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Fusball.ch
Schweizer Halbfinal-Traum geplatzt
Mit einer 1:3-Niederlage gegen Schweden verabschiedet sich die Schweiz von der U21-EM-Endrunde in Deutschland. Nicht so Portugals Junioren, die Gastgeber Deutschland mit 2:1 bezwangen und als Zweiter der Gruppe B im Halbfinal auf Italien treffen.
Die Schweizer U21-Auswahl ist an der EM in Deutschland zusammen mit dem enttäuschenden Gastgeber ausgeschieden. Ein 1:3 gegen die verlustpunktlosen Schweden bedeutete das Out. Ein 3:2-Sieg hätte die Mannschaft von Trainer Bernard Challandes erreichen müssen, um anstelle der Portugiesen im Halbfinal Italien herausfordern zu können. Stattdessen wurden die Schweizer von der zweiten Garnitur B-Gruppen-Leaders gnadenlos ausgekontert.
Als aus Mainz die Kunde eintraf, dass Portugal trotz deutscher Dominanz dank Lourenço den Siegtreffer zum 2:1 geschossen hatte, blieb den Schweizern zwölf Minuten Zeit, die Korrektur zu erzwingen. Die Kraft und die Ideen fehlten.
Ultradefensive Schweden
Wohl bedrängten die Spieler die ultradefensiv eingestellten Skandinavier pausenlos in deren Platzhälfte, die ganz grossen Torszenen blieben aber aus; das Gegenteil traf ein, die Schweden markierten einen dritten Treffer, womit der Glaube zur Wende zum Guten zur Traumvorstellung mutierte.
Die Schweizer bestimmten gegen den auf neun Positionen veränderten Halbfinalisten fast nonstop die Spielrichtung, die entscheidenden Konter platzierten indes die im Wortsinn wieder einmal kühlen Schweden.
Eine rasche Ballfolge endete damit, dass Nef den Ball via Jaggy ins eigene Tor grätschte, womit die von Tranquillo Barnetta erzielte Führung dahin war. Und auch das zweite "Fastbreak" nutzten die Schweden: Nach knapp einer Stunde entwischte Tobias Hysen, passte zu Rosenberg, der Wölfli mühelos überwand.
Chancen zu Beginn des Spiels verpasst
Chancen zu einer wesentlichen besseren Ausgangslage verpassten die Schweizer vornehmlich am Anfang der eigentlich einseitigen Partie. Insbesondere Davide Chiumiento, den Jakob Kuhn unverständlicherweise nicht für die EM nachnominierte, spielte sich in den Fokus. Zunächst lancierte er Johan Vonlanthen, ehe der Juve-Profi aus optimaler Distanz solo am schwedischen Keeper scheiterte.
Obschon in Mannheim mit dem Gruppensieger Schweden und der Schweiz, die noch Chancen auf einen Platz in der Runde der besten vier Teams hegten, zwei attraktive Teams auftraten, kümmerte das ausgerechnet in der Fussball-Region Deutschland niemanden. Knapp 1000 Zuschauer - eine geradezu lachhafte Zahl für einen solchen Anlass - sassen in der schmucken Arena des Viertligisten Waldhof Mannheim.
Schweiz - Schweden 1:3 (1:1)
Carl-Benz-Stadion, Mannheim. -- 1000 Zuschauer. -- SR Benes (Tsch). -- Tore: 21. Barnetta 1:0. 39. Jaggy (Eigentor) 1:1. 61. Rosenberg 1:2. 89. Rosenberg 1:3.
Schweiz: Wölfli; Nef, Senderos (69. Lichtsteiner), Rochat, Jaggy; Shala (65. David Degen/89. Davide Callà), Baykal; Barnetta, Chiumiento, Zambrella; Vonlanthen.
Schweden: Sandqvist; Melander, Gerrbrand (46. Antonsson), Per Nilsson, Järdler; Djuric, Johansson; Lars Nilsson, Andersson (76. Stefanidis), Hysen (65. Farnerud); Rosenberg.
Bemerkungen: Schweiz ohne Eggimann (verletzt), Schweden ohne Ishizaki (gesperrt). 88. David Degen verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 70. Melander (Reklamieren), 73. Jaggy (Hands), 83. Barnetta (Foul), 84. Per Nilsson (Foul).
Schade Jungs! Aber ihr macht Freude, weiter so.
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