Swiss Football League verbessert Prävention
Vier Massnahmen sofort in Kraft gesetzt
Die Swiss Football League will die Sicherheit in den Fussballstadien erhöhen und die Fanarbeit verbessern. Sie hat dazu vier Massnahmen in Kraft gesetzt, die bereits für die am 20. Februar beginnende Rückrunde der Saison 2004/2005 gelten.
Die Swiss Football League sagt der Gewalt den Kampf an.
(Bild key)
(sda) Das Komitee der Swiss Football League (SFL) habe das Anliegen vieler Fans aufgenommen und einheitliche Bestimmungen für den Zutritt zu den Stadien der Klubs erlassen, hat der Verband mitgeteilt. Sowohl für die Eingangskontrolle als auch für das Mitführen von Fahnen und Megaphonen gelten damit in Zukunft überall dieselben Regeln. Gleichzeitig werden die Klubs verpflichtet, die Fanarbeit zu fördern. Eine positive Fankultur «kann nur über eine bessere Kommunikation zwischen den Klubs und ihren Zuschauern erreicht werden», schreibt die SFL. Nebst andern Massnahmen werden die Fanverantwortlichen neu bei der SFL zentral geschult.
Sicherheitsorganisation verbessern
Mit einer besseren Organisation der Klubs will die SFL zudem die Sicherheit in den Stadien erhöhen. Die Verantwortlichen werden ebenfalls zentral unterwiesen werden. Mehr Gewicht will die SFL auch auf die Sicherheitsinspektionen legen, um die Qualität der Stadionorganisation zu garantieren. Dazu sollen zusätzliche Inspektionen stattfinden sowie das Vorgehen standardisiert werden. Am 18. Februar werden in Zürich und Lausanne erstmals zentrale Ausbildungskurse für Sicherheitsdelegierte durchgeführt.
Zusammenhang mit Kausalhaftung
Die vier Neuerungen stehen im Zusammenhang mit der Wiedereinführung der Kausalhaftung, welche die Präsidenten der Schweizer Fussballklubs am 12. November 2004 an der SFL-Generalversammlung in Bern beschlossen. Demnach können sowohl der Heim- als auch der Gastklub verantwortlich gemacht werden, falls es vor, während oder nach einem Match zu Ausschreitungen kommt. Der Verbandsrat des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) stimmte dieser Statutenänderung am 27. November zu.
nzz.ch