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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 10. Februar 2005, 09:45 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 10.2.2005
Seriosität und Selbstkritik
Solide Leistung des Schweizer Nationalteams beim 2:1-Sieg in Dubai
Patrick Müllers Tor in der 79. Minute sicherte der Schweiz den 2:1-Erfolg im Testspiel gegen die Vereinigten Arabischen Emirate. Zu den Gewinnern des Abends gehörten zwei eingewechselte Verteidiger: Philipp Degen und Stéphane Grichting.
Dem besonders wichtigen Tribünenbesucher fehlte es nicht an Komfort. Er hatte seinen Platz in einem bequemen Ledersessel, ein Kellner reichte Erdnüsse, Wasser und Tee, und auf zwei modernen Bildschirmen wurde übertragen, was sich unten auf dem holperigen Rasen des beschaulichen Al-Ahli-Stadions zu Dubai zutrug. Das Ganze spielte sich in einem durchaus übersichtlichen Rahmen ab: Lediglich ein paar Hundert Zuschauer zeigten Interesse an diesem sportlichen Anlass am Mittwochabend. Ein paar von ihnen auf der Gegentribüne fanden immer wieder einen Grund, um sich mit Trommeln und rhythmischem Klatschen bemerkbar zu machen.
Als die freundschaftliche Begegnung zu Ende ging, hatten jene, die am späten Sonntagabend aus dem kalten Europa angereist waren, ihre Absichten mehrheitlich umgesetzt. Die Schweizer Fussballer brachten den ersten Test des Jahres und die Hauptprobe für die Fortsetzung der WM-Qualifikation gegen Frankreich mit einem positiven Ergebnis hinter sich. Ihre Einstellung war gut genug, um gegen die Vereinigten Arabischen Emirate 2:1 zu gewinnen, die (realistischen) Erwartungen zu erfüllen und den ersten Auftritt des neuen Jahres nicht zu einem Ärgernis verkommen zu lassen wie das Gastspiel vor einem Jahr in Marokko.
Müllers Warnung
Gewiss, es war nicht spektakulärer Fussball. Es gab auch nicht reihenweise spielerische Glanzlichter, und es mangelte im Strafraum zuweilen an Entschlossenheit und Präzision. Aber erkennbar – und das ist im Vergleich zu Vorbereitungsspielen in der Vergangenheit ein bemerkenswerter Unterschied – waren auf jeden Fall die positive Einstellung und die Bemühung, eine ordentliche Leistung abzuliefern. Mit einem gebührenden Mass an Seriosität erledigten die Schweizer ihre Arbeit und setzten sich letztlich durch, weil mit Patrick Müller ihr Bester nach 79 Minuten mit einem sehenswerten Volleyschuss traf. «Das war Glück», sagte der Innenverteidiger, um gleich zu warnen: «Mit Frankreich erwartet uns als Nächstes ein Gegner von ganz anderem Kaliber.»
Gute Noten für Grichting
Zu den Gewinnern des Abends gehören wohl zwei, für die das Spiel auf der Bank begonnen hatte: Philipp Degen und Stéphane Grichting. Degen war nach der Pause besser als Bernt Haas, der beim 1:1 durch Ismael Matar schlecht aussah; und Grichting wirkte dynamischer als Stéphane Henchoz, der ein halbes Jahr ohne Wettkampfpraxis hinter sich hat. Grichting wird, wenn denn Murat Yakins Genesungsphase länger dauert, für das Frankreich-Spiel eine Alternative neben Müller sein.
Nach dem Spiel war bei den Schweizern ein – nicht immer vorhanden gewesener – selbstkritischer Grundton auszumachen. «Das Resultat ist nicht unwichtig, aber spielerisch müssen wir uns noch steigern», sagte beispielsweise Alex Frei. Um mit seinen Worten zu beschreiben, dass am 26. März in Paris nicht mehr viel sein wird wie gestern in Dubai: «Frankreich ist ein anderes Lied. Dort gibt es dann Rock ‘n‘ Roll.»
Vereinigte Arabische Emirate - Schweiz 1:2 (1:1) Rashid, Dubai. – 1000 Zuschauer. – SR Al-Helali (Oman). – Tore: 9. Gygax 0:1. 20. Matar 1:1. 79. Müller 1:2. –Verwarnungen: 32. Henchoz (Foul). 36. Masoud (Foul). 75. Philipp Degen (Foul). 82. Mubarak (absichtliches Handspiel). –Bemerkungen: Schweiz ohne Murat Yakin, Wicky, Barnetta und Behrami (alle verletzt). 11. Tor von Vonlanthen wegen Offside annulliert. Länderspieldebüt von Philipp Degen.
VAE: Naser Humaid; Qassim, Salem (43. Khamis), Al-Hamadi, Obaid; Masoud, Abdul Azeez, Fayel, Jumaa; Matar; Saad Mubarak.
Schweiz: Zuberbühler; Haas (46. Philipp Degen), Henchoz (46. Grichting), Müller, Spycher; Gygax, Cabanas (77. Hakan Yakin), Vogel (68. Huggel), Magnin (46. Lonfat); Vonlanthen (61. Rey), Frei.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 10. Februar 2005, 10:00 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 10.2.2005
Ein positiver Start ins neue Jahr
Mit dem 2:1-Sieg gegen die Vereinigten Arabischen Emirate ist der Schweiz der Test vor dem WM-Qualistart geglückt.
Frei, Gygax und Vonlanthen bejubeln das erste Tor / KeystoneTestspiele sind selten die Bühne, auf der Fussballer zur Brillanz neigen. Bei den Schweizern war der Hang zu ärgerlichen Auftritten im freundschaftlichen Rahmen in der Vergangenheit sogar ausgeprägt. In Dubai war das gestern anders. Obwohl ein Sieg gegen das international kaum drittklassige VAE-Ensemble erwartet worden war, sandte die SFV-Auswahl im einzigen Testspiel vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Frankreich positive Signale aus.
Die Schweizer waren von Beginn weg überlegen und traten engagierter auf als in Testspielen der letzten Monate. Daher verdienten sie sich den Sieg rundum und hätten letztlich mehr Tore markieren müssen als nur die Treffer von Daniel Gygax (9.) und Patrick Müller (79.). Allerdings hätte nicht viel gefehlt und die Schweizer wären trotz einer befriedigenden Leistung mit einem enttäuschenden Remis nach Hause gereist.
Herausragender Müller
Dass der im Januar zum FC Basel gestossene Müller mit seinem Schuss aus 25 Metern nach einem Corner für die Entscheidung sorgte, war letztlich der logische Schluss des Schweizer Auftritts. Der Romand krönte mit diesem spektakulären Treffer seine herausragende Leistung. In Abwesenheit von Murat Yakin war der Romand ein souveräner Chef der Schweizer Defensive.
Genügend Chancen, um die Partie früher zu entscheiden oder «mehr Ruhe auf dem Platz zu haben», wie sich Kuhn ausdrückte, hatten sich die Schweizer schon vor Müllers Tor erspielt. Doch Gygax (47.), Johann Lonfat (59.) und zweimal Alex Frei (60./78.) scheiterten aus besten Abschlusspositionen. Diese Szenen zeigten aber auf, dass die Schweizer letztlich einen höheren Sieg verdient hätten.
Philipp Degen ersetzte nach der Pause Bernt Haas, der zuvor enttäuscht hatte. Degen hatte bei seinem Länderspieldebüt defensiv wenig zu tun, spielte sich dafür offensiv mehrmals in den Vordergrund. Sogar einen Torerfolg verpasste der Verteidiger nur knapp. Zwei Minuten vor dem Ende wurde sein Kopfball auf der Linie abgewehrt. «Er hat gezeigt, dass er eine Bereicherung für diese Mannschaft ist», sagte Coach Köbi Kuhn hinterher.
Starke Qualigegner
In der WM-Qualifikation überrascht Israel spielerisch, in der Testpartie gegen Kroatien (3:3) zeigten die Wahleuropäer, dass sie auch über moralische Ressourcen verfügen. Dreimal lagen sie in Jerusalem zurück, dreimal glichen sie aus. Schaltzentrale war Yossi Benayoun, der gegen die Schweiz zweimal getroffen hatte.
Zypern, Letzter der WM-Qualifikationsgruppe 4, lag beim heimischen Vierländerturnier gegen Finnland lange in Führung, ehe die Skandinavier in der 66. Minute zum 1:1 trafen und wenig später auf 2:1 erhöhten.
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