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 Betreff des Beitrags: Irland - Schweiz
 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Oktober 2005, 02:31 
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Ein Sieg!
Gruppenerster!


.....und dann ab nach Deutschland. 8)

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Oktober 2005, 09:03 
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Regeneration vor dem Sturmlauf

Die Schweizer Fussballnationalmannschaft ist in Dublin gelandet und stellt sich auf ein schweres Spiel ein
Die Equipe Köbi Kuhns wird in Irland nicht nur gegen einen offensiv ausgerichteten Gegner, sondern auch 30 000 stimmgewaltige Zuschauer spielen. Vorerst steht jedoch die Erholung im Zentrum.

Von der Schweizer Nationalmannschaft ist in der Endphase der WM-Qualifikation ein hohes Mass an Flexibilität gefordert. Gegen Frankreich wies die SFV-Auswahl nach, dass sie spielerisch auch mit Spitzenteams mithalten kann. Gegen Irland ist nun der Faktor Kraft gefragt. Im Lager der Schweizer war nicht ohne Grund auffällig oft von Regeneration die Rede. Der Akt gegen die Franzosen (1:1) hatte die Mannschaft von Köbi Kuhn sehr viel Kraft gekostet. Tranquillo Barnetta, eine der auffälligsten Figuren beim starken Auftritt in Bern, wirkte auch zwei Tage später noch müde. «Das Spiel am Samstag ging tatsächlich an die Substanz», sagte Barnetta in der Flughafenhalle der irischen Hauptstadt Dublin.


Duff verletzt, Given angeschlagen

Das Schweizer Nationalteam wird sich von Beginn weg auf einen Abnützungskampf einstellen müssen. Captain Johann Vogel erwartet einen frühen Sturmlauf der Gastgeber. «Sie spielten gegen Zypern schlecht. Das können sie sich kaum ein zweites Mal erlauben.» Mit dem notgedrungen offensiven Stil und den über 30 000 stimmgewaltigen Supportern im Rücken ist den Iren zuzutrauen, die ungeschlagenen Schweizer nachhaltig zu bedrängen. Allerdings wird den Iren der offensive Mittelfeldspieler Damien Duff fehlen, der sich gegen Zypern eine Knieverletzung zugezogen hat. Zudem hat Irlands Torhüter Shay Given eine leichte Knöchelverletzung erlitten. Der Goalie von Newcastle United prallte im Training mit den Reservespielern unglücklich mit einem Teamkollegen zusammen. Am Abend musste Given zur Untersuchung ins Spital. Im Lager der Iren ist man aber zuversichtlich, dass der Torwart gegen die Schweiz dabei sein kann.
Die Equipe Köbi Kuhns verfügt über die Mittel, dem irischen Kraftfussball entgegenzutreten. Philippe Senderos beispielsweise hat sich bei Arsenal im britischen Fussball-Alltag längst an unzimperliche Stilmittel gewöhnt. Der Verteidiger musste jedoch für das erste Training in Dublin Forfait erklären. Wegen eines Infekts unterhalb eines Auges blieb er im Hotel. Sein Einsatz gegen Irland scheint nicht gefährdet. Allerdings war das Auge gestern derart angeschwollen, dass kein Ernstkampf möglich gewesen wäre.


Domenech: «Nicht rechnen»

Frankreich tritt gegen Zypern ohne den gesperrten Claude Makelele an. Wenn die Franzosen gegen Zypern vier Tore mehr schiessen als die Schweiz bei einem allfälligen Sieg in Irland, sind sie direkt für die WM 2006 in Deutschland qualifiziert. Dem ist auch so, wenn die Equipe tricolore, egal mit welchem Ergebnis, siegt und Irland gegen die Schweiz unentschieden spielt oder gewinnt.«Wir wissen um die Ausgangslage. Wir sollten nicht rechnen, sondern kämpfen und hoch gewinnen», sagte Trainer Raymond Domenech. (si)


Hoffen und Bangen in Europa

Von 32 Plätzen an der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland sind 24 vergeben. Holland, Portugal, Italien, England, Polen und Kroatien sicherten sich am Samstag 6 europäische Tickets. Am Mittwoch werden zum Abschluss der Qualifikation 3 Teams dazustossen.

Drei der führenden Fussballnationen Europas bangen um die direkte WM-Qualifikation, nämlich Spanien, die Nummer 1 der Uefa-Fünfjahreswertung, der frühere Welt- und Europameister Frankreich sowie Tschechien. Spanien muss auf einen Ausrutscher Serbien-Montenegros im Balkan-Duell gegen Bosnien-Herzegowina hoffen, um mit einem kaum in Frage stehenden Erfolg in San Marino noch Gruppensieger zu werden. Rehabilitiert sich aber Serbien (19 Punkte) mit einem Heimsieg für das 0:0 im Hinspiel gegen Bosnien-Herzegowina (16), hilft Spanien (17) selbst ein hoher Sieg nichts. «Wir müssen ruhig bleiben und dürfen nicht auf das andere Spiel achten», meint Stürmer Fernando Torres, der in Belgien (2:0) innerhalb von vier Minuten zwei Mal traf.
Die Tschechen müssen in Finnland gewinnen, wenn sie Rumänien überholen und Platz 2 hinter Gruppensieger Holland erreichen wollen. «Das Land der tausend Seen wird für Tschechien zum Land der einzigen Hoffnung», titelte die tschechische Zeitung «Lidove Noviny» am Montag. Trainer Karel Brückner, den der Ausfall des Goalgetters Jan Koller (Kreuzbandriss) hart trifft, ist seiner Sache nach den jüngsten Rückschlägen nicht sicher: «Wenn ich nicht an den Sieg in Finnland glauben würde, hätte ich auf der Trainerbank nichts verloren. Aber Glauben allein wird nicht genügen.»
In der Gruppe 3 steigt in Bratislava der grosse Showdown um den Barrageplatz zwischen der Slowakei mit dem punktgleichen Russland. Da das Hinspiel in Moskau 2:2 endete, sind die Russen unter Zugzwang. Den Slowaken genügt bereits ein Unentschieden für Platz 2. «Wir tun alles, damit unsere Landsleute stolz auf uns sind. Gegen Russland steigt der bisher wichtigste Match des slowakischen Fussballs», sagt Coach Dusan Galis.
Die WM 2006 wird höchstwahrscheinlich ohne Europameister Griechenland stattfinden. Selbst Trainer Otto Rehhagel glaubt nicht mehr an die Qualifikation: «Wir werden in Deutschland vertreten sein – als Fans», meinte der Deutsche mit gequältem Lächeln. (si)

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 11. Oktober 2005, 09:14 
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BZ, 11.10.2005


Unaufgeregt zur Siegeszigarre

Die Schweiz ist im Fussballfieber. Morgen kann das Fussball-Nationalteam in Dublin gegen Irland den letzten Schritt an die WM 2006 realisieren. Mittendrin sitzt Ernst Lämmli, der gelassene Delegierte der Auswahl.

Ernst Lämmli gibt sich lässig und siegesgewiss / KeystoneSo ungefähr stellt man sich einen Kapitän vor, der im heftigsten Sturm auf offenem Meer den Überblick behält und das Schiff in ruhiges Gewässer führt. Am Gate A71 im Flughafen Kloten sitzt Ernst Lämmli am Montagmorgen gemütlich auf einem Stuhl. Um ihn herum herrscht wildes Durcheinander. Die Journalisten sind auf der Suche nach dem ultimativen Quote. Irgendwo steht Ludovic Magnin, umringt von einer Traube Medienvertreter, die dem Torschützen zum 1:1 gegen Frankreich an den Lippen hängen. Lämmli beobachtet entspannt den Rummel. Er lächelt und sagt: «Man spürt, wie die Euphorie ums Nationalteam noch gestiegen ist.» Und er, Ernst Lämmli, ist der Delegierte dieser Auswahl, die sich morgen in Dublin anschickt, den letzten Schritt an die WM 2006 zu realisieren. «Es gab strubere Zeiten, und sie liegen gar nicht so lange zurück», erklärt Lämmli.


Lämmlis Optimismus

Auch gegen Frankreich patzte Pascal Zuberbühler wie gegen Israel und Zypern. Aber diesmal prügelt selbst der Boulevard nicht auf den bedauernswerten Goalie ein – der kecke Auftritt gegen Frankreich hat den Sympathiewert der Helvetier nach oben katapultiert. «Wir geniessen den Augenblick. Aber wir sind nicht am Ziel», sagt Lämmli, der nach den unsäglichen Tagen an der Euro 2004 und der Spuckaffäre um Alex Frei als «Sesselkleber» verhöhnt wurde.

Der frühere Präsident Aaraus überstand die massive Kritik ohne Machtverlust. Und jetzt sitzt er hier auf dem Sessel und wartet darauf, ins Flugzeug zu steigen, welches die Schweizer Delegation nach Irland führen wird. «Wir sind in einer fantastischen Ausgangslage», sagt Lämmli. Hätte ihm jemand vor Beginn der WM-Kampagne dieses Szenario angeboten, er hätte fadengerade unterschrieben.
Eine Qualifikation für den Gipfel der globalen Fussballelite wäre auch sein Erfolg. Vor wenigen Tagen wurde der Kontrakt mit Trainer Köbi Kuhn, Lämmlis Seelenverwandten, zu einem überraschenden Zeitpunkt bis zur Euro 2008 verlängert. «Kuhn arbeitet ausgezeichnet», sagt Lämmli, «es gibt keinen Grund, einen anderen Coach zu suchen.» Nun bewegt sich der passionierte Zigarrenraucher aber seit Jahrzehnten im Fussballbusiness. Er weiss, wie zerbrechlich das Glück sein kann. Wenn die Schweiz in Irland verliert, belegt sie nur den vierten Schlussrang: «Ich appelliere an die Vernunft. Nicht alles in den letzten 16 Monaten wäre bei einer Niederlage in Irland miserabel gewesen.» Der Architekt ist davon überzeugt, dass die Schweiz morgen gewinnt und von den Franzosen nicht von Rang eins verdrängt wird: «Ich glaube nicht, dass Zypern in Paris eine Kanterniederlage kassiert», sagt Lämmli.


Barrage wohl im Wankdorf

Nach einem zweistündigen Flug landen die Schweizer im Dubliner Herbst. Die Iren wittern nach dem glückhaften 1:0-Sieg auf Zypern ihre Chance – mit einem Heimsieg morgen lockt Platz 2. In der Ankunftshalle am Flughafen verraten die Zeitungsplakate an den Kiosken, was die Gemüter des Gastgebers bewegt: Damien Duff fällt für den finalen Clash mit einer Knieverletzung aus. Doch auch ohne den Superdribbler erwartet die Schweiz an der Lansdowne Road ein heisser Tanz. «Ich traue dem Team noch einmal eine überragende Leistung zu», sagt Lämmli. «Und wenns am Ende ein Remis wird, sind wir auch mit Rang 2 zufrieden.»

Das Heimspiel in der möglichen Barrage Mitte November dürfte nach der gelungenen Veranstaltung gegen Frankreich übrigens wieder in Bern stattfinden. «Wir wären bereit», sagt Stefan Niedermaier, CEO der Stade de Suisse AG, «obwohl ich hoffe, dass sich die Schweiz bereits am Mittwoch für die WM qualifiziert.» Ernst Lämmli würde inmitten der ausgelassenen Feierlichkeiten in aller Ruhe eine Siegeszigarre anzünden.


«Es geht um alles oder nichts»

Der Schweizer Rechtsverteidiger Philipp Degen über den morgigen Final, den Ausfall Damien Duffs und sein Ziel.
Philipp Degen, kann die Schweiz noch besser spielen, als sie es am Samstag beim 1:1 gegen Frankreich getan hat?

Philipp Degen: Ja, wir können mehr Tore schiessen. Dazu brauchen wir aber Chancen. Diese müssen wir uns mit noch mehr Einsatz und Willen erarbeiten.


Muss die Schweiz am Mittwoch überhaupt besser spielen als gegen Frankreich, damit es für einen Sieg in Irland reicht?

Wenn wir so spielen wie am Samstag, gewinnen wir das Spiel. Denn eine solche Leistung würde gegen die meisten Teams der Welt zu einem Sieg reichen.


Was erwarten Sie für eine Partie?

Das wird ein richtiger Final. Es geht um alles oder nichts. Beide Mannschaften werden auf Sieg spielen. Die Iren, weil sie müssen. Und wir, weil wir wollen.


Wird es morgen in dieser Gruppe der vielen Unentschieden überhaupt einen Sieger geben?

Ja, wir werden gewinnen und uns direkt für die WM qualifizieren – davon bin ich überzeugt. Vor drei Jahren hat die Schweiz mit einem 2:1-Sieg bewiesen, dass sie an der Lansdowne Road in Dublin siegen kann.


Irland hat am Samstag auf Zypern nur 1:0 gewonnen und dabei einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen.

Das bedeutet nichts. Es ist für Irland die letzte Chance. Wir wissen alle, zu was die Iren vor dem fanatischen Heimpublikum fähig sind.


Doch ihnen fehlt Superstar Damien Duff. Auf der rechten Abwehrseite hätten vor allem Sie sich um den Chelsea-Spieler kümmern müssen. Sind Sie erleichtert?

Für mich spielt das keine Rolle. Ich habe schon mehrmals gegen grosse Namen gespielt, wie zum Beispiel gegen Dejan Stankovic von Inter Mailand. Es ist mir total egal, wie mein Gegenspieler heisst und was er schon alles gewonnen hat. Ich konzentriere mich nur auf meine Leistung. Ich bereite mich auch nie speziell auf meine Gegenspieler vor.


Würden Sie unterschreiben, wenn Ihnen vor dem Spiel jemand einen Punkt anbieten würde?

Auf gar keinen Fall. Mit einem Remis müssten wir wohl in die Barrage. Das wollen wir unter allen Umständen vermeiden …


… was auch mit einem Sieg noch nicht definitiv geschafft wäre. Wenn Frankreich gegen Zypern mit vier Toren mehr als die Schweiz in Dublin gewinnt, gehts trotzdem in die Barrage.

Aber mit einem guten Gefühl. Gewinnen wir in Irland, können wir stolz sagen: Wir haben alles versucht und eine WM-Teilnahme verdient.


Können Sie sich etwas Schöneres vorstellen, als an einer Weltmeisterschaft dabei zu sein?

Nein! Zumal die WM ja in Deutschland stattfindet, wo ich bei Dortmund unter Vertrag stehe. An diesem Turnier trifft sich die Weltelite, es ist der grösste Sportevent überhaupt. Qualifizieren wir uns, fahre ich mit stolzer Brust zurück zu meinem Klub. Denn im Ausland wird das Schweizer Nationalteam nach wie vor belächelt. Bei einer WM-Qualifikation wird sich das ändern.

Interview: Tobias Habegger, Dublin

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 12. Oktober 2005, 17:37 
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Ich glaube nicht, dass die Schweiz die WM-Quali im ersten Anlauf schafft. Haki ist eben schon extrem wichtig für die Offensive, ist auch durch Frischling Barnetta und Chrampfer Cabanas nicht zu ersetzten, welcher zwar gut fightet, aber vom Tempo her grausam überfordert ist und jämmerliche Standarts abliefert. :( :(
Köbi soll mal ein bisschen mehr auf gestandene Spieler setzen: Spycher (bei allem Respekt vor Lud. Magnin), Haas, Hakan, Smilianic (im Deffensiven Mittelfeld, Vogel bring nüt)

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...habe fertig!


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 12. Oktober 2005, 18:10 
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YBMONSTER hat geschrieben:
Ich glaube nicht, dass die Schweiz die WM-Quali im ersten Anlauf schafft. Haki ist eben schon extrem wichtig für die Offensive, ist auch durch Frischling Barnetta und Chrampfer Cabanas nicht zu ersetzten, welcher zwar gut fightet, aber vom Tempo her grausam überfordert ist und jämmerliche Standarts abliefert. :( :(
Köbi soll mal ein bisschen mehr auf gestandene Spieler setzen: Spycher (bei allem Respekt vor Lud. Magnin), Haas, Hakan, Smilianic (im Deffensiven Mittelfeld, Vogel bring nüt)


Yakin wäre vorallem wichtig gegen Irland. Nicht von der Person her aber von der Spielanlage..technisch stark, kreativ etc. Magnin würd ich für dieses Spiel nicht durch Spycher ersetzen...Magnin ist jetzt einfach mental im Hoch aufgrund der letzten Tage. Haas...naja ich weiss nicht, immer wenn Haas oder Huggel in der CH Nati eingewechselt werden gehts mies, so hab ich dies für mich beobachtet.

Ich würde das Team so lassen wie es ist für heute Abend. Aussert Degen....den kann man gegen Zypern oder Israel bringen wenn man Tore schiessen muss, aber nicht gegen Irland wenn man zunächst mal auf einer soliden Defensivleistung aufbauen muss.


Als Sturmersatz würd ich heute nach 70 minuten (wenn nötig) eher lustrinelli als streller einsetzen. Lustrinelli ist ein quirliger Stürmer, stark am Boden. Streller mag Kopfballstark sein, das sind aber die Iren auch.


Was ist mit Celestini, Henchoz und Rey sind die von der NAti zurückgetreten oder nicht mehr berücksichtigt?


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. Oktober 2005, 09:35 
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Schweizer Fussballer müssen in die Barrage

Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft erreichte im letzten Gruppenspiel der WM-Qualifikation in Dublin gegen Irland ein 0:0. Damit haben die Schweizer die Chance, sich via zwei Entscheidungsspiele im November für die WM 2006 zu qualifizieren.

Freilich wäre in Dublin auch die direkte Qualifikation möglich gewesen, denn das Team von Köbi Kuhn hatte in der Schlussphase des hektischen und kampfbetonten Matches die besseren Chancen. Der Gegner der Schweizer in der sogenannten Barrage wird am Freitag ausgelost.

Nach der Pause erhöhte Irland den Druck zwar merklich, die Schweizer zogen sich aber auch angesichts der 3:0-Pausenführung der Franzosen gegen Zypern nicht zurück. Nach 53 Minuten kam Marco Streller für den erneut enttäuschenden Johan Vonlanthen. Der Basler fügte sich gut in die Schweizer Mannschaft ein und erzielte umgehend mehr Wirkung als sein Vorgänger.

Die Iren traten zwar wie erwartet ungemein aggressiv auf, die spielerisch feinere Klinge führten aber die Schweizer. Mit diesen beiden Qualitäten neutralisierten sich die beiden Teams weitgehend. In der Schlussphase standen die Schweizer dem Sieg aber weitaus näher.

In der 79. Minute setzte sich Ludovic Magnin auf der linken Seite durch, passte zur Mitte, wo Frei den Ball um bloss einen halben Meter verfehlte. Zwei Minuten später hatte Frei sogar den Matchball auf dem Fuss und zugleich das direkte Ticket nach Deutschland: Der Schweizer Topskorer scheiterte völlig unbedrängt vor dem irischen Goalie Shay Given.

Schon die erste Hälfte war weitgehend vom Kampf geprägt. Auf Biegen und Brechen versuchten die Iren zunächst, die Schweizer Deckung aufzureissen. Mit ein, zwei Ausnahmen spielten die Schweizer Innenverteidiger Patrick Müller und Philippe Senderos aber sehr souverän auf. Zu einer klaren Chance kamen die Iren deshalb nur ganz zu Beginn des Matches: In der 3. Minute verpasste Ian Harte nach einem Corner den Führungstreffer. Freistehend kam der Aussenverteidiger aus sechs Metern zum Kopfball, Harte setzte den Ball (zum Glück für die Schweizer) aber meterweit neben das Tor.

Der Schweizer Goalie Zuberbühler hielt, was zu halten war -- und das war nicht viel. Fehlpässe en masse beider Teams unterbanden den Spielfluss wiederholt. Die beste (und einzige) Schweizer Chance vor der Pause bot sich den Schweizern nach einer guten Stunde, als Alex Frei mit einem Kopfball das irische Tor knapp verpasste. Einen Schönheitsfehler hatte diese Aktion freilich: Frei stand nach Ansicht der Unparteiischen im Offside. Das Unentschieden zur Pause entsprach in etwa den Spielanteilen.



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Irland - Schweiz 0:0


Lansdowne Road, Dublin. -- 34 000 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Merk (De).

Irland: Given; Carr, Dunne, Cunningham, Harte; Andy Reid (80. Steven Reid), O'Shea, Holland, Kilbane; Morrison (87. Doherty), Robbie Keane (68. Elliott).

Schweiz: Zuberbühler; Philipp Degen, Müller, Senderos, Magnin; Barnetta (89. Gygax), Vogel, Wicky; Cabanas; Frei, Vonlanthen (53. Streller).

Bemerkungen: Irland ohne Roy Keane, Duff und Breen (alle verletzt), Schweiz ohne Murat und Hakan Yakin (beide verletzt). Weitere Ersatzspieler: Coltorti, Smiljanic, Huggel, Spycher, Gygax und Behrami. Auf der Tribüne: Grichting und Lustrinelli. Verwarnungen: 23. Dunne (Foul). 23. Andy Reid (Reklamieren). 58. Wicky (Foull/im Barrage-Hinspiel gesperrt). 77. Cabanas (Foul).

Fussball: WM-Qualifikation 2006, Gruppe 4: Irland - Schweiz 0:0. Frankreich - Zypern 4:0 (3:0). -- Rangliste (je 10 Spiele): 1. Frankreich 20. 2. Schweiz 18 (18:7). 3. Israel 18 (15:10). 4. Irland 17. 5. Zypern 4. 6. Färöer 1.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. Oktober 2005, 09:39 
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BZ, 13.10.2005


Schweiz gegen Spanien, Tschechien oder die Türkei

Die Schweizer Nationalmannschaft kann in den Barrage- Spielen vom 12. und 16. November nur auf Tschechien, Spanien oder die Türkei treffen. Vor der Auslosung am 14. Oktober, 12 Uhr, in Zürich werden die sechs Barrage-Teilnehmer in zwei Töpfe gesetzt.

Kein Jubel der Schweizer nach dem Spiel. / keyMassgebend ist das FIFA-Ranking. Die drei besten Teams kommen in Pot A, die anderen drei in Pot B. Für jede Paarung wird je eine Mannschaft aus den beiden Töpfen gezogen. In einer weiteren Auslosung wird danach ermittelt, wer zuerst zu Hause antreten muss.

Im FIFA-Ranking belegen die sechs Barrage-Teams die folgenden Ränge: 4. Tschechien, 8. Spanien, 12. Türkei, 37. Norwegen, 38. Schweiz und 45. Slowakei.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. Oktober 2005, 09:42 
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Bund, 13.10.2005


Ein einziges Tor fehlt

Die Schweizer Nationalmannschaft holt in Irland ein 0:0 und trifft nun in der Barrage auf Spanien, Tschechien oder die Türkei
Die Schweiz verbleibt im Rennen für einen Platz an der WM 2006 in Deutschland. Auf direktem Weg hat sich aber Frankreich qualifiziert. Nach dem 0:0 in Dublin müssen die Schweizer in die Barrage, die am Freitag ausgelost und am 12. sowie 16. November stattfinden wird.

Das «Herzschlag-Finale» in der WM-Qualifikations-Gruppe 4 hat Frankreich als grossen Sieger hervorgebracht. Die Schweizer haben am Ende der Gruppenspiele den Trost, den WM-Traum weiterleben zu können. Sie müssen nun gegen einen andern Gruppenzweiten ein Hin- und Rückspiel austragen, wobei sie in dieser Poule auf eines der drei im Fifa-Ranking bestgesetzten Teams (Spanien, Tschechien, Türkei) treffen. Die Fifa wird die Auslosung am Freitag in Zürich vornehmen. Fest steht, dass das Heimspiel der Schweiz in Bern stattfindet .

Am Ende des 92 Minuten dauernden Spiels war es im altehrwürdigen Stadion an der Lansdowne Road für einen Augenblick still. Die Iren hatten ihr Ziel, mit einem abschliessenden Sieg doch noch die Barrage zu erreichen, verpasst. Die Schweizer ihrerseits waren sich bewusst, eine grosse Chance auf die direkte WM-Teilnahme verpasst zu haben. Sie fanden vorderhand keinen Grund zum Jubeln. Einer musste gar getröstet werden: Alex Frei. Diesmal war dem Torschützen vom Dienst das Glück nicht hold. Der Rennes-Stürmer vergab gleich zwei Chancen der besten Güte und verpasste damit jenes Tor, das im Fernvergleich mit Frankreich die Schweiz auf direktem Weg an die WM gebracht hätte. Mit der Erinnerung an die letzten Spiele lässt sich aber festhalten, dass Frei für die Schweiz derart viele Begegnungen fast im Alleingang entschieden hat, dass nun mehr als Nachsicht angebracht ist.


Ein Abend der Zweikämpfe

Es war das erwartet hartumkämpfte Spiel, in dem der Gegner mit Haken und Ösen, ausgefahrenen Ellenbogen und gestreckten Beinen bearbeitet wurde. Der Schiedsrichter hatte Schwerarbeit zu verrichten – und tat dies mit Bravour. Aber merke: Auch Markus Merk ist nicht frei von Fehlern. In der 26. Minute liess er ausgesprochen viel Gnade vor Recht walten, als er Andy Reid nach einem rüden Angriff auf Johann Vogels Knöchel nicht verwarnte. Der deutsche Spielleiter verzichtete augenfällig darauf, weil Reid drei Minuten zuvor bereits die gelbe Karte gesehen hatte.


Frei verpasst zwei Topchancen

Vor der Pause verzeichneten beide Teams eine erstklassige Chance nach Kopfbällen. In der 2. Minute kam Linksverteidiger Ian Harte aus sechs Metern völlig unbedrängt zum Abschluss – und traf den Ball nicht richtig. In der 31. Minute verpasste Alex Frei, noch einen Meter näher am Tor stehend als Harte, aber ebenso unbedrängt, nach schöner Vorarbeit Tranquillo Barnettas die Schweizer Führung. Immer dann, wenn die Gäste flink kombinierten, wurden sie gefährlich. Die Iren dagegen versuchten vor allem mittels Kampfkraft und Leidenschaft zum Erfolg zu finden und mit langen Bällen ihren technischen Mängeln aus dem Weg zu gehen. An der über 120-jährigen Lansdowne Road sind nicht nur der Rasen und die Sitzplätze sanierungsbedürftig, auch der Stil der irischen Fussballer bedarf einiger Anpassungen, um internationalem Standard zu genügen. Bestes Beispiel für das Handwerk: Clinton Morrison. Der Stürmer, Torschütze beim 1:1 im Hinspiel von Basel, entpuppte sich manchmal auch als Ringer. In einem von unzähligen Zweikämpfen geprägten Spiel gehörten die Direktvergleiche zwischen Philippe Senderos, dem britischsten aller Schweizer, und Morrison zu den Faszinationen des Abends.


Strellers Rückkehr

Auch nach dem Wechsel ging es für die Schweiz keinesfalls darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen. Die Abwehr verrichtete weiterhin saubere Arbeit. Nationalcoach Köbi Kuhn, der seinen 62. vermutlich als spannendsten aller Geburtstage erlebte, wechselte bereits kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit Marco Streller für Johan Vonlanthen ein. Kuhn hatte den grossgewachsenen Stuttgart-Profi, der nach einer Verletzung erst vor zwei Wochen erstmals wieder mit den Teamkollegen trainierte, ins Aufgebot genommen, um für den Fall der Fälle einen kopfballstarken Stürmer einwechseln zu können.

Fortan ging zwar im Schweizer Spiel trotz Streller nicht alles schneller, aber die Gäste vermochten sich in der Offensive besser zu behaupten. Der Basler brachte willkommene Entlastung. Weil die Iren zusehends die Offensive forcieren mussten, taten sich für die Schweizer Freiräume und auch «Strellerräume» auf. Das Duo, einst bei den C-Junioren des FC Aesch im Einsatz, musste aber auch immer wieder nach hinten aushelfen. Bei anderer Gelegenheit werden sie sich wieder vermehrt nach vorn orientieren können.

Nachdem Frei in der 79. Minute eine flache Hereingabe des einmal mehr mitreissend spielenden Ludovic Magnin verpasst hatte, vergab Frei in der 81. Minute – abermals nach Vorarbeit Magnins – seine zweite Grosschance. Der Rennes-Stürmer, zuvor in 39. Länderspielen mit 22 Toren, lief allein auf Shay Given zu, vermochte den starken Goalie aber nicht zu überwinden. Besonders ärgerlich: Streller war mitgelaufen und hatte vergeblich auf einen Querpass gehofft.

Damit ist angedeutet, dass die Schweizer in der spektakulären, hochspannenden Schlussphase zu ihren Möglichkeiten kamen. So auch Tranquillo Barnetta fünf Minuten vor Schluss. Von Raphaël Wicky ideal freigespielt, landete sein Schuss im Aussennetz. Der Torjubel einiger der über 3000 mitgereisten Schweizer Fans, die im Vorfeld der Partie mit den irischen Anhängern ein friedliches Fest feierten, kam zu früh. Es war nicht der Abend der Stürmer in Dublin. Das WM-Rennen geht aus Schweizer Sicht einen Monat weiter.


IRLAND - SCHWEIZ 0:0; Lansdowne Road. – 34 000 Zuschauer. – SR Merk (De). Bemerkungen: Irland ohne die verletzten Roy Keane und Duff, Schweiz ohne Lustrinelli und Grichting (überzählig); 23. Dunne (Foul an Vonlanthen), 23. Reid (Reklamieren), 58. Wicky (Foul an Dunne/im ersten Barrage-Spiel gesperrt), 77. Cabanas (Foul an Kilbane) verwarnt.

Irland: Given; Carr, Dunne, Cunningham, Harte; Andy Reid (79. Steven Reid), O‘Shea, Holland, Kilbane; Morrison (88. Doherty), Robbie Keane (68. Elliott).

Schweiz: Zuberbühler; Degen, Senderos, Müller, Magnin; Vogel; Barnetta (89. Gygax), Cabanas, Wicky; Vonlanthen (53. Streller), Frei.


EXTRA


Zloczowers Augen

Die Delegation des Schweizerischen Fussballverbands musste in Dublin ohne ihre Präsidenten auskommen. Ralph Zloczower, praktizierender Jude, blieb zuhause, um den jüdischen Feiertag Jom Kippur zu begehen. Das Fest zum Versöhnungstag begann gestern um 18.30 Uhr und geht heute um die gleiche Zeit zu Ende. Zloczower erklärte am Mittwoch Nachmittag, er achte stets darauf, diesen Feiertag frei zu halten. «Nach dem Gang in die Synagoge werde ich mir das Spiel am Fernsehen anschauen. Zudem werde ich Kontakt zu unseren Leuten in Dublin haben», sagte der SFV-Präsident vor dem Spiel.

Zloczower hat in den letzten Tagen grosse Begeisterung für das Schweizer Nationalteam ausgemacht. Auf den Strassen sei er oft und auch von wildfremden Menschen auf die WM-Qualifikation angesprochen worden. «Eine solche Euphorie war zuletzt in der Ära von Trainer Roy Hodgons zu erkennen gewesen», sagte Zloczower. Damals hatte sich die Schweiz für die WM 1994 in den USA und die EM zwei Jahre später in England qualifiziert, ehe Hodgson zu Inter Mailand wechselte und Artur Jorge Platz machte.

Nach dem Spiel erklärte der Berner Fürsprecher, er habe das Resultat mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Kenntnis genommen. «Die Schweiz hat gut gespielt. Aber sie hat es verpasst, eine der vielen Torchancen auszunützen.» (st)

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. Oktober 2005, 10:50 
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Beiträge: 641
fifa ranking ist eh ein witz....USA auf rang 7...vor DE, Italien, England etc.


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