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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. August 2004, 17:32 
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news.ch, 12.8.2004

SFV-Kommunikationschef Benoit suspendiert

SFV-Kommunikationsdirektor Pierre Benoit wird die Presse- und Medienbetreuung im Zusammenhang mit der Schweizer Nationalmannschaft vorderhand nicht mehr ausüben. Für das Länderspiel gegen Nordirland wird er durch Pierino Lardi ersetzt.
Die "Suspendierung" Benoits soll mindestens bis zum Vorliegen des Untersuchungsberichts des Luzerner Juristen Ulrich Fässler andauern. Erst danach werde "über die Weiterverwendung" von Benoit entschieden, äusserte sich SFV-Präsident Ralph Zloczower am Donnerstag gegenüber "Radio 24".

Weil sich Fässlers Bericht zu verzögern scheint, dürfte Lardi wohl auch in den beiden WM-Ausscheidungsspielen vom 4. September (Färöer) und 8. September (Irland) als Benoit-Ersatz einspringen. Von einer eigentlichen Suspendierung des langjährigen Kommunikationsdirektors kann jedoch keine Rede sein. "Ich arbeite normal weiter und bin einfach für eine gewisse Zeit nicht an der Front", sagte Benoit zu "Blick Online".

Die Ersetzung Benoits ist eine Folge der unseligen "Spuck-Affäre" um Nationalmannschaftsstürmer Alex Frei anlässlich der EM-Endrunde in Portugal. Der SFV-Funktionär hatte als einziger zugegeben, davon gewusst zu haben, dass Frei den Engländer Steven Gerrard in den Nacken gespuckt hatte.

Stellvertreter Pierino Lardi war bereits vor Benoits Amtszeit zwischen 1994 und 1996 als Medienbetreuer für den SFV tätig gewesen.

(Quelle: Si)

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. August 2004, 17:36 
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Beiträge: 29376
Blick, 12.8.2004

Fussballverband handelt - Speuz-Affäre: Medienchef kaltgestellt

VON MARIO CASANOVA

MURI – Die Speuz-Affäre um Alex Frei bei der Fussball-EM hat endlich Konsequenzen: Medienchef Pierre Benoit wurde per sofort kaltgestellt!

Rückblende: Im EM-Spiel Schweiz – England (0:3) spuckte Alex Frei Gegenspieler Steven Gerrard in den Nacken. Zwei Stunden nach dem Uefa-Freispruch für Frei (mangels Beweisen) tauchten TV-Bilder von SF DRS auf, die belegen, dass Frei doch gespuckt hatte.
Der Stürmer, der für das Nordirland-Länderspiel vom 18. August aufgeboten ist, wurde darauf für drei Pflichtspiele gesperrt (eine Sperre sass er bereits gegen Frankreich ab). Er hatte zuerst abgestritten, gespuckt zu haben, danach schwieg der Rennes-Söldner in der Öffentlichkeit. Auch die Verbands-Bosse stritten ab, von Alex Frei die Wahrheit gewusst zu haben.

Bis Kommunikationschef Pierre Benoit im «10 vor 10» zugab, den wahren Sachverhalt gekannt zu haben. Was folgte, war eine Schmierenkomödie. Einzige Massnahme: Es wurde mit dem Luzerner Juristen Ulrich Fässler ein Mann beauftragt, die Speuz-Affäre zu untersuchen. Die obersten Bosse wie Präsident Ralph Zloczower und Ernst Lämmli bleiben aber auf ihren Sesseln kleben und wollen sich das «Schaufenster EURO 2008» nicht vermiesen lassen.

Der Untersuchungsbericht liegt noch nicht vor. Der Ablieferungstermin Mitte August dürfte sich aber verzögern. Und darum handelte der Verband jetzt: Pierre Benoit wurde auf Eis gelegt. Beim Spiel gegen Nordirland wird Pierino Lardi, vor Benoits Amtszeit zwischen 1994 und 1996 als Medienbetreuer für den SFV tätig, die Kommunikationsaufgabe übernehmen.

Ralph Zloczower auf «Radio 24»: «Wir glauben, dass es sinnvoll ist, wenn Herr Benoit die Presse- und Medienarbeit vorläufig nicht selber ausübt. Herr Lardi kennt die Medien und die Nationalmannschaft ja aus früheren Zeiten unter Daniel Jeandupeux. Wenn der Untersuchungsbericht vorliegt, werden wir weitersehen.»

Wie reagiert Pierre Benoit auf die Suspendierung? Blick Online sprach mit dem Medienchef.

Wie gehts?
«Na ja, wie solls mir schon gehen? Nicht so gut.»

Sie sind suspendiert!
«Was heisst suspendiert, ich mache einfach eine Pause, weil der Untersuchungsbericht noch nicht abgeschlossen ist.»

Und wie lange?
«Sicher für das Spiel gegen Nordirland am 18. August. Und wohl auch noch für die beiden ersten WM-Qualifikationsspiele in diesem Herbst gegen die Färöer Inseln und gegen Irland.»

Also mussten Sie das Büro noch nicht räumen?
«Nein, ich arbeite normal weiter und bin einfach für eine gewisse Zeit nicht an der Front.»

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 25. November 2004, 18:21 
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Beiträge: 3822
Wohnort: Bern
Pierre Benoit bleibt beim SFV
Pierre Benoit, als SFV-Kommunikationschef im Zug der Spuck-Affäre um Alex Frei an der EM-Endrunde in Portugal in arge Kritik geraten, wird weiterhin für die Medienarbeit im Schweizerischen Fussballverband (SFV) zuständig sein.
Wie der SFV in einem Communiqué mitteilt, wechselt die direkte Verantwortung für Kommunikation, Marketing und Sponsoring von Pierre Benoit zu SFV-Generalsekretär Peter Gilliéron.

Der SFV schreibt in diesem Zusammenhang von einer "neuen Kommunikationsstruktur", die ab sofort gültig ist: "Die fussballerischen Grossereignisse WM-Ausscheidung 2006 und Euro 2008 sind sowohl für den Schweizerischen Fussballverband wie auch für die Nationalmannschaft von entscheidender Bedeutung. Deshalb hat der Zentralvorstand entschieden, den Schlüsselbereich Kommunikation neu zu strukturieren. Mit Blick auf diese Grossereignisse kommt den Bereichen Kommunikation, Marketing und Sponsoring im SFV eine immer bedeutendere Rolle zu. Deshalb hat der Zentralvorstand die direkte Verantwortung dafür Generalsekretär Peter Gilliéron übertragen."

Pierre Benoit ist demnach der Verantwortung entbunden, zumindest was die Bereiche Marketing und Sponsoring betrifft. Benoit werde sich in Zukunft auf die Medienarbeit für den Verband konzentrieren, steht in der SFV-Mitteilung weiter.

Dies wiederum bedeutet, dass er im zentralen Bereich Kommunikation weiterhin operativ tätig sein wird. Der Verband erhofft sich eine Verbesserung der Dienstleistung für die Medien. Nach Darstellung des SFV hat Benoit "einen guten Draht zu den Sportjournalisten".

news.ch, 25.11.2004


Scheiss Vetternwirtschaft. RAUS mit Benoit!!!! :angryfire:

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