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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Hauptstadt
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Verfasst: Montag 27. Dezember 2004, 22:27 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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WM-Extra: Das Schweizer "Jahrhunderttalent" Johan Vonlanthen in der Krise -
27.12.2004 13:25
Das Talent und die Demut
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Als Johan Vonlanthen 13 war, verließ seine Mutter Kolumbien, um mit dem neuen Mann in dessen Heimat zu leben. Im Alter von 16 Jahren und 23 Tagen debütierte er im Februar 2002 bei Young Boys Bern in der Schweizer Nationalliga, fünf Minuten nach der Einwechslung gelang ihm ein Tor.
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In der Schweizer U 17 traf er in den ersten beiden Partien fünf Mal. Und seit seinem Treffer bei der EURO 2004 gegen Frankreich (1:3) firmiert der Stürmer als jüngster Torschütze einer EM-Endrunde: 17 Jahre, vier Monate, 20 Tage.
Vor zwei Jahren lasen sich die Interessenten des Talents so: Juventus, Inter, Real, Barcelona, Milan, Arsenal. Vonlanthen entschied sich für PSV Eindhoven. "Hier haben bereits van Nistelrooy, Romario oder Ronaldo ihre Karrieren begonnen", sagte Vonlanthen damals. Bereits mit 16 gehörte Bescheidenheit nicht zu den Primärtugenden des flinken Offensivspielers. Doch die angestrebte Weltkarriere ist ins Stocken geraten. Ergänzungsspieler, so definiert sich zurzeit sein Status in Holland. "Er muss taktisch lernen", sagte PSV-Trainer Guus Hiddink kürzlich kühl, als er Johan Vonlanthen im Spitzenspiel bei Feyenoord (3:3) ein- und wieder auswechselte.
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Die WM-Qualifikation in Europa: Gruppe 4
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In der Schweiz hieß es schon früh, das "Jahrhunderttalent" Vonlanthen sei abgehoben. Hinzu kam die Frage, ob er für die Schweiz oder nicht lieber doch für sein Heimatland auf Torejagd gehen wolle. "Ich bin ein Kolumbianer", sprach Vonlanthen lange Zeit. Und verzichtete auf die U-17-EM vor zweieinhalb Jahren, als die Schweiz Europameister wurde.
Der 18-Jährige ist nach dem Rücktritt von Stéphane Chapuisat mittlerweile eine fixe Größe im Schweizer Nationalteam, das sich für die WM qualifizieren möchte. Letztlich entschied sich Vonlanthen für die Eidgenossen, weil dies für seine Laufbahn besser sei. Mit fünf Toren in sieben Länderspielen hatte Vonlanthen einen tollen Start. "Ich möchte unbedingt an der WM teilnehmen", sagt er. Zusammen mit Alex Frei soll er für die nötigen Tore sorgen. Beim 6:0-Kantersieg gegen Färöer erzielten beide je drei Treffer. "Ich freue mich immer, im Nationalteam zu sein. Denn hier komme ich wenigstens zum Einsatz", erklärt Vonlanthen heute. Ein bisschen Demut hat noch keinem vermeintlichen Star geschadet.
Fabian Ruch
kicker.de
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Bierflasche
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Verfasst: Mittwoch 29. Dezember 2004, 11:34 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Zitat: Bereits mit 16 gehörte Bescheidenheit nicht zu den Primärtugenden des flinken Offensivspielers.
Ein schade dieser Junge. Ein paar jahre länger bei YB, hätte ihm bestimmt auch nicht geschadet.
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torschützenkönig
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Verfasst: Mittwoch 29. Dezember 2004, 12:35 |
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Registriert: Samstag 29. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 93
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da hat der ruch ja wieder einmal fantastisch recherchiert.
frei hat keine minute gespielt gegen die färöer...
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Der Boss
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Verfasst: Donnerstag 30. Dezember 2004, 16:17 |
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Registriert: Samstag 15. Mai 2004, 12:08 Beiträge: 112
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Arbeitet jetzt der Ruch für den Kicker? Welch ein Karrierensprung für den allwissenden Fabian. 
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Hauptstadt
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Verfasst: Donnerstag 30. Dezember 2004, 23:27 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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Denke nicht das die den beim Kicker brauchen können.
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Hauptstadt
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Verfasst: Freitag 10. Juni 2005, 08:51 |
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Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28 Beiträge: 6742
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 15. November 2006, 11:39 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Facts, 09.11.2006
Die Kappe gewaschen
In der Schweiz galt der Stürmer Johan Vonlanthen als abgehobener Querulant. Bei Red Bull Salzburg haben ihn die Trainer auf den Boden geholt. Jetzt will das Talent einen festen Platz in Köbi Kuhns Team.
Von David Wiederkehr
Es sind Notizen, die Köbi Kuhn kaum gerne liest: West Bromwich kommt ohne Zuberbühler aus, Arsenal ohne Djourou, Sevilla ohne Vogel. Schweizer Fussballer sitzen auf ausländischen Ersatzbänken. An der Weltmeisterschaft war eine der Ursachen für den Erfolg des Nationalteams gewesen, dass so viele Schweizer wie nie zuvor in Europas Spitzenligen spielten. Ein paar Monate später ist die Lage ernüchternd: Nur wenige kommen regelmässig zum Einsatz. Und das kurz vor dem prestigeträchtigen Testländerspiel am nächsten Mittwoch gegen Brasilien.
Ausgerechnet zwei viel gescholtene Stürmer sind die Ausnahme: Marco Streller schoss am Wochenende zwei Tore für Stuttgart. Und Johan Vonlanthen bestreitet in Salzburg Spiel für Spiel und erzielte schon drei Treffer. Doch der 20-Jährige hat ein Problem: sich selbst. Er hatte sich im Sommer unbeliebt gemacht, weil er nach seiner Oberschenkelverletzung die WM-Teilnahme erzwingen wollte.
«Ich habe Fehler gemacht», gesteht Vonlanthen. Er sitzt im schicken Restaurant des Salzburger EM-Stadions Wals-Siezenheim. Spricht bedächtig und vorsichtig, weil er gelernt hat: Ein falsches Wort kann Träume zerstören. Und er hat jetzt diesen Traum, erstmals seit dem 1. März 2006 gegen Schottland wieder für die Schweiz in einem Länderspiel aufzulaufen. Er sei selektioniert worden, sagt er dann doch wieder ziemlich vorschnell. Nationaltrainer Kuhn hat zu diesem Zeitpunkt sein Aufgebot noch gar nicht bekannt gegeben.
In «guten Gesprächen» mit Kuhn habe Vonlanthen gespürt: Die Tür ist nicht zu. «Ohne die Nationalmannschaft bin ich ein halber Mensch», sagt er. Die Frage nach der Reintegration ist berechtigt. Einige Mitspieler haben in der WM-Vorbereitung über die Eskapade ihres jungen Stürmers geflucht. Vonlanthen aber glaubt nicht, dass er beim nächsten Zusammenzug des Nationalteams abgelehnt wird.
«Das hat mich verletzt»
Er riskierte viel, nachdem er zwei Wochen vor der WM erfahren hatte, dass er das Turnier wegen eines Muskelfaserrisses verpassen wird. Nationaltrainer Kuhn berief Hakan Yakin nachträglich ins Kader. Und der Ausgebootete spielte den Querulanten. Suchte Ärzte und Pyhsiotherapeuten, die ihm eine schnellere Heilung bescheinigten als die Teamärzte. Vonlanthen fand sie - und verfasste in Eile eine Medienmitteilung: «Ich fühle mich gut und bin trainingsbereit. Eine Verletzung besteht dementsprechend nicht mehr.»
Nachträglich tue ihm dieses Schreiben leid, sagt Vonlanthen, und er weiss mittlerweile, dass er sich im Ton vergriffen hatte. Der sensible Stürmer sagt aber auch: «Wie negativ danach über mich berichtet wurde, hat mich verletzt.» Der «Blick», der Yakin im Vorfeld der WM portiert hatte, mahnte: «Vonlanthen stört den Geist von Feusisberg. Wenn Hakan Yakin wieder nach Hause muss, ist es vorbei mit der Harmonie im Team.» Schliesslich reisten beide zur WM: Yakin als Spieler, Vonlanthen als Zuschauer zur Partie gegen Frankreich. «Als ich die Teamkollegen auf dem Feld gesehen habe, tat das richtig weh», sagt er.
In der Schweiz war das Talent der Buhmann. Arrogant sei er, ein ungezogener Schnösel, untragbar. Die Medien erinnerten sich daran, wie Vonlanthen 2003 vor einem Spiel des U-21-Nationalteams in Tschechien einen Stammplatz gefordert hatte und als Trotzreaktion drohte, künftig für Kolumbien zu spielen, sein Heimatland. «Schade, dass viele Leute einfach glaubten, was in den Medien über mich stand. Und nun denken sie, ich sei ein schlechter Mensch», sagt Vonlanthen.
Er wirkt nachdenklich: «Ich bin immer ehrlich und lüge nie.» Da könne ein locker dahergeredeter Satz manchmal arrogant tönen. «Aber arrogant gemeint ist er nie.» Sieben Sprachen spricht Vonlanthen: Deutsch, Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Holländisch - und er lernt derzeit Serbokroatisch. In der Schweiz aber fühlt er sich unverstanden.
Auch, weil ihn sein rascher Aufstieg überforderte. In Santa Marta wurde Vonlanthen 1986 geboren, und er wuchs unter ärmlichen Bedingungen auf. Als er zwölf war, wanderte er zusammen mit seiner Mutter, dem Stiefvater und den zwei Geschwistern in das fremde Land aus. Er trat den Junioren des FC Flamatt bei, wo ihn die Young Boys entdeckten. Am 24. Februar 2002 debütierte Vonlanthen in der Nationalliga A. Und schoss sechs Minuten nach seiner Einwechslung gegen Sion sein erstes Tor. Er war der jüngste Torschütze der höchsten Schweizer Liga.
Dass er ein Juwel war, ein Stürmer mit ungeheurem Potenzial, wussten Scouts in ganz Europa spätestens da. Er wechselte schon mit 17 Jahren zu einem europäischen Topklub. Nicht zu Real Madrid, das ihn zu einem Probetraining eingeladen hatte; Vonlanthen ging nach Eindhoven. Was ihm später als Übereifer vorgeworfen wurde. Denn in Holland setzte sich Vonlanthen nicht durch.
Er wurde an Brescia (Italien) und Breda (Niederlande) ausgeliehen. Wo er mal spielte, mal Ersatz war. Aber Vonlanthen sagt: «Wenn ich bei YB geblieben wäre, wäre ich wohl nie so schnell Nationalspieler geworden.» Als solcher trifft er 2004 in Portugal gegen Frankreich und wird zum jüngsten EM-Torschützen.
Günter Netzer lobt ihn
Dennoch hatte er genug vom Hin und Her Eindhovens. «Ich wollte nicht mehr ausgeliehen werden, wollte Konstanz», sagt er. Und während seine Landsmänner in Deutschland den Achtelfinal erreichten, verhandelte Vonlanthen mit Salzburg, dem ambitiösen Klub mit den Red-Bull-Millionen und dem prominenten Trainerduo Giovanni Trapattoni und Lothar Matthäus. Letzterer sagte: «Bei uns kann Vonlanthen ein Grosser werden.»
Ein anderer wartet schon seit längerem darauf: Günter Netzer. Der deutsche Fussballexperte hatte vor fast genau einem Jahr in FACTS über Vonlanthen gesagt: «Herrgott noch mal, wunderbar, was da heranwächst.» Um sich später zitieren zu lassen: «Ich warte immer noch auf Vonlanthen. Ich weiss auch nicht, warum das so lange dauert.»
Ja, warum? «Ich merke schon, dass gewisse Leute ungeduldig sind», sagt Vonlanthen. «Aber ich setze mich nicht unter Druck. Ich bin ruhiger geworden, lockerer.» Er arbeitet daran, weniger verbissen zu Werke zu gehen und gleichzeitig die Erfolge realistischer einzuschätzen, ohne abzuheben. Was die Ratschläge von Trapattoni und Matthäus gewesen seien.
Herr Vonlanthen, haben Ihnen die Trainer zünftig den Kopf gewaschen? Er zögert, lächelt verschmitzt und sagt: «Seit ich hier bin, habe ich viel gelernt.»
Tatsächlich scheint er am Scheideweg seiner Karriere mit Salzburg den richtigen Klub gefunden zu haben, die richtigen Trainer. Er ist Stammspieler, fühlt sich wohl im Dreimannsturm und schiesst Tore. Diesmal nahm er die Tatsache, dass er zu Saisonbeginn (wieder) meist Ersatzspieler gewesen war, als Herausforderung: «Das empfand ich als Ansporn.»
Die Trainer hat er auf seiner Seite. Die schwierigere Prüfung steht ihm noch bevor: «Ich will die Schweizer Fussballfans mit guten Leistungen auch im Nationaldress wieder von mir überzeugen.» «
Johan Vonlanthen: «Ohne Nationalmannschaft bin ich ein halber Mensch.»
Vonlanthen mit Giovanni Trapattoni (r.) und Lothar Matthäus: «Er kann ein Grosser werden.»
Vonlanthen mit Köbi Kuhn: «Gute Gespräche» mit dem Trainer.
Stationen einer Karriere
1998 Bis Juni 1999 FC Flamatt
Als Junior des Freiburger Dorfklubs bleibt sein Talent den grossen Klubs nicht lange verborgen.
Juli 1999 Bis Juni 2003 Young Boys Bern
Im Februar 2002 kommt er zum ersten Einsatz in der NLA und schiesst gegen Sion sein erstes Tor.
Juli 2003 bis Dezember 2004 PSV Eindhoven (NL)
Den holländischen Spitzenklub zieht er Real Madrid vor, bei dem er ein Probetraining absolviert hat.
januar 2005 bis juni 2005 Brescia (I)
Auf Leihbasis kommt er in Italiens Serie A zu neun Einsätzen.
juli 2005 bis juni 2006 NAC Breda (NL)
Beim holländischen Provinzklub (auch auf Leihbasis) kommt er auf 32 Saisonspiele und 6 Tore.
AB JULI 2006 Red Bull Salzburg
Seit dieser Saison spielt er in Salzburg. Er spielt 13-mal und schiesst 3 Tore.
_________________ For Ever
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