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news.ch, 10.2.2005
Schweizer Liga plant Reformen
Geht es nach Präsident Peter Stadelmann, steht die Swiss Football League vor einem Jahr der Reformen. Der Ostschweizer hat sein Augenmerk insbesondere auf die Lizenzvergabe, den Schutz des eigenen Nachwuchses und die Sponsorensuche gerichtet.
Der anstehende Konkurs von Servette Genf hat die Grenzen der Lizenzvergabe aufgezeigt. Die SFL will zusätzliche Kontrollmechanismen einführen, die es ihr ermöglichen, während der Saison in den Finanzhaushalt der Klubs einzugreifen.
Mit einer rechtlichen Basis hätte sich die Liga im Fall Servette bereits im Herbst einschalten können, ist sich Stadelmann sicher: "Bereits im September hat jeder gemerkt, dass Servette mit 180 Stundenkilometern in eine Wand fährt."
Modus-Diskussion
Nicht weniger umstritten als die Lizenzfrage ist die Diskussion um den Modus. Während Stadelmann und auch die grosse Mehrheit der Super-League-Vereine überzeugt sind, für die höchste Spielklasse mit der Zehnerliga die ideale Lösung gefunden zu haben, bleibt die Challenge League ein Sorgenkind.
Die "Ausbildungsliga" hat es bisher nicht geschafft, sich zu positionieren. Die Sponsorensuche verläuft erfolglos, ist aber eine von Stadelmanns Prioritäten. Eine Reduzierung von 18 auf 12 oder sogar 10 Vereine ist ein Thema.
Schutz für den Nachwuchs
Um den jungen Schweizer Fussballern trotz der seit dieser Saison bestehenden Personenfreizügigkeit für EU-Spieler gute Chancen auf ihre Weiterentwicklung zu geben, prüft die SFL diverse Schutzmassnahmen.
So könnte bereits in der nächsten Saison jeder Super-League-Verein verpflichtet sein, eine Mindestanzahl an in der Schweiz ausgebildeten Spielern in seinem Kader zu haben.
Auch eine "Doppelqualifikation", das heisst eine Spielberechtigung für einen Super-League- und Challenge-League-Verein, wird diskutiert. Dadurch könnte ein junger Spieler sowohl in der höchsten als auch in der zweithöchsten Liga eingesetzt werden.
_________________ For Ever
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