04.06.2011
[img]
http://u.jimdo.com/www7/o/s981c21264302 ... eitung.jpg[/img]
Zitat:
«Ich arbeite als Berater»
FussballNeue Aufgabe für den früheren YB-Sportchef Alain Baumann. Der Berner wird Berater beim Super-League-Aufsteiger Lausanne.
Alain Baumann, was ist Ihre Aufgabe bei Lausanne?
Alain Baumann: Ich werde nicht Sportchef bei Lausanne, ich arbeite als Berater und werde den Verein nach dem Aufstieg in die Super League beraten. Und auch das nur für eine gewisse Zeit.
Was bedeutet das?
Lausannes Präsident Jean-François Collet rief mich vor rund zehn Tagen an und fragte, ob ich dem Verein helfen könnte. Ich stehe aber im Wort, ab Anfang August als Generalagent bei einer Versicherung anzufangen, und darauf freue ich mich. Deshalb werde ich jetzt vorerst für einen Monat voll für Lausanne arbeiten und dem Verein bei der Transferplanung für nächste Saison mithelfen.
Und danach?
Dann werde ich Anfang August meinen neuen Job bei der Versicherung antreten. Denkbar ist aber, dass ich im Mandatsverhältnis weiter für Lausanne tätig sein werde. Das kommt sicher auch darauf an, wie die nächsten Wochen laufen und wie wir uns verstehen werden.
Wie steht es um Ihr Französisch?
Gut, meine Eltern kommen aus Lausanne, ich bin also mit dieser Sprache aufgewachsen.
Und was sind Ihre Ziele mit Lausanne?
Wir wollen eine Mannschaft zusammenstellen, das sich in der Super League behaupten kann. Das wird sicher nicht so einfach werden. Aber es ist eine sehr spannende Aufgabe und eine grosse Herausforderung für mich.
Gibt es bereits konkrete Ideen?
Ja, sicher, ich habe mich auch schon mit Trainer Martin Rueda unterhalten. Wir haben eine grosse Liste von Kandidaten, darunter sind auch Spieler von Spitzenklubs, die wir vielleicht ausleihen können.
Sind auch YB-Spieler darunter? Zuletzt verliehen die Young Boys schon Spieler an Lausanne, zum Beispiel Nachwuchsnationalspieler Alexandre Pasche.
(lacht) Das werden wir sehen. Die Saison ist eben erst zu Ende gegangen, es hat sehr viele Spieler auf dem Transfermarkt. Wir müssen gut arbeiten, denn auch die anderen Vereine in der Super League wollen ja besser werden.
Haben Sie eigentlich noch Kontakt zur YB-Vereinsspitze, nachdem Sie in der Winterpause unsanft entlassen worden waren?
Nein, aber ich gehe mittlerweile wieder an die YB-Spiele ins Stade de Suisse. Ich arbeite ja jetzt einige Monate nicht mehr für die Young Boys, aber nach so vielen Jahren als Spieler und später als Teammanager und Sportchef werde ich mich immer für YB interessieren.