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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 19. April 2011, 15:43 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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 Der Bund, 19.04.2011 Zitat: Rückkehr zur alten Liebe
YB-Verteidiger Alain Nef war FCZ-Junior und machte am 13. Mai 2006 in Basel den ersten Meistertitel seit 25 Jahren möglich. Im Schlagerspiel verteidigt er heute im Letzigrund.
Alain Nef ist 29, seine Karriere wird noch ein paar Jahre dauern. Aber Alain Nef hat den emotionalen Höhepunkt seiner Karriere schon hinter sich. Er kann nicht mehr erleben, was er schon erlebt hat, weil es von diesem Moment nie eine Kopie geben wird. Es war am 13. Mai 2006, als die 93. Minute lief und sich Nef den Ball für den Einwurf schnappte. Der Rest ist ein Stück Schweizer Fussballgeschichte mit Stahels Flanke und Filipescus Tor, dem 2:1, das dem FCZ die erste Meisterschaft seit 25 Jahren sicherte. Nef sagt: «Den Titel nach einer langen Aufholjagd in dieser letzten Sekunde im letzten Spiel der Saison zu gewinnen – das gibt es nie mehr.»
Es war sein letzter Einsatz für den FCZ, seinen FCZ, zu dem er als 17-Jähriger vom FC Wädenswil gekommen war. Heute Abend kehrt er mit YB in den Letzigrund zurück. Sein Herz wird etwas schneller klopfen und seine Freude etwas grösser sein als vor einem anderen Spiel. In Bern fühlt sich Nef zwar wohl. Aber Zürich ist seine Heimat geblieben. In Zürich hat er sich eine Wohnung gekauft, die auch während der Auslandsjahre immer Basis blieb. In Bern ist er Mieter eines Appartements. Die Familie pendelt nach Lust und Freitagen hin und her, solange Sohn Lean nicht in den Kindergarten muss. Nef kann sich vorstellen, danach fest in Zürich zu bleiben und mit dem Zug zur Arbeit zu fahren.
Der Besuch der Einbrecher
An diesem Morgen in der vergangenen Woche ist trainingsfrei und Vatertag. Nef hat den bald dreijährigen Buben in eine Bar in Zürich-Enge mitgenommen. Zwischen dem FCZ 2006 und YB 2011 liegen vier Stationen und drei Leihverträge. Er hatte sich aus Zürich nach Piacenza in die italienische Serie B verabschiedet. Die Möbel nahm er damals noch mit. Es lohnte sich nicht, weil Einbrecher Interesse daran zeigten und er bald in kurzen Abständen in neue Städte zog.
In Piacenza verdiente er sich einen 5-Jahres-Vertrag beim Serie-A-Klub Udinese. Dort erschrak er, als er im Trainingslager auf über 50 Spieler traf, die sich drei Garderoben und zwei Plätze teilten. Er erlebte den Verein als unpersönlich. In seinem ersten halben Jahr spielte er kaum. Deshalb führte ihn ein Leihvertrag nach Huelva. Nef traf im Nou Camp auf den FC Barcelona und im Heimspiel auf Real Madrid. Er erinnert sich an die Begegnungen mit Messi oder Iniesta. Er sagt: «Das war weniger angenehm.»
Die fehlenden Monatslöhne
Gefallen hat es ihm trotzdem in Südspanien, nur ging die Zeit mit dem Abstieg nach einem halben Jahr zu Ende. In Udine bemühte er sich im Sommer 2009 ums nächste Leihgeschäft: Triestina, Serie B. Für eine Saison unterschrieb er dort, und es fehlen ihm aus dieser Zeit noch ein paar Monatslöhne. Danach musste er wieder zu Udinese. Ein Leihgeschäft in Italien oder sonst irgendwo im Ausland wollte er nicht mehr. Nach der Geburt des ersten Kindes – seine Frau bekommt bald das zweite – verlangten die ständigen Umzüge und Reisen logistische Meisterleistungen. Zwischenzeitlich standen in Spanien, Italien und der Schweiz gleichzeitig Kinderwagen. Solche Umstände wollte Nef seiner Familie nicht mehr zumuten.
Also beschäftigte er sich mit den Fragen: «Was will ich? Die drei Jahre absitzen, die mir gemäss Vertrag noch bleiben? Oder versuche ich wieder, als Fussballer glücklich zu werden?» Er wollte nicht in Udine bleiben, weil er sich vorkam «wie einer, der nicht gebraucht wird». Und weil er sich vorstellen konnte, was passieren wird, wenn er den Sprung ins Serie-A-Kader nicht schafft: Trainingsaufgebote für Sonntagmorgen 8 Uhr. Und für Sonntagnachmittag. Ausbleibende Lohnzahlungen. Die kleinen Spielchen eben, um einen gut bezahlten Fussballer zum Wechsel zu bewegen.
Nef erzählt seine Geschichte direkt und unterhaltsam. Es bringt ihn nicht aus dem Takt, wenn Lean zwischendurch auf ihm herumturnt. Im vergangenen Sommer wäre er am liebsten zum FCZ zurückgekehrt. Die Zürcher hätten ihn auch gerne verpflichtet, wenn die Abwehrplätze nicht besetzt gewesen wären. Sportchef Fredy Bickel schätzt die Qualitäten des 190 cm langen Verteidigers, den robusten Körperbau, die Zweikampf- und Kopfballstärke. Und er schätzt vor allem auch den Menschen Alain Nef: «Er ist ein unglaublich positiver Typ. Offen und klar.»
Im Rückblick ist Nef nicht unglücklich, dass die Gespräche nicht zum Abschluss führten und er zuerst leihweise und dann bis 2015 fest bei YB unterschrieb. In Bern hat er die Möglichkeiten des Klubs und den Fussballboom kennen und schätzen gelernt. Er glaubt, dass die Mannschaft Potenzial für Titel hat. Und vor allem heisst sein Trainer in Bern Vladimir Petkovic und nicht Urs Fischer. Zu Petkovic hat er keine private Beziehung. Urs Fischer ist ihm so nah, dass er glaubt, eine berufliche Zusammenarbeit könnte problematisch werden.
Mit dem FCZ-Trainer hat er in seinen ersten zwei Jahren (2001 bis 2003) in der Nationalliga A verteidigt. Oder wie Urs Fischer witzelt: «Ich war Captain und musste ihn als Aussenverteidiger dirigieren, weil er so oft falsch stand.»
Freunde sind sie damals geworden. Seit sieben Jahren fahren die beiden Hobbyfischer praktisch jeden Sommer für ein paar Tage hinaus auf den Sihlsee. Nef würde nun Fischer den Meistertitel gönnen, nur mag er ihm deshalb heute den Sieg nicht schenken. Mit YB verfolgt er das Ziel, auf Platz 2 und in die Champions-League-Qualifikation zu kommen. Er hofft deshalb für den FCZ, dass der FCB noch ein paarmal schwächelt. Am Samstag könnte er seinen Teil dazu beitragen, dann spielt er im St.-Jakob-Park.
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mgfe
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Verfasst: Montag 22. August 2011, 21:30 |
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Registriert: Montag 22. August 2011, 21:15 Beiträge: 3 Wohnort: 3073
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Rege mich langsam ab Nef auf. Holt in jedem Spiel mindestens eine Gelbe. Wo hat der seine Nerven oder seinen Kopf bei diesen meist absolut sinnlosen Aktionen?
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JFK
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Verfasst: Dienstag 23. August 2011, 09:36 |
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Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13 Beiträge: 738
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wie bereits erwähnt bringt nef schon fast varelsche qualitäten auf den platz. 
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 24. August 2011, 08:59 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.08.2011  Zitat: Noch 6 Mal Vatertag
YB-Verteidiger Alain Nef ist ein Familienmensch. Wenn er weiter so Karten sammelt, wird er ganz viel Zeit für Frau und Kind haben.
J e eine Gelbe in den ersten vier Meisterschaftsspielen. Macht eine Sperre in Spiel 5, beim 3:0 in Zürich gegen GC. Gegen Thun war Nef wieder dabei – und holte sich den gelben Karton prompt wieder ab, als er Mauro Lustrinelli im Strafraum foulte. Sein Kommentar: «Das 0:1 geht auf meine Kappe, ich hätte da nicht reingrätschen müssen. Wenn der Ref dann halt Penalty pfeift, zeigt er auch Gelb.»
Zwischendrin kassierte Nef in der Europa League in Braga gleich zwei Gelbe in einem Spiel. Womit aus der zweiten eine Rote wurde. So kann er am Donnerstag seine Gelbsammlung garantiert nicht erweitern – er ist fürs Rückspiel im Stade de Suisse gesperrt.
Bleiben wir bei der Meisterschaft und rechnen ein bisschen. Kassiert Nef nach wie vor in jedem Match Gelb, muss er in Runde 10 beim FCZ und in Runde 15 bei Servette aussetzen.
Zeit für Sohn Lean (3). In der Rückrunde würde Nef 4-mal fehlen. So auch in der letzten Runde.
Damit kommt Nef gut weg. Denn vor 2007 kumulierten sich die Sperren. Nach acht Gelben Karten musste man 2-mal aussetzen, nach zwölf 3-mal etc. Nef hätte also nach altem Recht schon am 6. November in die Winterpause gehen können, drei Runden vor Schluss.
Und auch finanziell gehts Nef nicht dreckig. YB-CEO Ilja Kaenzig: «Man darf mit Alain nicht zu hart ins Gericht gehen. Er ist ein Fels in der Brandung. Es lief viel blöd für ihn.» So gibts klubintern keine Disziplinierungsmassnahmen. Und auch die Busse der Liga fürs Kartensammeln muss Nef nicht sel- ber berappen. «Nur bei unnötigen Karten bitten wir die Spieler zur Kasse. Bei Nef habe ich keine solchen ausgemacht», sagt Kaenzig. «Nicht, dass Spieler aus Angst vor einer Busse noch den Fuss zurückziehen
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shalako
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Verfasst: Montag 29. August 2011, 14:00 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.08.2011  Zitat: Der lernwillige Haudegen Alain Nef
Der kompromisslose Verteidiger der Berner Young Boys wird immer mehr zum Chef im Zentrum Acht Partien, acht gelbe Karten – das ist die Bilanz von Alain Nef in dieser noch jungen Saison. «Ich arbeite daran», sagt der Innenverteidiger, auch heute gegen seinen Stammklub, den FCZürich.
Die Woche ist voll. Acht Trainings, Europa League am Donnerstag und heute der FCZ. Zeit bleibt kaum für ein Treffen. Alain Nef nimmt sich welche für ein längeres Telefongespräch, ganz unkompliziert. Er werde selbst am kommenden Tag zum Hörer greifen und die Nummer wählen, sobald das Morgentraining vorüber sei.
Es klingelt schon um 11 Uhr. Wegen der grossen Hitze hat die Lektion bei Trainer Christian Gross bereits ab 8.30 Uhr begonnen. Nef ist mit 29 Jahren einer der ältesten im Kader der Berner Young Boys. Nach vier Jahren im Ausland zählt auch die Erfahrung zu seinen Qualitäten. 104 Spiele in der italienischen Serie B mit Piacenza und Triestina sowie zwei Partien für Udinese und acht für Huelva in den höchsten Ligen Italiens und Spaniens kann er vorweisen. Nicht zu vergessen seine 129 Einsätze für den FC Zürich, mit dem er eine Meisterschaft und einen Cup gewonnen hatte. Trotzdem: «Von Christian Gross kann man viel lernen», sagt Nef, «er hat eine grosse Winner-Mentalität, die wir übernehmen sollten.» Von heute auf morgen gehe das aber nicht.
Unwiderstehlich sind die Young Boys noch nicht in Nefs zweite Saison in Bern gestartet. Dass YB gegen Braga in der Europa League ausgeschieden ist, das sei «sehr bitter». «Wir hatten uns vorgenommen, in die Gruppenphase zu kommen», sagt Nef, der für die Partie von Donnerstag gesperrt war. Die ersten, nicht ganz überzeugenden sechs Spiele der Meisterschaft sieht er nicht in einer schlechten Optik. «Wir haben erst ein Spiel verloren, das wir zudem hätten gewinnen sollen», sagt Nef auf die vergangene Meisterschaftspartie gegen Thun (0:2) zurückblickend.
In der Tat hatten die Young Boys die zahlreicheren und besseren Chancen. Doch der FCThun ging im Derby in Führung, auch dank der unglücklichen Mithilfe Alain Nefs. Ungestüm war er in der 28.Minute gegen den anstürmenden Mauro Lustrinelli vorgegangen. Statt mitzulaufen und den Angreifer vom Tor wegzudrängen, setzte Nef sogleich zum Gleittackling an. Es war die falsche Entscheidung, wie er selbstkritisch zugab. Lustrinelli fiel im Strafraum und Lezcano schoss vom Elfmeterpunkt die Thuner in Führung. Nicht bevor Alain Nef die obligate gelbe Karte gesehen hatte – die fünfte in seinem fünften Super-League-Spiel, die achte in acht Spielen dieser Saison. Denn auch in der Europa League sah er gegen Westerlo gelb und im Hinspiel gegen Braga gar gelb-rot.
Nef will diesen konstanten Verwarnungen kein zu grosses Gewicht geben. «Wenigstens habe ich keine Karte wegen Reklamierens oder wegen einer Tätlichkeit erhalten», sagt er, «und im ganzen Leben habe ich erst zweimal Rot gesehen.» In der Tat nicht viel, für einen Haudegen seines Schlags. In der vergangenen Saison waren es neun gelbe in 38 Partien. «Ich spiele nicht anders als davor», sagt Nef. Nur die Schiedsrichterentscheide, die seien bisher etwas härter ausgefallen. «Aber es ist klar, dass ich daran arbeite, um weniger Karten zu kassieren.»
Nef sei der Aggressivleader, sagt sein Trainer Christian Gross. Auch er ist der Meinung, dass die Hälfte der Karten nicht gerechtfertigt gewesen seien. Aber Gross gibt auch zu: «Alain hat seinen Stil zu verteidigen – er sucht den Fight.» Das könne man immer besser machen und das wisse sein Spieler. Gemeinsam mit Goalie und Captain Marco Wölfli spreche Nef viel auf dem Platz, er halte das Team zusammen. «Das ist wichtig», sagt Gross. Mit der Defensivleistung seiner Mannschaft ist er bisher bedingt zufrieden. «Wir lassen zwar wenig Chancen zu», sagt Gross, der sich über eine geschäftige Mannschaft freut. «Wer Initiative zeigt, der darf Fehler begehen», sagt Gross, «wir machen aber noch zu viele.»
So hart Nef auf dem Feld wirkt, so entspannt offen ist er daneben. Dies hat ihn nach dem Meistertitel 2006 mit dem FCZ ins Ausland getrieben. «Ich suchte das Abenteuer, habe etwas probiert», sagt er über die unterschiedlichen, aber guten Erfahrungen. «Ich würde das heute gleich tun. Es war eine gute Lebensschule.» Man lerne, sich durchzusetzen. In der Serie B gelang ihm das problemlos. In Udine, wo über 100 Spieler unter Vertrag stehen und an die 50 an der Vorbereitung teilnehmen, schaffte es Nef nicht zum Durchbruch in der SerieA. «Ich wollte immer nur ‹tschutten›», sagt er in seinem Züri-Deutsch. Deshalb liess er sich ausleihen – zu Huelva, zur Triestina, dann zu YB im vergangenen Sommer. Als er zum Familienvater wurde, seien die Wanderjahre vorbei gewesen. Nun ist er in Bern zu Hause, wo er sich neben Veskovac zum Anführer der Verteidigung entwickelt.
Die Heimat bleibt aber Zürich und der FCZ. Deshalb sei es immer speziell, gegen ihn zu spielen. «Ich habe da viele gute Erinnerungen und habe dem Klub viel zu verdanken.» Das habe er auch dem jetzigen Trainer Urs Fischer, der im Jahr 2001 noch Captain war, als Nef ins Profikader aufstieg. Es verwundert kaum, dass er von ihm viel gelernt hat und sie den Kontakt nie abgebrochen haben.
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shalako
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Verfasst: Montag 26. September 2011, 08:56 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.09.2011  Zitat: «Herr Nef, wie oft gehen Sie zum Coiffeur?»
Alain Nef (29) spielte lange Jahre für den FCZ. Heute trifft er mit YB auf seinen alten Verein. Zuvor jedoch stellte er sich dem «Bund»-Fragebogen.
Was ist Ihre grosse Leidenschaft neben dem Sport?Familie und Fischen.
Was wären Sie geworden, wenn nicht Profisportler?(Denkt lange nach). Ich habe Landschaftsgärtner gelernt und die Lehre abgeschlossen. Aber auch wenn ich nicht Profifussballer geworden wäre, als Landschaftsgärtner würde ich nicht arbeiten. Ich wäre wohl in irgendeiner Form im Bereich Sport tätig.
Welchen Sportanlass haben Sie zuletzt als Privatperson besucht?Das ist lange her, damals spielte ich noch beim FCZ. Da war ich mit meinen Teamkollegen am Tennisturnier der Frauen, dem Zurich Open.
Was haben Sie sich zuletzt geleistet?Ich bin gerade daran, mir eine Eigentumswohnung zu leisten, in Zürich im Kreis 2. In einem alten Mehrfamilienhaus wird im obersten Stock eine neue Wohnung eingebaut. Noch ist mit dem Bau nicht begonnen worden, aber das Gesuch ist eingereicht.
Wie oft gehen Sie zum Coiffeur, und wie viel darf es kosten?Ich habe keinen Zeitplan, ich lasse die Haare meistens dann schneiden, wenn meine Teamkollegen meinen, jetzt sei es wieder höchste Zeit. Und das kommt öfters vor. Ich bin bereit, bis zu 60 Franken zu zahlen.
Was ist Ihre liebste TV-Sendung?Ich mag Dokumentarfilme. Die Doku über den Kreis 4 in Zürich mit der Langstrasse fand ich sehr interessant.
Welches Menü haben Sie zuletzt gekocht?Ich grilliere, zählt das auch dazu? Das letzte Mal war vergangene Woche.
Was darf in ihrem Kühlschrank nie fehlen?Kalte Getränke, sie müssen eiskalt sein, ob Wasser, Rivella oder Fanta.
Ihr Lieblingsrestaurant?Ich habe mehrere. Eines davon ist das Restaurant Pergola in Zürich.
Mit wem würden Sie gerne einen Tag tauschen?Mit meinem dreieinhalbjährigen Sohn Lean. Der kann unbekümmert den ganzen Tag spielen und wird von meiner Frau gut umsorgt.
Woran glauben Sie?Dass man mit Zusammenhalt, Durchhaltewillen und positiver Einstellung viel erreichen und so auch Rückschläge wegstecken kann.
Wer war Ihr Held der Kindheit?Maradona war mein Idol – aber mittlerweile taugt er mit seiner Lebensweise nicht mehr unbedingt zum Vorbild.
Welchen Geruch mögen Sie?Chilbi-Geruch, das Gemisch von gebrannten Mandeln, Zuckerwatte, Grilladen.
Wofür haben Sie kein Verständnis?Fehlenden Respekt gegenüber Mitmenschen, das finde ich bedenklich.
Sie unternehmen eine Zeitreise, wohin?Zurück in die Ritterzeit.
Was müssen Sie in Ihrem Leben unbedingt noch erleben?Ich wünsche mir natürlich, dass ich noch sehr viel erleben darf, auch mit meinen Kindern. Und dann möchte ich den Rekordfang im Fischen schaffen (lacht). Ich will den grössten Hecht oder Zander fangen, der je in der Schweiz an Land gezogen wurde.
Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?Jetzt gerade, in diesem Interview.
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shalako
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Verfasst: Samstag 5. November 2011, 11:01 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.08.2011  Zitat: YB-Verteidiger Nef feiert Nati-Comeback
Alain Nef feiert sein Comeback in der Nati. Der SFV hat heute sein Aufgebot für die Spiele gegen Holland und Luxemburg bekannt gegeben.
Alain Nef kehrt nach zweijähriger Absenz wieder ins Nationalteam zurück. Der Verteidiger der Berner Young Boys hatte zuletzt am 5. September 2009 beim 2:0-Sieg der Schweiz im Rahmen der WM-Qualifikation in Basel gegen Griechenland gespielt. Es war sein drittes Länderspiel für die Schweiz gewesen. http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/15717919
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 9. November 2011, 17:23 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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09.11.2011  Zitat: Nef-Comeback: Kompromissloser Nati-Rückkehrer
Alain Nef kehrt nach zwei Jahren Absenz in den Kreis der Nationalmannschaft zurück. Nach dem Ausfall von Philippe Senderos kann der 29-jährige Verteidiger der jungen Nati guttun. Nef war beim Zusammenzug am Dienstag im Teamhotel in Feusisberg neben Sevettes Nati-Neuling Vincent Rüfli der begehrteste Gesprächspartner der Medien. Gewohnt routiniert stand er Red und Antwort. Die Freude an der überraschenden Nominierung war dem YB-Abwehrchef anzusehen. Und was hat sich in seiner Abwesenheit im Kreis der Nati für ihn verändert? «Ich bin der Älteste hier. Das war beim letzten Mal nicht so», sagt Nef vergnügt. Dabei ist das gerade mal zwei Jahre her. Alain Nef bestritt sein drittes und vorerst letztes Länderspiel am 5. September 2009 in der WM-Qualifikation für Südafrika. Die Schweiz gewann 2:0 gegen Griechenland.
Sein Debüt gab der ehemalige FCZ-Profi ein Jahr zuvor gegen Zypern (4:1). Das Testspiel am 20. August war gleichzeitig das Debüt von Ottmar Hitzfeld als Schweizer Nati-Trainer, der für das Testspiel neben Nef vier weitere Neulinge nominiert hatte. Nef musste nach einem Nasenbeinbruch bei seinem damaligen Verein Udinese mit einer Maske antreten. Das hinderte den Zürcher indes nicht, bei seinem Einstand ein Tor zu schiessen. Nef traf nach einem Freistoss von Almen Abdi mit der Brust zum zwischenzeitlichen 3:1. Feiert der Defensivmann auch sein Comeback mit einem Treffer – vielleicht sogar gegen Vize-Weltmeister Holland?
Stammplatz bei YB führte zur Nati zurück
So weit denkt der 29-Jährige beim Einrücken nicht, zumal er nicht weiss, ob er zum Einsatz kommt. Und wenn ja, in welchem der beiden anstehenden Partien. Die Nati testet am Freitag in Amsterdam gegen Holland (20.30 Uhr, Liveticker 20 Minuten Online) und am Dienstag darauf in Luxemburg (20.15 Uhr, Liveticker 20 Minuten Online). «Ich schaue erst einmal, wie die Stimmung in der Mannschaft ist und freue mich, dass ich überhaupt dabei sein kann. Holland zählt zu den weltbesten Mannschaften. Da dabei zu sein, ist schon sehr schön. Und wenn ich dann auch noch meinen Teil auf dem Platz beitragen kann ...» Davon kann man ausgehen: Nef könnte mit seiner kompromisslosen Art einen guten Gegenpol zu Johan Djourou bilden. Der Arsenal-Defensivspieler wäre in diesem Zentrums-Duo eher der Mann mit der technisch feinen Klinge.
«Ich habe mir nichts Besonderes vorgenommen oder mir Gedanken darüber gemacht», so Nef, «ich mache das, was ich auch im Klub mache.» Und das macht er bei YB erfolgreich. Der Wädenswiler hat sich vor allem in der aktuellen Saison unter Trainer Christian Gross einen Stammplatz erarbeitet und Emiliano Dudar vergessen gemacht sowie U21-Vize-Europameister François Affolter auf die Ersatzbank verdrängt. Auch bei YB zählt der Zürcher zu den Ältesten im Team. Neben seiner Persönlichkeit hat Nef vier Jahre Erfahrung in europäischen Topligen aufzuweisen.
Endstation der jahrelangen «Züglete» in Bern
2006 hat Nef den FCZ (129 Einsätze) verlassen, mit dem er gerade Meister geworden war und schloss sich in Italien Piacenza an. Mit Piacenza und Triestina (ausgeliehen) hat er über 100 Partien in der Serie B bestritten. Dazu kommen zwei Spiele mit Udinese in der Serie A und acht Matches für den spanischen Erstligisten Huelva, wo er ein kurzes Gastspiel gegeben hat, ehe er wieder nach Italien zurückkehrte. Im Sommer 2010 landete er bei YB, nachdem er eine Offerte von Cluj, dem letztjährigen rumänischen Champions-League-Gegner des FC Basel, ausgeschlagen hatte.
Ausschlaggebend für die Rückkehr in die Schweiz war auch Nefs kleine Familie. Zudem sei es für seine Frau und das gemeinsame Söhnchen Lean auf Dauer nicht gut gewesen, ständig umzuziehen. Unter Christian Gross hat sich der kopfballstarke 1,90-m-Mann zu einem Führungsspieler entwickelt. Diese Qualität und die jahrelange Erfahrung will der Routinier auch in der jungen Nati einbringen – und die kann diese aufstrebende, talentierte Equipe auch gut gebrauchen.
_________________ For Ever
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Hauptstadt
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Verfasst: Freitag 25. November 2011, 17:38 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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shalako
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Verfasst: Samstag 11. Februar 2012, 13:14 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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11.02.2012  Zitat: Der fischende Ankermann
Alain Nef verrichtet seine Arbeit auf dem Rasen unaufgeregt und kompromisslos. Abseits des Spielfeldes ist der YB-Abwehrchef und Hobbyangler ein grosser Spassvogel.
Im schrillen Fussballgeschäft mit vielen Selbstdarstellern aus der Youtube-Generation wirkt Alain Nef manchmal, als sei er aus einer Zeitmaschine in die Zukunft geschickt worden. Nef ist angenehm normal, er ist geerdet und freundlich und gut erzogen, er ist, was man früher einen Teamspieler nannte und heute als Charakterkopf bezeichnet. Aber dieser Alain Nef, auf dem Rasen zuweilen ein Raubein, das den Gegner und sich nie schont, hat ein zweites Gesicht, es ist ein spitzbübisches und eines, in dem die Augen schmal und klein werden, wenn Nef herzhaft lacht. Wie man hört, ist er in der YB-Kabine nicht nur ein Wortführer, sondern auch der grösste Spassvogel (manchmal auch: Kindskopf), was nicht zu seiner sachlichen, harten Spielweise passt. «Ich will in jedem Training und in jedem Spiel gewinnen», sagt Nef, «sonst müsste ich ja gar nicht die Fussballschuhe anziehen.» Aber, ja, vor seinen Sprüchen sei keiner sicher, wobei es nur ein übles Gerücht sei, und jetzt sind seine Augen schmal und das Gesicht ist spitzbübisch, dass er der beste Imitator von YB-Trainer Christian Gross sei.
Die vielen Verwarnungen
Alain Nef ist nicht einmal 18 Monate bei YB engagiert, aber er ist bereits einer der dienstältesten Akteure und längst zum Führungsspieler aufgestiegen. Gross benutzt das hübsche Wort «Ankermann», um die Rolle seines Abwehrchefs zu beschreiben, und er lobt Nef als «gewissenhaft, vorbildlich und einsatzbereit». Als der Kopfballspezialist Anfang Saison in sieben Pflichtspielen sieben Verwarnungen erhalten hatte und einen Gelbe-Karten-Weltrekord ansteuerte, stellte sich Gross vor ihn. «Nef ist ein fairer Spieler, wird aber oft ungerecht beurteilt», sagte der Coach, und Nef ärgerte sich vor allem über die Gelb-Rote Karte im Europa-League-Qualifikationshinspiel in Braga (0:0). «Eine Verwarnung erhielt ich wegen angeblichen Zeitspiels, zudem wurde mir ein Tor zu Unrecht wegen Abseits aberkannt», sagt Nef, «das war eine schwierige Phase. Doch jetzt werde ich ja wieder weniger verwarnt.» Sein Teamkollege Christoph Spycher habe ihm gesagt, er besitze bei den Referees einen schlechten Ruf. «Aber ich bin keiner, der sich deshalb jetzt bei den Schiedsrichtern einschleimt.»
Der aufrechte Arbeiter ist mit seiner Haltung weit gekommen, er hat viel erlebt und ist nach eigenen Angaben als Mensch und Fussballer insbesondere in seinen Auslandjahren gereift. «Ich wollte mich bei Udinese durchbeissen, wurde aber nach Spanien und in die Serie B ausgeliehen», sagt Nef, «und war froh, erhielt ich im Sommer 2010 das YB-Angebot.»
Als Meister hatte sich Nef im Sommer 2006 aus Zürich verabschiedet, wenige Wochen nach dem denkwürdigen 2:1-Sieg in Basel, als der FCZ in der 93.Minute den Titel sichergestellt und Nef die Flanke auf Meisterschütze Iulian Filipescu geschlagen hatte. «Natürlich werde ich darauf immer wieder angesprochen», sagt Nef, «doch das ist vorbei. Ich will auch mit YB Titel gewinnen, ich spüre in Bern die Sehnsucht nach Erfolgen. Damals war es in Zürich ja nicht anders gewesen.»
Zukunft auch im Fussball
Bis 2015 läuft Nefs Vertrag, und so wie es aussieht, ist er einer der Pfeiler im Titelplan von Christian Gross. «Es gab viele Veränderungen», sagt Nef, «so ist Fussball.» Unaufgeregt geht der Verteidiger seinen Lebensweg, und dazu passt, dass er sich gerne beim Fischen erholt (einmal im Jahr mit FCZ-Coach Urs Fischer, einem früheren Mitspieler) – und Ende 2011 eine Äsche im Stadionrestaurant Eleven vorbeibrachte. «Sie soll gut gewesen sein», sagt Nef.
Am Montag wurde der zweifache Familienvater 30 Jahre alt («Das sorgt jetzt nicht für eine Sinnkrise bei mir»), seine Frau organisierte in Zürich ein Überraschungsfest mit vielen Kollegen (auch von YB), und in seiner Heimat Zürich lässt er auch ein Haus bauen. Selbstverständlich denkt Nef bereits an die Zukunft, er hat erste Trainerkurse absolviert, möchte im Fussballbusiness bleiben und seine Werte und seine Einstellung weitergeben. Vorerst aber strebt er noch als Fussballer hohe Ziele an. Sein Trainer und Fürsprecher Gross glaubt zudem, dass der vierfache Nationalspieler (1 Tor) Ende Februar beim Länderspiel im Stade de Suisse gegen Argentinien dabei sein wird: «Nef hat ein Aufgebot verdient.» Aber selbst wenn mal wieder einige Schweizer Innenverteidiger verletzt ausfallen, stellt Alain Nef – natürlich – keine Forderungen: «Es ist noch keiner fürs Nationalteam aufgeboten worden, weil er das in der Zeitung verlangt hat.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30473855
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