|
Bestechung, Rücktritt – Website-Attacke auf Ref Meier
WÜRENLOS – Schiri Urs Meier ist weiter ein Feindbild in England: Computer-Hacker haben seine eigene Website geknackt und Unglaubliches «veröffentlicht».
Rückblende: Bei der EM in Portugal aberkannte der Würenloser zu Recht ein England-Tor kurz vor Schluss. Nach dem Penaltyschiessen schieden die Insel-Kicker gegen Gastgeber Portugal aus.
Meier wurde zum «Staatsfeind» Nummer 1, er wurde mit 16'000 Hass-E-Mails bombardiert, sein Geschäft in Würenlos und Angehörige wurden belästigt, er tauchte auf polizeilichen Rat hin für einige Tage unter.
Und nun enthüllt BLICK in der Print-Ausgabe die neuerliche Attacke auf Meiers eigenen Website. In Englisch verfassten darauf Hacker Unglaubliches:
«Ich habe in Portugal viele Fehler gemacht.»
«Ich habe von einigen hohen Uefa-Funktionären Geld bekommen, damit EM-Gastgeber Portugal im Turnier bleibt.»
«Nach all dem, was passiert ist, kann ich nicht mehr länger Schiedsrichter auf diesem Niveau sein. Darum trete ich zurück.»
«Ich werde die Namen der Uefa-Offiziellen, die mich bezahlt haben, enthüllen, damit so etwas nie mehr passieren wird.»
Meier äussert sich im BLICK zu dieser Attacke: «Ich glaubte, die Wogen haben sich geglättet.» Meier liess durch seinen Web-Designer die gefälschten Aussagen auf seiner Homepage sofort entfernen. Am Mittwoch leitet er das Champions-League-Spiel Valencia – Inter. Nichts von Rücktritt...
Blick, 18.10.2004
|