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| Autor: | shalako [ Samstag 26. Februar 2005, 10:21 ] |
| Betreff des Beitrags: | Zloczower vor zweiter Wiederwahl |
BUnd, 26.2.2005 Zloczower vor zweiter Wiederwahl SFV Vor der Delegiertenversammlung des schweizerischen Fussballverbands heute Samstag im Berner Rathaus ist wenig Brisanz auszumachen. Die Wiederwahl von Ralph Zloczower als Zentralpräsident scheint gewiss. Ein Gegenkandidat wurde bisher nicht portiert, und es erscheint wenig wahrscheinlich, dass dies in letzter Minute noch geschehen wird. Für die Bestätigung im Amt benötigt der 72-jährige Berner das einfache Mehr der 101 Stimmen (28 SFL/26 1. Liga/47 Amateurliga), vor zwei Jahren war er per Akklamation wiedergewählt worden. Urs Saladin, Präsident der Amateurliga, sagt: «Die Amateurliga sieht keinen Grund, nicht für Zloczower zu stimmen.» Vor vier Jahren stritt sich der Grenchner noch mit dem Fürsprecher ums höchste Amt im Schweizer Fussball und unterlag um zwei Stimmen. «Zloczower und seine Gefolgsleute haben ihre Sache trotz teils schwierigen Bedingungen sehr gut gemacht. Der SFV ist gesund und stabil.» Zu Diskussionen Anlass geben dürften somit höchstens die Anträge der Swiss Football League (SFL), welche eine Alters- und eine Amtsdauerbeschränkung wünscht. Auf Drängen der SFL sollen künftig Personen, die das 70. Altersjahr vollendet haben, nicht mehr wählbar sein und die Amtsdauer für Behördenmitglieder soll auf fünf Perioden zu zwei Jahren beschränkt werden. Um mehr Einfluss im Zentralvorstand zu gewinnen, beantragt die SFL zudem, ein drittes Komiteemitglied stellen zu dürfen. Heute hält auch die Amateurliga ihre DV ab. Es liegen keine Demissionen im siebenköpfigen Komitee mit Madelaine Boll als einziger Frau vor. Saladin stellt sich für eine sechste Amtsdauer als Präsident zur Verfügung. Es scheint gewiss, dass ihm die 47 Delegierten aus 13 Regionalverbänden ihre Stimme erneut geben werden. (si) |
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| Autor: | Warlock [ Samstag 26. Februar 2005, 11:07 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Ich hoffe mal schwer, dass sie dieses Hasengesicht nicht wieder wählen! |
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| Autor: | shalako [ Sonntag 27. Februar 2005, 12:37 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
...und er hats leider trotzdem wieder gschafft. NZZ, 27.2.2005 Alles kommt gut in dieser Demokratie Ralph Zloczower bleibt Präsident des SFV Wer noch vor ein paar Monaten die Revolution im Schweizer Fussball angekündigt und eine Art «Führungs-Katastrophe» geortet hatte, kam am Samstag im Rathaus zu Bern sozusagen auf die Welt. Der Anschauungsunterricht, wie der Fussball an seiner Basis funktioniert, hätte eindrücklicher nicht sein können. Der 72-jährige Berner Anwalt Ralph Zloczower wurde per Akklamation an der Spitze des Schweizerischen Fussballverbands bis zum Jahr 2007 bestätigt. Kein Lüftchen einer Opposition, keine Regung war auszumachen - null. Zloczower stand auf, hob die Hand und liess sich von den 99 SFV- Delegierten beklatschen. Das war's. Der Nachmittag im Parlamentssaal gehörte in der Tat den älteren Herren. Zugegen war auch der 75-jährige Uefa- Präsident Lennart Johansson, der von Ralph Zloczower begrüsst, beschenkt und mit Lob eingedeckt wurde. Johansson gab die Blumen zurück, sprach von der «engen Verbundenheit» zwischen der Uefa und dem SFV und nannte Zloczower einen «in der Uefa geschätzten Rechtsberater». Alles ist kein Problem: Die Männerfreundschaft scheint intakt, von einer Missstimmung kann offenbar keine Rede sein. Und als die Behörden der Stadt und des Kantons Bern den SFV in Sachen Euro 2008 mit Polit- PR-Statements sekundierten, blieb nur noch ein Fazit übrig. Nichts geschehen, alles kommt gut, freut euch des Lebens. Die Versammlung ging ohne Aufsehen zu Ende. Zwei Anträge der Swiss Football League wurden von den Abteilungen 1. Liga und Amateurliga gebodigt. So erhält die Profi-Liga keinen dritten Sitz im SFV-Zentralvorstand, und von einer Alters- und Amtsdauerbeschränkung will der Souverän ebenfalls nichts wissen. Letztlich blieb die Frage zurück, was die Profi-Abteilung mit ihren Vorstössen bezweckte. Deren Präsident Peter Stadelmann hätte «wenigstens eine inhaltlich sachliche Diskussion» erwartet. Aber es verflüchtigte sich sehr viel. Eigenartig mutet an, dass die Swiss Football League das Gespräch mit den Verantwortlichen der Amateurliga zuvor nicht gesucht hatte. Beim Kräfteverhältnis - 73 «Amateur»- stehen 28 «Profi»-Stimmen gegenüber - ist die Football League auf Koalitionen angewiesen. Vielleicht war die Liga auch nur darauf aus, das Schreckensbild «Amateure bestimmen über uns» schwarz an die Wand zu malen. So schlimm ist die Lage der Fussball-Demokratie, die übrigens derjenigen anderer Länder ähnlich ist, nicht. Immerhin erhält die Profi-Liga vom Verband die Hälfte des Euro-2004-Gewinns, der 4,3 Millionen Franken beträgt. Etwas schlecht wurde wohl einigen, als sich Amateurliga- Präsident Urs Saladin verteidigte, indem er die Skandalnudeln der obersten Liga aufreihte: Lausanne, Lugano, Wil, Sitten, Servette. Da herrscht bald einmal Argumentationsnotstand. Scharfe Kommentare 2004 - null Folgen «Unzufriedene Sponsoren und Vertreter der Grossklubs GC, Basel und YB planen nicht nur einen Putsch gegen den angeschlagenen Präsidenten Zloczower, sie streben im Hinblick auf die EM im Jahre 2008 die Revolution im Schweizer Fussball an. (. . .) Eingeweihte reden von einer ‹brutalen Front›. Und regelmässig werde die Frage gestellt: Wann wird in Bern endlich aufgeräumt?» «Tages-Anzeiger», Juli 2004. «Zloczower soll selbst zur Einsicht gelangen, dass er fehl am Platz ist. (. . .) Von sich aus geht dieser Mann nie. Herr Zloczower, es ist nur noch peinlich.» «Blick», September 2004. «Noch haben SFV-Präsident Ralph Zloczower und seine Mitstreiter die Möglichkeit, selber die Konsequenzen zu ziehen und nicht als Sesselkleber in die Geschichte einzugehen. Denn eines ist klar: Jetzt müssen jüngere, dynamische Kräfte an die Spitze.» «Berner Zeitung», September 2004. «Abhilfe kann da nur ein Machtwechsel an der Verbandsspitze und die Installation eines Mannes sein, der Strukturen aufbricht und erneuert.» «Aargauer Zeitung», Oktober 2004. «Zlocz-over?» «Weltwoche», August 2004. |
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| Autor: | Rino [ Sonntag 27. Februar 2005, 23:48 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Dieser SFV mutiert doch zu einem richtigen Altersheim. Dieser Zloczower hat doch weissgott schon genug Kohle das er sich zur Ruhe setzen kann. Diese alten senilen alten Säcke sollen mal der jüngeren Generation Platz machen. Logisch ist auch das die Amateurvereine andere Interessen Verfolgen als die Profiliga. Da das Kräfteverhältnis zugunsten der Amateurvereine bleibt, kommt praktisch nie ein Vorstoss der Profiliga zur Annahme. Schade, schade..... |
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| Autor: | shalako [ Montag 28. Februar 2005, 09:25 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Bund, 28.2.2005 Klare Verhältnisse SFV-Zentralpräsident Ralph Zloczower ist per Akklamation für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt worden Im SFV bleibt jeder Stein auf dem anderen: Präsident Ralph Zloczower wurde im Amt bestätigt und die Kräfteverhältnisse zwischen Amateur- und Profiliga bleiben gewahrt. Chancenlos waren die Anträge der Swiss Football League auf Amtsdauerbeschränkung respektive für eine Alterslimite. Das Haupttraktandum der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Fussballverbands, die Wahl des Zentralpräsidenten, war vorüber, ehe es richtig begonnen hatte. Guido Cornella, Präsident der 1. Liga, hatte in einer kurzen Ansprache Ralph Zloczower dafür gedankt, dass er sich erneut zur Verfügung stelle. Dadurch könne, so Cornella, die hervorragende Arbeit weitergeführt werden. Er bitte deshalb, Ralph Zloczower mit einem kräftigen Applaus zu wählen. Wie schon vor zwei Jahren folgten die 99 Delegierten im Grossratssaal des Berner Rathauses dieser Aufforderung geschlossen und bestätigten den 72-jährigen Berner Fürsprecher per Akklamation für zwei weitere Jahre bis 2007 im Amt. Aufgrund des respektablen Leistungsausweises in den letzten vier Jahren, der im Vorfeld öffentlich bekundeten Unterstützung durch die Amateurliga, welche im SFV über die meisten Stimmen verfügt, sowie in Anbetracht des Fehlens eines (wohl ohnehin chancenlosen) Gegenkandidaten vermochte die Wiederwahl Zloczowers nicht zu überraschen. Dass sie aber nach den klaren Fehlern im Umgang mit der Spuckaffäre und den heftigen Kritiken, die daraufhin im zweiten Halbjahr 2004 auf den obersten Schweizer Fussballer niederprasselten, derart reibungslos und ohne Misstöne erfolgen würde, hatte selbst der Präsident nicht erwartet. Umso zufriedener zeigte er sich mit dem Resultat. Er verwies mit Genugtuung darauf, dass alle Delegierten und zudem anhaltend geklatscht hätten. «Das war nicht nur ein ,pro forma‘-Bekenntnis», sagte Zloczower. «Gerade in einer labilen Institution mit verschiedenen Interessen und Strömungen ist es wichtig, dass der Präsident von einer breiten Mehrheit getragen wird und über ein starkes Mandat verfügt. Und dies ist bei uns der Fall.» Der in Bern anwesende Uefa-Präsident Lennart Johansson dürfte nicht nur das klare Votum zugunsten Zloczowers, sondern vor allem Aussagen von Gastreferenten ausserhalb des Fussballs zufrieden zur Kenntnis genommen haben. Gemeinderat Kurt Wasserfallen wie Regierungsrätin Dora Andres und Swiss-Olympic-Präsident Walter Kägi betonten, man werde alles dafür tun, damit die Euro 2008 ein voller Erfolg werde. SFL allein auf weiter Flur Weniger gutbrüderliche Einigkeit als bei der Wahl des Präsidenten herrschte unter den Delegierten in einigen anderen Punkten der Traktandenliste. Zweimal zeigten die Amateurvereine, welche im Parlament 73 Stimmen vereinen (Amateurliga 47, 1. Liga 26), den Klubs der Swiss Football League (28 Stimmen) die rote Karte. Mit ihrem ersten Antrag strebte die SFL im Zentralvorstand einen weiteren Sitz und somit mehr Einfluss an. SFL-Präsident Peter Stadelmann verwies darauf, dass die wichtigsten Themen im Zentralvorstand Bereiche des Spitzen-fussballs betreffen, also fast ausschliesslich die Klubs in Super League und Challenge League. Deshalb forderte er die Delegiertenversammlung auf, die zwei Pole Profibereich und Amateurfussball gleich stark zu machen und für eine paritätische Stimmverteilung (3/3) zu sorgen. Dem hielt Urs Saladin, Präsident der Amateurliga, entgegen, man sei keineswegs nur Verhinderer und habe in den letzten zwölf Jahren keinen Antrag der SFL im Zentralvorstand zurückgewiesen. Zudem leide durch Konkurse wie jene Lausannes, Luganos und Servettes das Ansehen des gesamten Fussballs, auch jenes in den unteren Ligen. In der folgenden Abstimmung wurde das Begehren der SFL mit 25:74 Stimmen abgelehnt. Damit sind die drei Kammern (SFL, 1. Liga, Amateurliga) weiterhin mit je zwei Vertreten im Zentralvorstand vertreten. Die Allianz 1.Liga/Amateurliga spielte auch beim zweiten Ansinnen der SFL, der Einführung der Alterslimite 70 sowie einer Amtszeitbeschränkung auf zwölf Jahre. Hier lautete das Abstimmungsresultat 26:66. Stadelmann hatte den Antrag damit begründet, aufgrund der Dynamik und der Schnelllebigkeit des Fussballs sei wie in der Privatwirtschaft und im Militär eine Alterslimite sinnvoll. Ausserdem wolle man der Sesselkleberei einen massvollen Riegel schieben. Dem entgegnete Guido Cornella, dass die SFL selber über keine Altersbeschränkung verfüge und man ausserdem keine «Lex Zloczower» wolle. Die Alterslimite bei der Wahl respektive Wiederwahl hätte nämlich nicht für derzeitige Amtsinhaber gegolten. Stadelmann wollte sich respektive die SFL anschliessend nicht als Verlierer sehen. «Angesichts der Stimmverhältnisse mussten wir mit diesen Resultaten rechnen. Aber wir haben es wenigstens versucht.» Während Stadelmann eine «sachliche Auseinandersetzung mit unseren Argumenten und das Fehlen einer Diskussion» vermisste, verwies die Gegenseite darauf, dass die SFL im Vorfeld der Delegiertenversammlung nicht das Gespräch gesucht habe. Stadelmann wiederum sagte, man müsse nun über die Bücher gehen. Das Ziel bleibt weiterhin Einflusssteigerung – ganz klar auf Kosten der 1. Liga. Als Alternative wird auch die Abspaltung vom SFV geprüft. Kausalhaftung beschlossen Keine Unstimmigkeit herrschte dafür bezüglich Einführung der Kausalhaftung und dem Beitritt des SFV zum internationalen Sport-Schiedsgericht (TAS) in Lausanne. Mit der Kausalhaftung, welche die Präsidenten der SFL bereits im letzten Jahr beschlossen hatten, stehen künftig sowohl der Platzklub als auch die Gastmannschaft in der Verantwortung; beide können bei ungebührlichem Verhalten von Zuschauern zur Rechenschaft gezogen werden. Mit dem Beitritt zum TAS wollte der SFV der Tendenz entgegentreten, bei Streitigkeiten Gerichtsinstanzen ausserhalb des Sports anzurufen. Gemäss Rechtssprechung des Schweizerischen Bundesgerichts bietet das TAS mit Berücksichtigung auf besondere Gegebenheiten des Sports genügend Garantien für Unabhängigkeit und Objektivität, weshalb die Urteile die selbe Wirkung wie jene staatlicher Gerichte haben. |
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