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 Beitrag Verfasst: Montag 28. September 2015, 18:51 
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BSC Young Boys - Grasshoppers Zürich

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Stadion Wankdorf, Bern
Sonntag, 4. Oktober 2015
Zeit: 13:45 Uhr

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Webseiten Grasshoppers Zürich:
http://www.gcz.ch
http://www.blauwiis.ch
http://www.gc-zone.ch
http://www.fanprojekt-gcz.ch
http://www.transfermarkt.ch/de/grasshop ... n_504.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Grasshoppe ... %C3%BCrich
http://www.facebook.com/pages/GCZ/11074040425
https://twitter.com/1886_GC
http://www.letzigrund.ch
http://www.stades.ch/Letzigrund-nouveau ... 30907.html

Forum Grasshoppers Zürich:
http://www.gczforum.ch/forum

Statistiken / Vergleiche vs. Grasshoppers Zürich:
http://www.sfl.ch/superleague/klubs/gra ... son/201516
http://www.transfermarkt.ch/spielberich ... ht/2585575
http://www.football-lineups.com/team/Grasshoppers
http://de.soccerway.com/teams/switzerla ... lub-zurich
http://de.soccerway.com/matches/2015/10 ... ch/2048214
http://www.stat-football.com/en/t/swi10.php?h2h=2015


Zuletzt geändert von Rino am Sonntag 4. Oktober 2015, 21:48, insgesamt 1-mal geändert.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 2. Oktober 2015, 18:10 
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Zitat:
«Zwei Herzinfarkte sind genug»

Wenn YB am Sonntag (13.45 Uhr, Stade de Suisse) gegen die Grasshoppers spielt, wird der neue GC-Verwaltungsrat Stav Jacobi in Rotterdam sitzen und den Frauen-EM-Final im Volleyball verfolgen.

Ihre Leidenschaft für den Volleyballsport hat bereits zu zwei Herzinfarkten geführt. Seit dem Einstieg in den GC-Verwaltungsrat vor drei Monaten sind noch mehr Emotionen ins Spiel gekommen. Muss man sich Sorgen machen um Sie?
Stav Jacobi: Es ergibt keinen Sinn, sich Sorgen um mich zu machen. Man kann für mich ja beten (lacht).

Können Sie uns auch eine ernste Antwort geben?
Den Mehraufwand kann ich noch nicht abschätzen. Ich kann mir nicht vorstellen, beim Grasshopper-Club die gleiche Rolle zu spielen, wie ich das als Präsident von Volero Zürich tue. Ich versuche, GC mit dem Kopf zu gestalten – Volero bleibt eine Herzensangelegenheit.

Wie viele Stunden beträgt Ihr zeitlicher Aufwand bei GC?
Die Belastung nimmt zu, obwohl ich mich bei GC nicht auf der operativen Ebene engagiere. Der zeitliche Aufwand ist grösser als bei Volero. Ich erledige viel Korrespondenz und werde um meine Meinung gebeten. Mit Besorgnis stelle ich fest, dass ich neuerdings im Letzigrundstadion sitze und Leidenschaft für den Fussball entwickle (schmunzelt). Gegen St.Gallen (1:1, die Red.) habe ich richtiggehend gelitten, natürlich nicht so extrem wie an einem Spiel mit Volero.

Wie muss man sich das vorstellen?
Bei Volero spiele ich bei den Ballwechseln gedanklich mit – ich war früher ja Passeur bei ZSKA Moskau und im russischen Juniorennationalteam. Bei GC hingegen kann ich auf der Tribüne höchstens auf Ballhöhe hin- und herlaufen (lacht). Fussball habe ich nur als Kind gespielt. Es ist faszinierend, zu beobachten, wie perfekt die Spieler den Ball beherrschen. Es gibt aber auch viele Szenen, in denen die Akteure mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen bleiben, bevor sie kurze Zeit später gleich wieder angreifen. Den «sterbenden Schwan» gibt es im Volleyball nicht.

Was hat Sie gereizt, Einsitz im sechsköpfigen GC-Verwaltungsrat zu nehmen?
Es ist eine Art verdeckte Anerkennung meiner erfolgreichen Arbeit bei Volero Zürich. Die GC-Verantwortlichen haben gesehen, dass wir bei Volero keine Suppe kochen, die nur aus Wasser besteht. Wenn GC sportartenübergreifend vom eingeschlagenen Weg Voleros profitieren will, helfe ich gerne mit meinem Know-how. Das motiviert mich sehr. Handkehrum werden die Erfahrungen, die ich bei GC mache, bei Volero einfliessen.

Wie würden Sie Ihre Rolle bei GC definieren?
Im Verwaltungsrat habe ich einen klar definierten Verantwortungsbereich – ohne dabei Entscheidungen zu treffen. Ich bin für Aussenbeziehungen und besondere Aufgaben zuständig. Aber fragen Sie mich jetzt bitte nicht, was das für besondere Aufgaben sind.

Doch!
In jedem Sportklub gibt es besondere Aufgaben zu leisten (lacht). Ich bin auch noch Mitglied des Sportausschusses. Ich bemühe mich, GC mit meiner Erfahrung und meinem Netzwerk zu helfen.

Was haben Sie bei GC bisher konkret bewirken können?
Seit ich im Verwaltungsrat bin, ist es ruhiger geworden im Umfeld von GC. Auch sportlich sind wir wieder erfolgreich. Viele Leute haben zuletzt Angst gehabt, am Morgen die Zeitung aufzuschlagen und schlechte Nachrichten über GC zu lesen.

Wie haben Sie für Ruhe gesorgt?
Das ist nicht schwierig. Die Ruhe kommt dorthin, wo transparente und gesunde Strukturen bestehen und jeder seinen ihm zugeteilten Job macht. Nach drei Monaten Tätigkeit im GC-Verwaltungsrat möchte ich jedoch festhalten: Ich bin kein Fussballguru, der Transfers tätigt. Ich trage nach wie vor meine Volleyballbrille.

Aber den Transfer des serbischen U-20-Weltmeisters Nemania Antonov haben Sie eingefädelt?
In Serbien geniesst Volleyball sehr grossen Respekt (Fraueneuropameister 2011, die Red.). Meine Beziehungen haben bei der Abwicklung des Transfers sicher geholfen. Es brauchte viel Überzeugungsarbeit. Die Leute in Serbien, mit denen ich im Volleyball zusammenarbeite, sind auch im Fussball gut verankert. GC ist ein Ausbildungsklub, er baut unter anderem auf Nachwuchs aus dem In- und Ausland. Meine Strategie ist es, dem Klub zu helfen, Talente zu finden, die in Zürich ihren Marktwert steigern können. So handhabe ich das bei Volero auch. Einen Nachwuchsweltmeister zu verpflichten, ist für GC eine grossartige Sache.

Volero Zürich hat Partnerklubs in Brasilien, Russland, Frankreich, Kroatien und Serbien. Wird GC demnächst weitere junge Spieler aus diesen Ländern verpflichten?
Ja, das ist denkbar. GC ist für ein Talent die ideale Zwischenstation auf dem Weg zu einem Grossklub. Aber ich traue mir noch nicht zu, im Verein zu forsch aufzutreten. Ich möchte mich vorerst zurückhalten, mir erst ein Bild der Abläufe bei GC machen.

Was unternehmen Sie am Sonntagnachmittag?
Ich weiss, wohin Ihre Frage hinzielt. Ich werde am Sonntag nicht im Stade de Suisse sitzen, wenn YB gegen GC spielt. Ich bereise vom 1. bis am 28.Oktober zehn verschiedene Länder – aus beruflichen Gründen und wegen des Volleyballs. Am Sonntagnachmittag werde ich in Rotterdam den Frauen-EM-Final im Volleyball verfolgen. Über YB - GC informiere ich mich auf dem Handy via Liveticker.

YB wird mehrheitlich von den Brüdern Andy und Hansueli Rihs alimentiert. Könnten Sie sich ein solches Finanzierungsmodell bei GC vorstellen?
Mäzenatentum ist im Schweizer Sport weit verbreitet. Es ist nicht nachhaltig. Diese Leute verbrauchen ihr Privatvermögen zugunsten der Öffentlichkeit. Ein Klub sollte sich zeitgemässe Strukturen verpassen, ohne dabei aus der Balance zu geraten. Die Abhängigkeit von Mäzenen ist sehr gefährlich. Steigen sie aus, kann ein Verein zugrunde gehen.

Wie sieht die richtige Balance aus?
Jeder Schweizer Klub hat eine überschaubare Ertragskraft, die unter anderem aus Ticketing, Sponsoring und Catering besteht. Das würde aber nie reichen, ein Budget ausgeglichen zu gestalten. Um dieses Budgetloch zu stopfen, gibt es eigentlich nur drei Haupteinnahmequellen.

Welche?
Ein Klub finanziert sich überwiegend mit Transfererträgen, Einnahmen aus dem Europacup und den Zuschüssen aus dem Mäzenatentum.

Was denken Sie, können die Rihs-Brüder YB dereinst für einen dreistelligen Millionenbetrag verkaufen?
Ich glaube nicht. Oder kennen Sie einen Schweizer Super-League-Klub, der von einem ausländischen Investor geführt wird?

Nein.
Sehen Sie. Niemand nimmt so viel Geld für einen Schweizer Fussballklub in die Hand. Da kann er gleich ins Casino gehen und alles auf Rot oder Schwarz setzen. Der Markt ist hierzulande zu klein. Beim russischen Oligarchen Roman Abramowitsch und Chelsea sieht es anders aus. Die englische Premier League ist eine globale Marke. Abramowitsch verfügt nicht nur über ein grossartiges Team, er ist auch Eigner des Stadions und Besitzer von Ländereien.

Können Sie sich vorstellen, bei GC in grösserem Stil einzusteigen?
Das möchte ich vermeiden. Sich finanziell zu exponieren, würde bedeuten, Verantwortung zu übernehmen. Einen solchen Schritt könnte ich gesundheitlich nicht mehr bewältigen – die Belastung wäre zu gross, ich würde mir irreparable Schäden zufügen. Seit vier Jahren muss ich auf meine Gesundheit aufpassen. Zwei Herzinfarkte sind genug. Und trotzdem würde ich Ihre Frage zurzeit offen lassen.


Stav Jacobi

Wenn man Stav Jacobi durch den Hauptbahnhof Zürich schreiten sieht, mit Jeans, Turnschuhen und Rucksack, würde man nicht auf die Idee kommen, dass der russisch-schweizerische Doppelbürger als Verwaltungsrat ein Hoffnungsträger für GC ist. 1967 in einem Militärstädtchen nahe Moskau geboren, kam er als 24-Jähriger in die Schweiz. Eigentlich hätte es für ihn nur eine Zwischenstation sein sollen. Der Jurist benötigte Geld und wollte Englisch lernen für ein weiterführendes Studium in den USA. Später wanderte Jacobi nach Israel aus und bekam seinen jüdischen Ursprungsnamen zurück: Aus Jakubowski wurde Jacobi. Nachdem er in Israel geschäftlich gescheitert war, kehrte er in die Schweiz zurück. Der in Herrliberg wohnhafte Jacobi baute hierzulande ein Unternehmen auf, das sich auf juristische Beratung spezialisiert – mittlerweile verdient er sein Geld hauptsächlich mit Immobilien und nimmt Einsitz in mehreren Verwaltungsräten. Beim Volleyklub Volero war Jacobi erst Trainer, später Besitzer. Zehnmal gewann Volero seit 2005 das Double aus Cup und Meisterschaft.
Jacobis Bruder, Dmitri Jakubowski, bewegte sich einst im Umfeld Boris Jelzins. In den politischen Wirren der Neunzigerjahre musste er via Saudi-Arabien nach Kanada fliehen, später wurde er doch noch inhaftiert. Jakubowskis Vermögen wird von der «Bilanz» auf 500 bis 600 Millionen geschätzt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31402335

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 Beitrag Verfasst: Freitag 2. Oktober 2015, 23:14 
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Vorschau auf YB - GC

BSC Young Boys - Grasshopper Club, Sonntag, 4. Oktober 2015, 13:45 Uhr, Stade de Suisse.

Abwesende Spieler:
Guillaume Hoarau, Steve von Bergen (beide verletzt), Sékou Sanogo, Taulant Seferi (beide rekonvaleszent).

Einsatz fraglich:
Milan Gajic.

Vorverkaufsstand:
16'600 (davon 11'740 Jahreskarten).

Kids Day:
Bereits zum 20. Mal führt der BSC Young Boys am Sonntag ein Spiel unter dem Motto "Kids Day" durch. Das Rahmenprogramm ist ganz auf die jüngsten Fans ausgerichtet. Kinder zwischen 6 und 16 Jahren bezahlen beim Spiel YB - GC nur fünf Franken Eintritt.

Die Matchbesucher werden gebeten, den öffentlichen Verkehr zu benutzen und frühzeitig zu erscheinen.
Im Stadion ist der Radio-Kommentar für blinde und sehbehinderte Fans über die UKW-Frequenz 89,1 MHz zu hören.


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 Beitrag Verfasst: Samstag 3. Oktober 2015, 13:23 
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Lust auf Powerfussball

Florent Hadergjonaj kommt der Spielstil von YB unter Trainer Adi Hütter entgegen. Das will er auch gegen GC zeigen.

Er läuft und läuft, und manchmal wirkt es, als würde er nie müde. Verteidigen, das ist sein Kerngebiet, aber eigentlich ist er längst darüber hinaus, erst recht, seit Adi Hütter Trainer in Bern ist. YB soll unter ihm stürmen und begeistern, und dafür braucht es mehr als gut aufgelegte Stürmer oder Dribblings der Flügel, es braucht Vorstösse der Defensiven, also auch: von Florent Hadergjonaj.

In legerem Tenü sitzt er nach einem Training im Kabinengang des Stade de Suisse und gibt Auskunft. Im Sommer hat er seine KV-Lehre erfolgreich abgeschlossen, nun ist er Profi, genau das also, was er als Bub werden wollte. Als er just vor zwei Jahren in der Super League debütierte, war er noch der Lehrling gewesen, auf dem Platz, im ­Beruf, und wer kannte ihn schon, den Blonden aus Langnau?

Ein Gewinner unter Hütter

Inzwischen kennen Hadergjonaj alle in Bern und jenseits der Kantonsgrenzen. Und er ist, obwohl erst 21, kein Neuling mehr in der Mannschaft, sondern Stammspieler. In den ersten zehn Meisterschaftsrunden kam er zehn Mal zum Einsatz, acht Mal spielte er durch. Spass hatte er schon immer an seiner Leidenschaft, aber das Vergnügen am Fussball ist jetzt vermutlich so gross wie noch nie. Und das hat vor allem mit dem neuen Trainer Adi Hütter und dessen Philosophie zu tun. Er sucht die Offensive, er fördert das Pressing, und das wiederum setzt ein hohes Laufvermögen voraus.

«Mir liegt das», sagt Hadergjonaj, «dieser Spielstil behagt mir. Meine läuferischen Qualitäten und meine Schnelligkeit kommen so zum Tragen.» Oft ist er elf oder mehr Kilometer unterwegs, gern auch sprintend, und wie YB nun auftritt, das ist für ihn ­«Powerfussball».

Früher, als Hadergjonai in der Jugend noch im Mittelfeld spielte, bewunderte er Zinédine Zidane. Heute ist Dani Alves eines seiner Vorbilder, der Brasilianer vom FC Barcelona. Und wenn wir schon bei grossen Namen sind: Natürlich hat auch der junge Emmentaler seine Träume von einer Karriere im Ausland, am liebsten bei Bayern München oder Real Madrid, seinen Lieblingsvereinen. Aber eines betont er schnell: «Es ist sind Träume. Ich bin realistisch genug, um zu wissen, was es braucht, um ins Ausland zu kommen und erst noch zu einem Spitzenverein.» Sportchef Fredy Bickel sieht in Hadergjonaj einen «Gewinner unter Adi Hütter». Er traut ihm zu, in seiner Karriere «sehr weit zu kommen», sagt aber auch: «Er ist erst seit neustem Profi. Bis jetzt forderte ihn neben dem Fussball die Ausbildung, nun hat er eine andere ­Tagesstruktur mit viel Zeit, die er sinnvoll nutzen muss. Dann kommt das gut.»

Die offene Rechnung mit GC

Hadergjonaj, den der damalige YB-U-18-Trainer Thomas Häberli vom FC Luzern zurück nach Bern geholt hatte, bot sich bereits die Möglichkeit für einen Transfer in die Fremde – er lehnte ab. Er will weiter in der Super League reifen, und er will, so sagt er das, «mit YB etwas schaffen». Also: einen Titel holen, am besten noch in dieser Spielzeit. Den Druck, Erfolg haben zu müssen, hält er aus. Muss einer auch, der von sich selber sagt, er sei ziemlich «cool und kaum richtig nervös vor den Spielen».

Nun geht es gegen GC, die Fortsetzung einer positiven Serie ist das Ziel. Die Young Boys können den fünften Pflichtsieg in Serie landen und ein weiteres Signal an die Konkurrenz aussenden, dass sie noch nicht abgeschrieben werden dürfen. «Die positiven Ergebnisse zuletzt geben auch uns die Bestätigung unserer Qualitäten», sagt Hadergjonaj, «wir können es. Und das sehen auch jene, die anfingen, an uns zu ­zweifeln.» Gegen Basel, fügt er an, sei ein «Supermatch» gelungen, und jenem 4:3 soll nun ein Erfolg gegen die Mannschaft glücken, die bisher im Schnitt drei Mal pro Spiel getroffen hat. «Wir treten daheim an, auf Kunstrasen, und wir haben nach dem 2:3 im Letzigrund gegen GC eine Rechnung offen.» Hadergjonaj bringt mit wenigen Worten klar zum Ausdruck: Das Selbstvertrauen ist zurück bei YB.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Lu ... y/12821612

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 Beitrag Verfasst: Samstag 3. Oktober 2015, 13:28 
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«Dann hätte ich ihn für verrückt erklärt»

Der Klassiker zwischen YB und GC ist auch ein Kampf um den 2. Tabellenrang, der Ende Saison zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt.

Es ist ein besonderes Spitzenspiel, auf das sich die Fussballfans am Sonntag (13.45 Uhr, im Liveticker) freuen dürfen. Das Duell YB gegen GC verspricht nicht nur aufgrund der Zahlen (20 zu 30 Tore, 12 zu 18 Gegentreffer, 3. gegen den 2.) viel Spektakel – es sind insbesondere die unterschiedlichen Voraussetzungen, die reichlich Spannung garantieren.

YB hat unter dem neuen Trainer Adi Hütter den Turnaround geschafft. 4:0 gegen Vaduz, 4:3 gegen Basel, 1:0 gegen Thun in der Super League und das 2:0 im Cup gegen Chiasso – YB ist wieder auf Kurs. Doch bevor am Sonntag die nächste Herausforderung GC heisst, mag Sportchef Fredy Bickel nicht frohlocken.

«Wir wollen den Goodwill nicht gleich wieder verspielen»

«Als Adi Hütter seine Arbeit antrat, haben wir uns als Ziel gesetzt, bis zur Nationalmannschaftspause den Anschluss an die Spitzengruppe zu schaffen. Das gelingt uns aber nur, wenn wir das Spiel am Sonntag zumindest nicht verlieren», sagt Bickel. Eine Niederlage würde vieles wieder kaputt machen, was in den letzten Wochen aufgebaut worden sei. «Deshalb ist das Spiel gegen die Grasshoppers für uns eine Riesenchance. Wir wollen auch den Goodwill bei den Fans, den wir zuletzt zurückgeholt haben, doch nicht gleich schon wieder verspielen.»

GC seinerseits ist seit dem 2. Spieltag und dem unglücklichen 2:3 gegen Leader Basel in der Meisterschaft ungeschlagen. Auch dank der besten Offensive der Liga steht das junge Team von Pierluigi Tami auf einem Champions-League-Platz. «Hätte mir das jemand vor der Saison gesagt, hätte ich ihn für verrückt erklärt», sagt der GC-Coach lachend und schiebt nach, «solange wir da oben sind, möchten wir unseren Platz natürlich verteidigen.»

An Überraschungseffekt eingebüsst

Der gute Saisonstart kommt für viele Experten überraschend, musste Tami doch 11 Abgänge kompensieren und 14 neue Spieler einbauen. Mittlerweile dürfte GC an seinem Überraschungseffekt eingebüsst haben, was Tami aber nicht gross stört: «Ich beschäftige mich nicht damit, ob wir das Spiel gewinnen könnten oder nicht. Unser grosses Ziel ist, die bisherigen Leistungen zu bestätigen.»

Ein gutes Resultat sei auch vom psychologischen Standpunkt her enorm wichtig, wie Bickel betont: «Wenn man mit einer Niederlage in eine Nationalmannschaftspause geht, ist das sehr schlecht. Die meisten Spieler sind dann weg und man kann eine Enttäuschung gar nicht richtig aufarbeiten.» Etwas anders sieht dies der GC-Übungsleiter: «Für uns spielt das keine Rolle, ein positives Resultat ist immer wichtig.»

Eine erste Enttäuschung mussten die Berner am Freitag hinnehmen: Stürmer Guillaume Hoarau hat sich am Donnerstag im Training verletzt und fällt aufgrund einer Schambeinverletzung bis zur Winterpause aus. Bei GC wird der angeschlagene Caio fehlen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/-D ... y/23851445

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 Beitrag Verfasst: Samstag 3. Oktober 2015, 13:47 
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Zackig

Erst 18-jährig, ist Denis Zakaria bei YB in kürzester Zeit zu einer verlässlichen Kraft aufgestiegen. Der Mittelfeldakteur sagt vor dem morgigen Heimspiel gegen GC, es gehe derzeit alles etwas schnell.

Ein schöner Frühlingsabend vergangenen Mai, Wohlen empfängt Servette. Ciriaco Sforza, der damalige Trainer der Aargauer, hat den Strickpullover über die Schulter gehängt, während er an der Seitenlinie steht und Anweisungen gibt. Die Gäste geraten früh in Rückstand, am Ende gewinnen sie im beschaulichen Niedermatten aber 3:1. Von den 1310 Zuschauern dürfte sich kaum einer noch an den Abend besinnen. Dennis Zakaria aber schon.

Lob von Hütter

Vier Monate später sitzt der 18-Jährige in den Katakomben des Stade de Suisse. Er ist angekommen in der Beletage des Schweizer Fussballs. Die tristen Kulissen des Niedermatten oder des sehr spärlich gefüllten Stade de Genève sind in Bern weit entfernt, bei YB fehlt es einem Angestellten an nichts.

Zakaria spricht von grossen Veränderungen, sagt, es gehe derzeit alles etwas schnell. Mühe scheint ihm diese Tatsache aber nicht zu bereiten; wenn man dem Teenager zusieht, glaubt man, er spiele schon seit Jahren für YB. Am Ball hat er die Ruhe eines Routiniers, wie ein Leistungsträger agiert er derzeit konstant gut. Beim 1:0-Sieg in Thun sei Zakaria einer der wenigen Lichtblicke gewesen, findet Trainer Adi Hütter und attestiert dem grossen Talent eine tolle Entwicklung.

In den vier Spielen unter dem österreichischen Trainer stand der Waadtländer stets in der Startaufstellung. In der Super League hat er nun schon mehr Minuten absolviert als für Servette in der Challenge League. Kürzlich wurde er zum Axpo-Rookie der Monate August und September gewählt. Zakaria nimmt die Karriereetappen derzeit in grossen Schritten.

Leben in einer Gastfamilie

Aufgewachsen ist Denis Zakaria in Genf, die Mutter aus dem Sudan kommend, der Vater ein Kongolese, den er aber aus den Augen verlor, seit dieser 2011 in die Heimat zurückkehrte, um dort als Sportberater für die Regierung zu arbeiten. Manchmal sei es schon traurig, nichts vom Vater zu hören, meint er. «Aber so ist es eben.» Umso enger sind Beziehungen zu den anderen Familienmitgliedern.

Wenn möglich, zieht es Zakaria zurück in die Rhonestadt, zum älteren Bruder Florian (21) und der Mutter, die in Genf einen Friseursalon betreibt. Schwester Bidour, 35, lebt in den USA, mit ihr tauscht sich der kleine Bruder häufig per Skype aus. Trotz der engen Bindung zur Familie, als sich Sportchef Fredy Bickel im Sommer um Zakaria bemühte, musste er nicht lange überlegen, seine Heimat zu verlassen. Weil ihm YB viel Vertrauen gegeben habe, sagt der 191 Zentimeter grosse Mittelfeldspieler. «Bei YB kann ich mich bestens weiterentwickeln.»

In Bern lebt Denis Zakaria bei einer Gastfamilie im Neufeldquartier. Er hat seither eine Schwester und drei Brüder im Alter von 17 bis 22 dazugewonnen. Zakaria spricht von einer «perfekten» Konstellation, auch weil er so gezwungen sei, viel Deutsch zu reden. Noch ist sein Wortschatz spärlich.

So überrascht es nicht, sind Zakarias Bezugspersonen bei YB frankofon. Torhüter Yvon Mvogo ist ein brüderlicher Freund, Guillaume Hoarau beinahe eine Vaterfigur, welche die schützende Hand über Zakaria hält. Dementsprechend wohl fühlt sich der U-21-Nationalspieler. «Zak», wie er von den Mitspieler genannt wird, scheint immer ein Lächeln auf den Lippen zu tragen.

Damals, Mitte Mai in Wohlen, spielt Denis Zakaria übrigens in der Challenge League erstmals von Beginn an, er erzielt dabei auch sein erstes Tor. Derweil erlebt Ciriaco Sforza sein zweitletztes Heimspiel als Trainer der Aargauer.

Bald darauf unterschreibt der 45-Jährige in Thun, wo er aber am Mittwoch einen Bruch in der Laufbahn erleidet. Für Denis Zakaria aber könnte das Spiel in Wohlen einst ein erster Höhepunkt einer grossen Karriere darstellen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11694896

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Vor dem Verfolgerduell am Sonntag

Hütter gegen Tami im Interview

YB gegen GC. Adi Hütter gegen Pierluigi Tami. Beide haben sie ihre Mannschaften zu Verfolgern des FCB geformt. Jetzt treffen die beiden Erfolgstrainer aufeinander.

Am Sonntag kommt es zum Spitzenkampf in der Bundeshauptstadt. Die drittplatzierten Young Boys empfangen den Tabellenzweiten GC. YB kann mit einem Sieg mit den Hoppers gleichziehen.

YB-Trainer Adi Hütter kennt seit seinem Amstantritt nur das Siegen. Bisher konnte er drei Partien in der Meisterschaft und eine im Cup mit seiner Mannschaft für sich entscheiden. Kann nun die Torfabrik GC (30 Tore in 10 Spielen) den Lauf des Österreichers stoppen?

Eine Hiobsbotschaft erreichte die Berner am Freitagmittag. Ihr Knipser Guillaume Hoarau hat sich am Donnerstag im Training verletzt. Erste Diagnose: Schambeinverletzung. Der 31-jährige Franzose wird seiner Mannschaft mindestens bis zur Winterpause fehlen.

Die Grasshoppers ihrerseits werden am Sonntag auf die Zauberfüsse des Brasilianers Caio verzichten müssen. Der 29-jährige zog sich im Spiel gegen den FC St. Gallen eine Zerrung am linken Oberschenkel zu. Pierluigi Tami zum Ausfall des sechsfachen Torschützen: «Caio wollte am Sonntag unbedingt spielen. Zusammen mit der medizinischen Abteilung haben wir jedoch entschieden den Spieler zu schonen. Die Verletzung ist noch nicht komplett verheilt und wir möchten keine Verschlechterung riskieren.»

Was die beiden Trainer zum heissen Duell auf dem Berner Plastik zu sagen haben, sehen Sie im Video.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 24229.html

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