren. Viel Einfluss kann man da nicht nehmen. Die Freude ist nach wie vor da bei der dritten grossen Herausforderung meiner Karriere.» Deshalb habe er keinen Gedanken daran verschwendet, den Bettel hinzuschmeissen: «Nie im Leben!»
Doch man kann es drehen und wenden, wie man will: eine Niederlage gegen das abgrundtief schlechte GC, das in der Rückrunde mit vier Punkten noch fünf weniger gesammelt hat als Lausanne – und die Diskussionen werden Gross mit einschliessen.
Das Trainerdenkmal würde noch heftiger wackeln. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 40761.html
_________________ For Ever
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