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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Raphael Wicky
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 12. Januar 2023, 23:59 
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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Raphael Wicky
 Beitrag Verfasst: Freitag 13. Januar 2023, 12:09 
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YB – Raphael Wicky: «Uns fehlt noch die Spritzigkeit»

YB hat das Trainingslager hinter sich und reist zurück in die Schweiz. Coach Raphael Wicky ist mit dem Team zufrieden – am Samstag wartet noch ein Doppel-Test.

Das Wichtigste in Kürze

- Raphael Wicky lobt die Bedingungen beim YB-Trainingslager in Estepona.
- Gegen den Puskas FC gewinnen die Berner am Mittwoch ein Testspiel mit 3:0.
- Am Samstag warten gleich zwei Partien gegen Thun (11 Uhr) und Vaduz (14 Uhr).

Nach acht Tagen endet heute Donnerstag das Trainingslager von Leader YB im spanischen Estepona. Im Club-TV zieht Trainer Raphael Wicky Bilanz. Und macht einen Ausblick auf die letzte Woche vor dem Rückrundenstart.

«Es war eine sehr gute Woche, wir konnten in allen Belangen viel arbeiten», so Wicky. Besonders die Bedingungen fand der 45-Jährige optimal: «Wir hatten super Plätze, rund fünf Minuten vom Hotel entfernt. So haben wir mit dem Transport keine Zeit verloren.»

«Wir haben noch viel Arbeit vor uns»

Auch wenn Wicky «insgesamt zufrieden» war, gibt es noch viel zu tun. «Das Testspiel gegen den Puskas FC hat gezeigt, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Uns fehlt noch die Spritzigkeit, an der werden wir noch arbeiten.» Beim 3:0-Sieg habe ihm aber vor allem die Mentalität gefallen.

Am Donnerstag reist das Team zurück in die Schweiz, am Samstag warten gleich zwei Gegner auf YB. Um 11 Uhr empfängt der Leader den FC Thun zu einem Testkick. Und gleich darauf um 14 Uhr folgt der Vergleich mit dem FC Vaduz.

YB absolviert Doppel-Test vor Rückrunden-Start bei GC

Das Ziel? «Es ist wichtig, dass wir nochmal allen Spielern 80 bis 90 Minuten Belastung geben können. Anschliessend haben die Jungs zwei Tage frei, in denen sie sich erholen können.

Und dann beginnt auch schon die Vorbereitung auf den Rückrundenstart. Nach der langen Pause wartet am Samstag, 21. Januar, das Auswärtsspiel bei GC auf die Berner. Nach den ersten 16 Runden weist YB zehn Punkte Vorsprung auf das zweitplatzierte Servette auf.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ra ... t-66391916

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Raphael Wicky
 Beitrag Verfasst: Samstag 21. Januar 2023, 15:00 
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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Raphael Wicky
 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. März 2023, 11:48 
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YBs Itten und Nsame sind ein Herz und eine Seele

Wicky schaut nicht bei Guardiola und Co. ab

Vom Sturm-Quartett Nsame, Itten, Elia und Monteiro müssen bei YB immer zwei auf der Bank sitzen. Da ist es wie bei den ganz Grossen. Was Nsame und Itten nicht daran hindert, Best Buddies zu sein.

Alltäglich ist es gewiss nicht. Da erscheinen die beiden besten Stürmer der Liga, Cedric Itten und Jean-Pierre Nsame, Hand in Hand in der Mixed Zone. Der eine als gefeierter Held, weil er als Joker drei Tore geschossen hat. Der andere, den die Basler auch nie in den Griff kriegten, als Nulltore-Stürmer, weil er vom Punkt aus an Marwin Hitz scheiterte. So musste er sich in der Torschützenliste von Itten überholen lassen. Ittens neue Zahl: 14. Nsame bleibt bei 13.

Nsame sagt, dass ihn Ittens Hattrick nicht erstaune: «Cedric hat die Qualität dazu.» Der Basler in Berner Diensten seinerseits tröstet seinen Best Buddy für den verschossenen Penalty. «Ich mache meinen dank Jean-Pierre rein. Wir trainieren das gemeinsam. Er hat ja schon so viele Elfer verwertet. Ich habe schon so viel von ihm gelernt. Auch in Bezug auf Penaltys.»

Nsame: «Warum soll Itten nun im nächsten Match spielen?»

Und so gibt es auch wenig Neid darüber, wer in der Startelf steht. Itten: «Es ist natürlich immer schön, wenn man spielt. Aber wir haben so viel Qualität. Jean-Pierre, Meschack Elia, Joël Monteiro. Ich supporte das Team jedenfalls auch, wenn ich draussen bin.»

Müsste im nächsten Spiel nun Itten statt Nsame in der Startelf stehen? «Warum?», fragt Nsame. Weil er drei Tore gemacht hat. «Ich wäre zufrieden, wenn er spielt. Bei den vielen Toren, die er schiesst, ist es schon bizarr, dass er häufig auf der Bank sitzt. Aber wir spielen in einem grossen Klub. Heute war er derjenige, der effizient war. Im nächsten Spiel ist es vielleicht einer der anderen. Wichtig ist einzig, den Titel zu gewinnen.»

Nsame und Itten haben eine spezielle Beziehung

Stellt sich noch die Frage, nach dieser speziellen Verbindung zwischen Itten und Nsame. Trainer Raphael Wicky klärt auf. «Die beiden haben eine sehr spezielle Beziehung. Sie sind ähnliche Stürmertypen, spielen deshalb nicht oft miteinander. Weil meine Überlegung schon ist: Braucht es neben einem der Beiden nicht noch ein anderes Profil, also einen schnellen Kleinen? Dennoch arbeiten sie oft miteinander, auch nach dem Training. Sie sprechen oft über ihre Beziehung, wie sie auf dem Platz harmonieren wollen.»

Schaut Wicky bei Real, Liverpool oder ManCity ab?

Solch ein Luxuskader zu handeln, dass kein Neid aufkommt, ist einer der Hauptjobs von Coaches wie jenen von Manchester City, Liverpool oder Real Madrid. Wie macht das Wicky? Hat er bei diesen abgeschaut? Der Walliser: «Also ich habe da nichts abgeschaut. Ich weiss nicht, wie Ancelotti, Pep oder Klopp mit den Spielern kommunizieren. Für mich ist wichtig, dass ich eine offene Kommunikation habe. Dass die Spieler wissen, wie ich die Situation sehe. Für mich ist dann entscheidend, wie sie darauf reagieren, wie sie das annehmen. Bis jetzt funktioniert das gut. Auch wenn diese Gespräche nicht immer einfach sind. Die Spieler kommen nicht immer jubelnd aus meinem Büro. Aber das ist das Los des Trainers. Ich weiss, dass ich nicht alle zufriedenstellen kann. Aber sie müssen wissen, dass wir erfolgreicher sind, je besser wir miteinander arbeiten.»

Ittens Nachnominierung für Nsame verdient

Und zu guter Letzt gibts für Itten noch ein Nati-Happyend. Weil sich Andi Zeqiri den Fuss verletzt hat, als er über den Ball rutschte, und mit wohl lädierten Bändern am Sprunggelenk bis auf Weiteres ausfällt, hat Murat Yakin den YB-Stürmer nachnominiert. Für Nsame nichts als logisch: «Er hat das verdient», sagt der Franko-Kameruner.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 15968.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Raphael Wicky
 Beitrag Verfasst: Freitag 31. März 2023, 22:41 
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YB-Trainer Wicky erklärt

Konstanz als wichtigstes Erfolgsrezept

Vor dem Super-League-Spiel gegen Servette sprach YB-Trainer Raphael Wicky mit Keystone-SDA über die Dominanz seines Teams und mehr.

Die Young Boys befinden sich auf gutem Weg Richtung 4. Meistertitel in den letzten 5 Jahren, haben 11 Runden vor Schluss 18 Punkte Vorsprung auf Rang 2. Trainer Raphael Wicky sprach im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA unter anderem über …

… die YB-Dominanz in dieser Saison:

«Wir waren bis jetzt sehr konstant, das ist der wichtigste Punkt, dass wir einen dermassen grossen Vorsprung haben. Wir schafften es auch in Spielen, in denen wir nicht den besten Tag hatten, nicht zu verlieren oder sogar zu gewinnen. Ein entscheidender Punkt bei uns ist sicherlich, dass wir vom ersten Tag an eine tolle Einheit sind, auf und neben dem Feld, jeder Spieler sich in den Dienst der Mannschaft stellt.»

Es gibt klare Ziele, klare Werte, klare Vorstellungen, alle sind sehr bodenständig, aber trotzdem ambitioniert.
Autor: Raphael Wicky über die Gründe für die jüngsten YB-Erfolge

… die Gründe für den YB-Aufstieg zum Vorzeigeklub:

«Es bestätigt sich, was ich zuvor aus der Ferne beobachtet hatte: Bei YB kann man in Ruhe arbeiten, es ist ein Verein mit viel Kontinuität, der sehr gut strukturiert ist und gut funktioniert. Es gibt klare Ziele, klare Werte, klare Vorstellungen, alle sind sehr bodenständig, aber trotzdem ambitioniert. Das ist sicher eine Stärke von YB.»

… seine Entwicklung als Trainer:

«Ich denke, dass ich mich überall weiterentwickelt habe. Fussballtrainer ist ein Beruf, in dem man stark durch die gesammelten Erfahrungen wächst. Für mich war wichtig, nach jeder Station zu analysieren, in welchen Komponenten ich besser werden will. Da geht es einerseits um Menschenführung, wie ich mit dem Staff, mit der Mannschaft umgehen, kommunizieren will. Andererseits versuche ich, taktisch auf dem Laufenden zu bleiben. Der Fussball verändert sich, wird immer athletischer.»

… die kommende Aufgabe in der Liga gegen das zweitplatzierte Servette:

«Gegen Servette ist es aus zwei Gründen keine einfache Partie: Erstens haben sie zu Hause bloss ein Spiel verloren, zweitens ist es für ein Team mit so vielen Internationalen, wie wir das haben, nach einer Nationalmannschaftspause nie einfach. Es wird sicher nicht alles perfekt sein in Genf. Ich bin sicher, dass wir gefestigt genug sind, um gut zu spielen.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... olgsrezept

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Raphael Wicky
 Beitrag Verfasst: Samstag 1. April 2023, 11:54 
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YB-Trainer Raphael Wicky im Interview vor dem Saisonendspurt

Den Young Boys stehen mit dem Spitzenspiel gegen Servette und dem Cup-Kracher gegen Basel zwei wichtige Partien bevor. Für YB-Trainer Raphael Wicky kein Grund, um nervös zu werden.

Es müsste viel passieren, dass die Young Boys nicht zum 16. Mal in der Vereinsgeschichte, zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren, Schweizer Meister werden. Trainer Raphael Wicky, der das Amt nach dem enttäuschenden 3. Platz in der vergangenen Saison übernommen hat, spricht im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA unter anderem über die Gründe der Dominanz, in welchen Bereichen er sich entwickelt hat und Rückschläge.

Raphael Wicky, Ihr Team führt die Tabelle nach 25 Runden mit einem Vorsprung von 18 Punkten an. Auf was führen Sie diese Dominanz zurück?

«Wir waren bis jetzt sehr konstant, das ist der wichtigste Punkt, dass wir einen dermassen grossen Vorsprung haben. Wir schafften es auch in Spielen, in denen wir nicht den besten Tag hatten, nicht zu verlieren oder sogar zu gewinnen.»

Was macht YB besser als die anderen Teams?

«Das kann ich nicht erklären, ich weiss ja nicht, was die anderen machen. Es liegt nicht an mir, das zu beurteilen. Ein entscheidender Punkt bei uns ist sicherlich, dass wir vom ersten Tag an eine tolle Einheit sind, auf und neben dem Feld, jeder Spieler sich in den Dienst der Mannschaft stellt, auch wenn er mal nicht von Anfang an zum Einsatz kommt, und versucht, seine Qualitäten einzubringen.»

Ist es mit einem solch grossen Vorsprung schwierig, die Spannung immer hoch zu halten?

«Wir als Staff versuchen, dass wir nie in eine Komfortzone kommen, wollen keine Zufriedenheit ausstrahlen. Natürlich sind wir zufrieden, wenn wir einen Match gewinnen. Ich sage der Mannschaft immer, sie sollen diese Momente geniessen. Siegen darf nie selbstverständlich sein. Es geht allerdings darum, immer hungrig zu bleiben, immer mehr zu wollen, noch mehr zu machen. Je besser wir sind, umso mehr möchten uns die anderen bezwingen. Das sprechen wir bewusst immer wieder an. Hilfreich ist sicherlich, dass wir einen grossen Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft haben. Ich finde das sehr, sehr wichtig, um die Spannung hoch halten zu können. Es hilft, wenn man nicht nur künstlichen Druck erzeugen muss.»

Der Klub hat eine lange Durststrecke ohne Titelgewinn hinter sich, es wurde gar der Ausdruck «Veryoungboysen» kreiert. Nun ist YB der Vorzeigeklub schlechthin in der Schweiz. Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe dafür?

«Es bestätigt sich, was ich zuvor aus der Ferne beobachtet hatte: Bei YB kann man in Ruhe arbeiten, es ist ein Verein mit viel Kontinuität, der sehr gut strukturiert ist und gut funktioniert. Leute wie Spycher, Chapuisat, Castella oder Graf arbeiten schon sehr lange zusammen, auch Sportchef Von Bergen kennt den Klub seit Langem, es herrscht ein gutes gegenseitiges Verständnis. Es gibt klare Ziele, klare Werte, klare Vorstellungen, alle sind sehr bodenständig, aber trotzdem ambitioniert. Das ist sicher eine Stärke von YB.»

Stillstand ist Rückschritt. In welchen Bereichen haben Sie sich seit Ihren ersten Tagen als Trainer weiterentwickelt?

«Ich denke, dass ich mich überall weiterentwickelt habe, ich finde, das ist in meinem Job notwendig. Fussballtrainer ist ein Beruf, in dem man stark durch die gesammelten Erfahrungen wächst. Für mich war wichtig, nach jeder Station zu analysieren, in welchen Komponenten ich besser werden will. Da geht es einerseits um Menschenführung, wie ich mit dem Staff, mit der Mannschaft umgehen, kommunizieren will. Das sind sehr wichtige Punkte, in denen ich mich hoffentlich noch mehr entwickeln werde. Andererseits versuche ich, taktisch auf dem Laufenden zu bleiben. Der Fussball verändert sich, wird immer athletischer.»

Früher gab es oft «harte Hunde» als Trainer. In der heutigen Generation, in der die Spieler neugieriger sind, muss man da fast mehr Psychologe als Fachmann sein?

«Ich bin nach wie vor überzeugt, dass du als Trainer einen Spieler fachlich überzeugen, ihm zeigen musst, dass du ihn besser machen kannst. Aber natürlich ist Menschenführung heutzutage extrem wichtig in einer Leaderfunktion - in jedem Business. Als Trainer führe ich 25 bis 30 Spieler plus 15 bis 20 Staffmitglieder. Ich trage also sozusagen für ein Kleinunternehmen die Mitverantwortung. Die Rollen müssen klar verteilt sein, es gilt, gut zu kommunizieren. Das ist heute noch wichtiger als zu jener Zeit, als ich noch selber gespielt habe.»

In Basel wurden Sie nach einem Jahr entlassen, in Chicago wurde die Zusammenarbeit nach zwei Saisons nicht mehr fortgesetzt. Können Sie solche Tiefschläge rasch verarbeiten?

«Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das hat mich nicht beschäftigt. Entlassen zu werden, das tut weh und darf es auch, schliesslich bin ich keine Maschine. Ich musste das verdauen, das erste Mal tut immer am meisten weh, glaube ich. Aber danach weiss man definitiv, dass auch diese Seite zum Trainerberuf dazugehört. Damit muss ich umgehen können.»

Nach dem Ende bei Chicago entschlossen Sie sich eine Auszeit zu nehmen. Ging es darum, die Batterien wieder aufzuladen?

«Ich hatte damals privat mit der Krankheit von meinem Vater eine schwierige Situation, deshalb war für mich klar, in die Schweiz zurückzukehren, als mir Chicago im November mitgeteilt hat, dass mein Vertrag nicht verlängert wird. Ich wollte bei meiner Familie sein und bewusst bis im Sommer warten, um zu schauen, wie sich alles entwickelt. Aber natürlich wollte ich alles auch mal sacken lassen und mich mental erholen, denn Trainer zu sein, ist ein stressiger Job.»

Apropos Stress. Wie einfach fällt es Ihnen abzuschalten?

«Ich versuche, mit der Familie und mit Sport abzuschalten, ein normales Privatleben zu führen. Es ist für mich gerade auch wegen der hohen Arbeitszeit extrem wichtig, eine gute Work-Life-Balance zu finden, Abwechslung zu haben und nicht immer an Fussball zu denken. Das ist allerdings schwierig. Es kommt vor, dass ich zu Hause bin und im Kopf abschweife.»

Zum Schluss nochmals zurück zu YB. Am Samstag treffen Sie mit Ihrem Team in Genf mit Servette auf den ersten Verfolger, drei Tage später kommt es in Basel zum Cup-Kracher um den Finaleinzug. Wie blicken Sie auf diese Partien voraus?

«Ich versuche immer, Spiel für Spiel zu nehmen, deshalb denke ich noch nicht gross an den Cup. Gegen Servette ist es aus zwei Gründen keine einfache Partie: Erstens haben sie zu Hause bloss ein Spiel verloren, zweitens ist es für ein Team mit so vielen Internationalen, wie wir das haben, nach einer Nationalmannschaftspause nie einfach. Ich hatte bloss sieben, acht Spieler im Training. Das macht es noch schwieriger. Ich will mich jedoch nicht beklagen. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn die Spieler zu ihren Nationen gehen können. Aber es ist definitiv so, dass wir die Pause nicht dazu nutzen konnten, um im mannschaftstaktischen Bereich zu arbeiten. Es wird sicher nicht alles perfekt sein in Genf. Ich bin sicher, dass wir gefestigt genug sind, um gut zu spielen.»


https://www.suedostschweiz.ch/sport/fus ... onendspurt

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Raphael Wicky
 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. April 2023, 09:16 
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Raphael Wicky führt YB zum Titel, so richtig zufrieden ist Bern trotzdem nicht

Heute Abend kann YB mit einem Sieg bei GC Schweizer Meister werden. Für Raphael Wicky, wäre es der erste Titel in seiner Trainer-Karriere. Trotzdem überwältigendem Vorsprung hält sich die Kritik am YB-Fussball hartnäckig. Warum ist das so? Nun verteidigen ihn die YB-Spieler.

Vielleicht fällt die Geburtstags-Feier für Raphael Wicky diesmal etwas feuchtfröhlicher aus als auch schon. Am Mittwoch wird Wicky 46 Jahre alt. So unüblich es auch ist, bereits vor Mitternacht mit den Feierlichkeiten zu beginnen, die Chancen stehen ziemlich gut, dass sich Wicky tatsächlich schon am Dienstag um kurz vor 22:30 Uhr in einer wilden Meute von Feierwütigen befinden wird. Dann nämlich, wenn YB heute Abend mit einem Sieg auswärts bei GC Schweizer Meister wird.

Der vorzeitige Meistertitel wäre das schönste Geburtstagsgeschenk für Wicky. Es wäre sein erster Titel bei den Profis. Ein lang ersehnter. Und einer, der viel Genugtuung mitbringt. Gleichwohl bleibt eine Frage vorerst unbeantwortet: Wird dieser Meistertitel das Ansehen von Wicky nachhaltig zum Positiven verändern? Noch immer hallt nach, dass er beim FCB ohne Titel entlassen wurde.

Die Eigenheiten dieser Super-League-Saison bringen es nun mit sich, dass die Leistungen von YB nicht durchwegs als berauschend empfunden werden. Ganz nach dem Motto: 19 Punkte Vorsprung nach 29 Runden? Ist doch easy, weil sonst ja niemand wirklich durchgehend überzeugt.

Wicky erfährt gerade, was früher in den grossen Basler Zeiten (achtmal Meister in Serie zwischen 2010 und 2017) viele FCB-Trainer durchmachen mussten. Gewinnen alleine genügt nicht, überzeugend muss es sein, gerne auch noch mit ­etwas Spektakel gewürzt. Zwei Unentschieden in Serie reichen schon zur gefühlten Krise. Christian Fassnacht sagt: «Das hat mich teilweise genervt. Wir dominieren die Liga, überzeugen im Cup und doch wurde begonnen, nach Problemen zu suchen. Da fragte ich mich manchmal: Ist das euer Ernst?»

Man sollte die Rolle des YB-Trainers gerade in einer Saison wie dieser nicht unterschätzen. Weil YB im Playoff um die Teilnahme an der Conference League gegen Anderlecht (im Penaltyschiessen) scheiterte, blieben die budgetierten europäischen Spiele aus. Darum musste Wicky plötzlich schauen, wie er all die hoch veranlagten Spieler bei Laune hielt.

Wie ist ihm das gelungen? Liga-Topskorer Cedric Itten sagt: «Wicky hat es menschlich sehr, sehr gut hingekriegt. Es ist nicht einfach, so viele Spieler zu haben, die alle gerne mehr Einsatzzeit hätten. Er nahm jeden auf seine Art und es gelang ihm, ein echtes Team zu kreieren.» Dazu sei es ihm gelungen, einen Mix zwischen Ernsthaftigkeit und Lockerheit zu pflegen.

Christian Fassnacht ergänzt: «Wicky ist ein Fussball-Fanatiker im positivsten Sinn des Wortes. Er ist nicht besessen, aber will alles verstehen. Die geringe Anzahl Gegentore zeigt, wie gut er uns auf die Gegner eingestellt hat. Zudem will er stets auch unsere Meinung hören und sich selbst verbessern. Er ist interessiert am Menschen hinter dem Spieler, will wissen, wie wir empfinden und denken.»

Wer das hört, wäre nicht überrascht, wenn Wickys Vertrag (läuft bis Sommer 2024) bald vorzeitig verlängert wird.


https://www.watson.ch/sport/fussball/43 ... zdem-nicht

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Raphael Wicky
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. April 2023, 01:21 
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Endlich Meistertrainer

Genervt, irritiert – doch jetzt wird er die Last los

Raphael Wicky galt früh als grosses Trainertalent, seine Bilanz war aber mässig. Nun steht er vor dem Gewinn der Meisterschaft. Freunde und Weggefährten sagen, was das auslösen könnte.

Als Raphael Wicky dieser Zeitung letzten Sommer ein Interview gab, wurde er gefragt, ob er den Trainerjob bei YB als seine letzte Chance betrachte.

Der Walliser hatte einmal gesagt, dass ein Trainer zwei Patronen erhalte, wer mit beiden verfehle, habe es schwer. Wicky reagierte irritiert auf die Frage, weil er nicht fand, dass er zuvor in Basel und Chicago seine Chance vertan habe.

Zugegeben, die Frage war provokativ formuliert. Sie zielte auf einen wunden Punkt in der Trainerlaufbahn des Wallisers. Einerseits sind da seine fachlichen Fähigkeiten, die weitherum gelobt werden, seine Sozialkompetenz, die Vielsprachigkeit, die Auslandserfahrung als Spieler und Trainer, die 75 Länderspiele. Ein Gesamtpaket, wie es unter Schweizer Trainern selten ist.

Andererseits war da die bis dahin mässige sportliche Bilanz. Die NZZ schrieb vergangenen Herbst über Wicky, dieser sei der Trainer mit dem «Aber»: «Ein Talent, aber ohne Titel.»

Jetzt steht Wicky mit YB auf den allerletzten Metern zum Gewinn der Meisterschaft. Bei einem Sieg am Dienstag bei GC ist dieser Tatsache. Das «Aber» ist bald passé.

Was wird dies bei ihm auslösen?

Schmidt: «Wird ihn lockerer werden lassen»

Anruf bei Martin Schmidt. Der Sportdirektor von Mainz 05 ist ein langjähriger Wegbegleiter Wickys. Er ist der Älteste der Freundesgruppe, die sich Anfang der Neunzigerjahre im Oberwallis bildete. Schmidt arbeitete in dieser Zeit als Mechaniker, Wicky spielte beim FC Sion, absolvierte die Bürolehre, andere gingen ans Kollegium oder studierten. Als Wicky später nach Bremen, Madrid und Hamburg wechselte, erhielt er manchmal Besuch von der ganzen Gruppe. «Vier, fünf, sechs Tage lang», sagt Schmidt, «da haben wir natürlich auch die Diskotheken und Spielsalons der jeweiligen Stadt kennen gelernt.»
Mainz-Sportdirektor Martin Schmidt sagt über seinen Freund Wicky: «Der Titel wird ihm Selbstbewusstsein geben und Autorität verleihen.»

Was also kann der Meistertitel bei Wicky auslösen? Schmidt sagt: «Er wird ihm Selbstbewusstsein geben und Autorität verleihen. Weil ein Trainer mit Titel anders wahrgenommen wird als einer ohne.»

Schmidt kann das beurteilen, weil er beide Seiten kennt. Er war Bundesliga-Trainer in Mainz, Wolfsburg und Augsburg gewesen, bevor er Ende 2020 nach Mainz zurückkehrte und das Amt des Sportdirektors übernahm. Nun erlebt er, wie auf einer Ebene weiter oben über die Trainer gedacht wird. «Gewinnst du einen Titel, ist es, wie wenn du auf ein Sparkonto einzahlen würdest», sagt Schmidt. «In schwierigeren Zeiten wirst du davon zehren können.»

Schmidt und Wicky telefonieren oft, sie reden nicht über Astrologie, Mode oder das englische Königshaus, wie der 56-Jährige sagt: «Sondern über Fussball.» Wie gilt es zu reagieren, wenn der Gegner das eigene System spiegelt? Welche Lösungen bieten sich gegen eine Dreierkette an? Schmidt ist es wichtig, festzuhalten, dass er eher als Sparringspartner fungiere, nicht als Berater. «Raphi ist taktisch auf allerhöchstem Level. Manchmal überrascht er mich mit taktischen Ansätzen, auf die ich fast nicht gekommen wäre.»

Schmidt denkt nun an Thomas Tuchel, mit dem er in Mainz während fünf Jahren zusammenarbeitete. Dieser habe zuweilen auf taktischer Ebene enorm viel von seinem Team gefordert, mit Kniffen, welche für die Spieler eine grosse Herausforderung waren. Später in Dortmund, Paris und bei Chelsea sei Tuchel pragmatischer geworden. «Wenn man so viel über Fussball weiss, kann man Spieler auch mal überfrachten.» Diese Gefahr sah er manchmal auch bei Wicky.

Schmidt schaut sich praktisch jede Super-League-Partie an, wenn nicht live, dann im Nachgang. Er findet, Wicky sei die Anspannung zuletzt anzumerken gewesen, weil die Saison nun in der entscheidenden Phase sei. «Raphi ist ein Perfektionist. Er hinterfragt sich ständig, sucht Entwicklungs- und Verbesserungsmöglichkeiten.» Schmidt glaubt, dass der Meistertitel seinen Freund ein wenig lockerer werden lasse.

Heitz: «Wird an Profil dazugewinnen»

Anruf bei Georg Heitz. Er war es, der als Sportdirektor von Chicago Fire im Herbst 2021 entschied, die Zusammenarbeit mit Wicky zu beenden. Er sagt: «Dass es nicht geklappt hat, daran war ich mindestens so schuldig wie er.»

Heitz ist wichtig, zu bemerken, dass alles, was er sage, eine Ferndiagnose sei, weil er ja Tausende von Kilometer entfernt in den USA lebe. Aber er verfolgt die Super League natürlich genau – schon nur, weil der FC Lugano der Partnerclub Chicagos ist.

«Die Leute gewöhnen sich an den Erfolg, sie denken: Du kannst an die Seitenlinie stellen, wen du willst, du gewinnst so oder so.»
Chicago-Sportdirektor Georg Heitz

Heitz war teilweise erstaunt, wie kritisch die Young Boys und ihr Trainer bewertet wurden. Er fühlte sich dann an seine Zeit in Basel erinnert, als er von 2010 bis 2017 mit dem FCB immer Meister geworden war. «Die Leute gewöhnen sich an den Erfolg, sie erachten ihn als selbstverständlich. Sie denken: Du kannst an die Seitenlinie stellen, wen du willst, du gewinnst so oder so.»

In Bern schien Wicky manchmal gegen die hohe Erwartungshaltung anzukämpfen, vielleicht auch, weil sie ihm 2018 beim FCB zum Verhängnis geworden war. Letzten Sommer wehrte er sich etwa partout gegen die Feststellung, YB müsse mit diesem Kader Meister werden – auch wenn die Berner von allen Clubs die mit Abstand besten Voraussetzungen haben. Als YB im Oktober in Lugano 4:1 gewann, aber nicht glänzte, wie ein TV-Reporter feststellte, da sagte Wicky genervt. «Was erwarten Sie? Dass wir hierherkommen und wie Manchester City spielen?»

Einer, der Wicky gut kennt, erzählt, wie dieser am Morgen nach einem Spiel die Zeitung aufgeschlagen habe und überrascht gewesen sei, wie über einen YB-Sieg berichtet worden sei. Die Erwartungshaltung als Dämpfer.

Die Young Boys haben mit Abstand am meisten Tore erzielt, sie haben mit Abstand am wenigsten erhalten. Aber sie haben zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft auch weniger Punkte geholt als der FCZ im Vorjahr, seit 2018 hatte nur ein YB-Meisterteam eine schlechtere Bilanz. Und dies, obwohl die Konkurrenz schwächer scheint als auch schon, mit Verfolgern, die regelmässig stolpern.

Heitz sagt, YB sei im vergangenen Jahr nicht Meister geworden, da sei es doch kein Selbstläufer, den Titel zurückzuholen. Ihm gefällt, wie Wicky mit der Aufgabe umgegangen sei, «sehr souverän» kommt ihm dazu in den Sinn. Der 53-Jährige spricht vom People-Management, das bei einem solchen Kader eine Herausforderung darstelle, zumal dieses ja für die Mehrbelastung durch den Europacup gebaut sei. «Er muss harte Entscheide treffen, weil er immer wieder prominente Spieler auf die Bank setzen muss.»

Was wird dieser Titel bei Wicky auslösen? «Er wird dadurch an Profil dazugewinnen», sagt Heitz.

Arnold: «Wird ihn als Mensch nicht verändern»

Ein letzter Anruf. Adrian Arnold sagt: «Raphi wird zufrieden aufs Erreichte schauen. Aber als Mensch wird er sich null Komma null verändern.»

Arnold ist auch einer aus der Walliser Freundesgruppe. Heute sind aus ihnen Sportdirektoren, YB-Trainer, Anwälte und Baudirektoren geworden. Oder, wie in Arnolds Fall, nach vielen Jahren als SRF-Journalist der Kommunikationschef des Schweizer Fussballverbandes.

Ist Wicky an einem freien Tag im Wallis, dann kommt es vor, dass er in den Gruppenchat schreibt: «Hat jemand Zeit für einen Kaffee?» Die Freunde haben in den Neunzigerjahren in Brig einen Stall in eine zweistöckige Bar umgebaut. Während der WM und der EM trafen sie sich dort, um zu sehen, wie sich Wicky mit der Schweiz schlug. Und war diese dann ausgeschieden und Wicky zurück im Wallis, sah er sich den Rest des Turniers mit seinen Kumpels an. «Raphi hat sich nie verändert», sagt Arnold. «Er ist ein sehr treuer Freund, sehr bodenständig. Und er hat einen enorm starken Bezug zu seiner Heimat.»

Wicky als Kumpeltyp – aber nicht für seine Spieler, die Journalisten, sein berufliches Umfeld.

Arnold erinnert sich, wie er für Wickys Heimpremiere in der Bundesliga nach Bremen reiste. Am Morgen des Spiels fragte er diesen: «Grosses Stadion, viele Fans, bist du nervös?» Wickys Antwort ist ihm geblieben. Er sagte: «Weshalb? Der Platz ist überall gleich gross, und es spielen immer elf gegen elf.»

Der 50-Jährige sagt: Wicky könne sehr gut ausblenden, und er fokussiere aufs Wesentliche. «Es geht ihm nie um seine Person, sondern um die Sache. Er fragt sich nicht: Wie wirke ich als Mensch? Sondern: Wie arbeite ich als Trainer? Wie spielt meine Mannschaft? Wie sind wir taktisch aufgestellt? Das steht bei ihm im Mittelpunkt.»

Arnold findet, das mache Wicky authentisch. Man könnte aber auch sagen, dass er so verhindere, dass er mit Ecken und Kanten wahrgenommen werde. Weil er sich ganz genau überlegt, was und wie er es sagt – bis es so geschliffen daherkommt, dass es oft nicht mehr sonderlich erhaltenswert ist.

Hier die Privatperson Raphael Wicky, da der Trainer. Vielleicht muss man deshalb bei ihm zwischen Mensch und Trainer unterscheiden, wenn man sich fragt, was der Gewinn der Meisterschaft auslösen wird.

Als Mensch wird er sich kaum verändern. Aber vielleicht wird er als Trainer, da er nun den lang ersehnten ersten Titelgewinn holen wird, ein wenig gelassener. Was in seinem Fall viel wert sein kann.


https://www.bernerzeitung.ch/genervt-ir ... 9427457610

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Raphael Wicky
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. April 2023, 01:37 
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Raphael Wicky führt YB zum Titel, so richtig zufrieden ist Bern trotzdem nicht

Heute Abend kann YB mit einem Sieg bei GC Schweizer Meister werden. Für Raphael Wicky, wäre es der erste Titel in seiner Trainer-Karriere. Trotzdem überwältigendem Vorsprung hält sich die Kritik am YB-Fussball hartnäckig. Warum ist das so? Nun verteidigen ihn die YB-Spieler.

Vielleicht fällt die Geburtstags-Feier für Raphael Wicky diesmal etwas feuchtfröhlicher aus als auch schon. Am Mittwoch wird Wicky 46 Jahre alt. So unüblich es auch ist, bereits vor Mitternacht mit den Feierlichkeiten zu beginnen, die Chancen stehen ziemlich gut, dass sich Wicky tatsächlich schon am Dienstag um kurz vor 22:30 Uhr in einer wilden Meute von Feierwütigen befinden wird. Dann nämlich, wenn YB heute Abend mit einem Sieg auswärts bei GC Schweizer Meister wird.

Der vorzeitige Meistertitel wäre das schönste Geburtstagsgeschenk für Wicky. Es wäre sein erster Titel bei den Profis. Ein lang ersehnter. Und einer, der viel Genugtuung mitbringt. Gleichwohl bleibt eine Frage vorerst unbeantwortet: Wird dieser Meistertitel das Ansehen von Wicky nachhaltig zum Positiven verändern? Noch immer hallt nach, dass er beim FCB ohne Titel entlassen wurde.

Die Eigenheiten dieser Super-League-Saison bringen es nun mit sich, dass die Leistungen von YB nicht durchwegs als berauschend empfunden werden. Ganz nach dem Motto: 19 Punkte Vorsprung nach 29 Runden? Ist doch easy, weil sonst ja niemand wirklich durchgehend überzeugt.

Wicky erfährt gerade, was früher in den grossen Basler Zeiten (achtmal Meister in Serie zwischen 2010 und 2017) viele FCB-Trainer durchmachen mussten. Gewinnen alleine genügt nicht, überzeugend muss es sein, gerne auch noch mit ­etwas Spektakel gewürzt. Zwei Unentschieden in Serie reichen schon zur gefühlten Krise. Christian Fassnacht sagt: «Das hat mich teilweise genervt. Wir dominieren die Liga, überzeugen im Cup und doch wurde begonnen, nach Problemen zu suchen. Da fragte ich mich manchmal: Ist das euer Ernst?»

Man sollte die Rolle des YB-Trainers gerade in einer Saison wie dieser nicht unterschätzen. Weil YB im Playoff um die Teilnahme an der Conference League gegen Anderlecht (im Penaltyschiessen) scheiterte, blieben die budgetierten europäischen Spiele aus. Darum musste Wicky plötzlich schauen, wie er all die hoch veranlagten Spieler bei Laune hielt.

Wie ist ihm das gelungen? Liga-Topskorer Cedric Itten sagt: «Wicky hat es menschlich sehr, sehr gut hingekriegt. Es ist nicht einfach, so viele Spieler zu haben, die alle gerne mehr Einsatzzeit hätten. Er nahm jeden auf seine Art und es gelang ihm, ein echtes Team zu kreieren.» Dazu sei es ihm gelungen, einen Mix zwischen Ernsthaftigkeit und Lockerheit zu pflegen.

Christian Fassnacht ergänzt: «Wicky ist ein Fussball-Fanatiker im positivsten Sinn des Wortes. Er ist nicht besessen, aber will alles verstehen. Die geringe Anzahl Gegentore zeigt, wie gut er uns auf die Gegner eingestellt hat. Zudem will er stets auch unsere Meinung hören und sich selbst verbessern. Er ist interessiert am Menschen hinter dem Spieler, will wissen, wie wir empfinden und denken.»

Wer das hört, wäre nicht überrascht, wenn Wickys Vertrag (läuft bis Sommer 2024) bald vorzeitig verlängert wird.


https://www.watson.ch/sport/fussball/43 ... zdem-nicht

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Raphael Wicky
 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. April 2023, 12:01 
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YB: Ex-Trainer Gerardo Seoane schwärmt von Raphael Wicky

YB kann heute gegen Luzern den 16. Meistertitel klarmachen. Im Vorfeld der Partie lobt Ex-Trainer
Gerardo Seoane die Entwicklung der Berner unter Raphael Wicky.

Das Wichtigste in Kürze

- YB reicht heute gegen Luzern ein Remis, um vorzeitig Meister zu werden.
- Ex-Trainer Gerardo Seoane lobt die Arbeit von Raphael Wicky.
- Anpfiff der Partie im Wankdorf ist um 16.30 Uhr.

YB bietet sich heute (16.30 Uhr) die nächste Chance, den Meistertitel klarzumachen. Im Wankdorf reicht den Bernern ein Remis gegen Luzern, um sich vorzeitig die Krone aufzusetzen.

Einer, der weiss, wie man mit YB Titel holt, ist Gerardo Seoane. Zwischen 2019 und 2021 gewinnt er mit Gelbschwarz dreimal die Meisterschaft und einmal den Cup.
Seoane schwärmt von Atmosphäre im Club

Im Vorfeld der heutigen Partie blickt der 44-Jährige auf sein Engagement in der Hauptstadt zurück – und schwärmt: «Die Zeit in Bern war überragend», sagt Seoane im Interview, welches YB auf seiner Homepage veröffentlicht.

Insbesondere die gute Atmosphäre im Verein sei ihm geblieben. «Wir arbeiteten alle akribisch und mit grossem Ehrgeiz, aber die Menschlichkeit kam nie zu kurz. Ich kam mir immer vor wie in einer intakten Grossfamilie.»

«Wicky passt perfekt zu YB»

Die Entwicklung des Clubs in dieser Saison findet Seoane bemerkenswert. «Nach dem vergangenen Jahr wurden die richtigen Schlüsse gezogen. Man sah wieder eine Mannschaft mit starker Mentalität, mit Biss und Hunger auf Erfolg.»

Insbesondere Trainer Raphael Wicky habe einen «sehr grossen» Anteil am Höhenflug, findet Gerardo Seoane. «Er hat das Team zu einer funktionierenden Einheit geformt. YB verfügt über ein breites Kader, aber Raphi hat das ausgezeichnet moderiert, es kam gar nie Unruhe auf.»

Wicky sei ein einfühlsamer Mensch, welcher Wert auf Harmonie legt, so Seoane. «Er kann aber auch fordernd und entschlossen sein. Er passt perfekt zu YB.»

«Bin bereit für eine neue Herausforderung»

Gerardo Seoane selber ist seit Oktober 2022 ohne Verein. Damals wird er bei Bundesligist Leverkusen freigestellt. Seither ist es ruhig um den gebürtigen Luzerner geworden.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ex ... y-66484534

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