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 Betreff des Beitrags: Re: (21) David Degen
 Beitrag Verfasst: Freitag 12. März 2010, 15:08 
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Berner Zeitung. 12.03.2010

«Ich möchte gegen GC im Kader sein»

David Degen trainiert wieder. Der YB-Spieler spricht über das Pfeiffer’sche Drüsenfieber und sein Comeback, YB und die WM.

Wie geht es Ihnen nach dem Pfeiffer’schen Drüsenfieber?
David Degen: Es geht mir gut. Seit Mittwoch bin ich wieder im Training. Unser Arzt Cuno Wetzel gab nach einer weiteren Untersuchung sein Okay. Meine Blutwerte stimmen, und auch bei der Milz ist alles in Ordnung.

Sie kehren früh wieder zurück.
Ja, dreieinhalb Wochen sind bei dieser Krankheit keine lange Pause. Doch wenn die Ärzte sagen, ich dürfe wieder trainieren, dann ist das schön. Ich weiss aber, dass es gefährlich sein kann, zu früh wieder zu stark zu forcieren. Markus Babbel zum Beispiel sass einige Zeit im Rollstuhl, weil er die Krankheit nicht richtig auskurierte. Und ein anderer deutscher Fussballer, Olaf Bodden, musste seine Karriere sogar beenden und ist heute noch immer nicht vollständig genesen. Eines ist klar, die Gesundheit geht immer vor. Ich werde nichts riskieren.

Welche Beschwerden hatten Sie?
Jede Menge. Nach dem Spiel gegen Luzern, als wir 2:1 siegten, war ich sehr, sehr müde. Oft ging ich früh ins Bett. Ich hatte regelmässig Kopfschmerzen und einmal Angina, aber am schlimmsten waren die ständigen Hitzewallungen. Ich schwitzte stark, ehe ich plötzlich kalt hatte. Das war unangenehm. Aber zum Glück hatte ich nie Fieber.

Am Sonntag trifft YB auf Sion. Haben Sie sich einen Zeitplan gesetzt für Ihr Comeback?
Ja, ich möchte gegen GC im Kader sein, dieses Heimspiel findet am 20. März statt.

Sie waren am letzten Sonntag, bei der 0:1-Niederlage von YB in Neuenburg, im Stadion. Dachten Sie in diesem Spiel gegen Xamax auch, das Team brauche Sie?
Nein, solche Gedanken bringen ja auch nichts. Ich fieberte mit, in der zweiten Hälfte stand ich nur noch. Ich mag es nicht besonders, wenn ich nur als Zuschauer an einer Partie bin.

Warum überzeugt YB nicht mehr so wie noch in der Vorrunde?
Es ist normal, dass man nicht 36 Spiele auf höchstem Niveau absolvieren kann. Natürlich haben wir in der Rückrunde zweimal verloren, aber auch drei schwierige Partien gewonnen. Und es zeichnet grosse Teams aus, dass sie auch siegen, wenn die Leistung nicht überragend ist.

Und wie beurteilen Sie eigentlich Ihre WM-Chancen?
Das ist derzeit weit weg. Ich will fit werden und mit YB Erfolg haben. Und wenn wir Meister werden, dann bin ich überzeugt, dass Torhüter Marco Wölfli nicht als einziger YB-Spieler mit der Schweiz an die WM reisen wird.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/David-Degen-Ich-moechte-gegen-GC-im-Kader-sein/story/28378371

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 Betreff des Beitrags: Re: (21) David Degen
 Beitrag Verfasst: Freitag 12. März 2010, 15:09 
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Beiträge: 29376
NZZ, 12.03.2010

David Degen wieder im Training

Der am Pfeiffer'schen Drüsenfieber erkrankte YB-Spieler David Degen hat das Training wieder aufgenommen und träumt vom Comebackin einer Woche.

Vor dreieinhalb Wochen hatte Degen die deprimierende Diagnose erhalten und verpasste seither die drei Axpo-Super-League-Partien gegen St. Gallen (2:1), Zürich (2:1) und Neuchâtel Xamax (0:1) sowie das Testspiel der Nationalmannschaft gegen Uruguay.

Seit Mittwoch steht er nun wieder im Training, nachdem er von YB-Arzt Cuno Wetzel grünes Licht erhalten hatte. "Meine Blutwerte stimmen und auch bei der Milz ist alles in Ordnung", sagte Degen zu seinem Trainings-Comeback in der "Berner Zeitung".

Seine Rückkehr auf das Spielfeld hat der Baselbieter bereits terminiert: "Ich möchte gegen GC wieder im Kader sein. Dieses Heimspiel findet am 20. März statt." Degen weiss aber, dass er nichts überstürzen und keinesfalls zu früh zu stark forcieren darf. Er kennt negative Beispiele von Spielern aus der Bundesliga, die nach der gleichen Krankheit schwere gesundheitliche Probleme davontrugen. Degen: "Markus Babbel sass einige Zeit im Rollstuhl, weil er die Krankheit nicht richtig auskurierte. Und Olaf Bodden musste seine Karriere sogar beenden und ist heute noch immer nicht vollständig genesen. Eines ist klar, die Gesundheit geht immer vor. Ich werde nichts riskieren."

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/motorsport/sporttickerdepartment/urnnewsmlwwwsda-atsch20100312brz010_1.5200558.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (21) David Degen
 Beitrag Verfasst: Dienstag 6. April 2010, 15:18 
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06.04.10 David Degen verlängert vorzeitig bis 2014!

Erfreuliches Signal für die Zukunft der Young Boys: David Degen, dessen Vertrag im Sommer 2011 ausgelaufen wäre, hat seinen Kontrakt vorzeitig bis 2014 verlängert. YB und Degen freuen sich, den gemeinsamen Weg weiterzugehen.
Der 27-Jährige kam im August 2008 aus Mönchengladbach nach Bern und brachte es für die Young Boys in 41 Meisterschaftsspielen auf elf Tore.

Degen gibt mit der Vertragsverlängerung ein klares Bekenntnis zu YB ab: «Ich fühle mich in Bern sehr wohl, mein Fussballer-Herz schlägt für YB. Ich hoffe, dass es weiterhin derart sensationell läuft. Ich will mit YB Meister werden und in der Champions League spielen.»

http://www.bscyb.ch/news-detail.aspx?navi=4&detail=522


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 Betreff des Beitrags: Re: (21) David Degen
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 7. April 2010, 08:43 
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Beiträge: 6742
YB-FLASH: Vertragsverlängerung David Degen




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 Betreff des Beitrags: Re: (21) David Degen
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 7. April 2010, 09:10 
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20min.ch, 07.04.2010

Degen verlängert bei YB

David Degen (27) bindet sich längerfristig an die Young Boys. Der Mittelfeldspieler verlängerte den Vertrag mit den Bernern vorzeitig um drei Jahre bis 2014.

Nach einer missglückten Saison in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach (2006/2007) und einem einjährigen Gastspiel auf Leihbasis bei seinem Stammklub FC Basel stiess Degen im Spätsommer 2008 zu YB. Für den Leader der Axpo Super League bestritt er bisher 41 Spiele und schoss dabei 11 Tore.

Degen fühlt sich in Bern rundum wohl. Deshalb hatte der Verbleib bei YB für ihn Priorität, auch wenn es Anfragen von anderen Vereinen gegeben hatte. «Hier in Bern schlägt mein Fussball-Herz. Weshalb sollte ich etwas aufgeben, das mir so gut gefällt?», sagte er gegenüber dem klubeigenen TV-Kanal.

David Degen war unter Anderem auch mit seinem alten Club FC Basel in Verbindung gebracht worden.

http://www.20min.ch/sport/sporttelegramm/story/Degen-verlaengert-bei-YB-13746870

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 Betreff des Beitrags: Re: (21) David Degen
 Beitrag Verfasst: Samstag 17. April 2010, 17:09 
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Berner Zeitung, 17.04.2010

«Wir verlieren jetzt kein Spiel mehr»

Vor dem schwierigen YB-Spiel am Sonntag in Sion ist David Degen zuversichtlich. Der Mittelfeldspieler spricht über den Titelkampf und den FC Basel, über die Chancen der Berner und seine Rolle, über die Zukunft und die WM.

Warum wird YB Meister
David Degen: Weil wir den Titel verdient haben. Weil jeder Spieler alles dafür gibt. Und weil 24 Jahre Warten auf den Meistertitel für einen Verein wie YB und seine vielen Fans genug sind.

Derzeit überzeugt YB aber nicht.
Wir haben zuletzt zweimal nicht stark gespielt. Gegen Bellinzona beim 2:1-Sieg gings noch gut, bei GC zuletzt war das Beste für uns die knappe Niederlage. Wir hätten viel höher als 1:2 verlieren können, bei uns hat es von A bis Z nicht gestimmt. Aber solche Spiele kann es geben. Wir müssen jetzt aufwachen, der Titelkampf ist eröffnet.

Wie ist eine derart mutlose und leidenschaftslose Leistung wie bei GC im Titelkampf möglich?
Das wüsste ich auch gerne. Keiner setzte ein Zeichen, keiner wehrte sich. Wir müssen die Lehren daraus ziehen. Wir haben in dieser Saison auf jede Niederlage reagiert. Das wird auch in Sion so sein. Wir müssen unser Selbstbewusstsein zeigen, das fängt bei der Körpersprache an. Wenn der Gegner uns sieht, muss er in unseren Blicken sehen, dass heute für ihn nichts zu holen ist. So wie es in der Vorrunde war.

Die Stimmung in der Mannschaft ist aber weiter gut?
Natürlich, sie ist sogar sehr gut. Jetzt ist es wie im Playoff im Eishockey, wir müssen beinahe 24 Stunden am Tag an unser Ziel denken. Hey, wir können Meister werden, und das aus eigener Kraft! Wenn einer das Gefühl hat, er sei nicht bereit, sich in den nächsten Wochen nur mit dem Titel zu befassen, dann soll er das dem Trainer sagen. Denn geschenkt wird uns nichts.

Wie meinen Sie das?
Die Basler sind clever. Sie wollen uns mit ihren Aussagen unter Druck setzen. Aber bei mir erreichen sie damit genau das Gegenteil. Sollen sie reden, wir antworten auf dem Platz. Wir verlieren jetzt kein Spiel mehr, daran habe ich keine Zweifel. Und wenn es zu einer Finalissima kommt, dann sind wir bereit für Basel.

Das YB-Restprogramm ist aber schwierig.
Ja, weil ich weiss, dass wir stark genug für den Titel sind. Wir können uns nur selber schlagen. Und wer Meister werden will, der muss Big Points schaffen. Wir haben die Möglichkeit dazu, in Sion, in Zürich, in Luzern. Wir dürfen uns nicht zu sehr mit dem FCB und den Nebenschauplätzen beschäftigen.

Sie haben bei Ihrem früheren Verein FC Basel gute Freunde wie zum Beispiel Sportkoordinator Georg Heitz. Wie eng ist der Kontakt in diesen Wochen?
Natürlich haben wir Kontakt, natürlich gibt es Sprüche. Beim FCB hat es mit Benjamin Huggel, Marco Streller und Alex Frei ja auch drei Nationalspieler und Basler, die ich gut kenne. Sie wissen, dass wir in Bern bereit sind. Die Zeit der zweiten Plätze muss für YB vorbei sein. Die Basler haben Respekt vor uns, wir respektieren sie. Ich finde, das ist ein Duell auf hohem Niveau.

Wie sehr spüren Sie das Berner Sport-Trauma, in entscheidenden Spielen oft zu versagen?
(energisch) Welches Trauma? Was in den letzten 24 Jahren war, interessiert mich überhaupt nicht. Es zählt das Hier und Jetzt. Die Unterstützung durch die YB-Fans ist fantastisch, alle sehnen sich nach einem Titel.

Sie wohnen in Oberwil im Kanton Baselland.
ja, aber ich werde bald mit einem Kollegen in eine Wohngemeinschaft ziehen in Bern. Und vor Partien übernachte ich immer im Hotel Bern. Und, ja, es ist für mich als Basler speziell, gegen den FCB um den Titel zu kämpfen. Aber nicht mehr so stark wie früher.

Ist das nicht heikel für einen jungen Mann wie Sie, in einem Hotel in Bern mitten in der Stadt mit allen Restaurants, Bars und Klubs rundherum zu übernachten?
Nein, nein, absolut nicht. Fussball ist meine Leidenschaft, mein Leben. Ich gehe sowieso nicht mehr so oft in den Ausgang. Und schon gar nicht vor Spielen. Lieber sitze ich mit Kollegen zusammen und diskutiere, ich interessiere mich stark für wirtschaftliche und politische Zusammenhänge.

Der Druck ist aber da, YB führt seit der 3.Runde die Tabelle an.
Für uns ist es jetzt zehn vor Zwölf, aber nicht im Sinn, dass wir unter Druck sind. Bei Zwölf wollen wir den Titel feiern, für den wir das ganze Jahr gearbeitet und bei Null angefangen haben. Und dann bleibt später noch genug Zeit für die Bars und Klubs.

Wie sehen Sie Ihre Rolle bei YB?
Ich habe meinen Vertrag um vier Jahre bis 2014 verlängert, weil wir ausgezeichnete Perspektiven besitzen. Wir wollen Titel gewinnen, die Champions League ist ein Ziel. Der Klub ist ehrgeizig und hat hohe Ziele. Das passt gut zu mir.

Das Ausland ist also kein Ziel mehr für Sie? Sie haben ja bestimmt Klauseln in Ihrem Vertrag, um YB verlassen zu dürfen.
Das mit den Klauseln möchte ich nicht kommentieren. Aber ich möchte irgendwann noch einmal ins Ausland, das ist das Ziel jedes Fussballers. Derzeit hat das jedoch keine Priorität.

Sie spielen rechts im Mittelfeld, in der Vorrunde waren Sie links.
Ob links oder rechts spielt keine Rolle. In unserem 3-4-3-System ist die Position auf der Seite sehr intensiv, man muss laufen, laufen, laufen, rauf und runter. Das kostet Kraft. Ich denke, mit meinen Fähigkeiten bin ich geeignet dafür, aber ich möchte mehr Einfluss nehmen als zuletzt.

Spüren Sie keine Auswirkungen mehr vom Pfeiffer’schen Drüsenfieber, an dem Sie am Anfang der Rückrunde einige Wochen litten?
Nein, die Blutwerte sind gut, ich fühle mich fit. Und ich merke, dass mir jeder Match guttut.

Eher schwierige Zeiten erlebt Ihr Bruder Philipp Degen in Liverpool. Ist er mit seinem sehr gut dotierten Vierjahresvertrag in einem goldenen Käfig?
Vielleicht ist das ein bisschen so. Er hat aber auch Pech gehabt mit Verletzungen. Ich kenne meinen Bruder, ihm geht es nicht ums Geld. Wenn er nicht öfter eingesetzt wird, dann drängt sich ein Transfer wahrscheinlich auf.

Für Schweizer Vereine dürfte er viel zu teuer sein.
Ja, das sehe ich auch so. Aber er würde einen Verein im Ausland finden. Und es ist unser Ziel, irgendwann noch einmal gemeinsam in einem Team zu spielen.

Wie hoch schätzen Sie denn die Chance ein, dass beide Degens im Sommer an der WM in Südafrika dabei sein werden?
Das kann und will ich nicht beurteilen. Im Fussball ist es leider so, dass der Trainer nicht immer so entscheidet, wie man es als Fussballer will. Aber wir haben die Möglichkeit, uns mit guten Leistungen aufzudrängen.

Verfolgen Sie die Leistungen Ihrer Konkurrenten wie Davide Chiumiento, Johan Vonlanthen oder Xherdan Shaqiri aufmerksam?
Nein, was würde mir das bringen? Die Schweiz hat viele gute Spieler, am Ende entscheidet der Nationaltrainer, welche 23 Fussballer er an die WM mitnehmen will. Ich hoffe einfach sehr, im WM-Aufgebot dabei zu sein.

Denken Sie manchmal, dass die YB-Fussballer bei Ottmar Hitzfeld keine Lobby besitzen?
Auch hier ist es nicht meine Aufgabe, das zu beurteilen. Und wenn es wirklich so wäre, würde es einzig an uns liegen, das zu ändern. Zum Beispiel mit sehr guten Spielen in den nächsten Wochen. Und wenn wir dann Meister werden, stehen vielleicht plötzlich mindestens so viele Spieler der Young Boys im Kader wie vom FC Basel.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Wir-verlieren-jetzt--kein-Spiel-mehr/story/21739661

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 Betreff des Beitrags: Re: (21) David Degen
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. April 2010, 10:53 
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Der Bund, 26.04.2010

Passgeber Degen wieder in die Offensive

David Degen bereitete die ersten beiden YB-Tore durch Seydou Doumbia vor und erklärte: «Ich will von da oben nicht mehr weg.»

Die Erleichterung bei YB war nach diesem 4:1 greifbar: Die Tabellenführung ist zurück, Basel wieder um drei Punkte distanziert, und David Degen sagte: «Ich will von da oben nicht mehr weg.» Der Mittelfeldspieler hatte nach den beiden Niederlagen gegen GC und Sion in der Öffentlichkeit resolut eine Reaktion von seinen Teamkollegen gefordert und sich so selbst wieder einmal exponiert.

Doch seine Antwort blieb nicht aus. Der Baselbieter war vorab vor der Pause eine der treibenden Kräfte der Young Boys. Mit einem Energieanfall und einem Spurt mit dem Ball am Fuss über das halbe Spielfeld leitete er auf der rechten Seite das 1:0 durch Doumbia ein. Und auch beim Tor von 2:0 schlug er die Flanke, worauf Bienvenu den Ball mit dem Kopf zum Torschützen Doumbia lenkte.

Die Effizienz vor dem Tor, welche vor einer Woche im Tourbillon die Young Boys so arg vermissen liessen, war gestern Sonntag zurück. Und Degen ist auch in der Statistik mit 6 Toren und 9 Assists der wirkungsvollste Mittelfeldspieler der Young Boys. Eine Hüftprellung, mit einem Bluterguss im Bereich des rechten Beckenknochens, die er sich beim Auswärtsspiel gegen GC zugezogen hatte, machte ihm während dieser Woche erneut zu schaffen. Beim Abschlusstraining am Samstag «hatte ich Mühe», bekannte Degen. YB-Mannschaftsarzt Cuno Wetzel versicherte ihm dann, «es könne nichts reissen», wie es Degen formulierte. «Dann habe ich eine Ponstan-Tablette geschluckt und es ging los.» Diesmal habe man gesehen, «dass jeder Spieler will», sagte Degen und er sei auch froh, «das GC seinen Job erfüllte und nicht nur gegen uns, sondern auch gegen den FCB zeigte, wie stark es ist.»

Auf den Rängen sassen auch einige Meisterspieler des SCB und selbst Seydou Doumbia, in dessen Heimatland Elfenbeinküste es eine einzige Kunsteisbahn gibt, hat sich Ausschnitte der Finalissima zwischen dem SCB und Genf Servette angesehen. «Wenn man eine solche Feier sieht, möchte man das auch erleben», sagte der Topskorer. Auf die Frage, ob er wisse, wie viele Tore er für YB in der Meisterschaft erzielt hatte, antwortete er mit einem verständnislosen Blick und sagte, ohne Atem zu holen: «29, klar weiss ich das. Dieser Sieg und die zwei Tore gegen Xamax sind sehr wichtig, für den Klub und für mich». Noch immer hofft er in das WM-Aufgebot der Elfenbeinküste zu rutschen, doch in den letzten Wochen habe aus seinem Heimatland gar nichts gehört, sagte Doumbia.

«Mit dem SCB gleichauf sein»

Xavier Hochstrasser, der das Tor des Tages mit seinem Freistoss erzielt hatte, räumte ein, dass er bei der Eishockey-Entscheidung durchaus geteilte Gefühle hegte. «Ich bin seit vier Jahren in Bern, ich freue mich für den SCB, aber ich bin halt auch Genfer». Und dass zwischen YB und SCB trotz aller nach aussen gelebten Freundschaft auch ein interner Kampf um die Publikumsgunst und Sponsoren herrscht, streifte der Romand mit seinen Worten: «Wir wollen nicht, dass der SCB und Eishockey die Nummer 1 ist in dieser Stadt, wir müssen alles unternehmen, damit wir gleichauf sind und das ist nur möglich, wenn auch wir Meister werden.»

http://www.derbund.ch/bundprint/Passgeber-Degen-wieder-in-die-Offensive/story/25534393

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 Betreff des Beitrags: Re: (21) David Degen
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 12. Mai 2010, 09:15 
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Der Bund, 12.05.2010

David Degen: «Basel soll uns am Sonntag gratulieren»

Mittelfeldspieler David Degen glaubt, das Meisterrennen zwischen YB und Basel werde erst im letzten Spiel entschieden.

Haben Sie Ihren ehemaligen Kollegen vom FC Basel zum Cupsieg gratuliert?
David Degen: Wieso hätte ich das tun sollen? Es war ja von Anfang an klar, dass Basel den Cupfinal gewinnen würde. Es ging nur darum, den Pokal abzuholen und wohl noch eine Prämie. Die Basler sollen am Sonntag nach dem Spiel im Stade de Suisse uns zum Titel gratulieren. Einzig mit Marco Streller habe ich nach dem Cupfinal kurz gesprochen. Im Stadion war ich aber nicht. Es ist jetzt nicht mehr der Moment, mich im St.-Jakob-Park zu zeigen.

Ende der Woche ist die Saison zu Ende und die Meisterschaft entschieden. Steigt die Anspannung?
Anspannung ist das falsche Wort. Ich spüre eher ein Kribbeln und Vorfreude. Am liebsten würde ich gleich jetzt auf den Platz gehen und gegen Basel den Titel gewinnen.

Möglicherweise steht YB schon am Donnerstag als Meister fest.
Das glaube ich nicht. Der FC Basel wird seine Hausaufgaben machen und gegen Xamax gewinnen. Aber wir werden das Gleiche tun. Wir fahren nach Luzern, schiessen mehr Tore als der Gegner und fahren als Sieger nach Hause.

Damit kommt es am Sonntag zum Endspiel. Wer hat die besseren Karten?
Fakt ist: Wir haben drei Punkte mehr als Basel. Jeder von uns weiss: Wenn wir die Basler schlagen, sind wir Meister. Punkt. Und ich bin sicher, dass wir sie schlagen.

Auch die Basler geben sich selbstbewusst.
Es ist ja klar, dass die das tun. Aber die FCB-Spieler wissen genau, dass sie am Sonntag in Bern spielen und anders als vor zwei Jahren nicht auf die Unterstützung des Publikums zählen können.

Wie nehmen Sie YB-Trainer Vladimir Petkovic in dieser Phase der Saison wahr?
Er versucht, Druck von uns zu nehmen. Petkovic tut das, so gut er kann, denn im Moment wird viel an uns herangetragen. In der Stadt wird man als YB-Spieler von Passanten angesprochen, Journalisten wollen wissen, wie die Ausgangslage aussieht. Wie die einzelnen Spieler damit umgehen, das kann der Trainer nicht beeinflussen.

Am Dienstag haben Sie erfahren, dass Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld Sie nicht für die Weltmeisterschaft aufgeboten hat. Wie gross ist die Enttäuschung?
Es ist ein Entscheid, den ich nicht beeinflussen konnte. Deshalb machte ich mir im Vorfeld wenig Gedanken darüber, ob ich in Südafrika dabei bin oder nicht. Wenn der Nationaltrainer an der WM auf meine Fähigkeiten gezählt hätte, hätte ich mich gefreut. Aber für mich zählt im Moment ohnehin nur das Meisterrennen. Das kann ich beeinflussen.

http://www.derbund.ch/sport/fussball/David-Degen-Basel--soll-uns-am-Sonntag--gratulieren-/story/15992183?dossier_id=449

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 Betreff des Beitrags: Re: (21) David Degen
 Beitrag Verfasst: Sonntag 16. Mai 2010, 11:24 
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Blick, 16.05.2010

«Ich bin sicher: YB wird Meister!»

BERN - Er zählt bei YB zu den Leistungsträgern und spricht Klartext: David Degen. Hier sagt er, warum YB Meister wird und er glaubt, dass Marco Streller mental blockiert ist.

David Degen, was war am Donnerstag gegen Luzern los?
David Degen: Wir waren schwach, haben verdient verloren. Es gibt nichts zu beschönigen.

Wie lässt sich eine solche Leistung in einem so wichtigen Spiel erklären?
Es hat vieles nicht gestimmt. Das fing hinten an, ging übers Mittelfeld bis in den Sturm. Wir haben als Team versagt.

Trainer Petkovic hat freiwillig auf Abwehrchef Dudar verzichtet, weil er Angst hatte, dass Dudar verwarnt werden könnte und dann gegen Basel gesperrt ist. Ein richtiger Entscheid?
Ich verstehe den Trainer. Klar, Dudar ist ein enorm wichtiger Spieler für uns. Das alles entscheidende Spiel ist jenes gegen Basel. Ich hätte als Trainer gleich gehandelt.

Wie tief sitzt der Schock nach dieser 1:5-Klatsche?
Normalerweise würde ich tagelang an einem solchen Spiel herumkauen, mich hinterfragen, ärgern. Wir sind phasenweise vorgeführt worden – das hasse ich! Ich hatte zwar eine schlechte Nacht nach dem Spiel. Aber am Morgen danach waren die schlechten Gedanken weg. Es geht jetzt um ein einziges Spiel. Wenn wir gewinnen, sind wir Meister. Keiner fragt dann mehr nach dem Luzern-Spiel.

Teilen Sie die Ansicht, dass Basel mit psychologischem Vorteil in die Finalissima geht?
Nein, überhaupt nicht! Wieso denn? Basel reicht ein Unentschieden … … und wir sind heimstark. Wir haben die Fans im Rücken. Der Kunstrasen ist ein Vorteil für uns. Wir haben die Pflicht, diesen Titel zu holen. Wir sind das allen Bernern schuldig. Sie wollen diesen Titel eben so sehr wie wir.

Keine Angst vor dem Versagen?
Nein! So eine Finalissima ist das Schönste, was es für einen Fussballspieler gibt. Dafür schuften wir das ganze Jahr. Dafür leben wir. Ich fürchte mich nicht vor dem Versagen. Ich habe eine Winnermentalität. Ich bin sicher: YB wird Meister!

Wie geht man ein solches Finalspiel taktisch an?
Ganz einfach: Achtung, fertig, Angriff. Wir können ja gar nicht defensiv spielen. Das ist nicht unser Stil. Wir wissen das, das Publikum weiss es auch. Sie werden uns helfen, uns nach vorne tragen.

Ihr Kumpel Marco Streller kommt von einer Verletzung zurück: Glauben Sie, dass er schon hundertprozentig fit ist für ein solches Spiel?
Ich denke, dass er im Unterbewusstsein immer noch ein wenig blockiert ist. Er will sicher nicht, dass die Verletzung wieder aufbricht und er wegen eines Muskelfaserrisses die WM verpasst.

Was tun Sie, wenn YB Meister wird?
Dann freue ich mich auf die Feier mit den Fans auf dem Bundesplatz.

Und was, wenn es YB wieder nicht schafft?
Daran verschwende ich keinen Gedanken. Ich habe mich noch nicht eine Sekunde damit befasst. Ich werde mich für diesen Sieg zerreissen.

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/ich-bin-sicher-yb-wird-meister-146880

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 Betreff des Beitrags: Re: (21) David Degen
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. Mai 2010, 20:00 
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Blick, 17.05.2010

«Ich hasse das Loser-Image»

David Degen steht am Tag nach dem Finalissima-Debakel seinen Mann. Auch wenn ihm gar nicht danach zumute ist.

BLICK, David Degen, wenn sie Gründe…

David Degen: …ich möchte etwas vorausschicken. Zuerst wollte ich auf gar kein SMS reagieren. Es fällt mir zu schwer, etwas zu sagen. Auch jetzt noch. Aus Repekt habe ich es dann doch getan.

Das wissen wir zu schätzen. Also, die Gründe für das Scheitern? Was war am Sonntag los?

Ich will nicht viele Worte darüber verlieren. Es gibt so viele Dinge, bei denen man sich fragt warum und wieso. Ich bin auch 24 Stunden nach dem Spiel emotional noch viel zu aufgewühlt. Ich habe selber noch keine Antworten. Vielleicht gibt es die auch nie…

YB hat nun ein Loser-Image.

Klar, und das hasse ich. Wir haben die Zwei auf dem Rücken. Das ist die Nummer des Verlierers.

Wie haben Sie den Baslern gratuliert, immerhin Ihren Ex-Teamkollegen?

Huggel, Frei, Streller und Stocker habe ich persönlich nach dem Spiel gratuliert.

Was haben Sie Ihnen gesagt?

Auch wenn es mir brutal weh tat. Aber ich habe Ihnen gesagt, dass sie den Titel verdient hätten. Sie waren in diesem Spiel besser. Fertig.

Wie geht es Ihnen am Tag nach dem Fiasko?

Mir ist eigentlich erst am Montag bewusst geworden, was uns da durch die Lappen gegangen ist. Am Sonntag habe ich das gar nicht wahr haben wollen.

Wie bringen Sie diese negativen Gedanken weg?

Vorderhand ist das kaum möglich. Am Dienstag haben wir das offizielle Abschlussessen. Danach gehts ab in die Ferien.

Wohin?

Zuerst vier Tage nach New York. Dann nach Ibiza.

Und die Nati?

Ich drücke den Jungs ganz fest die Daumen und hoffe, dass sie eine super WM spielen werden.

http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/interview-mit-david-degen-146995

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