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 Beitrag Verfasst: Sonntag 16. August 2015, 23:22 
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FC Chiasso - BSC Young Boys (Cup - 1/16-Final)

Bild vs. Bild

Stadio Comunale, Chiasso
Sonntag, 20. September 2015
Zeit: 16:00 Uhr

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Webseiten FC Chiasso:
http://www.fcchiasso.ch
http://www.ilmiochiasso.com
http://gacs-chiasso.blogspot.ch
https://www.facebook.com/fansclubcuorerossoblu?_rdr=p
https://www.facebook.com/pages/FC-Chias ... 8643348223
https://twitter.com/fchiasso
https://de.wikipedia.org/wiki/FC_Chiasso
http://www.transfermarkt.ch/fc-chiasso/ ... verein/510
https://de.wikipedia.org/wiki/Stadio_co ... Chiasso%29
http://www.stades.ch/Chiasso-photos.html

Forum FC Chiasso:


Statistiken FC Chiasso:
http://www.sfl.ch/challengeleague/klubs/fc-chiasso
http://www.football-lineups.com/team/FC_Chiasso
http://de.soccerway.com/teams/switzerla ... iasso/2185
http://de.soccerway.com/matches/2015/09 ... rn/2141038


Zuletzt geändert von Rino am Freitag 4. September 2015, 13:36, insgesamt 2-mal geändert.

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 Beitrag Verfasst: Montag 17. August 2015, 19:09 
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17.08.2015

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Zitat:
Chiasso-Coach Schällibaum scherzt über Cup-Gegner YB

«Mal schauen, auf welcher Bank ich dann sitze»

Marco Schällibaum trifft mit Chiasso im Cup auf seinen Ex-Klub YB, der auf Trainersuche ist. Kein Spiel wie jedes andere für Schälli.

Blick.ch: Marco Schällibaum, was haben Sie gedacht, als Ihnen ausgerechnet YB zugelost wurde?
Marco Schällibaum: Ich habe die Auslosung nicht gesehen, weil ich mit der Mannschaft im Car war, auf dem Heimweg von Nyon. Meine Frau hat mir ein SMS geschickt.

Und?
(lacht) Super, ein Heimspiel, habe ich gedacht...

Mehr nicht?
Ein spannender Gegner. Wenn man als Klub aus der Challenge League zuhause gegen ein Super-League-Team spielen darf, muss man sich immer freuen.

Aber Chiasso gegen YB ist mehr als das. Es ist Schällibaum gegen Fredy Bickel.
Natürlich verbinden uns diese vier gemeinsamen Jahre bei YB. Das war eine Superzeit! YB wird immer ein Bestandteil meines Herzens bleiben. Auch wenn diese Zeit ein paar Jahre zurückliegt.

Speziell ist die aktuelle Konstellation. YB hat keinen Trainer...
...mal schauen, auf welcher Bank ich dann sitze... (lacht wieder)

Sind Sie ein Kandidat als neuer YB-Coach?
Ich habe von YB nichts gehört.


http://www.blick.ch/sport/fussball/cup/ ... 78720.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. September 2015, 19:30 
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Extrazug nach Chiasso

FC Chiasso 20. September 2015

Hinfahrt
Bern ab 09:57 Uhr
Burgdorf ab: 10:11 Uhr
Herzogenbuchsee ab: 10:22 Uhr
Langenthal ab: 10:28 Uhr
Chiasso an: 14:35 Uhr

Rückfahrt

Chiasso ab: 18:40 Uhr
Langenthal an: 22:54 Uhr
Herzogenbuchsee an: 22:59 Uhr
Burgdorf an: 23:11 Uhr
Bern an: 23:32 Uhr

Mit dem Einsteigen in den Extrazug, wird die Auswärtsfahrtenregelung akzeptiert.

Bei Verlängerung/Penaltyschiessen werden die Zeiten nach Hinten geschoben.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. September 2015, 10:26 
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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. September 2015, 16:38 
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FC Chiasso - BSC Young Boys

Schweizer Cup, 1/16-Final:
FC Chiasso - BSC Young Boys
Sonntag, 20. September 2015, 16:00 Uhr
Stadio Comunale Riva IV

Abwesende Spieler:
Guillaume Hoarau
Loris Benito
Taulant Seferi (alle rekonvaleszent)

Einsatz fraglich:
Sékou Sanogo

Der YB-Extrazug verlässt Bern um 9:57 Uhr.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. September 2015, 18:19 
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Zitat:
Chiasso-Schällibaum im Blick-Sporttalk

«Wir haben keine Angst vor YB!»

Seit Marco Schällibaum bei Chiasso das Sagen hat, gehts aufwärts. Aktuell liegen die Tessiner in der Challenge League auf Rang drei. Am Sonntag heisst der Gegner im Cup YB, ausgerechnet Schällibaums Ex-Klub.

Als feststand, dass Chiasso in der 2. Runde des Würth Schweizer Cups auf YB treffen wird, befand sich der Super-Ligist noch auf Trainersuche.

Marco Schällibaum wurde damals als Kandidat auf die Forte-Nachfolge gehandelt. Er sagte damals lachend im Hinblick auf den Cup-Fight: «Mal schauen, auf welcher Bank ich dann sitze.»

Mittlerweile hat bei YB der Österreicher Adi Hütter das Sagen. Schällibaum ist nach wie vor in Chiasso tätig - und dies äusserst erfolgreich. Dementsprechend zuversichtlich sagt er vor dem Cup-Fight: «Wir haben keine Angst vor YB!»

Fussball-Reporter Alain Kunz will vom 53-Jährigen im BLICK-Sporttalk wissen:
•Chiasso ist in der Challenge League ganz vorne dabei, was ist diese Saison möglich?
•YB war auf Trainersuche, wie heiss war die Akte Marco Schällibaum?

•Was brauchts, damit Chiasso am Sonntag im Cup YB schlägt?


http://www.blick.ch/sport/videoformate/ ... 78838.html

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 Beitrag Verfasst: Samstag 19. September 2015, 01:09 
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 Beitrag Verfasst: Samstag 19. September 2015, 12:20 
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19.09.2015

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Zitat:
Schällibaums ewige Liebe zu YB

Am Sonntag treffen die Young Boys im Schweizer Cup auf einen alten Bekannten. Bei Gegner Chiasso steht seit einigen Monaten der frühere YB-Coach Marco Schällibaum an der Seitenlinie.

Fussballfans haben einen Hang zur Nostalgie. In Bern noch ein bisschen mehr als anderswo. Die Älteren verklären die Zeiten in der Betonschüssel Wankdorf mit den morschen Holzbänken, der überdimensionalen Matchuhr und der spanischen Buvette, die mit schwerem Rotwein und fettigen Speisen auftrumpfte. Die Jüngeren kriegen leuchtende Augen, wenn von den Exiljahren im Neufeld die Rede ist. Das Chalet, die improvisierten Verpflegungsstände, die Stahlrohrtribüne, der Wald direkt hinter dem Stadion: Das alles passt zu einer Stadt, die auf Gemütlichkeit und Bodenständigkeit schwört und mit Geprotze, Glanz und Gloria nicht viel anfangen kann.

Und irgendwie passt auch der Trainer mit dem hochroten Gesicht, der an der Linie bis heute zum Vulkan wird, ins Bild. Die Rede ist von Marco Schällibaum, der im Ranking der beliebtesten YB-Trainer immer noch ganz weit oben steht. Es ist eine Zuneigung, die auf Gegenseitigkeit beruht. «Die vier Jahre bei YB waren unglaublich intensiv, aber auch unglaublich herzlich», sagt Schällibaum im September 2015. Fast 13 Jahre sind es mittlerweile her, seit der Zürcher das Handtuch geworfen hat, weil ihm nach der Freistellung von Sportchef Fredy Bickel und Präsident Heinz Fischer Vertrauenspersonen und Nestwärme fehlten. Abgeschlossen hat er das Kapitel YB bis heute nicht, wie die folgende Begebenheit zeigt.

Als Schällibaum nach Uli Fortes Entlassung hört, dass sich die Klubleitung auch mit seiner Personalie beschäftigt, keimt Hoffnung auf, die sich alsbald wieder zerschlägt. Der 53-Jährige mag gar nicht erst um den heissen Brei herumreden: «Es wäre schön gewesen, wenn mich YB zurückgeholt hätte.»Nach der heftigen Kritik an Bickels Arbeit erstaunt es ­Schällibaum nicht, war er nicht der Auserwählte: «Hätte Fredy nochmals einen alten Kumpel an Bord geholt, wäre es für ihn noch ungemütlicher geworden.»

Pendler zwischen zwei Kulturen

So kommt es, dass sich die zwei alten Spezi morgen Sonntag wieder einmal als Kontrahenten auf dem Fussballplatz begegnen. Schällibaum hat es im April zum FC Chiasso verschlagen, der damals in der Challenge League um den Ligaerhalt bangte. Seitdem ist der Fussballlehrer ein Pendler zwischen zwei Kulturen und Sprachregionen, wobei die Zeit spärlich ist, die er mit Ehefrau Manuela, Tochter Mara und Sohn Nicola verbringt, die im Eigenheim in Gelterkinden geblieben sind.

Einmal in der Woche legt er die 270 Kilometer zwischen der Tessiner Grenzstadt und der aufstrebenden Gemeinde im Oberbaselbiet zurück. «Meine Frau und ich haben schon vor Jahren entschieden, dass Gelterkinden unser Stützpunkt bleibt, unabhängig davon, wo ich als Trainer tätig bin», sagt Schällibaum. Das haben die Schällibaums auch dann durchgezogen, als er 2013 für knapp ein Jahr bei Montreal Impact angestellt war.

«Eine grauenhafte Zeit»

Marco Schällibaum hat mehrmals am eigenen Leib erfahren, wie unberechenbar das Trainerleben ist. In Lugano musste er im Frühling 2011 gehen, weil er sich mit dem neuen Präsidenten Angelo Renzetti nicht verstand. In Montreal wurden ihm Probleme mit der mehrköpfigen italienische Spielerfraktion, angeführt von Weltmeister Alessandro Nesta, zum Verhängnis. Als Schällibaum nach der Entlassung in Kanada während Monaten keine Anstellung fand, begannen ihn Zukunftssorgen zu plagen. «Es war eine grauenhafte Zeit.»

Es war auch die Phase der Reflexion, das Metier zu wechseln. «Ich sprach mit Leuten aus der Kommunikations- oder Coachingbranche, da mich diese Tätigkeitsfelder interessieren.» Bevor sich etwas konkretisierte, tat sich urplötzlich dort wieder eine Türe auf, wo sich Schällibaum am wohlsten fühlt: im Fussball. Aufgestossen hatte sie Marco Degennaro, mit dem Schällibaum schon bei der AC Bellinzona zusammengearbeitet hat.

Vertrauen in die Geldgeber

Beim FC Chiasso ist alles mindestens ein halbes Dutzend Nummern kleiner als bei Schälllibaums letztem Arbeitgeber in Montreal. Das Stadion Riva IV ist eine spröde Mehrzweckanlage aus den 60er-Jahren. Der Klub operiert aktuell mit einem Budget von 2 bis 2,5 Millionen. Geführt wird er seit 2011 von einer Gruppe von italienischen Geschäftsleuten. Auf Schällibaum machen die Besitzer einen «seriösen und guten Eindruck». Der Präsident sei ein erfolgreicher Investmentbanker, der Generalmanager und der Sportchef bestens vernetzt in der Serie A und B. Im Fall von Sportchef Fabio Galante erstaunt es wenig, da er fast 20 Jahre bei verschiedenen Serie-A-Klubs (Genua, Inter, Torino, Livorno) unter Vertrag stand.

Seit dieser Saison besitzen alle Spieler Profistatus, wobei weiterhin nicht alle von ihrem Salär leben können. «Einige Spieler kämen ohne den Verdienst ihrer Partnerinnen nicht über die Runden», weiss Schällibaum. Ganz bestimmt nicht am Hungertuch nagen muss der ehemalige italienische Nationalspieler Andrea Dossena, der in seinen besten Zeiten bei Napoli, Liverpool und Udinese sehr gut entlöhnt wurde. Der Verteidiger verdiene sich bei Chiasso «keine goldene Nase mehr», behauptet Schällibaum. «Galante konnte ihn von unserem Projekt überzeugen. Zudem lebt er recht nahe der Schweizer Grenze.»

Regazzonis Wandel

Nicht näher vorstellen muss man in Bern Alberto Regazzoni, der in den Jahren 2007 bis 2010 für die Young Boys auf Torjagd ging. Der klein gewachsene Tessiner polarisierte und war alles andere als ein pflegeleichter Spieler. Wenn er missgelaunt war, und das kam ab und zu vor, war es ihm schon von weitem anzusehen. Jetzt, da er die 30 überschritten hat und Familienvater ist, soll Regazzoni auf dem besten Weg zum Musterprofi sein. Sagt zumindest Schällibaum. «Das Verhältnis von guten und schlechten Tagen ist nicht mehr eins zu sechs, sondern sechs zu eins.» Fast ist man geneigt, dem rührigen Coach zu glauben.

Mit den Young Boys hat sich Schällibaum erst diese Woche intensiv beschäftigt. Er hat sich das Videomaterial angeschaut, welches sein Assistent zusammengeschnitten hat. Weitaus am meisten interessieren ihn Sequenzen des letzten Meisterschaftsspiels gegen Vaduz. «Was vorher war, ist nach dem Trainerwechsel nicht mehr relevant.» Das aggressive Pressing, welches die Berner unter Adi Hütter betreiben, macht Schällibaum etwelche Sorgen. «Wir müssen noch kompakter stehen als in der Meisterschaft und dürfen in der Abwehrzone keinen einzigen Fehler machen.» Bei aller Liebe zu YB: am Sonntagnachmittag im ­Stadion Riva IV hat sie keinen Platz.


Hütter: «Wir wissen um die Bedeutung des Cups»

Irgendetwas gibt es immer zu analysieren nach einem Match. Die Nachbearbeitung von YB - Vaduz nahm mehr Zeit als üblich in Anspruch, weil bei den Bernern ein neuer Trainer das Sagen hat. Adi Hütter war es wichtig, dem Team möglichst viele Videosequenzen vom Premierenmatch zu zeigen. 50 Minuten lang sei der Zusammenschnitt geworden, verrät er nach dem zweitletzten Training vor dem Cupmatch in Chiasso. Er liefert bei dieser Gelegenheit gleich noch ein paar statistische Daten nach: 17 zu 2 Torschüsse; 50 zu 50 Prozent Ballanteil in der ersten Halbzeit, 48 zu 52 Prozent nach der Pause; zurückgelegte Distanz: YB 119 km, Vaduz 120 km; zurückgelegte Sprints: YB 3,8 km, Vaduz: 2,6 km. Die letzten beiden Zahlen haben Hütter ganz besonders gefreut. «Das ist es, was ich sehen will: möglichst viele Bewegungen im Höchsttempo.»

Die schnellen Balleroberungen, das Gegenpressing nach Ballverlusten und das Spiel in die Vertikale hat der Österreicher diese Woche wieder intensiv üben lassen. «Eine gewisse Basis haben wir schon mal gelegt», stellt er befriedigt fest. Nach dem missratenen Start in die Meisterschaft und dem frühzeitigen Out im Europacup steht YB unter beträchtlichem Erfolgsdruck. «Wir wissen um die Bedeutung des Cups für den Club», sagt Hütter. Obwohl der Gegner in der Challenge League auf Platz zwei liegt und vor eigenem Publikum antreten kann, will er «ein YB sehen, welches das Spiel bestimmt». Personelle Veränderungen sind nach dem überzeugenden Auftritt gegen Vaduz kaum zu erwarten, zumal Hoarau, Benito und Sanogo weiterhin angeschlagen sind.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Sc ... y/28799189

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 Beitrag Verfasst: Samstag 19. September 2015, 15:13 
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19.09.2015

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Zitat:
Das Wiedersehen mit Marco Schällibaum

Am Sonntag trifft YB im Cup auswärts auf Chiasso. Marco Schällibaum, Coach des Tessiner Klubs, spricht über seine Karriere und seine Zeit in Bern, über die Arbeitslosigkeit als Trainer und über das Cupspiel.

Es muss für Sie als Trainer schön sein, in eine Partie zu steigen und keinen Druck zu verspüren.
Marco Schällibaum: Man hat im Fussball immer Druck, den macht man sich ja auch selber.

Aber gegen YB hat Ihr Team am Sonntag im Cup-Sechzehntelfinal nichts zu verlieren, oder?
Es sieht so aus, und wenn alles normal läuft, haben wir ja auch keine Chance. Doch der Cup schreibt manchmal seine eigenen Geschichten. Die Vorzeichen könnten aber besser sein für uns.

Wie meinen Sie das?
Die Young Boys haben sich in den letzten zwei Jahren zwei böse Aussetzer im Cup geleistet, sie werden die Aufgabe bei uns ernsthaft angehen und uns kaum unterschätzen. Zudem hat YB die Europa League verpasst, das Team war am Donnerstag also spielfrei und ist ausgeruht...

... und nicht zuletzt kam der Trainerwechsel bei YB für Chiasso vielleicht zu früh...
... ja, das kann gut sein. Mir wäre es auch lieber gewesen, wenn dieser Trainerwechsel nach einer Niederlage gegen uns passiert wäre, wobei ich eine Entlassung keinem Kollegen wünsche. YB hat zuletzt unter dem neuen Trainer gegen Vaduz 4:0 gewonnen und sehr stark gespielt.

Mit welchen Erwartungen steigen Sie in die Partie am Sonntag?
Wir wollen YB einen harten Kampf liefern, mit Leidenschaft und Solidarität. Ich habe meinen Spielern am Donnerstag noch einmal gesagt, dass wir auf ein Team von sehr grosser Klasse treffen. Wir benötigen eine sensationelle Leistung und müssen hoffen, dass der Gegner patzt. Aber wir schauen auf uns, wir werden bereit sein, das spüre ich.

Weshalb?
Weil unser Teamgeist ausgezeichnet ist. Die Mannschaft ist geschlossen, wir sind defensiv solid und nicht einfach zu schlagen.

Welchem Chiasso-Spieler würden Sie zutrauen, bei YB eine gute Rolle spielen zu können?
Das ist eine unangenehme Frage. Wenn man die Kader sieht, realisiert man, über welche Möglichkeiten die Young Boys verfügen, personell und wirtschaftlich. Wir sind ein kleiner Klub. Aber das Schöne am Fussball ist, dass man als Team viel erreichen kann.

Welche Ziele sind denn mit Chiasso möglich?
Wir wollen souveräner als letzte Saison in der Liga bleiben und sind auf einem guten Weg dazu.

Chiasso steht nach acht Runden mit 15 Punkten auf Rang 3, nur einen Zähler hinter dem Leader. Glauben Sie nicht, dass mehr als nur der Kampf gegen den Abstieg möglich ist, zumal das Team unter Ihnen bereits im Frühling überzeugte?
Schauen Sie, wir sind gut damit gefahren, bescheiden zu sein. Entscheidend ist die Leistung auf dem Rasen. Und wir haben die Punkte in dieser Saison bisher nicht gestohlen, das erfüllt mich mit Stolz. Nun dürfen wir am Sonntag auf grosser Bühne gegen YB zeigen, was in uns steckt.

Alberto Regazzoni dürfte besonders motiviert sein, weil sein Abgang bei YB unschön war.
Er wurde abgeschoben, ja, aber er hatte in Bern auch sehr schöne Zeiten erlebt. Das war bei mir ja ähnlich. Regazzoni ist neben Torhüter Andrea Guatelli unser routiniertester Akteur, er ist Captain und hat sich verändert. Er ist nicht mehr so ein Heisssporn...

... in der letzten Saison attackierte er in Genf in der Halbzeitpause einen Schiedsrichter...
... das war vor meiner Zeit. Ich nehme ihn als Führungsspieler wahr, der ruhiger geworden ist und Verantwortung übernimmt.

Wie ist das bei Ihnen? Zu YB-Zeiten waren Sie ein ziemlicher Vulkan an der Seitenlinie.
(lacht) Auch ich bin älter und reifer geworden, seit drei Jahren bin ich sogar schon ein junger Grossvater. Ich stand in rund 20 Partien bei Chiasso nicht einmal annähernd am Rande eines Platzverweises, das war damals bei YB ja schon ein wenig anders.

Sind Sie zufrieden, was Sie als Trainer erreicht haben?
Das ist eine gute Frage, ich denke oft darüber nach. Es lief nicht alles perfekt, aber jeder Trainer hat Brüche in seiner Biografie oder eine Baisse. Das Brutale als Fussballtrainer ist: Man gerät sehr schnell in Vergessenheit. Wenn man arbeitslos ist, kann man nicht einfach einen Job suchen wie in anderen Berufen. Man wartet, wird unruhig, es geht nicht vorwärts, solche Zeiten können sehr belastend sein.

Wie gingen Sie damit um?
Es waren verschiedene Situationen. Meine Familie hat mir immer geholfen, ich habe drei Kinder, die mir viel Kraft geben. Zudem glaubte ich stets an meine Fähigkeiten. Mein Leistungsausweis war nicht so schlecht, auch bei YB lief es lange gut, in Lugano wurde ich entlassen, obwohl wir auf Rang 1 in der Challenge League standen, bei Montreal gewann ich den kanadischen Cup, spielte in der Champions League und erreichte die Liga-Playoffs.

Sie arbeiteten in Kanada und als Trainerausbilder für den Weltverband Fifa. Welche Erfahrungen haben Sie aus Ihrer Tätigkeit im Ausland mitgenommen?
Dass der Fussball verbindet. Und dass auf dem Platz alle gleich sind. Ich unterrichtete Trainer in China, die meine Erklärungen mit grossen Augen verfolgten und enorm lernbegierig waren. Ich war in der Mongolei in einer bitterarmen Gegend, wo die Menschen sehr, sehr wenig besitzen, und kurz darauf in Katar, wo die Porsches und Ferraris zum Strassenbild gehören. Doch wenn es um Fussball geht, sind alle gleich.

Nun sind Sie 53 Jahre alt und lancieren die Karriere in Chiasso neu. Mit welchen Ambitionen?
Jeder Trainer, der in der Challenge League ist, möchte in der Super League arbeiten, das ist doch klar. Aber ich habe gelernt, dass Ungeduld nicht hilft. Mir gefällt es im Tessin, wir holen mit bescheidenen Mitteln recht viel heraus. Ich verfolge keinen bestimmten Karriereplan mehr. Das Leben hat mich gelehrt, mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Es gibt Hochs und Tiefs.

Ist es noch speziell für Sie, gegen die Young Boys anzutreten?
Es gab ja schon Spiele gegen YB. Klar werde ich diesem Verein und der Stadt, die mir sehr gefällt, immer verbunden sein, ich habe einige Kontakte nach Bern. Aber eine besondere Brisanz sehe ich nicht mehr in dieser Begegnung.

Waren Sie eigentlich ein Thema bei YB, zumal Sie mit Sportchef Fredy Bickel befreundet sind?
Unser Kontakt ist nicht mehr so intensiv wie früher. Und YB hat ja jetzt mit Adi Hütter einen guten Coach gefunden. Ich bin froh, als Trainer arbeiten zu dürfen und jeden Morgen aufzustehen und eine Aufgabe zu haben.


Chiasso - YB

Marco Schällibaum erinnert sich gerne an seine Zeit in Bern zurück. «Es war über weite Strecken wunderschön», sagt der 53-Jährige, der YB von 1999 bis 2003 trainierte, zurück in die NLA und später in den Europacup führte.

In den letzten zwölf Jahren hat Schällibaum als Trainer enorm viel erlebt. Einiges lief nicht ideal, er war zwischen 2003 und 2011 bei Servette, Concordia Basel,
Sion, Schaffhausen, Bellinzona und Lugano tätig – ehe er als Trainerausbilder für den Weltverband Fifa arbeitete und das Jahr 2013 bei Montreal verbrachte. Seit April 2015 ist Schällibaum nun bei Chiasso engagiert, er rettete den Tessiner Klub vor dem Abstieg und ist überzeugend in die aktuelle Saison gestartet.

Der Zürcher war in den letzten Jahren regelmässig auf Jobsuche und ist froh, wieder Fuss im Trainergeschäft gefasst zu haben. Der Cup-Sechzehntelfinal gegen YB ist für Chiasso eine Gelegenheit, auf prominenter Bühne Eigenwerbung zu betreiben. «Die Leute hier freuen sich auf das Spiel», sagt Schällibaum, der das Jahresbudget seines Klubs auf 2,5 Millionen Franken beziffert.

Fünf Siege bis zum Titel
Die Young Boys wiederum wollen einen weiteren Rückschlag am Sonntag unbedingt vermeiden. Nach dem miserablen Saisonstart sowie dem Ausscheiden im Europacup bleibt YB wohl einzig der Cup, um ein Saisonziel zu erreichen – bis zum Titelgewinn fehlen noch fünf Siege.

In Chiasso muss YB auf die angeschlagenen Guillaume Hoarau, Loris Benito und Taulant Seferi verzichten, Sékou Sanogos Einsatz ist fraglich.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24728072

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 Beitrag Verfasst: Samstag 19. September 2015, 15:15 
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