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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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m@co
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Verfasst: Mittwoch 2. Januar 2008, 12:13 |
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Registriert: Samstag 17. März 2007, 18:03 Beiträge: 614 Wohnort: Rapperswil BE
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Zitat: Ottmar Hitzfelds Abschied vom deutschen Fußball- Rekordmeister FC Bayern München zum Saisonende scheint beschlossene Sache. «Gehen Sie davon aus, dass er nicht bleiben wird. Aber bis Juni schon», bestätigte Bayern-Manager Uli Hoeneß der «Bild»-Zeitung
(Mittwoch-Ausgabe) die Trennung am Ende der laufenden Spielzeit, wenn der Vertrag mit dem 58-jährigen Fußball-Lehrer ausläuft. Hitzfeld, der in seiner zweiten Amtszeit in München Felix Magath am 1. Februar
2007 abgelöst hatte, ist seit mehreren Wochen als Schweizer Nationalcoach im Gespräch.
Quelle: http://www.transfermarkt.de
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Madmax
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Verfasst: Donnerstag 3. Januar 2008, 13:07 |
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Registriert: Mittwoch 2. August 2006, 08:48 Beiträge: 465 Wohnort: Bern City
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m@co hat geschrieben: Zitat: Ottmar Hitzfelds Abschied vom deutschen Fußball- Rekordmeister FC Bayern München zum Saisonende scheint beschlossene Sache. «Gehen Sie davon aus, dass er nicht bleiben wird. Aber bis Juni schon», bestätigte Bayern-Manager Uli Hoeneß der «Bild»-Zeitung
(Mittwoch-Ausgabe) die Trennung am Ende der laufenden Spielzeit, wenn der Vertrag mit dem 58-jährigen Fußball-Lehrer ausläuft. Hitzfeld, der in seiner zweiten Amtszeit in München Felix Magath am 1. Februar
2007 abgelöst hatte, ist seit mehreren Wochen als Schweizer Nationalcoach im Gespräch. Quelle: http://www.transfermarkt.de
Somit steht dem Welmeistertitel 2010 nichts mehr im Wege. 
_________________ „Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben... Den Rest habe ich einfach verpraßt“ George Best (†)
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30*Bern*13
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Verfasst: Donnerstag 3. Januar 2008, 15:17 |
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Registriert: Montag 28. Mai 2007, 18:18 Beiträge: 564 Wohnort: Breitsch / Ostkurve Bern
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Madmax hat geschrieben: m@co hat geschrieben: Zitat: Ottmar Hitzfelds Abschied vom deutschen Fußball- Rekordmeister FC Bayern München zum Saisonende scheint beschlossene Sache. «Gehen Sie davon aus, dass er nicht bleiben wird. Aber bis Juni schon», bestätigte Bayern-Manager Uli Hoeneß der «Bild»-Zeitung
(Mittwoch-Ausgabe) die Trennung am Ende der laufenden Spielzeit, wenn der Vertrag mit dem 58-jährigen Fußball-Lehrer ausläuft. Hitzfeld, der in seiner zweiten Amtszeit in München Felix Magath am 1. Februar
2007 abgelöst hatte, ist seit mehreren Wochen als Schweizer Nationalcoach im Gespräch. Quelle: http://www.transfermarkt.deSomit steht dem Welmeistertitel 2010 nichts mehr im Wege. 
Wer weiss, vielleicht hat Hitzfeld auch seine Lieblinge wie der Köbi sie hatte 
_________________ YOU'LL NEVER WALK ALONE
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TNR
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Verfasst: Donnerstag 3. Januar 2008, 21:07 |
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Registriert: Dienstag 29. Mai 2007, 22:29 Beiträge: 161 Wohnort: Wankdorf
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30*Bern*13 hat geschrieben: Madmax hat geschrieben: m@co hat geschrieben: Zitat: Ottmar Hitzfelds Abschied vom deutschen Fußball- Rekordmeister FC Bayern München zum Saisonende scheint beschlossene Sache. «Gehen Sie davon aus, dass er nicht bleiben wird. Aber bis Juni schon», bestätigte Bayern-Manager Uli Hoeneß der «Bild»-Zeitung
(Mittwoch-Ausgabe) die Trennung am Ende der laufenden Spielzeit, wenn der Vertrag mit dem 58-jährigen Fußball-Lehrer ausläuft. Hitzfeld, der in seiner zweiten Amtszeit in München Felix Magath am 1. Februar
2007 abgelöst hatte, ist seit mehreren Wochen als Schweizer Nationalcoach im Gespräch. Quelle: http://www.transfermarkt.deSomit steht dem Welmeistertitel 2010 nichts mehr im Wege.  Wer weiss, vielleicht hat Hitzfeld auch seine Lieblinge wie der Köbi sie hatte 
Genau, dann spielt anstelle der halben Mannschaft vom FCZ plötzlich halb YB in der Nati! Gut, so viele Schweizer haben wir nun auch wieder nicht im Kader 
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tiefYbaare
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Verfasst: Donnerstag 3. Januar 2008, 21:17 |
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Registriert: Dienstag 27. März 2007, 17:58 Beiträge: 210 Wohnort: Ostkurve Bern
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Glaube, er wird sich eher dafür entscheiden, bei Premiere den Pausenclown zu machen
@TNR: Gestern was verpasst.. 
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hellbob
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Verfasst: Donnerstag 10. Januar 2008, 17:49 |
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Registriert: Dienstag 8. November 2005, 20:18 Beiträge: 907 Wohnort: Bärn
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Sehr guter Beitrag aus der WOZ:
Euro 08
Der Juni des Grauens
Von Pascal Claude
Die Fussball-Europameisterschaft versetzt Berge - und BürgerInnen. Selten fiel es schwerer, sich auf ein Fest zu freuen.
Eine Demonstration für kulturelle Freiräume erhält keine Bewilligung, weil am Folgetag in derselben Stadt die Gruppenauslosung der Euro 08 stattfindet. So geschehen in Luzern am 1. Dezember 2007. Die Unverhohlenheit, mit der die Sicherheitsbehörden diese Kausalität kommunizierten, und die Masslosigkeit, mit der die Polizei bei der Auflösung der harmlosen Kundgebung vorging, beweisen eines: Die Uefa Euro 2008™, die vom 7. bis 29. Juni in der Schweiz und in Österreich stattfinden wird, ist ein Produkt mit schweren Nebenwirkungen.
Der Staat zahlt, die Uefa profitiert
Nach dem Zuschlag zur Organisation des Turniers wurde das verschärfte Bundesgesetz zur Wahrung der inneren Sicherheit (BWIS) durchgeboxt, das seit dem 1. Januar 2007 in Kraft ist und uns unter dem irreführenden Titel «Hooligangesetz» eine gewaltfreie EM garantieren soll. «Hooligans» - darunter fallen laut BWIS auch Zwölfjährige, die einmal im Stadion eine Leuchtfackel gezündet haben - können allein aufgrund polizeilicher Anzeigen mit Rayonverbot belegt und in der Hooligan-Datenbank registriert werden, egal wie das Verfahren endet. Die Unschuldsvermutung ist ausser Kraft gesetzt. «Der Widerspruch zwischen dem Ruf nach Sicherheit und der gleichzeitigen Gleichgültigkeit gegenüber stark wachsenden Beschränkungen der Bürgerfreiheit ist eine schädliche Entwicklung», sagte dazu Rainer J. Schweizer, Professor für öffentliches Recht, in der NZZ.
So sehr das Hooligangesetz durch die Euro legitimiert wird, so wenig taugt es für diesen Anlass. Bekämpft werden in erster Linie auffällige Fussballfans aus Schweizer Fankurven - haargenau jene Klientel, die ihr Desinteresse an Euro und Nationalmannschaft schon seit Jahr und Tag kundtut. Hinzu kommt, dass in den Stadien selber an EM-Spielen seit der EM 1980 keine nennenswerten Vorkommnisse mehr zu verzeichnen waren. EM-Fans sind keine Klubfans. Sie verstehen ein Fussballspiel als Event und nehmen Preise ab siebzig Franken gerne in Kauf. Die grösste Gefahr, die von ihnen ausgeht, sind Unmutsbekundungen über zu langes Anstehen.
Richtig prekär kann es dagegen in den Public-Viewing-Arenen werden. Während die Uefa für EM-Spiele seit Jahren reine Sitzplatzstadien mit Sektorentrennung vorschreibt, setzt man beim Public Viewing auf das Gegenteil: riesige Stehplatzbereiche für Tausende von Fans ohne Trennung der beiden Lager. Wie die Polizei mit ihrer Vorliebe für Tränengas und Gummischrot vorzugehen gedenkt, wenn es mitten im Public Viewing kracht, war bis heute nirgends zu lesen.
Der öffentlichen Hand entstehen durch die Euro geschätzte 300 Millionen Franken Kosten, davon 80 Millionen für die Sicherheit (veranschlagt waren dafür rund 4 Millionen, die das Parlament grosszügig verzwanzigfachte). Dem gegenüber steht ein von der Uefa kalkulierter Gewinn von rund einer Milliarde. «Diese Proportion missfällt», hält sogar die NZZ fest.
Die Uefa denkt indes schon weiter, wie ein Gespräch mit Martin Kallen, leitender Geschäftsführer der Euro 2008, in der Grasshopper-Club-Zeitschrift «GC Life» zeigt: «Wie weit können Zeitungsverleger gehen, ohne Rechte kaufen zu müssen? Nimmt man die Berichterstattung über Fussball in den Medien genauer unter die Lupe, stellt man fest, dass Fernsehanstalten, Internetplattformen und auch Handyanbieter allesamt Rechte an Übertragungen bezahlen. Die Zeitungen aber zahlen nichts. Das müsste in Zukunft anders geregelt werden.»
Schikanen und Fehlplanungen
Um die Austragung einer EM streiten sich alle vier Jahre zahlreiche Länder. Dies stärkt die Position der Uefa. Ihre Bedingungen werden immer dreister, ohne dass sie Gegenwehr zu befürchten hätte. In Basel wurden die WirtInnen in der offiziellen Fanzone am Rheinufer von der Uefa vor die Wahl gestellt: den Betrieb an die Uefa verpachten, den Betrieb mit Uefa-lizenzierten Produkten bestücken (bei einer täglichen Lizenzgebühr im vierstelligen Bereich) oder den Betrieb mit Zaun von der Fanzone abtrennen. Bei aller Sprachlosigkeit ob so viel Arroganz: Die Uefa stützt sich dabei auf gültige Verträge, unterschrieben von Schweizer Behörden.
In Zürich führte der bevorstehende Grossanlass zu einem städtebaulichen Hickhack, dessen Ende nicht absehbar ist. Weil die Uefa für Europameisterschaften Stadien mit einer Mindestkapazität von 30 000 Sitzplätzen vorschreibt, wurde an Stelle des alten Hardturms ein überdimensioniertes Fünfeck projektiert, dessen Bau durch Einsprachen aus dem Quartier bis heute blockiert ist. In der Eile wurde darauf das Leichtathletikstadion Letzigrund zum EM-Stadion erklärt und neu gebaut, ebenfalls mit 30 000 Plätzen. Ausverkauft war der Letzigrund seit der Neueröffnung im Spätsommer 2007 erst einmal: beim Leichtathletik-Meeting. Der Fussball zog weder bei Meisterschafts- noch bei Uefa-Cup- noch bei Länderspielen genug Leute an. Was Zürich nötig hat, ist ein einfaches Fussballstadion für 20 000 Leute. Es braucht wenig Wagemut, um zu behaupten: Ohne Euro 08 stünde es.
Es kommen ausländische Gäste zu uns, Zehntausende. Sie werden durstig sein und gut gelaunt. Das sind die Vorzüge einer EM: dass wir plötzlich mit haufenweise Rumänen oder Tschechinnen am Tisch sitzen, Zug fahren, Bier trinken, sie sogar fragen, woher genau sie kommen und wie es dort ist. Doch der Preis für diesen Spass ist hoch. Zu hoch, wenn es nach einer «gelungenen» EM heisst: So machen wir das ab jetzt immer.
Link
_________________ Ska Timer (1012997)
meetyourmeat
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m@co
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Verfasst: Donnerstag 10. Januar 2008, 18:26 |
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Registriert: Samstag 17. März 2007, 18:03 Beiträge: 614 Wohnort: Rapperswil BE
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...guter Beitrag, aber das war doch klar oO
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erichhänzifussballgott
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Verfasst: Dienstag 5. Februar 2008, 14:05 |
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Registriert: Sonntag 6. August 2006, 15:25 Beiträge: 134
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Kuhn hat sich für Benaglio entschieden und ich finde, dass er damit den richtigen Entscheid getroffen hat! Aber genau werden wir es wohl erst nach der EM wissen...
_________________ Wankdorf war...als Verteidiger Hugo Streun bei minus neun Grad den Ball dreissig Meter über das Tor schoss und trotzdem alle «Hugo , Hugo» riefen.
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 13. März 2008, 18:29 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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WOZ, 13.03.2008
Dann bin ich doch dabei
Von Carlos Hanimann
In drei Monaten beginnt die Europameisterschaft in der Schweiz und in Österreich. Der Ansturm auf die Eintrittskarten ist gewaltig, die Ticketverlosung gleicht einer Lotterie. Aber: Wer will schon die Nati sehen?
In Istanbul waren sie 500 gegen 41 500: Das ganze Stadion buhte und pfiff sie aus - die Fans der Schweizer Nationalmannschaft. Die türkischen Fans bewarfen sie mit alle möglichen Gegenständen: Leuchtfackeln, Bierbechern und sogar Billardkugeln. Als der Schiedsrichter das WM-Entscheidungsspiel Türkei-Schweiz abpfiff, stürmten die Schweizer Spieler in die Kabinen. Das war vor drei Jahren. Die Schweiz hatte verloren, sich aber dennoch für die Weltmeisterschaft in Deutschland qualifiziert. Beim Eingang zu den Katakomben kam es zu einem Handgemenge, Spieler und Funktionäre prügelten aufeinander ein. Das Stadion kochte. Die Polizei musste die Autobahn absperren und die 500 Schweizer AnhängerInnen direkt zum Flughafen eskortieren.
«Ich fand das Spiel geil. Für mich war es das prägende Erlebnis mit der Schweizer Nati», sagt Lukas Lange. Der 21-Jährige war mit zehn FreundInnen aus Bern und Gossau an das Spiel gereist. «Alle anderen kamen mit einem Reiseunternehmen, organisiert mit Programm und allem Drum und Dran. Wir reisten individuell an. Wir fuhren mit dem Taxi zum Stadion, und es war wirklich krass. Man warf uns böse Blicke zu, aber es passierte nichts. Ich war überrascht, die Polizei schützte uns gut.»
Paris, Toftir, Istanbul
In drei Monaten findet in Basel das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft statt. Und dann werden alle Schweizer-Nati-Fans sein. So hofft es wenigstens der Euro-Botschafter Benedikt Weibel. Der Nati-Fan, wer ist das? Ein etwas untersetzter Schnauzträger über vierzig mit gerötetem Gesicht, der einen rot-weissen Zylinderhut auf dem Kopf und ein Trikot der Nationalmannschaft über dem bleichen Bierbauch trägt? Einer, der in der Hand ein Fähnchen hält, am Grossanlass Euro 08 mal ein bisschen die Sau rauslassen will und deshalb vor und im Stadion «Hopp Schwiiz, Hopp Schwiiz» ruft? Lukas Lange entspricht dem Klischee nicht im Geringsten. «Ich würde mich auch nicht als Nati-Fan bezeichnen», sagt er. «Ich habe nicht einmal Nationalstolz. Wenn es nach mir ginge, gäbe es auch keine Grenzen. Und eigentlich gibt es hunderttausend Gründe, nicht an Nati-Spiele zu gehen.» Aber irgendwie lande er doch immer wieder dort. Warum, kann er selber nicht richtig erklären. Der 21-jährige kaufmännische Angestellte besucht die Spiele der Nationalmannschaft schon von klein auf, seit Jahren auch auswärts. Er sah die Spiele in Paris, in Toftir auf den Färöern oder in Istanbul. «Ich sage immer: In letzter Zeit gehe ich nicht mehr so oft. Aber dann bin ich doch bei fast jedem Spiel dabei.»
Als im Frühjahr 2007 Köbi Kuhns Mannschaft zu zwei Testspielen in Miami gegen Kolumbien und Jamaika antrat, sassen rund fünfzig SchweizerInnen im Stadion. Etwa vierzig waren aus der Schweiz angereist. Unter ihnen auch Lukas Lange. Für zwei Testspiele der Nati. Er fliege ja nicht nur wegen eines Fussballspiels um die halbe Welt, erklärt er. «Das ist, wie wenn du mit deinem Lieblingsverein ins Trainingslager fährst. Du verbindest die Ferien mit Fussball. Ausserdem lernst du neue Fussballplätze, Grounds kennen, du sammelst Länderpunkte.» Groundhopping nennt sich das. Lange reist überall in der Welt herum und sieht sich Fussballspiele, Stadien und Fanszenen an. Er sammelt Fussballstadien wie andere Briefmarken. Lange ist ein Fussballjunkie. Seit über zehn Jahren besucht er die Spiele der Berner Young Boys - im Wankdorf und auch auswärts. Seit einigen Jahren fährt er auch wöchentlich nach Hamburg, er besitzt eine Saisonkarte des HSV. An manchen Wochenenden sieht er sich am Samstag YB an, fährt mit dem Nachtzug nach Hamburg, um am Sonntag den HSV anzufeuern, und kehrt dann mit dem Nachtzug wieder zurück nach Bern, direkt ins Büro. Oft hört er dann den Satz: «Du bist ja eigentlich noch intelligent, warum bist du Fussballfan?»
Wie eine Lotterie
Wenn im Juni die Europameisterschaft beginnt, dann werden wohl auch sie Fussballfans sein: Sieben Millionen FussballexpertInnen, die besser wissen, wann und warum Köbi Kuhn wen hätte einwechseln müssen. Im Basler St.-Jakob-Stadion werden 40 000 Menschen auf Uefa-Kommando Sponsorenfähnchen schwenken, das vorgesetzte alkoholfreie Bier trinken und das von Sponsoren vorgeschriebene Fastfood essen - ein grosser Werbe-Event, getarnt als Fussballeuropameisterschaft.
Die zahlreichen Nebenwirkungen, die das Fussballfest mit sich bringt (vgl. WOZ Nr. 1+2/08), lassen kaum «Europhorie» aufkommen. Es fällt schwer, sich auf die Euro zu freuen. Und sogar in den Medien wird der Mega-Event kritisch beäugt: Sicherheitshysterie, Einschränkung der Grundrechte, Gebührenstreit mit der Uefa - und dass sich 8,7 Millionen Interessenten um 1,05 Millionen Eintrittskarten streiten müssen. Der Schweizerische Fussballverband verkaufte in der zweiten Verlosungsrunde soeben 16 800 Tickets. Die Zahl der Anträge beträgt ein Vielfaches: 280 000 Personen wollen 765 000 Eintrittskarten. Der Ticketverkauf gleicht einer Lotterie.
Auch Lange sieht der Euro kritisch entgegen. Für ihn ist der Anlass die Vollendung dessen, was er auch im Klubfussball vehement ablehnt: die totale Kommerzialisierung des Fussballs, das Spiel als Event mit einem Publikum als austauschbare Masse. Wenigstens über das Ticket muss sich Lange keine Sorgen machen. Wer acht Eintrittskarten für Nati-Spiele vorweist, kann beim Schweizerischen Fussballverband Tickets für die drei Vorrundenspiele der Schweiz kaufen und erhält die Option auf weitere, falls die Schweiz weiterkommt. «Ich habe mir auch schon überlegt, meine Karten an Freunde abzugeben und gar nicht an die Euro zu gehen. Mir widerstrebt diese Vermarktung der Euro. Verkaufen würde ich sie aber niemals, mit Schwarzmarkthandel würde ich ja die ganze Kommerzialisierung des Fussballs unterstützen.» Finanziell wäre das allerdings lohnenswert. Im Internet werden Tickets für das Spiel Schweiz-Türkei in Basel für knapp 1000 Franken angeboten. Lukas Lange wird wohl trotzdem hingehen. «Warum soll ich wegen der negativen Begleiterscheinungen auf etwas verzichten, das mich seit meiner Kindheit fasziniert?»
_________________ For Ever
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