|
NZZ, 1.3.2005
Edmond Isoz «Argumente für eine Sommermeisterschaft fehlen»
Fussballmeisterschaftsspiele verschoben
Die Verschiebungswelle im Schweizer Fussball geht weiter. Bereits mussten sechs für Mittwoch vorgesehene Spiele abgesagt werden. In der Super League fällt der Spitzenkampf zwischen Xamax und Basel in La Chaux-de-Fonds aus. Zudem ist die Austragung des Matches zwischen Schaffhausen und den Young Boys äusserst gefährdet.
(si) Am Wochenende mussten 8 von 13 Spielen in den Schweizer Profiligen wegen Schnee, Eis oder Grippewelle abgesagt werden. Der Ruf nach einer Sommermeisterschaft wird lauter. Edmond Isoz, Direktor der Swiss Football League, nahm Stellung.
Herr Isoz, haben Sie in den letzten Tagen von einer Sommermeisterschaft geträumt?
Isoz: «Nein, ich bin seit fast zehn Jahren im Amt und zum ersten Mal musste beinahe eine ganze Meisterschaftsrunde abgesagt werden. Es muss andere Argumente geben als das Wetter, um ernsthaft über eine Sommermeisterschaft nachzudenken.»
Die SFL hat aber bereits Konzepte entwickelt.
Isoz: «Die Möglichkeit einer Sommermeisterschaft wurde zwei, drei Mal studiert. Wir haben sogar Spielkalender erstellt, um abschätzen zu können, wie eine solche verlaufen müsste.»
Was haben Sie für Schlüsse gezogen?
Isoz: «Die Saison müsste bereits im Februar beginnen und würde im November enden. Eine Meisterschaft zwischen März und November, wie sie in Skandinavien existiert, wäre nur möglich, wenn in der Super League die Anzahl Runden reduziert würden. Dies ist aber nicht im Interesse der Vereine, die auf die Einnahmen der 36 Runden angewiesen sind.»
Die Vereine haben also kein Bedürfnis nach einer Änderung?
Isoz: «Verschiedene Klubs haben die SFL in der Vergangenheit auf eine Sommermeisterschaft angesprochen. Doch unsere Argumente gegen ein solches Vorhaben konnten sie jeweils überzeugen.»
_________________ For Ever
|