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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Rino
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Verfasst: Freitag 11. November 2011, 17:34 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Bierflasche
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Verfasst: Mittwoch 16. November 2011, 13:02 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Extrazug nach Basel
Wie zu jedem Auswärtsspiel organisieren gäubschwarzsüchtig, die Ostkurve Bern und der BSC YB in Zusammenarbeit mit den SBB einen Extrazug nach Basel.
Zugbillete gibt es an jedem bedienten Bahnschalter (YB-Ticket): CHF 22.00 (Halbtax) / CHF 44.00 (ohne Halbtax); alle SBB-Abonnements sind gültig.
Bern ab 14.48 Uhr
Burgdorf ab 15.03 Uhr
Herzogenbuchsee ab 15.16 Uhr
Langenthal ab 15.23 Uhr
Basel St. Jakob an 16.18 Uhr
Basel St. Jakob ab 20.00 Uhr
Langenthal ab 20.53 Uhr
Herzogenbuchsee ab 20.59 Uhr
Burgdorf ab 21.11 Uhr
Bern an 21.31 Uhr
Billete für das Spiel gibt es noch bis Freitag Abend im YB-Fanshop. Im Zug werden wie gewohnt Getränke zu fairen Preisen verkauft. Mit dem Einsteigen in den Extrazug wird die Auswärtsfahrtenregelung akzeptiert.
Billete für das Spiel gibt es bis Samstag Mittag im Fanshop.
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 17. November 2011, 17:50 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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17.11.2011  Zitat: Gross: «Die Rückkehr nach Basel ist sicher ein spezieller Moment»
Christian Gross spricht vor dem ersten Match mit den Young Boys in Basel über seine Erwartungen. Für ihn ist es etwas Besonderes an den Ort zurückzukehren, an dem er über zehn Jahre erfolgreich Fussball trainiert hatte.
Am Donnerstag hat der BSC Young Boys zur Pressekonferenz mit Trainer Christian Gross eingeladen. Diesem steht ein ganz besonderes Spiel am Samstag bevor: Zum ersten Mal nach seiner Entlassung beim FC Basel wird er wieder den St. Jakobs-Park betreten und mit den Young Boys gegen seinen alten Verein antreten.
Verständlicherweise verbindet den Erfolgstrainer immer noch viel mit Basel. Ein ganzes Jahrzehnt trainierte er den FC Basel. Kontakt zu den Vereinsverantwortlichen in Basel habe er zwar wenig bis gar keinen mehr, sagt Gross, aber dennoch sei es ein spezielles Gefühl wieder zurückzukehren. Die Stadt lebe den Fussball und das «Fan-Lied finde ich einfach toll», erzählt der YB-Trainer an der Medienkonferenz.
«Wir sind fähig in Basel zu gewinnen»
Nichtsdestotrotz fährt er nach Basel, um dort zu gewinnen. Er könne die Gelb-Schwarzen «extrem gut» vertreten und sieht bei den Young Boys durchaus die Fähigkeiten in Basel zu gewinnen. Gross weiss aber, dass es in der Mannschaft eine Steigerung braucht.
Insbesondere wünscht er sich mehr Durchschlagskraft in der Offensive und individuelle Zweikampfstärke. Als Gross nach einer Prognose für den Samstag gefragt wird, sagt er: «Wir versuchen zu gewinnen, aber es braucht im Minimum zwei Tore.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24487692
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shalako
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Verfasst: Freitag 18. November 2011, 10:04 |
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18.11.2011  Zitat: Grizzly statt Brummbär
Der FC Basel empfängt die Berner Young Boys mit Trainer Gross.
FUSSBALL (-di). Christian Gross hat sich, wenn es um Motivationshilfen geht, schon immer gern im Reich der Tiere bedient. Als der Fußballtrainer im Mai 2009 nach zehn Jahren beim FC Basel den Spind räumen musste, galt es für ihn mithin auch Steinböcke und Haifischköpfe zu entsorgen. Und als der 57-Jährige heuer bei den Young Boys in der Bärenstadt Bern anheuerte, rief er dazu auf, "dass wir den Brummbär durch den Grizzly ersetzen". "Hungrig und bissig" müsse sein Team sein, dozierte Gross, und Pascal Zuberbühler, sein Mitbringsel aus früheren gemeinsamen FCB-Tagen, trat als Torhütertrainer mit dem Anspruch an, YB-Keeper Marco Wölfli "zum Wolf machen" zu wollen. Mit Rang vier nach 15 Super-League-Spieltagen, sechs Punkte hinter Meister und Spitzenreiter Basel, hat sich all dies bis dato allenfalls ansatzweise umsetzen lassen. Eine Standortbestimmung könnte Gross nun die Rückkehr in den St.-Jakob-Park bringen: Morgen, Samstag, 17.45 Uhr (es sind schon deutlich mehr als 30 000 Karten weg), duellieren sich FCB und YB. Das Hinspiel endete 1:1.
http://www.badische-zeitung.de/fc-basel ... 06281.html
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shalako
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Verfasst: Freitag 18. November 2011, 10:06 |
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18.11.2011  Zitat: Härter als die anderen
Am Samstag kehrt YB-Trainer Christian Gross erstmals nach zweieinhalb Jahren in den St.-Jakob-Park zurück – dort hatte er einst mit dem FC Basel viele glückliche Momente erlebt.
Konzentriert wie immer ist Christian Gross und schlagfertig wie selten. Seine Sprüche sind launig, ehe er sofort in gewohnten Worten die Ausgangslage analysiert und von seinen Spielern am Samstag in Basel einen «selbstbewussten Auftritt» verlangt. Es ist Donnerstagmittag, YB hat zum wöchentlichen Trainergespräch geladen, doch während sonst zwei bis vier Medienvertreter erscheinen, lauschen diesmal rund 20 Journalisten den Gross-Worten. Die Szene spielt in der Presidents Lounge hoch oben im VIP-Bereich des Stade de Suisse. Irgendwann sagt Gross, die Arme ausgebreitet, das Berner Stadion werde im Frühling eine richtig schöne Fussballarena sein, wenn – endlich, endlich – der Kunstbelag natürlichem Rasen gewichen sei.
Christian Gross bedient auch heute Klischees, das tut er gerne, etwa wenn er Dominanz und Entschlossenheit von seinem Team fordert. Und selbstverständlich weiss er, dass die morgige Partie eine spezielle sein wird. Anmerken lässt er sich nicht viel. Erstmals kehrt Gross wieder nach Basel zurück, in jene Spielstätte, in der er so viele Erfolge feierte. Er sei stolz, habe er damals das rotblaue Virus in Basel zusammen mit den Fans und der Bevölkerung wieder entfacht, sagt er. Jenes Virus, das Trainer Helmut Benthaus einst gelegt habe. Und: «Ich habe zehn tolle Jahre beim FCB erlebt. Es ist ja nicht normal, dass ein Fussballtrainer so lange im gleichen Klub angestellt ist.»
Von 1999 bis 2009 arbeitete Gross in Basel. Als er am 29.Mai 2009 letztmals vom Basler Spielfeld schritt, tat er das mit dem selbst gewählten Song «Tougher Than the Rest» von Bruce Springsteen, der im St.-Jakob-Park gespielt wurde – nach einer 0:3-Niederlage gegen YB, das den FCB damit überholte und die Saison als Zweiter beendete. «Härter als die anderen», dieses Lied passt zu Gross, natürlich tut es das, Sentimentalitäten gehören nicht in die Welt des Fussballs und schon gar nicht in seine. Deshalb ist es kein Zufall, hat der kühle Machtmensch den Kontakt zum FCB in den zweieinhalb Jahren seit seinem Abgang auf «zwei, drei SMS» beschränkt, wie er sagt. Im St.-Jakob-Park war Gross nie mehr.
Viele schöne, glückliche Momente und tolle, begeisternde Spiele hat der FCB unter Gross erlebt, ein 3:3-Remis zum Beispiel 2002 in der Champions League gegen Liverpool oder den 2:0-Sieg in der Finalissima gegen YB im Mai 2008. Gross aber nennt als Erstes einen 7:4-Heimsieg gegen Luzern vor elf Jahren, als er gefragt wird, welches das schönste und beste FCB-Spiel unter ihm gewesen sei. Damals musste Basel auf der Schützenmatte spielen, weil der St.-Jakob-Park gebaut wurde. Vielleicht ist es kein Zufall, erwähnt Gross diese Begegnung. Er weiss genau, dass man ein Meisterteam nicht von heute auf morgen bauen kann. Nach drei Saisons führte Gross Basel erstmals zum Titel. Aber drei Jahre Zeit erhält er in Bern kaum. Und eigentlich, denken viele, würde ein 1:0 ja besser als ein 7:4 zu Gross passen, Resultatfussball eher als Spektakel, lange und hohe Bälle mehr als Kurzpassspiel. Dabei wird ausgeblendet, wie attraktiv und druckvoll der FCB im 4-4-2-System, das Mittelfeld stilprägend zur Raute formiert, unter Gross oft agierte. Hakan Yakin oder Matias Delgado waren die grossartigen Regisseure, vorne wirbelten Julio Hernan Rossi und Christian Gimenez.
Christian Gross hat den FCB ausgesaugt. Er gewann zwischen 2002 und 2008 je vier Meisterschaften und Cupsiege, aber seine unzimperliche, fordernde Art und die brachiale, zuweilen fast unmenschliche Personalführung haben tiefe Spuren hinterlassen. In Basel sind viele nicht positiv auf Gross zu sprechen. Wer sich mit dem 57-jährigen Zürcher anlegt, erhält selten eine zweite Chance. Das haben bei YB auch schon einige Spieler erfahren. Gross sagt, er habe überall, wo er als Trainer tätig gewesen sei, ein solides Fundament hinterlassen. Der FCB siegte, triumphierte und jubelte auch unter seinem Nachfolger Thorsten Fink, und die bissigen Kommentare im Verein, unter Fink würden nun Freude und Offensivfussball beim FCB herrschen, haben ihn getroffen. Gross ist gekränkt, das gibt er natürlich nicht zu, aber es wäre für ihn eine grosse Genugtuung, mit YB im St.-Jakob-Park zu siegen.
Der Weg jedoch ist steinig, um in Bern das gelb-schwarze Virus, das einst Trainerlegende Albert Sing gelegt hatte, zu entfachen. Der erste Meistertitel seit 1986 würde helfen. In Basel hatte Gross mit Mäzenin Gigi Oeri eine Hausbank, die ihm beinahe jeden Spielerwunsch erfüllte. Die YB-Investoren dagegen wollen Geld verdienen. Gross fordert wie zu FCB-Zeiten viel, er hätte am liebsten ein 35-Mann-Kader mit lauter Nationalspielern. Das sorgt für Reibereien und Machtkämpfe mit CEO Ilja Kaenzig.
Bei den Anhängern ist Gross, in Bern als Heilsbringer präsentiert, längst nicht mehr unumstritten, auf Fanforen wird er wegen der wenig unterhaltsamen YB-Auftritte scharf kritisiert. Aber das kennt Gross. «In Basel wartete man fast gleich lange auf einen Titel, da sind die Leute halt ungeduldig», sagt er. Als er im Juli 2001 in Sion das Startspiel 1:8 verlor, lancierte die «Basler Zeitung» eine heftige Kampagne gegen Gross, seine Entlassung schien beschlossene Sache. Er überlebte den Sturm – und führte den FCB Ende Saison zum ersten Meistertitel nach 22 Jahren. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28924966
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shalako
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Verfasst: Freitag 18. November 2011, 10:09 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.11.2011  Zitat: YB hechelt Basel hinterher
Mit Christian Gross an der Linie wollte YB den Abstand auf den FC Basel verkürzen. Bisher vergeblich. Der Meister ist dem Berner Traditionsklub weiterhin ein Stück voraus.
Die Rückkehr von Christian Gross nach Basel steht unter besonderen Vorzeichen. Erstmals coacht er im St.-Jakob-Park den Gegner des FC Basel. Nichts geändert hat sich hingegen an den Kräfteverhältnissen: Der FCB ist nach wie vor die unangefochtene Nummer 1 im Schweizer Fussball, obwohl bei YB Gross im Frühsommer das Zepter übernommen hat und seit Anfang Jahr etliche starke Spieler wie Alexander Farnerud, Michael Silberbauer, Nassim Ben Khalifa, Raphäel Nuzzolo und Elsad Zverotic nach Bern kamen.
Der Schweizer Meister hat mit Alex Frei und Marco Streller das mit Abstand beste Sturmduo der ganzen Liga. Er hat im Mittelfeld eine gute Mischung von Routiniers (Benjamin Huggel, der momentan verletzte Gilles Yapi) und überdurchschnittlich talentierten jungen Akteuren wie Granit Xhaka, Fabian Frei, Valentin Stocker und Xherdan Shaqiri. Und er hat mit Yann Sommer einen Mann zwischen den Pfosten, der schon eine beeindruckende Ruhe, Selbstsicherheit und Konstanz an den Tag legt, obwohl er erst knapp 23-jährig ist. Gut aufgestellt ist der FCB auch neben dem Feld. Der smarte Wirtschaftsanwalt Bernhard Heusler kümmert sich seit 2009 um das operative Geschäft. Der Ex-Internationale Adrian Knup ist für den Spielbetrieb zuständig. Ruedi Zbinden sorgt seit etlichen Jahren für ein gut funktionierendes Scouting. Wie gefestigt der Klub ist, zeigte sich Mitte Oktober, als Trainer Thorsten Fink dem Lockruf der Bundesliga erlag und Richtung Hamburg entschwand. Gleichentags präsentierte Heusler bereits einen zumindest für Aussenstehende überraschenden Nachfolger – Finks Assistenten Heiko Vogel. Eine Lösung, die sich bisher bewährt hat. Unter Vogel gewann der FCB sämtliche vier Meisterschaftspartien. Zudem holte er in der Champions League gegen Benfica Lissabon ein beachtliches 1:1-Auswärtsremis.
YB steht unter grossem Druck
Weit unkonstanter sind die Leistungen des BSC Young Boys in diesem Herbst. In den letzten 4 Partien beispielsweise holte er nur 4 Punkte. Trotz des Einbruches haben die Berner nach 15 Runden 25 Punkte auf ihrem Konto. Das ist grundsätzlich kein schlechter Wert. Doch da der FCB trotz harzigem Meisterschaftsstart und der Mehrbelastung durch die Champions League 6 Punkte vorausliegt, hat die morgige Partie für die Young Boys richtungsweisenden Charakter. Gewinnen sie, verkürzen sie den Rückstand auf den aktuellen Leader um die Hälfte, und sie bleiben ein ernsthafter Titelanwärter. Verlieren sie hingegen, können sie ziemlich sicher Ende Saison den Meisterpokal ein weiteres Mal nur aus der Ferne betrachten.
Das wäre eine bittere Pille für den Klub mit seinen hohen Ambitionen. Der Blues würde die Aufbruchstimmung bei der gelb-schwarzen Anhängerschaft endgültig verdrängen, die bei Gross’ Ankunft herrschte. Viele YB-Fans sind ohnehin enttäuscht über das Auftreten ihrer Mannschaft. Ihnen will nicht in den Kopf, wieso die hoch dotierte Equipe nominell schwächere Gegner wie Servette, Thun und GC selbst im eigenen Stadion nicht in die Knie zu zwingen vermag. Wenig Gefallen finden sich auch an dem auf einer soliden Defensive basierenden Fussball, den Gross praktizieren lässt. Nostalgie macht sich breit: Die Zeit unter dem im Mai entlassenen Vladimir Petkovic wird verklärt, obwohl auch er die Titelsehnsucht der Fans nicht befriedigen konnte.
Mehr Geld als Geist
Mehr Geduld als das Umfeld hat die Klubleitung mit Gross. Die Position des Trainers werde auch nicht infrage gestellt, sollte YB in dieser Saison weder die Meisterschaft noch den Schweizer Cup gewinnen, sagt Ilja Kaenzig. Der YB-Chef ist nach wie vor überzeugt, dass Gross der richtige Mann ist, um die Berner Titelgelüste endlich zu befriedigen.
Es ist ohnehin zu früh, Gross’ Wirken seriös zu beurteilen. Der 57-jährige Zürcher besitzt weder magische Kräfte, noch kann er von heute auf morgen alles auf den Kopf stellen bei YB. Fakt ist, dass er eine schwierige Mission übernommen hat, weil die Erwartungen sehr hoch sind in Bern und er mit einer Equipe arbeitet, die zwar viel Talent hat, aber nicht optimal zusammengesetzt ist. So fehlen Akteure mit Skorerqualitäten. Das weiss auch die Vereinsführung, die dem Wunsch des Trainers nachkommen und spätestens in der Winterpause einen weiteren Stürmer und einen offensiven Mittelfeldspieler verpflichten wird. Die Investitionen sind Teil der Wachstumsphase, die im August 2010 eingeläutet wurde, als Kaenzig die YB-Geschäftsführung übernahm. Wann sich die kostspielige Vorwärtsstrategie in Form von Titeln auszahlt, kann niemand sagen. Im Moment gilt, was Kent Ruhnke diese Woche im «Bund» treffend formulierte im Zusammenhang mit der Geschäftspolitik des SCB: «Mit Geld kann man sich meist ein gutes Team zusammenkaufen, aber kein grossartiges.» http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/12949639
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shalako
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Verfasst: Freitag 18. November 2011, 10:10 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.11.2011  Zitat: «Ich will YB an grosse Zeiten heranführen»
Für das Spitzenspiel gegen Basel kehrt Trainer Christian Gross morgen erstmals seit seiner Entlassung in den St.-Jakob-Park zurück.
Christian Gross, ist die Partie vom Samstag gegen Leader Basel für die Young Boys bereits ein Finalspiel?
Nein, aber es ist ein wichtiges Spiel. Wir müssen sehr gut vorbereitet sein, Basel ist im Schweizer Fussball momentan das Mass aller Dinge.
Falls YB verliert, wächst der Rückstand auf neun Punkte.
Das wäre viel, es könnten am Samstagabend aber auch nur noch drei Punkte Rückstand sein. Unsere Auswärtsbilanz ist nicht schlecht, auch wenn wir zuletzt in Genf einen Rückschlag erlitten haben. (YB hat mit 4 Siegen, 2 Unentschieden und 1 Niederlage in 7 Spielen hinter Basel die zweitbeste Auswärtsbilanz).
Die Partie im St.-Jakob-Park ist Ihre Rückkehr nach Basel. Nach Ihrem letzten Spiel mit den Baslern im Mai 2009 wurden Sie vom Publikum mit Ovationen verabschiedet – Sie hingegen blieben sehr kontrolliert. Wird das morgen erneut so sein?
Der FCB wollte mich ja nicht mehr haben nach guten Jahren. Das gehört halt zum Business. Doch ich hatte eine tolle Zeit in Basel. Jetzt freue ich mich auf dieses Spiel. Basel hat ein sehr gutes Team – und wir sind auf dem Weg, uns den Baslern zu nähern.
Welche Emotionen werden Sie nun zeigen bei der Rückkehr?
Es ist natürlich ein besonderes Spiel. Aber ich habe in meiner Trainerlaufbahn schon viele wichtige und spezielle Partien vorbereitet und erlebt.
Sie haben offensichtlich grossen Respekt vor der Basler Mannschaft.
Das ist so, ja. Sie ist sehr gut. Dazu wird der ganze Klub getragen von einer grossen Fan-Gemeinschaft, von einem wesentlichen Teil der Bevölkerung. Auch dies macht den FCB so stark. Aber wir tun bei YB alles, um den Rückstand zu verringern.
Wie lange brauchten Sie, um die Entlassung beim FCB zu verdauen?
Jede Entlassung schmerzt. Dieses Geschäft ist sehr emotional und schnelllebig geworden, Entlassungen gehören leider dazu. Doch wenn ich auf meine zehn Jahre in Basel zurückschaue, überwiegen die positiven Aspekte.
Hätten Sie den Verein damals früher aus freien Stücken verlassen sollen?
Nein, nein, nein. Ich half dort ja mit, den Fussballvirus wieder zu entfachen. Wir sorgten international für Furore, die Europacup-Abende sind unvergesslich. Die Jahre in Basel sind ein ganz wesentlicher Teil meiner Trainerkarriere.
Nach Ihrem Ende bei Tottenham tauchten Sie in die Anonymität ab, dasselbe taten Sie später nach den unfreiwilligen Abgängen bei Basel und Stuttgart. Warum?
Es gab nichts mehr zu sagen. Ich bin nicht einer, der sich in einer solchen Situation über andere Personen auslässt, sich beschwert oder lamentiert. Ich ging als Trainer immer vorneweg, ich stellte mich vor die Mannschaft. Und wenn die Verantwortlichen der Ansicht sind, ich sei nicht mehr der richtige Mann, dann ist das halt so. Dann muss der Trainer das Feld räumen und dem Nachfolger alles Gute wünschen.
Es wäre für Sie undenkbar, eine Abschiedspressekonferenz zu geben, wie das Lucien Favre nach seiner Absetzung bei Hertha getan hat?
So wird nur unnötig Geschirr zerschlagen. Heute sind wir doch so weit, dass bei einem Vertragsabschluss bereits die Modalitäten für eine allfällige spätere Entlassung festgelegt werden.
Ist das nicht ein Zeichen mangelnden Vertrauens?
Es zeigt, dass es ein Business ist, das geleitet ist vom absoluten Erfolgsdenken, verbunden mit sehr viel Geld und wenig Geduld.
Weshalb liessen Sie sich stets viel Zeit bis zu einer neuen Zusage?
Ich denke, dass ein Trainer Abstand braucht, wenn er entlassen wurde. Ich investiere viel Herzblut in meinen Job und muss das Erlebte verarbeiten. Ich würde auch in Zukunft gleich handeln.
Wie sehr machen Ihnen Entlassungen zu schaffen?
Es ist hart. Wenn ich beispielsweise daran denke, wie ich in Stuttgart entlassen wurde. Ich führte die Mannschaft vom 15. Rang in die Europa League, in der folgenden Saison musste ich nach ein paar Wochen gehen. Das tut schon weh. Aber wenn das Management wechselt, wenn neue Leute kommen, die nicht auf einen setzen, ist man machtlos.
Ärgert es Sie, von anderen Leuten abhängig zu sein?
Ich bin Angestellter des Vereins und muss gewisse Entscheidungen akzeptieren. Und wenn die Resultate nicht mehr stimmen … Wichtig ist für mich, dass ich stets versuchte, nachhaltig zu arbeiten.
Sie erzählten bislang kaum, was Sie während Ihrer Auszeiten unternommen haben. Tun Sie es jetzt?
(Lacht.) Ich arbeite seit 40 Jahren als Spieler oder Trainer im Fussball. Ich musste im Verlauf dieser Karriere auf enorm viel verzichten. Wo ich auch angestellt war, lebte ich strikt für den Erfolg. Ich musste jeden Tag funktionieren, war ständig verfügbar. Da ist es doch klar, dass ich das Telefon ausschalte, wenn ich schon einmal abtauchen kann.
Was haben Sie genau gemacht?
Ich habe es genossen, auch einmal andere schöne Dinge des Lebens zu geniessen: eine Stadt zu erkunden zum Beispiel. Die Fussballer sehen ja sehr oft nur den Flughafen, das Hotel und das Stadion. Ich schätze es, andere Länder und andere Kulturen kennen zu lernen. Ich bin auch gerne in der Schweiz herumgereist. Aber am längsten war ich in Barcelona und auf Mallorca – auch, um Spanisch zu lernen.
Haben Sie auch Fussball geschaut?
Ja klar, ich war vor allem beim FC Barcelona oft im Stadion. Dieser Fussball gefällt mir, er drückt enorme Spielfreude aus. Aber ich denke, ein langer Ball wird manchmal auch bei Barça gespielt – allerdings nur als Seitenwechsel …
Nun sind Sie zurück, und der Druck bei YB ist nicht kleiner als vorher bei GC oder Basel. Brauchen Sie ihn?
Mich interessiert es nicht, eine Mannschaft zu betreuen, die in der Schweiz im Optimalfall um Rang 4 spielen kann. Der Druck ist gross bei YB, das stimmt. Nach GC und Basel ist YB für mich in der Schweiz vielleicht die letzte ganz grosse Herausforderung. Ich will YB wieder an grosse Zeiten heranführen. Gegenwärtig ist dieser Klub in der Super League die grösste Aufgabe für einen Trainer, weil die Ausgangslage sehr speziell ist.
Weil YB seit 1986 nicht mehr Meister wurde?
Einerseits deswegen. Und das Kader ist ja eigentlich seit Jahren gut besetzt, zum Titel hat es aber doch nie gereicht.
Vorgänger Vladimir Petkovic wurde zweimal Zweiter und trotzdem entlassen. Ein zweiter Platz mit Ihnen wäre doch nun ein Misserfolg.
Das ist ja genau die Herausforderung.
Wäre ein zweiter Platz für Sie denn in jedem Fall ein Misserfolg?
Das hängt vom Verlauf der Meisterschaft ab. Und etwas muss ich erwähnen: Nachdem wir gegen Braga in der Qualifikation zur Europa League scheiterten, wurde mit Bienvenu ein sehr guter Stürmer aus wirtschaftlichen Gründen verkauft.
Haben Sie sich dagegen gewehrt?
Die finanzielle Situation erforderte den Verkauf. Ich wies auf das Risiko hin, ob wir wieder einen derart treffsicheren Stürmer verpflichten können. Wenn ich die Sturmreihen von YB und Basel vergleiche, dann stelle ich fest, dass es bei uns an Erfahrung fehlt. Mayuka, Ben Khalifa und Costanzo sind hoch talentiert, aber natürlich viel weniger routiniert als Alex Frei und Marco Streller.
Die Erwartungen und Hoffnungen sind riesig. Das Team war zuletzt Dritter. Dann kamen Sie als Titeltrainer, und nun ist YB Vierter …
... das ist ungenügend. Es zeigt sich, dass wir noch nicht reif genug sind, um an der Spitze zu stehen.
Wollen Sie die Mannschaft im Winter weiterverändern?
Ich möchte, dass zwei neue Leute für die Offensive verpflichtet werden. Wir benötigen noch Leadertypen. Das Team braucht eine gute Balance, eine gute Mischung. Wir müssen klug spielen – und vor allem den Gegner dominieren. Ich will von YB dominanten, nach vorne gerichteten Fussball sehen. Wir haben viel zu wenige Tore geschossen.
In Basel hatten Sie eine ausgeprägte Machtposition, auch weil es keinen Sportchef gab. Bei YB gibt es Ilja Kaenzig sowie die Geldgeber Benno Oertig, Andy und Hans-Ueli Rihs. Wie ist die Zusammenarbeit?
Gut. Bei Transfers unterbreite ich meine Wünsche Ilja Kaenzig und dem Technischen Direktor Hansruedi Hasler. Kaenzig bespricht die Situation dann mit den Investoren. Ich habe mit Oertig und den Gebrüdern Rihs fast nur an den Spielen Kontakt. Sie haben viel für den Sport gemacht und viel in YB und das Stade de Suisse investiert. Sie verlangen eine ausgeglichene Rechnung. Alle drei sind Geschäftsleute und wissen, dass der Fussball ein sehr emotionales Geschäft ist.
YB hat seit dem Cup 1987 keinen Titel mehr gewonnen, die Ungeduld ist gross. Viele sind unzufrieden und wollen sofort positive Ergebnisse.
Das kann ich gut verstehen. Sie haben ein Anrecht darauf.
Haben Sie Bedenken, dass Ihr Ruf leiden könnte, wenn Sie mit YB keinen Erfolg haben?
Ja, aber mit diesem Dilemma lebt jeder Mensch. Ich werde an meinen früheren Erfolgen gemessen, das ist normal. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ic ... y/27260486
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shalako
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Verfasst: Freitag 18. November 2011, 10:14 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.11.2011  Zitat: Noch ist YB einiges vom FCB entfernt
Fussball · YB will mit Basel um den Meistertitel kämpfen. Aber das FCB-Kader ist gerade in der Offensive deutlich besser besetzt.
Es ist am Samstag ein wegweisendes Spiel für die Young Boys, und selbst wenn ihr Trainer Christian Gross sagt, dass auch neun Punkte Rückstand auf Basel aufzuholen wären, so steht für die Berner doch einiges auf dem Spiel. Ein Auswärtssieg beim Leader wäre für YB und Gross nach schwierigen Wochen und ungenügenden Resultaten ein Befreiungsschlag, der Abstand auf drei Zähler halbiert. Auch vor dem Spitzenkampf im St.-Jakob-Park erinnert Gross an sein Hauptanliegen in dieser Saison: «Wir wollen den Rückstand auf Basel und Zürich, der letzte Saison 16 und 15 Punkte betrug, verkürzen.» In Bern aber verlangen Umfeld und Fans mehr – und die Investoren um Benno Oertig sogar die berühmte Phase 3, die im Zeichen von ganz vielen Titelgewinnen stehen soll.
Ist es aber überhaupt realistisch, von YB zu fordern, mit Basel in Konkurrenz zu treten? Im FCB-Kader stecken erheblich mehr Substanz und deutlich grössere Investitionen. Zudem kann man die Transferpolitik der Young Boys im letzten Sommer eher noch nicht als gelungen bezeichnen. Christian Gross will jetzt personelle Veränderungen, möglichst viele, die YB-Besitzer aber möchten Einnahmen generieren, auch durch Spielerverkäufe, und das ist ein Dilemma, das schwierig zu lösen sein wird.
Gross will zwei Offensivleute
Mittendrin steckt CEO Ilja Kaenzig, der eine Sparvorgabe der Investoren von oben zu befolgen und gleichzeitig eine Wunschliste des Trainers von unten zu bearbeiten hat. Christian Gross kann, wenn sich die Saison weiter trist entwickeln sollte, immer noch behaupten, er habe dieses Team nicht zusammengestellt. Gestern erneuerte der YB-Coach mit Nachdruck seine Forderung nach «zwei neuen Offensivspielern in der Winterpause».
Gleichzeitig redet Gross seine Akteure stark, er spricht von «hoher Qualität» im Kader und davon, dass im Fussball vieles möglich sei. «Wir können in Basel gewinnen», sagt er, «aber dazu benötigen wir zwei Tore.» Den Unterschied zum FCB bezüglich Personal hat auch er festgestellt – und nennt ebenfalls die Angreifer als Beispiel. «Bei Basel stürmen zwei erfahrene, langjährige Nationalspieler, die ihre Klasse seit langem unter Beweis stellen», sagt Gross. «Und bei uns agieren vorne zwei hochtalentierte Angreifer, 20 und 19 Jahre alt.» Auf der einen Seite also Alex Frei, der überragende Torjäger, und Marco Streller, der ideale Partner Freis, und auf der anderen Seite Emmanuel Mayuka und Nassim Ben Khalifa, die am Anfang vielversprechender Laufbahnen stehen. «Natürlich sind Streller und Frei starke Spieler», sagt Gross. «Doch wenn wir unser Leistungsoptimum abrufen, können wir in Basel gewinnen.»
Starkes YB im ersten Ligaspiel
Nicht nur im Sturm aber besitzt Basel personelle Vorteile. Im Mittelfeld sind beim FCB aktuelle Schweizer Nationalspieler und Grosstalente wie Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka und Fabian Frei unter Vertrag, es hat ehemalige (Benjamin Huggel), verletzte (Valentin Stocker) und mögliche (Stephan Andrist) Nationalspieler. Dazu kommen mit Scott Chipperfield ein wertvoller Altmeister, mit Jacques Zoua ein talentierter Allrounder – und auch Stratege Gilles Yapi, der noch lange verletzt ausfällt, ist ja in Basel engagiert. YB verfügt gleichfalls über ein breites, gutes Kader, es ist das nominell zweitbeste der Liga. Christian Gross will nun Schritt für Schritt näher an den FCB heranrücken. Er sagt, es sei schade, wenn ein Transfer finanziell nicht realisierbar sei, aber er wird dennoch nicht davon abrücken, intern ständig prominente, teure Verstärkungen zu fordern.
Vorerst aber bereitet Gross das YB-Gastspiel in Basel akribisch vor. Im ersten Ligamatch in dieser Saison überraschten die Young Boys den Meister FCB ja mit einer forschen, frechen, offensiven Darbietung. Am Ende erreichte Basel ein glückhaftes 1:1 – und YB hat seither nie mehr so stark gespielt. Fabian Ruch
Die überragenden Stürmer der Liga: Torjäger Alex Frei (links) und der starke Vorbereiter Marco Streller verstehen sich seit vielen Jahren blendend.
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shalako
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Verfasst: Freitag 18. November 2011, 10:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.11.2011  Zitat: Trainer Gross lässt vor Rückkehr ins Joggeli Dampf ab
«YB kämpft um jeden Fan»
Am 27. Mai 2009 wurde Christian Gross in Basel entlassen. Als YB- Coach kehrt er erstmals in den St.-Jakob-Park zurück. Ein Stadion, das für ihn Tabuzone war.
Nach dem emotionalen Abschied vor zweieinhalb Jahren betreten Sie erstmals wieder die Senftube im Joggeli. Welche Emotionen kommen da hoch?
Christian Gross: Dieser Abschied nach zehn Jahren, was in unserem Business eine enorm lange Zeit ist, da gabs schon Emotionen, klar. Aber mein Fokus liegt nun voll und ganz bei YB.
Wie, denken Sie, wird Sie die Muttenzer Kurve empfangen?
Ich hoffe gut! Ich habe damals in Basel versucht, diesen Virus wieder zu entfachen, den es schon unter Helmut Benthaus gab. Wir haben uns auch international ins Rampenlicht gebracht. Das war eine tolle und entscheidende Zeit.
Wie sehen Sie den FCB Ausgabe 2011?
Die Entwicklung ging weiter. Basel blieb erfolgreich. Es war wie bei jedem Verein, den ich verlassen habe: Der Klub lag nicht am Boden, sondern besass ein gutes Fundament.
Waren Sie je wieder im Joggeli?
Nein, nie. Ich habe den FCB nur am Fernseher gesehen.
Eine bewusste Entscheidung?
Nein. Es hat sich nie ergeben.
Haben Sie noch Kontakt mit den Leuten aus dem Basler Vorstand, die Sie entlassen haben?
Der Kontakt hat sich auf zwei, drei SMS beschränkt.
Aber Sie werden FCB-Präsident Bernhard Heusler die Hand schütteln?
Problemlos. Entlassungen gehören zu unserem Job. Ich habe mit niemandem Probleme.
Haben Sie noch Kontakt zu Ihrem langjährigen Adjutanten Fritz Schmid, der nun Assistent von Marcel Koller in Österreich ist, oder zu FCB-Chefscout Ruedi Zbinden?
Nein. Es ist eine andere Zeit.
Verliert YB in Basel, beträgt der Rückstand auf den FCB 9 Punkte. Die Meisterschaft wäre gelaufen.
Der Fussball schreibt jedes Wochenende neue Dramaturgien. Wir trafen in Genf beim 0:1 zwei Mal den Pfosten. Basel hätte gegen Lausanne durchaus zwei Punkte abgeben können. Da ist immer viel möglich.
Was gibt Ihnen die Zuversicht, den Rückstand aufholen zu können?
Die Qualität der Spieler. Ihr Entwicklungspotenzial.
Was wird am Samstag entscheidend sein?
Dass wir selbstbewusst auftreten.
Wie selbstbewusst ist denn Ihre Mannschaft zurzeit?
Sie ist stark genug, um in Basel zu gewinnen. Das Selbstvertrauen ist auf jeden Fall da
Was ist der Hauptunterschied in Sachen Fussball zwischen Basel und Bern?
Bern hat wie Basel ein grosses Einzugsgebiet, nur kämpft YB um jeden Fan wegen der Konkurrenzsituation mit dem SCB. Die gibts in Basel nicht. Der FCB nützt das sehr gut aus. Basel hat sich selbst zur Fussball-Hauptstadt ernannt. Das werden wir früher oder später konkurrenzieren.
Apropos SCB: CEO Marc Lüthi hat Trainer Larry Huras mangels Unterhaltung gefeuert. Wie wichtig ist der Unterhaltungsfaktor bei YB? Ist CEO Ilja Kaenzig nie zu Ihnen gekommen und hat moniert, es gebe zu wenig Spektakel?
Das ist nur im Eishockey so. Wir haben doch ganz tolle Spiele geliefert. Gegen Xamax, gegen Lausanne. Uns fehlen halt ein paar Tore. In der Offensive verlange ich mehr Durchschlagskraft. Da brauchen wir im Winter zwei neue Spieler.
Da hat Basel Frei und Streller.
Die beiden haben die letzten Jahre geprägt. Das sind doch zehn Jahre Erfahrungsunterschied zu Mayuka und Ben Khalifa. Und dahinter entwickeln sich mit Shaqiri und Xhaka die nächsten Stars des Schweizer Fussballs.
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shalako
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Verfasst: Freitag 18. November 2011, 10:28 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.11.2011  Zitat: Gross: «Losgelöste» Rückkehr nach Basel
BERN. Erstmals betritt Christian Gross (57) am Samstag nach zweieinhalb Jahren wieder den St.-Jakob-Park in Basel. Diesmal als YB-Coach.
Zehn Jahre arbeitete Christian Gross in Basel. Zwischen dem 1. Juli 1999 und dem 29. Mai 2009 coachte er den FCB in 506 Spielen. «Das war eine wichtige und entscheidende Zeit in meiner Karriere», fasst Gross das Jahrzehnt zusammen. Nach je vier Meistertiteln und Cupsiegen wurde die Zusammenarbeit am Rhein dann aber vorzeitig beendet.
Seit der Derniere vor zweieinhalb Jahren gegen YB (0:3) war Gross nie mehr im St.-Jakob-Park. «Es hat sich einfach nicht ergeben.» Auch der Kontakt mit dem FCB brach ab. «Er beschränkt sich auf zwei, drei SMS mit dem Vorstand», sagt Gross und meint damit Vizepräsident Bernhard Heusler. Morgen kehrt er erstmals an die Stätte seiner grössten Erfolge zurück. «Ich hoffe, ich werde gut begrüsst. Schliesslich habe ich immer alles gegeben.» Trotz des unfreiwilligen Abgangs hegt er keinen Groll: «Überhaupt nicht, ich habe mit niemandem ein Problem. Entlassungen gehören zum Business.»
So wie sich Gross ohne grosse Zeremonie verabschiedet hat, so will der Zürcher auch zurückkehren. «Das Spiel muss losgelöst sein von meiner Vergangenheit. Mein Fokus liegt nur bei YB.» Gross gibt zwar zu, dass der Abschied nach «der langen und guten Zeit sehr emotional» war, doch mit mehr als «speziell» mag er seine Rückkehr nicht beschreiben. Er lenkt wohl auch von seiner persönlichen Situation ab, weil er die Bedeutung der Partie kennt. YB liegt sechs Punkte hinter dem FCB und droht den Anschluss zu verlieren. «Für uns ist das ein sehr wichtiges Spiel, aber ich denke nicht, dass es finalen Charakter hat», sagt der Trainer, um schnell anzufügen: «Sollte Basel aber neun Punkte Vorsprung haben, wird das schwierig aufzuholen. Dessen bin ich mir schon bewusst.»
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