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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 13. Juli 2011, 09:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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13.07.2011  Zitat: «Die YB-Wurst ist in erster Linie für die Fans»
Christian Gross soll YB zum ersten Titel seit 1987 führen. Vor den Medien erklärte der neue Trainer, wo er die Hebel angesetzt hat.
Wie hat die Mannschaft auf Ihre Veränderungen reagiert? Christian Gross: Sehr positiv. Ich habe ihr vom ersten Tag an gesagt, dass wir es besser machen wollen als letzte Saison und mehr Spiele gewinnen wollen.
Das heisst, Sie vermitteln YB das Winner-Gen? Ich spürte eine gewisse Zurückhaltung. Das hat nicht mit Bern zu tun, sondern ist personenbezogen. YB braucht Sieger, die Zurückhaltung muss abgelegt werden. Denn dort, wo wir hinwollen, wird mit harten Bandagen gespielt.
Sie haben auch die Essgewohnheiten geändert. Die Spieler sollen weniger Kohlenhydrate zu sich nehmen und das Brot nicht mehr mit Olivenöl beträufeln.
Und keine YB-Wurst essen ... ... die ist in erster Linie für die Fans.
Wie werden Sie spielen lassen? Mit vier Verteidigern, offensiv will ich variabel sein. Das kann mit drei, zwei oder auch mal einem Stürmer sein. Wichtig ist, dass wir einen absoluten Siegeswillen an den Tag legen und von Anfang an so spielen, dass der Gegner in Not kommt und Fehler begeht.
Der erste Gegner heisst Basel. Ist das nach Ihren zehn Jahren beim FCB ein persönliches Prestige-Duell? Das Prestige besteht darin, gegen den Schweizer Meister zu gewinnen. Ich hatte eine wunderbare Zeit in Basel, jetzt freue ich mich auf das Spiel und darauf, den Trainer Thorsten Fink kennenzulernen.
Sie sagten, YB müsse zuerst den Rückstand gegenüber Basel und Zürich aufholen. Wo ist am meisten Bedarf? Der Rückstand von 15, 16 Punkten in der letzten Saison ist enorm. Kurz: Wir dürfen nicht mehr so viele Gegentore kassieren und müssen mehr Treffer erzielen.
Wenn YB gut war, hatte es einen Goalgetter. Haben Sie einen Spieler, der zwanzig Tore schiesst? Sogar zwei. Bienvenu und Mayuka traue ich sogar mehr als zwanzig Tore zu. Von Ben Khalifa erwarte ich zudem eine Steigerung. http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... --20777280
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Freitag 15. Juli 2011, 12:25 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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15.07.2011  Zitat: Gross: «Positive Aggressivität auf den Platz bringen»
Christian Gross steht am Samstag vor einem ganz speziellen Eröffnungsspiel in die neue Super-League-Saison. Er trifft mit den Young Boys auf seinen ehemaligen Arbeitgeber FC Basel (ab 20.00 Uhr live auf «SF zwei» und im Livestream).
Der neue YB-Trainer Christian Gross und sein Staff verfolgen vor dem Saisonstart ganz klare Ziele: «Wir wollen aus jedem Spieler das Optimum herausholen und so eine bessere Gesamtleistung der Mannschaft erreichen», fordert der 57-Jährige im Interview mit Radio DRS.
«YB-Viertelstunde» dauert noch 10 Minuten
«Wir müssen dominant und siegreich auftreten und die Mentalität an den Tag legen, ein Spiel auch in den letzten 10 Minuten noch drehen zu können», meint Gross, der damit die vielzitierte «YB-Viertelstunde» um 5 Minuten kürzt. «Im Leistungsfussball wird mit harten Bandagen gekämpft, deshalb gehört eine positive Aggressivität auf dem Platz dazu.»
«Man hört nicht viel von GC und dem FCZ»
Christian Gross erwartet eine spannende Saison. Die beiden neuen Clubs in der Super League, Lausanne-Sport und Servette, seien 2 Unbekannte, Sion habe Ambitionen. «Von GC und dem FCZ hört man nicht viel, aber das behagt ihnen bestimmt. Luzern und Thun haben neue Stadien» sagt der Zürcher. Es versteht sich von selbst, dass ein guter Start sehr hilfreich ist.
«Werden Basel aufs Äusserste fordern»
Den FC Basel, den er selbst 10 Jahre trainierte, stuft Gross auch in dieser Saison als die Mannschaft ein, die es im Meisterkampf zu schlagen gelte. Er verspricht aber: «Wir werden den Schweizermeister im 1. Spiel aufs Äusserste fordern.» http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... tz-bringen
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shalako
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Verfasst: Samstag 16. Juli 2011, 12:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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15.07.2011 Zitat: «Die Berner sind anders als die Basler und Zürcher»
YB-Trainer Christian Gross erklärt im Interview mit DerBund.ch/Newsnetz, wie er den FC Basel besiegen will, was er über die Berner denkt und wie er «Grizzly» Ben Khalifa aus dem Winterschlaf holt.
Christian Gross macht einen Tag vor dem Saisonauftakt der Super League einen lockeren Eindruck. Doch die Einschätzung täuscht. «Die Nervosität ist da. Denn Startspiele sind immer besonders wichtig. Die Anspannung ist schon gross», sagt der YB-Trainer vor dem samstägliche Knüller gegen den FC Basel.
Dass er dabei auf seinen ehemaligen Verein trifft und spezielle Gefühle mit sich trägt, lässt er sich nicht anmerken. «Ich werde auch weiterhin den Ball flach halten», sagt er und fordert von seiner Mannschaft, morgen auf dem Kunstrasen im Stade de Suisse das gleiche zu tun. «Trotz der Nervosität ist die Vorfreude innerhalb des Team gross. Und ich hoffe, wir können den Fans eine Freude bereiten.»
Freude bereiten soll vor allem Neuzuzug Nassim Ben Khalifa. Der 19-jährige Stümer fand vergangene Saison in Wolfsburg und Nürnberg in der Bundesliga keinen Anschluss, erhält jetzt unter Gross in Bern eine neue Chance. «Er ist hochtalentiert und hochmotiviert. Er wird gegen Basel von Beginn weg spielen», so Gross im Video-Interview mit DerBund.ch/Newsnetz. http://www.derbund.ch/sport/axpo_super_ ... ier_id=449
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JFK
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Verfasst: Donnerstag 11. August 2011, 22:10 |
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Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13 Beiträge: 738
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christian gross im sommertalk auf telezüri heute abend ab 18.30 wdh. stündlich bis morgen nachmittag. später unter folgendem link anzuschauen (archiv-sommertalks): http://www.telezueri.ch/webtv/?&channel ... _id=215216
Zuletzt geändert von JFK am Montag 15. August 2011, 17:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Grizzly
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Verfasst: Freitag 12. August 2011, 11:07 |
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Registriert: Samstag 26. Juni 2004, 00:48 Beiträge: 566 Wohnort: Bern
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sehr gut argumentiert herr gross, "der fussball ist das leben und das leben der fussball". auch schön gesagt, "im fussball sollte es immer einen gewinner geben". nur bedenken sie bitte auch, dass es einen verlierer geben muss, wenn es gewinner gibt. auch diese erfahrung gehört zum leben. sie wollen immer nur gewinnen, wir alle wollen immer gewinnen, weil es sieger einfacher haben im leben. doch lernen wir meistens wesentlich mehr aus den bitteren erfahrungen welche uns das leben beschert?
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Nancy79
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Verfasst: Sonntag 14. August 2011, 22:13 |
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Registriert: Sonntag 8. Mai 2011, 13:48 Beiträge: 8
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Happy Birthday Christian Gross!! 
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Gonzo
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Verfasst: Donnerstag 1. September 2011, 10:22 |
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Registriert: Freitag 21. Mai 2004, 10:37 Beiträge: 3822 Wohnort: Bern
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 Gast: Christian Gross, Trainer BSC Young Boys Heute Abend, 01.09.2011 ab 18.30 stündlich auf Telebärn!
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JFK
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Verfasst: Donnerstag 1. September 2011, 22:19 |
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Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13 Beiträge: 738
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das berner, zürcher und basler nicht gleich sind, sollte doch eigentlich unserem trainer egal sein. hat wohl keinen direkten zusammenhang auf dem platz.
es wäre für mich auf jedenfall beleidigend müsste ich mich an der zürcherischen art orientieren.
berner sind eh anders, merk dir das chrigel!
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shalako
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Verfasst: Samstag 29. Oktober 2011, 15:02 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.10.2011  Zitat: YB-Trainer im Kreuzverhör
Christian Gross, was läuft bei YB schief?
BERN - YB hat mit der 0:1-Pleite gegen GC und dem 0:0 bei Xamax die Chance auf Platz 1 in der Super League verpasst. Am Sonntag gehts gegen Schlusslicht Lausanne. Coach Christian Gross nimmt Stellung.
Kaum Torchancen in 180 Minuten, was läuft bei YB schief, Herr Gross? Wir müssen uns auf den letzten zwanzig, dreissig Metern verbessern, keine Frage.
Wie macht man das? Mehr trainieren.
Vielleicht hätte ein früherer Wechsel etwas gebracht, und nicht erst in der 76. Minute? Zum Beispiel auf den Flügelpositionen, wo Nuzzolo und Degen wirkungslos blieben. Es ist enorm schwierig für einen Spieler, hier hineinzukommen.
Das ist hypothetisch, weil Sie ja nicht gewechselt haben. Das sagt mir meine Erfahrung.
Sehen Sie genügend Leidenschaft bei Ihren Spielern? Absolut.
Dominierend war YB lange Zeit auch nicht, wie Sie das verlangt haben. Man kann nicht erwarten, dass wir auswärts 90 Minuten auf ein Tor spielen. Xamax strotzt vor Selbstvertrauen, ist hervorragend organisiert und hat mit Uche und Arizmendi zwei herausragende Stürmer.
Etwas, das YB fehlt. Uche wäre genau derjenige Spieler, den YB braucht. Nein, nein. Das ist jetzt nicht das Thema.
Sie wirken ziemlich angesäuert. Ich ärgere mich immer noch über die Niederlage gegen GC. Aber unsere Fans waren in Neuenburg super. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... ief-185649
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shalako
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Verfasst: Freitag 18. November 2011, 10:12 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.11.2011  Zitat: «Ich will YB an grosse Zeiten heranführen»
Für das Spitzenspiel gegen Basel kehrt Trainer Christian Gross morgen erstmals seit seiner Entlassung in den St.-Jakob-Park zurück.
Christian Gross, ist die Partie vom Samstag gegen Leader Basel für die Young Boys bereits ein Finalspiel?
Nein, aber es ist ein wichtiges Spiel. Wir müssen sehr gut vorbereitet sein, Basel ist im Schweizer Fussball momentan das Mass aller Dinge.
Falls YB verliert, wächst der Rückstand auf neun Punkte.
Das wäre viel, es könnten am Samstagabend aber auch nur noch drei Punkte Rückstand sein. Unsere Auswärtsbilanz ist nicht schlecht, auch wenn wir zuletzt in Genf einen Rückschlag erlitten haben. (YB hat mit 4 Siegen, 2 Unentschieden und 1 Niederlage in 7 Spielen hinter Basel die zweitbeste Auswärtsbilanz).
Die Partie im St.-Jakob-Park ist Ihre Rückkehr nach Basel. Nach Ihrem letzten Spiel mit den Baslern im Mai 2009 wurden Sie vom Publikum mit Ovationen verabschiedet – Sie hingegen blieben sehr kontrolliert. Wird das morgen erneut so sein?
Der FCB wollte mich ja nicht mehr haben nach guten Jahren. Das gehört halt zum Business. Doch ich hatte eine tolle Zeit in Basel. Jetzt freue ich mich auf dieses Spiel. Basel hat ein sehr gutes Team – und wir sind auf dem Weg, uns den Baslern zu nähern.
Welche Emotionen werden Sie nun zeigen bei der Rückkehr?
Es ist natürlich ein besonderes Spiel. Aber ich habe in meiner Trainerlaufbahn schon viele wichtige und spezielle Partien vorbereitet und erlebt.
Sie haben offensichtlich grossen Respekt vor der Basler Mannschaft.
Das ist so, ja. Sie ist sehr gut. Dazu wird der ganze Klub getragen von einer grossen Fan-Gemeinschaft, von einem wesentlichen Teil der Bevölkerung. Auch dies macht den FCB so stark. Aber wir tun bei YB alles, um den Rückstand zu verringern.
Wie lange brauchten Sie, um die Entlassung beim FCB zu verdauen?
Jede Entlassung schmerzt. Dieses Geschäft ist sehr emotional und schnelllebig geworden, Entlassungen gehören leider dazu. Doch wenn ich auf meine zehn Jahre in Basel zurückschaue, überwiegen die positiven Aspekte.
Hätten Sie den Verein damals früher aus freien Stücken verlassen sollen?
Nein, nein, nein. Ich half dort ja mit, den Fussballvirus wieder zu entfachen. Wir sorgten international für Furore, die Europacup-Abende sind unvergesslich. Die Jahre in Basel sind ein ganz wesentlicher Teil meiner Trainerkarriere.
Nach Ihrem Ende bei Tottenham tauchten Sie in die Anonymität ab, dasselbe taten Sie später nach den unfreiwilligen Abgängen bei Basel und Stuttgart. Warum?
Es gab nichts mehr zu sagen. Ich bin nicht einer, der sich in einer solchen Situation über andere Personen auslässt, sich beschwert oder lamentiert. Ich ging als Trainer immer vorneweg, ich stellte mich vor die Mannschaft. Und wenn die Verantwortlichen der Ansicht sind, ich sei nicht mehr der richtige Mann, dann ist das halt so. Dann muss der Trainer das Feld räumen und dem Nachfolger alles Gute wünschen.
Es wäre für Sie undenkbar, eine Abschiedspressekonferenz zu geben, wie das Lucien Favre nach seiner Absetzung bei Hertha getan hat?
So wird nur unnötig Geschirr zerschlagen. Heute sind wir doch so weit, dass bei einem Vertragsabschluss bereits die Modalitäten für eine allfällige spätere Entlassung festgelegt werden.
Ist das nicht ein Zeichen mangelnden Vertrauens?
Es zeigt, dass es ein Business ist, das geleitet ist vom absoluten Erfolgsdenken, verbunden mit sehr viel Geld und wenig Geduld.
Weshalb liessen Sie sich stets viel Zeit bis zu einer neuen Zusage?
Ich denke, dass ein Trainer Abstand braucht, wenn er entlassen wurde. Ich investiere viel Herzblut in meinen Job und muss das Erlebte verarbeiten. Ich würde auch in Zukunft gleich handeln.
Wie sehr machen Ihnen Entlassungen zu schaffen?
Es ist hart. Wenn ich beispielsweise daran denke, wie ich in Stuttgart entlassen wurde. Ich führte die Mannschaft vom 15. Rang in die Europa League, in der folgenden Saison musste ich nach ein paar Wochen gehen. Das tut schon weh. Aber wenn das Management wechselt, wenn neue Leute kommen, die nicht auf einen setzen, ist man machtlos.
Ärgert es Sie, von anderen Leuten abhängig zu sein?
Ich bin Angestellter des Vereins und muss gewisse Entscheidungen akzeptieren. Und wenn die Resultate nicht mehr stimmen … Wichtig ist für mich, dass ich stets versuchte, nachhaltig zu arbeiten.
Sie erzählten bislang kaum, was Sie während Ihrer Auszeiten unternommen haben. Tun Sie es jetzt?
(Lacht.) Ich arbeite seit 40 Jahren als Spieler oder Trainer im Fussball. Ich musste im Verlauf dieser Karriere auf enorm viel verzichten. Wo ich auch angestellt war, lebte ich strikt für den Erfolg. Ich musste jeden Tag funktionieren, war ständig verfügbar. Da ist es doch klar, dass ich das Telefon ausschalte, wenn ich schon einmal abtauchen kann.
Was haben Sie genau gemacht?
Ich habe es genossen, auch einmal andere schöne Dinge des Lebens zu geniessen: eine Stadt zu erkunden zum Beispiel. Die Fussballer sehen ja sehr oft nur den Flughafen, das Hotel und das Stadion. Ich schätze es, andere Länder und andere Kulturen kennen zu lernen. Ich bin auch gerne in der Schweiz herumgereist. Aber am längsten war ich in Barcelona und auf Mallorca – auch, um Spanisch zu lernen.
Haben Sie auch Fussball geschaut?
Ja klar, ich war vor allem beim FC Barcelona oft im Stadion. Dieser Fussball gefällt mir, er drückt enorme Spielfreude aus. Aber ich denke, ein langer Ball wird manchmal auch bei Barça gespielt – allerdings nur als Seitenwechsel …
Nun sind Sie zurück, und der Druck bei YB ist nicht kleiner als vorher bei GC oder Basel. Brauchen Sie ihn?
Mich interessiert es nicht, eine Mannschaft zu betreuen, die in der Schweiz im Optimalfall um Rang 4 spielen kann. Der Druck ist gross bei YB, das stimmt. Nach GC und Basel ist YB für mich in der Schweiz vielleicht die letzte ganz grosse Herausforderung. Ich will YB wieder an grosse Zeiten heranführen. Gegenwärtig ist dieser Klub in der Super League die grösste Aufgabe für einen Trainer, weil die Ausgangslage sehr speziell ist.
Weil YB seit 1986 nicht mehr Meister wurde?
Einerseits deswegen. Und das Kader ist ja eigentlich seit Jahren gut besetzt, zum Titel hat es aber doch nie gereicht.
Vorgänger Vladimir Petkovic wurde zweimal Zweiter und trotzdem entlassen. Ein zweiter Platz mit Ihnen wäre doch nun ein Misserfolg.
Das ist ja genau die Herausforderung.
Wäre ein zweiter Platz für Sie denn in jedem Fall ein Misserfolg?
Das hängt vom Verlauf der Meisterschaft ab. Und etwas muss ich erwähnen: Nachdem wir gegen Braga in der Qualifikation zur Europa League scheiterten, wurde mit Bienvenu ein sehr guter Stürmer aus wirtschaftlichen Gründen verkauft.
Haben Sie sich dagegen gewehrt?
Die finanzielle Situation erforderte den Verkauf. Ich wies auf das Risiko hin, ob wir wieder einen derart treffsicheren Stürmer verpflichten können. Wenn ich die Sturmreihen von YB und Basel vergleiche, dann stelle ich fest, dass es bei uns an Erfahrung fehlt. Mayuka, Ben Khalifa und Costanzo sind hoch talentiert, aber natürlich viel weniger routiniert als Alex Frei und Marco Streller.
Die Erwartungen und Hoffnungen sind riesig. Das Team war zuletzt Dritter. Dann kamen Sie als Titeltrainer, und nun ist YB Vierter …
... das ist ungenügend. Es zeigt sich, dass wir noch nicht reif genug sind, um an der Spitze zu stehen.
Wollen Sie die Mannschaft im Winter weiterverändern?
Ich möchte, dass zwei neue Leute für die Offensive verpflichtet werden. Wir benötigen noch Leadertypen. Das Team braucht eine gute Balance, eine gute Mischung. Wir müssen klug spielen – und vor allem den Gegner dominieren. Ich will von YB dominanten, nach vorne gerichteten Fussball sehen. Wir haben viel zu wenige Tore geschossen.
In Basel hatten Sie eine ausgeprägte Machtposition, auch weil es keinen Sportchef gab. Bei YB gibt es Ilja Kaenzig sowie die Geldgeber Benno Oertig, Andy und Hans-Ueli Rihs. Wie ist die Zusammenarbeit?
Gut. Bei Transfers unterbreite ich meine Wünsche Ilja Kaenzig und dem Technischen Direktor Hansruedi Hasler. Kaenzig bespricht die Situation dann mit den Investoren. Ich habe mit Oertig und den Gebrüdern Rihs fast nur an den Spielen Kontakt. Sie haben viel für den Sport gemacht und viel in YB und das Stade de Suisse investiert. Sie verlangen eine ausgeglichene Rechnung. Alle drei sind Geschäftsleute und wissen, dass der Fussball ein sehr emotionales Geschäft ist.
YB hat seit dem Cup 1987 keinen Titel mehr gewonnen, die Ungeduld ist gross. Viele sind unzufrieden und wollen sofort positive Ergebnisse.
Das kann ich gut verstehen. Sie haben ein Anrecht darauf.
Haben Sie Bedenken, dass Ihr Ruf leiden könnte, wenn Sie mit YB keinen Erfolg haben?
Ja, aber mit diesem Dilemma lebt jeder Mensch. Ich werde an meinen früheren Erfolgen gemessen, das ist normal. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ic ... y/27260486
_________________ For Ever
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