Der Chef von RedBull in der Frankfurter Rundschau:
Herr Mateschitz, was bedeutet ihnen Tradition:
Viel. Ich bin ein sehr traditionell erzogener Mensch, der alles andere macht, als traditionelle Werte in frage zu stellen...
FR: ...die alten Trikotfarben mussten neuen Trikots im Red-Bull-Design weichen, was für reichlich Unmut bei den Anhängern gesorgt hat.
Es gibt traditionelle Werte die sind _absurd_. Wenn ich ein Fussballfan bin, dann geht es mir darum, guten Fussball zu sehen...Und jetzt versuchen wir auf Jahre ein Spitzenteam zu formen, und dann gibt es Riesen-Aufregung wegen einer Farbe. _Sie erwarten nicht, dass ich das ernst nehme_
Aber viele Fans wollen nicht nur guten Fussball sehen, sondern sie indentifizieren sich auch mit ihrem Verein, seiner Geschichte, seinen Farben...
Also, da geht es insgesamt _um ein paar Dutzend Leute, die sich selbst Ultras nennen, die den Fussball für Rodytum missbrauchen_ Die meisten sind personalmäßig erfasst. Das ist nicht das Publikum, das wir in unserem Stadion haben wollen, wenn wir Fussball spielen. Die sollen sich einen anderen Club suchen. Jedweges Motiv, das man auch nur einigermaßen rechtfertigen könnte, sprechen wir diesen Leuten ab. Die haben inzwischen alle Stadionverbot. Und wenn 18.000 im Stadion rufen "Ultras raus", dann ist das eine klare Angelegenheit. Traditionelle Werte ja, bewusstes, geplantes Rowdytum: Nein.
Aber es waren doch auch konservative Leute im besten Sinne dagegen,die gesagt haben: Die Vereinsfarben Violett-Weiß gehören zur Identität des Vereins.
Nein, die gab es nicht. Wir können nicht ... die Farbe unseres Unternehmens ändern.
Was ist das bloss für ein arrogantes Arschloch!
