Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
30.01.2025
Zitat:
Out in der Champions League
YB-Sportchef von Bergen: «Wir haben nichts anderes verdient»
Null Punkte, nur drei erzielte Tore und ein blamables Ausscheiden aus der Champions League. Auch in der Meisterschaft ist bei YB keine Trendwende zu erkennen. Steve von Bergen nimmt Stellung.
Die Berner Young Boys verlieren auch das achte und letzte Spiel in der Champions League. Diesmal 0:1 gegen Roter Stern Belgrad. Es war ein weiterer schwacher Auftritt gegen ein Team, dem in dieser Saison vieles gelingt, was den Bernern misslingt. Roter Stern ist unangefochtener Leader, hat 19 der 20 Spiele in der serbischen Liga gewonnen und schliesst auch die Champions League ordentlich ab.
YB hingegen wird Letzter mit null Punkten und nur drei erzielten Toren. Auch in der Super League ist die Situation angespannt. Vom geplanten Angriff auf die Top 6 ist nach zwei Spielen in diesem Jahr nichts zu sehen.
Nach der Partie gegen Roter Stern Belgrad und dem blamablen Ausscheiden aus der Champions League nimmt Sportchef Steve von Bergen noch in den Kabinengängen des Wankdorfs Stellung. Er zieht Bilanz, spricht über Fehler in der Kaderzusammenstellung im Sommer und sagt, dass die Leistungen nicht gut genug sind.
Wie sieht die Bilanz zur Champions-League-Kampagne aus?
«Wenn du nach acht Spielen null Punkte hast, ist die Bilanz sicher nicht positiv. Wir sind im Stolz getroffen. Aber wir sind in dieser Champions-League-Kampagne nur zweimal auf einen Gegner auf Augenhöhe getroffen. Gegen Schachtar Donezk und Roter Stern Belgrad waren die Leistungen jedoch ungenügend. Gegen Inter Mailand haben wir ein super Spiel gezeigt, in Glasgow war es ordentlich. Am Schluss sind wir Letzter, und wir haben nichts anderes verdient. Es kommt momentan zu wenig, die Leistungen sind nicht gut genug.»
War YB in der Champions League am falschen Ort?
«Wenn eine Schweizer Mannschaft in der Champions League spielt, ist das nie negativ. Für die Spieler ist es immer eine Erfahrung. Gegen Barcelona, eine der besten Mannschaften der Welt, haben wir gesehen, was für uns möglich ist und wie weit wir von solchen Teams entfernt sind. Klar ist das nicht unsere Realität, und die Champions League ist für uns immer eine grosse Herausforderung. In dieser Saison war die Champions League wegen unserer Lage in der Meisterschaft einige Stufen zu hoch.»
Wie geht YB mit dieser «Lage in der Meisterschaft» um?
«Wir müssen diese schwierige Situation akzeptieren, die Herausforderung annehmen und kämpfen. Aber klar sind wir frustriert nach so einem Spiel wie gegen Roter Stern oder nach jenen gegen Winterthur und GC. Das ist Fussball.»
Hat YB Fehler gemacht bei der Kaderzusammenstellung im Sommer?
«Wir können nicht sagen, dass alles top ist. Aber ich habe 100 Prozent Vertrauen in die Spieler, die hier sind. Sie sind fähig, es besser zu machen. Wir müssen einen Weg finden, damit sie das auf den Platz bringen.»
Trainer Giorgio Contini wünscht sich einen Offensivspieler. Wird YB nochmals aktiv auf dem Transfermarkt?
«Die Transferperiode läuft noch, es kann immer etwas passieren. Zu kommunizieren gibt es aktuell nichts. Es ist nicht unsere Philosophie, jetzt vier neue Spieler zu holen. Das war die vierte Champions-League-Kampagne, und wir haben danach nie Spieler für viel Geld gekauft. Das bleibt so. Mohamed Salah und Neymar werden wir nicht holen. Aber wir führen Gespräche und wägen zusammen ab, ob noch ein Spieler kommen soll. Mit Rayan Raveloson und Christian Fassnacht haben wir unsere Wunschspieler bereits verpflichtet. Das Geld aus der Champions League investieren wir in den Verein. Ich hoffe, wir haben bald einen Campus für unsere jungen Spieler.»
Cheikh Niasse ist nicht mehr in Bern. Meschack Elia ist wieder da. Wie ist die Situation auf der Abgangsseite?
«Ich kann sagen, dass Cheikh Niasse am Donnerstag in Italien einen Medizintest absolvieren wird. Es ist aber noch nichts unterschrieben. Die Situation bei Meschack Elia ist nach seinem Schicksalsschlag etwas komplizierter (sein kleiner Sohn verstarb im Dezember). Wenn er auf dem Platz ist, geht es ihm gut. Da hat er Freude, neben dem Platz sind es immer noch schwierige Momente. Wir versuchen ihn zu unterstützen. Ob er wechseln soll, ist eine sehr persönliche Frage. Es gibt bei ihm neben der sportlichen auch noch eine grosse menschliche Komponente.»
Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
Sportliche Leitung
News zu Steve von Bergen und Mathieu Beda
Steve von Bergen verlässt YB am Saisonende auf eigenen Wunsch, Mathieu Beda wird neuer Technischer Direktor.
Der BSC Young Boys wird am Saisonende eine Klublegende verabschieden: Sportchef Steve von Bergen hat sich entschieden, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag aus privaten Gründen nicht zu verlängern.
Der 41-jährige Neuenburger war im Sommer 2013 von Palermo zu YB gestossen und erfüllte danach sofort die Rolle als Teamleader und Captain. Im Frühling 2018 gelang der grosse Coup, als YB zum ersten Mal seit 32 Jahren den Schweizer Meistertitel holte. Ein Jahr später trat Steve von Bergen zurück – erneut als Meister und zudem als Torschütze, nachdem ihm im letzten Spiel gegen Luzern sein erster Treffer im gelbschwarzen Trikot gelungen war. Danach war er als Co-Trainer und Defensivtrainer im Nachwuchs sowie als interimistischer Assistenzcoach der 1. Mannschaft tätig, ehe er 2022 Sportchef wurde. In dieser Funktion wurde der 50-fache Schweizer Nationalspieler zweimal Meister und einmal Cupsieger, zudem erreichte die Mannschaft zweimal die UEFA Champions League.
Steve von Bergen sagt: «Der Entscheid, den BSC Young Boys am Saisonende zu verlassen, ist mir sehr schwergefallen. Meine Familie und YB sind meine grossen Leidenschaften. Aber ich musste in meiner Funktion als Sportchef merken, dass die Familie zusehends zu kurz kam; ich konnte meine Vaterrolle nicht mehr so wahrnehmen, wie ich es für richtig und nötig halte.»
Der Abgang von Steve von Bergen per Saisonende hat natürlich Auswirkungen auf die künftige Rollenverteilung in der sportlichen Führung. Christoph Spycher bleibt der Gesamtverantwortliche für den Sport und wird in Zukunft im Alltag wieder näher am Trainer, am Trainerstaff und der Mannschaft sein. Mit Mathieu Beda wird ein neuer Technischer Direktor angestellt. Der 43-jährige Franzose ist im Fussball bestens vernetzt. Als Spieler stand er in Frankreich, Deutschland, Belgien und in der Schweiz beim FC Zürich unter Vertrag und war eine Führungspersönlichkeit. Nach seiner aktiven Karriere war er als Spielerberater und in weiteren Funktionen im europäischen Fussball tätig. Beda wird in der sportlichen Führung der Young Boys eine wichtige Rolle einnehmen und sich unter anderem um das Vertrags- und Transferwesen kümmern und bei der Kaderplanung mitarbeiten. Er startet bereits im Verlauf dieses Monats bei YB und hat einen Vertrag bis im Sommer 2028 unterschrieben.
Der YB-VR-Präsident Hanspeter Kienberger sagt: «Wir haben grosses Verständnis für die Situation von Steve von Bergen und seinen Entscheid, auch wenn wir gehofft hatten, dass er bei YB bleibt. Es steht ausser Frage, dass Steve von Bergen bis zum letzten Arbeitstag alles für YB geben wird, um die Saison so erfolgreich wie möglich zu beenden. Gleichzeitig freuen wir uns sehr, dass es gelungen ist, mit Mathieu Beda einen sehr kompetenten Technischen Direktor zu verpflichten. Wir sind laufend daran, in der ganzen Unternehmung Optimierungen vorzunehmen. Bedas Verpflichtung ist ein Sinnbild dafür.»
Christoph Spycher, VR-Delegierter Sport, erklärt: «Ich habe Steve von Bergen schon als Captain überaus geschätzt. Und seit knapp drei Jahren arbeiten wir täglich miteinander und teilen uns das Büro. Ich habe ihn somit noch besser kennengelernt. Es war eine sehr schöne und intensive Zeit. Wir haben immer wieder darüber diskutiert, wie YB im sportlichen Bereich am besten aufgestellt ist. Wir hätten uns gewünscht, dass Steve weitermacht. Aber selbstverständlich respektieren wir seinen Entscheid, obwohl wir seinen Abschied sehr bedauern. Mit Mathieu Beda stösst ein Fachmann zu uns, der in verschiedenen Bereichen über grosse Kompetenzen verfügt. Ich bin überzeugt, dass er sehr gut zu YB passen wird.»
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05.03.2025
Zitat:
Aus privaten Gründen
Sportchef von Bergen verlässt YB und wird nicht ersetzt
Überraschung beim Meister: Sportchef Steve von Bergen verlässt YB auf eigenen Wunsch hin auf Saisonende. Dazu verpflichtet YB einen ehemaligen Spielerberater als Technischen Direktor.
YB-Sportchef Steve von Bergen (41) hat genug: Der ehemalige Verteidiger, der seit 2022 bei YB als Sportchef tätig ist, verlässt den Klub im Sommer auf eigenen Wunsch. Das gibt der Meister am Mittwochmittag bekannt.
«Meine Familie und YB sind meine grossen Leidenschaften. Aber ich musste in meiner Funktion als Sportchef merken, dass die Familie zusehends zu kurz kam – ich konnte meine Vaterrolle nicht mehr so wahrnehmen, wie ich es für richtig und nötig halte», lässt sich von Bergen, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, zitieren.
Von Bergen war im Sommer 2013 von Palermo zu YB gestossen und führte die Berner im Jahr 2018 als Captain zum ersten Meistertitel seit 32 Jahren. Ein Jahr später trat er zurück und amtete fortan als Co-Trainer und Defensiv-Coach im Nachwuchs sowie als interimistischer Assistenzcoach der 1. Mannschaft. Im Sommer 2022 wurde er zum Sportchef befördert.
Beda wird technischer Direktor
Trotz zwei Meistertitel, einem Cupsieg und zwei Champions-League-Teilnahmen war Von Bergen nicht unumstritten. Gerade im vergangenen Herbst wurde er mehrmals für die missglückte Kaderplanung kritisiert.
Trotz Kritik kommt von Bergens Abgang überraschend – auch für den Klub selbst. «Es war eine sehr schöne und intensive Zeit. Wir haben immer wieder darüber diskutiert, wie YB im sportlichen Bereich am besten aufgestellt ist. Wir hätten uns gewünscht, dass Steve weitermacht. Aber selbstverständlich respektieren wir seinen Entscheid, obwohl wir seinen Abschied sehr bedauern», lässt sich von Bergens Vorgesetzter Christoph Spycher zitieren.
Auf den Abgang Von Bergens hat YB sogleich reagiert. Aber nicht mit einem Eins-zu-eins-Ersatz. Die neue Lösung sieht so aus: Christoph Spycher bleibt Gesamtverantwortlicher Sport, soll aber künftig wieder näher am Trainer, am Staff und an der Mannschaft arbeiten.
Dazu verpflichtet der Klub mit Mathieu Beda einen neuen Technischen Direktor. Der Franzose lief einst unter anderem für Girondins Bordeaux, Standard Lüttich, Kaiserslautern, 1860 München und auch den FC Zürich auf. Nach dem Ende seiner Aktivkarriere wurde Beda Spielerberater, betreute etwa den heutigen Nati-Star Denis Zakaria. Nun soll er sich in der Hauptstadt um Vertrags- und Transferwesen kümmern, sowie in der Kaderplanung mitarbeiten. Beda soll bereits in diesem Monat seine Arbeit aufnehmen und hat einen Vertrag bis Sommer 2028 unterschrieben.
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05.03.2025
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Auf Saisonende
YB-Sportchef Steve von Bergen kündigt seinen Abschied an
Steve von Bergen wird seinen auslaufenden Vertrag bei Schweizer Meister YB im Sommer nicht verlängern. Das hat private Gründe.
In Kürze:
- Sportchef Steve von Bergen wird im Sommer seinen Vertrag bei YB nicht verlängern. - Er nennt familiäre Gründe für seinen überraschenden Entscheid, den Verein zu verlassen. - Mathieu Beda wird als neuer Technischer Direktor bei YB eingestellt. - YB-Präsident Hanspeter Kienberger zeigt Verständnis und lobt von Bergens Engagement.
Das sind überraschende News: Schweizer Meister YB gibt bekannt, dass Sportchef Steve von Bergen im Sommer seinen auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern wird. Der 41-Jährige gibt dafür private Gründe an.
«Der Entscheid, YB am Saisonende zu verlassen, ist mir sehr schwer gefallen. Meine Familie und YB sind meine grossen Leidenschaften. Aber ich musste in meiner Funktion als Sportchef merken, dass die Familie zusehends zu kurz kam; ich konnte meine Vaterrolle nicht mehr so wahrnehmen, wie ich es für richtig und nötig halte», wird von Bergen in einer Mitteilung zitiert.
Mathieu Beda wird Technischer Direktor
YB reagiert auf von Bergens Abgang wie folgt: «Christoph Spycher bleibt der Gesamtverantwortliche für den Sport und wird in Zukunft im Alltag wieder näher am Trainer, am Trainerstaff und an der Mannschaft sein», schreibt YB. Zudem wird mit Mathieu Beda ein neuer Technischer Direktor angestellt. Der 43-jährige Franzose stand in Frankreich, Deutschland, Belgien und in der Schweiz beim FC Zürich unter Vertrag.
Der YB-VR-Präsident Hanspeter Kienberger sagt zum Abgang: «Wir haben grosses Verständnis für die Situation von Steve von Bergen und seinen Entscheid, auch wenn wir gehofft hatten, dass er bei YB bleibt. Es steht ausser Frage, dass Steve von Bergen bis zum letzten Arbeitstag alles für YB geben wird, um die Saison so erfolgreich wie möglich zu beenden.»
Ausserdem freue man sich bei den Bernern, dass es gelungen sei, «mit Mathieu Beda einen sehr kompetenten Technischen Direktor zu verpflichten. Wir sind laufend daran, in der ganzen Unternehmung Optimierungen vorzunehmen. Bedas Verpflichtung ist ein Sinnbild dafür.»
Auch Spycher meldete sich zu Wort und erklärte, wie sehr er von Bergen schätze. Das habe er bereits als Spieler getan, «und seit knapp drei Jahren arbeiten wir täglich miteinander und teilen uns das Büro. Ich habe ihn somit noch besser kennen gelernt. Es war eine sehr schöne und intensive Zeit.» Man habe sich gewünscht, dass er weitermache. Aber selbstverständlich respektiere man seinen Entscheid, obwohl man den Abschied sehr bedauere.
Von Bergen war im Sommer 2013 von Palermo zu YB gestossen und war schnell Teamleader und Captain. Im Frühling 2018 war er am ganz grossen Coup massgebend beteiligt, als YB zum ersten Mal seit 32 Jahren den Schweizer-Meister-Titel holte. Ein Jahr später trat von Bergen zurück.
Danach war er als Co-Trainer und Defensivtrainer im Nachwuchs sowie als interimistischer Assistenzcoach der 1. Mannschaft tätig, ehe er 2022 Sportchef wurde. In dieser Funktion wurde der 50-fache Schweizer Nationalspieler zweimal Meister und einmal Cupsieger, zudem erreichte die Mannschaft zweimal die Champions League.
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
05.03.2025
Zitat:
Steve von Bergen verlässt die Young Boys – Beda wird neuer Technischer Direktor
Sportchef Steve von Bergen und die Young Boys verlängern den am Ende der Saison auslaufenden Vertrag nicht. Die Trennung erfolgt auf Wunsch des 41-jährigen Neuenburgers, wie der Schweizer Meister am Mittwoch mitteilte.
Seit 2013 war Steve von Bergen bei YB in verschiedenen Rollen tätig. Als er 2019 seine Karriere als Spieler beendete, war er bei den Young Boys als Co-Trainer und Defensivtrainer im Nachwuchs sowie als interimistischer Assistenzcoach der 1. Mannschaft tätig. Im Jahr 2022 wurde der ehemalige Nationalspieler Sportchef der Berner.
«Der Entscheid, YB am Saisonende zu verlassen, ist mir sehr schwergefallen», wird von Bergen im Communiqué zitiert. «Meine Familie und YB sind meine grossen Leidenschaften. Aber ich musste in meiner Funktion als Sportchef merken, dass die Familie zusehends zu kurz kam. Ich konnte meine Vaterrolle nicht mehr so wahrnehmen, wie ich es für richtig und nötig halte.»
Als Sportchef wurde von Bergen zweimal Schweizer Meister und einmal Cupsieger mit den Young Boys. Zusätzlich konnten sich die Berner zweimal für die Champions League qualifizieren.
Der Abgang von Bergens hat Auswirkungen auf die künftige Rollenverteilung in der sportlichen Führung. Wie der Klub mitteilte, bleibt Christoph Spycher der Gesamtverantwortliche für den Sport und wird im Alltag wieder näher am Trainer, am Trainerstaff und der Mannschaft sein.
Mit Mathieu Beda stellen die Young Boys einen neuen Technischen Direktor ein. Der 43-jährige Franzose stand als Spieler in Frankreich, Deutschland, Belgien und in der Schweiz beim FC Zürich unter Vertrag. Nach seiner aktiven Karriere war er als Spielerberater und in weiteren Funktionen im europäischen Fussball tätig. Beda wird sich gemäss Klubmitteilung unter anderem um das Vertrags- und Transferwesen kümmern und bei der Kaderplanung mitarbeiten. Er nimmt seine Arbeit bereits im Verlauf dieses Monats auf und hat einen bis im Sommer 2028 datierten Vertrag unterschrieben.
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
05.03.2025
Zitat:
Auf eigenen Wunsch
Sportchef von Bergen verlässt YB am Saisonende
- Sportchef Steve von Bergen verlässt die Berner Young Boys per Ende Saison auf eigenen Wunsch. - Der 41-Jährige hat das Amt seit 2022 inne und wurde in seiner Funktion zweimal Schweizer Meister und einmal Cupsieger. - Mathieu Béda wird bei den Bernern neuer Technischer Direktor.
Aus privaten Gründen hat sich Steve von Bergen entschieden, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag als Sportchef der Berner Young Boys nicht zu verlängern. Der Entscheid sei dem langjährig mit YB verbundenen Neuenburger sehr schwergefallen. «Ich musste in meiner Funktion als Sportchef aber merken, dass die Familie zusehends zu kurz kam», lässt sich von Bergen in einer Medienmitteilung zitieren.
Der 41-Jährige übernahm das Amt im Jahr 2022 und wurde seither zweimal Schweizer Meister und Cupsieger und erreichte zweimal die Champions League. Vor fast 12 Jahren hatte von Bergen als Spieler von Palermo zu YB gewechselt.
Über mehrere Jahre führte er das Team als Captain an und wurde mit den Bernern 2018 erstmals nach 32 Jahren wieder Meister. Ein Jahr später folgte der Rücktritt als Spieler, ehe er nach verschiedenen Tätigkeiten im Trainerbereich zum Sportchef befördert wurde.
Spycher wieder näher an der Mannschaft
«Wir hätten uns gewünscht, dass Steve weitermacht», sagt Christoph Spycher, der Gesamtverantwortliche für den Sport bei den Bernern. Gleichzeitig respektiere man den Entscheid selbstverständlich, auch wenn man ihn sehr bedauere.
Der Abgang von Bergens hat Auswirkungen auf die künftige Rollenverteilung in der sportlichen Leitung der Young Boys. Spycher wird künftig aber wieder näher am Trainerstaff und der Mannschaft sein. Mit dem Franzosen Mathieu Béda wird zudem ein neuer Technischer Direktor angestellt, der sich unter anderem um Verträge und Transfers kümmern wird.
Der 43-Jährige wird seine Rolle bereits im Verlauf dieses Monats antreten und hat einen Vertrag bis Sommer 2028 unterschrieben. Als Spieler war Béda unter anderem beim FC Zürich aktiv, nach seiner aktiven Karriere war er als Spielerberater und in weiteren Funktionen im europäischen Fussball tätig.
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05.03.2025
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Sportchef-Abgang beim Meister
YB wollte mit von Bergen verlängern – jetzt wird er nicht ersetzt
Steve von Bergen verlässt YB. Am Saisonende hört der Sportchef auf. Die Arbeitsbelastung war zu gross geworden. Einen Eins-zu-eins-Ersatz für den Neuenburger wird es nicht geben.
Der Fussballjob kann einen auffressen. Jeder, der in diesem Business ist, weiss das. Abschalten geht da kaum. Der Ball steht nie still. Irgendwo auf dem Planeten wird gekickt, verhandelt, ein Interview gegeben. Wer mal in diesem Hamsterkäfig aufs Laufrad steigt, kommt kaum mehr runter. Auf der Strecke bleiben: Familie, Freizeit, Freunde.
Von Bergen light? Gibt es nicht
Etwa so könnte es Steve von Bergen gegangen sein. Bis der Moment kam, an dem er sich sagte: «Ich konnte meine Vaterrolle nicht mehr so wahrnehmen, wie ich es für richtig und nötig halte.» Lösungen wurden diskutiert, ob man dem Sportchef jemandem zur Seite stellen könnte. Und alsbald wurden diese verworfen. «Von Bergen light», gibt es nicht, «von Bergen unterstützt» auch nicht.
Und so entschied sich der sowohl als Spieler wie als Sportchef zweifache Schweizer Meister mit YB, den Bettel Ende Saison hinzuschmeissen. Das sei ihm «sehr schwergefallen», denn YB und seine Familie seien seine grossen Leidenschaften. Aber es war der einzige Ausweg aus dem Hamsterkäfig.
YB wollte mit von Bergen verlängern
Von Bergens Boss Christoph Spycher zu dessen Abgang: «Es war unser Wunsch, mit Steve in die weitere Zukunft zu gehen.» Sprich: dessen im Sommer auslaufenden Vertrag zu verlängern. «Aber wenn die Balance zwischen Familie und Beruf nicht mehr stimmt, dann kämpfe ich nicht dagegen an. Wir teilen genau dieselben Werte.»
Und nun? Einen neuen Sportchef wird es nicht geben. Jedenfalls keinen, der von Bergen eins zu eins ersetzt. Vielmehr werden die Strukturen angepasst.
Spycher zurück im Rampenlicht
Ober-Sportchef Spycher, offiziell Verwaltungsrats-Delegierter Sport und Klub-Mitbesitzer, übernimmt die Funktion von Bergens mehr oder weniger. Er rückt aus dem Schatten, aus dem er auch den Klub im Sportbereich dirigiert hatte, wieder heraus. Spycher wird wieder in den Alltag integriert, näher am Trainer, am Staff, an den Spielern sein. Der Münsinger hatte schon zuvor alle wichtigen Entscheidungen und auch alle Transfers final abgesegnet. Jetzt tut er das wieder vermehrt im Scheinwerferlicht.
Aber alleine ist das nicht zu bewältigen. Spycher zur Seite steht – neben Chefscout Stéphane Chapuisat – neu Mathieu Beda (43). Ex-Spieler in Deutschland, Frankreich und Belgien sowie beim FC Zürich. Nach der Zeit beim Stadtklub war Beda Spielerberater, unter anderem von Nationalspieler Denis Zakaria. Zuletzt hatte er diverse Beraterjobs im Fussballbereich inne. Ihn hatte YB schon länger auf dem Radar.
Beda wird Wuschus rechte Hand
Beda besetzt die neugeschaffene Stelle des Technischen Direktors. Der Franzose wird Spycher vor allem im technischen Bereich entlasten, sprich im Finalisieren von Verträgen und Transfers, wird Ansprechperson für Agenten. Er wird dem Scouting eine klare Struktur geben und auch in die Kaderplanung involviert sein.
In erster Linie ist bei YB Bedauern über den Abgang von Bergens spürbar. Handkehrum dürfte der Verwaltungsrat nicht ganz unfroh darüber sein. Dies nur schon deshalb, um dem sportlichen Neubeginn unter Giorgio Contini auch im Führungsbereich ein Äquivalent zu haben. Dieses Gesicht ist Beda.
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05.03.2025
Zitat:
Steve von Bergen hört auf
Dieser Abgang gibt YB die Möglichkeiten zu nötigen Korrekturen
An Titeln gemessen ist Steve von Bergen höchst erfolgreich. Und trotzdem begleitet den Sportchef seit längerem harsche Kritik. Diese ist teilweise berechtigt.
In Kürze:
- Steve von Bergen beendet nach drei Jahren seine Tätigkeit als YB-Sportchef. - Von Bergens Zeit wurde von stetiger Kritik begleitet. - Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger spricht von notwendigen Optimierungen bei YB. - Christoph Spycher rückt wieder näher ans Team heran.
Vor nicht einmal zwei Wochen sagte Christoph Spycher im Interview mit dieser Redaktion, dass er mit Sportchef Steve von Bergen im ständigen Austausch über dessen Zukunft sei. Dieser Austausch ist nun vorbei. Steve von Bergen wird seinen Vertrag nicht verlängern. Er wolle mehr Zeit für seine Familie, gibt er als Begründung an.
12 Jahre wird von Bergen im Sommer bei YB gewesen sein. Zuerst als Spieler, dann in verschiedenen Trainerfunktionen und seit 2022 als Sportchef. Die Bilanz liest sich gut, ja sehr gut. Mit dem Innenverteidiger als Captain wird YB zum ersten Mal seit 32 Jahren Meister. Es folgt die Titelverteidigung, dann zwei Titel als Sportchef. Dazu ein Cupsieg und zwei Champions-League-Teilnahmen.
Der sportliche Palmarès der ersten beiden Jahre als Sportchef ist überragend. Und doch ist die Kritik seit längerem die treuste Begleiterin von Bergens.
Gut verkauft, aber …
Das liegt an den Transfers. An diesen wird ein Sportchef gemessen. Welche Spieler wurden unter ihm verpflichtet, welche konnten mit Gewinn verkauft werden? Für einen Super-League-Sportchef sind diese Kennzahlen nach den Titeln das Wichtigste. Schweizer Teams sind angewiesen auf diese Einnahmen. Von Bergen hat sie geliefert. Mit Fabian Rieder, der für 15 Millionen nach Rennes ging, haben die Berner unter von Bergen gar einen Rekordtransfer realisiert.
Etwas anders ist der Fall Meschack Elia. Hier erreichten die Young Boys ihr eigentliches Ziel nicht. Nur – und das spricht wiederum für den Club und von Bergen als Sportchef – zeigten sie in der Causa des schnellen, wirbligen Kongolesen (menschliche) Grösse. In diesem Winter liess YB den Stürmer nach dem Tod seines Sohnes für einen Neuanfang unter Wert nach Frankreich ziehen. Es ist ein starker Entscheid, den Sportchef von Bergen mindestens mitgetragen hat. Und er entspricht den viel zitierten YB-Werten.
… schlecht eingekauft
Auf der Zuzugsseite fällt das Fazit weniger positiv aus. Es gelang YB nicht mehr, Abgänge zu antizipieren und legitime Nachfolger frühzeitig aufzubauen. Zudem hat sich kaum ein Spieler, der unter von Bergen geholt wurde, zu einem potenziellen Millionentransfer entwickelt. Die Mannschaft hat im Vergleich zu vor drei, vier Jahren an Substanz verloren.
Das Team wirkt in dieser Saison gesichtslos und trat oftmals etwas uninspiriert auf. Das ist auch auf die Transferpolitik zurückzuführen und fällt somit in den Aufgabenbereich von Sportchef von Bergen. Erst im Winter reagiert YB auf die Misere und holt mit Fassnacht, Chris Bedia und Rayan Raveloson gleich drei gestandene Spieler, die dem Team Charakter verleihen.
Gleiches gilt für die Trainer. YB hatte in den zweieinhalb Jahren unter von Bergen bereits drei Trainer. Interimstrainer Joël Magnin nicht miteingerechnet. Das ist zu viel. Zuerst entliessen die Berner Raphaël Wicky nach drei Niederlagen in Serie und einer Phase ohne Bekenntnis zur Verlängerung der Zusammenarbeit. Dann holten sie mit Patrick Rahmen den zwar naheliegendsten Trainer, stellten ihm aber nicht das passende Team zur Verfügung.
Das trübt, zusammen mit der Situation in der Meisterschaft und dem punktelosen Ausscheiden in der Champions League in diesem Jahr, die erfolgreiche Bilanz von Bergens. Wobei die «schwierige Situation» (von Bergen) nicht ausschlaggebend gewesen sei für den Abgang. YB hätte gerne weitergemacht mit ihm – und trotzdem kann der Abgang ein Befreiungsschlag sein für die Berner.
YB muss den Abgang nutzen
Die Berner reagieren auf den Abgang mit Veränderungen und bringen nötige Korrekturen in der sportlichen Führung an. Man «nehme Optimierungen vor», nennt es Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger. Das Wort Optimierung, so positiv es tönt, bedeutet aber auch immer, dass es davor nicht perfekt war. Dieser Eindruck hat sich zu Recht offenbar auch bei YB verfestigt.
Dass die Änderungen im Organigramm unter dem Eindruck der aktuellen Tabellensituation weniger intrinsisch motiviert, sondern vielmehr nötig sind – geschenkt. YB hat den Handlungsbedarf erkannt, das ist entscheidend. Vor allem, weil dieser schon länger bestanden hat.
Er zeigte sich ein erstes Mal beim Abgang von Nsame. Der Stürmer ging im Streit nach Como und ist nun via Legia Warschau in St. Gallen gelandet. Es gelang von Bergen und der sportlichen Führung nicht, eine harmonische Lösung zu finden. Natürlich lag dies auch am Verhalten des Stürmers.
Ein zweites Mal war es diesen Sommer zu sehen. Zuerst haben die Berner die Lage falsch eingeschätzt, und dann gelang es nicht, die Mannschaft aufzufrischen und zu verstärken.
Ein drittes Mal zeigte es sich im Herbst. YB stürzte ab und war zeitweise Letzter.
Die Aufgabenverteilung mit Christoph Spycher als Eminenz über dem gesamten sportlichen Geschehen war nicht optimal. Der Leiter Sport rückt im neuen Jahr wieder näher zur Mannschaft. Dafür übernimmt Mathieu Beda als Direktor Sport einige Aufgaben von Spycher, der Franzose wird für das Transferwesen zuständig sein. Beda war nach seiner Spielerkarriere unter anderem als Agent von Guillaume Hoarau, Miralem Sulejmani und Denis Zakaria tätig.
Für Spycher ist es ein Schritt zurück in Richtung alter Funktion, und es ist ein sinnvoller Schritt. Denn der ehemalige Sportchef Spycher ist im YB-Universum immer weiter aufgestiegen, mittlerweile ist er Mitbesitzer und im Verwaltungsrat angekommen. Er kann das – doch eine seiner grössten Stärken ist die Kommunikation und der Umgang mit Menschen. Spycher ist hart, kompromisslos und vor allem klar in der Kommunikation. Das kann er nun wieder dort einbringen, wo es am wichtigsten ist: bei der Mannschaft und dem Trainerteam.
Für die Young Boys sind das – trotz des sportlichen Palmarès von Bergens – gute Nachrichten.
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
05.03.2025
Zitat:
YB: Sportchef Steve von Bergen geht Ende Saison, Mathieu Beda kommt
Nach dieser Saison ist Schluss: Sportchef Steve von Bergen verlässt YB auf eigenen Wunsch. Mathieu Beda kommt als Technischer Direktor.
Das Wichtigste in Kürze
- Die sportliche Leitung von YB wird zur neuen Saison verändert. - Steve von Bergen gibt sein Amt als Sportchef auf eigenen Wunsch ab. - Mathieu Beda stösst als Technischer Direktor zum Verein.
Knall bei YB: Wie der Meister mitteilt, gibt Steve von Bergen sein Amt als Sportchef aus privaten Gründen per Ende Saison ab. Dafür stösst Mathieu Beda als Technischer Direktor zum Club.
Steve von Bergen erklärt seine Entscheidung: «Der Entscheid, YB am Saisonende zu verlassen, ist mir sehr schwergefallen. Meine Familie und YB sind meine grossen Leidenschaften.»
«Aber ich musste in meiner Funktion als Sportchef merken, dass die Familie zusehends zu kurz kam; ich konnte meine Vaterrolle nicht mehr so wahrnehmen, wie ich es für richtig und nötig halte.»
Bei YB bedauert man den Abgang des Sportchefs: «Wir hätten uns gewünscht, dass Steve weitermacht», so der VL-Delegierte Christoph Spycher. «Aber selbstverständlich respektieren wir seinen Entscheid, obwohl wir seinen Abschied sehr bedauern.»
Er habe Steve von Bergen schon als Captain überaus geschätzt, erklärt Spycher zudem. «Seit knapp drei Jahren arbeiten wir täglich miteinander und teilen uns das Büro. Ich habe ihn somit noch besser kennengelernt. Es war eine sehr schöne und intensive Zeit.»
Christoph Spycher wieder näher am Team, Mathieu Beda kommt
Der Abgang von Steve von Bergen verändert die Rollenverteilung bei den Bernern. Wie der Club mitteilt, rückt Christoph Spycher als «Gesamtverantwortlicher Sport» wieder näher an den Staff und die Mannschaft.
Zudem stellt YB einen Technischen Direktor an: Der ehemalige FCZ-Profi Mathieu Beda stösst zu den Bernern. Der 43-jährige Franzose war nach seiner Karriere als Spielerberater und in weiteren Funktionen tätig.
«Beda wird in der sportlichen Führung der Young Boys eine wichtige Rolle einnehmen», schreiben die Berner. «Und sich unter anderem um das Vertrags- und Transferwesen kümmern und bei der Kaderplanung mitarbeiten.»
Mathieu Beda wird sein Amt bereits im Verlauf dieses Monats antreten. Er unterschreibt in Bern bis Sommer 2028.
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