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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Alain Nef
 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. September 2010, 12:20 
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Sonntag, 12.09.2010

Das Ausland als Lebensschule

Alain Nef hat bei den Young Boys unterschrieben und steht vor dem Comeback in der Super League
Von Markus Brütsch

Als Schweizer Meister mit dem FC Zürich hat sich Rechtsverteidiger Alain Nef 2006 aus der Super League nach Italien verabschiedet. Jetzt ist er zurück in der Schweiz und hofft heute auf Einsatzzeit in der wegweisenden Partie gegen Basel.

Nicht immer ist die Champions League das Mass aller Dinge. Alain Nef zum Beispiel hat darauf verzichtet, am nächsten Mittwoch in Cluj sein Debüt in der Königsklasse zu geben. Nicht mit dem FC Basel, sondern gegen diesen; mit dem rumänischen Champion gegen den Schweizer Meister. «Es gab tatsächlich ein Angebot, nach Cluj zu gehen», sagt Nef, «doch als auch die Young Boys Interesse zeigten, da war ich froh und entschied mich für die Schweiz und Bern.» Als Familienvater zog er die vertraute Heimat dem fremden Rumänien vor.

Im Juli war bereits vermeldet worden, Nef werde die nächste Saison für Pescara in der Serie B spielen. Doch nach zwei Saisons bei Piacenza und einer Spielzeit bei Triestina mit insgesamt 104 Spielen hatte Nef die zweithöchste Liga in Italien «gesehen». Zwar gab es auch Verhandlungen mit Serie-A-Aufsteiger Brescia, doch schliesslich machten die Young Boys das Rennen, als sie den 28-Jährigen bis zum Saisonende von Udinese ausleihen konnten. Bei den Friaulern steht Nef noch bis 2013 unter Vertrag.

Auf der grossen Bühne hatte sich Nef vor gut vier Jahren aus der Super League verabschiedet. Zu beiden Toren des FC Zürich hatte er mit die Vorarbeit geleistet, als sich dieser in Basel mit einem 2:1 erstmals nach 25 Jahren wieder den Meistertitel sicherte. Durch die grosse Türe kehrt Nef nun in die Schweizer Liga zurück; wieder gegen Basel zwar, aber im Trikot der Young Boys. Noch weiss Nef allerdings nicht, ob ihn Trainer Vladimir Petkovic heute Sonntagnachmittag in diesem für die Berner ausserordentlich wichtigen Spiel auch gleich einsetzt. Mit Udinese hat er die gesamte Saisonvorbereitung bestritten, und wer weiss, wie hart die Italiener im Sommer trainieren, zweifelt nicht an Nefs Fitness. Noch aber fehlt ihm die Spielpraxis. Immerhin konnte er beim 3:1-Sieg im Testspiel über den deutschen Bundesligisten SC Freiburg 90 Minuten durchspielen und einen ansprechenden Eindruck hinterlassen.

Natürlich hat sich Nef die Tabelle der Super League angesehen. Er ist sich im Klaren, dass sich YB einen Achtpunkterückstand auf den Meister einhandeln würde, sollte die Partie im Stade de Suisse wie die «Finalissima» in der vergangenen Saison verloren gehen. «Noch liegen die Mannschaften nahe beisammen», will der Rechtsverteidiger aber nichts davon wissen, dass es für die Berner bereits um Gedeih oder Verderb geht.

Auch wenn Nef vor zwei Jahren darauf gehofft hatte, nach seinem Transfer von Piacenza zu Udinese den Durchbruch in der Serie A zu schaffen, will er nichts von seinem gut vierjährigen Auslandaufenthalt missen. Auch sein leihweiser Abstecher in die Primera Division mit acht Partien für Recreativo Huelva wird ihm in guter Erinnerung bleiben. «Die vollen Stadien und das offensive Spiel in Spanien haben ihm imponiert. «Doch es wäre besser, Stürmer oder offensiver Mittelfeldspieler zu sein, um in Spanien das fussballerische Glück zu finden», denkt Nef. Er betrachtet seine Zeit im Ausland als Lebensschule, auf und neben dem Platz. «Ich würde es wieder machen», sagt Nef.

Jetzt aber lautet sein Ziel, rasch seine neue Mannschaft kennen zu lernen und so bald als möglich das zu sein, wofür er verpflichtet worden ist: Eine wertvolle Arbeitskraft. «Ich möchte dazu beitragen, dass YB zu einer gewissen Konstanz findet», sagt Nef. Egal, ob sein Team nun gegen Basel oder wie am Donnerstag in der Europa League beim VfB Stuttgart oder zwei Tage später im Cup beim interregionalen Zweitligisten Spiez anzutreten hat. Auf diese Kernaufgabe will sich Nef konzentrieren, alles andere kommt dann von selbst. Wie zum Beispiel ein Comeback in der Nationalmannschaft. Sein bisher drittes und letztes Spiel für die Nati hat er vor einem Jahr beim 2:0 über Griechenland absolviert, nachdem ihm ein Jahr zuvor beim Einstand unter Ottmar Hitzfeld gegen Zypern gleich ein Tor geglückt war.

Ob er ein ähnliches Husarenstück nun auch gegen Basel schafft?

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Alain Nef
 Beitrag Verfasst: Freitag 17. September 2010, 13:53 
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Berner Zeitung, 16.09.2010

Bewährungsprobe für Alain Nef

Nach dem Ausfall des Abwehrchefs Emiliano Dudar dürfte Last-Minute-Zugang Alain Nef bei YB eine wichtige Rolle bekleiden.

Sein Debüt für YB geriet am Sonntag zur Nebensache – im Heimspiel gegen Basel (2:2) wurde Alain Nef für den verletzten Emiliano Dudar eingewechselt, und weil der Argentinier Dudar nach schwerer Hirnerschütterung und Nasenbeinbruch länger ausfallen wird, dürfte Nef in der YB-Defensive nun eine Hauptrolle besetzen. Der Zürcher hatte in den letzten Jahren als Rechtsverteidiger agiert, gegen den FCB wurde er aber zuerst hinten links («dort spielte ich zehn Jahre nicht mehr») eingesetzt, ehe er Mitte der zweiten Hälfte die Seite wechseln durfte. «Natürlich spiele ich dort, wo ich gebraucht werde», sagt Nef, der nach Dudars Ausfall als Zentrumsverteidiger gebraucht werden könnte, aber auch eine Alternative auf rechts ist, falls Scott Sutter ins Mittelfeld rückt.

Der Sieg im St.-Jakob-Park

Seit rund zwei Wochen ist der 28-jährige Nef in Bern, er hat ein Team mit «grosser Qualität und starken Einzelspielern» vorgefunden, wie er sagt, aber auch eines, dem «es noch an Konstanz» mangelt. Als Last-Minute-Transfer war Nef Ende August verpflichtet worden, leihweise von Udinese, wo rund 120 Spieler unter Vertrag stehen und «in der Vorbereitung fast 50 Spieler um die Plätze kämpften», wie Nef sagt. In Bern fühlt er sich gut aufgehoben, schliesslich verstehe er die Sprache, kenne Mentalität und einige Mitspieler, was zuletzt nicht der Fall gewesen sei. 2006 verliess Nef den FC Zürich, mit dem er gerade Meister und ein Jahr zuvor Cupsieger geworden war. Nach starken Leistungen bei Piacenza lockten 2008 Udinese und der nächste Karriereschritt – doch die Realität waren leihweise Gastspiele bei Huelva in Spanien und Triest (Serie B) in Italien. «Jetzt hätte ich auch zu Cluj nach Rumänien gehen und Champions League spielen können. Doch YB ist der richtige Verein für mich.»

Mit seiner Frau und dem zweijährigen Sohn hat Nef in den letzten Jahren oft den Wohnort gewechselt, mittlerweile hat er eine Wohnung in Wabern gefunden. Seine Ziele mit den Young Boys sind hoch. «Ich weiss, dass der Verein besser abschneiden will als zuletzt, als er Zweiter wurde», sagt der kopfballstarke Abwehrspieler. Und Nef weiss vor allem, wie man Basel in einer Finalissima bezwingt. Er war 2006 in tragender Rolle dabei, als der FCZ im St.-Jakob-Park in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielte: Nef warf in der 93.Minute den Ball ein, den Florian Stahel in die Mitte flankte und Iulian Filipescu zum Meisterschuss veredelte. «Wir hatten damals einen Riesenlauf», sagt Nef, «und bei YB ist das Potenzial vorhanden, um Ähnliches zu erreichen.»

2008 drei Länderspiele

Auch für die Europa League gibt sich der ehemalige Nationalspieler zuversichtlich. «Wenn wir unser Potenzial abrufen, müssen wir uns nicht verstecken. Das hat YB ja auch gegen Fenerbahçe Istanbul bewiesen.» Vor zwei Jahren bestritt Alain Nef drei Länderspiele, traf bei seinem Debüt gleich gegen Zypern (4:1), war dann aber auch bei der monumentalen Blamage gegen Luxemburg (1:2) dabei. Nach dem 2:1-Sieg in Griechenland meldete sich Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld nicht mehr bei ihm, weil sich Nefs Laufbahn bei Udinese nicht wie gewünscht entwickelte. Torhüter Marco Wölfli und Christoph Spycher von YB kannte Nef aus seiner kurzen Zeit in der Auswahl, und jetzt geht es für ihn darum, seinen Namen wieder prominenter zu positionieren. «Man hat ihn in den letzten Jahren ein wenig vergessen», sagt YB-Chef Ilja Kaenzig. «Doch Nef kann für uns mit seiner Vielseitigkeit enorm wichtig werden.» Bis 2013 läuft Nefs Kontrakt bei Udinese, und was ab nächstem Sommer sein wird, beschäftigt Nef noch nicht gross. «Ich freue mich auf die kommenden Monate und die vielen Partien.» Zeit, dem geliebten und für einen Fussballer aussergewöhnlichen Hobby Fischen zu frönen, dürfte ihm in den nächsten, strengen Wochen jedenfalls eher wenig bleiben.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Bewaehrungsprobe-fuer-Alain-Nef/story/26772978

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Alain Nef
 Beitrag Verfasst: Freitag 12. November 2010, 12:45 
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Alain Nef im «Mittelpunkt»




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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Alain Nef
 Beitrag Verfasst: Sonntag 14. November 2010, 01:25 
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Berner Zeitung, 13.11.2010

Kunst der Ruhe in turbulenten Zeiten

Morgen geht es für die Young Boys beim Spiel gegen den FC Zürich darum, den Aufwärtstrend zu bestätigen. Verteidiger Alain Nef, ex-FCZ, kennt schwankende Leistungen und die dazugehörigen Reaktionen aus verschiedenen Stationen seiner Karriere.

Auf ihrer turbulenten Reise durch die Liga befinden sich die Young Boys mal wieder auf dem aufsteigenden Ast. Beim 4:2-Sieg in Neuenburg vor einer Woche vermochte vor allem die Offensive zu überzeugen. YB sorgte wieder für positive Reaktionen, nachdem auf das 0:2 in Odense hin viele kritische Stimmen laut geworden waren. YB-Führungsspieler Christoph Spycher hatte sich darauf öffentlich gegen unsachliche Kritik gewehrt. Ein anderer Routinier, der bei YB innert kürzester Zeit zum Stammspieler avanciert ist, unterstützt Spychers Aussagen. Der 28-jährige Alain Nef hat in seiner Karriere schon für Mannschaften gespielt, die sich in weit harscheren Medienlandschaften bewähren müssen. In Spanien, bei Huelva, oder in Italien, bei Triestina, Udinese und Piacenza hat Nef auch viel Kritik zu hören bekommen, «ich bin mir einiges gewohnt». «Doch Spycher hat mit seinen Aussagen recht», sagt Nef, «Kritik muss immer sachlich bleiben.»

Vorteile im Tagesgeschäft

Mit seiner Erfahrung, insbesondere auch in ausländischen Ligen, ist Nef eine Ansprechperson für die jüngeren Spieler im Team. Als zentral im Umgang mit Kritik bezeichnet der Verteidiger die Verarbeitung: «Fussball ist ein Tagesgeschäft – was auch Vorteile mit sich bringt. Schlechte Leistungen kann man sehr schnell durch gute vergessen machen.»

Vor bald zehn Jahren hatte Nef bei einem ähnlich ambitionierten Schweizer Verein seine Karriere lanciert. Mit dem FCZ wurde er Meister und Cupsieger, «da blieb die Kritik natürlich aus». Doch es gab auch andere Momente, lange vor dem wundersamen Titel 2006, als Zürich den FCB in der letzten Runde ab-fing: «2001 waren wir eine Zeit lang mitten im Abstiegskampf – und ich sass die meiste Zeit auf der Bank.» Auch durch solche Erlebnisse am Anfang seiner Profizeit habe er im Umgang mit Kritik Fortschritte gemacht, erzählt Nef.

Standbein in der Heimat

Am Sonntag kehrt Nef nun erstmals im Trikot eines anderen Vereins in den Letzigrund zurück. Nach Nefs Wechsel ins Ausland wurde das Zürcher Stadion 2007 umgebaut, seither hat er erst einmal dort gespielt: Vor zwei Jahren, bei der historischen 1:2-Niederlage gegen Luxemburg, kam Nef als rechter Aussenverteidiger zu seinem zweiten Länderspiel. Der Zürcher freut sich auf die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. «Während meiner Zeit im Ausland kam ich leider nie dazu, mir ein Spiel im Letzigrund anzusehen, ich bin immer nur daran vorbeigefahren.» Noch immer sind einige alte Bekannte von Nef beim Stadtklub unter Vertrag. Obwohl sich der Familienvater bei YB gut eingelebt hat und mit Frau und Kind in Wabern wohnt, hat er seine Wohnung in Zürich noch nicht gekündigt. «Die hatte ich auch während meiner Zeit im Ausland immer, das ist mein Standbein in der Heimat», sagt Nef schmunzelnd.

Stark im Vergleich

Gegen Nefs Ex-Klub hat YB in den letzten fünf Spielen stets gewinnen können. Dies will Nef auch morgen weiterführen, trotz FCZ-Vergangenheit. «Natürlich ist das Spiel für mich speziell. Für uns geht es aber primär darum, einen weiteren Sieg einzufahren, wir haben jetzt endlich die Chance, die viel angekündigte Serie zu starten.» Ob er nach dem Spiel in Zürich bleibt und alte Beziehungen pflegt, weiss Nef noch nicht. Vorab ist er für YB jedenfalls nicht nur ein ruhender Pol in der Innenverteidigung, sondern zudem einer, der die Kunst der Ruhe auch in turbulenten Zeiten beherrscht.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Kunst-der-Ruhe-in-turbulenten-Zeiten/story/21237383

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Alain Nef
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 24. November 2010, 09:53 
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Wölfli und Nef bleiben langfristig bei YB!

Der BSC Young Boys setzt kräftige Zeichen für die Zukunft: Goalie Marco Wölfli und Verteidiger Alain Nef haben ihre Verträge jeweils bis Sommer 2015 verlängert. Wölflis bisheriger Kontrakt wäre noch bis 2012 gültig gewesen. Nef war Ende August leihweise von Udinese gekommen. YB und der Serie-A-Klub einigten sich nun auf die definitive Übernahme.

Marco Wölfli spielt seit 1998 für YB - mit Ausnahme eines eineinhalbjährigen Unterbruchs beim FC Thun (2002/2003). Der 28-jährige Captain etablierte sich bei den Young Boys als Teamleader und Identifikationsfigur und stellt seine Qualitäten auch als Nationalgoalie unter Beweis. Zwar gab es immer wieder Anfragen aus dem Ausland, der Grenchner gibt nun aber ein klares Bekenntnis zu YB ab. «Ich habe immer gesagt, dass ich nicht einfach ins Ausland wechsle, damit ich im Ausland gewesen bin.» Es gefalle ihm bei YB ausgezeichnet. «Es ist beeindruckend, was bei YB in den letzten Jahren aufgebaut wurde. Der Klub bietet mit seinen Ambitionen und Planungen beste Voraussetzungen für die Zukunft und schweizweit aussergewöhnliche Perspektiven, um erfolgreich zu sein. Die Spieler, das Management und der Verwaltungsrat wollen zusammen etwas Grosses erreichen», sagt Wölfli und spricht damit auch Benno Oertig, den Verwaltungsratspräsidenten der YB-Betriebs-AG, an. «Wir wissen, was wir an Wölfli haben, und sind froh, dass wir die Zusammenarbeit fortsetzen können. Er ist Captain und Führungsspieler und wird die Entwicklung bei YB in den nächsten Jahren massgeblich prägen - auf und neben dem Platz», sagt Oertig.

Auch Alain Nef freut sich auf die nächsten Jahre bei YB. «Mir wurde es leicht gemacht, mich bei den Young Boys zu integrieren. Meiner Familie und mir gefällt es in Bern ausgezeichnet», sagt der 28-jährige Verteidiger.


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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Alain Nef
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 24. November 2010, 16:13 
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YB-Flash: Vertragsverlängerungen Wölfli und Nef




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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Alain Nef
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. November 2010, 12:54 
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Berner Zeitung, 25.11.2010

Wölfli und Nef bleiben bis 2015 bei YB

Goalie Marco Wölfli und Verteidiger Alain Nef haben ihre Verträge beim BSC Young Boys jeweils bis Sommer 2015 verlängert.

Marco Wölfli spielt mit Ausnahme eines eineinhalbjährigen Unterbruchs beim FC Thun (2002/2003) seit 1998 für YB. Der bisherige Vertrag des 28-jährigen Captains wäre noch bis 2012 gültig gewesen. Trotz häufiger Anfragen aus dem Ausland hat sich der Grenchner nun klar für YB entschieden: «Ich habe immer gesagt, dass ich nicht einfach ins Ausland wechsle, damit ich im Ausland gewesen bin.» Es gefalle ihm bei YB ausgezeichnet. «Es ist beeindruckend, was bei YB in den letzten Jahren aufgebaut wurde. Der Klub bietet mit seinen Ambitionen und Planungen beste Voraussetzungen für die Zukunft und schweizweit aussergewöhnliche Perspektiven, um erfolgreich zu sein. Die Spieler, das Management und der Verwaltungsrat wollen zusammen etwas Grosses erreichen», so Wölfli.

Verwaltungsrat zufrieden

Benno Oertig, Verwaltungsratspräsident der YB-Betriebs-AG, zeigt sich erfreut, dass Wölfli sich längerfristig verpflichtet hat: «Wir wissen, was wir an Wölfli haben, und sind froh, dass wir die Zusammenarbeit fortsetzen können. Er ist Captain und Führungsspieler und wird die Entwicklung bei YB in den nächsten Jahren massgeblich prägen - auf und neben dem Platz.»

Auch Alain Nef freut sich auf die nächsten Jahre bei YB. «Mir wurde es leicht gemacht, mich bei den Young Boys zu integrieren. Meiner Familie und mir gefällt es in Bern ausgezeichnet», sagt der 28-jährige Verteidiger. Nef ist Ende August leihweise von Udinese gekommen, und hat sich nun ebenfalls langfristig verpflichtet.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Woelfli-und-Nef-bleiben-bis-2015-bei-YB/story/27171353

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Alain Nef
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. November 2010, 13:05 
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Der Bund, 25.11.2010

Nef und Wölfli bekennen sich zu YB
YB baut fleissig an der Mannschaft der Zukunft. Gestern gab der Klub bekannt, dass Marco Wölfli und Alain Nef ihre Verträge um mehrere Jahre verlängert haben. Der Goalie unterschrieb einen Kontrakt bis 2015. Wölfli ist nicht nur der dienstälteste YB-Spieler, sondern gleichzeitig auch Teamleader und wichtigste Identifikationsfigur. «Wir wissen, was wir an Wölfli haben, und sind froh, dass wir die Zusammenarbeit fortsetzen können», liess sich Benno Oertig, Verwaltungsratspräsident der YB-Betriebs-AG, gestern in einer Medienmitteilung zitieren. Der Captain werde die Entwicklung bei YB in den nächsten Jahren massgeblich prägen, so der Investor weiter. Für Trainer Vladimir Petkovic ist die Weiterverpflichtung von Wölfli ein starkes Zeichen der Klubleitung.

Wölfli zog eine längerfristige Bindung an YB einem Engagement im Ausland vor. «Ich habe immer gesagt, dass ich nicht einfach ins Ausland wechsle, damit ich im Ausland gewesen bin», sagte Wölfli. Sollte irgendwann ein Grossklub aus einer der grossen europäischen Ligen anklopfen, würde sich der Nationalgoalie die Sache nochmals gründlich überlegen. «Der Verein wird mir in diesem Fall keine Steine in den Weg legen.»

Auch Alain Nef setzt in den nächsten Jahr auf Gelb-Schwarz. Der Zürcher hat sich mit YB über einen definitiven Vertrag bis 2015 geeinigt. Er war Ende August leihweise von Udinese zu den Bernern gestossen. Der 28-Jährige fand sich schnell in der neuen Umgebung zurecht. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Emiliano Dudar bildete er zusammen mit François Affolter ein zumeist sehr gut harmonisierendes Innenverteidiger-Duo. Nef, der die letzten drei Jahre zumeist in Italiens Serie B verbrachte, sagte gestern zu seinem Bekenntnis zu YB: «Der Klub hat es mir leicht gemacht, mich zu integrieren. Zudem gefällt esmir und meiner Familie sehr gut in Bern.»

Marco Wölfli, Alain Nef, Scott Sutter, der kürzlich seinen Vertrag verlängerte, und Christoph Spycher sollen eine zentrale Rolle spielen bei der Umsetzung der ambitionierten Ziele, die der Verein unter der neuen Führung hegt.

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Alain Nef
 Beitrag Verfasst: Dienstag 30. November 2010, 10:32 
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NZZ, 29.11.2010

Casting-erfahren

Alain Nef – aus Italien zu YB

bsn. · Manchmal musste er auf der Weltkarte nachschauen, woher das Angebot kam. Zum Beispiel Huelva. Alain Nef kannte die spanische Stadt nicht, als sein italienischer Arbeitgeber Udinese 2009 für ein Leihgeschäft angefragt wurde. Nef konnte wählen zwischen einer Nebenrolle bei Udinese und etwas mehr Einsätzen bei Recreativo Huelva. Er zog das Unbekannte vor und spielte ein halbes Jahr in der Primera Division.

Nachdem Nef 2006 mit dem FC Zürich Meister geworden war, zog er nach Italien. Er spielte zwei Jahre bei Piacenza in der Serie B, ehe Udinese mit einem guten Vertrag lockte, obwohl für Nef kaum Verwendung war. Die Sommer-Trainingslager hätten stets mit etwa 50 Spielern begonnen, erzählt Nef. Wer es nicht unter die letzten 25 schaffte, galt als Verleih-Kandidat. Heuer hätte Nef nach Empoli, Pescara, Cluj wechseln können – und entschied sich schliesslich für einen Klub in der Heimat, für YB. Der 28-Jährige bereut nicht, ins Ausland gegangen zu sein. Er lernte, Geduld zu haben – auf der Ersatzbank und daheim in der Wohnung, weil in Italien oft wochenlang auf einen Internetanschluss gewartet werden müsse.

Nun hat der Familienvater genug erlebt. «Eigentlich», sagt Nef, «kam ich zurück, um in der Schweiz zu bleiben.» Den YB-Vertrag verlängerte er jüngst bis 2015. Nef ist ein polyvalenter Verteidiger, der seine technischen Limiten nicht verhehlt. Er staunt, wenn er sieht, wie heute schon mit Siebenjährigen an der Technik gefeilt werde, «das erlebte ich noch nicht so.» Nef stürmte lang in Wädenswil, wechselte während der Landschaftsgärtnerlehre zum FCZ, wo ihn der Nachwuchscoach Albert Hohl zum Verteidiger umpolte. Nef tue einem Team gut, sagt der FCZ-Sportchef Fredy Bickel, er sei offen, geradlinig, normal. Tugenden, die in einem 50-Fussballer-Casting übersehen werden können

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Alain Nef
 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. Februar 2011, 08:23 
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Der Bund, 13.02.2011

Alain Nef – keine Funkpause mit Fischer

Der Trainer des FCZ war einst Lehrmeister und Teamkollege von Alain Nef. Der YB-Verteidiger sagt: «Ich habe Urs Fischer viel zu verdanken.»

Zwölf Meisterschaftsspiele hat Alain Nef bisher für die Young Boys bestritten, seit der Verteidiger am 31. August von Udinese ausgeliehen worden war. Im November unterschrieb der 1,90 m grosse 28-jährige Verteidiger bei YB einen Vertrag bis im Sommer 2015. Die Berner reagier­ten schnell auf die zuverlässigen Leistungen des Kämpfers.

Vor einer Woche verteidigte Nef in Bellinzona erstmals in einem Meisterschaftsspiel an der Seite von Emiliano Dudar. Bei seinem Debüt mit YB am 12. September kam Nef in der 37. Minute für Dudar ins Team. Das war nach dem fatalen Moment, als Dudar und Teamkollege François Affolter während des Spiels gegen Basel mit den Köpfen unglücklich zusammengestossen waren und Dudar danach bewusstlos zu Boden sank. Auch Nef ist erleichtert, dass die Geschichte mit dem geglückten Comeback von Dudar vor einer Woche im Stadio Comu­nale zu Bellinzona nun der Vergangenheit angehört. Mit dem 1,86 m grossen Affolter, Dudar, der 1,91 m misst, und dem 1,90-m-Mann Nef verfügen die Young Boys über eine Abwehr mit vielen Zentimetern. Ob Dreierabwehr oder ­Viererkette, für Nef ist wichtig, «dass wir in der Lage sind, verschiedene Systeme zu spielen. So können wir uns auf die Spielweise der Gegner viel flexibler einstellen.»

Camp Nou und Knochenliga

69 Mal hat er für Piacenza Calcio während zweier Saisons zwischen 2006 bis 2008 verteidigt und in dieser Zeit erlebt, dass auch in der Serie B die Trainer sehr viel Wert auf die Taktik legen. Nach starken Leistungen bei Piacenza wechselte er 2008 in die Serie A zu Udinese. Doch dort kam er nur zu zwei Einsätzen und wurde nach Spanien zu Recreativo ­Huelva ausgeliehen. Mit Huelva kam er zu 8 Spielen und zu Auftritten im Camp Nou in Barcelona, im ­Bernabéu in Madrid und im Mestalla in Valencia. In der Serie B hat er erlebt, wie hart es in dieser Knochenliga zugeht und wie lang man auf den Zahltag warten muss. In Spanien spielte er mit einem Abstiegskandidaten in den Stadien der ganz grossen Klubs – doch jetzt sagt er: «Ich bereue meine Erfahrungen im Ausland nicht. Aber ich bin froh, mit YB bei einem guten Klub in der Schweiz unter Vertrag zu sein.» Und der Vater eines zweijährigen Sohnes fügt an: «Das Herumziehen als Familien­vater hat seine Grenzen.»

Am Sonntag geht es gegen den FC ­Zürich, für den Alain Nef bei 139 Meisterschaftsspielen am Ball war und mit dem er 2006 Schweizer Meister wurde. Beim FCZ wirkt mit Trainer Urs Fischer eine wichtige Bezugsperson von Nef. «Als ich vor zehn Jahren ins Profikader kam, war Urs Fischer Captain des FCZ.» Und damals sagten die Routiniers den Jungen noch, wo es langgeht. «Wir hatten bei den Trainings die Tore zu tragen, wenn sie verschoben wurden, die Bälle einzusammeln, und wenn wir 5 gegen 2 spielten, war klar, dass die Jungen in die Mitte mussten.»

Der Support von Fischer

Für Alain Nef bleibt der FC Zürich ein Markstein in seinem Leben. «Ich habe Urs ­Fischer viel zu verdanken. Er war streng zu den jungen Spielern, er hat mit den andern Routiniers die Hierarchie im Team markiert, aber er hat sich immer für die Mannschaft und die Anliegen der Spieler eingesetzt.» Von Fischer habe er viele Tipps erhalten, auf und neben dem Spielfeld. «Wenn es Probleme gab, hat er sich Zeit genommen, um eine Lösung zu finden, und er hat für mich auch ein gutes Wort eingelegt, als es darum ging, ob mein Vertrag verlängert wird oder nicht.»

Und so war es für den Wädenswiler Nef auch klar, dass er Fischer von seinen Absichten informierte, als sich im letzten August der Wechsel von Italien nach Bern abzeichnete. Und auch jetzt, vor dem Spiel gegen den FCZ, habe man sich keine gegenseitige Funkpause auferlegt. «Wir erhalten unseren Kontakt aufrecht, so wie immer», schmunzelt Nef.

http://www.derbund.ch/bern/Alain-Nef--keine-Funkpause-mit-Fischer/story/30875793

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