Blick, 5.6.2004
7. Nacht des Schweizer Fussballs
Sturmhoch! Frei und Chappi ausgezeichnet
BERN – Vor der EM noch die Ehrung: Die beiden Stürmer Alex Frei und Stéphane Chapuisat räumten ab an der 7. «Nacht des Schweizer Fussballs».
In elf Kategorien wurden Auszeichnungen vergeben. Fleissigster Sammler war Stéphane Chapuisat, der im Beisein von viel Prominenz gleich drei Mal auf die Bühne gerufen wurde: Als bester Spieler in der Schweiz, als bester Stürmer und mit 23 Treffern auch als bester Torschütze. Weil der YB-Stürmer nach 2000/01 bereits zum zweiten Mal mit drei Trophäen nach Hause reist, bereitete ihm der volle Saal eine Standing Ovation.
Die wichtigste Ehrung des Abends wurde jedoch Alex Frei zuteil: Der Stürmer von Rennes wurde vom Schweizer Fussballpublikum dank seinen 20 Toren und als zweitbester Topskorer in der französischen Top-Liga zum besten Schweizer Fussballer im Ausland gewählt. Die Fans durften mittels SMS, Postkarte oder Telefonanruf auch den besten Schweizer Trainer bestimmen: Zum dritten Mal in Serie ging diese Auszeichnung an Christian Gross vom neuen Schweizer Meister Basel, der damit seinen Hunger auf Titel aber noch nicht gestillt sieht: «Wir greifen auch in der neuen Saison wieder voll an.»
Noch drei weitere Auszeichnungen gingen gestern an den FCB, der als eigentlicher Pokalabräumer glänzte: Philipp Degen als bester Youngster, Pascal Zuberbühler als bester Goalie und Murat Yakin als bester Verteidiger der letzten Saison kamen ebenfalls zu Ehren. Auf Platz 2 der Vereins-Rangliste landeten die Young Boys, die neben Chapuisat auch durch Gürkan Sermeter als bestem Mittelfeldspieler zu Ehren kamen.
Unmittelbar vor seiner Abreise zur EM nach Portugal erhielt auch Schiedsrichter Urs Meier seine verdiente Auszeichnung zugesprochen. «Es freut mich, kurz vor meinem Rücktritt von der internationalen Bühne, noch diese Ehrung zu erhalten.» Beste Fussballerin der Schweiz wurde Lara Dickenmann von Schweizer Meister Sursee. «Schön, dass wir auch hier sein dürfen, obwohl uns hier in diesem Saal wohl kaum einer kennt», sagte die sympathische Luzernerin nach der Preisübergabe.