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 Beitrag Verfasst: Montag 19. April 2021, 09:47 
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"Es ist ein Titel für alle unsere Spieler"

Mit mehr Stil als mit einem 3:0-Heimsieg kann man einen Meistertitel nicht sicherstellen. YB tut es gegen Lugano genau so. Das Spiel steht für die Berner Überlegenheit in der nationalen Konkurrenz.

(sda) Eine Gemeinsamkeit der letzten vier Super-League-Saisons ist die starke bis erdrückende Überlegenheit der Young Boys. Liessen sie vom 11. bis zum 12. Meistertitel 32 Jahre verstreichen, fuhren sie die Meistertitel 12 bis 15 in der kürzesten Zeit ein, in vier Saisons - oder in drei Jahren vom 28. April 2018 bis zum 18. April 2021.

Unterschiede kann man in den vier Jahren kaum an den Leistungen der Berner ablesen. Sehr unterschiedlich waren dagegen die Tage und Abende, an denen die Titel feststanden. Der 28. April 2018 wird für die meisten wohl für immer der schönste gelbschwarze Tag bleiben. Ende der Durststrecke, 2:1-Sieg gegen Luzern in einer späten, dramatischen Entscheidung, Wölfli hält einen Penalty, Dauerfeiern im Wankdorf mit gesponserter Bierschwemme in einer sommerlich warmen Nacht. Ein Jahr später: Sofa-Meister YB. In der damaligen 29. Runde hätte YB auswärts gegen den FCZ nicht einmal mehr spielen müssen, nachdem Basel am Vorabend nicht gewonnen hatte. Anfang August 2020: YB stellt den Titel erstmals in einem Auswärtsspiel sicher, mit einem 1:0 in Sitten. Drei Tage später die Gala beim 3:1 daheim gegen den letzten verbliebenen Konkurrenten St. Gallen. Eine Fiesta wie 2018 konnte es nicht werden, denn nur tausend Fans durften im Stadion sein. Und diesmal also der Titelgewinn mit einem meisterlichen Spiel, aber ohne Augenzeugen im Wankdorf. Im ganzen Spiel war jeder Zuruf unter den Spielern zu hören. Eine wahrlich geisterhafte Stimmung.

Die Freude der Spieler und des Trainers über das Erreichte war nicht minder gross. In seiner Art widmete Cheftrainer Gerardo Seoane den Triumph allen seinen Spielern. Er strich Spieler heraus, für die es der erste Titelgewinn ist: Quentin Maceiras, Silvan Hefti und Guillaume Faivre beispielsweise. Seoane nannte die wunderbare Geschichte um Sandro Lauper. Der junge Allrounder konnte wegen zweier Kreuzbandrisse fast zwei Jahre lang nicht spielen. Nach der Winterpause kam er zurück. Das Knie hielt, und Lauper hielt sofort wieder alles, was man sich von ihm versprochen hatte.

Für Seoane gibt es in den verbleibenden sieben Runden immer noch Zielsetzungen. "Die Mannschaft soll sich immer weiterentwickeln", sagte der Luzerner Erfolgscoach. Er freute sich sehr darüber, dass auf dem Weg zum Titel junge Spieler in der Mannschaft Fuss gefasst haben: Félix Mambimbi, der sich im Vergleich zu letzter Saison weiter gesteigert hat, oder Fabian Rieder, dessen Namen vor der Saison nur Eingeweihte kannten.

Jean-Pierre Nsame traf im Match gegen Lugano erstmals in dieser Saison dreifach. "Ich wollte den Penalty eigentlich nicht schiessen, ich wollte ihm einem anderen überlassen. Aber dann sagten sie, ich solle schiessen, weil ich dadurch drei Tore erzielen könne." Der Goalgetter tat, wie ihm geheissen war. Die kleine Anekdote sagt wohl etwas aus über das Innenleben der Mannschaft.

Nsame sagte vor den Mikrofonen nach dem Match auch, dass man bis zum Ende der Saison auf keinen Fall nachlassen werde. "Wir wollen, dass die Meisterschaft korrekt zu Ende geht. Für viele Mannschaften geht es noch um viel. Wir wollen nicht der Schiedsrichter sein. Deshalb werden wir in jedem Match konzentriert spielen."


https://www.bielertagblatt.ch/sport/akt ... re-spieler

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 Beitrag Verfasst: Montag 19. April 2021, 09:49 
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Bickel über das Erfolgsrezept des überlegenen Meisters: «YB ist Weltmeister im Verwalten»

Im Fussball-Talk «Heimspiel» sind mit dem ehemaligen YB-Sportchef Fredy Bickel und dem früheren YB-Trainer Martin Andermatt zwei Experten da, welche die Berner Dominanz passend einordnen können.

Martin Andermatt coachte die Berner von 2006 bis 2008. Fredy Bickel war in verschiedenen Rollen für YB (1999–2002, 2013–2016) tätig. Für Bickel war der vierte Meistertitel in Serie von YB eine «grandiose Leistung». Sie seien als grosser Favorit ins Rennen gegangen und hätten diese Aufgabe souverän gemeistert, so der 55-Jährige.

Er wisse keinen Grund, wieso in der nächsten Saison nicht wieder YB ganz oben stehen sollte. Der grosse Abstand zur Konkurrenz kommentiert er lapidar: «Das spricht nicht für die anderen Teams. YB hat nicht mal die beste Saison gespielt, aber daran sind die Gegner schuld, welche sie nie richtig gefordert haben.» Die Berner hätten immer Luft nach oben gehabt, kritisiert Bickel die anderen Teams.

Andermatt hebt den «tollen Charakter» der Mannschaft hervor, welcher sich auch in dieser schwierigen Corona-Saison gezeigt habe. Für ihn ist der Schlüssel, dass man in der jüngeren Vergangenheit im Klub dank der Sport-Kommission («die verschiedenen Typen ergänzen sich perfekt») immer die passende Antwort hatte, um Spieler-Abgänge adäquat zu kompensieren.

Besser als der frühere FCB

Bickel sieht YB gar als «Weltmeister im Verwalten». Das sei nicht negativ gemeint und beinhalte nicht «keine Weiterentwicklung». Die Verantwortlichen bei YB wüssten einfach genau, was das Team brauche und wie viel Veränderung es vertrage. «Nicht mal der FC Basel zu seinen Zeiten hat es besser gemacht», meint er.

Bickel hebt die «Sprache des Vereins hervor». Er hält fest: «Egal ob Sportchef oder Trainer – trotz Favoritenrolle war man immer gleich demütig und nie euphorisch, die Ruhe und Klasse über die ganze Saison war beeindruckend.» Andermatt bestätigt dies und ergänzt: «Der Berner und die Region ist extrem bodenständig.»

Für den früheren Ulm-Coach sind zudem Sportchef Christoph Spycher und Chefscout Stéphane Chapuisat wie zu ihren Aktivzeiten ihren Gegnern «stets einen Schritt voraus».

Spycher: «Es war eine starke Saison»

«Wuschu» betont im Interview mit «blue Sport», wie viel Arbeit hinter dem Erfolg steckt. Er zieht Bilanz: «Es war eine starke Saison, durch die Umstände gab es eine unglaubliche Kadenz mit vielen englischen Wochen, aber wir haben den Widerständen getrotzt, auch europäisch waren wir lange dabei.»

Ausserdem verteilt Spycher Komplimente an sein Team, welches die Umbrüche in den letzten ein, zwei Jahren gut gemeistert habe und sich eine gute Hierarchie bilden haben könne. Für ihn ist – auch aufgrund eines höchstwahrscheinlich verzögerten Transferfensters – klar, dass man mit dem Grossteil des Teams in die Vorbereitung für die nächste Saison gehe.

Bickel sieht Jean-Pierre Nsame und Christian Fassnacht als Hauptkandidaten für einen Wechsel. Michel Aebischer empfiehlt er hingegen für die Entwicklung, noch eine Saison bei YB zu bleiben. Für Andermatt ist auch Moumi Ngamaleu noch eine spannende Personalie fürs Ausland.

Einen Löwenanteil am Berner Höhenflug hat Trainer Gerardo Seoane. Bickel gab zu, am Anfang relativ wenig über ihn gewusst zu haben. Danach sei er aber schnell von ihm fasziniert gewesen: «Er strahlte sofort Ruhe aus und hat sich sehr intelligent angepasst.» So habe er das bereits erfolgreiche Projekt von Vorgänger Adi Hütter übernommen und dann peu à peu mit seinen eigenen Ideen ergänzt.

Für Bickel ist deshalb klar, dass Seoane nicht gleich das erstbeste Angebot annehme. «Seoane ist zwar ehrgeizig, aber auch intelligent». Wenn er gehe, müsse es für ihn sicher stimmen. Auch Andermatt glaubt, Seoane schätze die Nestwärme sehr hoch ein. Schliesslich sei im Ausland halt oft nicht das passende Umfeld vorausgesetzt. «Es ist wichtig, dass ihm die Leute im Hintergrund vertrauen und unterstützen», so der 59-Jährige.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 73835.html

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Das etwas andere Meister-Interview mit YB-Captain Fabian Lustenberger

«Ich habe den Meister in meiner Frau gefunden»

Alles Meister oder was? Meisterlich wie Captain Fabian Lustenberger (32) YB zum zweiten Meistertitel seit seiner Rückkehr führt. Die endgültige Entscheidung erlebte er gelbgesperrt als … Tribünenmeister.

lick: Fabian Lustenberger, wie fühlt sich das an: Tribünenmeister?
Lustenberger: Die Sperre war sicher nicht das, was ich mir gewünscht hatte. Aber was zählt, ist der Meistertitel.

Was ist geiler: Zweitliga-Meister mit Hertha oder Meister mit YB?
Auch wenn die Zweitligatitel und die Aufstiege mit Hertha schön waren – ein nationaler Titel, also Meister mit YB, ist schon noch eine andere Hausnummer.

Die Frage deshalb, weil sie bei YB nur Geistermeister sind, das Gefühl mit Fans zu feiern nicht kennen…
Gut, letztes Jahr waren immerhin 1000 Fans im Stadion. Jetzt gar niemand. Das ist natürlich sehr schade. So kenn ich halt nichts anderes. Also will man das gerne einmal mit den Fans teilen und die Familie im Stadion haben. Das wäre schon noch emotionaler.

Zwei Sätze zu Meistertrainer Gerry Seoane?
Er hat zusammen mit seinem Staff eine Superarbeit in den letzten drei Jahren abgeliefert. Denn es ist nie einfach, Erfolge zu bestätigen. Das gilt für den Trainer ebenso wie für die Spieler. Er kann deshalb stolz sein darauf und das für seine Zukunft auch so mitnehmen.

Was ist das Geheimnis der Meistermannschaft?
Die Breite im Kader! Auch wenn das kein Geheimnis ist. Wir haben eine unglaubliche Kadenz an Spielen gehabt, auch mit der Europa League. Die Breite ist der Schlüssel dazu, rotieren zu können. So ist jeder Spieler im Rhythmus und im Saft und kann dem Team immer sofort weiterhelfen.

Wer ist der Zeremonienmeister in der Kabine?
Moumi Ngamaleu ist sicher immer mit dabei, auch Dävu von Ballmoos oder Fasi, also Christian Fassnacht.

Und wer der Schatzmeister?
Das ist Dävu. Der hat das von Marco Wölfli übernommen. Er achtet darauf, dass Bussen immer pünktlich in die Mannschaftskasse einbezahlt werden.

Wer ist der YB-«Tätschmeister» – schon Sie?
Kommt darauf an, wie man das definiert … Als Captain ist man das natürlich automatisch ein Stück weit. Ich versuche jedenfalls vorneweg zu gehen, gewisse Sachen im Lot zu halten und Dinge auf und neben dem Platz zu organisieren. Ich sehe mich zwar nicht als Tätschmeister, aber wahrscheinlich läuft es schon auf das hinaus.

Wer ist Ihr persönlicher Meisterheld?
Alle, die in irgendeiner Form zum Erfolg beigetragen haben. Sehr wichtig sind die Spieler, die etwas hintanstehen, die nicht immer spielen, nicht immer im Kader sind. Die geben im Training immer Gas. Wenn sie mal gebraucht werden und zum Einsatz kommen, helfen sie uns. Diejenigen, die nicht immer im Startelf-Fokus stehen, sind genau so wichtig wie die anderen.

Worin sind Sie meisterlich?
Uff! Ich rede nicht gerne über mich selber … Die Antwort «als Fussballer» ist wohl langweilig … Vielleicht ist meine Titelquote in der Schweiz meisterlich. Ein Jahr FC Luzern, zwei Saisons YB, drei Titel. Diese Quote ist gut – oder?

Was wären Sie lieber: Wintermeister oder Bademeister?
(lacht laut) Wintermeister ist schön und gut, aber davon kann man sich nichts kaufen. Und Bademeister? Ich passe zwar in der Badi auf die Kinder auf, okay. Aber doch lieber Wintermeister.

Einmal findet bekanntlich jeder seinen Meister. Haben Sie Ihren schon gefunden?
Äämh … Ich denke, in meiner Frau, sehr positiv gemeint: Moni und ich bilden ein sehr gutes Team. Da habe ich Glück gehabt, solch eine Meisterin gefunden zu haben.

Sie hat also die Hosen an …
Nicht unbedingt. Wir beide haben die Hosen an. Das passt wunderbar.

Von welchem Ort wären Sie gerne Bürgermeister?
Ich habe immer noch eine sehr enge Beziehung zu Berlin, weiss aber nicht, ob das ein attraktiver Job wäre. Bei uns gibt es ja keine Bürgermeister, also soll es der Gemeindepräsident sein in einem kleinen Dorf in der Schweiz. Am ehesten in Schenkon LU, wo ich wohne.

Wären Sie ein guter Hausmeister?
Ich glaube schon. Es würde zwar alles ein bisschen länger dauern, weil ich die Dinge genau mache. Aber ich wäre grundsätzlich ein guter, ja.

Sind Sie in irgendwas schon Altmeister?
Wenn ich sehe, dass ich mit Spielern mit Jahrgang 2000 zusammenspiele, oder sogar mit Fabian Rieder, der 2002 hat, dann fühlt man sich bei 14 Jahren Unterschied schon etwas als Altmeister. Als ich 2007 nach Berlin ging, war Fäbu gerade mal fünf Jahre alt. Da war ja noch nicht mal absehbar, ob er Fussballprofi werden würde. Umgekehrt halten einen so viele Junge um dich herum jung.

Welchen Weltmeister würden Sie gerne kennenlernen?
Als Schweizer hat man da immer Roger Federer im Hinterkopf. Weil er sich seit Jahrzehnten auf unglaublichem Niveau bewegt. Ich habe ihn einmal vor zehn Jahren bei einem Nati-Zusammenzug kurz kennengelernt. Als er da frisch von der Leber erzählte, spürte man, dass er keine Allüren hat und menschlich top ist. Ein persönliches Treffen mit ihm würde mir sicher imponieren.

Obwohl er Sympathisant des falschen Klubs ist?
Ja, kein Problem.

Es heisst ja, Übung mache den Meister. Wo stimmt diese Redensart bei Ihnen mit Sicherheit nicht?
Kochen! Erstens übe ich da zu wenig. Zweitens kocht meine Frau sensationell. Da würden die Kinder schnell mal sagen, ich soll aufhören damit und Mami solle das wieder machen …

Wo zeigen Ihnen Ihre drei Kinder den Meister?
In der Power und Lebensfreude, die sie haben. Da ist immer Action. Auch wenn du müde von einem Spiel zurückkommst, wollen die Kids immer noch etwas machen und Gas geben. Die werden nie müde und wollen dann am Abend dann gefühlt auch nicht schlafen.

Mussten Sie in den Pandemiewellen oft den Schulmeister geben?
Ja! Und es war nicht einfach. Ich habe grössten Respekt vor jenen, die das über eine lange Zeit machen. In der Schweiz sind die Schulen zum Glück wieder offen. Wenn ich da Kontakt mit Deutschland habe, dann ist das Home Schooling dort extrem. Ich war ein eher strenger Lehrer. Unter dem Strich haben wir das aber ganz gut gehandhabt.

Aber den Wachtmeister müssen Sie noch nicht oft geben…
Nein. Dafür sind sie noch ein bisschen zu klein. Ab und zu muss man Nein sagen und durchgreifen. Das kommt in den nächsten Jahren wohl öfters auf mich zu.

Schaffen Sie eine Flasche Jägermeister?
Ich bin nicht Jägermeister-Fan. Abgesehen davon verträgt man das in meinem Alter nicht mehr so. Ich trinke lieber ab und zu ein Bier oder ein Glas Wein.

Wobei wären Sie gerne ein Grossmeister, wenn nicht Schach?
Schach spiele ich nicht. Aber ich liebe Tennis. Da wäre ich gerne besser. Im Moment fehlt die Zeit. Aber sich nach der Karriere verbessern und sich mit Kollegen austoben, das würde mich reizen.

Wer war Ihr bester Lehrmeister?
Ich denke da am ehesten an Lucien Favre, weil er mir die Chance gab, in der Bundesliga Fuss zu fassen. Auch wenn ich von jedem Trainer etwas mitgenommen habe. Beginnend bei Ciri Sforza beim FCL bis zu Gerry bei YB.

Den Kapellmeister gibts ja auch noch... Welches Instrument spielen Sie?
Keines. Ich habe zwar manchmal das Gefühl, singen zu können. Aber ich werde dann jeweils schnell von Moni und den Kindern auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Worin ist Ihre Frau Weltmeisterin?
Sie hält die Familie zusammen. Sie war ja von 2017 bis 2019 zwei Jahre alleine in der Schweiz, als ich noch in Berlin war und hat das sensationell gemeistert. Denn das war alles andere als einfach. Da hat sie gezeigt, dass sie Weltmeisterin darin ist, für die Familie da zu sein. Zudem ist sie mein grosser Rückhalt, auch dann, wenn ich mal mit schlechter Laune vom Fussball nach Hause komme. Und sie kocht natürlich super!

Was liegt Ihnen näher? Braumeister oder Bäckermeister?
Schon wieder Alkohol?! Also ich wäre lieber Bäckermeister, weil ich den Zopf am Sonntag liebe. Das habe ich in Berlin vermisst.

Welches ist das Meisterwerk Ihres Lieblingskünstlers?
Sie stellen Fragen.... Da gäbe es Tausende. Okay: Meine Söhne haben mir ein Plakat gemalt, als wir letztes Jahr in Sion Meister wurden. Das haben sie dann an die Garagenwand geheftet und mich überrascht, als ich aus dem Wallis zurückkam. Also ist es im wahrsten Sinn des Wortes ein Meister-Werk …


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 68742.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 19. April 2021, 09:55 
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Berner schreiben erneut Geschichte: YB ist zum vierten Mal in Folge Meister

Die Berner Young Boys sind sieben Runden vor Schluss zum vierten Mal in Folge Schweizer Meister. So früh wurde noch keine einzige Mannschaft seit Super-League-Beginn Meister. Die Freude bei den Fans ist gross.


https://www.telebaern.tv/telebaern-news ... -141583836

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Die Meistersaison von YB

Mit Abstand die Besten

Ängste und Sehnsüchte, aber auch Hühnerhautmomente und Liebesbeweise – ein Rückblick auf den vierten YB-Titel in Serie anhand von 15 Zitaten.

«Wir haben nicht einfach eine Münze geworfen.»

Es ist der Trainingsauftakt nach ultrakurzer Sommerpause. Christoph Spycher muss erklären, weshalb er Guillaume Hoarau nach 187 Spielen und 118 Toren nicht mehr bei YB haben will. Der Sportchef meint, der Entscheid sei ihm schwergefallen, es habe eine sehr gründliche Auslegeordnung gegeben. Und er sagt: «Ich hatte deswegen schlaflose Nächte.» (18.8.2020)

«Das ist eine grosse Enttäuschung.»

YB will nach den Sternen greifen – und langt daneben. So kurlig der Name des Gegners in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League ist, so kompliziert gestaltet sich das Geschehen auf dem Rasen. In der ersten Halbzeit schnuppern die Berner nahe am Führungstreffer, nach der Pause sind sie chancenlos und verlieren 0:3. Captain Fabian Lustenberger ist bedient und spricht von einem Rückschlag. (16.9.2020)

«YB ist wieder ganz klar Meisterschaftsfavorit!»

Runde 3, YB - Vaduz, 1:0. Es ist kein Galaauftritt der Berner, und doch hagelt es Lob von Gäste-Trainer Mario Frick. YB habe eine extreme Wucht nach vorne, sei körperlich unglaublich stark. Kurz: das klar beste Schweizer Team. Er muss es wissen: In den ersten zwei Runden spielte Vaduz gegen YBs vermeintliche Mitkonkurrenten Basel und St. Gallen. (4.10.2020)

«Endlich wieder Hühnerhautstimmung, schon beim Einlauf.»

Nochmals YB - Vaduz: Zum ersten und letzten Mal in dieser Saison weilen mehr als ein paar wenige Auserwählte im Wankdorf. 11’600 Zuschauer sind gekommen, das reicht, um YB-Verteidiger Cédric Zesiger zu überwältigen. Für Ärger sorgen die Bilder vor den Eingängen: Fans stehen zu eng nebeneinander, viele tragen die Maske nicht richtig. Nicht nur von der Berner Gesundheitsdirektion hagelt es Kritik. (4.10.2020)

«Ich kann erzählen, was ich will – man hat ja nichts gesehen.»

Nicht die Dinge, die man sieht, sind wichtig. Sondern die richtige Sicht der Dinge! Der Nebel in Sofia ist so dicht, dass mit der üblichen Kameraeinstellung im Fernsehen praktisch nichts zu erkennen ist. YB-Trainer Gerardo Seoane analysiert daher mit einem Schmunzeln. In Bulgarien kommen die Berner zum ersten Auswärtssieg in der Europa League seit sechs Jahren. (26.11.2020)

«Ich fühle mich seit dem ersten Tag bei YB sehr gut aufgehoben.»

Er wird mit einem Transfer nach Gladbach in Verbindung gebracht, auch mit einem Wechsel nach Wolfsburg. Doch schon in der Adventszeit verlängert Trainer Gerardo Seoane seinen Vertrag bei YB bis 2023. Das heisst nicht, dass er über den Sommer hinaus beim Meister bleibt. Aber dass zumindest die Ablösesumme höher werden dürfte. (7.12.2020)

«Irgendwann geht alles zu Ende.»

Gegen Servette verliert YB unglücklich 1:2, erstmals seit über zwei Jahren und 38 Spielen gehen die Berner daheim als Verlierer vom Platz. Christian Fassnacht mag die gerissene Serie nicht dramatisieren. Er wird recht behalten: Bis heute ist der Ausrutscher gegen die Genfer der einzige in der Meisterschaft geblieben. (13.12.2020)

«Wir haben nichts Verrücktes ausprobiert. Wir waren einfach aggressiv, schnell, ungemütlich.»

Basel könnte die Tabellenführung übernehmen. Aber Basel ist überfordert. Es ist eine Machtdemonstration der Young Boys im St.-Jakob-Park, die Gäste siegen 2:0, müssen dabei nicht mal an die Leistungsgrenze gehen. So sieht es auch Michel Aebischer, der das Geschehene nüchtern resümiert. Fortan ist YB nicht mehr aufzuhalten. (16.12.2020)

«Ich habe meinen Sohn seit neun Monaten nicht mehr gesehen.»

Corona, Einsätze mit dem Nationalteam, der überladene Spielplan – Nicolas Moumi Ngamaleu hat 2020 fast keine Möglichkeiten, heim nach Kamerun zu fliegen. Seinen vierjährigen Buben Ethan Mathis, der bei den Grosseltern lebt, sieht der YB-Flügel eine halbe Ewigkeit nicht. Vor Weihnachten ist es endlich so weit, in Yaoundé sind Vater und Sohn vereint. (23.1.2021)

«Wir können dieses Team schlagen.»

Nach dem spektakulären 4:3-Sieg im Sechzehntelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Leverkusen hält Fabian Lustenberger auch einen Erfolg beim Bundesligisten für möglich. Auf die forschen Töne folgen grosse Taten: YB zeigt das perfekte Auswärtsspiel, gewinnt 2:0 und steht in der Runde der letzten 16. (22.2.2021)

«Da hatte ich richtig Angst.»

17 Tage hat er warten und zwei Kreuzbandrisse auskurieren müssen. Nun steht Sandro Lauper gegen Sion endlich wieder in der YB-Startelf. Er spielt, als wäre er nie weg gewesen, ist spritzig, aggressiv, furchtlos. Und schiesst das Siegtor! Weil Sions Ruiz den Schuss ablenkt, fürchtet Lauper sogleich, der Treffer könne als Eigentor verbucht werden. Wird er nicht. (31.1.2021)

«Ich kann hier und heute zu 100 Prozent sagen, dass ich auch nächste Saison Sportchef bei YB sein werde.»

Erfolg weckt Begehrlichkeiten. Besonders im Fokus steht der Baumeister: Christoph Spycher gilt als Kandidat für den Posten des Sportvorstandes bei Eintracht Frankfurt, wo er einst Captain war. Die Gerüchteküche brodelt, bis Spycher ein Bekenntnis abgibt. Er lebt vor, was er von den Spielern verlangt: dass ein Transfer nur zustande kommt, wenn der Zeitpunkt für YB passt. (4.3.2021)

«Der Trainer sagte: 1. Liga, weiter wirst du es nicht schaffen.»

Geholt wurde Quentin Maceiras als Ergänzung zu Silvan Hefti. Doch der Walliser ist mehr als ein Notnagel, spielt hinten rechts relativ häufig und solide. Eine gute Rolle beim Meister – nicht alle hatten ihm das zugetraut. Ein Jugendtrainer beim FC Sion meinte einst, Maceiras habe nicht das Zeug zum Profi. (6.3.2021)

«Jetzt sind wir gerade etwas frustriert.»

0:3 auswärts, 0:2 daheim – gegen Ajax kommen die Berner zur Einsicht, dass auch sie auf europäischem Parkett irgendwann überfordert sind. Mittelfeldspieler Christian Fassnacht ist nach dem Achtelfinal-Aus in der Europa League geknickt. Doch er weiss: So erfolgreich ist YB lange nicht mehr gewesen. (18.3.2021)

«Ohne Corona hätten wir ein Topergebnis erzielt.»

Jeweils rund 20 Millionen Franken erzielte YB in den vergangenen zwei Saisons. Nun gibt CEO Wanja Greuel einen Verlust von 5 Millionen bekannt, der Umsatz ist wegen Corona um 33 auf 49 Millionen zurückgegangen. Sogar der Serienmeister denkt nun über Á-fonds-perdu-Beiträge des Bundes nach. (31.3.2021)


https://www.bernerzeitung.ch/mit-abstan ... 4504429117

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Presseschau zum Titel von YB

Eine «sturmfeste Siegesmaschine» und «schwache Konkurrenz»

Am Sonntag sicherten sich die Young Boys den 4. Titel in Folge. Die Schweizer Medien würdigen den neuerlichen Triumph.

7 Runden vor Schluss stehen die Young Boys als Meister fest. Das Team von Trainer Gerardo Seoane holte am Sonntag dank einem 3:0-Heimsieg gegen Lugano den 4. Titel in Folge. In den Schweizer Medien wird der neuerliche Triumph der Berner gewürdigt und ihre Dominanz hervorgehoben. Vor allem die Arbeit von Seoane und Sportchef Christoph Spycher werden gelobt.

- Berner Zeitung: «YB hat sich unter der Führung von Sportchef Christoph Spycher laufend erneuert, hat alternative Wege gefunden, zum Erfolg zu kommen. Die jetzige Mannschaft spielt nur selten einen Gegner an die Wand, wie das 2017/2018 und 2018/2019 noch teilweise geschah. Aber sie ist abgeklärt, abgezockt und breit aufgestellt.»

- Blick: «Lorbeeren sind etwas Schönes. Nur Ausruhen sollte man sich darauf nicht. Das hat YB unter Christoph Spycher nie getan und ist deshalb zum 4. Mal in Folge Meister geworden. YB wird sich auch jetzt nicht ausruhen und den fünften Titel in Serie anstreben.»

- St. Galler Tagblatt: «Gerardo Seoane schaffte es mit Rotationen stets, jene Frische auf den Platz zu bringen, die es braucht. Zudem konnte Seoane das breite Kader richtig moderieren. Der Zusammenhalt dieser aussergewöhnlichen Mannschaft ist spürbar, auch wenn viele Ersatzspieler dazu eigentlich zu gut wären. Stattdessen haben die Auftritte von YB in dieser Saison eine Selbstverständlichkeit des Siegens, wie man sie sonst nur von Bayern München kennt.»

- Watson: «So erfolgreich der Klub ist, so leise wird in dem Klub gearbeitet. Die Spieler, die Mannschaft, der Staff: Keine dieser Ebenen hat in den vier Jahren Anlass zu Kritik von aussen gegeben. Die Ruhe im und um den Verein ermöglichen es den sportlichen Führungskräften, ungestört und überlegt zu arbeiten. Alle neuen Herausforderungen haben Seoane und Sportchef Christoph Spycher unaufgeregt gemeistert.»

Neben den überzeugenden Leistungen der Young Boys machen die Schweizer Medien aber auch die Schwäche der Konkurrenz als Grund für den neuerlichen Erfolg der Berner aus:

- Bündner Tagblatt: «Die Berner sind der Konkurrenz punkte- und leistungsmässig enteilt. Einerseits, weil sie ihre Hausaufgaben gemacht haben und sie kontinuierlich an den eigenen Stärken und Schwächen arbeiten. Anderseits, und das ist der entscheidende Faktor, fehlt es den Young Boys im eigenen Land an Konkurrenz auf Augenhöhe. Weder Basel, St. Gallen noch Zürich können aktuell mit dem souveränen Titelgewinner nur ansatzweise mithalten.»

- Berner Zeitung: «Hinter YB präsentiert sich die Tabelle völlig beliebig, jeder kann jeden schlagen. Das ist ein Problem, nicht nur für das Standing der Liga in Europa, sondern auch für die Young Boys. Sie brauchen Gegner, die sie fordern, an denen sie wachsen können. Langeweile kann auf Dauer Gift für ihre Entwicklung sein. Und für das Produkt, mit dem sie Geld verdienen.»

Nach dem neuerlichen Titelgewinn und der unangefochtenen Vormachtstellung in der heimischen Liga soll die Dominanz der Young Boys wohl auch weiter anhalten – unabhängig von personellen Veränderungen:

- Thuner Tagblatt: «Für Sportchef Christoph Spycher ist der jüngste Titel ‹ein Zeichen von kontinuierlich guter Arbeit›. Unter ihm hat sich YB zur sturmfesten Siegesmaschine entwickelt. Auch wenn Trainer Gerardo Seoane eine neue Herausforderung annehmen sollte, spricht nichts dafür, dass die YB-Vormachtstellung ein Ende finden sollte.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... konkurrenz

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Stadt «feiert» YB-Titel

Um 22 Uhr leuchtete der Berner Stadthimmel

Eine Meisterfeier in Corona-Zeiten? Eine schwierige Sache. So feierte YB den vierten Titel in Serie.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 69059.html

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YB-Sportchef Christoph Spycher

«Unsere Saison war ein einziger Steigerungslauf»

Das Besondere am vierten Titel in Folge, die Schlüsselmomente auf dem Weg dahin und die Zukunft seines Trainers – Christoph Spycher zieht Bilanz.

Das Besondere am vierten Titel in Folge: «Die Kontinuität. Letzten Sommer veränderte sich die Hierarchie, Guillaume Hoarau und Marco Wölfli hatten vielleicht auf dem Platz nicht mehr die grössten Rollen, aber sie waren in der Kabine enorm wichtige Stimmen. Die Lücke, die durch ihren Abgang entstand, konnten wir schliessen, viele Spieler sind gewachsen. Unsere Saison war ein einziger Steigerungslauf ohne längere Schwächephasen.»

Die Schlüsselmomente: «Die Siegesserie nach der Winterpause war enorm wichtig. Wir nahmen Schwung auf, distanzierten die Konkurrenz. Auch das 3:0 in Lausanne Ende November empfinde ich als wegweisend. Trainer Gerardo Seoane stellte damals enorm mutig auf, rotierte viel. Und die Spieler, die zum Einsatz kamen, zeigten, dass auf sie Verlass ist. Das gab Vertrauen, wir hatten in den letzten, anstrengenden Monaten einen grossen Pool an Spielern, konnten die Einsatzminuten auf viele Schultern verteilen. Das war sehr wichtig. Ein Schlüsselmoment war auch das 2:0 im Dezember in Basel, der FCB wähnte sich in Schlagdistanz, wir brachten in dieser Partie unser ganzes Leistungsvermögen auf den Platz. Und natürlich blicke ich mit Stolz auf unser Weiterkommen im Sechzehntelfinal der Europa League gegen Bayer Leverkusen zurück.»

Die Schwächen der Konkurrenz: «Letztes Jahr setzte uns der FC St. Gallen mit seiner guten Saison unter Druck. Aber wir beschäftigen uns nicht mit den Befindlichkeiten unserer Konkurrenten. Wir konzentrieren uns darauf, das höchstmögliche Niveau zu erreichen. Es wäre nicht korrekt, sich über andere Clubs zu beklagen.»

Die fehlenden Emotionen: «Natürlich können ohne Zuschauer im Stadion nicht die gleichen Gefühle entstehen. Dementsprechend schön wird es für uns alle sein, wenn die Krise endlich überstanden ist und wieder Zuschauscher in den Stadien zugelassen sind. Diesen Moment sehnen wir alle herbei.»

Die Rückkehr der Zuschauer: «Ich hoffe, dass die Impfkampagne Schwung aufnimmt. Nur so lässt sich der Schritt zurück in die Normalität vollziehen. Womit ich Mühe habe, ist, dass für Anlässe nun wieder eine so starre Obergrenze von hundert Personen definiert worden ist. Man müsste die Grösse der Lokalität berücksichtigen. Es kann doch nicht sein, dass für uns dieselben Bestimmungen gelten wie für einen lokalen Fussballclub.»

Die Zukunft des Erfolgstrainers: «Wenn der eigene Trainer umworben ist, ist das ein Luxusproblem. Ein Problem wäre es, wenn wir mehrere Trainer gleichzeitig auf der Lohnliste hätten. Gerardo Seoane macht einen sehr guten Job. Wir haben ein Vertrauensverhältnis, ich bin überzeugt, dass ich es als einer der Ersten erfahren würde, sollte er ein Angebot haben. Und dann würden wir das Ganze zusammen anschauen. Ich weiss von ihm, dass er sich nur für einen Wechsel entscheiden würde, wenn ein sehr interessantes Angebot vorläge. Sollte das nicht der Fall sein, sind wir enorm happy, wenn er bei uns bleibt.»


https://www.bernerzeitung.ch/unsere-sai ... 9038590361

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Geister- und Sofameisterfan

Bier und Besserwissen – Alltag als Sofafan

Tausende YB-Fans verfolgten den Weg zum vierten Titel in Folge vom Sofa aus. Auch unsere Autorin, die den Wankdorf-Wahnsinn der wohligen Wohnzimmeratmosphäre vorziehen würde.

Es ist längst zur Routine geworden. Spielt YB, nimmt unser Fünfergrüppchen – mein Partner, sein Vater, seine Schwester und unser bester Freund – bei uns auf dem Sofa Platz. Es gibt YB-Würste, Raclette oder selbst gemachte Pasta. Und während der Partie Bier und Besserwissen.

Das Fansein auf dem Sofa hat klare Vorteile: erstens, die wohlige Wohnzimmerwärme. Ich fläze mich im Pyjama auf dem Sofa und schaue meinem Team zu, wie es Tor um Tor dem Rest der Super League davonzieht. Zweitens, anders als bei den Fussballern auf dem Platz gibt es keine weiten Laufwege. Schon gar nicht muss ich mich für ein Getränk auf der steilen Treppe im Sektor C abmühen, an Aberdutzenden Fans vorbei, die im Weg stehen. Daheim muss ich mich auch nicht in eine Schlange stellen und lange Wartezeiten erdulden. In meinem Kühlschrank, der keine elf Meter vom Sofa entfernt ist, ist alles da, was ich brauche.

Gar nicht so selten war das in der letzten Saison eine Flasche Champagner, wenn YB wieder Historisches geschafft hatte. Wie damals, als YB das Stadion wieder in Wankdorf umtaufte, das Double schaffte, den Achtelfinal der Europa League erreichte. Oder jetzt, da YB den historisch frühen Meistertitel in der 28. Spielrunde holt und damit den vierten Meistertitel in Serie gewinnt.

Ich will aber weder Champagner trinken noch Pyjama tragen. Ich will ins Wankdorf.

So gern würde ich wieder mal diese Treppe im Sektor C hinaufsteigen, dort eine Kollegin grüssen, hier einem Typ zuwinken, von dem ich nicht einmal den Vornamen kenne, wir uns aber wegen der gelb-schwarzen Leidenschaft nahestehen. Lieber, als jede Sekunde des Spiels mitzubekommen, würde ich vom Schwatz mit meinem Sitznachbarn abgelenkt werden. Oder von flachen Witzen der Männer eine Reihe hinter mir. Sogar von Sprüchen über die BZ eines Fans, der in der gleichen Reihe sitzt. Für all diese Ablenkungen wäre es mir sogar recht, ein Tor zu verpassen.

Lieber als in der wohnlichen Wohnzimmerwärme hätte ich mal wieder so richtig kalte Füsse von einem Spiel im winterlichen Wankdorf. Oder richtig schön Hühnerhaut, wenn die Fans herzzerreissende Lieder singen, nachdem unser «Schämpu» wieder – schon wieder – getroffen hat.

Apropos Jean-Pierre Nsame: Er sorgte dieses Jahr einige Male dafür, dass auf dem Sofa die Emotionen hochgingen. Unsere Fünfergruppe hat sich mit der Zeit nicht mehr so oft getroffen, dafür lief unser Chat heiss und erinnerte manchmal an den Liveticker der BZ. Nerven brauchten wir, als «Schämpu» nach einer Tätlichkeit in Vaduz sein branchenübliches Unschuldsgesicht zog und mit einer Roten Karte vom Platz flog.

Bei den Toren in den Nachspielzeiten, die für die lautesten Jubler sorgten, hoffte ich jeweils, dass unsere neuen Nachbarn auch Fussballfanatiker sind. Der Lärmpegel war jeweils auch an unserem Kater erkennbar, nicht selten floh er panikartig aus der Wohnung. Dieser Kater steht für einen weiteren Vorteil der Geisterspiele: Sofort nach Abpfiff kann ich mit ihm kuscheln.

Und doch hätte ich viel lieber mal wieder einen richtigen Kater, weil YB gewonnen hat. Und wir so lange auf der Treppe vor dem Wankdorf sitzen bleiben, bis auch der Hinterletzte aus dem Eleven geworfen wird. Auch die Spielanalysen der professionellen Kommentatoren, die uns am Fernsehen frei Haus geliefert werden, könnten mir gestohlen bleiben. Mir würden das Halbwissen der angetrunkenen Fans und die total parteiischen Spielanalysen, die den Quartierplatz mit Stimmung füllen, vollends genügen.

Es ist traurig, dürfen wir all diese historischen Momente nur an der Mattscheibe erleben. Ich frage mich, wann wir den Wankdorf-Wahnsinn wieder spüren werden. Wann stehen wir wieder Schlange vor dem Stadion, weil wieder alle zur exakt gleichen Zeit aufgekreuzt sind? Dieselbe Warterei vor der Toilette und dem Bierstand, ich höre schon die ersten Klagen über Dichtestress!

Wenn es so weit ist, wird mir das so etwas von egal sein. Sogar das total durchschnittliche, abgestandene Bier wird meine Laune nicht trüben. Ich werde mit einem breiten Grinsen im Gesicht zu meinem Platz gehen, mein gelb-schwarzes Herz wird nie lauter geschlagen haben – ausser vielleicht am 28. April 2018. Und eines ist sicher: Jedes, aber wirklich jedes Tor werde ich an diesem Tag verpassen, weil ich endlich wieder unter lauter Menschen sein werde.

Ich wünschte, dieser Tag wäre schon morgen.


https://www.bernerzeitung.ch/bier-und-b ... 3841450836

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Eindrücke vom YB-Meisterfest

Die Young Boys in der Meisternacht: Kontrollierte Zündung

YB sichert sich mit einem 3:0 gegen Lugano den 15. Meistertitel der Vereinsgeschichte – und erlebt im kalten Wankdorfstadion gesittete Emotionen, die in einer grossen Überraschung enden.

Es ist 17.50 Uhr, als auch die Historiker für die Nachwelt festhalten können: Die Young Boys sind Schweizer Fussballmeister 2020/21 – oder wie der Sportchronist gerne schreibt: Es ist amtlich. YB schlägt Lugano mit 3:0, der 15. Meistertitel ist im Trockenen, und im Wankdorfstadion nimmt eine eigentümliche Feier ihren kurzen Lauf.

Ein Titel in einem Heimspiel, Ehren vor eigenem Publikum – so will jeder Fussballer den letzten Schritt zum Meister machen. Die Young Boys haben ihren vielleicht grössten Moment so erlebt, am 28. April 2018, an diesem Tag, der sich als Stunde null einer neuen YB-Zeitrechnung ins Bewusstsein der Berner Bevölkerung eingebrannt hat. Damals war es ein gelb-schwarzes Kollektivgefühl, eine ganze Stadt war auf den Beinen. Am Samstag, an dem YB den lang ersehnten Titel holen sollte, sprach Stadtpräsident Alec von Graffenried in der Zeitung überschwänglich von einer Meisterfeier mit 150’000 Menschen.

Euphorie, Ausgelassenheit, Sehnsucht. Niemand hätte sich damals gedacht, dass es rund um einen Titelgewinn der Young Boys je anders sein könnte.

Es kann. Am Sonntagnachmittag sind es noch zwei Stunden bis zum Anpfiff im Wankdorfstadion – und in Bern fehlt der grosse Aufruhr. Menschenansammlungen wollen die Behörden im Keim ersticken – noch haben sie damit kaum etwas zu tun. In einer Garage unweit des Stadions hat sich eine Handvoll Fans zum halb-publiken Viewing versammelt – zwei Polizisten schauen in kumpelhafter Manier vorbei. Auch YB hat dazu aufgerufen, den Titel zu Hause zu feiern. Das Vertrauen in die Vernunft des eigenen Anhangs ist da, vor dem Stadion sind gewisse Zonen dennoch abgeschirmt – immerhin mit gelb-schwarzem Absperrband.

Der Mensch freut sich im Internet, so sieht das zumindest der Pandemieplan vor. Doch auch da: Zurückhaltung. Im YB-Fanforum, einem einigermassen verlässlichen Stimmungsbarometer für die Gefühlswelt in der Kurve, wird am Tag vor dem Titelgewinn die Schlagkraft des Startfelds an der Snooker-WM verhandelt.
Wie viel Euphorie ist zu viel? Die Polizei begleitet die zurückhaltenden Feierlichkeiten.

Immerhin: Als die Young Boys um 14.15 Uhr beim Hotel Ambassador in Wabern abfahren, säumen Fans die Strasse. Die Aktion ist vielleicht nicht Corona-konform, aber sie hat eine Botschaft. Im Bus verspürt Goalie David von Ballmoos ein Kribbeln. «Da haben wir gemerkt, dass es schon schön wäre, wenn wir gegen Lugano alles klarmachen.»

Die Fragen, die sich an diesem Nachmittag stellen, sind ungewöhnlich: Wie gratuliert man Corona-konform zum Titel? Wie viel Euphorie ist erlaubt, wie viel ist überhaupt vorhanden?

Sportlich ist vor dem Anpfiff eigentlich kaum etwas offen. Der Titel ist für die mit einem Riesenvorsprung durch die Rückrunde wandelnden Young Boys seit Wochen nur noch Formsache. Mit einem Sieg gegen Lugano ist er ihnen auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen – bei einer Niederlage von Servette beim FCB reicht sogar ein Unentschieden. YB startet verhalten – die beste Chance in der Startphase hat Lugano. In Basel aber sorgt der sich mit lauten Störgeräuschen konfrontierte FCB früh für klare Verhältnisse: Nach zehn Minuten führt er mit 3:0, der Gast aus Genf wird überrollt. Der Titelgewinn rückt für YB schon näher.

In Bern zeigt Trainer Gerardo Seoane mit der Nomination der Doppelspitze Jean-Pierre Nsame/Jordan Siebatcheu sogar ein wenig Lust zum Experiment – die beiden Stossstürmer stehen für YB zum ersten Mal zusammen in der Startaufstellung. Und es sind zunächst nicht die beiden Topskorer, die für den Favoriten die besten Chancen haben. Miralem Sulejmani ist als Flügel am aktivsten, der 32-jährige Serbe dribbelt wie zu seinen besten Zeiten – sässen Zuschauer auf den Rängen, wäre das berühmte Raunen aus der Menge zu vernehmen.

Mit der Menge ist es in diesen Tagen so eine Sache. Nicht mehr als 15 Leute, so definiert das die Landesregierung noch immer für Ansammlungen im öffentlichen Raum. Am Montag sollen die Restaurants öffnen, aber nur so halb, der Frühling war auch schon mal da, aber nur so halb.

Die Leute sehnen sich in diesen Wochen nach Normalität, April ist die Zeit des Aufbruchs, und mit jeder Woche, die ins Land zieht, fühlt sich der Stillstand schmerzhafter an. Und nichts drückt besser aus, dass es mit dieser Normalität noch weit her ist, als die gedämpfte Meisterfeier, die in Bern nach dem Schlusspfiff ansteht.
Einmal mehr ein YB-Wegbereiter: Topskorer Jean-Pierre Nsame (rechts) erzielt das 2:0.

Auf dem Weg dahin ist es dann doch Nsame, der noch vor der Pause zum 1:0 trifft. Der in Frankreich aufgewachsene Kameruner hatte seine kleinen Hänger in dieser Saison, im entscheidenden Spiel aber kann sich YB mal wieder voll auf ihn verlassen. Den Gegner haben sich die Young Boys zurechtgelegt jetzt, den Champagner brauchen sie bei acht Grad und bissiger Bise im Stadion nicht mal mehr kaltzustellen.

Nach der Pause folgt bald das 2:0, wieder ist es Nsame, später das 3:0 per Penalty, auch den versenkt Nsame. «Diese Saison hat uns mehr abverlangt als jede andere», sagt der 27-Jährige später. Er muss es wissen, auch er feiert mit YB in dem Moment seinen vierten Meistertitel.

In der 89. Minute weiss der Zuschauer: Das diesjährige YB-Meisterleibchen ist schwarz, trägt eine gelbe 15 auf dem Rücken – und ist die meiste Zeit durch dicke Daunenjacken verdeckt. Schlusspfiff, über dem Sektor C steigt eine wohldesignte Fahne hervor, «four in a row», steht darauf, knackig und Marketing-gerecht. Die Freude der Spieler ist echt, aber sie wirkt im leeren Stadion vor den Linsen der Fotografen halt auch unweigerlich inszeniert. Auf den Bildschirmen wird an Andy Rihs erinnert, an genau diesem Tag vor drei Jahren verstarb er, zehn Tage später holte YB nach emotionalem Auf und Ab den Titel.

Von Graffenried zeigt diesmal nur Flagge

Diesmal verfällt die Stadt nicht in den ausgelassenen Zustand von damals. Heute weiss man über Fieberkurven zwar so gut Bescheid wie vielleicht noch nie zuvor, der Grund dafür ist aber gleichzeitig auch das Problem für die verhaltene Stimmung. Auf dem Feld ist nach dem Schlusspfiff vor allem Genugtuung zu spüren. «Natürlich überlegt man sich, wie es sonst wäre», sagt Fabian Lustenberger, der gegen Lugano wegen Sperre nur Zuschauer war und bislang nur vor leeren Rängen Meister geworden ist. «Ich spüre die Unterstützung der Fans, man wird angeschrieben, auch mal angesprochen. Das hat uns moralisch durch diese Saison geholfen. Sie war vielleicht schwieriger, als es von aussen schien.»

Dass der YB-Captain nach dem Schlusspfiff in Tränen ausbricht und hemmungslos weint wie sein Vorgänger Steve von Bergen vor drei Jahren, ist diesmal nur schlecht vorstellbar. Auch Stadtpräsident von Graffenried freut sich zurückhaltender, er hat am Regierungssitz im Erlacherhof eine grosse YB-Fahne aufgezogen.

Zurückhaltung hin, Ruhe her: Die Feierlichkeiten liefern dann doch ein paar hübsche Szenen: Da ist Assistenztrainer Matteo Vanetta, der sich den schwarzen Helm von Guillaume Faivre überzieht, dem Ersatzgoalie, der in seiner langen Zeit in Thun nie etwas gewonnen hatte. Da ist Silvan Hefti, auch er ein Premiere-Titelgewinner, der in der Kabine oft Vize-Meister genannt wurde, weil er letzte Saison als St. Galler Captain ehrenwerter Zweiter geworden war.

Hefti sitzt im improvisierten Meister-Studio von Radio Gelb-Schwarz am Spielfeldrand, ein Grinsen im Gesicht, das Dosenbier in der Hand. Er sagt: «Für mich ist es schon eine Spur spezieller als für andere. Ich war extrem angespannt.» Ansonsten herrschen im Wankdorf fast prohibitionistische Verhältnisse, sogar die Champagner-Dusche fällt aus.

Und da ist vor allem Sandro Lauper, der sich im letzten Spiel der Saison 2018/19 – Minuten vor der Pokalübergabe – schwer am Knie verletzt hatte und nach einem weiteren Rückschlag fast zwei Jahre ausfiel. Der 24-Jährige ertrug sein Schicksal mit einer stoischen Ruhe – diese Eigenschaft, die am Ball seine grosse Stärke ist. Von Ballmoos sagte einmal, als er schwer verletzt gewesen sei, habe es Tage gegeben, da sei er fast unausstehlich gewesen. Bei Lauper habe er solche Momente nie erlebt.

Doch jetzt brechen sich die Emotionen Bahn, Lauper hat nach dem Spiel Tränen in den Augen. Unweit von ihm steht von Ballmoos, als er gefragt wird, welches sein Highlight der Saison sei, erwähnt er als erstes Laupers Bilderbuchgeschichte. «Diesen Titel widmen wir auch ihm.»

Draussen vor dem Stadion haben sich nun doch Fans in kleineren Grüppchen gesammelt. Ein kleines Hupkonzert, Fahnen, Transparente. Es ist ein sehr kontrollierter Ausbruch, die Polizei steht daneben und muss immer wieder neu beurteilen, wie viel Freude angemessen, wie viel Euphorie zu viel ist.

Die Mannschaft trifft sich drinnen im Stadion wie immer zum Essen in einer Loge. Kontakt zu den Fans gibt es keinen, nicht einmal Angehörige sind eingeladen. «Für die Spieler ist das brutal», sagt Trainer Gerardo Seoane. «Wir bleiben unter uns. Wo wollten wir denn hin?»

Hefti sitzt im improvisierten Meister-Studio von Radio Gelb-Schwarz am Spielfeldrand, ein Grinsen im Gesicht, das Dosenbier in der Hand. Er sagt: «Für mich ist es schon eine Spur spezieller als für andere. Ich war extrem angespannt.» Ansonsten herrschen im Wankdorf fast prohibitionistische Verhältnisse, sogar die Champagner-Dusche fällt aus.

Und da ist vor allem Sandro Lauper, der sich im letzten Spiel der Saison 2018/19 – Minuten vor der Pokalübergabe – schwer am Knie verletzt hatte und nach einem weiteren Rückschlag fast zwei Jahre ausfiel. Der 24-Jährige ertrug sein Schicksal mit einer stoischen Ruhe – diese Eigenschaft, die am Ball seine grosse Stärke ist. Von Ballmoos sagte einmal, als er schwer verletzt gewesen sei, habe es Tage gegeben, da sei er fast unausstehlich gewesen. Bei Lauper habe er solche Momente nie erlebt.

Doch jetzt brechen sich die Emotionen Bahn, Lauper hat nach dem Spiel Tränen in den Augen. Unweit von ihm steht von Ballmoos, als er gefragt wird, welches sein Highlight der Saison sei, erwähnt er als erstes Laupers Bilderbuchgeschichte. «Diesen Titel widmen wir auch ihm.»

Draussen vor dem Stadion haben sich nun doch Fans in kleineren Grüppchen gesammelt. Ein kleines Hupkonzert, Fahnen, Transparente. Es ist ein sehr kontrollierter Ausbruch, die Polizei steht daneben und muss immer wieder neu beurteilen, wie viel Freude angemessen, wie viel Euphorie zu viel ist.

Die Mannschaft trifft sich drinnen im Stadion wie immer zum Essen in einer Loge. Kontakt zu den Fans gibt es keinen, nicht einmal Angehörige sind eingeladen. «Für die Spieler ist das brutal», sagt Trainer Gerardo Seoane. «Wir bleiben unter uns. Wo wollten wir denn hin?»

Die Überraschung folgt für die Young Boys am späten Abend. Aus etwa einem dutzend Standorten im ganzen Nordquartier schiessen um 22 Uhr Raketen empor, das Feuerwerk erleuchtet während etwa drei Minuten die ganze Stadt. Die Fussballer sind wieder draussen auf dem Rasen, blicken staunend in den Himmel. Es ist der Abschluss der Meisternacht, ein Schlussbouquet mit kontrollierter Zündung.

https://www.bernerzeitung.ch/diesmal-fe ... 8558898118

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